9. Es tut mir leid, Ray
Zusätzliche Pairings: Nora/Ray, Erw. von Eobard/Ray und Ray/Felicity/Oliver
Zusätzliche Warnings: Spoiler für 3.13 und die 4. Staffel von „The Flash", missbräuchliche Beziehungen werden erwähnt, angedeutet, und beschrieben
Ray war natürlich klar, dass alles allein seine Schuld war. Es war seine Obsession gewesen Noras Leben zu retten. Er war derjenige, der sie mit seiner Anti-Magie-Waffe beschossen hatte, aber er war auch derjenige, der sich deswegen, kaum, dass es geschehen war, schuldig gefühlt hatte. Es war wie er zu Mick gesagt hatte: Er hatte Nora als Kind gekannt. Und vielleicht, vielleicht wäre sie ihm dankbar, wenn er sie heilen würde. Vielleicht würde die Tatsache, dass jemand zum ersten Mal in ihrem Leben wieder einfach nur etwas Nettes für sie tat, sie zum Umdenken bringen. Vielleicht. Aber selbst wenn nicht, Ray konnte einfach nicht mit dem Gedanken leben sie getötet zu haben.
Also musste er zurück. Was er nicht musste, aber trotzdem tat, war sich heimlich davon zu schleichen. Er wusste, wie Mick die ganze Sache sah. Er hatte die stumme Verurteilung in den Augen seines Alphas gesehen, als dieser herausgefunden hatte, woran er gerade arbeitete. Mick hatte nichts gesagt, aber Ray wusste, wie er darüber dachte. Und das vermutlich nicht als Einziger. Nate und Leo hätte es vermutlich verstanden, die anderen jedoch…
Also schlich Ray sich heimlich in der Nacht aus dem Bett und ließ den schlafenden Mick eine kurze Nachricht zurück. Dann borgte er sich das Jump Ship aus und kehrte zu dem Moment zurück, als er und die anderen die sterbende Nora in Damien Darhks Armen zurückgelassen hatten.
Er heilte sie, und als sie daraufhin seinen Namen aussprach, dachte er für einen Moment wirklich, dass sie ihm dankbar war. Doch stattdessen packte sie ihm am Hals und begann das Leben aus ihm herauszusaugen. Ray konnte noch hören, dass Damien ihr befahl aufzuhören, bevor er das Bewusstsein verlor.
Sein erster Gedanke beim Aufwachen war, dass Mick und Sara sehr wütend auf ihn sein würden, und das zu Recht. Er hatte sich überaus dumm verhalten, aber die Sache war die: Er bereute seine Tat nicht. Nicht wirklich. Nora zu retten war etwas gewesen, das er einfach hatte tun müssen. Auch wenn es dazu geführt hatte, dass er sich deswegen nun wieder in der Gewalt von Damien Darhk befand.
Es war nicht seine erste Gefangenschaft bei Darhk. Zumindest hatte er diesmal die richtige Größe. Zumindest wusste er, dass er diesmal nicht im Stich gelassen werden würde und sein Rudel kommen würde um ihn zu retten. (Allerdings war er beim letzten Mal auch davon ausgegangen, dass Felicity und Oliver kommen würden um ihn zu retten, und hatte erst damit begonnen die Hoffnung zu verlieren, als er immer mehr Tage verrannen).
Die Darhks folterten ihn ein wenig und zwangen ihn eine Nachricht an das Time Bureau zu schicken mit einem falschen Hinweis darin. Und danach folterten sie ihn noch ein wenig mehr. Ray fand das alles unnötig, er hatte sich doch schon dazu bereit erklärt das Feuertotem zu reparieren, nur, dass das nicht möglich war. Nicht ohne Kalte Fusion. Und die existierte (noch) nicht, also….
Nun, es stellte sich heraus, dass Damien in seiner von Morden erfüllten Vergangenheit auch einmal einen Wissenschaftler ermordet hatte, der die Kalte Fusion tatsächlich erfunden hatte. (Was Ray eigentlich nicht verwundern sollte. Wer konnte schon sagen, wie viele großartige Entdeckungen der Menschheit auf Grund von Damien Darhk und Leuten seines Schlages vorenthalten worden waren?). Um ein Zeitparadoxon zu vermeiden, zog Nora los um den Wissenschaftler zu retten, und sie nahm Ray mit auf diese Mission. Was Damien gar nicht glücklich zu machen schien, was vielleicht der Hauptgrund dafür war, warum sie Ray überhaupt mitschleppte.
Natürlich dachte Ray daran einen Fluchtversuch zu unternehmen, aber Nora war auch ohne Meisterschaft über Amayas Totem ein furchteinflößender Alpha mit direkter psychischer Leitung zu einem Dämon. Also nein, es wäre nicht so leicht sich von ihr abzusetzen.
Ray konnte nicht abstreiten, dass sie ihm ein wenig Angst machte. Und er verstand sie nicht. Er wusste nicht, was sie eigentlich von ihm wollte. Die Hälfte der Zeit über rollte sie die Augen über ihn, ließ sarkastische Kommentare fallen, und schlug ihn, dann aber wieder schien sie verletzlichere und offenere Momente zu haben.
Die Tatsache, dass ihr Vater sie an Mallus übergeben hatte, verletzte sie zu tiefst. Sie war sich darüber im Klaren, dass sie ein normales glücklicheres Leben hätte haben können. Und ein Teil von ihr schien so ein Leben zu wollen, mit allem, was dazu gehörte. Inklusive Omega.
Und ihr auserwählter Omega schien Ray zu sein. Irgendwie zumindest. Ray war ja den Umgang mit komplizierten Omegas, die nicht wussten, was sie eigentlich wollten, ihn aber zu wollen schienen und darüber nicht glücklich waren, gewöhnt. Aber Nora Darhk war eine ganze neue Kategorie von kompliziertem Alpha.
Alles in allem genommen war sie eine angenehmere Verehrerin als Eobard Thawne, und die Tatsache, dass sie in dem Moment Macht über das Totem erlangte, als sie sein Leben retten wollte, hatte sicher etwas zu bedeuten, aber natürlich war es so, dass er schon einen Alpha hatte, und selbst, wenn es nicht so gewesen wäre, Nora stand auf der anderen Seite, also hatten sie keine Zukunft zusammen.
Während ein Damien versuchte den anderen Damien umzubringen, der wiederum sein Ziel umbringen wollte und Nora und Ray gleich dazu, begann sich Ray also zunehmend zu fragen, wie diese ganze Geschichte hier für ihn enden würde, und er hatte das sichere Gefühl, dass sie nicht gut für ihn ausgehen würde.
Damit hatte er recht. In der Puppe des verstorbenen Wissenschaftlers war die Formel für Kalte Fusion versteckt, und das war Nora überaus klar. Und wenn sie erst einmal die Formel hätte, dann bräuchte sie Ray nicht mehr. „Gib mir die Puppe, Ray!", forderte sie, und Ray wusste, dass sie es ihm übel nehmen würde, wenn er ihr nicht gehorchte. Er konnte spüren, dass sie gezielt Pheromone absonderte um ihn dazu zu bringen zu gehorchen.
„Nora, bitte"!", flehte Ray, „Das alles ist falsch, und das weißt du auch."
„Gib mir die Puppe!", zischte der Alpha.
Ray konnte ihre Wut spüren, und diese war es viel mehr als irgendetwas anderes, die ihn dazu veranlasste ihr die Puppe zu übergeben. Zufrieden schraubte sie dieser den Kopf ab und holte die Formel aus dem Torso. „Sieh an. Du warst ein ungezogener Omega, Ray", meinte sie, „Und dabei dachte ich, wir beide würden uns verstehen. Aber es mangelt dir an Disziplin. Das werden wir ändern müssen…"
Ray schauderte, als er diese Worte hörte. Vor allem deswegen, weil sie Erinnerungen an Eobard weckten. „Nora", keuchte er, „Du und ich. … Das kann nichts werden. Und das weißt du auch."
Nora runzelte die Stirn. „Was redest du denn da?!", wollte sie ungehalten wissen.
Ray zog den Ärmel von seinem rechten Handgelenk zurück und zeigte ihr das Omega-Band. „Ich habe schon einen Alpha, Nora. Und ich will auch keinen anderen haben, verstehst du? Ich … hab dich gern, aber … da ist ein Dämon in dir, und außerdem hast du mich gefoltert und schlägst mich, wenn auch nicht fest, aber der Punkt ist: Ich hab Besseres verdient", erklärte Ray mit zusammengebissenen Zähnen, „Vielleicht bist das alles nicht du, vielleicht ist es der Dämon in dir, und vielleicht wärst du ein guter Alpha, aber ich kann nicht an deiner Seite sein."
Nora musterte ihn nun sichtlich wütend. „Na gut, du hast es so gewollt!", verkündete sie, „Wenn ich dich nicht haben kann, soll dich keiner haben!"
„Bist du sicher, Nora-Schätzchen, ich meine, es gibt immer noch Gehirnwäsche und Omega-Umerziehungscamps in manchen Zeiten und Teilen der Welt. Wenn du ihn wirklich willst, bin ich davon überzeugt, dass wir eine Lösung finden können", schaltete sich Damien ein (der gegenwärtige Damien, nicht der vergangene mit der verunglückten Frisur), der den bisherigem Gespräch zu Rays Unbehagen stumm gelauscht hatte.
Offenbar hatten er und Nora ihre Probleme bereinigt. Ray war der Meinung, dass er ein wenig zu dieser Versöhnung beigetragen hatte, aber er konnte sich darüber nicht freuen, da sie gerade darüber diskutierten, ob sie ihn töten oder nur versklaven sollten.
„Nein, ich will nur jemanden, der mich auch will. Freiwillig", meinte Nora bestimmt. Für einen Moment sah sie fast traurig aus, als sie meinte: „Es tut mir leid, Ray." Dann machte sie einen Schritt auf ihn zu und dann … fand sich Ray plötzlich woanders wieder.
„Wally?", wunderte er sich. Was machte Wally West in der Vergangenheit?
„Ich bin hier um dich zu retten", erklärte Wally.
„Bist du nicht etwas klein für die Sturmtruppen?", gab Ray nur verwirrt zurück und wurde dann auch schon wieder geschnappt und auf der Waverider abgestellt.
„Rip! Du bist wieder da! Es freut mich dich zu sehen!", verkündete Ray dann erstaunt und blieb aber zögernd stehen, als er Ava neben Sara stehend erkannte, „Wir freuen uns doch Rip zu sehen, oder?"
Ava nickte nur, woraufhin Ray den anderen Omega schnell umarmte. „Geht es dir gut?"
„Geht es dir gut?!"
Diese Frage stammte nicht von Rip, sondern von Mick, der die beiden Omegas auseinanderschob und damit begann Rays Hals abzuschnüffeln. Er knurrte, da ihm offensichtlich gar nicht gefiel, was er roch. „Diese Hexe!", meinte er.
„Mit mir ist alles in Ordnung, Mick. Es ist vorbei. Es ist nur schade, dass die Darhks das Feuertotem und die Formel für Kalte Fusion in ihrer Gewalt haben, damit können sie es reparieren", meinte Ray abwehrend.
„Du meinst diesen kleinen Stein hier, den ich als Souvenir aus Damien Darhks Tasche geklaut habe?", wollte Wally wissen und hielt das kaputte Feuertotem hoch und zeigte dann das eingerollte Papier in seiner anderen Hand, „Und diese Pläne hier, konnte ich ihnen doch auch nicht lassen, oder?"
„Oh", meinte Ray, „Na dann hatte das Ganze ja doch sein Gutes. Hey, Mick, was…"
Mick hatte ihn hochgehoben und über seine Schulter geworfen. „Wir müssen reden", meinte er unheilverkündend und stampfte dann auch schon von der Brücke. Alle anderen sahen ihnen nur kommentarlos hinterher.
„Hör mal, Mick, ich weiß, dass du sauer bist, aber ich kann dir versichern, dass ich Nora deutlich klar gemacht habe, dass ich schon einen Alpha habe, mit dem ich sehr glücklich bin. Sie wollte mich danach sogar töten, also hast du wirklich keinen Grund zur Eifersucht", erklärte Ray, nachdem Mick ihn in seinen Quartier wieder auf seine Beine gestellt hatte.
Mick schnaubte nur. Er war wütend, und besorgt, und musste sehr an sich halten um Ray nicht auf der Stelle auf Bett zu werfen, zu entkleiden, und zu besteigen. Alles in ihm drängte ihn dazu sein Revier zu markieren, aber das wäre falsch. Das wusste er. Mick Rory konnte man viele Dinge vorwerfen, doch er bemühte sich immer Omegas anständig zu behandeln. Egal unter welchen Umständen.
„Natürlich habe ich Grund zur Eifersucht", brummte Mick, „Sie hatte dich in ihrer Gewalt, und sie wollte dich! Alle wollen dich. Immer."
„Das entspricht nicht ganz meiner Erfahrung", warf Ray ein.
„Das ist ja das Problem", murmelte Mick. Es brachte nichts dieses spezielle Thema weiter zu vertiefen. Schmalzlocke war sich noch nie der Wirkung, die er auf andere hatte, bewusst gewesen. Und das würde sich wohl so schnell auch nicht ändern.
Auf jeden Fall war das nicht das größte Problem hier. „Du hast dich heimlich davon gestohlen. Alleine! Hättest du nicht wenigstens den Schönling mitnehmen können, damit er dir den Rücken freihält?!", wollte Mick vorwurfsvoll wissen.
„Ich weiß, wie dumm das war. Das musst du mir nicht extra sagen. Ich wollte eben nur, für den Fall, das was schief geht, nicht mehr Leute als unbedingt notwendig in Gefahr bringen", behauptete Ray.
„Unsinn", schnaubte Mick kategorisch, „Du hast was gemacht, von dem du wusstest, dass es falsch ist, weil wir alle dagegen sind, und du hast es trotzdem gemacht!"
Ray schien ein wenig kleiner zu machen. „Glaub mir, ich weiß, was für ein großer Fehler das war", sagte er, „Ich konnte nur nicht anders. Trotz allem, was deswegen passiert ist, ich würde es wieder tun. Wenn du deswegen Schluss machen willst, versteh ich das, aber…"
Mick baute sich vor ihm an und sah ihn direkt in die Augen. „Ich will, dass du mir schwörst, dass du nie mehr so eine Dummheit ohne mich machst, klar?! Selbst, wenn ich dagegen bin, komme ich trotzdem mit, wenn du es unbedingt willst, weil man das nun mal so macht. Partner geben aufeinander acht, sie halten sich gegenseitig den Rücken frei. Ich kann dir nur dann den Rücken freihalten, wenn ich weiß, was du vorhast. Schließ mich nicht aus!", forderte er.
Ray sah ihn mit großen Augen an. „Okay", meinte er dann. Sein Blick wurde weicher. „Ich wollte nicht, dass du dich sorgst, Mick", fügte er hinzu, „Es tut mir leid."
Mick umarmte den Omega einfach nur und drückte ihn an sich. „Tu so was nie wieder! Ich dachte, ich verliere den letzten Rest von meinem Verstand!", murmelte er. Das Einzige, was er hatte tun können, seit ihm klar geworden war, dass Ray entführt worden war, war zu trinken. Er hatte sich wieder in den Alkohol geflüchtet, und Leos verurteilende Blicke gesehen. Aber was hätte er sonst tun sollen?
Er sog gierig Rays Geruch ein. „Du bist mein Omega", murmelte er, „Ich weiß, du denkst, ich hätte dich damals auf Maal-Irgendwas nur gebissen um dich zu retten, aber … du bist mein Omega."
„Ich weiß", erklärte Ray sanft, „Ich trage das Armband. Ich weiß das. Ich hab es einige Zeit nicht verstanden, und das tut mir leid, aber jetzt versteh ich es. Ich bin dein Omega, und du bist mein Alpha. Ich weiß nur manchmal nicht, was das eigentlich heißt."
Mick küsste Rays Hals an der Stelle, wo er ihn einst gebissen hatte. „Heißt, dass ich dich liebe", murmelte er.
„Das weiß ich. Ich will nur nicht … Ich will nicht, dass du denkst, du musst manche Dinge tun, nur weil ich sie will, verstehst du? Ich wollte immer … Ich wollte immer Gleichberechtigung. Du wolltest Nora nicht retten, also wollte ich dich nicht dazu zwingen mir zu helfen", erklärte Ray.
Mick spürte wie seine Zuneigung zu diesem Mann in seinen Herzen aufflackerte. Und das obwohl die andere Art der Zuneigung sich zunehmend ungeduldig zu Wort meldete. Mein Omega. „Keiner kann mich zu irgendwas zwingen", erklärte er, „Ich treffe meine Entscheidungen selbst. Genau wie du. Und ich hab mich dazu entschieden auf deinen dummen Arsch aufzupassen. Immer."
Ray seufzte in seine Schulter und meinte dann: „Mick?"
„Mhm?"
„Du willst gerade sehr dringend mit mir schlafen, oder?"
„Du hast keine Ahnung wie dringend", erwiderte Mick wahrheitsgetreu.
„Nun, dann schlage ich vor, du tust das auch." Mick seufzte erleichtert auf und bewegte sie beide in Richtung Bett. Für Heute hatten sie eindeutig genug über Gefühle geredet. Zeit sie stattdessen zu zeigen.
„Ich weiß, ich habe versprochen dem Time Brueau auszuhelfen, und ich nehme an, Sara wollte mir gerade vorschlagen hier an Bord zu bleiben, aber als ich euch alle heute so beobachtet habe, da ist mir klar geworden, dass ihr eine große Familie seid und einander braucht. Und das hat ich an meine eigene Familie erinnert, und daran, dass sie mich braucht", erklärte Wally West, „Gideon hat mich darüber informiert, dass Barrys Prozess in meiner Abwesenheit schlecht ausgegangen ist, und … ich denke, ich sollte in Zeiten wie diesen bei meiner Familie sein."
„Das verstehen wir", meinte Sara.
Rip nickte ebenfalls.
„Ich helfe den Legends und dem Bureau natürlich in Zukunft immer gerne aus, aber Team Flash braucht mich, jetzt wohl mehr als jemals zuvor", fuhr Wally fort.
„Ich werde dafür sorgen, dass Sie nach Hause gebracht werden, Mister West", meinte Ava Sharpe, „Das Bureau ist Ihnen dankbar für Ihre Hilfe. Als neue Direktorin werde ich natürlich dafür sorgen, dass die Energien des Bureaus darauf fokussiert werden Mallus zu bekämpfen anstatt nur ständig Anachronismen-Feuer zu löschen. … Agent Hunter, Sie werden hiermit begnadigt und auf Probe wieder eingestellt. Es gibt einiges zu besprechen, also…" Sie deutete Rip Hunter mit ihr zu kommen. Dieser nickte. „Ich verstehe", meinte er und wandte sich dann an die anderen.
„Ich muss wieder zurück an die Arbeit, wie es scheint. Es warten noch einige lose Enden auf mich", erklärte er Sara, Amaya, und Nate, die alle verständnisvoll nickten.
„Falls die noch mal versuchen dich einzusperren, dann sende uns ein Notsignal, und wir sind sofort da", meinte Nate.
„Ich hoffe soweit kommt es nicht", meinte der Brite und sein Blick irrte kurz zu Leo, bevor er sagte: „Zumindest nicht bevor ich ein paar Dinge erledigt habe."
Es gab noch einmal ein Rundumverabschieden, und dann waren Ava, Rip, und Wally auch schon wieder vom Schiff verschwunden.
„Nun, er hat ja ganz gut auf dich und Ava reagiert", befand Leo.
„Da bin ich mir nicht so sicher", gab Sara zurück, „Er sollte hier bei uns sein und nicht dort mit ihnen. Ja, Ava wird ihn nicht wieder einsperren, aber nachdem, was mit Direkor Bennett und seinen Leuten passiert ist … Grodd ist da draußen, und vermutlich arbeitet er für die Darhks, genau wie Kuasa. Und sie haben gelernt Amayas Totem zu benutzen."
„Dafür haben wir ihnen das Feuertotem abgenommen. Und Ray wird es sicher schaffen es zu reparieren", meldete sich Zari an dieser Stelle zu Wort, „Wir dürfen nicht auf die positiven Seiten der ganzen Sache vergessen."
„Wenn das nur so einfach wäre", murmelte Sara, „Ich hatte gehofft Wally anwerben zu können. Wir könnten einen Speedster gut gebrauchen, aber so…Jax und Martin sind nicht mehr hier, und Rip auch nicht wirklich. Mir gefällt das nicht."
„Es gefällt uns allen nicht", erinnerte sie Zari, „Aber wir stehen es durch."
„Nun, wenn Zee das sagt, dann stimmt es hoffentlich", befand Sara, „Nun gut, wir waren alle lange auf den Beinen, geht eine Runde schlafen, wir haben es uns verdient." Mit einer lässigen Handbewegung entließ sie die andere von der Brücke.
Amaya und Nate gingen los in ihr Quartier, und Zari und Leo gingen in Richtung Küche.
„Bilde ich mir das nur ein, oder hat Rip dich seltsam angesehen?", wunderte sich Zari.
Leo zuckte die Schultern. „Kann ich nicht sagen, ich kenne den Mann kaum", erwiderte er.
„Du siehst übrigens nicht gut aus", fuhr Zari mit leichter Sorge fort, „Wirst du krank?"
„Ich schlafe in letzter Zeit nur nicht gut", erklärte Leo, „Deswegen hole ich mir jetzt ein Glas warme Milch, vielleicht hilft das. Bis später dann." Er bog in die Küche ab, und Zari sah ihm stirnrunzelnd hinterher.
Das gefällt jetzt wiederum mir gar nicht. Irgendetwas geht da vor sich. Wenn ich nur wüsste, was es ist. Hat es mit den Erde-1-Leonard Snart zu tun? Aber wie, und worum geht es? Zari hatte keine Ahnung. Es war nicht leicht der Beta zu sein, soviel war sicher. Sich ständig um alle Sorgen zu müssen. Wie hatte Jax das nur ausgehalten?
Ich wünschte, er wäre jetzt hier. Er wüsste vermutlich, was zu tun ist. Ich hingegen, ich kann nur abwarten, was als nächstes passiert und Feuerwehr spielen, wenn es nötig wird. Hoffentlich würde es nicht so bald nötig werden.
A/N: Sorry, ich wurde von Atomwave abgelenkt, aber nächstes Mal kommt endlich mehr zum Leonard Snart-Geheimnis.
Dieses Kapitel war auch eine Art Fix-It für „No Country for Old Dads", insofern, dass ich kein großer Fan einer potentiellen Nora/Ray-Romanze bin, die meiner Meinung nach sowieso nur geteast wurde, weil Country Brendans Frau ist. Auf jeden Fall hat Nora Ray gefoltert, versucht ihn zu töten etc., und über das alles hinwegzusehen fände ich nun mal falsch, sorry.
Das andere Fix-It betrifft Wally. Ich habe prinzipiell nichts gegen ihn in „Legends", ich habe aber sehr wohl ein Problem damit, dass es ihn nicht zu scheren scheint, dass Barry wegen Mordes im Gefängnis sitzt (Das war auch mein Problem mit Thea in der fünften Staffel von „Arrow" – es gibt immer wieder Situationen in denen diese Charaktere meiner Meinung nach nichts davon abhalten würde/sollte in nächste Flugzeug zu springen oder über das nächste Meer zu laufen um ihrer Familie beizustehen, wo ihre Abwesenheit aber in den Folgen selbst nicht zufriedenstellend erklärt wird. Hinter den Kulissen kennen wir die Gründe, aber vor denen hätten wir gerne Gründe). Auf jeden Fall hält er es bei mir deswegen für wichtiger seiner Familie beizustehen als den Legends und Rip auszuhelfen.
Reviews?
