12. Leo
Zusätzliche Warnings: Schwarze Magie, Menschenopfer, Erw. von Geistiger Behinderung
„Ja, Mom, ich werde die Kartoffeln nicht schon wieder vergessen. Versprochen. Du kannst dich auf mich verlassen", erklärte Jax seinem Handy und beendete dann den Anruf und steckte sein Smartphone in seine Jackentasche. Soweit ist es mit mir gekommen. Ich war mal ein Superheld, und jetzt traut mir meine Mom nicht einmal mehr zu nichts beim Einkaufen zu vergessen, dachte der Beta betrübt.
Seufzend zog er Karotten, Gurken, und Sellarie aus dem Gemüsefächern und ließ sie in seinen Einkaufskorb fallen. So, damit hätte ich alles an Grünzeug, was ich brauche. Weiter zu den Milchprodukten. … Moment, hatte ich das letzte Mal nicht irgendwas vergessen, das ich diesmal auf jeden Fall mitnehmen sollte? Jax durchsuchte stirnrunzelnd seine Taschen nach der Einkaufsliste, die seine Mutter ihm mitgegeben hatte, als sie ihn gebeten hatte für sie einkaufen zu gehen, doch er fand nur sein Handy.
Mist.
„Kartoffeln. Es sind die Kartoffeln, du vergisst immer die Kartoffeln", meinte eine Stimme hinter ihn. Jax drehte sich um und erkannte den Mann sofort. Ein erfreutes Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Rip! Mann, ich hatte schon befürchtet, dass ich dich nie wieder sehe!", rief er aus, „Aber warte mal. Was denkst du dir dabei hier einfach so aufzutauchen? Wenn das Bureau dich hier findet, dann sperren die dich gleich wieder ein, und…"
Rip hob seine Hand und meinte beruhigend: „Keine Sorge, mit dem Bureau ist alles geregelt. Es steht unter neuem Management. Agent Sharpe ist der neue Direktor, und ich bin von allen Vorwürfen freigesprochen worden und wieder im Dienst."
Jax wusste nicht, ob ihn das alles wirklich beruhigte. Aber zumindest bedeutete es wohl, dass Rip nicht mehr Gefahr lief jeden Moment von Agenten des Bureuas verhaftet zu werden.
„Nun, das freut für mich dich", sagte Jax also.
„Wie geht es Martin?", wollte Rip von ihm wissen.
Jax seufzte. „Nun, die gute Nachricht ist, dass er endlich aufgewacht ist. Was den Rest angeht, sieht es nicht so gut aus", berichtete er düster. Es sah wirklich nicht so gut aus. Martins Zustand war der Hauptgrund, warum Jax im Moment das ständige Gefühl hatte neben sich zu stehen, die Trennung vom Rest seines Rudels der andere. Egal was Rip dachte, Jax hatte die Kartoffeln nicht vergessen, weil er sie immer vergaß, sondern deswegen, weil sein Kopf so voll mit Sorgen war, dass er dazwischen kaum einen klaren Gedanken fassen konnte.
„Lily und Clarissa schlagen sich tapfer, aber es wird noch lange dauern, bis der Graue auch nur annähernd so ist wie zuvor", fuhr Jax fort, „Er leidet unter Stimmungsschwankungen und ist noch ungeduldiger als sonst schon. Aber na ja, das sind alles nur Nebenwirkungen. Es sind die anderen Dinge, auf die es ankommt. Die einfachsten Worte wollen ihm manchmal nicht einfallen. Und Bewegen ist auch noch nicht drin. Du kennst ihn ja, er ist ein Kämpfer, aber … er war so brillant und jetzt…"
Jax verstummte und sah seine eigene Trauer in Rips Miene gespiegelt.
„Das Gehirn ist ein überaus widerstandsfähiges Organ mit erstaunlichen Selbstheilungskräften", meinte Rip, „Wir müssen ihm nur Zeit geben."
Jax ersparte es sich darauf zu antworten. Das behaupteten auch die Ärzte, aber Jax fiel es schwer daran zu glauben. Caitlin hatte angeboten sich mit Dr. Wells zu beraten, ob es einen Weg gab Martin bei der Heilung zu helfen, aber bisher waren sie noch zu keinem Ergebnis gekommen, vermutlich auch deswegen, weil die Ereignisse in Central City ihnen keine Zeit zum Nachdenken und Forschen ließen.
Jax nahm den Sack Kartoffeln entgegen, den Rip ihn reichte. „Du bist aber nicht nur hier um mich nach dem Grauen zu fragen, oder? Denn das könntest du auch im Krankenhaus selbst erfahren, dafür müsstest du mir nicht im Supermarkt auflauern", vermutete Jax.
„Ja, ich wollte dich um Hilfe bitten. Dir eine sozusagen letzte Mission anbieten", erklärte Rip und sein Blick schweifte in die Ferne, „Martin können wir vielleicht nicht helfen, aber es gibt ein anderes ehemaliges Mitglied unseres Rudels, dem wir möglicherweise helfen können."
Jax war verwirrt. Steckte Kendra in Schwierigkeiten? Er wusste von Nichts.
„Wir müssen noch einmal zurück zum Vanishing Point", schloss Rip.
Okay, scheinbar ging es doch nicht um Kendra. „Zum Vanishing Point", wiederholte Jax unsicher, „Was wollen wir dort? Dort ist doch nichts mehr."
Rip seufzte. „Nicht ganz", verbesserte er den Beta, „Wir beiden werden versuchen Leonard Snart, besser bekannt als Captain Cold, zu retten."
Es musste einfach ein Betrüger sein. Denn es handelte sich offenbar nicht um ihn, da er sich nicht daran erinnern konnte jemals auf der Westallen-Hochzeit gewesen zu sein, und er sich an alles erinnern konnte, was er jemals erlebt hatte, sogar an Dinge, die er nicht erlebt hatte, also…
Leonard Snart sah genauer hin und erkannte Leonard Snart – auf gewisse Weise. Es war ein Doppelgänger von ihm, eine alternative Version von einer anderen Erde. Ein alternative Version von einer anderen Erde mit einem liebenden Partner, die von allen gemocht wurde, und seinen Platz in seinem Rudel einnahm.
Zumindest erschien es Leonard zuerst so, als er mit ansehen musste, wie sich dieser andere Leonard Snart den Legends anschloss und sich an Bord der Waverider breit machte. Doch dann wurde ihm klar, wie anders als er dieser andere Leonard Snart war. Ja, es besaß ebenfalls eine Kältekanone, aber da hörten sich ihre Gemeinsamkeiten auch schon wieder auf. Er war ja offenbar nicht einmal ein Beta sondern ein Beta-Omega.
„Wer zum Teufel ist das?!" Was für eine wahre Frage. Leonard sah dem anderen Snart eine Weile lang zu und wusste es immer noch nicht. Er wusste nur, dass der andere Mann nicht er war. Und so nett und freundlich war, dass einem davon schlecht werden konnte.
Zumindest schien Mick ihn nicht sehr zu mögen, zu Beginn zumindest, aber dann… sprachen die beiden miteinander über Gefühle. Leonard und Mick hatten durchaus auch Gespräche miteinander geführt, mehr als mit anderen Menschen zumindest, aber das waren Männergespräche gewesen, nicht diese … Omega-Unterhaltungen darüber, wer war für wen empfand und warum. Ekelhaft.
Wieso gab sich Mick nur mit diesem … Leo ab? Wieso gab sich Sara mit ihm ab? Und Raymond? Und Jax? Wieso?!
Der andere Snart hatte Leonard so sehr abgelenkt, dass ihm erst recht spät auffiel, dass der Professor verschwunden war. Er war nicht mehr an Bord der Waverider. Warum auch immer.
Leonard verspürte vage Sorge und suchte nach dem Professor. Was leicht war, da er auf alle Zeiten Zugriff hatte. Schwieriger war es den Moment zu finden, der erklärte, warum der Professor nicht mehr Teil des Rudels war.
Schließlich gelang es Leonard diesen Moment doch zu finden, und er war schockiert. Und plötzlich fand er es gar nicht so schlimm, dass dieser Leo mit seinen Omega-Gesprächen bei seinem Rudel war.
Und wo wir gerade bei fehlenden Rudel-Mitgliedern waren: Wo steckte eigentlich Hunter? Es brauchte auch länger ihn auszuspüren und herauszufinden, was aus ihm geworden war. Gefängnis also. Und ein Gefängnisausbruch. Langsam aber sicher hatten Leonard und Rip immer mehr Dinge gemeinsam. Wie interessant.
Trotzdem irgendwie hatte Leonard das Gefühl, dass er sich eine Fernsehserie ansah, deren Plot er nicht verstand. Im Grunde wusste er nicht, wer diese seltsamen Typen in den Anzügen waren, und warum sie Hunter einsperrten. Er wusste nicht, was die Neue an Bord der Waverider wollte, und warum sich die Mission der Legends so sehr verändert zu haben schien. Zu seiner Zeit hatte ihr Team versucht die Zeitlinie zu ändern, nach seinem Tod offenbar sie zu bewahren, doch nun schien alles drunter und drüber zu gehen, Dinge, die nicht zusammengehörten waren vermischt und musste getrennt und nach Hause geschafft werden, soweit so gut. Aber was hatte es mit Damien Darhk und seinen Verbündeten auf sich?
In Darhks Begleiterin erkannte Leonard das Mädchen, das ihn einst wahrgenommen hatte, doch sie war nicht mehr dieselbe. Etwas war anders an ihr, sie war nicht mehr alleine.
Sie hatte Gesellschaft. Und was für eine.
Das musste der andere sein, von dem sie gesprochen hatte, als sie Leonards Gegenwart bemerkt hatte. Der andere, der wie Leonard ein Gefangener war, und nur durch sie mit der Welt kommunizierte. Ob Leonard ebenfalls auf diese Art und Weise kommunizieren könnte, durch andere?
Doch er konnte sehen, was das dem Mädchen antat. Was es sie kostete, und wie sehr diese Kosten Damien Darhk missfielen.
War Leonard bereit das jemanden anzutun, nur um nicht mehr alleine zu sein?
Er begann die Legends zu ignorieren und das Mädchen und seinen Passagier zu verfolgen und zu beobachten. Dabei fand er besorgniserregende Dinge heraus. Dinge, die Barry dazu veranlassen würden den anderen Gefangen aufhalten zu wollen. Doch was wollte Leonard? Könnte er den anderen überhaupt aufhalten, und wenn ja wie?
Und während er noch darüber nachdachte, sprach zum ersten Mal seit langem jemand direkt zu ihm.
Leonard Snart, fürchte dich nicht. Mein Name ist Mallus, und ich werde dich befreien.
Okay. Das kam unerwartet, aber mal sehen, wozu es führen würde.
Sara ignorierte Damiens Frage. Teilweise deswegen, weil sie die Antwort fürchtete, und teilweise weil sie von Damien kam, und sie Damien hasste. Mein „Vater" in einem anderen Leben, dass ich nicht lache. Er hatte nicht einmal, sondern gleich zweimal, Laurel getötet. Er verdiente es nicht, dass man ihm zuhörte. Leider jedoch hörte er sich offenbar sehr gerne reden.
„Wir haben schon mit Leonard Snart gesprochen, und er ist einverstanden. Wer wäre das nicht? Wer wäre schon gerne zwischen Raum und Zeit gefangen, körper- und stimmlos? Keiner, denke ich", fuhr der Zauberer fort, „Doch bald ist seine Qual vorbei."
„Was ich nicht verstehe…", begann Nate.
„Welch eine Überraschung, er versteht etwas nicht", murmelte Damien.
Nate ignorierte ihn und wiederholte: „Was ich nicht verstehe: Wenn die ganze Eishöhle nur eine Falle für Leo war, was hat es dann mit den ganzen Verschwundenen auf sich?"
Das war eine gute Frage, fand Sara, und blickte Damien erwartungsvoll an.
„Nun", meinte dieser zögerlich, „Der geplante Zauber ist eine relativ komplizierte Prozedur und braucht viel Energie. Und die kann selbst Mallus nicht irgendwo herzaubern, wenn ihr versteht was ich meine. Also brauchen wir ein paar …. Menschenopfer."
Na toll. „Menschenopfer", wiederholte Sara wenig begeistert.
„Oh, ja, aber keine Sorge. Da wir das hier ja für euch tun, werden wir versuchen so lange wie möglich darauf zu verzichten euch zu opfern", versicherte ihnen Damien schnell, „Wenn wir Glück haben, kommt ihr mit dem Leben davon und könnt euren alten Freund in neuen Körper begrüßen."
Es wurde immer besser. Wieso nur waren sie auf diese Mission gegangen? Oh ja, richtig, es war ein kleinerer Anachronismus gewesen, und Sara hatte gedacht es würde eine einfache Nebenmission werden. Wann lernte sie endlich, dass es so etwas nicht gab?
Sie gab ein unwilliges Knurren von sich. „Nun, ich denke, es ist soweit. Das Ritual kann losgehen", meinte Damien dazu, „Hier kommt schon Nora mit dem Gefäß."
Sara erkannte tatsächlich Nora Darhk, die einen gefesselten Leo, der mit seltsamen Runensymbolen bemalt worden war, in ein am Boden aufgemaltes Pentagramm zerrte und ihn in dessen Mitte platzierte. „Er wurde geweiht und ist bereit", verkündete sie mit Mallus' Stimme.
„Hört mal, noch könnt ihr das lassen", mischte sich Sara ein, „Menschenopfer und Leos Geist auslöschen. Das ist doch verrückt. Selbst für eure Begriffe. Was wurde aus der guten alten Weltherrschaft? Über die können wir reden, aber das hier … ist einfach nur krank."
Damien sah sie kopfschüttelnd an. „Wie kann man nur so undankbar sein?", wunderte er sich, „Wir tun das hier für euch. Und mit ein wenig Glück überleben es ein paar von euch vielleicht sogar."
Nun, sie hatte es versucht. Reden brachte in diesem Fall nichts. Nicht, dass sie etwas anderes erwartet hätte, aber als guter Anführer musste man es manchmal mit Vernunft versuchen, aber nun da die Amaya/Ava-Methode der Konfliktlösung gescheitert war, war es an der Zeit für die Sara Lance-Methode.
Sie sprang also gegen die Gitterstäbe. Was nichts bewirkte. Mick und Nate sahen sie nur stumm an. Sara verdrehte die Augen. „Helft ihr mir mal?!", forderte sie ungehalten.
Mick stellte sich neben sie und begann an den Stäben zu ruckeln, genau wie Nate, der zu Stahl wurde und auf sie Stäbe einschlug.
„Nur weiter so, das wird euch nichts bringen", kommentierte Damien ihre Bemühungen unbeeindruckt, „Genießt lieber die Show. So etwas sieht man nicht oft im Leben. Vor allem wegen der Menschenopfer. Das ist ekelig und unhygienisch und wirft viele Fragen auf. Aber es ist ein sehr beeindruckender Zauber."
Sara hatte keine Lust darauf einen beeindruckenden Zauber zu sehen. Sie blickte besorgt auf Leo, der so wirkte, als wäre er betäubt worden, und überhaupt nicht protestierte. Verdammt, ich habe ihm nach der Beinahe-Lobotomie versprochen, dass ich persönlich dafür sorgen werde, dass ihm so etwas nicht noch mal passiert, und jetzt das hier?!
Warum nur war sie nicht in der Lage ihr Rudel zu beschützten?! Martin war schwer verletzt, Jax hatte sie aus Kummer heraus verlassen, Rip trieb sich irgendwo herum, Ray war gerade erst entführt worden, Amaya kämpfte im Moment vermutlich um ihr Leben, Mick und Nate wurden vielleicht geopfert, und Leo … Frustriert knurrte sie und schlug wieder gegen die Stäbe.
Ihr war als könnte sie eine Stimme in ihrem Kopf hören, die sagte sie solle sich nur gedulden, sie wäre noch früh genug dran. Sie ließ sich davon nicht beirren.
„Verdammt, lasst ihn in Ruhe! Er hat als männlicher Teil-Omega Erde-X nicht überlebt um jetzt so zu enden!", schrie sie auf und begann nun damit mit allen Gliedmaßen auf die Stäbe ihres Käfigs einzuhämmern.
Unterdessen war Nora wieder zu Leo ins Pentagramm getreten und murmelte mit Mallus' Stimme Worte in einer fremden Sprache. Sara konnte erkennen, wie Damien Menschen um das Pentagramm herum platzierte, und diese Menschen aufleuchteten und dann begannen zu verfallen, zu altern, direkt vor Saras Augen, bis ihnen Blut aus Augen, Ohren, Nase, und Mund zu strömen begann, und sie vollständig mumifiziert zu Boden sanken.
„Mehr!", verlange Mallus durch Noras Mund, und Damien schleppte noch ein paar Menschen mehr an.
„So will ich eigentlich nicht enden", merkte Nate an.
Sara schrie frustriert auf und bearbeitete weiter den Käfig, doch sie befürchtete, dass Damien recht hatte. Sie würden hier nicht rechtzeitig raus kommen um das Ritual zu stoppen. All diese Menschen würden sterben, genau wie Leo.
Leo ging auf die Knie und öffnete die kleine Schachtel in seinen Händen. Der darin enthaltene Ring blitzte Ray entgegen. „Oh, Leo, ja, natürlich will ich!", entfuhr es diesem, und er grinste über das ganze Gesicht bis hin zu seinen abstehenden Ohren, „Natürlich will ich dich heiraten!"
Leo grinste zurück und war so glücklich wie noch niemals zuvor in seinem Leben, doch dann… schien der Himmel um ihn herum zu flackern.
Leo runzelte die Stirn und sah sich misstrauisch um. Irgendetwas stimmte hier nicht. War das eine neue Waffe der Partei? Wurden sie angegriffen?
„Ray, was ist hier los?", wollte er wissen und sah hinüber zu seinem Frischverlobten und stellte fest, dass dieser verschwunden war, „Ray?!"
Was war hier los?
„Ganz ruhig. Ich bin hier um dir zu helfen." Leo drehte sich um und erblickte … sich selbst. Nun, zumindest fast. Der Geruch, der ihm entgegen strömte, war reiner Beta.
„Du", stellte er fest.
„Ich habe versucht dich zu warnen, seit Wochen, aber du wolltest ja nicht hören und musstest unbedingt in diese Eishöhle marschieren", sagte der andere Leo.
„Ich habe von dir geträumt", stellte Leo fest.
„Ja, das war der einzige Weg mit dir in Kontakt zu treten, aber es hat nichts geholfen, wir sind jetzt trotzdem hier", gab der andere zurück, „Und wir haben nicht mehr viel Zeit. Du weißt, wer ich bin."
„Ja, du bist Leonard Snart von Erde-1. Aber du bist tot", stellte Leo die Fakten klar, „Du bist gestorben, als der Oculus explodiert ist."
„Ja, das bin ich. Aber trotzdem bin ich im Moment hier. Hör zu, Mallus und seine Verbündeten haben mir einen Deal angeboten. Sie wollen mich zurück ins Leben bringen. Allerdings in deinem Körper", erklärte Erde-1 Snart.
„Und was passiert dabei mit mir?", wollte Leo wissen.
„Nun", erwiderte der andere Snart kühl, „Du wirst bei diesem Prozess ausgelöscht. Es hat schon begonnen. Kannst du es spüren?" Leo konnte es tatsächlich spüren. Irgendetwas stimmte nicht mit ihm. Er fühlte sich merkwürdig.
Leo hatte nie damit gerechnet lange zu leben, aber so zu sterben, und das gerade jetzt. … Ich will Ray nicht verlassen. Ich dachte, wir hätten endlich eine Zukunft.
Nun, offensichtlich hatte er falsch gedacht. Zumindest starb er nicht umsonst. Jemand anderer würde leben, an seiner Stelle. In seinem Körper. Damit war es zumindest nicht vollkommen umsonst gewesen, dass Eddie ihn aus dem Konzentrationslager gerettet hatte.
„Sei nicht blöd!", zischte Leonard Snart, „Du denkst doch nicht wirklich, dass ich bereit wäre diesen speziellen Pakt mit dem Teufel zu schließen, oder?!"
„Ist es, weil ich Teil-Omega bin? Das kann nach Oben korrigiert werden", informierte ihn Leo gefasst. Stand er gerade unter Schock? Er ging mit dieser ganzen Situation viel cooler um als normal wäre. Wo blieb die Panik?
„Leo!", wies ihn der andere Snart streng zurecht, „Hör mir zu, ich werde das nicht zulassen, verstehst du? Aber du musst mir jetzt vertrauen und genau das, was ich dir jetzt sage, auch tun." Und dann teilte er ihm den Plan mit.
A/N: Nein, natürlich ist Leonard nicht mit diesem Plan einverstanden. Was denkt ihr von mir? (Und von ihm?!)
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