19. Ist das der echte Plan, oder war das ein Witz?
Extra-Warnings: Spoiler für 3.17 und 3.18, graphischer Character Death, unverantwortliches Verhalten einer Schwangeren
Zu Beginn hatte Nate eigentlich schon vorgehabt Amaya ihren ganzen Plan wieder auszureden. So ruhig und gefasst wie sie einst ihm auseinandergesetzt hatte, dass er seine Familie nicht retten konnte, da er damit die Zeitlinie verändern würde, wollte er ihr auseinandersetzen, dass sie ihre deswegen ebenfalls nicht retten konnte.
Doch sein Plan ging in dem Moment zum Teufel, als er sie erblickte und ihr veränderter Geruch in seine Nase strömte. Es gab ja die weitverbreitete Ansicht, dass Omegas prinzipiell immer das taten, was ihre Alphas ihnen anschafften. Dieses Vorurteil ging auf biologische Faktoren zurück. Zum einen konnten Alpha-Pheromone Omegas dahingehend beeinflussen, dass sie das taten, was ihnen ihr Alpha befahl, ob sie nun wollten oder nicht, und es gab genügend Arschloch-Alphas, die das wussten und ausnutzten. Der Omega besaß den natürlichen Instinkt den Alpha zufrieden stellen zu wollen, das war nun mal eine Tatsache, und Alpha-Pheromone wirkten auf ihn um einiges stärke als auf Betas oder andere Alphas. Und dann gab es da noch den zweiten Faktor. Den, der damit zusammenhing, dass Omegas nun einmal einen ausgeprägten Familiensinn besaßen. Dass sie prinzipiell alles taten um ihre Familie zu schützen und zusammenzuhalten.
Als Nate es roch, fragte er sich unwillkürlich, warum es ihm bisher entgangen war. Er hätte es schon längst bemerken müssen. Doch all die anderen Gerüche an Bord der Waverider hatten es offensichtlich überdeckt und hatten ihn abgelenkt. Das war keine Entschuldigung, aber eine Erklärung. Und andererseits: Ein Teil von ihm hatte es vermutlich bereits gewusst. Das würde vieles erklären, wie zum Beispiel seine Bereitschaft sich mit Kuasa zusammenzutun um Amaya stolz und glücklich zu machen.
Omegas taten nicht immer das, was ihr Alpha von ihnen erwartete. Sie besaßen prinzipiell eine eigene Meinung. Es war nun mal allerdings so, dass sie anders als die beiden anderen Geschlechter eher dazu bereit waren ihrem Partner den Rücken zu stärken, egal wie falsch dessen Entscheidungen anderen erscheinen könnten. Omegas ging es nicht um richtig und falsch, sondern um Loyalität.
Zari war nicht begeistert, dass er sich auf Amayas Seite stellte und versprach ihr zu helfen. Sie ging um zu petzen, aber Nate ließ sich davon nicht beeindrucken. Gemeinsam mit Amaya beobachtete er wie sich deren Tochter Esi weigerte das Totem anzunehmen, und gemeinsam beschlossen sie, dass es dieser Umstand sein musste, der korrigiert werden musste, um das Dorf zu retten.
Nate musterte Esi genau und versuchte festzustellen, ob es eine Möglichkeit gab, dass diese Frau doch seine Tochter war, doch Kuasa zu Folge war dem nicht so, nicht wahr? Doch von wem stammte sie dann ab?
Während Amaya losging um mit Esi zu sprechen, suchte Nate die alte Amaya auf. Er wollte sie schon fragen, was aus ihrem anderen Kind geworden war, doch er musste feststellen, dass sie ihn nicht erkannte. Sie schien jedes Wissen über ihn aus ihrem Gedächtnis gelöscht zu haben.
Das tat weh. Nicht nur, weil das bedeutete, dass sie nicht zusammen alt geworden waren, sondern auch, weil es bedeutete, dass sie keine Familie geblieben waren. Etwas musste vorgefallen sein oder sie voneinander getrennt haben. Etwas hatte dazu geführt, dass Amaya sich ihrem Schicksal ergab und bereit war alles zu vergessen. Ihr Rudel. Ihren Omega. Ihr Kind.
Trotzdem, so tragisch und besorgniserregend das alles auch war, zu allererst galt es das Dorf und damit auch Amaya zu retten. Alles andere konnten sie immer noch später klären.
Als die Legends auftauchten, dachten Nate und Amaya natürlich zuerst, dass sie gekommen wären um sie aufzuhalten, doch es stellte sich heraus, dass sie sich irrten. Offenbar wollte ihr Rudel ihnen helfen. Sara wollte, dass Mallus seinem Gefängnis entkam, damit sie nicht mehr durch einen Wirt sondern direkt gegen ihn kämpfen könnten.
Nate wäre es lieber, wenn sie sich aus einem anderen Grund auf ihre Seite stellen würde, aber immerhin hatten sie sogar Damien Darhk dazu überredet sie zu unterstützen, wie es schien. Und Nate und Ray erhielten das Erd- und das Wassertotem um für den Kampf bereit zu sein.
So weit war alles gut, doch dann musste Ray es verderben, als er ausrief: „Oh, mein Gott, Leute, wieso habt ihr denn nichts gesagt?! Herzlichen Glückwunsch!"
Alle blickten nun zu Amaya und schnüffelten, und, nun ja, damit gingen die Probleme los.
„Damit ist dieser Plan wohl gestorben", meinte Sara, „Oder aber … Amaya gib dein Totem Rip."
„Was? Nein, das hier ist mein Totem und mein Kampf", erinnerte sie Amaya.
„Wenn du denkst, ich würde zulassen, dass du in diesem Zustand, den du offensichtlich vor uns verborgen hast, gegen Mallus antrittst, dann hast du dich geschnitten!", gab Sara zurück.
„Mein Totem ist mein Geburtsrecht. Nicht jeder kann es einfach so benutzen als wäre es ein … tragbares Telefon!", beschwerte sich Amaya.
„Damit hast du vielleicht recht", räumte Sara ein, „Gib dein Totem Zari. Zari, gib du Rip dein Totem."
„Ich bin verwirrt", schaltete sich Zari ein, „Warum genau spielen wir Totem-Ringelrei?"
„Weil Amaya schwanger ist!", erklärte Sara.
„Oh. … Nun, Ray hat recht, herzlichen Glückwunsch, Leute!", erklärte Zari dann.
„Ich denke", meldete sich Rip zu Wort, „Dass Sara recht hat, Miss Jiwe. Wir sollten Sie keiner unnötigen Gefahr aussetzen."
„Unnötiger Gefahr? Ich bin die Einzige hier, abgesehen vielleicht von Dahrk, die wirklich weiß, was sie tut. Selbst Zari ist gegen mich eine Anfängerin. Wenn ihr diesen Plan wirklich durchsetzen wollt, dann braucht ihr mich!", argumentierte Amaya.
„Amaya hat recht", erklärte Nate loyal, „Wir wollten nur ihr Heimatdorf retten, ihr seid es, die auf die Idee gekommen seid, das ausnutzen zu wollen um Mallus zu stellen."
„Wir haben keine Wahl", erklärte Sara gepresst, „Wenn wir die Geschichte an diesem Punkt abändern, dann wird Mallus freikommen. Also entweder verschiebt ihr euer Vorhaben, das offensichtlich sowieso nur zu Stande kam, weil ihr beide im Moment nicht zurechnungsfähig seid, bis nachdem wir Mallus besiegt haben, oder ihr nehmt Vernunft an und seht ein, dass Amaya an diesem Kampf nicht teilnehmen kann."
„Wir sind zurechnungsfähig", widersprach Nate, „Das hier ist unsere Heimat, wir wollen sie retten. Was ist daran verkehrt?" Genau genommen war es Amayas Heimat, aber Amaya war sein Alpha, die Mutter seines Kindes, damit war das hier auch seine Heimat.
„Vor einigen Wochen hättet ihr es noch gewusst", erwiderte Sara, „Aber nun … Kuasas Tod und die Schwangerschaft haben euch meschugge gemacht. Was ist nur mit uns allen los? Wir haben die Zeitlinie mal beschützt, aber jetzt … Rip rettet Helena und erklärt uns, dass er unsere Leben schon willkürlich manipuliert hat, als er uns rekrutiert hat, Zaris Zeithackmaschine … Ava hat recht. Was tun wir hier? Wir arbeiten mit Damien Darhk zusammen!" Sara fuhr sich durch die Haare und starrte die anderen einen nach dem anderen müde an. „Sind wir gerade dabei einen Fehler der Größe Wir haben die Zeit zerstört zu begehen?"
Nate wechselte einen Blick mit Amaya. Sie waren sich so sicher, dass sie das Richtige taten, aber … Ray wirkte nachdenklich, während Micks ins Leere zu starren schien. Zari fummelte nachdenklich an ihrem Totem herum. Und Rip meinte schließlich: „Sara, du bist der Alpha. Wenn du wirklich der Meinung bist, dass wir dabei sind einen Fehler zu begehen, dann sag es einfach. Noch ist nichts geschehen. Wir können immer noch zurück. Ich sagte doch, wir sollten das nur tun, wenn wir absolut sicher sind, dass es das Einzige ist, was wir tun können."
„Sara", sagte Nate eindringlich, „Amaya wird hier sterben. Genau wie Esi. Und was hier passiert wird in der Zukunft zu Kuasas Tod führen. Wir sind ein Rudel. Gehört es sich für uns nicht auch unsere Familien zu schützen?" Für ihn war das keine Frage. Und letztlich – das wusste er – für Sara auch nicht.
Damien Darhk verriet sie. Es sollte sie nicht überraschen, dass es so gekommen war, aber es überraschte sie doch. Mallus oder Nora hatte ihm eingeredet, dass doch noch genug von Nora in ihrem Körper übrig war um gerettet zu werden. Folgerichtig überraschte seine Entscheidung Ray nicht.
Er wurde wieder im magischen Kreis eingesperrt, und Sara übernahm das Todestotem selbst. Um zu verhindern, dass die Legends Mallus' Freikommen kontrollierten, hatte Darhk Grodd freigelassen, der nun Amayas Heimatdorf zerstörte. Also mussten sie nun ihn aufhalten um das Dorf zu retten.
Amaya hatte ihr Totem behalten. Sie weigerte sich es abzugeben, und Nate unterstützte sie natürlich. Sara sah sie nicht gerne kämpfen, aber … Nun, in dieser Zeit gab es nur ein Kind von Amaya Jiwe, und von Nate war weit und breit keine Spur, nicht einmal in Amayas Erinnerungen. Ray wünschte sich, er würde nicht wissen, dass Sara vermutlich zynisch davon ausging, dass Amayas und Nates Kind niemals geboren werden würde, und das zum Bruch zwischen den beiden führen würde, doch er war sich sicher, dass sie davon ausging.
Sie wirkte fatalistisch. Als wäre der Kampf gegen Mallus etwas, das sie so schnell wie möglich hinter sich bringen musste um … ja um was eigentlich? War Rip nicht zuvor so darauf gewesen, was sie alle schlecht gefunden hatten?
Kinder musste man schützen. Als Omega war das Rays größte Priorität. Deswegen verstand er Damiens Tat, und er verstand Amayas und Nates Entscheidung. Aber es war ihm unrecht, dass Amaya schwanger kämpfen wollte, doch zugleich war Selbstbestimmung etwas Wichtiges. Und sie sprachen von Amaya. Sie konnte auf sich aufpassen. Und das würde sie auch tun, und wenn nicht … Nun dann würde eben der Rest des Rudels auf sie aufpassen.
Doch wer passte auf Sara auf? Nicht einmal mehr Rip schien für längere Zeit zu ihr durchdringen zu können. So hat Bilbo sich in Die Schlacht der Fünf Heere gefühlt, als er dabei zusehen musste, wie Thorin immer mehr der Drachenkrankheit verfallen ist, und er nichts dagegen unternehmen konnte. Und was konnten sie schon unternehmen? Es gab keine Arkenstein, der Sara beeinflusste. Sie tat sich das alles selbst an, wegen dem, was das Todestotem ihr angetan hatte. Das Totem, das sie nun tragen musste, weil Damien ihnen nicht mehr helfen wollte.
Sie wollten gerade den Kampf gegen Grodd begingen, als das Time Bureau auftauchte. „Wirklich? Wirklich, Ava?!", entfuhr es Sara, als sich Ava, Gary, und andere Agenten vor ihnen aufbauten.
„Das ist die letzte Warnung!", meinte Ava Sharpe, „Im Namen des Time Bureaus, Legends, ergebt euch und seht davon ab die Geschichte zu verändern."
„Das ist meine Heimat, meine Familie, die hier auf dem Spiel steht", erklärte Amaya mit zitternder Stimme, „Meine Tochter soll hier sterben. Ich werde nicht einfach daneben stehen und es zulassen."
„Ich kann verstehen, dass Sie in Ihrem derzeitigen Zustand dieser Meinung sind, Miss Jiwe. Doch die Wahrheit ist: Sie hätten niemals in eine derartige Situation gebracht werden dürfen. Sie hätte das Schicksal ihres Dorfes niemals erfahren sollen. Man hätte dieses Wissen mindestens aus ihrem Gedächtnis löschen müssen, wenn man Sie schon nicht in Ihre eigene Zeit zurückgebracht hat. Doch der ehemalige Direktor des Bureaus ... hat manchmal falsche Entscheidungen getroffen, wenn persönliche Gefühle im Spiel waren. Ein Fehler, den ich vermeiden werde. Wir werden Sie von diesem belastenden Wissen befreien. Und Ihren Omega auch. Und wenn es sein muss auch den Rest der Legends. Keiner von euch wird sich daran erinnern daneben gestanden zu sein, wie ihr es ausdrückt. Es wird alles so sein, wie es immer war", erwiderte Ava nur, „Seid bitte vernünftig, oder stellt euch den Konsequenzen."
„Es war nicht immer so, Ava", widersprach Sara, „Nicht Grodd hat dieses Dorf zerstört, es waren Warlords, die aber schon besiegt wurden. Mallus ist es, der will, dass sich die Geschichte hier nicht zu stark verändert. Wenn ihr euch gegen uns stellt, dann helft ihr ihm."
Ava neigte den Kopf und wog die Konsequenzen offenbar einen Moment lang ab. „Das mag sein. Aber wir werden uns um Mallus kümmern, wenn wir uns um euch gekümmert haben", meinte sie.
„Wollt ihr wirklich gegen uns kämpfen? Gary?", wollte Ray fassungslos wissen. War es wirklich so weit gekommen. Schon wieder? Es war so nett gewesen Verbündete zu haben, doch scheinbar war das nur ein kurzer Moment gewesen, bevor alles wieder wie immer wurde – die Legends gegen alle anderen.
„Direktor Sharpe hat das Sagen", meinte Gary nur.
„Nun gut", seufzte Sara, „Legends, Grodd ist unser Ziel. Lasst euch von keinem Zeitagenten, der sich zwischen uns und ihn stellt, aufhalten. Versucht nur ihnen nicht zu sehr weh zu tun."
Wie auf Kommando stürmte Amaya los und sprang über die Zeitagenten hinweg, während sie auf Grodd zusteuerte. Der Riesengorilla wandte sich ihr zu und schlug missgelaunt nach ihr, sie hingegen stürzte sich mit Gorillakräften auf ihn. Verdammt. Was treibt sie? Wir sollten gemeinsam kämpfen!
Amaya wurde zu Boden geschleudert, und die anderen versuchten zu ihr zu gelangen um sie zu unterstützen, doch die Agenten stellten sich ihnen in den Weg. Ray sah mit Sorge, dass Mick das „Tut ihnen nicht zu sehr weh" nicht besonders zu beachten schien, und sich augenscheinlich sehr wohl als Träger des Feuertotems fühlte.
Ray selbst musste feststellen, dass das Wassertotem im Gegensatz dazu überhaupt nicht auf ihn reagierte. „Nein, Amaya!" Es war Nates panische Stimme, und Ray sah wie Grodd über sie aufragte und zum finalen Schlag ausholte … bevor sich die Erde unter ihm auftat und ihn verschlang.
„Nathaniel!" Nate schlug einen Zeitagenten wie nebenbei nieder, bevor er zu Amaya eilte und ihr auf die Beine half. „Das war…", begann sie, doch Grodd explodierte neben ihnen aus der Erde heraus und wurde im letzten Moment von Etwas gerammt und zu Boden gestoßen. Das Etwas hielt ihn weiter am Boden, bevor er aufhörte zu zucken und offensichtlich die Besinnung verlor. Sein Bezwinger richtete sich auf. Es war die alte Amaya.
„Ist alles in Ordnung, Nathaniel?", wollte sie wissen.
„Ich … du erinnerst dich an mich", stellte er fest.
„Ich denke nicht, dass ich dich jemals vergessen könnte", erwiderte sie, „Er schläft nur. Ich würde niemals einem Tier etwas antun, das sich vermeiden lässt. Doch gemeine Gorillas müssen manchmal in ihre Schranken gewiesen werden." Sie rieb sich den Rücken. „Ich denke, das war mein letzter Einsatz als Vixen. Esi hat das Totem angenommen und sollte es nun auch als Einzige führen. Und nach ihr ihre beiden Töchter", verkündete sie, „Aber ich werde langsam zu alt für … derartige Dinge." Sie lächelte müde.
„Und nun nehmt euren Kampf und entfernt ihn von meiner Heimat", schloss sie.
„Amaya", Ray konnte sich nicht beherrschen, „Weißt du, wer wir sind?"
Die alte Frau sah ihn kurz an. „Leute, die nicht hier sein sollten. Besonders diese nicht." Sie nickte in Richtung der jungen Amaya. „Mehr muss ich nicht wissen."
Sie hatte es wirklich getan. Sie hatte sich das Gedächtnis gelöscht. Ray spürte, wie Kummer über dieses Wissen in ihm aufstieg. Amaya gehörte doch zu ihnen, sie sollte sie kennen.
„Schnell", meinte Sara, „Zu Nora."
Ava stand mit vor Wut blitzenden Augen vor ihnen. „Was hast du nur getan, Sara?!", knurrte sie.
„Keine Zeit. Helft uns lieber Mallus zu stellen!", forderte Sara und rannte voran zu der Hütte, in der sie Nora-Mallus zurückgelassen hatten, als sie Damien dazu gebracht hatte sie zu verraten.
Tatsächlich folgten die Zeitagenten den Legends, doch ob sie das taten um sie zu verhaften oder um ihnen zu helfen, konnte Ray nicht sagen. Nora war es, die ihnen entgegen geeilt kam. Sie sah gar nicht gut aus. „Nora, Nora, kannst du mich hören? Hatte Damien recht? Bist du noch da?", wollte Ray besorgt wissen.
„Nicht mehr lange", sagte Mallus durch ihren Mund und dann …
Ray wollte den Anblick vergessen, doch es war ihm nicht möglich. Noras Haut schien sich nach außen zu schälen, als ein riesiges geflügeltes Monster aus ihren Überresten aufstieg und sich in die Lüfte erhob.
„Das ist Mallus?!", entfuhr es Zari geschockt.
„Nun, immerhin ist er ein Dämon", meinte Mick dazu.
„Auf ihn, Leute, benutzt eure Totems!", befahl Sara, während Rip und die Zeitagenten ohne Erfolg auf den riesigen Dämon schossen. Er schien sich davon überhaupt nicht gestört zu fühlen. Zari ließ Wind und Mick Feuer auf den Dämon los, und Amaya erhob sich in die Lüfte um sich auf ihn zu stürzen. Na toll. Ray hatte das dumpfe Gefühl, dass das alles nichts bringen würde. Er sah wie auch Sara und Nate zögerten. Sara fürchtete ihr Totem, und Nate hatte seines erst einmal benutzt.
„Ich dachte ihr Legends habt einen Plan!", beschwerte sich Gary, was Ray daran erinnerte, wie sich Damien über ihren Plan lustig gemacht hatte. Er hatte nicht glauben wollen, dass sie es ernst meinten, und Ray wurde nun auch klar warum. Es war überhaupt kein Plan! Sie bekämpften einen riesigen fliegenden Dämon mit Kräften, die lachhaft waren.
Aber sie mussten es versuchen, denn immerhin hatte sie ihn auf die Welt losgelassen.
Ray versuchte sich zu konzentrieren. Neben ihm lösten sich Felsbrocken aus der Erde und sprangen in Richtung Dämon. Offenbar hatte sich Nate in den Kampf eingeschaltet.
Wasser. Denk an Wasser, sagte sich Ray. Ich wünschte mein Anzug wäre hier… Aber was sollte the Atom gegen einen Dämon ausrichten? Wir werden hier alle sterben!, wurde Ray klar, als eine Wasserfontäne aus dem Nichts erschien und gegen Mallus spritzte. Es hat geklappt! Das war ich!, wurde ihm klar, und er ließ gleich noch mal eine los.
Leider schien sie Mallus nicht zu beeindrucken. Amaya landete neben ihn. „Ich weiß nicht, wie ich ihn angreifen soll", gab sie zu, „Er ist zu groß."
„Das bringt alles nichts", erklang Saras Stimme, „Verdammt!"
Ray und Amaya blickten zu ihr hinüber, doch es war schon zu spät. Es war nicht mehr Sara, die neben ihnen stand, es war die Todeshexe.
Oh, nein, dachte Ray, Nicht schon wieder.
A/N: Und damit kommen wir mit ein paar kleineren Änderungen zur letzten Folge.
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