In diesem Sommer blieb Hermine nicht in dem, was offiziell ihr zu Hause war; sie brachte nur ihre Sachen vorbei und begrüßte ihre Eltern. „Ich muss eigenständige Recherchen für Zaubertränke erledigen", log sie mühelos, „und die Malfoys haben ein Labor in ihrem Haus. Es ist okay, wenn ich bei ihnen bleibe, oder?"

„Sag mir noch mal, was Zaubertränke war?", fragte ihr Vater.

„So was wie magische Chemie", sagte sie, „mit einer Prise Pharmakologie dabei."

„Also ein naturwissenschaftliches Fach", sagte er beifällig. „Hab eine schöne Zeit, Liebling."

„Sei höflich zu Mrs. Malfoy", sagte ihre Mutter.

Und das war das.

„Es ist komisch, dass deine Eltern keine Probleme damit haben, dass du einfach davon läufst und bei mir bleibst", sagte Draco und sie zuckte die Schultern.

„Sie waren nie die erstickende Sorte, nicht mal, als ich klein war. Sie waren beide in ihrer Praxis beschäftigt und alles, was mich eigenständiger gemacht hat, gefiel ihnen. Jetzt? Die Vorstellung, dass ich irgendwo eigenständige Wissenschaftsforschung betreibe, gefällt ihnen. Wenn ich eine Muggel wäre, hätten sie mich wahrscheinlich eh einfach zu irgendeiner Art Sommerschule geschickt, von daher…"

„Trotzdem komisch", sagte Draco.

Er war niedergeschlagen, seit sie die Nachricht erhalten hatten, dass sein Vater in Askaban war. Zwischen Wutanfällen saß er stundenlang da und starrte aus dem Fenster. „Wir werden sie kriegen", versprach Hermine jedes Mal. „Wir werden sie alle kriegen."

Das Herrenhaus der Malfoys war in diesem Sommer etwas weniger gemütlich als in der Vergangenheit. Tom Riddle war an den meisten Tagen dort, umgeben von den Todessern, die nicht im Gefängnis saßen, und schmiedete Pläne. Das bedeutete, dass Hermine anfangs wenig von ihm sah; sie wusste nicht recht, ob sie darüber erleichtert oder enttäuscht war. Der Mann war furchteinflößend, ja, aber charismatisch. Dass er sich eine Gefolgschaft aus Leuten aufgebaut hatte, die für ihn ins Gefängnis gingen – die für ihn sterben würden – war nicht schwer zu glauben, nachdem man etwas Zeit in seiner Gegenwart verbracht hatte.

Er hatte eine Art, dass, wenn er seine Aufmerksamkeit auf einen richtete, es sich anfühlte, als sei man die schlauste, interessanteste Person, die er je getroffen hatte. Eines Nachts beim Abendessen, nachdem die Teller abgeräumt worden waren, lehnte er sich zurück, betrachtete Hermine und sagte mit einem seiner belustigten Beinahe-Lächeln auf dem Gesicht: „Habe ich dir erzählt, dass Dumbledore Dolores Umbridge gerettet hat?"

Hermine stellte ihr Weinglas ab und bereitete sich darauf vor, mit ihm die Klingen zu kreuzen. „Nein", sagte sie zurücklächelnd. „Wie enttäuschend."

Riddle lachte und Bellatrix Lestrange funkelte Hermine über den Tisch hinweg wütend an. „Ja, obwohl sie scheinbar traumatisiert wurde und fast nur schweigend auf dem Bett liegt."

„Ich schätze, das ist besser als nichts", sagte Hermine, „Auch wenn ich zugeben muss, dass ich gehofft hatte, sie würde nie zurückkommen."

„Lass es dir eine Lehre sein", riet Riddle, „egal wie clever deine Pläne sind, jemanden zu eliminieren – und das war wirklich gut gemacht, dass du Potter die Drecksarbeit für dich hast machen lassen, vor Allem ohne es zu wissen – wenn du sie wirklich tot sehen willst, musst du es selber machen."

Hermine legte den Kopf schief, während Draco sie beide beobachtete, wobei sein Blick nervös zwischen Hermine und Riddle hin und her huschte. „Was ist mit Delegierung?"

„Was hatte sie dir angetan?", unterbrach Bellatrix, was ihr einen leicht genervten Blick von Riddle einbrachte.

Hermine sah kurz zu Riddle für eine unausgesprochene Erlaubnis zu antworten, bevor sie sprach. „Sie hatte ein paar Probleme mit meiner Abstammung", sagte sie, der Tonfall süßlicher als die Küchlein, die die Elfen gerade auftischten. „Und es gab einen kleinen Zwischenfall mit einer Blutfeder." Sie tupfte ihren Mund mit einer Serviette ab und dankte dem Elf, der einen Teller Nachtisch vor sie geschoben hatte. „Aber eigentlich hatte ich nur ein Problem mit ihrer Einstellung."

„Ich freue mich darauf zu sehen, in eine wie tödliche Waffe ich dich verwandeln kann", sagte Riddle.

„Es wäre mir eine Ehre zu tun, was auch immer Sie von mir verlangen könnten", sagte Hermine, die Augen auf Bellatrix, nicht Riddle. „Obwohl ich hoffe, dass Sie Eigeninitiative gegenüber nicht ganz abgeneigt sind."

„In der Tat nicht", sagte Riddle. „Vorausgesetzt ich denke, dass du kompetent bist." Er nahm eine Gabel in die Hand und stieß sie in seinen Kuchen. „Um mir wirklich zu gefallen, solltest du lernen, vorauszuahnen, was ich wünsche. Zwischen den Zeilen zu lesen, sozusagen. Weniger Peter, vielleicht, und mehr Narzissa, wenn du dir Vorbilder suchen solltest." Er sah von seinem Teller zu ihr auf. „Aber vergiss nicht, dass Potter mir gehört."

Bellatrix kicherte, ein irres Gackern, das ihr einen weiteren schmallippigen Blick Riddles einbrachte, bevor er sich daran machte, seinen Nachtisch zu verspeisen.

„Ihr zwei macht mir Angst", sagte Draco, als sie wieder in ihrem Wohnzimmer waren. „Ich kann nicht erkennen, was er von dir will."

„Das Gleiche, das er von uns allen will", sagte Theo. „Gehorsam. Er gibt ihr nur eine längere Leine." Er und Daphne kuschelten auf dem Sofa. „Du und ich, Kumpel, wir werden Soldaten sein. Elitesoldaten vielleicht, aber mehr auch nicht. Du wirst eines Tages Zaubereiminister sein und ich dein loyaler Assistent und wir werden tun, was Riddle uns befiehlt. Das ist das Problem mit Unsterblichkeit, schätze ich; man muss Marionetten verwenden, um die Massen nicht zu sehr zu verschrecken. Hermine wird…"

„Deine Frau sein", unterbrach sie sie. „Nur deine Frau, Draco. Eine Gesellschaftsdame. Harmlos und gemeinnützig und eine Leitfigur für unumstrittene Zwecke, wie Kindern Essen zu geben." Sie grinste Daphne an, die zurücklächelte, wenn auch etwas schwach. Daphne war nicht ganz so behaglich in diesen Drathseil-Veranstaltungen wie Hermine.

„Er will, dass wir diesen Sommer das Mal bekommen", sagte Draco.

„Ihr beide?", fragte Hermine und er nickte.

„Ich habe Angst", gab er zu. „Es soll wehtun und… ich meine, ich will es." Seine Stimme wurde gleichzeitig leiser und härter. „Ich wollte es seit Jahren und jetzt, wo Dad… Ich will… Potter muss bezahlen. Sie müssen alle bezahlen."

„Es wird gut gehen", sagte sie und zog ihn zu sich. „Ich werde hier sein, wenn es vorbei ist."

Er langte hinüber und berührte die Halskette, die für ihn noch immer wie ein Herz aussah, solange sie sie nicht bewusst veränderte. „Wie kommt es, dass du Schmuck kriegst und ich eine Narbe?", scherzte er und sie grinste.

„Schätze er mag mich lieber?"

„Oder nicht so sehr." Bellatrix stand in der Tür. „Will sein Mal wahrscheinlich nicht wirklich auf ein Schlammblut setzen."

Dracos Finger verkrampften sich zu wütenden Krallen, aber Hermine lächelte nur und lehnte sich beinahe gelangweilt gegen die Armlehne des Sofas, auf dem sie saß, und legte ihren Kopf schief. „Rede dir das ruhig weiterhin ein, Tante Bella, wenn du dich dadurch besser fühlst."

„Abschaum", fauchte die Frau erneut, und fuhr dann Draco an: „Er will dich. Ohne das Mädchen."

„Das Mädchen hat einen Namen", zwischte Draco sie an, aber Bellatrix zuckte nur die Achseln und wartete darauf, dass er aufstand und Riddles Befehl Folge leistete.

„Du gibst einen guten Laufburschen ab, Bella", sagte Hermine, gerade bevor die ältere Hexe die Tür mit einem Knall zufallen ließ.

„Ich bin neugierig", sagte Theo. „Spielst du gern mit Feuer oder so was? Denn diese Frau ist -"

„Komplett verrückt", sagte Hermine. „Ich weiß."

„Hast du jemals den Satz gehört, dass man schlafende Hunde nicht ärgern sollte?", fragte Theo.

„Ich warte nur auf Erlaubnis", sagte Hermine, den Blick auf die Tür gerichtet, durch die Bellatrix verschwunden war.

„Draco hat recht", sagte Theo Kopf schüttelnd. „Du bist verdammt angsteinflößend."


Riddle beorderte sie eines Nachmittags alle auf eine der Rasenflächen und warf Hermine ein Buch zu. „Höchst verdorbene Zaubersprüche?", las sie fragend.

„Übt sie abseits vom Haus", riet er. „Ich hörte, dass ihr eine kleine Lerngruppe hattet, als ihr euch letztes Jahr auf eure Z.A.G.s vorbereitet habt?"

Hermine nickte.

„Es ist Zeit, dass ihr das ausbaut", sagte er.

„Sind da welche dabei, die nicht verboten sind?", fragte Hermine, die das Buch mit schnellen Bewegungen durchblätterte.

„Möglich", gab Riddle zu. „Ich bemühe nicht wirklich, mich über die neusten Regeln und Einschränkungen des Ministeriums zu informieren." Er drehte sich zurück zum Haus um und warf eine letzte Bemerkung über seine Schulter. „Ich erwarte, dass du sie alle bis zum Schuljahresbeginn beherrschst, Hermine. Enttäusch mich nicht."


Als Draco und Theo das Mal bekamen, hallten ihre Schreie durch das Herrenhaus. Daphne und Hermine saßen mit Narzissa und Bellatrix in Narzissas privatem Salon, da sie explizit davon geschickt worden waren. Riddle hielt sich allerdings nicht mit Ruhezaubern auf, und sie alle hörten die Geräusche.

Das Mal zu erhalten war, wie sich herausstellte, weder kurz noch schmerzlos.

Narzissa hatte die Hände um die Kanten ihres Stuhls geklammert, die weißen Knöchel das einzige Zeichen, dass sie nicht völlig entspannt war. Hermine und Daphne spielten eine Partie Schach, die Hände zitternd, während sie die Figuren bewegten. Nur Bellatrix zeigte keinerlei Zeichen von Anspannung, und lachte laut, als die Schreie anfingen.

„Ihr erstes Opfer für unseren Herren", sagte sie zwischen Kicheranfällen. „Wie stolz du sein musst, Zissa, wie froh, dass dein einziges Kind sich als würdig erwiesen hat. Wenn ich doch nur einen Sohn hätte, den ich dem Dunklen Lord geben könnte."

Ein lautes, schmerzerfülltes Geräusch drang in den Raum und Narzissa Hände verkrampften sich noch stärker. „Aber warum diese Sorge, Zissa?", fragte Bellatrix. „Der Junge will es. Er zumindest ist erpicht, seinen Wert unter Beweis zu stellen! Das sind die Geräusche der Ergebenheit, die du hörst; du solltest dich an ihnen erfreuen. Du solltest dir noch mehr davon wünschen!"

„Raus hier", sagte Narzissa mit ruhiger, unbewegter Stimme, und Bellatrix gackerte.

„Du brichst ein, liebe Zissa. Brichst ein. Du bist es nicht wert, unserem Herrn die -"

„Wenn du nicht verschwindest, werde ich dich hinauswerfen", sagte Narzissa, ihre Stimme unberührt von Bellas Anschuldigungen. Etwas in dem ruhigen Tonfall aber drang durch Bellas manische Freude und die Hexe glitt zur Tür hinaus.

„Wie du willst, Zissa. Freu dich, dass dein Sohn -"

„Jetzt", sagte Narzissa, ihr bereits unerbittlicher Ton wurde noch etwas heftiger, und als sie es hörte, verschwand Bellatrix endlich; die Tür schloss sich leise hinter ihr, während ein weiterer Schrei die Luft durchdrang. Hermine ging sofort zu Narzissa hinüber, kniete sich vor ihr hin und nahm ihre Hand.

„Es wird alles gut werden, Ma'am", sagte sie. „Ihre Väter haben es beide durchstanden, und es ging ihnen gut. Es wird ihnen beiden gut gehen und wir werden uns um sie kümmern, wenn es vorbei ist." Sie drückte die Hand der Frau. „Es wird alles gut werden. Es tut mir leid, dass Ihre Schwester -"

„Das ist nicht meine Schwester", sagte Narzissa beinahe abwesend. „Meine Schwester ist in Askaban gestorben. Dieses… Ding… das in ihrem Körper herumläuft, ist ein zerbrochener Spiegel, der kleine Teile von dem, was mal war, auf uns zurück wirft. Aber was früher war, ist jetzt nicht mehr."

Hermine sah auf zu Narzissa und die Blicke der beiden Hexen begegneten sich flüchtig, bevor ein weiterer Schrei die Stille zerriss und alle drei Frauen im Zimmer erschauerten.

„Wie lange dauert das noch?", schrie Daphne endlich auf, all die Angst und Sorge hinaus lassend, die sie unterdrückt hatte, während Bellatrix herumgestreift war. „Das ist schrecklich."

„Wahrscheinlich noch ein paar Stunden", antwortete Narzissa.


Als Draco wieder zu sich kam, drehte er seinen Kopf vorsichtig, und die Abwesenheit von Schmerz war eine angenehme Überraschung. „Hermine", krächzte er und das Mädchen, das auf einem Stuhl neben seinem Bett saß, schreckte auf und starrte ihn einen Moment lang an, bevor sie vorwärts stolperte und sich auf den Boden neben seinem Bett warf. Sie streckte ihre Hand nach ihm aus, als hätte sie Angst, dass er zerbrechen könnte, und er verschränkte seine Finger mit ihren.

„Wie lange war ich bewusstlos?", fragte er, die Stimme jetzt etwas deutlicher.

„Ein paar Tage", sagte sie, und seine Augen weiteten sich.

„Tage?", fragte er entsetzt und sah zu seinem Nachttisch, auf dem Zaubertränke standen und eine Schale, schätzungsweise um Erbrochenes aufzufangen.

Hermine drückte seine Finger. „Jetzt scheint es dir wieder gut zu gehen", sagte sie. „Und du bist ein Todesser. Herzlichen Glückwunsch."

Er betrachtete ihr Gesicht, auf der Suche nach Zeichen für Bitterkeit, analysierte ihren Tonfall, auf der Suche nach Sarkasmus. Da war keiner. „Magst du mich noch?", fragte er sehr leise.

Sie zog sich hoch, setzte sich auf seine Bettkante, und drehte seinen Arm, sodass das Mal sichtbar war. Sie sah es eine Weile lang an, und er tat das Gleiche. Es war ein dunkler Fleck, der tief in sein Innerstes reichte und ihn für immer mit dieser Bewegung verband. Ihre Augen zogen es nach, dann ihre Finger, die die Linien der Schlange und des Totenkopfes sacht entlang strichen, und Draco spürte, wie er bei der sanften Berührung auf seinem Arm hart wurde. Er fing an, verzweifelt an Quidditchergebnisse zu denken, und daran, wie viel Schmerz er erlebt hatte, als er das Mal, das sie berührte, bekommen hatte, und bemühte sich, seine Erregung zu unterdrücken, und er war so auf sein Bestreben konzentriert, dass er beinahe ihre Worte verpasst hätte.

Er hätte sie niemals vergeben, hätte er das getan.

„Ich liebe dich, Draco Malfoy", sagte sie. „Ich werde niemals aufhören, dich zu lieben. Ich würde für dich durch Regen und Feuer und Krieg gehen, bezweifle niemals meine Liebe für dich."

„Ich liebe dich auch", sagte er, ihr Gesicht voll Staunen betrachtend.

Sie störte die Intensität des Augenblicks, indem sie hinzufügte: „Ich bin froh, dass du überlebt hast. Riddle hat sich entschieden, mir gestern beim Abendessen zu erzählen, dass das nicht alle schaffen."

Draco erschauderte. „Was hast du gesagt?"

Hermine grinste ihn an und er erschauderte erneut. Die Art, wie sie und Tom Riddle miteinander sprachen, ließ in ihm den Wunsch aufkommen, sich in einer Höhle zu verkriechen und nie wieder herauszukommen. „Ich habe vorgeschlagen, dass er seinen Auswahlprozess verbessern sollte, weil sich das nach einem großen Aufwand für einen potentiellen Anhänger anhört, der nicht mal überlebt."

„Und?"

„Und er hat gelacht, natürlich, und deine Tante Bella hat das Ding gemacht, bei dem sie mich ansieht, als würde sie mich am liebsten in winzige Stücke schneiden."

Draco setzte sich auf und sah sich um und erkannte entsetzt, dass er in seinem eigenen Schlafzimmer war. „Hermine, du kannst nicht hier drin sein", sagte er wie wahnsinnig. „Du musst verschwinden, bevor jemand… scheiße! Ich habe dich kompromittiert. Du musst -"

„Sei nicht lächerlich."

Draco drehte sich, dem Klang der Stimme folgend.

Narzissa sprach erneut aus der Ecke, in der sie im Schatten saß. „Sie wurde anständig beaufsichtigt, wann immer sie bei dir war."

„Oh." Draco sank erleichtert in sich zusammen.

„Ich werde annehmen, dass deine kurzzeitige Angst, ich würde zulassen, dass irgendetwas Ungehöriges unter meinem Dach passieren könnte, von der Verwirrung nach deiner Tortur stammt", sagte Narzissa, kam auf ihn zu und küsste ihn leicht. „Nun, nach mehreren Tagen im Bett möchtest du eine Dusche nehmen. Komm, Hermine."

Die Frau bedeutete Hermine ihr zu folgen, die gehorsam aufstand. Dabei hing ihre Halskette hinab, und Draco streckte die Hand auf und berührte sie mit seiner Fingerspitze. Der Anhänger war eine perfekte Miniaturkopie des Mals auf seinem Arm. „Ich kann es sehen", sagte er beeindruckt.

Mehr als es zu sehen, konnte er den Warnzauber fühlen, der jedem, der es erkennen konnte, mitteilte, dass die Trägerin unantastbar war. Kein Wunder, dass Bella sie nicht einfach getötet hatte.

„Natürlich", sagte Hermine. „Du bist jetzt ein Todesser."


Beim Frühstück am nächsten Morgen, das etwas angespannt war, und bei dem Theo und Draco nur an ihrem Toast knabberten, als fürchteten sie, dass eine plötzliche Einnahme von fester Nahrung sie beide in den miserablen Zustand der letzten Tage zurückversetzen könnte, fragte Riddle Hermine über den Fortschritt aus, den sie mit dem Sprüchebuch gemacht hatte, das er ihr aufgetragen hatte. Endlich lehnte er sich zurück und lächelte sie offenbar befriedigt an. „Und zu denken, dass ich überlegt hatte, dich zu töten."

„Eine Entscheidung, die Ihr Euch immer wieder neu überlegen könntet", murmelte Bella.

„Entschuldige, Bella, das klang, als würdest du mich anzweifeln", sagte Riddle sich ihr zuwendend mit leichter und angenehmer Stimme, als er über den Tisch nach einem weiteren Brötchen griff.

Die Frau erwiderte: „Ich würde Euch nie anzweifeln! Niemand ist Euch so treu ergeben wie ich, mein Herr. Ich bin Eure loyalste, Eure treuste -"

„Ja", unterbrach er sie gelangweilt klingend. „Unglücklicherweise bist du aber nicht auch die Effektivste, Bella. Nach dem Fiasko im Ministerium bin ich am Überlegen, ob ich mir vielleicht, wenn es mir nach gedankenloser, sabbernder Treue gelüstet, einfach einen Hund anschaffen sollte."

„Wenn Lucius -", fing Bella an.

„Versuch nicht, dein Versagen auf einen anderen zu schieben", sagte Riddle. „Das Ministerium war ein Desaster auf ganzer Linie, und seitdem habe ich entschieden, dass ich meinen Verstand durch Okklumentik schützen muss, und anstatt Potter mit Visionen zu füttern, ihm keinerlei Informationen über meine Gedanken geben werde." Er tippte mit den Fingern auf dem Tisch. „Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es schlicht nicht funktionieren wird, den Jungen anzugreifen, bevor der Blutschutz sein Ende findet. Lily Potter, ungeachtet ihrer unzähligen Schwächen, hat ihn zu gut beschützt."

„Eure Magie ist stärker als seine, mein Herr -", versuchte es Bella erneut und dieses Mal seufzte Riddle.

„Bella, deine Ergebenheit ist wirklich… entzückend… aber wenn du einfach in der gleichen Wirklichkeit wie der Rest von uns bleiben könntest, wäre das sehr viel hilfreicher. Offensichtlich haben die Schutzzauber um den Jungen mich mehr als einmal behindert. Einfach zu verkünden, dass etwas, das ist, nicht ist, ist nicht loyal, es ist idiotisch."

„Er ist nichts im Vergleich zu Euch", widersprach Bella und Riddle fing an, sich die Stirn zu reiben.

„Bella, verschwinde", sagte er. Sie saß erstarrt auf ihrem Platz, bis er sie ansah und sagte: „Muss ich mich wiederholen?", woraufhin sie Hermine anfunkelte, als wäre ihre Verbannung vom Frühstückstisch die Schuld der jüngeren Hexe, ihren Stuhl vom Tisch wegrückte und aus dem Zimmer marschierte.

Draco und Theo hatten den Austausch mit aufgerissenen Augen verfolgt.

„Wissen wir, wann sein Geburtstag ist?", fragte Hermine.

„31. Juli", sagte Riddle sie beobachtend.

„Dann töten Sie ihn am ersten August", sagte sie schulterzuckend, „wenn der Schutz ausläuft. Können Sie ein Buch über solche Schutzzauber empfehlen? Er ist offenbar beeindruckend und schlüpfrig und ich würde gerne sehen, ob man ihn anwenden kann, ohne sich dafür vor einen tödlichen Zauber zu werfen."

„Ich werde Narzissa anweisen, dir ein Buch rauszusuchen, die Bibliothek hier im Herrenhaus ist leider ungeordnet."

„Das werde ich", sagte Narzissa lächelnd, während sie auf dem leeren Stuhl Platz nahm, der neben Bellas verlassenen war. „Was hast du getan, um Bella aufzubringen? Ich bin ihr im Flur begegnet und sie war dabei, sich das Haar an den Wurzen auszureißen."

„Angemerkt, dass sie ziemlich ermüdend ist", sagte Riddle.

„Das hat ihr noch nie gefallen", sagte Narzissa, während sie sich Tee eingoss. „Wusstet ihr Kinder, dass die Z.A.G.-Ergebnisse heute erwartet werden?"

Hermines Gesicht wurde mit einem Mal schreckensbleich. „Ich weiß, dass ich Runen verhauen habe", jammerte sie. „Die Übersetzung. Und Astronomie, weil diese schreckliche Frau versucht hat… und Potters kleiner Zusammenbruch während Geschichte der Zauberei… und…"

„Ernsthaft", murmelte Theo, „könntest du die Klappe halten? Du bist nicht die einzige, die nervös ist, weißt du."

„Nicht", stöhnte Hermine und vergrub das Gesicht in den Händen. „Ich weiß, dass ich durch alles durchgefallen bin."

„Was passiert, wenn man durch alles durchfällt?", fragte Daphne mit bleichem Gesicht.

„Wir treffen uns mit Snape, um ‚zu besprechen, welche wenigen, unattraktiven Möglichkeiten uns noch bleiben'", sagte Hermine voll Verzweiflung. „Ich habe ihn Ende letzten Schuljahres gefragt."

Narzissa und Tom Riddle tauschten amüsierte Blicke aus. „Ich bin sicher, dass egal was für Ergebnisse ihr habt, ihr alle glückliche und erfolgreiche Leben haben werdet", sagte Narzissa. „Auch wenn ich natürlich hoffe, dass ihr alle respektable Leistungen erzielt habt."

„Geht und erwartet eure Ergebnisse irgendwo anders", sagte Riddle, obwohl er belustigt klang. „Eure jugendliche Hysterie ist beinahe so entnervend wie Bella."

Sie alle standen auf und flohen aus dem Zimmer, während Narzissa und Riddle lachten.

Als die Eulen ankamen, weigerte Hermine sich, ihren eigenen Umschlag zu öffnen. Draco musste ihn vom Fuß der immer ungeduldiger werdenden Eule abmachen, während sie nur in der Eingangshalle stand und bebte. Daphne schaffte es, ihre eigenen Ergebnisse loszubinden, aber sie starrte den Umschlag nur mehrere Minuten lang an. Theo murmelte einfach: „Es kann unmöglich schlimmer sein, als das Mal zu erhalten", und öffnete seinen direkt.

„Wie habe ich ‚Erwartungen Übertroffen' in Wahrsagen bekommen?" Daphne sprach als Erste. „Ich habe alles erfunden. Alles. Jede einzelne Kleinigkeit."

„Acht Z.A.G.s." Draco sank vor Erleichterung beinahe zusammen, als er seinen Brief las. „Und ein ‚Ohnegleichen' in Zaubertränke und Verteidigung."

Theo zerrte Hermine den ungeöffneten Umschlag aus der Hand, öffnete ihn und sagte: „Warum hast du nur ein ‚E' in Runen bekommen?"

Sie sagte mit sehr leiser Stimme: „Es war die Übersetzung. Ich wusste, dass ich sie verhauen habe."

Theo verdrehte die Augen und reichte ihr das Blatt. „Du… du kompletter Arsch", sagte sie und versuchte ihn zu hauen. „Ich habe ein ‚Ohnegleichen' in Runen. Und du wusstest, dass ich mir darüber Sorgen gemacht habe. Ich nehme alle netten Dinge zurück, die ich je über dich gesagt habe!"

Er wich ihr aus und grinste. „Du hast nette Dinge gesagt?"

Draco trat hinter sie und las das Blatt über ihre Schulter. „Merlin, Hermine. Neun ‚Ohnegleichen'. Ich wusste, dass du eine Streberin bist, aber das ist verrückt."

Draco beobachtete, wie sie den Brief zusammenfaltete und zurück in den Umschlag schob, und sagte: „Du bist doch nicht enttäuscht, oder?" Sie schüttelte den Kopf, aber er zog sie in eine Umarmung. „Du Idiot."

„Also… jetzt sind wir U.T.Z.-Schüler", sagte Daphne, die zugleich erleichtert und besorgt wirkte.

„Lasst uns schwimmen gehen", sagte Theo. „Sommers Pracht hat zu kurze Frist und so."

„Was?", fragte Draco.

„Er meint, dass der Sommer bald vorbei ist und wir in der Schule wieder mit den Idioten zu tun haben werden", sagte Hermine, „und darum sollten wir jetzt zum Pool gehen."


Sie waren in Madam Malkins, wo ihre Schulumhänge angepasst wurden, als sie das nicht gerade erfreuliche Erlebnis hatten, Potter über den Weg zu laufen. Draco stand auf der Plattform, damit Madam Malkin seinen Saum abstecken konnte.

„Au", murmelte er. „Passen Sie auf, wo Sie die Nadeln stecken!"

Hermine, die vom energischen Pinnen der Frau selbst einige blutige Stellen hatte, zuckte aus Mitgefühl zusammen.

„Ich kann euch Kindern nicht einfach erlauben, alleine loszuziehen", sagte Narzissa aus dem hinteren Teil des Raumes, als die Tür aufging und Potter und Weasley in das Geschäft kamen.

„Ernsthaft, Mum", murmelte Draco, „ich bin keine sechs mehr. Ich bin sehr wohl in der Lage, ohne dich einkaufen zu gehen. Ich nehme Hermine mit, um sicher zu gehen, dass ich nicht in die Schwierigkeiten gerate, von denen du denkst, dass ich ihnen am helllichten Tage begegnen würde." Er sah auf, erblickte die beiden Jungen an der Tür und setzte schnarrend hinzu: „Und falls du dich fragst, was dieser Geruch ist, ein Blutsverräter ist gerade in den Laden gekommen."

Madam Malkin sagte, alle Nadeln aus dem Mund spuckend: „So ein Ton muss wirklich nicht sein." Sie blickte zu den beiden Jungen, die ihre Zauberstäbe gezückt und auf Draco gerichtet hatten und fügte hinzu: „Und keine Zäuberstäbe in meinem Geschäft."

„Mit euch beiden ist es immer Gewalt und schlechte Entscheidungen, oder?", sagte Hermine gedehnt. „Habt ihr eine Reaktion auf Worte und abgezogene Punkte, bei der ihr nicht um euch schlagt?" Sie drehte sich zu Draco und flüsterte hörbar: „Ich glaube, sie könnten Probleme mit Selbstbeherrschung haben, so wie kleine Kinder."

„Das ist genug", sagte Madam Malkin. „Madam, bitte…", wandte sie sich an Narzissa, die von hinter einer Stange Kleider erschien und Potter und Weasley geringschätzend beäugte.

„Steckt eure Zauberstäbe weg. Wenn ihr meinen Sohn noch einmal angreift, werde ich sicherstellen, dass es das letzte ist, was ihr je tun werdet." Sie warf einen kurzen Blick auf Hermine. „Angenommen, dass noch etwas von euch übrig ist, nachdem sie mit euch fertig ist."

„Wirklich?" Potter ging auf Narzissa zu und starrte ihr ins Gesicht. „Werden Sie ein paar Ihrer Todesserkumpels holen, um uns zu erledigen?"

Hermine trat zwischen die zwei, während Madam Malkin bei der Erwähnung von Todessern quiekte und schnaufte und stotterte. „Tick Tack, Potter. Der Blutschutz wird nicht ewig halten."

Potter senkte seinen Zauberstab nicht, aber er trat einen Schritt zurück. „Dumbledores Liebling zu sein wiegt dich in falscher Sicherheit", sagte Narzissa ruhig, „aber er wird nicht immer da sein."

Potter schaute übertrieben in alle Richtungen. „Mensch, er ist jetzt nicht hier. Warum greifen Sie mich nicht jetzt an? Ich wette, dass sie eine schöne Doppelzelle für Sie und Ihren Todesser-Mann in Askaban finden werden."

„Sprich nicht so mit meiner Mutter", zischte Draco und trat einen Schritt auf Potter zu, trat dabei auf den Saum, den Madam Malkin nicht zu Ende abgesteckt hatte, und stolperte von der Plattform auf Hermine.

Narzissa legte ihm die Hand auf die Schulter und die drei standen zusammen gegen die beiden Teenager, die noch immer ihre Waffen gezogen hatten. „Das ist schon okay, Draco", sagte sie. „Ich ahne, dass Potter mit Sirius wiedervereint sein wird, bevor ich es mit Lucius bin."

Harry hob seinen Zauberstab höher.

„Willst du das wirklich tun, Potter?", flüsterte Hermine. „Willst du wirklich eine Frau umlegen, weil dir nicht gefällt, was sie zu dir gesagt hat? Nicht mal Dumbledore kann dich beschützen, wenn du das tust."

Narzissa betrachtete Potter, der seinen Zauberstab auf sie gerichtet hielt ohne sich zu bewegen. Sie hätte genauso gut ein uninteressantes Theaterstück ansehen können, zu dem sie nur gegangen war, um einem Freund einen Gefallen zu tun.

„Ich glaube nicht, dass ich den hier noch haben will", sagte Draco, streifte den Umhang ab und warf ihn auf den Boden.

„Du hast ganz Recht", sagte Narzissa. „Jetzt da wir wissen, wer hier einkauft, denke ich, dass wir anderswo besser bedient werden."

Sie gab einen Wink in Richtung Tür und die drei gingen nach draußen, wobei Draco Weasley so hart wie möglich anstieß, als er ihn passierte.

Draußen holte Narzissa tief Luft. „Ich denke", sagte sie, „dass ich nach dieser kleinen Auseinandersetzung ein Glas Wein möchte, bevor wir ins nächste Geschäft gehen. Lauft los, ihr zwei, und erledigt die unzulässigen Einkäufe, die ihr vorhabt. Draco, keine Ringe. Dein Vater wäre zutiefst niedergeschlagen, wenn er nicht dabei wäre."

„Ja, Mum", sagte Draco, der sich bemühte, nicht finster zu Madam Malkins zurück zu blicken.

„Ich treffe euch am Restaurant", sagte Narzissa. „Hermine, halte ihn aus Schwierigkeiten heraus."

„Ja, Ma'am", sagte Hermine. „Sie können auf mich zählen."

Narzissa lehnte sich vor und gab Hermine einen flüchtigen Kuss auf die Wange. „Ich weiß, mein liebes Mädchen." Sie wedelte mit der Hand. „Jetzt geht. Ich brauch nicht so lange, um ein einzelnes Glas zu trinken, als beeilt euch bei was auch immer ihr tut."

Sobald Narzissa sich zum Restaurant und dem beruhigenden Glas Wein aufgemacht hatte, sah Hermine Draco an. „Borgin und Burkes?", fragte sie, er nickte und die beiden liefen los, mit einem Blick zurück, um sicher zu gehen, dass sie nicht verfolgt wurden.

In dem Laden zeigte Hermine auf das Kabinett und sagte: „Das. Das wollen wir."

Mr. Borgin sah sie an und sagte dann mit schmieriger Stimme: „Es ist kaputt, aber vielleicht könnte ich die Dame an -"

„Und wir wollen, dass es repariert wird", fügte Draco hinzu.

„Wenn ich wüsste, wie man es repariert, Mr. Malfoy, dann versichere ich Ihnen, dass es bereits geschehen wäre. Aber man kann nicht einfach eine Hälfte eines Verschwindekabinetts reparieren. Lassen Sie mich -"

Draco schob seinen Ärmel zurück, wobei er darauf bedacht war, dass sein Arm nicht von Passanten auf der Straße gesehen werden konnte, und Mr. Borgin sah das Mal an und schluckte hart. Hermine lehnte sich an den Tresen und sagte: „Wir wollen, dass es repariert wird, und wir wollen, dass Sie es hier sicher verwahren, und wir wollen, dass Sie uns alle Informationen schicken, die Sie über die Reparatur davon erhalten."

„Aber, wie ich schon gesagt habe", der Mann fing zu schwitzen an, kleine Tropen an seinem Haaransatz, und er stotterte seine Weigerung heraus, „man k-kann nicht einfach eine Hälfte eines -"

„Wir haben die andere, Sie Idiot", sagte Draco. „Darum wollen wir, dass das hier repariert wird."

„J-ja. Ich… wenn Sie das andere haben, gibt es Sachen, die ich versuchen kann…"

„Wir nehmen auch die Kette", sagte Draco und zeigte auf ein verfluchtes Schmuckstück.

„Draco", zischte Hermine. „Das wird nicht funktionieren; wir haben darüber geredet."

„Und ich glaube immer noch nicht, dass du Recht hast", murmelte er, während Mr. Borgin zu verbergen versuchte, wie interessiert er an dem Gespräch war.

„Von mir aus", sagte sie. „Wenn es nicht funktioniert, was es nicht tun wird, schuldest du mir eine Fußmassage."

„Was gibst du mir, wenn ich Recht habe?", fragte Draco leicht anzüglich und sie rollte mit den Augen.

„Träum weiter", sagte sie. „Lass uns zurück zu deiner Mutter gehen."


Als sie sich auf der Fahrt nach Hogwarts in einem Abteil nieder gelassen hatte, waren sie so viele, dass es überfüllt war.

„Freunde", sagte Hermine mit einem glücklichen Seufzen, als sie sich setzte. Draco setzte sich neben sie, mehr als seinen gerechten Platzanteil einnehmend, und legte seinen Kopf auf ihren Schoß. Sie fuhr mit ihren Fingern durch sein feines, helles Haar, und bewunderte wie jedes Mal, dass jede Strähne einzeln durchsichtig war, aber wenn sie übereinander lagen, zu dem hellen blonden Haar wurden, für das er bekannt war.

Greg saß gegenüber von ihnen neben Vincent, der ein Comicbuch hervor geholt hatte und sich in den Abenteuern des Superheldens und seines schurkischen Erzfeindes verlor.

Millie zwängte sich neben Greg, und Blaise schubste Dracos Füße auf den Boden, setzte sich neben ihn, zog Luna auf seinen Schoß und vergrub sein Gesicht in ihren Haaren. Theo warf nur einen Blick in das volle Abteil und sagte: „Ich suche mir woanders einen Platz. Ich mag euch Leute, aber nicht genug, um auf einem Schoß zu sitzen."

Daphne, ihre Hand in seiner, lachte, aber sagte: „Solltest du nicht Vertrauensschülerdinge machen, Draco?"

„Dieses Jahr habe ich andere Dinge zu tun", sagte er abwinkend. Daphne und Hermine stellten einen kurzen Augenkontakt her, bevor Daphne eine anzügliche Geste zu ihrem Mund machte und beide Mädchen kicherten. Greg schluckte ein Lachen hinunter und Vincent sah verwirrt auf, da er den Austausch verpasst hatte.

„Das hätte er vielleicht gern", sagte Hermine. „Ich sehe dich dann an der Schule, Daph?"

„Auf jeden Fall", sagte das andere Mädchen, sie und Theo winkten und die beiden gingen los ein anderes Abteil suchen.

Sie hatten es sich kaum bequem gemacht, bevor eine Drittklässlerin die Tür öffnete und, bevor Draco etwas sagen konnte, Blaise eine zugebundene Rolle Pergament hinhielt. „Ich s-soll dir das geben."

Er nahm sie mit einem kurzen Dankeswort und einem Lächeln, das sie erröten ließ und beim Verlassen des Abteils über ihre Schuhe stolpern ließ. Sobald sie weg war, öffnete er sie, stöhnte und als Greg ihn neugierig ansah, warf er sie ihm zu.

„Was ist es?", fragte Draco von seinem Platz auf Hermines Schoß aus.

„Eine Einladung", antwortete Greg. „Warum würde irgendjemand mit einem Lehrer zusammen essen wollen?"

„Einfluss", sagte Hermine leise. Als Greg sie ansah, fügte sie hinzu: „Ich wette, er knüpft Beziehungen."

„Aber warum Blaise?", fragte Greg. „Warum nicht Draco?"

„Ich weiß, dass ich nicht ganz so nah an einem königlichen Status dran bin wie seine Blondigkeit da drüben", sagte Blaise gedehnt, „aber meine Mutter ist eine ziemlich berühmte Schönheit."

„Wirklich?", fragte Greg und Hermine seufzte.

„Ja, Greg", sagte sie. „Elora Zabini ist eine Berühmtheit."

„Wow", sagte der Junge und sah Blaise mit großen Augen an.

„Sei nicht zu beeindruckt", sagte Blaise schnaubend. „Sie ist nur schön und gerissen, mehr nicht."

„Wie du?", fragte Luna, und er legte seinen Mund an ihren Hals und als er sie leicht biss, fiepste sie.

„Ich denke, dass ich ihre Angewohnheit, sehr reiche Männer zu heiraten, die unausweichlich und tragischerweise kurz nach der Hochzeit eine tödliche Krankheit entwickeln, zu vermeiden versuchen werde."

„Naja, du magst Jungen nicht", sagte Luna logisch und er biss sie erneut.

„Finde raus, was er tut", empfahl Hermine, als Blaise aufstand.

Er warf ihr eine Kusshand zu. „Werde ich, Principessa."

Als er zurückkam, verklemmte sich die Tür zu ihrem Abteil und ließ sich nicht ganz schließen und Blaise murmelte: „Was stimmt mit dem Ding nicht?", als er nach ihr griff um sie zu zu zwängen. Er knallte sie mehrmals gegen was auch immer sie stocken ließ, bis die Tür auf einmal aufflog und Blaise auf Gregs Schoß geworfen wurde.

„Oh, na du?", sagte Millie kichernd, während er fluchend aufsprang. Luna stand auf und schaffte es, die Tür zu schließen, während Draco den Sitz, den sie verlassen hatte, anstarrte, als hätte er einen Geist gesehen. Blaise machte es sich wieder auf seinem Platz bequem und zog Luna zurück auf seinen Schoß. Vincent grummelte genervt über den Radau und blätterte eine Seite seines Comics um, und Hermine fuhr fort, Draco durchs Haar zu streichen.

„Wie war es?", fragte Hermine und Blaise schnaubte.

„Er ist die wandelnde Definition eines Speichelleckers, nur dass er nicht viele Leute gefunden hat, bei denen er es tun konnte." Er sah sie an. „Ich habe ihm alles über dich erzählt. ‚Die schlauste Hexe unseres Schuljahrs', habe ich gesagt. Die erste muggelstämmige Slytherin seit Jahrhunderten. Ich habe ihm sogar erzählt, dass du mit Snape an Zaubertränken gearbeitet hast. Ich schätze, du wirst beim nächsten Mal eine Einladung bekommen."

„Das war nicht nett", sagte sie und sah ihn gespielt böse an.

„Hey", sagte Blaise, ließ seine Finger unter Lunas Oberteil wandern und auf ihrer Haut liegen, „wenn ich den Unsinn ertragen muss, dann du auch. Du hast dich letztes Jahr aus dem Inquisitionskommando rausgezogen -"

„Genau wie du", warf sie ein.

„- also bist du jetzt an der Reihe, dich für die Gemeinschaft zu opfern."

„Wer war noch da?", fragte Draco.

„Potter natürlich", sagte Blaise. „McLaggen -"

„Sein Vater ist ein hohes Tier im Ministerium", räumte Draco ein.

„- Belby aus Ravenclaw -"

„Wirklich?" Millie zog ihre Nase kraus.

„- und Longbottom und das Weasley-Mädchen."

„Longbottom?" Sogar Hermine klang darüber verwirrt.

„Das Weasley-Mädchen?", fragte Millie. „Warum?"

„Sie ist hübsch", sagte Luna.

„Nicht so hübsch wie du", sagte Blaise.

Draco klang mürrisch und beleidigt, als er murmelte: „Vielleicht wusste er nicht, dass ich im Zug bin. Ich bin sicher, dass er in der Schule -"

„Ich würde mich nicht drauf verlassen", unterbrach Blaise ihn. „Er hat nach Theos Vater gefragt und sobald ich erwähnt habe, dass er im Ministerium gefangen genommen wurde, sah er sehr unglücklich aus. Ich glaube nicht, dass er etwas mit Todessern zu tun haben will."

„Aber…", sagte Hermine und Draco stieß ihr einen Ellenbogen in die Seite und sie hörte auf zu reden.

„Wen schert es, was irgendein alter, abgehalfterter Zauberer von mir denkt." Dracos Stimme war lauter und deutlicher geworden, als wolle er sicher gehen, dass jeder jedes einzelne Wort verstand. „Die Dinge ändern sich, und wen kümmert es, wie viele Z.A.G.s oder U.T.Z.s man bekommt? Es wird sich alles nur um -"

„Beziehungen drehen", schnitt Hermine ihm das Wort ab. „Und Loyalität. Jeder, der sich weigert sich mit… ihr wisst schon… abzugeben, wird ganz schnell im Regen stehen." Sie warf einen Blick auf Blaise, der seine Lippen spitzte und ihr eine zweite Kusshand über Lunas Schulter hinweg zuwarf.

„Hältst du mich dann warm?", schlug er vor.

„Du bist so ein Lustmolch", murmelte sie, gerade als Luna sagte: „Die Betten in Hogwarts sind zu klein für drei Leute."

Als sie sich Hogwarts näherten, standen sie alle auf und hoben ihre Koffer von den Ablagen. Ein Keuchen ertönte, als Greg seinen herunterzog, und Hermine und Draco tauschten einen Blick aus, sagten aber nichts, während sie ihre Schulumhänge anzogen. Der Zug hielt an, Greg schob die Tür auf und bahnte sich einen Weg durch den Gang, wobei er ein paar Zweitklässler zur Seite schob und Millie bedeutete, ihm zu folgen. Blaise und Luna nutzen den frei gewordenen Pfad ebenfalls aus, und Vincent folgte ihnen. Hermine hielt an der Tür inne, sah Draco an und sagte: „Mach keine Fehler."

Er nickte und sagte: „Ich sehe dich drinnen."

Sie schlüpfte aus der Tür und sah zu, wie er die Jalousien am Fenster herunter ließ.


Als Draco bei der Begrüßungsfeier zu ihnen stieß, hob Hermine nur eine Augenbraue und der Junge grinste sie an. Sie stellte sich auf ihre Zehenspitzen und gab ihm einen Kuss auf die Nasenspitze.

„Könntet ihr zwei versuchen, nicht die ganze Zeit so widerlich süß zu sein?", murmelte Pansy, während sie am Tisch Platz nahmen.

„Tschuldige, Pans", sagte Hermine und legte ihren Kopf auf Dracos Schulter.

„Sieht aus, als wäre der Verteidigungslehrer dieses Jahr wieder ein Mann", sagte Daphne und zeigte mit der Gabel auf Slughorn. „Ich bin froh, dass wir Umbridge los sind."

Die Erstklässler wurden in die Häuser eingeteilt und der Hut gab wieder etwas in der Richtung von sich, dass sie alle im Angesicht des gemeinsamen Feindes zusammenarbeiten sollten; etwas, was ganz Slytherin ignorierte. Sie waren der gemeinsame Feind, soweit es den Großteil der Schule betraf, also war es sinnlos ein Lippenbekenntnis über gegenseitige Kooperation abzulegen. Als Potter zu spät kam, von Snape hereingebracht und Blut überströmt, wandte Greg sich an Draco: „Was hast du getan?"

Er mimte, dem Jungen die Nase zu brechen und ihr Teil des Tisches lachte.

Vincent sah den Tisch entlang. Ein Mädchen mit zu viel schwarzem Kajal starrte ihn an. „Daphne", zischte er. „Ist das deine kleine Schwester?"

Daphne folgte seinem Blick und seufzte. „Ja", murmelte sie. „Ermutige sie bloß nicht."

„Warum starrt sie mich an?", fragte Vincent nervös.

„Lord Voldemort ist zurück", sagte Dumbledore, und die ganze Halle wurde still, während er versicherte, dass das Schloss uneinnehmbar war, aber dass, nur für alle Fälle, sie den zusätzlichen Bewegungsbeschränkungen klaglos Folge leisten sollten.

„Nichts geht über eine Bedrohung, wenn es darum geht, den Leuten die wenigen Freiheiten, die sie haben, wegzunehmen", murmelte Hermine. Draco balancierte nur seine Gabel in der Luft über seinem Teller und ignorierte die Rede.

Als Slughorn nicht als Verteidigungslehrer sondern als neuer Lehrer für Zaubertränke vorgestellt wurde, sah Hermine Snape scharf an. Dumbledores Bestätigung, dass Professor Snape die Stelle in Verteidigung übernehmen würde, brachte sie zum Lächeln, aber entlockte Potter ein offensichtlich unfreiwilliges aber sehr lautes „Nein!".

„Manieren werden in seinem Haus wohl nicht groß geschrieben", bemerkte Theo, als Köpfe sich in der ganzen Halle zu dem Auserwählten umwandten.

„Gesunder Menschenverstand auch nicht", sagte Hermine. „Ihr wisst noch letztes Jahr mit Umbridge? Es ist als wäre sein Lebensziel jeden zu verärgern, der die Macht hat, sein Leben ungemütlich zu machen."

„Keine Selbstbeherrschung", stimmte Theo zu.

Hermine lächelte ihn an. „Schwächen sind zum Ausnutzen da."

„In der Tat."


Die erste Stunde Verteidigung gegen die Dunklen Künste konnte höflich als interessant beschrieben werden. Professor Snape hielt Hermine dieses Mal nicht davon ab, neben Draco zu sitzen, aber der warnende Blick, den er ihr zuwarf, war eindeutig. Er hatte grausige Bilder an den Wänden aufgehängt und die Vorhänge zugezogen, sodass der ehemals furchteinflößend heitere Raum voller Kätzchen und Sonnenschein in einen düsteren Ort mit drohenden Schatten verwandelt worden war.

Hermine dachte daran, wie Tom Riddle, die Verkörperung der Dunklen Künste, in Narzissas sonnigem Frühstückssalon saß, und sie musste ein Lächeln unterdrücken, als sie in ihre Tasche griff.

„Ich erinnere mich nicht daran, Sie angewiesen zu haben, Ihr Buch herauszuholen, Miss Granger", sagte Snape und sie ließ es so schnell wie möglich fallen.

„Sie hatten bisher fünf Lehrer in diesem Fach", fing Snape im Raum herumstreichend an, „jeder von ihnen weniger geeignet als der letzte. Ich bin schockiert, dass auch nur einer von Ihnen die Z.A.G.s bestanden hat, ganz zu schweigen davon, dass Sie bereit wären, mit dem Stoff der U.T.Z.s zu beginnen. Dennoch sind wir hier. Ob Sie mithalten können, bleibt natürlich abzuwarten, auch wenn ich meine Zweifel habe. Ich werde nicht auf Anwesenheit bestehen; wenn Sie, ich glaube man nennt es ‚blau machen', und dem Rest von uns Ihre unfähigen Bemühungen ersparen wollen, können Sie das gerne tun."

Die Klasse blickte ihn stumm an, und er blickte finster zurück. „Die Dunklen Künste", fuhr er fort, „sind nicht die einfachen kleinen Dinge, die Sie bisher gelernt haben. Sie sind nicht Kreaturen oder Zauberkunst. Sie sind fließend und dynamisch, immer-wandelbar und unvergänglich. Dunkelheit ist Teil der Magie und kann genauso wenig ausgelöscht werden, wie es den Tag ohne die Nacht geben könnte. Dunkelheit", er ließ den Blick durch den Raum streifen, „ist ein Teil von Ihnen."

Potter holte zischend Luft und schien etwas sagen zu wollen, aber Snape fuhr fort.

„Deshalb, wenn Sie dagegen kämpfen wollen, müssen Sie so geschmeidig sein wie die Dunkelheit selbst. Sie müssen flexibel sein. Sie müssen einfallsreich sein." Er holte tief Luft und schritt zu seinem Pult zurück; sein Umhang bauschte sich wie Flügel hinter ihm auf. „Wir werden mit ungesagten Zaubern anfangen. Sie sind, da bin ich sicher, vollkommene Neulinge in diesem Bereich. Wer kann mir die Vorteile stummer Zauber verraten?"

Hermine streckte ihre Hand in die Luft und Snape seufzte.

„Muss es immer Ihre Hand in der Luft sein, Miss Granger?" Er sah sich um und als niemand sonst bereit schien, es mit Raten zu probieren, sagte er: „Nun gut. Versuchen Sie, kleine Wörter zu verwenden, Miss Granger. Ich bin nicht so beeindruckt von Ihren verbalen Exzessen wie einige deiner anderen Lehrer."

„Weil der Gegner keine Warnung hat, welche Art Zauber man ausführen wird, hat man einen Vorteil von einer knappen Sekunde", sagte sie.

„Beinahe wortwörtlich aus dem Lehrbuch der Zaubersprüche Band Sechs zitiert", sagte Snape spöttisch. „Korrekt, aber es zeigt auch genau die Art von engstirnigem, konservativem Denken, die Sie auf einem Schlachtfeld töten wird, Miss Granger. Sie müssen in der Magie nicht immer den Regeln folgen. Sie sind eine Hexe; erstellen Sie Ihre eigenen Regeln."

Sie errötete und Draco neben ihr lachte leise. Ihr spitzer Ellenbogen in seinen Rippen ließ ihn verstummen und er rieb sich die Seite und blickte sie finster an.

„Natürlich sind nicht alle Zauberer dazu in der Lage." Snape funkelte jetzt Potter an. „Man braucht die Fähigkeit, seinen Verstand zu kontrollieren und seinen Willen zu fokussieren. Bilden Sie Paare und versuchen Sie, Ihren Partner stumm zu verhexen, während dieser den Zauber abzuwehren versucht, ebenfalls ohne Worte." Er hielt inne, und als sich niemand bewegte, fügte er hinzu: „Es wäre hilfreich, wenn Sie beginnen, bevor die Stunde vorbei ist."

Bei den Worten standen sie hastig auf und Hermine und Draco drehten sich einander zu. Snape wusste nicht – oder vielleicht doch – dass alle Slytherins ziemlich kompetent waren, was Schildzauber betraf, auch wenn die zusätzliche Komplikation, es stumm zu tun, dazu führte, dass Hermine zehn Minuten brauchte, um Dracos gemurmelten Wabbelbeinfluch abzuwehren. „Du schummelst", sagte sie grinsend. „Du sollst ihn gar nicht laut sagen, nicht nur einfach leise."

„Harpie", murmelte er. „Versuch du es."

Snape blieb bei Weasley und Potter, die sich bemühten, stumm zu zaubern und sich zu verteidigen. Wie vorherzusehen war, versagte Weasley, und schließlich sagte Snape: „Das ist erbärmlich, Weasley. Lassen Sie es mich Ihnen zeigen."

Er schleuderte einen ungesagten Fluch auf Potter, der „Protego" rief. Die ganze Klasse drehte sich zu dem plötzlichen Schrei um, und Snape, der von der Kraft des Schildzaubers auf einen Tisch geworfen worden war, sagte sehr ruhig: „Sie erinnern sich, dass Sie ungesagte Zauber üben sollen, Potter?"

„Ja", murmelte der Junge.

„Ja, Sir", schnappte Snape.

„Sie müssen mich nicht ‚Sir' nennen, Professor", sagte Potter.

Hermine wich vor Schock ein paar Schritte zurück und sog scharf Luft ein über die unerhörte, unerhörte Frechheit; selbst sie, die Snape mochte, würde es niemals wagen, so mit ihm zu reden. Draco schlang seinen Arm um sie und wartete voller Vorfreude auf die Reaktion.

„Nachsitzen, Potter", sagte der Mann mit funkelndem Blick.

Potter machte ein finsteres Gesicht, aber Hermine fand, dass er ziemlich glimpflich davon gekommen war. Wobei ihr anderer Mentor Dreistigkeit noch weniger billigte als Professor Snape. Zumindest nahm sie das an; sie war nicht dumm genug es auszutesten.

„Miss Granger", sagte Snape. „Sie werde ich donnerstags abends sehen. Ich habe nicht vor, Ihre Zaubertrankfähigkeiten ins Stocken geraten zu lassen."

„Ja, Sir", sagte sie.


Die männlichen Sechstklässler Slytherins saßen in Dracos Zimmer. Theo und Draco hatten ihre Male gezeigt und als Greg gefragt hatte, wie sehr es weh getan hatte, sie zu bekommen, war Theo blass geworden und Draco hatte für einen Moment ausgesehen, als müsse er sich übergeben.

„So schlimm, was?", fragte Blaise.

„Schlimmer", sagte Theo knapp.

„Und wir werden es alle tun müssen", sagte Greg und schluckte hart.

Sie starrten sich an und dann, begierig das Thema zu wechseln, griff Vincent in seinen Koffer und zog einen Stapel Zeitschriften hervor. „Wie gewünscht", sagte er. „Muggel-Zeitschriften."

Draco schnappte sich das Oberste und öffnete es. „Dass sie sich nicht bewegen ist ein bisschen komisch", sagte er. „Trotzdem…"

Men's World." Theo las einen der Titel und schlug ihn dann auf. „Vincent, du bist ein guter Mann."

Greg hielt Blaise eine hin, der sagte: „Nein, danke."

„Zu vornehm für mädchenhafte Zeitschriften?", spöttelte Draco und Blaise lachte.

„Habt ihr Luna getroffen?", fragte er. „Ich muss nicht gerade auf etwas verzichten, und wenn ich Wichsvorlagen brauche, hat sie mir genug gegeben, glaubt mir."

Sie starrten ihn alle an und er lachte erneut. „Tut mir leid, dass ihr armen Bastarde Freundinnen habt, die -"

„Vorsicht", sagte Theo.

„Hey." Blaise hielt seine Hände kapitulierend hoch. „Gute Mädchen, allesamt. Halten sich an die reizenden Reinblutregeln, bis zur Hochzeit zu warten. Sehr süß. Sehr schön. Ich bleib bei meiner Luna, danke."

Vier Jungen sahen ihn mit Missgunst und Neid in den Augen an, bis Greg die Stille durchbrach. „Ich nehme das hier", sagte er und hob eine Ausgabe der Mayfair auf.