17. Du bist doch Jüdin, oder?


Extra-Warnings: dezitierte Spoiler für 3.16, Verletzung religiöser Gefühle durch einen Charakter


Es stellte sich heraus, dass Mari auch in einer Zeitlinie, in der sie kein Totem besaß, eine Heldin war. Nur leider eben eine, die ein gefährliches Leben ohne entsprechenden Schutz führte. Irgendwie schien sie zu spüren, dass sie zu Größeren bestimmt war, und sich unterbewusst an ein Leben zu erinnern, dass sie einst gelebt hatte, von dem sie aber nichts mehr wusste.

Auf jeden Fall war Amaya in Sorge, und Nate musste ihr erst noch ausreden sich selbst um die Sache mit Mari zu kümmern. Die Tatsache, dass sie immer wieder mal auf ihre andere Enkeltochter traf, reichte seiner Meinung nach schon aus. Sie musste nicht auch noch auf ihre zweite treffen.

„Na gut, aber nimm Zari und Mick mit", gab Amaya schließlich nach, „Ich will nicht, dass du in Schwierigkeiten gerätst."

„Als würde ich jemals in Schwierigkeiten geraten…", erwiderte Nate daraufhin nur mit verdrehten Augen, erklärte sich aber dazu bereit die anderen beiden mitzunehmen. Nachdem Sara gemeinsam mit Ray vom Schiff verschwunden war, blieb ihm auch niemand anderer übrig, den er mitnehmen könnte. Auch wenn es ihm natürlich lieber gewesen wäre nur mit Zari zu gehen. Er und Mick hatten sich schon mal besser verstanden. Aber das war Nates eigene Schuld, nicht wahr?

Nate hasse es prinzipiell sich mit anderen zu streiten, aber bei Alphas fiel es ihm besonders schwer sich schlecht mit ihnen zu verstehen. Der Omega in ihm ertrug Disharmonie kaum und den Gedanken einen Alpha zu enttäuschen noch weniger.

Also war es nicht verwunderlich, dass er sich entschuldigte. „Hör mal, ich war nur aufgebracht wegen Ray", sagte er zu Mick, „Weil er verletzt war. Und außerdem hatte ich Angst vor Saras Todeshexen Alter Ego. Ich weiß, dass ich nicht immer der größte Unterstützer von deiner Beziehung zu Ray war, aber das heißt nicht, dass ich nicht will, dass ihr glücklich miteinander seid, oder daran zweifle, dass ihr es seid. Ich liebe euch beide. Das weißt du doch, oder?"

Mick seufzte. „Du musst nicht gleich einen ganzen Liebesbrief daraus machen, Schönling. Wir waren beide überspannt. Schwamm drüber", brummte er.

„Es ist nicht, dass ich an deiner Zuneigung für Ray zweifeln würde", fuhr Nate trotzdem fort, „Ich weiß nur, wie es ist einen Partner zu haben, den man über alles liebt, aber trotzdem nicht glücklich machen kann. … Womit ich nicht sagen will, dass das bei dir und Ray der Fall ist."

Mick seufzte noch tiefer. „Du machst Amaya glücklich", meinte er nur.

„Nein, tue ich nicht. Nicht wirklich. Aber das ist ja nichts Neues", erwiderte Nate darauf. Immerhin war das die Geschichte seines Lebens: Er tat sein Bestes, doch trotzdem schaffte er es nicht, diejenigen, die am Nächsten waren, zufriedenzustellen. Nicht umsonst hatte Todeshexen-Sara ihn Henry sehen lassen. Die Angst, dass sein Großvater Hanks Meinung über ihn teilte und in Wahrheit eben doch auch von ihm enttäuscht war, kannte er seit er den Beta während des 2. Weltkriegs kennengelernt hatte, und sie war, nachdem er den Tod des Mannes mit ansehen hatte müssen, nur noch stärker geworden. Ich hätte einen Weg finden müssen ihn zu retten.

Aber so war Nates Leben nun einmal: Er stellte für alle in seiner Umgebung eine riesige Enttäuschung dar. Selbst für Amaya. Er konnte sie noch so sehr lieben, glücklich konnte er sie nicht machen, weil ihm ihr gegenüber einst herausgerutscht war, wie ihr Schicksal aussah, und sie seit diesem Tag von diesem verfolgt wurde. Und nun war er auf dem Weg um genau dieses Schicksal zu besuchen.

Mick brummte etwas Unverständliches. „Nun, ihr beide seid ja ein heiterer Haufen", meinte Zari an dieser Stelle, „Als ob der anstehende Krankenbesuch nicht schon deprimierend genug wäre."

Damit hatte sie letztlich recht. Zumindest irgendwie.

Mari befand sich zwar nicht in unmittelbarer Lebensgefahr, aber sie wirkte nicht wie jemand, der vorhatte die Dummheit, die er gerade beging, in nächster Zeit zu unterlassen. Nate gab sich als Sozialarbeiter aus umso mit ihr und ihrem Adoptivvater sprechen zu können. Der Vater war zu einsichtig, Mari jedoch nicht. Sie tat so, als würde sie zuhören, aber Nate konnte den trotzigen Ausdruck in ihren Augen erkennen, den er so gut von Amaya kannte, und der darauf hinwies, dass sie eigentlich gar nicht wirklich zuhörte.

Es war seltsam sie vor sich zu sehen. Sie ähnelte Amaya sehr und zugleich gar nicht. Wenn ich mit Amaya zusammenbleibe, dann gibt es sie vielleicht niemals, wurde Nate klar. Seltsamerweise war ihm dieser Gedanke niemals in Kuasas Gegenwart gekommen. Vermutlich deswegen, weil sie immer damit beschäftigt war jemanden in seiner Umgebung töten zu wollen.

Aber was, wenn sie doch von mir abstammt? Wäre das gar nicht möglich? Nate wollte hoffen, er wollte es wirklich. Aber war das fair?

Nachdem ihm klar wurde, dass er bei Mari vorläufig nichts mehr erreichen würde, kehrte er zu den anderen ins Wartezimmer zurück. „Rate mal, wer hier ist", meinte Mick wenig begeistert, „Die Hexe, die nicht tot ist."

„Kuasa", stellte Nate wenig begeistert fest. Bei ihrer letzten Begegnung war sie bereit gewesen ihn von den Darhks als Menschenopfer benutzen zu lassen, weswegen der Omega nicht gerade erfreut war die Frau zu sehen, die Mick und Zari kühl gegenüberstand.

„Was willst du hier?", wollte Nate wissen.

„Was denkst du denn? Mari ist meine Schwester", erklärte Kuasa verächtlich, „Ich bin hier um sie zu beschützen. Genau wie ihr."

„Dann wäre es vielleicht eine gute Idee gewesen euer Familienerbstück nicht in die Hände der Darhks fallen zu lassen", erwiderte Zari spitz.

Kuasa zuckte die Schultern. „Ich sehe jetzt ein, dass das ein Fehler war", räumte sie ein, „Nora hat das Totem korrumpiert. Sie ist ihm nicht würdig. Doch ich stand in ihrer Schuld. Sie hatte mich ins Leben zurückgebracht."

„Doch nun?", hackte Zari nach.

„Doch nun will ich meine Familie beschützen. Und das geht nur, wenn ich dafür sorge, dass das Totem zu unserer Blutlinie zurückkehrt", erklärte Kuasa, „Mari wird nicht aufhören die Heldin zu spielen. Und meine Großmutter ist nicht mehr dieselbe, seit sie ihre Bestimmung verloren hat."

„Amaya kommt zurecht. Sie braucht kein Totem um Dinge zu bewirken", belehrte Nate sie sofort.

„Das ist wahr", meinte Mick.

„Trotzdem. Ich bin bereit euch zu helfen. Aber damit es auch funktioniert, müsst ihr euch an meine Bedingungen halten", verkündete Kuasa unbeeindruckt, „Ich brauche den Omega. Ihr anderen beiden könnt nicht mitmachen, solange ihr Totemträger seid. Das wäre zu riskant. Wir wollen nicht, dass noch mehr Totems an Mallus fallen."

„Vergiss es", erklärte Zari sofort, und Mick nickte zustimmend.

Nate ließ sich die ganze Sache durch den Kopf gehen. Natürlich war Kuasa in keinerlei Hinsicht vertrauenswürdig, doch Amaya lag ihr durchaus irgendwie am Herzen. Kuasa wollte ihre eigene Existenz sichern und die ihrer Schwester. Das entsprach der Wahrheit. Und das Anasi-Totem gehörte zu dieser Existenz. Es beschützte Amayas Dorf seit Jahrhunderten.

„Ich will ihr helfen", ließ Nate also verlautbaren.

Zari und Mick starrten ihn mit identisch ungläubigen Blick an.

„Ja, versteht ihr denn nicht? Das ist eine einmalige Chance. Wir können das Totem zurückholen. Kuasa und ich können es schaffen. Und dann haben wir endlich alle Totems auf unserer Seite und können im Kampf gegen Mallus bestehen!", erklärte Nate den beiden. Und ich kann endlich etwas für Amaya tun anstatt sie immer nur von ihrem Schicksal abzubringen. Ich kann sie endlich glücklich machen.

„Du hast es selbst gesagt, Nate. Amaya braucht kein Totem um Amaya zu sein. Oder um glücklich zu sein", erinnerte ihn Mick.

„Ja, aber es ist das Richtige. Ich kann das schaffen. Bitte lasst mich das tun. Vertraut mir, dass ich weiß, was ich tue", bettelte Nate, „Dieses eine Mal. Und sagt Amaya noch nichts davon. Erst wenn alles erledigt ist."

Mick und Zari wechselten einen Blick. „Von mir aus", meinte Zari schließlich.

Mick wandte sich Kuasa zu. „Krümm seinem hübschen Kopf auch nur ein Haar, und du wirst dir wünschen niemals geboren worden zu sein", knurrte er.

Nate rührte die Drohung, auch wenn er vermutete, dass sie Kuasa relativ kalt ließ. Die Frau wirkte zumindest nicht besonders beeindruckt. Sie nickte nur.

Zari und Mick zogen sich zurück, und Nate wandte sich Kuasa zu. „Also? Wo fangen wir an?", wollte er als Erstes wissen.


Zari wusste, dass sie es bereuen würden Nate bei Kuasa zurückgelassen zu haben. Sie traute der Wasserhexe kein Stück, und das nicht nur deswegen, weil diese einst versucht hatte sie umzubringen.

„Da seid ihr ja wieder. Wo steckt Nate?", wollte Amaya von ihnen wissen, als sie auf die Waverider zurückkehrten.

Zari beschloss, dass sie Mick mit einer Antwort zuvor kommen musste, wenn sie nicht sofort auffliegen wollten. Also sagte sie schnell: „Der versucht weiterhin Mari davon zu überzeugen das Heldenspielen aufzugeben."

„Gut. Dann haben wir hier ja noch ein bisschen Zeit", stellte Amaya fest, „Die sollten wir nutzen. Zari, warum hilfst du Mick nicht dabei mit seinem neuen Totem zu trainieren?"

Na wunderbar. „Ich brauche dabei keine Hilfe", meinte Mick entschieden.

„Jeder braucht Hilfe", erwiderte Amaya milde, „Seht es als Teambuilding-Übung an."

Zari hätte so gerne nein gesagt, aber Sara hatte nun mal Amaya und nicht ihr das Kommando übertragen, und Amaya hatte außerdem recht. Es war nötig sich an ein neues Totem zu gewöhnen und damit zu üben, bevor man es wirklich beherrschte. Mick dachte vielleicht ein Naturtalent zu sein, aber vermutlich irrte er sich, was das anging.

„Na gut", meinte Zari, „Komm mit in den Frachtraum." Ramadan und trainieren mit Mick Rory - das war keine gute Kombination. Amaya wirkte zufrieden, Mick gar nicht, und Zari war es auch nicht.

Mit Mick zu trainieren stellte sich als genauso schrecklich heraus, wie sie vermutet hatte. Und vielleicht war er doch ein Naturtalent. Die Person, die den Umgang mit ihrem Totem mehr trainierte, war eindeutig Zari.

„Wenn ich nur nicht so hungrig wäre", murmelte sie.

Mick fischte ein Sandwich aus seiner Hose. „Tomaten und Speck?", bot er ihr an.

„Hast du mir gerade … ein Specksandwich angeboten?!"

„Ja, du bist doch Jüdin, oder?"

„…"

Zari vermutete schwer, dass der Alpha versuchte sie absichtlich zu provozieren. Er war nicht so ignorant, wie er tat. Er tat nur ignorant um sie wütend zu machen. Und es gelang ihm. Zari war in der letzten Zeit vom Geist ihres toten Bruders heimgesucht worden, von ihrem Captain verprügelt worden, hatte ihre Omegas verloren, war von ihrem Alpha verlassen und übergangen worden, und musste sich nun vom einem Kerl verprügeln lassen, der sie offenbar nicht mochte! Sie hatte langsam wirklich genug.

Wütend ließ sie einen kleinen Orkan auf Mick los, der diesen durch die Luft schleuderte und am Hintern landen ließ. „Respekt", brummte er, „Du hast es ja doch drauf."

Zari unterdrückte einen Wutschrei. Stattdessen stellte sie sich die inzwischen gut bekannte Frage: WWJT? Was würde Jax tun?

„Ich weiß ja, dass ich für dich im Grunde genommen immer noch die Neue bin, und du mich, wenn du die Wahl hättest, nicht hier am Schiff dabei haben wollen würdest. Aber ich kann nichts dafür, dass ich nicht Martin oder Jax oder Rip oder Leo bin. Es tut mir leid, dass sie dich alle verlassen haben, aber das ist nicht meine Schuld. Ich war übrigens schon vor Leo an Bord, also verstehe ich nicht ganz, warum du ihn lieber mochtest als mich. Aber das steht dir zu. Was dir nicht zusteht, ist meine Religion zu beleidigen, nur weil dir nichts Besseres einfällt um mich zu reizen. Meine Familie wurde deswegen verfolgt und vermutlich getötet!", sagte sie also gezwungen beherrscht, da Jax über alle Konflikte sprechen würde um sie zu lösen.

Mick grunzte und meinte: „Meine Güte, sei doch nicht so empfindlich. Es ist mir doch gleich, dass du mehrmals täglich in Richtung der Sonne betest."

„Mekka", verbesserte ihn Zari.

„Du warst hungrig, also hab ich dir Essen angeboten. Da steckt keine böse Absicht dahinter. Aber es tut mir leid, wenn ich damit beleidigt haben sollte. Du irrst dich übrigens, es ist nicht so, dass ich dich nicht mögen würde. Ich mag nur keine Veränderungen. Und in letzter Zeit hat sich viel verändert…" Er verstummte. „Vielleicht hab ich das an dir ausgelassen, weil ich es nicht an jemanden auslassen wollte, an dem mir wirklich was liegt. Damit die nicht auch noch gehen."

Zari runzelte angesichts dieser widersprüchlichen Erklärung die Stirn. Offenbar mochte Mick sie nicht nicht, sondern nur am wenigsten. Sollte ihr das wirklich ein Trost sein?

„Es ist gut, dass du am Schiff bist", schloss Mick, „Du tust Amaya und Sara gut. Und den Omegas auch. Aber sie sind jetzt nicht hier. Wir hätten Nate niemals bei der Hexe zurücklassen dürfen."

Hatte er die ganze Zeit daran gedacht? Sogar als er ihr via Feuertotem den Hintern versohlt hatte?

„Und wir hätten Amaya nicht anlügen sollen", fuhr Mick fort.

„Ja, das hättet ihr nicht." Amaya stand wütend in der Türe und wirkte aufgelöst. Sie hielt ihr Totem in der Hand. „Kuasa hat mir das gebracht, aber sie hat Nathaniel an die Darhks übergeben!"

Verdammt. Zari fühlte sich schuldig, aber es war keine Zeit zu verlieren. „Dann sollten wir schnell los um ihn zu retten", meinte sie daher nur.


Amaya war wütend. Ihre Wut loderte hell, und sie galt vor allem Kuasa. Ein Teil galt auch Nathaniel, der sich in diese Lage hatte bringen lassen, und ein weiterer Teil richtete sich gegen Zari und Mick, die zugelassen hatten, dass er sich in diese Lage gebracht hatte, aber sie war auch wütend auf sich selbst. Sie hätte es besser wissen sollen.

Sie hatte Kuasa an den Kopf geworfen, dass sie das Totem nicht verdient hätte, weil sie einen verdorbenen Charakter hatte, und zu dieser Meinung stand sie auch, aber vielleicht war ja auch Amaya die Verdorbene. Sie hätte diejenige sein sollen, die sich ihr Totem von Nora Dahrk zurückholte. Stattdessen war es Nathaniel gewesen, der dachte das für sie erledigen zu müssen. Und das war das Ergebnis: Er befand sich in den Händen der Dahrks.

Ich hatte es nicht besonders eilig das Totem zurückzubekommen, nicht wahr? Zuerst habe ich mich ohne Totem verloren gefühlt, doch dieses Gefühl ist schnell einem anderen gewichen. Ich war endlich frei. Zumindest habe ich mir das eingeredet. Und ich wollte so gerne frei bleiben, also habe ich gar nicht erst versucht mein Totem zurückzubekommen.

Kuasa hatte versucht Nate umzubringen. Schon wieder. Trotz Amayas Warnung nach dem letzten Mal. Aber zumindest hatte sie eine gute Verteidigung: Ihre eigene Existenz. Aber was war Amayas Verteidigung?

Das Totem fühlte sich schwer und falsch an ihrem Hals an. Nichts war mehr so, wie es sein sollte. Alles schien verkehrt zu sein. Wenn Amaya niemals die Legends kennengelernt hätte, würde ihr Leben immer noch in klaren geregelten Bahnen verlaufen, doch sie hatte sie kennengelernt. Sie hatte ihren Omega kennengelernt. Und nun … war sie nur noch verwirrt. Sie hatte sich immer für ihre Selbstbeherrschung gelobt, doch diese war dahin. Seit sie die Legends kennengelernt hatte, war sie dahin. Seitdem war sie nicht mehr der beherrschte selbstischere Alpha, der sie einst gewesen war, seit dem war sie eine zerrissene Person, die nicht mehr wusste, was sie tun sollte. Jede mögliche Entscheidung kam ihr falsch vor.

Außer diese eine: Sie musste ihren Omega retten.

Doch als sie ihr Totem berührte um auf die Darhks loszugehen, ging sie zu Boden. Sie hatte vergessen, dass ihr Totem korrumpiert worden war. Und dann beherrschte es sie anstatt umgekehrt. Es war an Zari und Mick sie in Schach zu halten, anstatt ihr den Rücken freizuhalten.

Es war Kuasa, die Nate rettete. Wegen dem, was Amaya zu ihr gesagt hatte.

Sie rettete Nate, und als Dank dafür wurde sie von Nora getötet. Das Wassertotem, das ihren Körper zusammenhielt seit sie wiederbelebt worden war, wurde aus ihr herausgerissen und Kuasa verschwand, wurde zu Wasser und war dann einfach weg. Amaya konnte ihren Tod durch ihr eigenes Totem fühlen. Und das brachte sie wieder zu Verstand.

„Kuasa!", keuchte sie.

„So", verkündete Mallus durch Nora, die übrigens gar nicht mehr gut aussah, und deren Gesicht von schwarzen Venen überzogen war, was nichts Gutes bedeuten konnte, „gehe ich mit Verrätern um. Merkt es euch." Letzteres schien vor allem an Damien Darhk gerichtet zu sein, der sich ehrerbietig verneigte, bevor die beiden Darhks verschwanden und die nun vollständig kampfbereiten Legends zurückließen.

„Verdammt", meinte Mick, „Das war …"

„Ich habe es gespürt, ich habe gespürt wie sie..." Zari brach ab und warf Amaya einen nervösen Blick zu.

„Ja. Lasst uns zum Schiff zurückkehren", meinte Amaya nur tonlos.

Kuasa war tot, und das war ihre Schuld. Sie war es, die den anderen Alpha dazu gedrängt hatte eine Heldin zu sein. Und was hatte es sie gekostet? Einfach alles.

Nate fühlte sich schuldig. Er weinte und meinte alles wäre seine Schuld. Amaya tröstete ihn halbherzig. Mick meinte wenigstens wäre es inzwischen dunkel und Zari könnte jetzt was Essen. Zari lächelte ihn daraufhin erfreut an.

Amaya achtete nicht mehr auf sie und zog sich in ihre Kabine zurück. Alleine. Sie versuchte Schlaf zu finde, aber Kummer überwältigte sie. Was hatte Kuasa ihr vorgeworfen? Ach ja, dass sie alles hätte verhindern können, wenn sie nur ihr Dorf gerettet hätte. Ihr Dorf retten…

Keine Sorge, meine Kleine, ich werde alles wieder gut machen. Für dich und für Mari und für alle anderen. Ich werde euch alle retten. Sie stand auf und machte sich auf dem Weg zum Jumpship.


A/N: Ich fand den Mick/Zari-C-Plot in der Folge ja ganz nett, aber etwas substanzlos, daher die leichte Änderung.

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