Maya legte ihre Kette um, sah sich noch einmal im Spiegel an und ging dann die Wendeltreppe in den Gryffindor Gemeinschaftsraum runter.
„Hey Schönheit!"
Maya drehte sich um und sah in Harrys grinsendes Gesicht.
„Hey!", erwiderte Maya etwas erleichtert, dass es nicht Gina war die sie so begrüßte.
„Wo gehts denn hin?", fragte Harry sanft.
„Ich gehe mit Gina ins Drei Besen, wir haben einen Gutschein gewonnen für den besten Zaubertrank.", entgegnete Maya fröhlich.
„Ja das hat ich von Hermine schon gehört...", gab Harry vorsichtig zurück.
„Ahja…", Maya war sichtlich sauer.
Harry grinste in sich hinein, endlich hatte er die Information die er benötigte direkt vor seiner Nase: Eine sichtlich eifersüchtige Maya. Perfekt. Das wird Ginny freuen.
„Hey Maya, entschuldige die Verspätung. Ich musste noch etwas mit Professor McGonagall wegen des Schwimmteamas klären.", Gina tauchte neben Harry und Maya auf und lächelte die beiden an.
„Kein Problem!", sagte Maya und lächelte zurück.
„Viel Spaß euch beiden!", Harry verabschiedete sich und für einen kurzen Augenblick sah er ein Blitzen in Mayas Augen was ihm gar nicht gefiel. Das Blitzen hatte er zuletzt in Rons Augen gesehen, als dieser Maya das erste mal sah und danach versuchte er alles um Hermine von Maya weg zu bringen. Es war dieses Rache-Blitzen in ihren Augen, was Harry ein schlechtes Bauchgefühl bereitete. Er beschloss abzuwarten und erst einmal Ginny von dem Gespräch mit Maya zu erzählen. Auf diese Begegnung heute Abend bin ich ja mal gespannt! Waren Harrys Gedanken, als er Gina und Maya nachsah, als sie den Gemeinschaftsraum verließen.
0-0
„Darf es für euch noch was sein?"
„Ich hätte gerne noch ein Butterbier, wie sieht es mit dir aus Hermine?", John Osbirn sah verschmitzt zu Hermine herüber.
„Ich nehme auch noch eins, mit Ingwer bitte", entgegnete Hermine der Kellnerin mit einem Lächeln und sah wieder zu John Osbirn. Ich weiß warum die meisten Mädels John so verfallen. Er ist ein wirklich attraktiver Mann und unglaublich charmant. Bevor Hermine weiter denken konnte, sah sie Maya und Gina an einem Tisch am anderen Ende des Raumes sitzen.
„Hier bitte sehr!", sagte die Kellnerin als sie Hermines Butterbier abstellte.
„Dankeschön", erwiderte Hermine, welche völlig aus ihren Gedanken gerissen wurde. Irgendetwas passte ihr an dem Bild von Gina und Maya am Tisch nicht.
„Und was hast du vor, nach dem du mit dem Studium fertig bist?", fragte John mit einem interessierten Blick.
„Ich wollte als Anwältin im Ministerium arbeiten."
„Wow", erwiderte John beeindruckt.
„Und du? Was hast du nach deiner Zeit in Hogwarts vor?", Hermine nahm einen Schluck von ihrem Butterbier.
„Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ich wollte schon länger eine Weltreise machen und mir mal die ganzen schönen Orte ansehen. Vielleicht werde ich das nach den zwei Jahren hier tun, der Job ist schließlich gut bezahlt!", John grinste und zwinkerte Hermine zu, welche daraufhin anfing zu lachen.
0-0
Gina lachte als sie Maya ansah: Maya setzte gerade ihr Butterbier ab und hatte einen Bierschaum-Bart. Kurzerhand nahm Gina ihren Zeigefinger und wischte Maya den Bart ab.
„Danke", sagte Maya und wurde leicht rot.
„Kein Problem", erwiderte Gina mit einem Zwinkern.
„Und was hast du vor in den Ferien?", fragte Maya.
„Ich fliege mit meinen Eltern nach Ägypten, du weißt schon, das Land mit den Pyramiden und dem langen Fluss und so…"
„Gina, ich weiß, wo Ägypten ist und was es da so gibt!", antwortete Maya mit einem ernsten als auch belustigten Ton.
„Sehr gut!", Gina sah Maya an und nahm einen Schluck von ihrem Butterbier, „Und du?"
„Ich werde wahrscheinlich mit meinen Eltern zu meiner Oma in ein Dorf in die Nähe von London fahren. Da wir ja dieses Jahr nach London gezogen sind, bietet es sich an, Granny mal wieder zu besuchen. Früher war ich fast jeden Sommer dort!", Maya strahlte.
„Das ist doch auch mal wieder schön!", Gina lächelte Maya an.
„Mal sehen ob ich einige meiner Kindheitsfreunde wieder treffe."
„Wäre doch bestimmt lustig, ich war vor einigen Jahren mit meinen Eltern in Spanien und habe dort ein paar Urlaubsbekanntschaften gemacht. Letztes Jahr im Sommer sind wir wieder dort hingeflogen und durch einen Zufall habe ich die Leute von früher wieder getroffen. Es war definitiv ein sehr lustiger Sommer!", erzählte Gina mit einem Grinsen.
Maya war Ginas Charme ein wenig verfallen und sah ihr eine Sekunde zu lang in die tiefblauen Augen.
„Morgen haben wir länger Training als sonst, weißt du das schon?", entgegnete Gina während sie Maya ansah.
„Ja, Juliette hat es mir vorhin erzählt, Powertraining was?", Maya grinste.
„Hey, der Wettkampf ist gar nicht mehr so weit entfernt und wir müssen mal langsam anfangen zu powern!", Gina war ganz euphorisch.
„Hey, wir haben schon viel und intensiv trainiert, mir macht das nichts aus aber sei nicht zu hart zu den anderen, ja? Ich weiß, du willst den Hauspokal gewinnen, aber sei bitte nicht zu hart zu den Mädels.", Maya legte ihre linke Hand auf Ginas rechte Hand um ihr deutlich zu machen, dass sie es ernst meinte.
„Ja, du hast ja recht… Aber trotzdem müssen wir wenigstens ein bisschen auf Sprint gehen okay?"
„Ja, aber denk daran, dass nicht alle so viel ab können wie du.", Maya lächelte sie an.
„Doch… Du!", Gina lachte, nahm Mayas Hand und spielte ein wenig mit ihr rum.
0-0
Hermine nahm einen großen Schluck von ihrem Butterbier als sie sah, wie Gina mit Mayas Hand spielte. Was zu Merlins Bart soll das Gina?! Langsam aber sicher konnte Hermine ihre Wut nicht unterdrücken, als sie geradewegs in Mayas braune Augen sah. Die jüngere Hexe schaute zu ihr herüber und lächelte sie an, bevor sie herzlich über etwas lachte, was Gina sagte.
„…und du fährst in den Ferien zu deiner Großmutter?", Johns Stimme riss Hermine aus ihren Gedanken.
„Ja genau, in der Nähe von London wohnt sie.", Hermine lächelte.
John und Hermine unterhielten sich noch eine ganze Weile über ihre Großmütter, Politik und Muggel, ehe John sagte, dass es spät sei und er morgen einen langen Tag vor sich hat. Er bezahlte die Rechnung, half Hermine in ihre Jacke und sie verließen das Drei Besen. Kurz bevor Hermine aus der Tür ging, sah sie noch einmal zurück und ihr Blick traf sich mit dem von Maya.
John begleitete Hermine bis vor das Gemälde der fetten Dame.
„Es war ein sehr schöner Abend, vielen Dank.", John nahm Hermines rechte Hand, beugte sich vor und hauchte einen Handkuss darauf.
Sie schaute ihn an und sah in seine grünen Augen, „Ja ich fand den Abend auch sehr schön."
„Eine Gute Nacht, Miss Granger!", sagte er und zwinkerte ihr zu, bevor er sich umdrehte und in Richtung der großen Halle verschwand.
0-0
„Shhhhhh", hauchte Gina als sie Professor Osbirn sahen, der in Richtung Kerker ging. Maya griff Ginas Hand und zog sie um die Ecke, die Treppen rauf und in den bereits dunklen Gryffindor Gemeinschaftsraum.
Gina blieb stehen und Maya drehte sich um, da sie der plötzliche Ruck verwunderte. Gina zog die dunkelhaarige Hexe zu sich heran und legte ihre linke Hand um Mayas Taille. Mayas Herz raste als sie in die tiefblauen Augen der rothaarige Hexe sah und kurzerhand spürte sie Ginas warme, weiche Hand an ihrer Wange, welche sie langsam zu Ginas Gesicht zog. Mayas Herz raste noch schneller und sie konnte bereits Ginas Atem auf ihrer Haut spüren. Der süßliche Geruch von Ginas Parfüm stieg ihr in die Nase und ehe sie weiter nachdenken konnte, merkte sie Ginas Lippen auf ihren. Maya holte tief Luft und öffnete ihren Mund, zog sich näher an Gina heran und der Kuss der beiden wurde intensiver.
Als sie sich nach einiger Zeit voneinander lösten, waren ihre Lippen geschwollen und der Atem ging schnell. Immer noch eng umschlungen sahen sie sich in die Augen und Gina strich Maya eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Maya war die erste die sich löste, wünschte Gina eine gute Nacht und gab ihr einen Kuss auf die Wange, ehe sie die Wendeltreppe ihres Turmes betrat. Wow…. war alles was Maya an Gedanken zu Stande bekam. Sie war sich nicht sicher was sie fühle oder nicht fühle für Gina. Es war schön keine Frage, aber ob es richtige Gefühle waren, konnte Maya sich selbst nicht beantworten. Sie betrat den Mädchenschlafsaal und schlich sich ins Badezimmer um sich umzuziehen und Zähne zu putzen.
Als sie fertig war, schlich sie sich in ihr Bett und blieb an dem Bild auf ihrem Nachtisch haften: Es zeigte Maya und Hermine wie sie auf dem Sofa im Gemeinschaftsraum saßen und lachten.
Maya musste lächeln, es war ein lustiger Abend gewesen und Ginny hatte einen Schnappschuss von ihnen gemacht.
Maya legte sich hin und schloß die Augen. Unwillkürlich musste sie an die Situation vor Hermines Tür zurück denken, als sie sich fast geküsst hätten und unbewusst fasste Maya sich mit ihrem Zeigefinger an ihre Lippe, ehe sie einschlief.
0-0
„Die Hausarbeit ist bis Ende nächster Woche bei mir einzureichen.", Professor McGonagalls Stimme hallte durch den unruhig werdenden Raum, „Ein schönes Wochenende Ihnen!"
„Puhhh, das wird viel Arbeit…", sagte Maya mehr zu sich selbst als zu Hermine und schaute auf das leere Pergament vor sich.
„Maya, mit dir wollte ich gerade reden.", entgegnete Professor McGonagall die vor Maya und Hermines Tisch stand.
„Hallo, Tante Minerva!", Maya lächelte McGonagall an.
„Hallo Professor McGonagall.", sagte Hermine und packte ihre Bücher zusammen.
„Wie kommst du mit, Maya? Ich habe schon von Hermine gehört, dass du dich gut machst mit dem Stoff."
„Ja soweit ganz gut, aber ich hätte das niemals so schnell ohne Hermines Hilfe geschafft!", erwiderte Maya und schaute zu Hermine.
„Immer gern! Ich werde schon mal zum Mittagessen vorgehen und uns einen Platz neben Ginny sichern.", entgegnete Hermine, während sie Maya zuzwinkerte und sich von Professor McGonagall verabschiedete.
„In Ordnung, ich komme gleich nach.", Maya legte ihre Pergamente übereinander und klappte ihr Buch zu.
„Ihr scheint euch gut verstehen hm?", fragte Professor McGonagall.
„Ja!, Sie war mir eine wirklich große Hilfe in der letzten Zeit!", Maya strahlte bis sie in Professor McGonagalls Gesicht sah und abrupt hörte sie auf zu strahlen, „Was grinst du so, Tante Minerva?"
„Ich? Tue ich doch gar nicht.", entgegnete sie vergnügt.
Maya seufzte und schnappte sich ihre Sachen, „Ich werde mal zum Mittagessen, sonst bekomme ich nichts mehr ab."
„Mach das, ich räume hier noch schnell auf und gehe dann auch zum Mittagessen.", Professor McGonagall wirkte immer noch sehr vergnügt. Sie verabschiedete sich von ihrer Nichte und machte sich daran, den Verwandlungsraum aufzuräumen.
Warum ist Tante Minerva denn so vergnügt, nach dem Hermine gegangen ist?!, fragte Maya sich, während sie in die große Halle ging.
Als sie drei Minuten später in der großen Halle ankam und durch die großen Flügeltüren trat, sah sie Hermine und Ginny schon von weitem winken. Sie ging an den murmelnden Massen von Schülern vorbei und ließ sich erschöpft neben Hermine fallen.
„Du schleppst schon genauso viel Pergament und Bücher mit dir rum wie Hermine…", sagte Harry belustigt.
„Ich sag ja, sie ist schlechter Einfluss!", stimmte Ginny mit ein.
Maya und Hermine sahen zuerst Harry an, dann Ginny und dann einander. Beide sahen sichtlich sprachlos aus und Ginny musste sich das Lachen verkneifen, damit sie Maya und Hermine nicht mit Kürbissaft anspuckte.
„Das war ein Scherz!", Harry lachte und trank einen Schluck.
„Das will ich ja wohl stark hoffen!", erwiderte Hermine, die ihre Sprache zuerst wieder fand.
Bevor jemand etwas sagen konnte, tauchte Gina hinter Maya auf, beugte sich an ihr Ohr und flüsterte etwas. Maya wurde leicht rot und musste lächeln. Ginny beobachtete die Situation genauestens und merkte, dass Harry angespannter wurde, als er in Hermines Richtung sah: Es war eine Mischung aus Zorn und Verletzung in ihrem Gesicht zu erkennen. Für einen Moment sah es so aus, als müsste sie Tränen unterdrücken.
„Wollen wir heute Abend ins Drei Besen?", fragte Ginny um die Situation etwas aufzulockern.
„Was? Drei Besen?", hörte Maya eine Stimme hinter sich und drehte sich um. Sie sah direkt in das grinsende Gesicht von Pierre.
„Also ich wäre dabei!", erwiderte Maya bevor sie sich ein Stück Pute nahm.
„Ich auch!", stimmte Pierre ein und fing an Maya die Schultern zu massieren, „Du bist ganz schön verspannt, Hase…"
„Ja ich weiß, ich werde ja auch von morgens bis abends getriezt…", entgegnete sie mit einem schmerzverzehrten Gesicht.
„Ich wäre auch dabei, wie siehts mit dir aus, Hermine? Ach… Ron bestimmt auch, der ist nur derzeit in einer Besprechung bei Professor Sprout wegen seiner Hausarbeit.", sagte Harry in die Runde.
„Typisch Ronald, ich habe ihm gesagt, er soll sich da eher ran setzen.", war das erste was Hermine wieder von sich gab, nachdem sie sich etwas gefangen hatte, „Ja ich wäre auch dabei, aber Maya und ich müssen noch dringend etwas für unsere Hausarbeiten raussuchen."
„Oh ja… Wie wäre es wenn wir uns gegen neun im Gryffindor-Gemeinschaftsraum treffen?", fragte Maya in die Runde.
„Gerne.", Ginny zwinkerte ihr zu und Harry, Hermine und Pierre nickten zustimmend.
„Um sieben bei dir oben Hermine?", Maya lächelte die ältere Hexe an.
„Ja, ich denke das sollte reichen. Soll ich Tee aufsetzen?"
„Ja bitte! So langsam wird es doch ziemlich kalt, wenn wir draußen trainieren."
„Sobald die Reparaturen an der Halle abgeschlossen sind, geht es ja rein für euch.", Ginny lächelte zu Maya.
0-0
Mayas Muskeln waren angespannt und sie spürte wie sich das kalte Wasser um ihren Körper schloss. Sie drehte ihren Kopf zur rechten Seite aus dem Wasser, holte Luft und sprintete den Rest der Strecke mit ihrer letzten Kraft. Als ihre Hand an der kalten Steinwand des großen Sees anschlug, drehte sie sich zur rechten und zur linken Seite um und stellte fest, dass sie die Erste war.
„Gut gemacht, Maya!", hörte sie Ginas Stimme direkt vor sich.
„Danke.", erwiderte Maya noch etwas atemlos, als sie zu Gina aufsah.
Nach und nach kam auch der Rest des Teams an und Gina reichte jedem ein Handtuch, „Geht schnell duschen, sonst erkältet ihr euch noch."
Als Maya ihre Schwimmbrille und Badekappe abnahm und sich gerade auf den Weg zu den Duschen machen wollte, spürte sie eine warme Hand, die sie festhielt. Maya lächelte, drehte sich um und sah direkt in die tiefblauen Augen von der rothaarigen Hexe. Ihre Haare fielen in leichten Wellen um ihr schmales Gesicht. Maya legte ihre Hand an Ginas Taille und zog sich näher zu ihr ran. Ginas Atem stockte als sie Mayas nassen Körper an ihrem spürte. Mayas Herz schlug schneller als Ginas Lippen ihren näher kamen. Langsam spürte Maya Ginas Lippen auf ihren und schloss die Augen, als sie sich küssten. Maya öffnete ihren Mund, ließ ihr Handtuch fallen und umschloss Gina mit ihrer linken Hand.
Der Kuss wurde intensiver und Ginas Hand wanderte von Mayas Gesicht, ihren Hals runter zu ihrer festen Brust und umschloss diese. Maya atmete tief ein, als sie Ginas Daumen spürte, der mit ihrer Brustwarze spielte. Gina öffnete ihren Mund und tastete sich mit ihrer Zunge langsam vor, bis sie Mayas warme, weiche Zunge an ihrer spürte. Ihre Berührungen und Küsse wurden intensiver und wilder, Mayas Hand wanderte langsam Ginas Bauch runter, schob ihr T-Shirt hoch und ließ ihre Hand an Ginas warmen Körper hoch bist zu ihrer Brust wandern. Sie schob ihre Hand unter Ginas BH und strich über ihren steifen Nippel. Gina musste ein leises Stöhnen unterdrücken, zog Maya näher zu sich und biss ihr leicht auf die Unterlippe. Langsam ließ Maya von Ginas Brust ab und strich über Ginas Bauch, runter zum Bund ihrer Trainingshose. Gerade als Maya ihre Hand in Ginas Hose gleiten lassen wollte, zuckten sie durch ein lautes Geräusch hinter ihnen zusammen und standen einen Augenblick später nebeneinander mit schnellem Atem und geschwollenen Lippen.
„Tschuldigung, ich hab die Schwimmbretter in der Dunkelheit gar nicht gesehen!", Sophia, eine blonde, schlanke Studentin aus dem Team.
„Kein Problem.", erwiderte Gina, in der Hoffnung sich nicht anmerken zu lassen, was die Minuten vorher geschehen ist.
„Ich…Ich werd mal duschen gehen…", sagte Maya und tauschte einen intensiven Blick mit Gina, bevor sie sich umdrehte und in Richtung Duschen ging. Das war nochmal knapp, eine Minute später und es wäre ein sehr peinliche Situation geworden… Dachte Maya immer noch mit Herzklopfen und einem Grinsen im Gesicht.
0-0
Es klopfte an der Tür, als Hermine gerade den Tee aufgoss. Sie sah auf die Uhr: 19:17. Maya war eine Viertelstunde zu spät, aber das störte die ältere Hexe nicht, als sie mit einem Lächeln die Tür aufmachte. Ihr Herz schlug höher, als sie in Mayas dunkelbraune Augen sah.
„Entschuldige die Verspätung!", sagte Maya etwas außer Atem.
„Ist doch kein Problem, hat Gina euch wieder so gequält was?"
„J..Ja…", Mayas Herz fing an zu rasen und sie hoffte, dass Hermine ihr nichts anmerkte.
„Du siehst durchgefroren aus, möchtest du einen Tee?", fragte Hermine als sie Maya herein bat.
„Ja gerne, ich hab auch schon mal in den Büchern geschaut ob ich dort etwas finde."
„Und bist du fündig geworden?", Hermine goss ihnen Tee ein und setzte sich dann neben Maya auf das Sofa.
„Nicht so richtig…", erwiderte Maya etwas zerknirscht.
„Das dachte ich mir schon, ab und an nimmt deine Tante Themen für die Hausarbeiten, die nicht in den Unterrichtsbüchern enthalten sind, sie möchte, dass ihre Schüler die Bibliothek nutzen.", sagte sie sanft mit einem kleinen Lächeln in der Stimme.
„Typisch…", Maya nahm einen Schluck Tee und sah zu Hermine: Ihre braunen Augen zogen Maya in ihren Bann und sie schaute die ältere Hexe einen Moment zu lang an.
„Also, unser Thema für diese Hausarbeit ist: Heilmittelgewinnung aus potentiell tödlichen Substanzen durch einfache Verwandlungszauber. Anfangen würde ich damit, dass wir uns ein paar Bücher ansehen und uns Notizen machen, die uns für das Thema weiter helfen."
„Das wäre auf jeden Fall ein besserer Anfang als meiner…", sagte Maya mit einem Lachen.
„Ich hab hier schon mal ein paar Bücher bereitgelegt, möchtest du lieber Medizinische Praktiken im 18. Jahrhundert oder Verwandlung in der Geschichte?", Hermine sah zu Maya und hielt den Kopf leicht schräg.
„Ich nehme Medizinische Praktiken im 18. Jahrhundert wenn dir das nichts ausmacht?"
„Nein natürlich nicht.", erwiderte Hermine und reichte Maya das dicke, alte Buch und ein Stück Pergament und einen Bleistift.
Maya sah auf das Buch und musterte die eingravierte Schrift auf dem dunkelbraunen Einband. Der Einband sah alt aber dennoch gut erhalten aus, lediglich die Seiten schauten an der Seite raus, Maya vermutete, dass es daran lag, dass einige der Seiten bereits lose waren. Sie schlug das dicke Buch auf, und suchte nach einem Stichwort im Inhaltsverzeichnis.
Verwandlung.
Da war es, Seite 1467. Sie schlug die Seite auf und fing an, das Kapitel zu lesen. Nach einer halben Seite fiel ihr auf, dass sie nichts verstanden hatte. Sie versuchte es erneut, doch kreisten ihre Gedanken um alles, nur nicht um die bevorstehende Hausarbeit. Maya nahm einen Schluck Tee und sah zu Hermine rüber: Sie hatte ihre Haare zu einem lockeren Dutt gebunden und schaute konzentriert auf ihr Buch.
Mayas Herz schlug schneller, als sie der älteren Hexe zusah, wie sie konzentriert arbeitete. Irgendetwas gefiel ihr an diesem Bild und schlagartig kreisten ihre Gedanken wieder um die jüngsten Ereignisse am See. Ein Gefühl, welches bei Maya schon fast in Vergessenheit geraten war, machte sich in ihr breit. Es war eine Mischung aus Schuld und Panik.
Schuld, weil sie sich Hermine gegenüber schuldig fühlt und Panik, weil sie nicht wissen möchte, was passiert, wenn Hermine erfährt, was zwischen Gina und Maya abgelaufen ist. Verdammt, wieso fühle ich mich denn so schuldig? Ich bin ihr keine Rechtfertigung schuldig…
Maya sah noch einen Moment Hermine bei ihrer Arbeit zu und beschloss dann auch endlich anzufangen, schließlich treffen sie sich heute Abend noch mit den anderen und eigentlich wollten Hermine und Maya heute mit den meisten Recherchen fertig werden.
0-0
