Die nächsten Wochen verliefen relativ ruhig. Maya und Pierre lebten sich in Hogwarts gut ein und verliefen sich nur noch selten. Maya machte sich ausgesprochen gut im Schwimmteam und auch mit Harry, Ginny und Gina verstand sie sich gut, nur mit Ron wurde sie nicht richtig warm, was auf Gegenseitigkeit beruhte. Hermines und Mayas Treffen wurden zur Regelmäßigkeit genauso wie ihre Teeabende mit Ginny.

„ Also ich gehe als Quidditch-Profi, dafür hab ich wenigstens was im Schrank.", Ginny zwinkerte Maya zu, die noch keine Ahnung hatte was sie anziehen sollte.

„Ich gehe als Hulk!", warf Pierre ein, worauf hin Maya losprustete und die anderen damit ansteckte.

„Du bist viel zu klein dafür, Pierre!", sagte Maya immer noch etwas lachend.

„David geht als Spiderman…", erwiderte Pierre etwas angeschlagen.

„Schwule Superhelden?! Das wird lustig.", Harry konnte sich diesen Kommentar nicht verkneifen und kassierte einen bösen Blick von Pierre.

„Was ist mit dir, Hermine? Was ist dein Kostüm?", fragte Ron völlig unbeeindruckt von den vorherigen Geschehnissen.

„Ich hab so eine Idee, aber ich bin mir da noch nicht ganz sicher", antwortete Hermine.

„Egal was es ist, du wirst sicher unwiderstehlich aussehen.", erwiderte Ron etwas zu schnell.

„Ja, und du gehst dann als Schleimscheißer oder was?!", rief Ginny ihm zu und Maya gluckste in ihren Becher, woraufhin sie sich fast verschluckte. Ron warf Ginny einen Todesblick zu und wandte sich wieder seinem Essen zu.

„Hey Süße, denk' an unsere Verabredung morgen.", Gina tauchte hinter den Freunden auf und warf ein Lächeln in die Runde.

„Ja klar, um sechs am See.", Maya lächelte sie an.

„Hey Gina, als was gehst du?", rief Ron ihr zu.

„Catwoman.", erwiderte sie mit einem Lächeln.

„Na dann wird Maya ja gar nicht die Finger von dir lassen können!", Ron warf Maya einen herausfordernden und gleichzeitig triumphierenden Blick zu.
Nachdem Ginny ihm mit voller Wucht eine zusammengeknüllte Serviette an den Kopf geworfen hatte, ging sie zu ihm: „Was sollte das denn eben?!"

„Was sollte was?! Ich denke nur, dass das 'n Blinder sieht, dass Maya auf Gina steht…", erwiderte er genervt.

„Nur weil du sie nicht leiden kannst, musst du sie nicht vor allem und jedem schlecht machen, Ronald!", flüsterte sie, merklich sauer über sein Verhalten.

„Kommt Mädels, ich glaube es ist Zeit für unseren Tee.", Ginny schnappte sich Hermine und Maya und zog sie Richtung Ausgang der großen Halle, „Tut mir leid, Jungs, dass wir das Abendessen so frühzeitig verlassen, aber wir müssen noch an unseren Kostümen feilen für die morgige Halloween-Feier!", rief Ginny den Jungs zu, während sie die beiden verwirrten Hexen aus der großen Halle schob.

0-0

„Hey Ginny, was ist denn überhaupt los? Warum hast du uns so plötzlich aus der Halle gezogen?", fragte Hermine als sie sich auf ihr Sofa setzte.

„Ronald hat mich mal wieder zur Weißglut gebracht und da dachte ich, bevor ich ihn in eine Ratte verwandele, gehen wir lieber."

„Was hat er denn jetzt schon wieder gemacht?", Hermine zog eine Augenbraue hoch.

„Naja, also sein Kommentar über Maya war ja nun nicht gerade nett.", Ginny goss den Tee ein den Maya gerade zubereitet hatte.

„Er wird sich nie ändern Ginny, das wissen wir beide.", Hermine klang genervt.

„Wenn er endlich von dir ablassen würde, wäre die ganze Sache ein wenig einfacher.", Ginny setzte sich neben Hermine.

„Es ist schon okay, ich hab mich daran gewöhnt.", Maya lächelte zu Ginny und dann zu Hermine.

„Trotzdem macht man das nicht, er weiß, wie das ist, wenn man schikaniert wird und wieso er das dann jetzt macht verstehe ich einfach nicht.", Ginny klang verzweifelt.

Ein Klingeln riss die drei Hexen aus ihrem Gespräch. Maya sah auf ihr Handy und ging ran: „Fleur! Bonjour Miss Delacour!", Maya lachte als sie aufstand und Richtung Hermines Bett ging.

„Fleur?! Miss Fleur Delacour?!", man sah Ginny das Entsetzten an.

„Ginny, die beiden gingen auf dieselbe Schule, da kann es schon mal vorkommen, dass man sich kennt. Außerdem ist Beauxbatons kleiner als Hogwarts.", Hermine versuchte ihre Unsicherheit zu überspielen.

„Hermine, ich merke doch, dass du unsicher bist. Ich kenn' die ganze Geschichte mit Fleur, habt ihr denn noch Kontakt?", Ginny senkte die Stimme.

„Nein, wir haben uns ein paar Monate Briefe geschrieben, aber das war's. Sie ist mit Bill zusammen, Ginny, und außerdem hege ich keine Gefühle mehr für sie, es ist nur komisch von ihr zu hören.", Hermine legte ihren Kopf auf Ginnys Schulter.

„Vielleicht solltest du ihr mal wieder schreiben, das was ihr hattet war nicht ohne. Und das Vertrauensschülerbad werde ich nie wieder betreten!", Ginny knuffte Hermine in die Seite.

„Sorry Leute, ich habe so lange nichts von ihr gehört. Schöne Grüße an euch!", Maya ließ sich wieder in den Sessel gegenüber des Sofas fallen.

„Danke", sagte Hermine. Wenn die Zeit gekommen ist, werde ich es ihr erzählen.

0-0

„Hulk? Wirklich Pierre?!", fragte Hermine, während sie ihr Indianer-Kostüm richtete.

„Na klar!", erwiderte Pierre, während er seine Muskeln spielen ließ und die Gruppe der Freunde anfing zu lachen. Ginny war als Quidditch-Profi verkleidet, Harry als Pirat, David als Spiderman und Ron als Skelett.

„Wo bleibt eigentlich Maya? Wir sind schon viel zu spät dran…", sagte Pierre in die Runde, als er bemerkte, dass sie alle wie erstarrt auf die Treppe starrten. Dort stand Maya in einem grünen Kostüm, hellbraunen Stiefel und Schild und Schwert. Ihre dunklen Haare hoben sich von der grünen Zipfelmütze ab und ihr eleganter Gang betonte das kurze Kostüm. Pierre war sich sicher, kein Zweifel, es war das Link-Kostüm, welches sie das letzte Mal anhatte, als sie ihrer Ex-Freundin begegnet war. Pierre wusste nicht einmal, dass sie es noch besaß, aber er hatte keinen Zweifel, dass sie jemanden damit beeindrucken wollte.

„Hey Leute, entschuldigt die Verspätung, aber die Treppen wollten nicht so, wie ich wollte.", entgegnete sie in die erstarrte Gruppe, „ Alles in Ordnung mit euch?"

Pierre brach schließlich das Schweigen: „Ja klar, ich war nur verwundert, ich dachte das Kostüm existiert schon gar nicht mehr!", er hakte sich bei ihr ein und verwies die Gruppe zum gehen.

0-0

„Hey Gina, wollen wir was trinken gehen?", fragte sie eine junge, blonde Hexe.

„Hey Milly, da bist du ja! Klar gerne!", Gina hakte sich bei ihrer besten Freundin ein und die beiden gingen in Richtung Bar als eine Gruppe Hexen und Zauberer den tropfenden Kessel betraten. Gina konnte nicht anders als der jungen Hexe mit den dunkelbraunen Haaren in einem grünen Kostüm mit Schwert und Schild nachzusehen, als sie hereintrat.

„Ist sie das?", fragte Milly an Gina gewandt.

„Ja, und sie sieht echt heiß aus!", Gina konnte ihre Augen nicht von ihr lassen.

„Na dann, ran da!", erwiderte Milly, „Du bist doch sonst immer so ein Aufreißer."

„Das bin ich auch immer noch, die Kleine gehört definitiv mir!", antwortete Gina vergnügt mit einem Augenzwinkern.

0-0

Nach einigen Butterbieren und Schnäpsen tanzten Harry, Ron, Pierre und David ausgelassen, sehr zur Erheiterung der Mädchen.

„Was ein paar Bier und Schnaps mit den Jungs anrichten können!", Ginny war sichtlich amüsiert.

„Ich erinnere dich an letztes Weihnachten Ginny, da warst du nicht besser!", Hermine musste lachen. Maya beobachtete die beiden Hexen und ihr Blick blieb an Hermines lachendem Gesicht hängen. Sie war jedes Mal so gefangen, wenn Hermine lachte, sie sah dabei so viel Glück in ihr und konnte sich gar nicht vorstellen, dass dieser wunderschönen Hexe so viel Leid widerfahren ist. Sie sah so selbstsicher aus in ihrem Indianer-Kostüm und Maya konnte sich nicht vorstellen, ob sie genauso gewirkt hätte, hätte sie ein anderes gewählt. Maya wusste nicht, ob es am Alkohol lag, doch sie fand, dass Hermine heute besonders schön aussah.

„Hey, Miss Dupont!", eine Stimme riss Maya aus ihren Gedanken.

„Hey Gina, setzt dich doch.", entgegnete Ginny schnell.

„Oh danke, hey wie wäre es wenn ich 'ne Runde Bier ausgebe?", fragte Gina während sie auf die Bar zeigte.

„Oh gerne! Butterbier, Mädels?", Ginny sah zu Hermine und Maya, welche ihr zunickten.

„Sehr gut!", sagte Gina und zwinkerte Maya zu.

„Wow…", war alles was Maya rausbrachte.

„Wow?", fragte Hermine merklich genervt.

„'Sie sieht wirklich gut aus in diesem Kostüm', ich denke, dass Maya das damit sagen wollte.", ergänzte Ginny.

Hermine verdrehte die Augen und lehnte sich mit verschränkten Armen an ihre Stuhllehne, als Gina mit vier Butterbieren auftauchte und jeder Hexe eins hinstellte.

„Mach dich locker, Granger! Wir sind hier um Spaß zu haben!", sagte Gina, während sie auf den Stuhl neben ihr glitt.

Hermine warf ihr einen bösen Blick zu und trank ihr Butterbier.

Maya nippte gerade an ihrem Butterbier, als Gina ihre Hand griff und sie auf die Tanzfläche zog. Maya konnte Ginny gerade noch ein „Tut mir leid" zurufen, bevor Gina sie in eine elegante Drehung führte.

„Das hätte auch schief gehen können…", Ginny grinste Maya und Gina nach.

Gina und Maya tanzten eng miteinander und hatten sichtlich Spaß, auch die anderen Partygäste schauten dem Treiben der Zwei zu.

„Die beiden haben ja echt Spaß.", sagte Harry, der hinter Ginny auftauchte.

„Ich hab's euch ja gesagt! Das sieht 'n Blinder, dass Maya auf Gina steht!", lallte Ron der neben Hermine auftauchte. Für diesen Kommentar kassierte er, mal wieder, einen bösen Blick von Ginny.

„Komm Hermine, lass uns tanzen!", Ron ergriff ihre Hand und zog sie in Richtung Tanzfläche.

„Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist…", erwiderte Ginny.

„Ich glaube schon!", sagte Hermine sauer und bevor Ginny etwas anderes sagen konnte, fanden sich Ron und Hermine eng umschlungen auf der Tanzfläche tanzend wieder.

„Das wird so was von schief gehen!", sagte Ginny sehr besorgt, während sie dem Treiben auf der Tanzfläche zusah. Ron machte sich sehr offensichtlich an Hermine ran, während diese lediglich versuchte sich von Maya abzulenken und Gina und Maya schienen, als hätten sie alles um sich herum vergessen, was nicht gerade förderlich für sowohl Rons als auch Hermines Vorhaben waren. Hermine machte dieses Spiel nur noch saurer und Ron verstärkte es in seinem, von Alkohol vernebelten, Gedanken, er könne Hermine zurückgewinnen.

„Lass uns mal 'ne Runde frische Luft schnappen!", Gina zog Maya aus dem tropfenden Kessel und auf die Bank gleich links daneben.

„Für Ende Oktober ist es aber echt noch ganz schön warm.", sagte Gina.

„Ja, das stimmt.", Mayalächelte sie an.

„Für die Runde tanzen mit dir könnten wir locker drei Mal Training streichen! Du hast mich ganz schön ausgepowert!", Gina musste lachen.

„Machst du Witze?! DU hast MICH ausgepowert und nicht andersrum!", Maya stimmte in ihr Gelächter ein und rutschte dabei beinahe von der Bank, hätte Gina sie nicht festgehalten. Die beiden sahen sich in die Augen und für eine Sekunde lang schien die Welt stehen zu bleiben.

„Lass…Lass uns wieder rein gehen, so warm ist es dann doch nicht mehr.", sagte Maya schnell und stand von der Bank auf.

„Ja da hast du Recht.", Gina konnte die Enttäuschung, die in ihrer Stimme lag nicht ganz verbergen.

„Hey, da seid ihr beiden Turteltauben ja!", brüllte Ron als die beiden Hexen sich wieder an den Tisch der anderen gesellten.

„Ronald!", Ginny trat ihm auf den Fuß, aber das schien er gar nicht zu bemerken.

„Ach und Maya - Du wirst Hermine niemals bekommen! Sie steht nämlich immer noch auf mich!", Ron schwankte vor Maya hin und her.

„Sie ist kein Preis, Ron, und ich denke Hermine kann selber entscheiden, zu wem sie gehören möchte oder zu wem nicht.", erwiderte Maya entschlossen.

„Naja, aber ich hab's dir doch bewiesen auf der Tanzfläche!", lallte Ron Maya entgegen, „Außerdem vögelst du doch eh Gina! Da kann es dir doch egal sein!"

Hermine dachte nicht lang nach, kurzerhand holte sie mit ihrer flachen Hand aus und verpasste Ron eine Backpfeife, die ihn schlagartig wieder nüchtern machte: „Das war für deine Art mich zu benutzen und dafür, solche Anschuldigungen gegen Maya zu erheben!"

„Hermine…", Ginny legte ihre Hand auf die Schulter der älteren Hexe, „Maya ist rausgerannt, ich denke es ist besser, wenn du ihr nach gehst."

Hermine fackelte nicht lang, schnappte sich die Jacken von Maya und sich selbst und verließ den tropfenden Kessel so schnell sie konnte, zwischen den ganzen betrunkenen Hexen und Zauberern hindurch. Als sie nach links schaute, saß dort eine zusammengesunkene Maya auf der Bank. Hermine legte ihre Jacke über Mayas Schultern und hielt sie fest: „Komm, lass uns nach Hause gehen."

„Okay.", erwiderte Maya, froh, dass Hermine zu ihr kam und nicht Gina. So gingen die beiden Hexen zurück Richtung Hogwarts. Es dauerte nicht lange, da waren jeglicher Frust und jeglicher Schmerz verflogen und das Gekicher der Beiden war das einzige, das die Straßen von Hogsmead erfüllte.

0-0

Als Maya aus dem Badezimmer kam, in dem sie eine ausgiebige Dusche genommen hatte und über den heutigen Abend nachdachte, fiel ihr auf, dass Hermine noch ihre Jacke hatte. Sie beschloss, sich ihre Wollsocken anzuziehen und schnell noch ihre Jacke von Hermine abzuholen. Sie schnappte sich Hermines Jacke, welche auf Mayas Bett lag, und machte sich auf den Weg in den Vertrauensschülerturm und rutschte im Gemeinschaftsraum fast aus. Als sie oben ankam, klopfte sie an die braune Holztür. Ein leises Kratzen ließ Maya sich zum Fenster drehen. Hedwig saß dort und kratzte mit ihrer Kralle ans Fenster, als wolle sie Maya grüßen, ehe sie sich umdrehte und elegant in die Lüfte abhob. Maya sah ihr noch nach, als sich plötzlich die Tür öffnete. Maya wirbelte herum und rutschte auf dem glatten Steinboden vor Hermines Zimmer aus. Hermine konnte sie gerade noch auffangen. Maya sah in die haselnussbraunen Augen der älteren Hexe. Ihre Haare waren noch nass und sie roch leicht nach Rosen, was ihren Eigengeruch noch unterstrich. Mayas Wangen färbten sich rot und sie wünschte, die Zeit würde stehen bleiben. Sie spürte Hermines Hände unter ihrem Rücken, die sie festhielten und Maya hoffte, dass ihre Beine nicht nachgaben und sie komplett auf den Boden fiel.

0-0

Hermine kam gerade aus der Dusche und cremte ihr Gesicht ein, als es klopfte. Sie hoffte, dass es nicht Ronald war. Sie hatte sich gerade wieder beruhigt und konnte nicht versichern, dass wenn Ronald vor ihr stand, sie ihre Beherrschung behalten würde. Schnell zog sie sich etwas über und öffnete die Tür. In dem Moment wirbelte eine dunkelhaarige Hexe herum und rutschte aus. Hermine reagierte schnell und fing sie auf, ehe sie in das Gesicht von Maya sah. Ihre Haare waren wie ihre eigenen noch nass und Hermine verlor sich in den dunkelbraunen Augen der jüngeren Hexe. Sie könnte nicht anders, als sie anzustarren. Sie hatte so etwas verzauberndes an sich, etwas wunderschönes. Hermines einzige Sorge war, dass ihre Arme nachgeben und sie die jüngere Hexe fallen ließ.

0-0

Maya wusste nicht wie ihr geschah, doch sie war sich sicher, dass die ältere Hexe sich langsam aber sicher näherte. Sie wusste nicht was sie tun sollte, sie konnte nicht denken, nicht handeln, sie war wie erstarrt. Als die Lippen der älteren Hexe fast die ihren berührten, drückte die ältere Hexe sie plötzlich hoch und ehe Maya wusste was passierte, stand sie Auge in Auge vor Hermine.

„Hey, ich...ich wollte dir nur deine Jacke wieder bringen, die du mir vorhin über die Schultern gelegt hast.", Maya war sichtlich verwirrt und überfordert mit der Situation.

„Ja, ehm, vielen Dank...", Hermine nahm ihre Jacke entgegen, „Ich hole dir schnell deine."

Während Hermine die Jacke von Maya aus ihrem Zimmer holte, ärgerte sie sich über ihre eigene Dummheit. Wieso hast du das gemacht?! Wieso wolltest du sie küssen?!

„Hier, bitte.", Hermine drückte Maya ihre eigene Jacke in die Hand, „Pass auf mit der Treppe, nicht, dass du wieder ausrutscht!"

„Ja, werde ich!", Maya lächelte die ältere Hexe an.

Hermine lächelte zurück und nach einem „Gute Nacht" schloss sie die Tür. Sie lehnte sich gegen die Tür und strich mit ihren Fingern über ihre Lippen, ehe sie beschloss, Fleur anzurufen und ihr von den jüngsten Geschehnissen zu berichten, in der Hoffnung, sie könne Hermine helfen.

0-0

Maya stand noch eine Minute lang vor der geschlossenen Tür. Wollte sie mich wirklich küssen? Maya ging diese Frage nicht mehr aus dem Kopf. Immer wieder spielte sich das gleiche Szenario in ihrem Kopf ab: Sie rutschte aus, sah in Hermines Augen und die Lippen der älteren Hexe kamen immer näher. Unwillkürlich strich sich Maya mit ihren Fingern über die Lippen.

Ich sollte mich wirklich auf die Treppe konzentrieren, diesmal ist sie nicht da um mich aufzufangen. Bei diesem Gedanken musste Maya lächeln, während sie sich auf den Weg zu der steinernen Wendeltreppe machte.