14. Was ist mit deinen Haaren?


Zusätzliche Warnings: dezitierte Spoiler für 3.14 und 3.15, vage Spoiler für den Rest der Staffel, Beschreibung einer geistigen Behinderung, Erw. von Character Death, skrupellose Rip Hunter-Pläne, die daran scheitern, dass er Skrupel hat


Ray ließ seine Geldbörse für alle sichtbar und offen am Tisch liegen und wartete ab. Ja, es war ein dummer Test (und er musste aufpassen, dass Mick nicht derjenige war, der sie stahl, aber es war der einzige, der ihm auf die Schnelle einfiel). Leo bemerkte die Geldbörse zuerst nicht, fand die dann offenbar und gab sie Ray zurück. Ray überprüfte den Inhalt und stellte fest, dass nichts fehlte.

Er lud Leo dazu ein mit ihm zu backen, was dieser gerne annahm, und während des gemeinsamen Stressbackens positionierte sich Ray unauffällig auffällig vor Leo und meinte: „Pass nur auf, dass sich deine Hand nicht in meine Hose verirrt." Leo warf ihm daraufhin nur einen verwirrten Blick zu.

Ray versuchte das Gespräch dann darauf zu bringen, ob Sara wohl gut küssen konnte oder nicht. Leo wirkte nun eindeutig verstört und fragte ihn, ob alles in Ordnung sei, oder ob er sich vielleicht den Kopf gestoßen habe.

Alles in allem verhielt er sich eindeutig wie Leo. Falls noch irgendetwas von Leonard in Leo übrig war, dann sehr versteckt. Ray war zugleich erleichtert und traurig. Letztlich war es nicht nur Mick, der Leonard nicht wieder zurückbekommen hatte. Auch Ray hatte ihn nicht wieder zurückbekommen und musste daher immer noch mit der Schuld leben, dass eigentlich er im Oculus hätte sterben sollen und nicht der Beta.

Es war ein Schuldgefühl, von dem Ray angenommen hatte, dass er es überwunden hatte, doch nun wurde ihm schmerzhaft klar, dass dem nicht so war. Und dass er den Beta immer noch vermisste. Es war eine Art leiser Verlust, den er nur noch mit Sara und Mick teilte, da die anderen, die ihn ebenfalls verspürten, alle nicht mehr an Bord waren.

Und nun wollte auch noch Leo gehen. Darüber zu schlafen hatte seine Meinung nicht geändert. Er wollte immer noch nach Hause. „Seht ihr, es ist so: Nach allem, was in der letzten Zeit passiert ist, bin ich mir sicherer als jemals zuvor, dass ich den Rest meines Lebens mit meinem Ray verbringen will. Ich will ihn bitten mich zu heiraten und keine Zeit mehr verlieren. Seit ich mich euch angeschlossen habe, wurde ich fast lobotomiert, fast bodygesnatched und musste einen entführten Freund befreien - und das sind nur die Highlights. … Ich wollte bei euch sein um euch helfen zu heilen und mich selber ein wenig zu heilen, und das ist jetzt erreicht. Es ist an der Zeit, dass ich mein eigenes Leben zurückkehre. Die Zeit mit euch war ein Abenteuer, aber eine andere Art von Abenteuer wartet zu Hause auf mich", erklärte Leo, „Meine Welt braucht mich, ich muss beim Wiederaufbau helfen."

Ray konnte Micks stille Trauer neben sich spüren, und sah wie Amaya und Nate einen Blick wechselnden, und Zari auf Leo zuschritt um ihn zu umarmen. Sara blickte ins Nichts. Sie schien immer noch zu denken, dass die Tatsache, dass Leo ging ihre Schuld war.

„Wir werden dich vermissen", meinte sie schließlich mit einem tapferen Lächeln, das Ray als falsch durchschaute, „Aber wir verstehen es. … Gideon setzt einen Kurs auf Central City 2018. Zeit Leo bei StarLabs abzuliefern."

Zugleich konnten sie diesen Trip auch nutzen um nachzusehen, wie es Martin und Jax ging.

Während Cisco Leo nach Erde-X vibte, besuchten die restlichen Legends Martin im Krankenhaus. Von Jax fanden sie verwirrender Weise keine Spur, doch der Professor war inzwischen wach, aber auf keinen Fall geheilt.

„Er macht langsame Fortschritte", erklärte Lily ihnen, „Für ihn sind sie zu klein, aber sie sind vorhanden."

„Wir könnten ihn einfach von Gideon behandeln lassen", schlug Sara vor.

Lily lehnte dieses Angebot jedoch ab. „Ja, aber ich halte das für keine gute Idee", meinte sie, „Das würde Fragen aufwerfen und käme mir wie schummeln vor. Und ihm auch. Dad will immer alles aus eigener Kraft erreichen, wie ihr wisst. Sich von einer K.I. aus der Zukunft heilen zu lassen, würde ihm den Glauben an seine eigenen Fähigkeiten nehmen."

„Wir könnten es trotzdem tun und allen hier das Gedächtnis löschen, inklusive Lily", meinte Sara später hart.

„Nein, wir müssen das tun, was Marty will", entgegnete Ray entschieden.

Was Martin selbst anbelangte, so hatte er tatsächlich irritiert auf den Vorschlag reagiert. Zumindest Ray gegenüber. Er wusste nicht, ob die anderen mehr Erfolg gehabt hatten, aber was ihn anging, so hatte er den Fehler gemacht dem Professor beim Essen assistieren zu wollen und war hart zu Recht gewiesen worden.

„Ich bin weder ein Kind noch ein Invalide! Ich brauche keine Hilfe!", hatte Martin getobt und angesichts Rays Miene dazu, hatte er sich sofort wieder für seinen Ausrasters entschuldigt. „Es tut mir leid, Raymond, ich weiß du willst nur helfen. Es sind diese verdammten Stimmungsschwankungen, die da sprechen, nicht ich. Du willst nur tun, was dir natürlich erscheint. Aber ich hasse es nun mal so hilflos zu sein."

Ray hatte nur kurz gezögert, bevor er erwidert hatte: „Weißt du, wir könnten dich immer noch zur Waverider zurück schaffen…"

„Nein", hatte Martin ihn sofort unterbrochen, „Ich bin hier gut aufgehoben." Da er schon wieder irritiert geklungen hatte, hatte sich Ray gehütet weiter ins Detail zu gehen oder das Thema noch einmal aufzubringen. Insgesamt gesehen hatte er sich nach dem Besuch bei Martin mehr bedrückt als zuvor gefühlt.

Die Schwestern hatten mehr als einen Besucher zur selben Zeit untersagt, daher wusste Ray nicht, was die anderen mit dem Professor besprochen hatten, aber laut Lily schien er wirklich allein aus Prinzip heraus gegen ihre Hilfe zu sein. Aber ist er zur Zeit überhaupt dazu in der Lage eine gut abgewogene Entscheidung zu treffen, was seine Zukunft angeht? Das war die Frage, aber ohne Jax lagen alle sonstigen Entscheidungen bei Lily und Clarissa, und die schienen Martins Meinung zu teilen.

Ray deprimierter dieser Gedanke, er wollte den alten Martin zurück. Überhaupt würde er es vorziehen, wenn die Dinge wieder so wären, wie sie zuvor gewesen waren. Bevor alles den Bach runter gegangen war. Er wusste, dass er nicht der Einzige war, dem es so ging. Vor allem Mick trafen der Verlust von Martin, Jax, Rip und jetzt auch noch Leo schwer, und er schien das Ganze auch noch an Zari auszulassen, da er besonders fies zu ihr war. Zum Glück ließ sie sich davon nicht beeindrucken.

Ansonsten versuchten sie nach ihrem Besuch in Central City alles wieder seinen gewohnten Gang gehen zu lassen, bis der sich der nächste Anachronismus ohne Vorwarnung meldete. Es begann mit Nates Haaren, ging über den falschen Namen von Micks Ratte, und bald wurde klar, dass irgendetwas oder jemand die Geschichte von Elvis Presley geändert hatte, was vor allem Nate besonders hart traf, da er ein großer Fan war.

Während Nate und Amaya offenbar versuchten ein gemeinsames Lied zu suchen und gemeinsam mit Sara und Zari ihr Bestes gaben um Elvis auf der richtigen karrieretechnischen Spur zu halten (und dabei eine verhexte Gitarre an Bord des Schiffes brachten), musste Ray sich mit ganz anderen Problemen auseinander setzen: Micks Ratte Axl starb, was Mick naturgemäß schwer mitnahm. Er brummte etwas von „Was macht schon eine Veränderung mehr", und da wusste Ray das es ernst war. Mick hatte diese Ratte geliebt, und Ray war es gewesen, der sie ihm geschenkt hatte. Axl hatte Mick überall hin begleitet, ob nach Doomworld, Aruba, oder in ihre gemeinsamen Wohnungen. Und natürlich war er das Team-Maskottchen gewesen.

Ray bereute es schnell jemals vorgeschlagen zu haben einfach eine neue Ratte für Mick zu suchen und beschloss es wieder gut zu machen. Vielleicht war die Trauerzeremonie ein bisschen zu viel, aber er wusste, dass Mick das jetzt brauchte: Die Möglichkeit Abschied zu nehmen. Sara machte gute Miene zum bösen Spiel und hielt sogar eine Rede, während Nate, Amaya und Zari den modernen Rock'n'Roll retteten.

Letztlich konnten Elvis' Karriere und Nates Haare wieder hergestellt werden, und dank des ganzen Abenteuers hatten die Legends nun ein Totem mehr in ihrem Besitz: Das geheime sechste Totem, das Todestotem. Ray fand das Ding ein wenig unheimlich (nicht nur wegen dem Zwischenfall mit der schwebenden Gitarre, sondern mehr wegen der Macht des Totems über die Verstorbenen) und war ganz froh darüber, dass sie es erst einmal wegschlossen und nicht vorhatten es zu benutzen. Elvis hatte es irgendwie kontrolliert, gerade mal so, bis es ihm nicht mehr möglich gewesen war. Ein anderer wäre dazu vermutlich nicht in der Lage. Stattdessen beschloss Ray sich also darauf zu konzentrieren das Feuertotem zu reparieren.

Sie hatten das Totem gerade weggeschlossen, und Ray begann damit sein Labor für die Kalte Fusion vorzubereiten, als er spürte, dass Mick ihn anstarrte. „Was?" Ray sah seinen Partner fragend an.

„Du hast für Axl eine Beerdigung abgehalten", stellte Mick fest.

„Oh, ja. War das zu viel? Ich meine, ich weiß, dass ich es manchmal übertreibe, aber ich dachte, du brauchst das. Habe ich mich geirrt?" Ray unterbrach sein Tun und sah seinen Alpha fragend an.

„Du hast für meine Ratte eine Beerdigung abgehalten, weil du dachtest, ich brauche das", fasste Mick zusammen.

„Ehm, ja. Um ehrlich zu sein, denke ich, dass ich vielleicht auch ein bisschen gebraucht habe", gab Ray zu.

Mick grunzte. Dann fragt er: „Willst du heiraten?"

Ray spürte wie ihm Blut in die Wangen schoss. Mit dieser Frage hatte er jetzt nicht gerechnet (oder jemals, was das anging). „Ähm … ja?", antwortete er zögerlich und wartete ein wenig nervös auf Micks Reaktion.

Der meinte nur: „Okay."

Ray blinzelte. „Okay", echote er und wandte den Blick von Mick ab. Hoffentlich war sein Gesicht nicht so rot, wie es sich warm anfühlte. Bin ich jetzt verlobt? Die letzten beiden Male hat sich das etwas anders abgespielt. Aber Mick war nun mal Mick, und dass er überhaupt heiraten wollte, kam überraschend genug. War es wegen Leos Ankündigung seinen Ray heiraten zu wollen? Oder wirklich wegen Axls Beerdigung?

Nun, eigentlich war der Grund egal, oder? Sein Alpha wollte ihn heiraten. Dieser Gedanke alleine machte Ray schon überaus glücklich.


Es hatte eine längere Erklärung erfordert um Jefferson dazu zu überreden mit ihm zu kommen. Dass er Snart gesehen hatte, als er von Speester-Alkohol betrunken war, war nicht gerade ein Argument, das für ihn sprach. Aber letztlich hatte sich Jefferson bereit erklärt mit ihm zu kommen, wenn auch vermutlich hauptsächlich deswegen um ein Auge auf ihn zu haben.

Rip wünschte sich die anderen würden ihm nur einmal vertrauen. Ja, es stimmte, dass er Geheimnisse vor ihnen hatte, aber er wusste, was er tat, und es ging ihm nur darum das Rudel zu schützen. Wann würden sie das endlich einsehen?

Sie waren nicht die Einzigen, die nicht wussten, dass er sie nur schützen wollte. Avas wahre Herkunft zu verschleiern diente ihrem eigenen Schutz, und dem von Sara. Und natürlich diente es auch dazu sein eigenes Gewissen zu beruhigen. Und dazu den Plan, den er ursprünglich gehabt hatte, so gut es möglich war zu begraben. Endgültig.

Der Plan. Pläne in Plänen in Plänen. Rip hatte sich zunehmend verheddert, und nichts lief mehr so, wie es sollte. Constantine hatte ihn wissen lassen, dass die Legends das Todestotem gefunden hatten. Damit waren alle Totems im Spiel, aber das hatte das letzte Mal auch zu keinem Sieg geführt, nicht wahr?

Nein, diesmal würde alles anders werden. Aber um dafür zu sorgen, dass es so war, musste Rip sich um Snart kümmern. Snart, der nur seinetwegen zwischen den Zeiten feststeckte.

„Hier sind wir also wieder. Am Vanishing Point", stellte Jax fest, „Und jetzt?"

„Jetzt suchen wir den Ort auf, an dem der Oculus war", erklärte Rip und ging voraus. Der junge Beta folgte ihm. Dieser Ort hier weckte schlimme Erinnerungen in Rip, die er ignorierte. Vielleicht war es ja ganz richtig, dass hier alles enden würde. Seit er in den Oculus geblickt und Ray hatte sterben sehen, hatte sich nichts mehr so entwickelt, wie es sollte. Vielleicht würde sich das nun endlich ändern.

„Hier wären wir." Rip blieb stehen und platzierte das Gerät, das er sich vom Bureau „geborgt" hatte, am Boden und aktivierte es. Zuerst geschah gar nichts. Rip konnte Jefferson schon entsprechend schnaufen hören. Doch dann erschien er unter einem Blitz. Leonard Snart.

„Verdammt, Rip, du hattest Recht!", entfuhr es Jax erstaunt. Es schwang mehr Erstaunen in seiner Stimme mit, als Rip recht war.

Snart blickte sie beide an. „So trifft man sich wieder", sagte er, „Und das diesmal sogar nüchtern." Seine Stimme klang seltsam, nicht mehr wirklich so, wie Rip sie in Erinnerung hatte, sondern metallischer und schwächer. Auch seine Gestalt war nicht ganz deutlich zu sehen, sondern wirkte verschwommen.

„Wollt ihr damit sagen, dass Snart die ganze Zeit über noch am Leben war?", wunderte sich Jax.

„Nicht die ganze Zeit über", erwiderte Snart, „Seit ihr es geschafft habt das Zeitgefüge so stark zu beschädigen, dass der Oculus geöffnet wurde. Mallus ist nicht der Einzige, der dadurch Lust auf einen Gefängnisausbruch bekommen hat."

Jax murmelte etwas, das sich verdächtig nach „gern geschehen" anhörte, aber Rip achtete nicht darauf. „Nun, der Plan ist ganz einfach", erklärte er, „Wir werden das tun, was Mallus und die Darhks vorhatten, nur ohne Menschenopfer. Hier am Vanishing Point sollte genug Energie vorhanden sein um es Ihnen zu ermöglichen in meinen Körper zu schlüpfen, Mister Snart."

„Was? Moment…!", protestierte Jax.

„Und dann?", wollte Snart wissen, „Mitbewohner geht auf Dauer nicht. Hast du vor mich auf einen USB-Stick abzuspeichern?"

„Ich habe das hier." Rip präsentierte eine antike Scheibe. „Das hier ist ein magisches Objekt, das ich von John Constantine … ausgeborgt … habe", fuhr er fort, „Damit können wir auf magischen Weg mein Bewusstsein auslöschen. Jax, das ist deine Aufgabe."

„Wie bitte?! Spinnst du jetzt total?! Wieso hat Constantine so was überhaupt?!", empörte sich Jax.

„Falls ihm mal jemand unterkommt, der von einem wirklich bösen Dämon besessen ist. In diesem Fall könnte er den Dämon aus dem Körper, in dem er steckt, löschen. Aber bevor du was sagt, nein, im Fall von Mallus würde das nichts bringen. Mallus ist zu mächtig, er würde sich einfach einen neuen Wirt suchen, Anhänger hat er ja genug. Auf jeden Fall funktioniert es auch mit menschlichem Bewusstsein. Es ist dasselbe Prinzip. Jax löscht mich, und dann können Sie einziehen, Mister Snart", erwiderte Rip.

„Auf keinen Fall!", rief Jax verärgert, „Ich werde nicht dich verlieren, nur um ihn wiederzubekommen! Wenn du denkst, ich würde da mitmachen, dann hast du dich geschnitten!"

„Allerdings. Ich habe mich schon geweigert den Körper von jemand zu übernehmen, den ich überhaupt nicht kenne. Wie kommst du darauf, dass ich deinen Körper übernehmen würde?!", stimmte Snart ihm zu, „Ich dachte, du kreuzt hier mit einer wirklichen Idee auf und nicht mit einem halbgaren Selbstmordversuch."

Wieso musste Snart nur immer dann sein Gewissen entdecken, wenn er verschlagen sein sollte?! Rip fand das äußerst lästig.

„Es ist nicht abzustreiten, dass Sie sich nur meinetwegen in dieser Lage befinden. Ich habe Sie rekrutiert um meine Familie zu retten. Ein Unterfangen, das nicht gelungen ist. Stattdessen sind Sie bei dem Versuch gestorben. Es ist nur billig und recht, dass ich mich opfere um Sie zurückzubringen", argumentierte Rip. Kalte Logik hatte bei Snart in der Vergangenheit meistens etwas gebracht, vielleicht würde sie auch diesmal helfen.

„Vergiss es, Michael, ich bin nicht bereit dich zu töten, nur damit du dein schlechtes Gewissen beruhigst. Ich wusste, wofür ich unterschreibe. Noch mehr als ich mich geopfert habe. Ich wusste, dass ich die Wahl hatte zu leben oder zu sterben und habe mich dafür entschieden zu sterben. Es war meine Wahl, die eine, die ich getroffen habe, weil es einfach das Richtige war. Das wirst du mir jetzt nicht nehmen, indem du alles auf dich nimmst", gab Snart schneidend zurück.

Na toll, es war ihm also wichtig, dass er heldenhaft gestorben war.

„Okay", seufzte Rip, „Die Wahrheit ist: Wir brauchen Sie. Mallus fürchtet Sie, und dafür gibt es einen Grund. Wenn es uns gelingt Sie ins Leben zurückzubringen, sind Sie in der Lage das Todestotem von Zambesi zu benutzen. Und anders als Sara stehen Sie nicht unter Mallus' Einfluss. Sie wären dazu in der Lage ihn damit zu bekämpfen."

„Ich bin sicher, es gibt für den Job auch noch andere Kandidaten", meinte Snart trocken dazu.

Ja, das war der Plan, aber ich kann Ava es nicht tun lassen, nicht diese Ava. Jemand, der nicht tot gewesen war, aber versuchte das Totem zu benutzen, würde scheitern und vermutlich sterben. Das ließ ansonsten nur noch Sara.

„Sie kann es tun", meinte Snart, als hätte er seine Gedanken gelesen, „Sara ist stark. Sie hat den Speer des Schicksals benutzt und unschädlich gemacht."

„Es ist keine Frage der Stärke. Es ist eine Frage der Sicherheit. Es steht so viel auf dem Spiel…", gab Rip zurück.

„Warte mal", mischte sich Jax ein, „Heißt das etwa, du wusstest die ganze Zeit von den Totems und davon, dass sie die Waffe gegen Mallus sind?!"

Rip seufzte.

„Es waren alles Lügen, okay? Von Anfang an, war alles, was ich euch jemals erzählt habe, eine riesige Lüge! Ich habe euch rekrutiert um meine Familie zu retten, nur deswegen. Vandal Savages Herrschaft war mir ziemlich egal! Ich habe euch gesagt, dass ich euch ausgewählt habe, weil ihr in der Zukunft als Legenden bekannt seid, und dann habe ich behauptet ich hätte es getan, weil ihr nicht wichtig für den Verlauf der Geschichte seid, aber beides war gelogen! White Canary, the Atom, Firestorm, Hawkman, Hawkgirl, Captain Cold, Heatwave: Das waren alles Namen von Bedeutung. Namen, die jedoch nicht wichtig genug waren um nicht ersetzt werden zu können! Ich habe euch ausgewählt, weil ich eure Fähigkeiten gebraucht habe, und habe dabei in Kauf genommen die Geschichte zu ändern, da ich der Meinung war, es wären keine besonders großen Veränderungen. Dann hätte halt nicht Hawkgirl sondern Vixen die JLA mitbegründet. Dann wäre nicht the Atom beim Verschwinden des Flash dabei gewesen sondern Mister Terrific. Dann hätte Martin Stein eben niemals den Nobelpreis für die Erfindung der Firestorm-Matrix bekommen. Captain Cold hätte den Flash nie vor DeVoe gerettet, aber Killer Frost würde es tun. Ich habe mich darauf verlassen, dass die Geschichte sich selbst korrigiert, sich ihren Weg bahnen wird. Ich habe euer aller Schicksal verändert. Und nun? Snart sitzt zwischen den Zeiten fest, Martin Stein kann sich von seinen Nobelpreis verabschieden, Firestorm gibt es nicht mehr, Laurel Lance ist tot, Sidney Palmer wird das Erbe seines Bruders an sich reißen. Und die Legends … sie werden alle im Kampf gegen Mallus sterben. Ich bin zurück in der Zeit gegangen, habe meine eigene Zeitlinie gekreuzt und Mallus damit der Befreiung näher gebracht als jemals zuvor um meine neue Familie zu retten. Aber nichts, was ich tue, scheint irgendetwas zu ändern! Vielleicht kann das etwas ändern!", schrie er die beiden Betas an.

Jax starrte ihn sprachlos an. Snarts kniff die Augen zusammen und musterte ihn von Unten bis Oben. „Nun, Michael", meinte er dann, „Du hast die Leben von Menschen, die du nicht kanntest, zerstört um deine eigene Familie zu retten. Dann hast du angefangen genau diese Menschen, deren Schicksal du beeinflusst hast, als deine neue Familie zu betrachten, nur um sie erneut zu verlieren. Und nun willst du sie retten. Nun, wenn dir das gelingen soll, dann schlage ich vor, dass du deinen Arsch bewegst und endlich etwas tust."

„Ich tue doch etwas. Ich ändere den Verlauf der Story, indem ich einen neuen Spieler ins Spiel bringe!", verkündete Rip hilflos. Er wagte es gar nicht zu Jaxs hinüberzublicken. Was musste der junge Mann nun von ihm denken? Und dabei wusste er noch nicht einmal das von Ava.

„Nein", sagte Snart nur, „Was du hingegen tun wirst, ist deinen Arsch auf die Waverider zu schwingen und Sara Lance vor Mallus und dem Todestotem zu retten. Und das jetzt. Dein Alpha braucht dich. Du willst etwas ändern? Wie wäre es, wenn du damit beginnst an dein Rudel zu glauben anstatt es immer nur retten zu wollen?"


A/N: Wir nähern uns langsam dem Finale der 3. Staffel.

Das ich übrigens schon gesehen habe, mich aber nicht ganz begeistern konnte.

Achtung, Spoiler! Ganz abgesehen davon, dass ich nicht mit dem (scheinbaren?) Dahinscheiden eines gewissen Charakters einverstanden bin, und sehr dagegen war, dass Ray im Grunde nur Nora gerettet hat, und Wally statt ihm das Wassertotem benutzt hat, hatte ich mir für das Staffelende eigentlich mehr Hintergrundserklärungen erwartet. Mag sein, dass sich die Autoren manche für die nächste Staffel aufsparen, aber die letzten paar Folgen waren ziemlich erklä war Rip immer so besessen von Mallus? Warum wurde Ava als so groß und geheimnisvoll aufgebaut, wenn sie im Staffelfinale eigentlich einfach nur da war? Waren wirklich die Legends Schuld, dass Mallus zur Gefahr wurde? etc.

Wie ihr unschwer mitbekommen habt, habe ich in dieser Fic bereits jetzt schon mehr Charaktermotivation für Rip und mehr sinnige Pläne von ihm eingebaut als im Canon in dieser Staffel vorhanden waren. Und die beziehen Ava eben mit ein. Wie genau werdet ihr noch lesen.

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