So, dieses Kapitel hat länger gedauert als ich angekündigt hatte, aber dafür ist es auch besonders lang geworden: Es ist das letzte, finale Kapitel.
Danke an euch alle die mir geschrieben haben für eure Unterstützung, bin froh dass ich diese Geschichte zu meinem Lieblingsmanga Tokyo Ghoul geschrieben habe und hoffe sehr dass euch der Abschluss gefällt. :)
Ich würde mich wieder sehr über eure Kommentare freuen. Und nun viel Spaß beim lesen!
Unter allen Umständen, die sie sich hätte ausmalen können, war das die
schlimmste Art ihren Bruder wiederzusehen.
"Ayato...". Ihr Herz raste. "Du bist hier, das bedeutet du...
Sie sah ihn zornig und besorgt. "Was hast du getrieben, diese ganze Zeit?"
"Ich hab so einiges getrieben. War unterwegs und habe die echt Welt kennen-
gelernt, während du feige bei deinen Pazifistenfreunden herumgehangen hast...
Aber ich hab weder Zeit noch Lust es dir zu erzählen. Es gibt Arbeit für
mich zu erledigen."
Er kam näher. Kaneki hinter ihr rührte sich nicht... warum rannte er nicht
weg?!
"Geh nach Hause.", sagte sie mit bemüht gleichgültig klingender Stimme.
"Ich habe hier noch etwas mit meinem Bruder zu klären."
Auf einmal tauchte eine Gestalt hinter ihnen Beiden auf.
"Lass ihn nicht gehen Ayato! Das ist der Typ den wir gesucht haben! Er
riecht genau wie Liz! Jetzt bekommt ihr vom Cafe Antik die Revanche dafür
dass ihr meinen armen Gecko so zugerichtet habt!"
Das musste also der schlacksige, merkwürdig geschminkte Typ sein, der bei
dem Angriff auf das Cafe dabei gewesen war.
"Erteil mir keine Befehle, klar?! Tu deine Arbeit Nico, oder es setzt
was!", erwiderte Ayato genervt. Ihr Fluchtweg war abgeschnitten. "Touka...
du musst noch genau so dämlich sein, wie ich dich in Erinnerung hatte, dass
du es wagst einem unserer Stützpunkte so nahe zu kommen."
"Ich, ich erinnere mich an dich", sagte Ken auf einmal. "Du hast uns doch
damals in diesem Park verfolgt." Touka warf ihm einen überraschten Blick zu.
Das hörte sie nun zum ersten Mal!
"Tsss! Diesmal wirst du dich nicht wieder herauswinden können.", antwortete
Ayato genervt. Er kam immer näher, doch Touka stellte sich ihm in den Weg.
"DAS REICHT! LASS IHN IN RUHE!" Ihn ihrer Stimme war Zorn, es schwang aber
auch Angst mit. Wie sollten sie nur hier wieder raus kommen?
"Komm noch einen Schritt näher, und-"
Mit einem Mal hatte er sich so schnell auf sie zubewegt, das seine Umrisse
verschwammen. Sein Arm traf ihre mit solcher Wucht dass er fast Toukas
Deckung durchbrochen hätte. Sie schlitterte zurück, er drehte sich, drückte
ihre Arme beiseite und traf Touka mit einem heftigen Tritt am Kopf der sie
zu Boden warf. Nun stand er direkt vor Ken, der schockiert von Ayatos Tempo
für einen Moment unfähig war, sich zu rühren. Ayato wollte nach ihm greifen,
doch musste dann zurückweichen als ein Dutzend Geschosse auf ihn zuflogen.
"Du willst es also darauf ankommen lassen, du Idiotin..." Seine Krallen
traten hervor und breiteten sich aus wie die Schwingen eines Falken. In
einem Augenblick war er wieder bei ihr, sie blockte einen Schlag in
Richtung ihres Gesichts, dann ein Kniestoß den sie gerade noch abfangen
konnte, sein Bein schoss hinab und sie musste springen um auszuweichen,
deckte ihn dabei mit weiteren Geschossen ein, die er leicht mit einem Flügel
abwehren konnte, bevor sie selbst in Deckung gehen musste um den anderen
Flügel abzublocken. Er schickte sie fliegend zwanzig Meter durch die Luft,
bevor sie landete und abbremste.
In ihren Armen pochte der Schmerz, von ihrer Stirn rann Blut herab. Warum
nur? Warum nur war Ken ihr gefolgt? Ein Gefühl der Schuld machte sich in ihr
breit. "Weil er mir helfen wollte. Nur wegen mir..." Sie drückte das Gefühl
beiseite. "Nein..., ich lasse das nicht zu. Ich lasse nicht zu dass sie ihm
etwas tun." Ayato war ihr Bruder... sie hatte ihn immer geliebt. Aber sie
würde nicht zulassen, dass er ihr Ken wegnahm. Das durfte er nicht!
Ihre Augen verengten sich. Dann stürzte sie wieder auf ihn zu.
Das Mädchen weinte. Die Tränen flossen wie ein nie versiegender Strom. Auf
ihrem Bett stapelten sich die Tagebücher, die ihr geholfen hatten, sich
wieder zu erinnern.
Daran, wie wunderbar es war, eine beste Freundin zu haben. An all die vielen
Tage die sie unzertrennlich an der Schule verbracht hatten, an die Besuche
in Cafes und Parks, an die Spaziergänge und endlosen Gespräche. Daran wie
oft sie überlegt hatte, wie sie ihr nur je zurückgeben könnte, was sie jeden
Tag für sie tat. An ihre Unsicherheit und daran wie sie gelernt hatte, dass
es, so unbegreiflich es Anfangs auch schien, einfach so war, dass dieses
Mädchen sie mochte.
Aber es gab auch noch einen anderen Grund, warum sie weinte...
Sie bewegte sich ohne zu überlegen. Nur ein Moment des Zögerns und der
Unsicherheit und es wäre vorbei. In jeden einzelnen Schlag steckte Touka
ihre ganze Kraft, ignorierte das Brennen in ihrem Körper, wie als
wäre es gar nicht da. Schlagen, Ausweichen, Ausweichen, Schlagen, ein Tritt,
Kralle, Blocken, Springen, Schlagen, Ausweichen... Es existierte nichts
außer diesem Kampf.
Auf einmal sprang Ayato zurück und dann weit empor, seine Augen vor Zorn
blitzend, die Zähne gefletscht. Zu spät begriff sie dass es ein Fehler
gewesen war ebenfalls hochzuspringen um ihn in der Luft anzugreifen, sie
konnte gerade nur noch ihre Kralle zu ihrem Schutz vor sich reißen, da
prasselten die mächtigen Einschläge schon auf sie ein und katapultierten sie
zurück. Touka ahnte die Mauer mehr, als dass sie sie sehen kommen konnte,
fing die Wucht des Aufpralls mit den Beinen ab, sprang senkrecht auf der
Wand stehend zur Seite ab um den Geschosshagel zu entkommen und dann noch
mal nach unten um wieder sicheren Boden unter den Füßen zu bekommen.
"Was für eine Show!", rief der schlacksige Ghoul entzückt. "Hast du nicht
mal erzählt, deine Schwester hätte nichts drauf?! HEY, Ayato!"
Es bereitete ihm keinerlei Mühe immer wieder einen Blick auf ihren Kampf zu
werfen während er Kens Angriffe parierte.
"HALT DIE KLAPPE UND NIMM IHN MIT!", brüllte Ayato zu ihm zurück.
Es lag am Meer, ein unscheinbares, kleines Ferienhaus. Doch darunter verbarg
sich viel mehr, als es den Anschein hatte. Herr Yoshimura und Yomo waren
bereit. In ihrer dunklen Kleidung waren sie kaum zu erkennen im Schatten der
Bäume. Es würde zum Kampf kommen. In Momenten wie diesen fühlte Herr
Yoshimura den unerfüllbaren Wunsch überall sein zu können. Denn auch wenn
sie nun aus gutem Grund hier waren - würden sie dadurch vielleicht an
anderer Stelle zu spät kommen.
Der Ghoul den sie verfolgt hatten, näherte sich dem Haus ohne jede
Vorsichtsmaßnahmen. Er schien was sich selbst und seine Organisation anging
so selbstsicher zu sein, das er keinen Angriff fürchtete. Sein weiter Mantel
wehte im Wind, den Hut trug er tief ins Gesicht gezogen. Den Blick hatte
er auf den Strand geheftet, wie um die heranbrandenden Wellen zu genießen
die in der Abenddämmerung orange leuchteten.
Als er beim Haus angekommen war, blieb er stehen und zog ein Mobiltelefon
hervor. Er rief eine Nummer an und ging einen Moment später weiter. Die
Tür öffnete sich.
"Warum bist nur du hier Nishiki?", fragte Hinami besorgt. "Wo sind all die
Anderen hin?" Sie hatte diese Frage nun schon mehr als einmal gestellt.
"Sind unterwegs, hab ich doch schon gesagt. Einkäufe erledigen, oder so, was
weiß ich! Sie haben mich zurückgelassen, um auf den Laden aufzupassen. Kein
Grund zur Sorge, Hinami-chan.", sagte Nishiki genervt.
Dann blickte er aus dem Fenster hinaus und schwieg, immer weiter und weiter
ein eigentlich schon funkelndes Glas weiterpolierend.
Aber Hinami war besorgt. Sie konnte spüren dass er etwas vor ihr verbarg,
dass etwas vor sich ging. Und er merkte an ihrem Gesichtsausdruck, dass er
es nicht geschafft hatte ihr etwas vorzumachen und es sinnlos wäre es
weiter zu versuchen. Er seufzte und tat weiterhin so, wie als würde sie ihm
auf die Nerven gehen, doch auch ihm war anzumerken dass er angespannt
war.
"Hör mal, es macht keinen Sinn sich verrückt zu machen. Touka ist mal wieder
unterwegs und baut Mist - schon tausendmal vorgekommen. Aber Irimi und Koma
regeln das schon. Also bleib schön hier, tu irgendetwas nützliches und mach
dir keine Sorgen."
Er rieb weiter an diesem Glas herum, mit säuerlichem Gesichtsausdruck.
Hinami sah ihm an dass er sich genau so sehr wie sie wünschte, etwas unter-
nehmen zu können, auch wenn er es nicht zugeben wollte...
Ken gab wirklich alles. Er gab sein Bestes um an diesem Typen vorbei zu
kommen. Doch obwohl er nicht danach aussah, war dieser Nico wohl so stark
wie Shu.
Schläge und Tritte blockte er mühelos ab und seinen Krallen wich er aus.
"Du bist aber ein wilder Junge! Du gefällst mir! Auch wenn du noch etwas
unfertig aussiehst..."
Es war ein Alptraum. Im Hintergrund hörte er die Geräusche übermenschlich
schneller Schritte und Sprünge, Geschosse flogen überall hin und Steine
gingen zu Bruch. Es wurde immer dunkler. Der Geruch von Blut und Schweiß lag
in der Luft.
Ken sprintete vor. Es schien wie als würde er straucheln und sich am Boden
abstützen. Der Ghoul vor ihm lächelte müde. Er packte Ken einfach am
Knöchel als dieser versuchte einen Tritt in sein Gesicht zu landen. Der
Ghoul setzte eine lange Kralle frei und wehrte damit Kens Krallenangriff ab
- aber dass dieser ihm dann eine Hand voll Dreck ins Gesicht werfen würde,
hatte er nicht kommen sehen. Kurz war er abgelenkt und das genügte.
Ken rammte ihm beide Krallen durch den Bauch.
"Wie... wie unerwartet!", brachte er noch erstaunt hervor. Dann riss Ken die
Krallen wieder aus ihm heraus und er stürzte zu Boden.
Ken schwankte vor Erschöpfung auf seinen Beinen. Er sah sich nach Touka um.
Er hatte sie noch nie so kämpfen sehen. Noch nie so schnell, entschlossen
und konzentriert. Dennoch würde sie wohl nicht mehr lange durchhalten - doch
da durchdrang etwas seinen Körper und er sah eine Kralle aus seiner Brust
herausragen. Kens Lungen zogen sich gequält zusammen und alle Kraft
verließ seine Glieder.
"Wie konntest du nur!", hörte er diese Stimme hinter sich. "Du hast zwei
Riesenlöcher in meinen Anzug gemacht!" Der schlacksige Ghoul trat neben Ken
hervor, ihn weiter aufgespießt emporhaltend. "Jetzt Schluss mit den
Spielereien und lass uns in Ruhe diesen wundervollen Kampf zu Ende ansehen."
Sie begann sie zu spüren, die Wunden, die Schmerzen, überall. Touka wehrte
sich mit aller Kraft dagegen, doch sie wurde langsamer, konnte kaum noch
ausweichen. Ayato wurde nicht langsamer. Er war unglaublich stark geworden.
Er ließ ihr keine Ruhe, ging immer wieder in den Nahkampf über, zog sich
dann wieder blitzschnell zurück und griff von einer anderen Seite an.
Nicht den Bruchteil einer Sekunde durfte sie ihren Blick von ihm abwenden.
Sie hatte keine Ahnung ob es Ken gelungen war zu fliehen. Sie wusste nur,
dass sie nicht verlieren durfte.
Touka hatte es irgendwie geschafft Ayato eine tiefe Schnittwunde über dem
rechten Auge beibringen können, aber die hatte nichts weiter bewirkt als ihn
erst so richtig wütend zu machen.
Auf einmal war er über Touka, hatte ihre Handgelenke gepackt und knallte sie
zu Boden. Er drückte ihre Kralle weg und hielt sie fest. Er schrie ihr ins
Gesicht: "HAST DU WIRKLICH GEGLAUBT DU KÖNNTEST MICH BESIEGEN?! EIN
SCHWÄCHLING WIE DU?! HAST EIN WENIG TRAINIERT, WAS?! ABER MAN KANN NICHT
STARK WERDEN, WENN MAN VERSUCHT SICH MIT MENSCHEN ANZUFREUNDEN! WENN MAN
SEIN GANZES LEBEN LANG NACH DEM SCHWACHSINN LEBT DEN UNSER DUMMER VATER UNS
EINGEREDET HAT!"
Sie versuchte ihm einen Kopfstoß zu verpassen, aber er riss das Genick
rechtzeitig zurück. Sie zog ihre Hand mit aller Kraft zu ihrem Kopf
und biss ihm ins Handgelenk. Er ließ los und schlug sie, aber sie schaffte
ein Bein frei zu bekommen und trat ihn von sich.
Doch er ließ ihr keine Zeit auf die Füße zu kommen, warf sie erneut mit
einem Geschosshagel gegen eine Wand. Als sie ihre nun fast zerstörte Kralle
sinken ließ, war er schon wieder da, presste sie gegen die Mauer und biss
ihr in die Schulter. Doch Touka ignorierte die Schmerzen, wand sich frei und
hätte es fast geschafft ihm tief in den Hals zu beißen, wenn er nicht
rechtzeitig zurückgesprungen wäre. Für einen Moment fast wie ungläubig
wirkend, hielt er seine Hand an die Kehle, aus dem Blut tropfte und starrte
sie nur an.
Sie stützte sich an der Wand ab und setzte ihre letzten Kraftreserven für
einen finalen Angriff frei. Sie stürmte auf ihn zu - und im letzten
Moment traf sie wie aus dem Nichts etwas am Kopf. Touka sah nur noch Sterne,
verlor den Halt unter ihren Füßen, fiel hin und konnte sich
kein bisschen mehr rühren.
Für einen Moment herrschte Stille. Dann brüllte Ayato verärgert:
"HEY, DU MISTKERL! WAS FÄLLT DIR EIN DICH IN MEINEN KAMPF EINZUMISCHEN!"
"Ach, den hättest du doch sowieso gewonnen Ayato-Schatz! Und so geht es
einfach schneller.", sagte Nico zuckersüß.
"Und wieder verloren...", dachte Touka traurig. Ihre Augen tränten.
"Und wieder verloren... Ich hab es schon wieder nicht geschafft... etwas zu
beschützen..."
"Es ist aus, wir haben verloren", wurde Ken klar. Schockiert starrte er auf
Toukas blutgetränkten Haarschopf hinab und fragte sich, ob sie wohl tot war.
Er selbst war kaum mehr bei Bewusstsein. "Warum bin ich nur hier her
gekommen? Wenn ich nur nicht hier her gekommen wäre, wäre das vielleicht
nicht passiert..."
Ayato schien unschlüssig zu sein was er tun sollte, ging hin und her, warf
dem regungslosen Körper seiner Schwester immer wieder Blicke zu.
"Sie ist ihm nicht gleichgültig...", erkannte Ken. In diesem letzten Moment
des Kampfes, als sie ihm fast die Kehle herausgerissen hätte und dann auf
ihn zugestürmt kam, war Ayato wie erstarrt gewesen. "Er hat erkannt, dass
sie wirklich bereit war ihn zu töten, um mich zu retten.", dachte Ken.
Es hatte ihn schockiert und tief im Inneren getroffen. Schon zuvor hatte er
Chancen ausgelassen sie tödlich zu verwunden, hatte auf sie eingeschriehen,
wie um sie von irgendetwas zu überzeugen und starrte nun auf sie hinab, mit
grenzenlosem Zorn, aber zugleich wie als hätte er Angst, sie wäre tot.
"Und? Was machen wir jetzt mit ihr?", fragte der schlacksige Ghoul feixend.
Ayato warf ihm einen tödlichen Blick zu. Er rang sichtbar mit sich.
"Wir nehmen sie mit. Vielleicht kann sie uns was über den alten Yoshimura
erzählen."
"Eine Ausrede... Eigentlich will er sie nicht mitnehmen... aber er
weiß dass sie sicher verblutet wenn er sie einfach hier lässt...",
dachte Ken.
"Oh, ich rieche da was!", rief Nico auf einmal. Sein Gesichtsausdruck war
nun nicht mehr so entspannt wie bisher. "Lass uns schnell zum Hauptquartier
aufbrechen! Dieser brutale Kellner ist auf dem Weg hierher!"
"Na dann lassen wir sie eben hier und tragen nur diesen Schwächling rüber!",
knurrte Ayato. Sie nahmen Ken zwischen sich.
Er lächelte. Zumindest Touka hatte nun eine Chance das alles zu überstehen...
"Nicht zu fassen..., ich sterbe!", dachte der Ghoul empört.
All seine Knochen waren zertrümmert, sein ganzer Körper durchlöchert und
zerfetzt. Das war das erste Mal, dass er so etwas erlebte. Und er fühlte,
dass es auch das letzte Mal sein würde. Sie würden ihm nicht die Chance
lassen sich wieder zu regenerieren.
Jedes Mal, wenn er durch die Straßen Tokyos geschritten war, hatte er sich
unverwundbar gefühlt. Er hatte keine Angst vor Unfällen gehabt, keine
Angst vor Gewalttätern, keine Angst vor anderen Ghoulen, sogar keine Angst
vor den Tauben. Für ihn schien es immer, wie als gäbe es nichts, was ihm
etwas anhaben könnte.
Wenn er einen Auftrag bekam, dann war er der Tod. Niemand auf den er je
angesetzt worden war, hatte überlebt. Die meisten waren nicht mal in der
Lage gewesen Widerstand zu leisten...
Er war ein SS-Klasse Ghoul, einer von der Sorte die selbst 1. Fahnder
herausfordern konnten. Aber vor allem war er ein Mitglied der mächtigsten
Ghoulorganisation der Welt.
Und nun war er geschlagen... von so einem steinalten Greis und einem Kellner?!
Wie lächerlich...
"Mal sehen ob wir brauchbare Informationen aus dir herausbekommen.",
murmelte der Kellner düster.
"Du kannst ja doch sprechen...", zischte der Ghoul. "Ich hatte mich schon
gefragt ob du stumm bist."
"Was soll es bringen, während eines Kampfes zu sprechen?", fragte der
Kellner zurück.
"Ich glaube nicht dass dieser hier uns etwas erzählen wird, Yomo.", sagte
der Greis. "Aber diese Unterlagen, werden sicher noch wertvoll für uns
sein."
Wie war sein Name noch mal...? Irgendwas mit Yo-... Ja, er hieß Yoshimura.
Jetzt erinnerte der Ghoul sich wieder. Es war lange her gewesen, dass er in
diesem Cafe gewesen war und den Greis und den Kellner gesehen hatte. Der
Ghoul lächelte.
"Ich gratuliere euch... ihr seid ziemlich gut. Aber jetzt seid ihr erledigt.
Ihr hättet uns niemals herausfordern dürfen."
"Ach ja?", fragte Yomo kühl zurück. Sie waren von einem Blutbad toter
Ghoule umgeben.
"Meint ihr, ihr hättet uns geschlagen? Meint ihr, ihr hättet gewonnen?
Ihr habt nur gegen mich gewonnen... Tsss! Meine Vorgesetzten, werden mich
einen Versager nennen, so wie es aussieht..."
Er musste eine Pause machen, denn er hatte bereits sehr viel Blut verloren,
seine Kehle fühlte sich ausgedörrt an. Seine Stirn glühte, während alle
Wärme aus dem Rest seines Körpers zu entrinnen schien.
"Wirklich blöd... Warum gibst du uns nicht einfach, was wir wollen
Yoshimura? Du hättest dein albernes, kleines Cafe behalten können... Aber
jetzt wirst du alles verlieren. Ha,ha! Selbst schuld! Niemand legt sich an
mit "Q"!"
Herr Yoshimura sah teilnahmslos auf ihn herab.
"Ich glaube wir sind hier fertig, Yomo."
Er wandte sich ab.
"Hey! Was soll da-" Ein stechender Schmerz in seinem Nacken brachte ihn zum
Schweigen. Der Ghoul spuckte Blut. So wie es aussah, wollten sie ihn
wirklich umbringen. Da die Alternative gewesen wäre dass sie ihn mitnähmen
und erst einmal bearbeiteten, konnte er sich wohl glücklich schätzen. Es
lag Nichts mehr in seiner Hand. Zum ersten Mal fühlte er sich genau so
hilflos, wie sich wohl all seine vielen Opfer immer gefühlt hatten. Es war
wirklich Zeit, dass er starb.
Genau so zu fühlen, wie der Rest von dieser erbärmlichen Ghoulbande, die er
auf die Antik-Mitarbeiter angesetzt hatte... aber was war das für ein Spaß
gewesen sie platt zu machen nachdem sie voll versagt hatten! Er lachte laut
auf - und dann starb der Ghoul.
Frau Kosaka ging mit federnden Schritten die letzten Schritte zum Kranken-
zimmer - es würde das letzte mal sein, dass sie ihre Tochter hier würde
besuchen müssen. Danach ging es endlich nach Hause.
Die letzten Monate waren ihr wie Jahre erschienen. Sie waren härter gewesen,
als alles was sie zuvor erlebt hatte. Aber vor ein paar Wochen - hatte es
endlich eine Wende ins Positive gegeben.
Sie verstand immer noch nicht was es gewesen war, was ihrer Tochter wieder
den Lebenswillen zurückgegeben hatte. Es musste etwas mit ihren Tagebüchern
zu tun gehabt haben...
Yoriko schrieb gerade die letzte E-Mail. Nachdem sie sich wieder etwas
erholt hatte, musste sie einfach all ihren Klassenkameraden dafür danken,
wie sie für sie dagewesen waren. Sie würde sich auch noch persönlich bei
ihnen bedanken...
"Hoffentlich wird es nicht zu peinlich für uns.", dachte Yoriko schmunzelnd.
Ihre Erinnerungen kehrten nun immer mehr zurück. Doch sie konnte sich immer
noch nicht an alles erinnern, was vorgefallen war an diesem Tag...
Wahrscheinlich würde sie das nie können.
Aber woran sie sich erinnerte war, eine Freundin gehabt zu haben.
Eine wirklich gute Freundin. Und sie hatten bis zum Ende zusammengehalten.
Sie konnte sich erinnern, wie sie sich umarmt hatten... Touka hatte geweint.
Aber aus irgendeinem Grund, war sie nicht traurig gewesen, oder verängstigt.
Nein, sondern sehr glücklich...
"Ach Touka..., werde ich wieder einsam sein, ohne dich?" Sie lehnte sich
in die Kissen zurück und streckte sich.
Wie einsam sich Touka wohl gefüllt hatte, in ihren letzten Momenten...
Das Lächeln schwand von ihrem Gesicht.
"Hier bin ich und lebe weiter...", dachte Yoriko. "Und Touka..."
Was war mit Touka? Was war nur mit ihr geschehen? Was hatten diese... Wesen
mit ihr gemacht? Ein kalter Schauer überkam sie. Sie fühlte sich ganz
merkwürdig wenn sie an Ghoule dachte. Da war Angst, ja. Aber, noch irgend-
etwas anderes... Es wäre wahrscheinlich besser gewesen gar nicht darüber
nachzudenken..., aber das musste sie.
Seitdem sie sich erinnern konnte, waren ihre Gefühle ein einziges Chaos
gewesen. Sich daran erinnern zu können, wie es gewesen war mit ihrer
besten Freundin, hatte sie so glücklich gemacht - aber zugleich hatte sie
auch sofort begriffen, dass sie nun nicht mehr da war...
Sie hatte versucht sich selbst zu sagen, dass es ja noch eine kleine Chance
gäbe, dass sie lebte..., doch ihre Mutter, die Ärzte, die Ghoul-Ermittler,
sie alle hatten ihr versucht schonend beizubringen, dass das nicht möglich
war. Das zu akzeptieren war schwer...
Nun blieb ihr nichts anderes übrig als zu versuchen weiterzuleben... das
schuldete sie allen, die sich um sie gekümmert hatten. Und sie schuldete
es auch Touka. Denn sie fühlte tief in ihrem Inneren, das sie sie gerettet
hatte.
"Hallo Yoriko."
Sie blickte auf und lächelte breit.
"Hallo Mama! Gehen wir jetzt nach Hause?"
Zerstört... vollkommen zerstört...
So fühlte sie sich. Ihre Wunden glühten und sie drehte sich im Schlaf.
Was ist nur passiert? Sie atmete ein und aus, ein uns aus. Doch schließlich
wollte sie es wirklich wissen.
Müde schlug sie ihre Augen auf und sah ein wohlbekanntes Gesicht über sich.
"Guten Morgen Mademoiselle! Sie sehen bezaubernd aus!"
"KYYAAAAAHHH!", schrie Touka und verpasste Shu einen Schlag in den Magen,
der ihm aber nicht viel auszumachen schien.
"Kaum wach und schon wieder so stürmisch! Dabei solltest du dich doch noch
etwas ausruhen."
Sie hatte sich blitzschnell aufgerichtet und war auf die Füße gesprungen,
schwankte nun aber etwas.
"WAS ZUR HÖLLE?! WARUM BIST DU HIER?! WARUM LEBST DU?!"
"Dein Ratschlag hat mich gerettet. "Friss dich doch selbst!" Erinnerst du
dich noch?"
Touka fühlte wie ihr etwas schlecht wurde, als sie verstand.
"Du hast einiges verpasst - wir sind jetzt alle Freunde, wusstest du das?
Ich habe euch geholfen unseren geliebten Ken wieder zurückzugewinnen. Und
jetzt ist er faszinierender als je zuvor! Geradezu hinreißend!" Shus
Gesichtsausdruck war mehr als beunruhigend.
"Ken?! Er ist hier? Wie geht es ihm?!", fragte Touka aufgeregt. Sie begann
sich an ihren letzten Kampf gegen Ayato zu erinnern, daran dass auch Kaneki
gekämpft hatte.
"Nun, wie es ihm geht ist nicht so leicht zu beschreiben und-"
"-er ist nicht hier.", beendete Herr Yoshimura den Satz. Er war gerade durch
die Tür hereingekommen, da stürzte etwas hinter ihm hervor und warf sich mit
solcher Geschwindigkeit auf Touka, dass sie auf ihr Lager zurückgeworfen
wurde.
"Du bist wieder wach! Du bist wieder wach! Ich bin so froh...", heulte
Hinami und machte das Oberteil das Touka trug ganz nass. Sie strich ihr über
den Kopf und lächelte. Dann sah sie auf.
"Er ist nicht hier? Heißt dass er ist unterwegs? Wie geht es Ken?"
Herr Yoshimura senkte den Kopf etwas.
"Er hat während seiner Gefangenschaft vieles erleiden müssen. Ich fürchte er
ist nicht mehr der Ken Kaneki denn du gekannt hast, Touka."
Das war wie ein Schlag in den Magen.
"Und... warum ist er nicht hier?"
"Er hat sich entschlossen, nicht mehr ins Cafe Antik zurückzukehren."
"Was...?!"
Das war also der 20. Bezirk von Tokyo... an so richtig viel erinnern konnte
sie sich nicht mehr, musste Yoriko zugeben.
Aber nach so langer Zeit wieder frische Luft auf der Haut zu spüren und die
warme Sonne, ihre Mutter neben sich glücklich lächelnd zu sehen, all das
machte sie froh. Trotz allem was gewesen war.
Ihre Mutter redete so enthusiastisch davon was sie nun alles zusammen
schönes unternehmen würden, wie sie es noch nie zuvor erlebt hatte. Oder...
zumindest sich erinnern konnte. Aber Yoriko erinnerte sich wieder, dass sie
ihre Mutter war. Und dass war das Wichtigste.
Sie schritten weiter voran durch die belebte Stadt, vorbei an einem
kleinen Park in dem Kirchbäume standen. In einem Rucksack trug Yoriko ihre
Tagebücher mit sich...
Die Tagebücher dank denen sie sich wieder hatte erinnern können... an Touka.
Es war merkwürdig, sie meinte sich an einen Traum zu erinnern, wie sie ihre
Freundin im Krankenhaus besucht hatte, als Krankenschwester verkleidet.
Und in gewisser Weise, war sie ja auch tatsächlich bei ihr gewesen, hatte
sie durch ihre Tagebücher besucht und wieder aufgeweckt...
Auf einmal blieb Yoriko stehen.
"Ist etwas, Yoriko-chan?", fragte ihre Mutter.
"Diese Straße entlang, geht es zum Cafe Antik, nicht wahr?"
Ihre Mutter lächelte nachsichtig und zugleich etwas traurig.
"Nein Schatz, es ist diese Straße entlang. Da, bei diesem Laden links vorbei
und dann ein paar hundert Meter..."
"Darf ich dort hin? Ich würde gerne das Cafe besuchen...", sprach Yoriko
leise.
"Ich... bin nicht ganz sicher ob du allein nach Hause finden würdest, mein
Schatz...", sagte ihre Mutter. Yoriko schlug traurig die Augen nieder.
"Aber wenn du das Handy mit dabei hast, kann ja eigentlich nichts
passieren. Na gut, geh nur, ich warte zuhause auf dich."
"Danke Mama!", rief Yoriko und drückte sie fest an sich.
"Ich verstehe...", flüsterte Touka, als Herr Yoshimura ihr alles erklärt
hatte. In diesem Moment fühlte sie sich so leer... nichts außer ein Hauch
des ungeheuren Gefühls der Schuld, dass sie sicherlich bald überwältigen
würde.
Denn es war ihre Schuld gewesen, dass sie Ken erwischt hatten. Ihr Wunsch
nach Rache hatte jemand, der ihr sehr wichtig war, fast alles gekostet. Sie
hätte es wissen müssen. Irimi hatte sie gewarnt... Sie alle hatten sie ge-
warnt. Aber sie hatte nicht gehört...
Schweigend saß sie einfach weiter da, als Herr Yoshimura leise das Zimmer
verließ. Er wusste wohl, dass es im Moment nichts gab, womit er sie hätte
aufmuntern können.
"Ich hab ihm nie gesagt, dass ich ihn als Freund betrachte.", fiel Touka
ein. Im Gegenteil. Das letzte was sie ihm gesagt hatte war, dass er nach
Hause gehen sollte. Sie hatte ihn geschlagen und gedroht... sie war kein
bisschen so gewesen, wie man sich eine Freundin vorstellt. Und nun war er
fort.
"Schon wieder nicht das Richtige gesagt...", flüsterte sie. Bald würde sie
darüber weinen können. Aber besser würde dadurch nichts werden...
nie wieder.
Ärgerlich fuhr Koma immer wieder mit dem Mop über den blitzenden, nassen
Boden.
"Langsam könntest du mal damit aufhören. Du machst noch das Holz kaputt...",
meinte Irimi.
Er legte den Mop beiseite und begann stattdessen den Tresen zu putzen. Sie
versuchte es nochmal.
"Da war einfach nichts zu machen... Sie waren schon zu weit weg. Und
es wäre Wahnsinn gewesen im Alleingang einen Phönixbaum-Stützpunkt
anzugreifen."
"Der Teufelsaffe hätte es geschafft. Wenn er rechtzeitig da gewesen wäre.",
meinte Koma kopfschüttelnd. "Aber sie waren schon weitergezogen und ich
wusste nicht wohin... Du hättest sie vielleicht gefunden, aber wenn du nicht
bei Touka geblieben wärst..."
"Sag ich doch. Manche Dinge sind nicht zu ändern.", sagte sie nüchtern und
nahm noch einen Schluck Cafe aus ihrer Tasse. "Oh, sieht aus wie als hätten
wir Besuch." An der Eingangstür war ein Mädchen aufgetaucht.
"Wir können noch nicht aufmachen! Es ist noch nicht sauber genug!", meinte
Koma. "Wer ist es denn?"
"Ein junges Mädchen."
"Und? Ist sie hübsch?"
"Zu jung für dich. Aber Moment mal..."
Das Mädchen hatte mehrfach versucht an der Tür zu ziehen und klopfte nun
vorsichtig dagegen.
"Geh mal hoch und sag das Touka nicht nach unten kommen darf."
"Darf sie doch sowieso nicht.", meinte Koma verwirrt.
"Ich glaube dass ist ihre Freundin, die im Krankenhaus lag."
Er ging nach oben und Irimi zum Eingang um die Tür für Yoriko aufzumachen.
"Ha-Hallo. Entschuldigen sie bitte. Ich weiß, sie haben noch geschlossen.
Ich bin-"
"Yoriko Kosaka, nicht wahr?", unterbrach Irimi sie freundlich lächelnd.
"Toukas beste Freundin. Sie hat immer sehr gerne von dir erzählt."
Irimi ließ Yoriko eintreten. Yoriko sah sich um. Sie war lange Zeit nicht
mehr hier gewesen... aber das war einer der Orte, an die sie sich noch
erinnern konnte. Das Cafe sah immer noch genau so hell und einladend aus,
es lag immer noch dieser Geruch nach Holz und Cafe in der Luft. Viele
schöne Erinnerungen... Sie musste sich anstrengen dass sie nicht zu weinen
anfing...
"Touka hat... auch immer gerne erzählt, wie sehr sie es mag... hier zu
arbeiten...", sagte sie mit stockender Stimme.
"Das hat man gemerkt. Sie hat sich viel Mühe gegeben bei der Arbeit, war zu
allen freundlich - hat sogar diesen angenervten Gesichtsausdruck abgelegt,
den sie sonst oft drauf hatte.", sprach Irimi schmunzelnd.
Yoriko setzte sich kurz hin.
"Es tut mir leid... es tut mir leid, dass sie jetzt nicht mehr kommen kann
wegen, wegen-"
"Es ist nicht deine Schuld.", sagte Irimi. "Bestimmt war Touka froh... dass
du weiterleben würdest."
Wieder hätte Yoriko fast geweint. Dann nickte sie leicht.
"Danke." Sie versuchte ein tapferes Lächeln für Irimi.
Dann stand sie auf.
"Möchtest du nicht noch etwas bleiben?"
"Ich würde gerne bleiben... aber meine Mama erwartet mich zuhause...
Es war schön hier zu sein... um sich an sie zu erinnern...
Darf ich das Cafe vielleicht bald wieder besuchen?"
"Natürlich. Und dann können wir uns zusammen an Touka erinnern.", antwortete
Irimi.
Yoriko verbeugte sich und ging hinaus.
Schmerzliche Glücksgefühle durchfluteten Touka. Sie war nicht herunter-
gegangen, das ging einfach nicht, aber vom Treppenabsatz aus, hatte sie
alles gehört, was unten gesagt worden war. Noch einmal Yorikos Stimme zu
hören, die über sie als ihre Freundin sprach, war der wohl schönste Klang
gewesen, den Touka je gehört hatte.
Koma hatte bereitgestanden um sie zurückzuhalten wenn nötig - denn der
Mensch, die Schülerin Touka Kirishima war tot. Und sie konnte auch nicht
mehr wieder lebendig werden.
Sie ging die Treppe hinab und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht, so
dass sie sie nicht sehen würden.
Yoriko erinnerte sich also nicht mehr daran, dass alles ihre, Toukas Schuld
gewesen war... dass sie ein Ghoul war, eines dieser Monster die Yoriko
fast umgebracht hätten... es war besser so. Alles war nun unendlich viel
besser, als sie es sich hätte vorstellen können.
Denn Yoriko würde weiterleben und glücklich werden. Sie würde ohne sie
glücklich werden... den Schulabschluss machen, neue Freunde finden, Liebe...
Sie freute sich so sehr für sie. Und weinte.
Irimi nahm sie in den Arm und tröstete sie. Auch Hinami kam hinzu und hielt
ihre Hand. Shu wollte auch dazukommen und sie trösten, aber Koma und Nishiki
schickten ihn in ein anderes Zimmer.
Sie stand einfach da und hörte nicht auf zu weinen.
Da hörten sie auf einmal wie eine Tür aufging. Irimi löste ihre Umarmung.
"Ah, hab vergessen wieder abzusperr-"
"Entschuldigung, ich glaub ich finde nicht allein nach Haus. Wissen sie in
welche Richtung es zu-"
Sie sahen sich wortlos an.
"Touka..."
"..."
"TOUKA!"
Yoriko lief auf sie zu und warf sich um sie.
"Yoriko..." Touka drückte sie fest an sich. "Es tut mir leid..."
"Es war alles meine Schuld... Ich bin eine Ghoula."
"Du bist meine Freundin.", antwortete Yoriko.
