10. Ich möchte Ray bitten mich zu heiraten
Warnings: Spoiler bis ca. 3.16, Damien ist Damien, Kuasa ist Kuasa
Zusätzliche Pairings: Damien/Ruvé, Erw. von Olicity und Lauriver
Je mehr Leo versuchte nicht an die Träume zu denken, wenn er wach war, desto schlimmer wurden sie. Das war vermutlich normal, immerhin hieß es doch, dass der Geist im Schlaf das aufarbeitete, was man verdrängte. Die Frage für Leo war nur, was er ursprünglich verdrängt hatte, das dazu geführt hatte, dass die Träume begannen. Eine Antwort auf diese Frage hatte er nicht auf Lager.
Auf jeden Fall fiel die Tatsache, dass er nicht gut schlief inzwischen auch schon den anderen auf. Was ein schlechtes Zeichen war. Es muss doch einen Weg geben mein Problem zu lösen. Vielleicht sollte er Gideon zu Rate ziehen.
„Es ist nur ein Level 5-Anachronismus, aber wir sollten ihn uns trotzdem ansehen", meinte Sara gerade. Leo wurde klar, dass er nicht aufgepasst hatte. Was immer der Alpha bis jetzt erklärt hatte, er hatte nichts davon mitbekommen. „Immerhin haben die Darhks die Angewohnheiten kleinere oder mittelschwere Anachronismen zu verschlimmern", fuhr Sara fort, „Also müssen wir wachsam bleiben. Ray sollte an Bord bleiben, er muss sich noch von allem, was ihm zugestoßen ist, erholen. Zari kann hier bleiben und ihm Gesellschaft leisten. Wir anderen sehen uns das näher an. Einwände?"
Sie sah einen nach dem anderen fragend an. Amaya und Nate hatten offenbar nicht vor Einwände zu erheben, und Mick protestierte zur allgemeinen Überraschung nicht dagegen von seinem Ray getrennt zu werden. Also würde es blöd aussehen, wenn Leo als Einziger Einwände erhob. „Gut, dann zieht euch um und macht euch bereit", schloss Sara, und Leo sah sich hilfesuchend um.
„1862, eine überraschend aufgetauchte Eishöhle in Kalifornien", erklärte Mick, „Du siehst so aus, wie ich, wenn ich nicht zugehört habe."
„Ich war mit den Gedanken woanders", erklärte Leo, „Ich trage mich mit der Idee die Waverider zu verlassen und nach Hause zurückzukehren."
„So?" Mick stellte einen auffällig neutralen Gesichtsausdruck zur Schau, den Mickey auch immer dann aufgesetzt hatte, wenn ihn etwas störte, er das aber nicht zugeben wollte.
„Ja, ich möchte Ray bitten mich zu heiraten", enthüllte Leo.
Mick runzelte die Stirn und fragte in einem gefährlichen Tonfall nach: „Ray?"
„Meinen Ray, nicht deinen Ray", versicherte ihm Leo schnell.
„Ach so." Mick schien wieder beruhigt zu sein.
„Du solltest das vielleicht auch in Erwägung ziehen. Heiraten, meine ich", meinte Leo dann, „Es ist offensichtlich, was ihr einander bedeutet. Warum es nicht offiziell machen?"
Mick warf ihm einen scharfen Blick zu. „Wozu? Wir wissen, was wir für einander sind. Er riecht nach mir, trägt mein Band … Ich brauche kein Blatt Papier um zu wissen, dass er zu mir gehört", erwiderte er abfällig.
„Nun, dir bedeutet eine Heirat vielleicht nichts, aber bei Ray sieht der Fall vermutlich anders aus", wandte Leo ein, woraufhin Micks Blick düster wurde. Vielleicht sollte sich Leo da lieber nicht einmischen. Vermutlich sollte er es nicht, aber…
„Moment, sagtest du eine Eishöhle?", vergewisserte er sich dann verwirrt, als Micks Missionsbeschreibung bis zu seinem Gehirn durchsickerte.
„Ja, hab ich. Ein eindeutiger Snart-Fall, nicht wahr?", erwiderte Mick daraufhin nur und ersparte es sich dank Leos eigener Frage genauer auf das Thema Ehe einzugehen. Nun, sie konnten das Thema ja immer noch weiter diskutieren, sobald die Mission vorbei war. Die Mission mit der Eishöhle. Wie merkwürdig, fand Leo, Mick hat recht, es klingt wirklich nach einem eindeutigen Snart-Fall.
Was ihm natürlich eine Warnung hätte sein sollen. Aber, wie hieß es so schön, nachher war man immer klüger.
Eigentlich lief die Mission ab wie jeder andere. Sie waren in passenden Outfits unterwegs um erst einmal Informationen zu sammeln. Nate ging mit Sara, und Amaya mit Leo und Mick. Nachdem sie erst einmal genug Informationen gesammelt hatten (offenbar verschwanden immer wieder Menschen in besagter Eishöhle) gingen sie los um sich die Höhle selbst anzuschauen. Zu fünft. Eigentlich hätte also nichts schief gehen sollen, aber Amaya begann sich langsam zu fragen, ob sie nicht nur ihr Totem verloren hatte, sondern auch ihr Glück. In letzter Zeit schien einfach alles schief zu gehen.
Es begann damit, dass Sara meinte: „Seht ihr das auch?" und in eine dunkle Ecke der Höhle deutete. Amaya sah in die entsprechende Richtung und erkannte Nichts. Nur gähnende Leere.
„Was meinst du?", wollte Nathaniel wissen.
„Nun dieses … flackernde Ding dort drüben. Könnt ihr das etwa nicht sehen?", wunderte sich Sara.
„Vielleicht ist es eine Art magisches Nordlicht, das nur du wegen deiner Verbindung zu Mallus sehen kannst", schlug Nathaniel versucht hilfreich vor.
„Ich habe auch was gesehen. Denke ich", wandte Leo ein.
Sara stapfte auf das Nichts zu und hörte nicht auf Amayas Warnung, das lieber zu lassen, und dann war sie plötzlich verschwunden. „Verdammt", fluchte Mick, „Ihr nach."
„Ich denke, das ist keine so gute…", setzte Amaya an, doch Mick war schon voran Sara hinterher gestürmt. Und ebenfalls verschwunden. „Na toll", murmelte der letzte verbleibende Alpha, während Nate ihr einen vielsagenden Blick zuwarf und nur die Schultern zuckte. Gemeinsam mit Leo näherten sie sich vorsichtig der Stelle.
„Kannst du wirklich irgendetwas sehen?", wollte Amaya von Leo wissen.
„Ich bin nicht sicher. Ich meine, ab und zu scheint hier etwas aufzublitzen", erklärte Leo, „Und zwar genau …. Hier." Er deute auf die entsprechende Stelle, schien aber zumindest vorsichtig genug zu sein um sie nicht zu berühren.
„Nun gut, ich gehe den anderen hinterher. Wenn ich in fünf Minuten nicht zurück bin, kehrt ihr zur Waverider zurück und kontaktiert das Time Bureau", befahl Amaya, „Folgt mir auf keinen Fall." Nate und Leo wechselten einen eindeutig unzufriedenen Blick, nickten dann aber zustimmend.
Amaya atmete tief durch und trat in die Leere. Und rannte direkt in die Wand dahinter. „Was zum…", wunderte sie sich.
„Ist der Übergang verschwunden?", spekulierte Nathaniel.
Heißt das wir haben Sara und Mick verloren?! Amaya tastete durch die Luft, doch da war nichts. War mein Totem wirklich meine einzige Verbindung zur Geisterwelt? Bin ich ohne es kein spiritueller Mensch mehr? Ein frustrierender Gedanke. Oder hatte ihr Omega recht und es steckte etwas anderes dahinter?
„Nein, ich kann es immer noch sehen", verkündete Leo und trat auf Amaya zu und war dann mit einem Mal ebenfalls verschwunden.
„Leo!", rief Nate aus und wollte dem Beta-Omega folgen, doch Amaya befahl ihm scharf stehen zu bleiben. „Ich will nicht, dass du auch noch verloren gehst!", mahnte sie ihren Omega, „Vielleicht lässt es nur mich nicht durch…"
„Richtig geraten, Nanaba", meinte eine bekannte Stimme und eine scheinbar geschmolzene Pfütze am Boden nahm menschliche Form an und wurde zu Kuasa, „Dieser Weg ist nicht für dich bestimmt. Du bist zu wichtig, als dass ich zulassen würde, dass dir etwas zustößt."
Amaya funkelte ihre Enkelin an. „Was befindet sich hinter dem Portal?!", wollte sie wissen.
„Das wäre zu kompliziert um es zu erklären", gab Kuasa zurück, „Aber wie gesagt, dich betrifft es nicht. Von dir haben die Darhks bekommen, was sie wollten. Und vergiss nicht, dass du mir versprochen hast unser Schicksal zu ändern. Ich brauche dich unversehrt. Was allerdings deinen Omega angeht …." Sie sah Nathaniel mit einem eindeutig mörderischen Blick an. „Der wird nicht mehr benötigt", schloss sie und trat einen Schritt auf den Omega zu. Dieser wurde vorsichtshalber zu Stahl und meinte herausfordernd: „Versuchs doch!"
„Kuasa, wenn dir etwas an mir liegt, dann wirst du meinem Omega nichts antun!", beschwor Amaya ihre Enkelin.
„Wieso ich?", gab Kuasa zurück, „Ich bin es nicht, die ihm etwas antut." Im Anschluss an diese Worte verwässerte sie sich, schoss auf Nathaniel zu und spülte über ihn hinweg. Er verlor den Halt am nassen eisigen Boden und stolperte direkt in das Portal.
„Nein!" Amaya konnte unkontrollierbare Wut in sich aufsteigen fühlen. Wer dachte diese … Person, dass sie war? Wie konnte sie es wagen Hand an Amayas Omega zu legen?!
„Wieso hast du das getan?!", zischte sie in die Richtung, aus der Kuasas Geruch kam.
„Weil er mich nicht kümmert, er ist nicht mein Großvater", erwiderte Kuasa, die wieder Form annahm „Es ist mir gleich, was aus ihm wird. Nur du bist wichtig für mich."
Das war genau das Falsche zu Sagen gewesen. Knurrend stürzte sich Amaya auf Kuasa.
Verdammt! Das war jetzt einfach nur peinlich! Im Kampf ausgerutscht und so in die Falle geschlittert. Nun, zumindest haben es nur Amaya und Kuasa gesehen… Nate kam mühselig wieder auf die Beine und sah sich um. Er befand sich in einer Art Höhle. Doch es schien sich um eine andere Höhle zu handeln als vorhin, da das Eis fehlte.
Wo sind die anderen? Nate sah sich nach seinen Teamkameraden um. Besonders viel gab es hier nicht zu sehen, hauptsächlich Steinwände.
„Oh, wie ich sehe, haben wir noch einen Besucher", meinte eine ruhige männliche Stimme rechts von ihm. Nate wirbelte herum, doch er war nicht schnell genug und befand sich schon in Damien Darhks magischen Griff und baumelte nach Luft schnappend ein paar Meter über den Boden, „Nun, je mehr Zuseher, desto besser."
Nate wurde durch die Luft transportiert und zu Boden geschleudert. Er rappelte sich wieder auf und stellte fest, dass er sich in einer Art Käfig befand, zusammen mit Sara und Mick.
„Amaya kämpft mit Kuasa", erklärte er schnell und hoffte, dass er damit auch richtig lag und Amaya nicht schon wieder versuchen wollte ihre Enkelin zum Guten zu bekehren, nur um damit zu scheitern, „Wo ist Leo?"
Es war keiner seiner Alphas, der ihm antwortete, sondern Damien Darhk. „Nun um Mister Snart geht es hier", erklärte er, „Oder sollte ich besser sagen um die gefälschte minderwertige Version von ihm, die ihr seit einiger Zeit mit euch herumschleppt? Auf jeden Fall wird er euch nicht mehr lange belasten."
„Wage es nicht ihm etwas anzutun, Damien", knurrte Sara, „Oder, und das schwöre ich dir, ich werde dafür sorgen, dass dein Tod noch langwieriger und unangenehmer wird, als sowieso schon vor mir geplant."
Damien Darhk lachte nur. „Ach, Sara, so viel Wut auf mich. Und das alles nur, weil ich deine Schwester getötet habe um deinen Vater eine Lektion zu erteilen. Du bist wirklich nachtragend", stellte er fest, „Ich meine, wieso trauerst du ihr überhaupt so sehr hinterher? Sie war schwach, sonst wäre sie jetzt doch wohl nicht tot. Sie war nicht so wie du. Du und ich, Sara, wir sind Alphas vom gleichen Schlag, Gewinner, Stehaufmännchen, Profis. Deine Schwester war nur eine Frau, die Superheldin gespielt hat und daran zu Grunde ging. Sie hatte keinen Killerinstinkt. Du hingegen, du solltest eigentlich zu uns gehören, auf unserer Seite stehen. Mir ist klar, dass du das jetzt noch nicht einsiehst, aber das wird sich vielleicht noch ändern. Vielleicht schon, wenn dir klar wird, dass wir gerade dabei sind dir einen Gefallen zu tun."
Alle drei Legends sahen Damien ungläubig an. „Du hast mich in einen Käfig gesperrt und willst mich dazu zwingen dir zusehen, wie du einen Freund von mir wer-weiß-was antust, nur wenige Tage nachdem du einen meiner Omegas entführt hattest, und du sprichst davon mir einen Gefallen zu tun?!", stieß Sara zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
„Ja, dir und Mister Rory, und wohl auch dem guten Raymond, nehme ich an", meinte Damien, „Seht ihr, da ich weiß, wie nahe euch Verluste gehen, weiß ich auch, dass es euch freuen wird, dass ich dabei bin euch jemanden zurückzugeben, den ihr verloren habt. Nun, genaugenommen ist es Mallus, der ihn euch zurückgibt, aber es läuft auf dasselbe hinaus."
„Wovon bitte quatscht du da?!", mischte sich Mick rüde ein.
„Davon, dass ihr drauf und dran seid Leonard Snart alias Captain Cold zurückbekommen. Und keine fade Kopie, keine alternative Version, und auch keine vergangene Arschlochversion von ihm, nein, den Leonard Snart, der sich im Oculus geopfert hat und sonst keinen."
Damien genoss es einige Momente lang die dummen Gesichter zu sehen, die er als Antwort auf seine Ankündigung erhielt. Sara Lance, Mick Rory, und dieser nutzlose Historiker sahen ihn an, als hätte er ihnen gerade angekündigt, dass er ihnen den Weihnachtsmann persönlich vorstellen würde. Damien genoss ihren Unglauben, vor allem deswegen, weil er sie in wenigen Momenten eines Besseren belehren würde.
Endlich hatte er alles, was er immer gewollt hatte. Macht, Verbündete, Respekt, und seine Familie. Nun, zumindest das, was davon noch übrig war, aber Nora war nach wie vor die Sonne seines Lebens, wie sie es von dem Moment an gewesen war, als sie geboren worden war.
Ja, sie hatten eine härtere Zeit hinter sich, da Nora es ihm übel genommen hatte, dass er sie Mallus ausgeliefert hatte anstatt ihr dieses Schicksal zu ersparen, aber … nun ja, er wollte eben auch leben. Immerhin war er vom Green Arrow ermordet worden, und das ganz ohne jeden Grund (nun, wenn man von der Sache mit Laurel Lance absah, und davon, dass er vorgehabt hatte alles und jeden für eine bessere Welt zu opfern, und von der Rolle, die er in der Entführung von Green Arrows Schwester durch Malcolm Merlyn gespielt hatte, und von der Tatsache, dass er die Smoak-Göre in den Rollstuhl befördert hatte - aber das waren alles Lappalien und Opfer auf dem Weg zu einer besseren Welt gewesen, also warum die Überreaktion?).
Und diejenige, die ihn ins Leben zurückgebracht hatte, war Nora gewesen, doch eine Nora mit der Macht von Mallus, also hatte Damien sicher stellen müssen, dass sie diese Macht auch bekam, damit sie ihn in ihrem späteren Leben zurückholen konnte.
Nach der ganzen Sache mit Eobard wusste Damien wie fragil die Zeitlinie war, und wie sehr man darauf achten musste kein Paradoxon zu erzeugen. Irgendwie hatte ihm Eobard ja doch immer leid getan, aus der Zeit ausgelöscht zu werden, das musste hart sein. Nie existiert zu haben und trotzdem zu leben … Damien war zwar nicht mit der Speedforce verbunden, aber er wollte nicht riskieren, dass er vielleicht trotzdem auch von irgendeiner Art Monster verfolgt werden würde, das ihn auslöschen wollte, weil er nicht mehr leben sollte. Also achtete er genau darauf bei all den Veränderungen an der Zeitlinie, nie in seine persönliche Geschichte einzugreifen. Deswegen hatte er auch den deutschen Wissenschaftler getötet: Alles musste so ablaufen, wie es immer abgelaufen war, um ihn an diesen Punkt seiner Existenz zu bringen. Egal wie hart die Entscheidungen waren, die er deswegen treffen musste. Es gab keine Möglichkeit für ihn die Liebe seines Lebens zu retten, aber den wunderbaren Alpha, den sie beide zusammen produziert hatten, konnte er retten, mehr noch, er konnte ihm zu mehr Macht als jemals zuvor verhelfen. Natürlich musste es anstrengend sein sich seinen Kopf mit einem Dämon zu teilen, aber die Macht, die sie im Gegenzug dafür erhalten hatte, war diesen Preis wert. Das redete er sich zumindest ein.
Doch es gab anderes, was geändert werden konnte. Wie etwa das Schicksal von Leonard Snart. Ihre gemeinsame Zeit in der Gruppe, die die Legends so passend Legion der Verdammnis nannten, hatte sich Großteils in einer anderen Zeitlinie abgespielt, an die sich Damien zwar erinnern konnte, die er aber nie wirklich erlebt hatte, und sie waren sich nie besonders nahe gestanden, weswegen sie durch kein besonderes Band miteinander verbunden waren, und eigentlich könnte Captain Cold, was Damien anging, gerne tot bleiben, aber es hatte sich herausgestellt, dass er nicht wirklich tot im eigentlichen Sinne war. Zumindest nicht mehr.
Das gleiche Ereignis, das Mallus erweckt hatte, hatte auch ihn im Oculus erweckt. Oder zumindest das, was von ihm übrig war. Einen Körper besaß Leonard Snart nicht mehr, und sein Geist war gefangen in den Überresten des Oculus, die durch Raum und Zeit schwebten, weswegen er ebenfalls überall sein konnte, aber niemals wirklich wo, da er körperlich nicht vorhanden war.
Mallus hatte nun vor das zu ändern. Nicht aus bloßer Herzensgüte, sondern deswegen, weil Leonard Snart auf Grund seiner begrenzten aber doch vorhandenen Herrschaft über Raum und Zeit einer der wenigen ernstzunehmenden Gegner war, die Mallus besaß. Und der Plan sah nun vor ihn auf ihre Seite zu bringen, indem sie ihm das gaben, was er wirklich wollte: Eine Chance darauf weiter zu leben anstatt nur für alle Ewigkeit als zersplitterter Geist weiter zu existieren.
Und wie der Zufall es wollte, hatten sie den perfekten Kandidaten für den Wirtskörper für Snart gefunden. Jetzt fehlte nur noch ein kleines Ritual, und dann wäre Captain Cold zurück, in Fleisch und Blut.
„Du bist ja verrückt!", meinte Rory gerade, „Snart ist tot. Das steht fest."
„Um genau zu sein, Mister Rory, steht nur fest, dass sein Körper tot ist. Bevor die Zeit zerbrochen ist, war er so gut wie nicht mehr vorhanden, das gebe ich zu, doch das Ereignis, das Mallus befreit hat, hat auch ihn wieder erweckt. Leonard Snart ist nun eine Art Phantom – ein Zeitphantom, wenn ihr so wollt. Sein Geist ist auf einer anderen Existenzebene gefangen, genau wie Mallus. Und durch einen geeigneten … Leiter … kann er zurückkehren, genau wie Mallus", erklärte Damien geduldig und genoss das zunehmende Verstehen, das sich auf den Gesichtern der Legends breit machte, „Und wir haben den besten Leiter hier, den wir auftreiben können."
„Nein", meinte Sara bestimmt, „Nein, nicht Leo."
„Wen sonst?", widersprach Damien, „Er ist ein Snart. Wer würde besser als neuer Körper für Leonard Snart passen als Leonard Snart?"
„Wenn ihr das macht", begann Rory langsam, „Was passiert dann mit Leo Snart? Ist er dann wie deine Hexentochter? Manchmal er selbst, manchmal ein anderer, mit zwei Bewusstseins in einem Hirn?!"
„Nun, nicht ganz", gestand Damien, „Das durchschnittliche menschliche Gehirn kann nicht mehr als ein Bewusstsein beherbergen, zumindest nicht auf Dauer. Magie kann einem dabei helfen das zu ändern, aber keiner der Snarts ist ein Magier, also haben wir beschlossen Komplikationen gleich von Anfang an zu vermeiden. Das Ritual, das wir planen, wird den Snart von Erde-X auslöschen und seinen leeren Körper für unseren Snart zurücklassen."
„Ihr könnt ihn nicht einfach ermorden!", ereiferte sich Heywood.
„Nun, einfach ist es nicht, aber Nora ist mit Hilfe von Mallus dazu in der Lage", korrigierte ihn Damien.
„Leonard würde dem niemals zustimmen!", zischte Sara.
Damien sah sie abwägend an. „Ach?", meinte er dazu nur, „Bist du dir da sicher?"
A/N: Ehm … sorry? Nein, wartet bitte das nächste Kapitel ab, bevor ich mich köpft! Denn im nächsten Kapitel geht es endlich um Leonard Snart alias Captain Cold.
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