18. Ein Flasher mit deinem Namen drauf
Spoilerwarning: Dezitierte Spoiler für 3.17
Mick hatte Gideon angewiesen ihn sofort zu informieren, wenn Sara und Ray zurückkehrten. Doch als es soweit war, sah Mick gerade noch wie Ray Gary mit den Worten „Hier wartet ein Flasher mit deinem Namen drauf auf dich" in sein Labor zerrte, und Sara mit Ava beschäftigt war. Also wartete er ab, bis die beiden Zeitagenten wieder von Bord waren, um Ray dann streng daran zu erinnern, dass er sich eigentlich schonen sollte anstatt auf Missionen zu gehen, und in Erfahrung zu bringen, wo sein Alpha und sein Omega eigentlich gewesen waren.
„Nun, wir sind zu Avas Eltern gegangen, um sie dort zu suchen und haben dabei herausgefunden, dass sie nur Schauspieler sind, die bezahlt werden um Avas Eltern zu spielen. Und dann ist Sara nervös geworden, und wir sind in die Zeitperiode gegangen, aus der Ava ursprünglich stammt, über die sie aber nichts wissen sollte, weil Sara befürchtet hat, dass sie dort ist. Nur, dass sie nicht dort war, sondern erst dorthin gekommen ist, weil wir dort waren, und so die Wahrheit über sich selbst herausgefunden hat. Aber eigentlich war es ganz gut, dass sie gekommen ist, da sie uns gerettet hat", berichtete Ray.
„Aha." Mick war nicht sicher, was er von dieser Geschichte halten sollte. „Und was genau sollte sie nie rausfinden?", wollte er wissen.
Ray zog eine Grimasse. „Es ist ein Geheimnis, das eigentlich keiner wissen soll, und du bist nicht gerade gut darin Geheimnisse für dich zu behalten, Mick", erinnerte er den Pyromanen.
Mick grunzte zustimmend, sagte aber nichts, weil er seinen Omega kannte. Ray konnte nichts besonders lange für sich behalten – so war es nun mal, und es war auch diesmal so.
Nach wenigen Momente erklärte Ray: „Ava ist Teil eines Klonprogramms aus der Zukunft. Sie ist der perfekte Mensch. Es gibt eine Firma, die nichts anderes tut als Avas herzustellen. Ist es falsch, dass ich sie mir mal gerne genauer unter Mikroskop ansehen würde? Ich meine, wenn sie doch perfekt ist, dann wäre es gut zu wissen, was genau an ihr perfekt ist. Und die Tatsache, dass sie ein Alpha ist und eine Frau – sind das Zufälle oder spielt das eine bedeutende Rolle?" Er warf Mick einen eifrigen Blick zu.
Dieser ließ die neue Erkenntnis erst mal auf sich wirken. Ein Klon also. Der perfekte Mensch. Nein, das änderte nichts für Mick. Er konnte sie immer noch nicht besonders leiden.
„Komm schon", meinte er dann, „Vergiss Saras Ex und ruh dich endlich aus. Wir wollten doch gemeinsam den Herrn der Ringe binge watchen."
„Ich bin nicht sicher, ob man bei drei Filmen schon von binge watchen sprechen kann", wandte Ray ein.
„Dann nehmen wir die drei Hobbits eben dazu", erwiderte Mick unbeeindruckt, „Hauptsache, du ruhst dich endlich mal aus." Ray hatte es nötig und Mick hatte es ebenfalls nötig. Kuasas Tod hatte ihn innerlich wund zurückgelassen, weil er ihn gespürt hatte, als würden ihm selbst Schmerzen zugefügt werden. Vermutlich war es Zari und Amaya genauso gegangen, was erklärte warum beide zuletzt nicht besonders gut ausgesehen hatten. Diese Totems schienen ihre Träger auf eine tiefere Weise miteinander zu verbinden, als Mick bisher angenommen hatte, und er wusste nicht, ob ihm das gefiel. Vermutlich eher nicht.
„Na gut, aber du weißt, dass es nicht klappen wird, dass garantiert irgendeine Katastrophe dazwischen kommen wird, während wir uns die Filme ansehen, oder?", gab Ray schließlich doch nach.
Natürlich würde es so kommen, da Mick sich nicht einmal ein Footballspiel ansehen konnte, geschweige denn drei (oder gar sechs) Dreistundenfilmen. Das bedeutete aber nicht, dass er es nicht versuchen wollte.
Es war ein jährliches Ritual sich alle Herr der Ringe-Filme anzusehen. Nicht einmal im Gefängnis hatte er sich davon abhalten lassen. Es war leichter möglich als die Bücher zu lesen. Das hatte Mick auf Grund seines Lebensstils schon vor Jahren aufgegeben. Aber die Filme wollte er sich nicht nehmen lassen. Nicht einmal von Mallus.
Wie sich herausstellte, war es nicht so sehr Mallus, der ihm seine Filme nicht gönnen wollte. Es waren Grodd, der einen jungen Barack Obama umbringen wollte, Amaya, die offenbar durchgedreht war und beschlossen hatte die Zerstörung ihres Dorfes 1992 zu verhindern, und Damien Darhk, der zu ihnen überlief, weil er seine Tochter retten wollte. Offenbar war ihm erst jetzt klar geworden, dass Mallus Nora töten würde, wenn er frei kommen würde. Loser.
Immerhin brachte er ihnen das Wassertotem als Friedensangebot mit, und es gelang ihnen Grodd zu schrumpfen und zu fangen und so Obama zu retten.
Mick wollte wirklich gerne seine Filme weiteransehen, was dazu führte, dass der Klon ihn beleidigte, indem sie sich darüber wunderte, ob er überhaupt lesen konnte. (Ja, Mick konnte sie wirklich nicht leiden). Und während der Klon und Rip, der wegen der Obama-Sache wieder aufgetaucht war, ihr Klontum diskutierten, wandten sich die anderen Damien Darhk zu.
Zumindest manche von ihnen. Nate und Zari hatten das Jumpship genommen um Amaya zur Vernunft zu bringen. Mick setzte keine großen Hoffnungen darin, dass sie Erfolg haben würden. Er kannte Amaya gut genug um zu wissen, dass sie, sobald sie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte, davon nicht mehr abzubringen war. Und eigentlich sollte das ganze Rudel bei ihr sein und ihr beistehen (dafür würde Mick sogar seinen Film unterbrechen), doch Darhk stellte sie vor dringendere Probleme.
Sara wollte ihn offensichtlich am Liebsten töten, und Mick hätte kein Problem damit. Doch Ray schien ihm helfen zu wollen, und der Engländer und der Klon waren auf seiner Seite. Sie alle wollten Mallus unbedingt aufhalten. Oder in Rays Fall Nora retten.
Sie entwickelten einen verrückten Plan, John Nobles Stimme aufzunehmen um Nora vorzugaukeln es wäre Mallus, der zu ihr sprach. Der ganze Plan war so verrückt, dass er nur schief gehen konnte. Und natürlich ging er auch schief.
Zumindest hatte sich Dahrk dazu bereit erklärt das Todestotem zu benutzen. Da er wie Sara schon mal tot gewesen war, war er dazu in der Lage. Dieser Umstand schien die meisten anderen davon überzeugt zu haben sich mit ihm zu verbünden, Mick traute ihm kein Stück und war bereit ihn in Flammen aufgehen zu lassen, wenn es nötig werden würde.
Doch zuerst mussten sie sich um Amaya kümmern. „Ihr ist mit Vernunft nicht beizukommen, und das Schlimmste daran ist, dass Nate ihr auch noch helfen will!", erklärte Zari aufgelöst.
Mick war von diesem Ergebnis kein bisschen überrascht.
„Nun, dann müssen wir eben alle nach Zambesi 1992 und die beiden zur Vernunft bringen", meinte Ray, „Es wird hart werden, aber wir dürfen nicht zulassen, dass sie ihr Heimatdort gerade jetzt retten. Ein so große Veränderung der Zeitlinie würde ausreichen um Mallus freizusetzen." Gleich würde er wieder damit beginnen den entsprechenden Code zu singen. Mick konnte ihn schon ansetzen hören „Mallus kommt aus dem Zeitkerker frei", klang es mit der entsprechenden Code-Nummer in seinem Kopf nach. Ich hasse diesen Ohrwurm. Warum muss er das dauernd singen?
„Es sei denn", begann Sara plötzlich, „Es sei denn, wir lassen es zu. Überlegt doch mal: Vielleicht waren wir deswegen nicht in der Lage Mallus zu besiegen, weil wir ihn nicht direkt stellen konnten. Aber nun haben wir alle sechs Totems, wir könnten das vollenden, was die Zambesi-Stämme vor all dieser Zeit begonnen haben. Wir könnten ihn vernichten. Aber um das zu tun, müssten wir ihn erst einmal befreien."
Alle starrten Sara entsetzt an. „Das klingt nach einer furchtbaren Idee", meinte Rip.
„Ja, aber denk mal nach. Was hast du bisher nie versucht? Was hättest du nie versucht? Was würde das Bureau niemals gut heißen? Genau diesen Plan! Er kann uns gelingen, davon bin ich überzeugt", argumentierte diese, „Gerade weil es so verrückt ist, ist es unsere beste Chance."
„Auf keinen Fall!", mischte sich der Klon ein, „Als Direktorin des Bureaus kann und will ich nichts mit diesen Plan zu tun haben. Wir schützen die Zeitlinie und verändern sie nicht nach Gutdünken."
Rip wirkte nachdenklich. „Weißt du noch, wie ich gesagt habe, dass wir die Kettensäge eines Tages brauchen werden um den Nagel einzuschlagen? Heute ist dieser Tag gekommen", sagte er zum Klon, „Ich denke, wir sollten es versuchen."
„Das hast du nicht einmal zu mir gesagt, sondern zu Ava-11!", fauchte der Klon ihn an, „Und das ist der reine Wahnsinn! Wir wollen Mallus stoppen und nicht ihm helfen! Wenn die Legends wirklich versuchen diesen wahnsinnigen Plan durchzuführen, dann wird das Bureau sie aufhalten! Und das inkludiert dich, Agent Hunter!"
„Nun, ich schätze, dann kündige ich wohl", meinte Hunter ruhig.
„So sei es. Wenn ihr denkt, ich stehe einfach daneben und lasse das zu, dann irrt ihr euch!", fauchte der Klon, öffnete ein Zeitportal, und verließ das Schiff.
Die anderen sahen ihr schweigend hinterher. „Ich sage das nur ungern", meinte Mick langsam, „Aber der perfekte Mensch hat recht: Das ist genau das, was wir alle seit Jahren verhindern wollen. Warum sollten wir es jetzt tun?" War es wirklich soweit gekommen, dass er hier im Rudel nun die Stimme der Vernunft war?
Zari meldete sich zu Wort: „Weil Amaya es braucht. Überlegt doch mal, sie hat uns nie um irgendetwas gebeten. Die ganze Zeit über wusste sie, wie sie sterben wird, und was mit ihrer Familie passieren wird, und sie hat es akzeptiert. Bis jetzt. Kuasa ist vor ihren Augen gestorben, und nun kann sie es nicht mehr akzeptieren. Ich habe alles versucht. Versucht die Zeit zu hacken, einen Weg zu finden ihr Dorf zu retten ohne die Zeitlinie zu verändern, aber es gibt keinen Weg. Es ist ein einschneidendes Event. Aber Amaya gehört zu uns. Das hier ist ihre Heimat und ihre Familie und ihre Zukunft. Wenn jemand darüber bestimmen sollte, was passiert, dann doch wohl sie. Ich finde nicht, dass wir die Zeitlinie verändern sollten um Mallus freizusetzen. Ich finde, wir sollten es tun um Amaya zu helfen."
„Wenn wir es tun, dann wird Mallus freigesetzt und Nora wird sterben", wandte Ray ein.
„Sie ist bereits tot", meinte Sara, „Ihr habe sie gesehen. Da ist nur noch Mallus. Die größeren Bedenken habe ich, was das Bureau angeht. Wenn Ava es ernst gemeint hat, dann kämpfen wir nicht nur gegen Nora und Mallus, sondern auch gegen Ava und Gary und all die anderen Agenten…"
Rip meldete sich wieder zu Wort. „Vor langer Zeit habe ich beschlossen die Leben von acht ausgewählten Individuen sowie mein eigenes nach eigenem Gutdünken zu verändern und mich mit dieser Entscheidung gegen den Rat der Time-Master gestellt. Ich habe Schicksale verändert. Die von einzelnen Menschen, aber dadurch letztlich auch das der Welt. Ihr wisst, was daraus wurde. Es hat Tote gegeben, in unserem Rudel und außerhalb. Wir haben geliebte Menschen verloren, anderen Menschen geholfen, und das Leben von wieder anderen in ganz neue Bahnen gelenkt. Es war eine egoistische Entscheidung, die mich auf diesen Weg geführt hat: Die Entscheidung meine Familie retten zu wollen. Nun will Amaya ihre retten. Wenn wir ihr dabei helfen, dann beginnt alles wieder von vorne. Wir wissen dann nicht, was wir alles damit lostreten. Letztes Jahr haben wir uns dafür entschieden die Regeln zu brechen um die Welt zu retten. Doch deswegen entstanden die ersten Risse in Mallus' Gefängnis. Wenn wir das jetzt tun, dann opfern wir nicht nur das Leben von Nora Darhk, verändern die Geschichte von Zamebsi und Amayas Nachfahren, stellen uns gegen das Time Bureau, und befreien Mallus, nein, dann riskieren wir auch unvorhersehbare Konsequenzen. Seid ihr bereit das zu tun? In den letzten Jahren gab es mehr als genug Tage, an denen ich meine Entscheidungen bereut habe. Aber noch mehr Tage gab es, an denen ich wusste, dass es das alles wert war. Das es das Einzige war, was ich tun konnte. Die Frage, die wir uns hier stellen müssen, die einzige, die wir uns stellen müssen, ist die: Ist das das Einzige, was wir in dieser Situation tun können?"
Mick erinnerte sich an sein Leben zurück, bevor er Rip Hunter kennengelernt hatte. Dann erinnerte sich an seine Zeit als Chronos und daran, dass Leonard gestorben war. Doch dann sah er sich um, und er sah Ray und Sara und Rip hier bei sich und sogar Zari, und er dachte an Nate und Amaya, die seine Unterstützung brauchten, und an Jax und den Professor, im Guten wie im Bösen, und an Leo, und sogar an den Flash und seine Frau und seine Freunde, und an Supergirl.
„Es ist dumm, wird wahrscheinlich schiefgehen, und vermutlich werden wir es nicht alle überleben", meinte Mick, „Aber wir müssen es tun."
Ray nickte zustimmend. Genau wie Zari. Und Sara.
„In euren Augen sehe ich dieselbe Furcht, die auch mich verzagen ließe! Der Tag mag kommen, da der Mut der Menschen erlischt, da wir unsere Gefährten im Stich lassen und aller Freundschaft Bande bricht, doch dieser Tag ist noch fern!", schloss Mick.
Rip nickte zustimmend. „Auf in die Schlacht, Kinder des Westens", erwiderte er nur, „Gideon, setz Kurs nach Zambesi 1992, bring uns zu unseren Freunden."
Sara hatte es geschafft Ava bei ihrem Versuch sie vor der Wahrheit zu beschützen diese zu offenbaren. Es war zwar keine Absicht gewesen, aber es lief auf das Gleiche hinaus. Die Erkenntnis ein Klon zu sein, setzte Ava schwer zu.
„Du bist nicht wie die anderen", hatte Sara ihr erklärt, „Du bist einzigartig. Das hier sind Drohnen, du bist eine Königin." Nur um sie gleich darauf zu bitten so zu tun als wäre sie eine der Drohnen um sie alle lebendig aus der Klonfabrik hinauszubringen. Aber sie hatte trotzdem gehofft, dass Ava die Botschaft verstanden hatte, dass sie wusste, dass Sara sie nicht für weniger wert hielt, nur weil sie ein Klon war, dass sie sie als Person sah.
Doch leider hatte es nicht gereicht, wie es schien. Als es darauf ankam, stellte Ava sich gegen sie anstatt an ihrer Seite zu kämpfen. Sie schwor sogar sie aufzuhalten. Das war eine seltsame Art von Deja Vu für Sara. Hatten sie und die anderen Ava, Ava-11, nicht eine sehr ähnliche Szene durchgespielt?
Sara versuchte noch einmal mit Ava Kontakt aufzunehmen.
„Hast du deine Meinung geändert?", meinte Ava sofort anstelle einer Begrüßung.
„Nein, ich hatte eigentlich gehofft, dass du deine Meinung ändern würdest", erwiderte Sara, „Ich weiß, was wir planen ist gegen die Vorschriften, aber du hast dich schon mal über die Vorschriften hinweggesetzt um uns zu helfen. Mehr als einmal."
„Die Vorschriften sind alles, was ich noch habe, Sara", gab Ava zurück, „Ich bin nicht wie du. Ich bin nicht einmal ein echter Mensch. Ich bin nicht einmal die erste Ava Sharpe. Das meiste, woran ich mich erinnere, ist entweder nie passiert oder niemals mir passiert. Woran also soll ich mich orientieren, wenn nicht an den Vorschriften und Idealen, die ich verteidige?"
„Vorschriften und Ideale, die von Rip Hunter verfasst wurden", erinnerte sie Sara, „Dem Mann, der sie gerade über Bord geworfen hat um sich uns anzuschließen. Sollte dir das nicht etwas sagen?"
„Es sagt mir, dass er dir im Gegensatz zu mir so sehr verfallen ist, dass er nicht mehr klar denken kann", lautete die schnippische Antwort, „Ich bin ein Alpha, Sara. Ich mag ein Klon sein, aber immerhin bin ich dazu in der Lage eigenständig zu denken anstatt mich dir einfach unterzuordnen wie ein braver kleiner Omega."
„Und offenbar wirst du sexistisch, wenn du aufgebracht bist", stellte Sara fest, „Noch etwas, was dich von Rip unterscheidet. Und den anderen Avas. … Ava, wir brauchen dich an unserer Seite. Ich brauche dich an meiner Seite."
„Ich habe dich gerettet, Sara. Und dachte uns würde etwas Besonderes verbinden. Doch dann hast du Schluss gemacht. Nicht einmal wegen deinem Omega, sondern weil du dachtest du wärst meiner nicht würdig. Dann hast du erfahren, wer ich wirklich bin, und das vor mir geheim gehalten. Du wolltest sogar verhindern, dass ich es herausfinde. Um mich zu schützen, wie du sagst, und vielleicht stimmt das ja sogar. Aber nach dem Wiedersehen mit meiner Ex, meiner Sauftour, und der Erkenntnis, dass alles, was ich dachte über mich zu wissen falsch ist, kann ich dir eines sagen: Wenn du das, was du planst, wirklich vorhast durchzuführen, dann hattest du recht: Dann bist du meiner nicht würdig", verkündete Ava und unterbrach die Verbindung.
Na toll. Sara starrte auf den erloschenen Bildschirm. Warum denke ich, dass ich das unbedingt durchziehen muss? Ist es Todessehnsucht? Gehe ich davon aus, dass wir scheitern und sterben werden, und hoffe, dass ich Damien dabei auch wirklich mitnehme?
Barry (Obama) hatte sie in Sachen Damien beraten, und Damien hatte behauptet erst jetzt, wo er drohte Nora zu verlieren, zu verstehen, wie schmerzhaft es war einen geliebten Menschen zu verlieren, aber …. Sie wollte ihn so gerne töten. Es schon wieder nicht zu dürfen, riss ihr das Herz aus der Brust. Doch wenn sie es tat, dann würde sie damit endgültig beweisen, dass es wahr war, dass etwas mit ihr nicht stimmte und sie keine Liebe, kein Rudel, keine Freunde verdient hatte.
Also riss sie sich zusammen. Die ganze Sache mit Avas Klonen hatte ihr vor Augen geführt, dass es genug Menschen in ihrer Umgebung gab, die sich aus anderen Gründen ebenfalls nicht richtig fühlten.
Und natürlich hatte Ray sie bequatscht nicht zu gehen, sondern bei ihm zu bleiben. Beim Rudel zu bleiben. Und weil es Ray war, konnte sie nicht nein sagen. Trotzdem: Wenn alles vorbei war, wenn sie Mallus besiegt hatten, oder von ihm besiegt worden wären, dann würde sie gehen. Sie verdiente dieses Rudel nicht. Ava hatte recht: Sara war ihrer nicht würdig. Genauso wenig wie den anderen.
Aber sie konnte Amaya dieses letze Abschiedsgeschenk machen und den anderen dabei helfen Mallus zu besiegen. Und sich danach um Damien kümmern um endlich Laurel zu rächen. Das Einzige, das sie dazu tun mussten war Amayas Heimatdorf zu retten.
Nichts leichter als das, sagte sie sich und hoffte, dass das auch stimmte. Was konnte schon schief gehen? Nun, mit Damien Darhk als neuesten Rekruten im Team so ziemlich alles, nicht wahr?
A/N: Ich bin nicht Anti-Avalance, ich fand nur dass vieles in den letzten beiden Folgen irgendwie überhastet und ausgegoren war. Und in meiner Fic haben sich die Dinge in den letzten paar Kapiteln außerdem anders entwickelt. Ava hat also jedes Recht sauer auf Sara zu sein und auch jedes Recht gegen ihren Wahnsinnsplan zu sein. Was sie genau noch tun wird, werdet ihr noch sehen.
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