21. Bin ich verrückt, oder ist Jonah Hex irgendwie scharf?


Extra-Warnings: Spoiler für 3.18, Nutzung halluzinogener Substanzen (auch durch eine Schwangere)

Zusätzliche Pairings: Leiche Hinweise auf Timhex, ZariHex, Constangary


Die Legends zogen sich in den Wilden Westen zurück, zu einem alten Freund. Jonah Hex war teilweise erfreut sie zu sehen, wie es schien, aber nur teilweise. Er fürchtete, dass ihre alleinige Anwesenheit in seinem Dorf, von dem er nun der Sheriff geworden war, für Ärger sorgen würde, und es war nicht auszuschließen, dass er recht hatte. Vermutlich war es wie Ava gesagt hatte: Mallus wäre wegen ihren Totems hinter ihnen her.

Totems, mit denen sie zunächst nichts anfangen konnten. Sara war der Meinung, dass der Grund, warum sie im Kampf gegen den Dämon versagt hatten, darin bestand, dass sie nicht dazu bestimmt waren Totemträger zu sein. Dass sie Zamebsianer benötigten, um den Kampf zu gewinnen.

Amaya teilte diese Meinung nicht. Sie war der Ansicht, dass es einen anderen Grund für ihr Versagen geben musste. Und sie war überzeugt davon, dass es einen Weg geben musste diesen zu entdecken.

Aber ihr Leben war nicht mehr so einfach wie es bisher gewesen war. Ihr Zustand änderte alles, wie es schien. Es war schlimm genug, dass Sara sie nicht hatte mitkämpfen lassen wollen, doch nun kommentierte sogar Jonah Hex ihren Zustand. „Eine werdende Mutter", stellte er fest, „Nun, ich hoffe, du passt gut auf dich auf."

Für diesen Kommentar hätte sie ihm am liebsten den Kopf abgerissen. Warum nur mischten sich ständig alle ein? Amaya stand noch ziemlich am Anfang ihrer Schwangerschaft und wusste, was sie riskieren konnte zu tun und was nicht. Sie war keine verantwortungslose Mutter, sie war eine praktische – nur weil sie ein Kind erwartete, bedeutete das nicht, dass sie auf einmal ein anderer Mensch war – oder eine delikate Blume. In Zambesi ließen sich werdende Mütter in den ersten Monaten von Nichts davon abhalten ihre Arbeit zu tun, und Amaya hatte nicht vor sich anders zu verhalten.

Doch die anderen schienen das anders zu sehen, sie schienen zu denken, dass sie die nächsten neun Monate am Besten im Bett liegend verbringen sollte ohne sich zu bewegen und ohne Totem. Selbst Nathaniel benahm sich übervorsichtig, er hatte Ray alleine mit Damien Darhk gehen lassen, weil er der Meinung war, dass er Amaya nicht alleine lassen konnte.

Es war ärgerlich, nein, es war mehr als nur ärgerlich, es war störend. Sie war schwanger nicht behindert, seit Jahrhunderten gingen schwangeren Frauen ihren täglichen Leben trotz der Tatsache, dass sie schwanger waren, weiter nach, und die meisten von ihnen brachten später auch tatsächlich ein Kind zur Welt! In Amayas Fall würde es nicht anders sein.

Aber die anderen hörten nicht auf sie und sahen sie an, als hätten sie Sorge sie könnte jeden Moment explodieren oder dergleichen. Sogar Gideon war überfürsorglich.

Vielleicht war es wegen Rip. Sein Verlust schien sie alle ein wenig in den Wahnsinn getrieben zu haben. Sara nahm Jonah Hex in einem stillen Moment zur Seite um ihn zu erzählen, was passiert war, und der Alpha schien danach um einiges niedergeschlagener zu sein als zuvor, und die anderen waren alle immer noch in Trauer.

Ray war von seiner Trauer dazu veranlasst worden alleine mit Damien Darhk durch die Zeit zu reisen, Mick trank, Nate wich Amaya nicht mehr von der Seite, Sara schien all ihr Selbstvertrauen verloren zu haben, und Zari begann mehr von ihrer Zeit mit Hex zu verbringen. Amaya hingegen fühlte sich auf Grund dieses Verlusts verpflichtet den Kampf, den Rip begonnen hatte, fortzuführen. Nicht nur für ihn, sondern eben auch für ihr ungeborenes Kind.

Sie musste einfach herausfinden, was falsch gelaufen war. Also beschloss sie noch einmal die Welt ihrer Vorfahren aufzusuchen, doch sie wurde dabei unterbrochen. „Amaya, was machst du? Oh, nein, hast du etwa den Geisterwelttee getrunken?! Das kann nicht gut für das Baby sein!", beschwerte Nathaniel sich und schnüffelte prüfend an dem Tee, der vor der meditierenden Amaya stand.

„Ich habe nur eine minimale Dosis zu mir genommen", erklärte Amaya ohne die Augen zu öffnen, „Das Baby sollte davon nicht beeinflusst werden. Mir hingegen hilft er dabei meinen Geist zu erweitern und mit der Welt meiner Vorfahren in Kontakt zu treten…"

„Nun, dann komme ich mit dir!", verkündete Nate, „Ich kann dich nicht alleine Geisterspazierengehen lassen!" Sie öffnete gerade noch rechtzeitig die Augen um zu sehen, wie er den Rest ihres Tees in sich hineinschüttete.

„Nathaniel! Das war eine viel zu hohe Dosis!", tadelte sie ihn besorgt, „Du hättest nur einen winzigen Schluck trinken dürfen!"

„Nun, ich wollte sicher gehen, dass es auch wirkt, für den Fall, dass du zu wenig getrunken hast!", verteidigte sich der Omega.

Amaya seufzte. Von wegen ich werde Mutter, ich habe doch schon ein Kleinkind, um das ich mich ständig kümmern muss, dachte sie betrübt. Und in wenigen Monaten hätten sie dann zwei davon. Nein, das war gemein, wenn auch nicht ganz unwahr. Nathaniel war nun mal Nathaniel, und dafür liebte sie ihn. Sie musste ihm nur irgendwie die Vorliebe für ihren Geistertee austreiben. Dann würde schon alles gut werden.

„Also schön. Setzt dich neben mich und konzentriere dich", befahl sie ihrem Omega, „Es wird Zeit, dass wir uns auf die Suche nach der Wahrheit begeben."

Tatsächlich schafften Amaya und ihr Omega es in die Welt der Vorfahren einzudringen und die Wahrheit über die Totems in Erfahrung zu bringen. Sie beobachteten, wie Mallus einst vor langer Zeit von den Stämmen Zambesis verbannt worden war. Und wussten nun, was sie falsch gemacht hatten, und was zu tun war.

Gerade noch rechtzeitig, wie sich bald herausstellte.


„Wir müssen zusammenarbeiten. Unser Fehler war die Kräfte der Totems einzeln einzusetzen. Die Totems müssen gemeinsam eingesetzt werden, ihre Kräfte müssen gebündelt werden und so einen Krieger erschaffen, der sich Mallus entgegenstellt", erklärte Amaya, den in den verlassenen Saloon versammelten Legends.

„So wie Voltron!", verkündete Nate glücklich, „Oder Captain Planet!"

Zari hatte keine Ahnung, wovon er da sprach.

„Ihr wisst schon: Held der Erde, kämpft damit die Erde sauber werde, seine Kraft kommt von uns her, für den Erdplaneten kämpfet er? Nein, wird durch die vereinte Kraft der magischen Ringe Feuer, Wasser, Erde, Luft, und Liebe erschaffen? Nun, egal, obwohl … mir kommt gerade, dass mich das ziemlich an den Plot dieses Jahres erinnert…", fuhr der Omega fort.

„Ist der Schönling schon wieder high?", wollte Mick wissen und schnupperte misstrauisch an ihm.

„Nur ein bisschen!", verteidigte sich Nate.

„Wichtig ist, dass er recht hat. Die Kräfte unserer Totems erschaffen gemeinsam ein mystisches Wesen, das es mit Mallus aufnehmen können sollte. Wenn wir alle sechs Totems dafür verwenden, dann sollten wir in der Lage sein ihn zu vernichten anstatt ihn nur wegzusperren", erklärte Amaya.

Das klang einfach, aber Zari bezweifelte irgendwie, dass es einfach sein würde.

„Nun, das hört sich doch ganz gut an!" Alle drehten sich zu Ray um, der in den Saloon spaziert kam – gefolgt von Nora Darhk. Mick hatte sich schon auf sie gestürzt, als Zari ihre Anwesenheit gerade erst registriert hatte. „Nein, nein, lass sie los, Mick. Sie ist auf unserer Seite. Mallus ist nicht mehr in ihr!", protestierte Ray und trennte die beiden Alphas voneinander.

Nora rieb sich ihren Hals, an dem Mick sie gepackt gehabt hatte, und Mick knurrte sie wütend an.

„Was ist passiert?", wollte Sara wissen.

„Es ist uns gelungen Mallus' aus Nora herauszureißen", erklärte Ray, „Allerdings ist er dann in Damien gegangen, der an Noras Stelle zu Mallus wurde…"

„Also war alles umsonst", stellte Sara fest, „Wenn man davon absieht, dass ich Damien jetzt nicht mehr persönlich umbringen muss, weil er schon tot ist. Nichts für ungut." Nora zog eine Grimasse, die darauf hinwies, dass sie sich von dieser Aussage sehr wohl angegriffen fühlte.

„Immerhin kann sie uns helfen", erklärte Ray, „Sie weiß, dass wir sie gerettet haben und sie uns was schuldig ist. Und außerdem kennt sie die Gefahr, die Mallus darstellt, aus nächster Nähe! Sie ist in keinerlei Hinsicht auf seiner Seite!"

Nora nickte. „Mallus hat mich benutzt und betrogen, und er hat meinen Vater getötet. Ich bin bereit alles zu tun, was nötig ist, um ihn zu vernichten", bestätigte sie.

„Ray ist aber trotzdem mein Omega!", erklärte Mick territorial.

„Klärt das später!", befahl Sara ihnen, „Wir müssen üben. Ray, hol dir ein Totem zurück, und dann versuchen wir die Kräfte unserer Totems zu vereinen … Wenn du uns helfen willst, dann hast du vielleicht irgendeinen Zauber parat, mit dem man Nate wieder nüchtern kriegen kann? Der wäre jetzt nämlich hilfreich." Zari sah, dass der Omega tatsächlich im Moment damit beschäftigt zu sein schien nicht existente Lichter aus der Luft zu schnappen.

„Es ist mir ein Rätsel, wie ihr bis jetzt überleben konntet", meinte Nora dazu.

Saras Miene verfinsterte sich. „Nicht wir alle haben überlebt", meinte sie.

In diesem Moment kam Jonah Hex mit schnellem Schritt in den Saloon gestürmt. Zari ertappte sich dabei wie sie sich ihr Haar unter ihrem Cowboyhut zurecht richtete. Doch Hex achtete gar nicht auf sie, sondern meinte mit Grabesstimme: „Ich wusste ja gleich, dass eure Anwesenheit Ärger bedeutet. Eine Armee ist hier und verlangt nach euch!"

Die Legends folgten Hex hinaus und stellten fest, dass Mallus offenbar in der Zwischenzeit schon wieder neue Handlanger gewonnen hatte. Ihre Gesichter waren von dunklen Venen durchzogen, wie es das von Nora zuletzt gewesen war, und es waren alte Bekannte. Leif Eriksons Schwester schien nun dem Gott Mallus zu dienen, Teach war ebenfalls einer der Anführer der feindlichen Armee, und der dritte war … „Cäsar", knurrte Mick wütend, „Ausgerechnet."

„Übergebt uns die Totems oder lebt mit den Konsequenzen!", verkündete der römische Feldherr, „Ihr habt Zeit bis morgen Mittag um euch zu entscheiden."

„High Noon", brummte Hex, wenig erfreut.

„Nun, zumindest sind sie bereit sich anzupassen", meinte Zari dazu und schenkte Hex ein etwas hilfloses Lächeln. Was ist nur los mit mir?., fragte sie sich gleich darauf. Warum verhielt sie sich Hex gegenüber so seltsam? Hatte Rip Hunters Tod sie wirklich dermaßen erschüttert, dass sie sich in die Arme des nächstbesten potenten Alphas flüchten wollte?

Nun, das war der falsche Moment um darüber nachzudenken.

Die Armee zog wieder ab, und die Legends zogen sich wieder in den Saloon zurück.

„Was nun?", wollte Zari wissen.

„Wir übergeben ihnen auf keinen Fall die Totems. Rip ist dafür gestorben, dass wir einen Weg finden Mallus zu besiegen, und dafür brauchen wir sie!", erklärte Sara entschieden.

„Gut, aber was ist mit dieser riesigen Armee dort draußen?", wandte Nora ein, „Selbst wenn ihr es schafft diesen Champion zu erschaffen, kann er es mit dieser Armee und Mallus Persönlich aufnehmen? Ich kann sie nicht alle besiegen."

„Ich kann ein paar niederschießen", bot sich Hex an, was sich Zari lebhaft vorstellen konnte, „Aber die Dame hat recht: Es sind viele. Offenbar hat euer Freund Mallus viele Verbündete."

„Allerdings", mischte sich Nora ein, „Haben das die Legends, soweit ich weiß, ebenfalls."

Das war eine Idee. „Ich mache mich sofort daran ein Notsignal auszusenden", erklärte Zari und rannte los zurück zur Waverider – sie hatten keine Zeit mehr zu verlieren, wenn sie wollten, dass ihre Verbündeten noch rechtzeitig hier eintreffen würden.

Und wenn keiner kommen würde? Nun, dann mussten sie ohne Unterstützung zurechtkommen. So oder so, es würde ein harter Kampf werden, mit oder ohne Totem-Champion.


Ihr erster Versuch die Macht der Totems zu vereinen endete mit der Geburt eines deformierten … Irgendetwas. Mick erlöste es mit seinem Feuertotem von seiner Qual, bevor irgendjemand Protest erheben konnte.

Er warf einen prüfenden Blick hinüber zu seinem Omega und stellte fest, dass Ray blass wirkte. „Es musste sein, dieses Ding musste weg", rechtfertigte er sich.

„Wir haben uns nicht genug konzentriert", meinte Amaya, „Das hier ist wichtig. Ihr dürft euch nicht ablenken lassen!"

„Das ist leichter gesagt als getan", meinte der Schönling, der immer noch high war, „Wo doch alles um uns herum so hell strahlt!"

Mick seufzte. „Das war doch von Anfang an eine beknackte Idee", meinte er, „Wie sollen ausgerechnet wir einen mystischen Champion erschaffen?"

Keiner hatte eine Antwort auf seine Frage parat. Er sah sich um. Nora Darhk saß im Hintergrund des Saloons herum und wurde von Hex bewacht. Was gut so war, denn Mick traute ihr kein Stück, und es gefiel ihm nicht, dass sie in der Nähe seines Omegas war.

„Machen wir eine kurze Pause und versuchen wir uns zu sammeln", schlug Sara vor.

„Oh, wir bekommen Besuch", verkündete Zari, als ihre Uhr piepste. Sie begaben sich ins Zentrum der Stadt, wo sich ein Zeitportal öffnete und Gestalten heraus schritten.

„Ich habe doch gesagt, dass ich für das große Finale da sein werde!", meinte Jax und umarmte Ray, der ihm erfreut entgegen eilte. Doch es war nicht die Anwesenheit des Jungen, die am Meisten überraschte. Er hatte Freunde mitgebracht, und nicht mit allen war zu rechnen gewesen.

Leo war da, gemeinsam mit seinem Kerl. „Ihr habt unsere Hochzeit verpasst, aber da ihr Zeitreisende seid, ist das zu verzeihen", meinte der Beta-Omega, „Da ich noch eine persönliche Rechnung mit Mallus offen habe, wollte ich mir das nicht entgehen lassen."

Mick musterte den anderen Ray, Leos Ray, misstrauisch. „Behandelt der dich auch gut?", vergewisserte er sich noch einmal.

„Ja, Mick. Ich hätte Ray nicht mein Herz geschenkt, wenn es nicht so wäre", erwidert Leo.

„Ich hätte nicht gedacht, dass ihr kommt. Nicht nach unserer letzten Begegnung" , sagte Sara gerade zu Ava Sharpe hinter Micks Rücken. Mick war ihrer Meinung.

„Für uns sind seit dem Jahre vergangen", erklärte der Klon milde, „Das Bureau hat gegen Mallus gekämpft und verloren. Wir wurden mehr oder weniger zerschlagen. Ich hatte Zeit nachzudenken, und … ich habe vielleicht ein paar Dinge gesagt, die ich nicht hätte sagen sollen."

„Und wir stehen zu unseren Freunden", fügte Gary hinzu.

„Auch wenn diese Mist bauen", seufzte Constantine neben ihm, „Aber unser Gary hier hat uns daran erinnert, dass das allen passieren kann." Gary strahlte ihn an, und Mick stellte zu seinen Grausen fest, dass der Omega-Agent nach Constantine stank. Wirklich? Hatte er sich keinen besseren suchen können?

„Ich habe erfahren, was mit Rip Hunter passiert ist", erklärte Helena von Troja, die in eine Art Harnisch gekleidet war und ein Schwert in der Hand hielt, „Er hat mein Leben gerettet und zum Besseren verändert. Ich schulde es ihm ihn zu rächen."

„Das mit Rip ist wirklich scheiße. Ich frage mich immer wieder, ob die Dinge anders gelaufen wären, wenn ich bei ihm geblieben wäre anstatt zurück nach Central City zu gehen!", meinte der West-Junge, „Nicht, dass ich dort eine besonders große Hilfe gewesen wäre…." Er machte ein finsteres Gesicht, das Mick dazu veranlasste anzunehmen, dass es für Team Flash im Moment auch nicht gerade besonders gut lief.

„Aber wessen Idee war es Helena zu holen?", wunderte sich Nate.

„Das war mein Vorschlag. Wir hatten für die Suche nach Verbündeten nicht viel Zeit zur Verfügung, und Team Flash und Arrow hatten gerade andere Sorgen, genau wie Supergirl. Nachdem wir Citizen Cold und the Ray rekrutiert haben, haben wir beschlossen uns in der Vergangenheit anstatt in der Gegenwart nach weiteren Verbündeten umzusehen." Der Sprecher schob sich zwischen den anderen hervor, und alle starrten ihn stumm und verwundert an.

Mick hätte ihn riechen müssen, aber es waren so viele vertraute Gerüche auf ihn eingestürmt, und außerdem hatte er sich daran gewöhnt, dass Jefferson Jackson immer ein wenig nach ihm roch, wegen ihrer andauernden Verschmelzungen. Zuletzt war das zwar nicht mehr der Fall gewesen, aber das konnte man schon mal vergessen.

„Martin." Sara starrte ihn an, als wäre er ein Geist. Vielleicht war er auch tatsächlich einer.

„Wie Miss Sharpe schon sagte, für uns sind Jahre vergangen, seit wir uns zum letzten Mal gesehen haben. Miss Tomazs Signal hat uns erreicht, als sich unsere Leben bereits sehr verändert hatten. Ich hatte mehr als genug Zeit um mich zu erholen", verkündete der Professor, „Captain Hunter … war ein ganz besonderer Mann. Ein ganz besonderer Omega. Er hat an dieses Team, dieses Rudel, geglaubt. So wie wir alle ebenfalls. Deswegen sind wir hier."

„Wir sind froh, dass ihr alle hier seid", meinte Sara langsam, „Wir können nur hoffen, dass wir … euch nicht enttäuschen werden." Dann drehte sie sich um und stolzierte in den Saloon zurück.

„Was soll das denn jetzt?", wunderte sich der Speedster.

„Ich gehe", meinte Jax.

„Ich komme mit", verkündete der Professor.

„Professor", warf Mick ein, „Ich bin froh, dass … Ihr Gehirn kein kaputter Motor mehr ist."

Martin Stein nickte. „Danke, Mister Rory. Ich bin darüber ebenfalls sehr froh", meinte er und wurde dann noch einmal von einem umarmungswilligen Ray, sowie Nate und Amaya und sogar Zari aufgehalten, bevor er gemeinsam mit Jax Sara hinterhergehen konnte.

Mick sah den beiden nachdenklich hinterher. Hier nun am Ende waren sie also alle wieder vereint. So wie es sein sollte.

„Eine Westernstadt also", stellte Constantine fest, „Gibt es hier auch einen Saloon, in dem man was Ordentliches zu trinken bekommt?"

Hex schnaubte. „Komm mit, Brite", meinte er, „Mir gefällt dein Mantel."

Zari schnaubte, als sie das hörte, und Mick verdrehte die Augen. Er erlebte sie zum ersten Mal verknallt, und natürlich musste es ausgerechnet ein schwieriger Alpha wie Hex sein. Gary stolperte Constantine und Hex hinterher, während Helena sich misstrauisch umsah, und Ava anklagend auf Nora deutete.

„Wieso ist diese Frau frei?", wollte sie wissen.

„Sie ist jetzt auf unserer Seite", versicherte ihr Ray, woraufhin Nora nur nickte.

„Das glaube ich erst, wenn ich es sehe", meinte der Klon daraufhin, was Mick dazu veranlasste festzustellen, dass die Jahre der Trennung sie offenbar wirklich zu einer vernünftigeren Person gemacht hatten.

„Schwanger, ja? Herzlichen Glückwunsch, dir und Nate, und dem Rudel", sagte Leo gerade zu Amaya, „Wisst ihr schon, was es wird?"

Mick seufzte nur, als er das hörte. Wenn sich die Dinge so weiter entwickelten, dann würde es an ein Wunder grenzen, wenn dieses Kind überhaupt jemals geboren werden würde. Aber irgendwie schöpfte er trotz dieses Gedankens eine Art perversen Trost aus der Tatsache, dass sie nun alle wieder vereint waren. Dass der Professor und Jax hier waren und Leo und sogar der Klon und Gary. Sie würden diesen Kampf zumindest gemeinsam beenden. So wie es sein sollte.

Wenn sie schon untergehen würden, dann als Rudel, wie es sich gehörte. Mick wünschte nur, es gäbe einen Weg, wie zumindest einige von ihnen doch überleben könnten.


A/N: Ich habe Leos neuesten Auftritt in „The Flash" noch nicht gesehen, aber wegen meiner Version von „Crisis on Earth-X" ist sowieso diese ganze Flash-Folge in meinem Verse nicht wirklich möglich, also wird sie von mir einfach ignoriert. Da ich prinzipiell einige Folgen hinterher in der 4. Staffel bin, habe ich alles so vage wie möglich gehalten um mir AU-Möglichkeiten offen zu lassen etc.

Und ja: Ich habe euch ja versprochen, dass ihr Martin und Jax wiedersehen werdet. Und Leo gab's als Zugabe auch noch oben drauf.

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