22. Beebo liebt euch alle
Zusätzliche Warnings: Spoiler für 3.18, Legends-Wahnsinn
Zusätzliche Pairings: Zarihex, platonisches Martin/Ronnie/Caitlin, Martin/Clarissa, OTP6
„Sara, so warte doch auf uns!" Jax beeilte sich um mit Sara Schritt zu halten, doch sie war ihm wie immer zu schnell. Er war schon nicht in der Lage gewesen sie einzuholen, als er noch in Form gewesen war, und nun, als verheirateter Vater einer kleinen Tochter, war er das noch weniger. Ihr hinterher zu rennen vermittelte ihm das Gefühl, als wäre überhaupt keine Zeit seit seiner Mitgliedschaft bei den Legends vergangen, und für die anderen war ja auch wirklich so gut keine Zeit vergangen, für ihn jedoch genug Zeit, um ein ganzes neues Leben dort hinein zu füllen. Manche Dinge schienen sich trotzdem nie zu ändern, wie etwa die Tatsache, dass er, der Beta, seinen aufgebrachten Alpha immer hinterher rennen würde, um sie zu beruhigen.
Sara hatte die Waverider erreicht und betreten, und machte erst in ihrem Büro halt. Jax rang nach Atem, als er vor ihrem Schreibtisch stehen blieb.
„Sara, was ist eigentlich los?", wollte er dann wissen, „Du verhältst dich nicht gerade wie jemand, der sich darüber freut uns zu sehen."
Sie warf ihm einen traurigen Blick zu. „Es ist nicht, dass ich mich nicht freuen würde euch zu sehen", erklärte sie, „Ich wünschte nur, ihr wärt nicht hier."
Für Jax hörte sich das verdächtig nach demselben an. „Ihr habt Hilfe gebraucht, also sind wir gekommen. So läuft das nun mal in einem Rudel, in einer Familie. Und ich dachte immer das wären wir. Oder habe ich mich geirrt?", entgegnete er.
Sara schüttelte den Kopf. „Es sind Jahre vergangen, sagt ihr. Ihr hattet Jahre Zeit um auszusteigen, euch ein neues Leben aufzubauen, und trotzdem seid ihr jetzt hier! Ihr solltet nicht hier sein. Nicht jetzt, wo wir…." Sie verstummte.
„Du denkst, dass wir verlieren werden", wurde Jax klar, „Darum geht es hier. Du willst nicht, dass wir hier sind, weil du denkst, dass wir hier alle sterben werden."
„Martin ist das letzte Mal noch gerade so davon gekommen. Und jetzt ist er wieder heil. Er hat seine Familie, und dich. Aber, was wenn es diesmal anders ausgeht? Wie kann er nach allem, was war, trotzdem hier sein?", argumentierte Sara, „Wie kann er hier sein, wenn ich nicht dazu in der Lage bin ihn zu beschützen?"
„Ja, du bist der Alpha, aber es ist nicht deine Aufgabe uns zu beschützen. Das erledigen wir selber. Wenn es hier um Rip geht … er wäre der Erste, der dir sagen würde, dass das, was passiert ist, nicht deine Schuld war", gab Jax zurück.
„Und damit hätte er unrecht." Saras Blick glitt ins Nichts. „Dass ihr wieder hier seid, beweist, dass es nur einen Weg gibt aus diesem Rudel auszuscheiden: In seine Atome versprengt zu werden. Für Leonard und Rip gab es nicht einmal einen Sarg. Sie mussten vollkommen ausgelöscht werden um das Rudel verlassen zu können. Und nun stehen die Chancen gut, dass wir anderen alle ebenso enden. Und das gerade jetzt, wo Amaya schwanger ist. Aber wieso sollte sie auch auf mich hören und sich schonen? Ich würde ja selbst nicht auf mich hören. Ja, ich weiß, was du sagen willst: Kendra und ihre neue Version von Carter sind gegangen und führen nun irgendwo ein glückliches Leben ohne uns, aber das ist etwas anderes: Sie sind weiser als der Rest von uns, weil sie so oft wiedergeboren wurden. Sie haben gleich erkannt, dass…"
„Dass was?", erkundigte sich Jax.
„Dass ich ein schlechter Alpha bin, und niemals besser darin werden kann, weil ich etwas Verdorbenes in mir habe", schloss Sara, „Es ist nicht die Lazarus-Grube, die mich unnatürlich macht, es ist das, was ich bin und was ich getan habe. Ich bin eine Mörderin, Jax. Und ich habe es nicht verdient gute Menschen anzuführen und als mein Rudel zu bezeichnen. Wir müssen mit den Totems einen Champion des Guten erschaffen, aber das wird uns niemals gelingen, solange ich eine Totemträgerin bin. Ich bin nicht gut. In mir ist nichts Gutes. Nur Böses. Ich wollte das Rudel verlassen, weil sie Besseres verdient haben, doch nun scheint es so als würde ich die Chance dazu niemals bekommen."
Jax öffnete den Mund und wollte schon darauf antworten, doch jemand anderer kam ihm zuvor: „Das ist – mit Abstand – der größte Bullshit, den ich jemals gehört habe, und ich bin immerhin Universitätsprofessor."
Sara sah erschrocken auf. „Martin!"
„Die Legends sind ein Rudel voller Ausgestoßenen und Außenseitern. Im Grunde denkt doch jeder von uns, dass irgendetwas mit ihm oder ihr nicht stimmt, und auf gewisse Weise haben die meisten damit auch recht, aber keiner von uns ist einfach nur böse. Und du am allerwenigstens, Sara Lance. Du bist eine der mitfühlendsten großherzigsten fürsorglichsten Personen, die ich kenne. Du hast immer schon andere beschützt. Hat die Canary ihre Karriere als Vigilantin nicht damit begonnen missbrauchte Omegas zu beschützen? Es liegt in deiner Natur anderen zu helfen. Das war schon immer so, und keine magische Grube und kein Totem und auch kein Schiffsunglück haben das jemals geändert. Bist du perfekt? Natürlich nicht. Wer ist das schon? Doch du bist der geborene Alpha, dem sich jeder andere ohne zu Zögern unterordnet. Mick Rory, Amaya Jiwe, Kendra Saunders, Alex Danvers, ja sogar Oliver Queen. Ich war dabei auf Erde-X, ich weiß, wer uns alle von dort gerettet hat, wer uns angeführt hat. Vor langer Zeit einmal habe ich einen dickköpfigen Beta aus den 1940ern erklärt, dass du das Herz unseres Teams bist, und daran hat sich nichts geändert. Ich habe immer an dich geglaubt und tue das auch jetzt noch. Nichts von dem, was mir oder irgendjemand anderen zugestoßen ist, ist deine Schuld und hängt mit irgendeinem Versagen deinerseits zusammen. Du bringst Leute dazu besser sein zu wollen als sie sind. Und daran ist nichts Schlimmes", erklärte der Graue eindringlich, „Daran ist alles gut. Aber wenn du dir einredest, dass du versagen wirst, dann wirst du auch versagen."
Jax war von dieser Rede durchaus beeindruckend und gab offen zu, dass er niemals mit einem auch nur annähernd so guten Äquivalent hätte aufwarten können. Er war wirklich froh Martin auf diesen Trip mitgenommen zu haben – sie waren wieder ein Team, es war fast so als wären sie niemals keines gewesen.
„Danke, dass du an mich glaubst. Aber ich habe es nicht verdient", erwiderte Sara.
„Unsinn. Ich will dir mal etwas erzählen, was mir passiert ist. Vor einiger Zeit wurde mein Leben von Grund auf verändert und auf den Kopf gestellt, als es mit dem eines jungen Mannes namens Ronald Raymond verbunden wurde und damit wiederum auch mit dem Leben einer jungen Frau namens Caitlin Snow. Sie waren gute junge Menschen, besser als ich in jeder Hinsicht. Und ich hasste das. Ich hasste es mit ihren Leben verbunden zu sein, weil es mir Angst machte. Ich wollte nicht mit ihren Leben verbunden sein, weil ich wusste, dass ich es nicht verdient hatte. Weil ich wusste, dass ich sie nicht verdient hatte. Ich, der Egoist, der niemals Zeit für seine Frau hatte, der sich an die Hälfte seiner Studenten nicht mehr erinnern konnte, der sich für Alpha-Reche einsetzte um zu verschleiern, dass Omegas ihn eigentlich nervös machten. Ich, der prinzipiell immer Recht haben musste und sich für klüger als alle anderen hielt. Ich wusste, dass ich diese wunderbaren jungen Menschen, an denen im Gegensatz zu mir nichts falsch war, nicht verdient hatte. Ich wollte kein Rudel mit ihnen bilden. Ich fürchtete mich davor. Doch dann wurde mir klar, dass nicht ich derjenige war, der das zu entscheiden hatte. Ich wählte nicht sie aus, sie wählten mich aus, ob ich es wollte oder nicht. Ich wollte ein Leben ohne Ronald, aber dieses Leben war mir nicht gestattet, und ein Teil von mir fand das furchtbar, bis mir klar wurde, dass mein Leben mit diesem besonderen jungen Mann und damit auch mit seiner Verlobten zu teilen zwar ein Privileg sein mochte, dass ich nicht verdient hatte, aber eines, das mich in jeder Hinsicht zu einen besseren Menschen machte", erzählte der Graue, „Also akzeptierte ich es. Und es war wunderbar, bis ich es verlor."
Sara sah ihn betroffen an. „Ich – ich wusste nicht, dass du das damals so empfunden hast", gab sie zu, und damit war sie nicht die Einzige, auch Jax hatte keine Ahnung gehabt, und er war immerhin jahrelang empathisch mit Martin Stein verbunden gewesen.
„Sara, ich weiß, dass Rip zu verlieren dir ein tiefes Loch in dein Herzen gerissen hat. Ich will mir nicht vorstellen, wie ich mich fühlen würde, wenn ich Clarissa verlieren würde", fuhr Martin fort, „Aber ich weiß, dass ich es bei allem Schmerz überstehen würde, weil ich Lily und Ronnie habe, und Jefferson und die kleine Tina, die ich liebe als wäre sie meine eigene Enkelin. Und ich habe Caitlin. Und Barry und Cisco und Iris. Und ich habe euch, die Legends. Ich habe das seltene Glück mehr als eine Familie zu besitzen, genau wie du. Und so sehr jeder Verlust, den ich erlitten habe, und den ich noch erleiden werde, mich schmerzt, so sehr weiß ich auch, dass ich nicht alleine bin, und du bist es auch nicht. Denn, Sara, eine Familie zu haben, bedeutet, dass man geliebt wird, ob man das Gefühl hat sich diese Liebe nun verdient zu haben oder nicht. Und aus dieser Liebe können wunderbare Dinge entstehen. Babies. Hochzeiten. Ein Rudel."
Jax nickte. „Martin hat recht, Sara. Deswegen sind wir doch hier, weil wir ein Rudel sind, eine Familie. Meine kleine Tina wird niemals alleine sein, egal was mir oder meiner besseren Hälfte zustößt, das weiß ich, weil sie immer euch haben wird, mein Rudel. Wir sind alle immer füreinander da. Das ist irgendwie der Punkt dieser ganzen Geschichte", fügte er hinzu.
Sara sah ihn ungläubig an. „Du hast ein Kind und eine bessere Hälfte?", fragte sie dann, „Und damit rückst du erst jetzt raus? Wie ist das denn gekommen?"
„Fünf Jahre sind eine lange Zeit", verteidigte sich Jax, nicht wirklich verletzt über ihren geheuchelten Unglauben, weil er wusste, dass sie sich in Wahrheit für ihn freute.
„Ja, das sind sie", stimmte Martin ihm zu, „Das ich verletzt wurde, war natürlich fürchterlich, aber auf gewisse Weise war es auch gut. Ich hatte immer das Gefühl mich zwischen meiner Familie und meinem Rudel entscheiden zu müssen, dass ich nicht beides haben kann. Doch nun weiß ich es besser. Mein Leben wurde wieder einmal auf eine andere Bahn gezwungen, aber dadurch habe ich nichts verloren, sondern nur Dinge dazu gewonnen. Dinge, wie die Erkenntnis, dass ich sehr wohl beides haben kann. Ich bin jetzt hier bei euch, und es ist als wäre ich nie weggewesen, und das obwohl ich weg war und das für eine lange Zeit. Du hast nicht verstanden, warum wir zurückgekommen sind, Sara, doch die schlichte Wahrheit ist: Rudel ist für immer. Und deswegen kannst du auch nicht davor weglaufen. Wir haben es probiert, weißt du noch? Jeder hat sein eigenes Leben geführt, doch im Endeffekt war keiner glücklich damit. Erst als wir alle wieder zusammen waren, waren wir wieder glücklich, aber nicht so sehr, wie wir es hätten sein sollen, weil wir alle in unserer Zeit ohne einander verwundet wurden. Und diese Wunden konnten wir nur mit der Zeit und durch einander heilen. Du wurdest verletzt, Sara. Ich weiß nicht genau wie und wodurch, doch ich weiß, wer dich wieder heilen kann…"
„Es war das Todestotem, Sara", übernahm Jax, „Es hat dich verwundet. Doch es hat keine Macht mehr über dich. Du beherrscht es nun. Es kann dich nicht mehr verletzen. Und dein Rudel wird dich heilen." Er verstummte und wartete ab. Der Graue hatte scheinbar auch nichts mehr zu sagen. Jetzt war es an Sara. Sie schwieg einige Momente lang.
Dann meinte sie: „Ich habe euch vermisst, Leute. Ihr habt ja keine Ahnung, wie sehr."
Jax und Martin tauschten ein wissendes Lächeln aus. Alphas waren so fragile Kreaturen. Arme Zari, sie hatten ihr allein alles Betatum aufgebürdet. Doch nun nicht mehr. Nun waren sie zurück, zumindest für den Moment.
„Durch Liebe können wunderbare Dinge entstehen, ja?", murmelte Sara, „Ich glaube, ich weiß jetzt, warum unser letztes Kind eine Todgeburt war."
„Was?", wunderte sich Jax.
„Auf geht's. High Noon steht bevor. Zeit zu Legenden des Westens zu werden", schloss Sara nur und stapfte dann schnell voraus zurück zu den anderen. Jax sah ihr zutiefst verwirrt hinterher. „Nun zumindest scheint sie ihr Mojo zurück zu haben", stellte er fest.
Martin zuckte die Schultern. „Ich kann eben mit Alpha-Krisen umgehen wie kein anderer. Wie seid ihr nur je ohne mich ausgekommen?", erwiderte er nur.
Jax ersparte sich eine Antwort. Immerhin wusste der Graue ja selbst, dass er arrogant war, das hatte er vorhin selber zugegeben. Es sei denn, er dachte er hätte diese spezielle Charaktereigenschaft inzwischen abgelegt. Oh, nein, das denkt er, oder? … Es hat sich wirklich nichts verändert. … Wie sonderbar.
Der Kampf hatte begonnen, doch die Legends überließen ihn vorerst ihren Verbündeten, weil sie anderes zu tun hatten. Sie mussten ihre Totems verbinden und einen mystischen Krieger erschaffen, der es mit Mallus aufnehmen konnte.
Ich weiß, was das letzte Mal schief gelaufen ist, erklärte Sara, über die telepathische Verbindung, die sie durch die Totems verband, Wir waren uns nicht einig und alle zu sehr mit uns selbst beschäftigt. Diesmal müssen wir uns einig sein. Zari, wenn dir Jonah Hex gefällt, dann ist das gut. Du könntest es schlechter treffen.
Was? Ihr wisst von Jonah und mir?!, dachte Zari entsetzt.
Du hast das letzte Mal ja auch intensiv genug an ihn gedacht, erklärte Sara, Aber woran wir jetzt denken müssen ist einander. Versteht ihr, Liebe kann wunderbare Dinge erschaffen. Wir müssen keinen großen Krieger erschaffen, sondern etwas, das etwas von uns allen in sich hat. Etwas, das gut ist.
Wenn es von mir stammt, kann es nicht gut sein, meldete sich Mick zu Wort.
Doch, Mick Rory, denn du bist gut. Du behandelst Omegas besser als jeder andere Alpha, den ich kenne. Du bist loyaler als gut für dich ist, und du hast diese verdammte Ratte mehr geliebt als manch einer sein eigenes Kind, gab Sara zurück.
Das macht mich nicht gut, widersprach Mick.
Und du bist ein brillanter Autor, der nach langer Zeit der Suche endlich ein Zuhause gefunden hat, mischte sich Zari ein.
Was wird das jetzt?, wunderte sich Mick, Sind wir jetzt auf einmal eine verdammte Selbsthilfegruppe geworden, oder ist das hier eine Art gedankliches Bettgeflüster?
Immerhin machen wir gerade ein Kind, erinnerte Nate ihn.
Das ist nicht die Art von Orgie, die ich mir für uns vorgestellt habe, kommentierte Mick dies.
Ich hätte nie gedacht, dass ich mal eine Orgie erlebe, aber nun da es soweit ist, bin ich froh, dass sie mit euch ist, räumte Nate ein.
Das geht mit genauso, merkte Amaya an, Hört mal, ich bin sehr froh, dass mein Kind euch alle kennen wird, und wir alle gemeinsam eine Familie sein werden.
Ich würde gerne Teil eurer Familie sein. Ich weiß, ihr seid alle sauer, weil ich alleine aufgebrochen bin um Nora zu retten, aber ich musste es tun. Sie hatte eine Chance auf ein normales Leben verdient, meldete sich nun Ray zu Wort.
Niemand ist deswegen wütend auf dich, Ray. Wir wissen, dass du nur das getan hast, was du für richtig gehalten hast, und dafür lieben wir dich. Und du bist doch schon längst teil dieser Familie. Ihr alle seid es, berichtigte ihn Amaya.
Ich liebe euch alle so sehr, und ich bin froh, dass wir das hier gemeinsam machen, was auch immer es ist. Ich wünschte nur Rip könnte hier bei uns sein, gab Ray zurück.
Das wünschen wir uns alle, erwiderte Sara, Und nun denkt an etwas Gutes Schönes Nettes an etwas wie … Oh nein, ist das wirklich euer Ernst?
Ein riesiger Beebo erschien an Stelle der sechs Legends und sah sich nach seinem Gegner um, der auch prompt erschien. Der Dämon Mallus hatte mit vielen gerechnet, aber nicht mit dem.
Wally West blieb mitten im Rennen quer durch Mallus' Truppen hindurch stehen und blickte staunend auf. „Ich hätte mich doch den Legends anschließen sollen", murmelte er und konnte den Anblick, der sich ihm bot, offenkundig nicht fassen. Und da war er nicht der Einzige.
„Sieht noch einer von euch einen riesigen Beebo, der sich gerade auf Mallus stürzt?", erkundigte sich Ava bei ihren Mitstreitern, als sie sich gerade für wenige Momente von Freydis Erikdotter abwandte.
„Ja, Boss", erwiderte Gary hinter ihr erstaunt.
Freydis gingen ebenfalls die Augen über. „Der Gott ist zurück!", stellte sie atemlos fest.
„Ich habe in meiner Zeit als Mystiker ja schon einiges erlebt, aber so etwas wie das hier, habe ich noch nie gesehen", erwiderte Constantine und ließ sogar den Zauber, mit dem er zuvor noch Julius Cäsar attackiert hatte, fallen.
Cäsar war zu erstaunt um auf seinen taktischen Vorteil zu nutzen. „Was…", murmelte er nur.
„Bei Zeus!", entfuhr es Helena von Troja, die ihm gegenüberstand.
Ray Terril landete zwischen den erschrockenen Truppen neben Leo Snart, der seine Kältepistole erstaunt hochhob. „Warum noch mal genau hast du dieses Team wieder verlassen?", erkundigte sich Ray Terrill bei seinem Ehemann. Dieser schüttelte nur den Kopf anstatt zu antworten, denn offenbar fiel ihm keine gute Antwort ein.
Backbeard unterdessen hatte angesichts des Anblicks, der sich ihm bot, bereits die Flucht ergriffen und rannte in seiner kopflosen Panik beinahe Jonah Hex um, gegen den er kurz zuvor noch gekämpft hatte. Hex hielt sich mühsam auf den Beinen und starrte nur kopfschüttelnd das flauschige riesige Wesen an, das den Dämon bekämpfte.
„Von Ray hätte ich wohl nichts anderes erwarten dürfen", meinte Nora neben ihm nur dazu.
„Als ich von wunderbaren Dingen sprach, die man durch Liebe erschaffen kann, habe ich eigentlich nicht von so etwas gesprochen", behauptete Martin Stein, während er für einen Moment aufhörte auf seinen Gegner, einen Soldaten von Cäsar, zu schießen.
„Mein Gott, wie habe ich das vermisst!", meinte Jefferson Jackson, der neben ihm stand, nur dazu.
Der riesige Beebo rannte auf Mallus zu und stürzte sich brüllend auf ihn. Ironischer Weise brüllte er die Worte: „Beebo liebt dich!" Mallus hatte wohl nicht erwartet, dass sich Liebe so anfühlen würde, wie das, was darauf folgte.
Ava erkannte in Beebos Kampfstil Elemente von Saras Kampfstil wieder.
Jax und Martin erkannten auch Amayas Kampftechniken und Micks unbändige Kraft. Beebos Fell schien aus Stahl zu sein, denn kein Schlag von Mallus schien ihm etwas anzuhaben. Beebo schien aber auch den Wind zu beherrschen und so besser springen zu können, als man es von einem Wesen dieser Größe erwarten würde. Aber Beebo war auch klug, denn er erkannte Mallus' Schwachstelle und nutze diese für einen letzten vernichtenden Schlag, gekoppelt mit dem Schlachtruf: „Beebo liebt euch alle!"
Mallus ging in Flammen auf und verschwand. Auch Beebo verschwand, und sechs totemtragende Legends erschienen an seiner Stelle. „Das war die beste Orgie aller Zeiten", stellte Mick Rory im Anschluss daran nach Luft schnappend fest.
Leonard Snart und Rip Hunter hatten den Kampf beobachtet. Nachdem Mallus vernichtet worden war, konnten sie sehen, wie sich seine Truppen ergaben und Freydis Eriksdotter lautstark ihre Treue und ihren Glauben an Beebo beschwor.
„Nun, das haben sie jetzt alles in allem gesehen doch ganz gut gemacht", stellte Leonard fest, „Findest du nicht?"
Rip Hunter erwiderte zuerst nichts. Dann meinte er mit von Emotionen erfüllter Stimme: „Sie leben noch. Bei Gott, sie leben noch." Und er weinte.
Leonard Snart seinerseits fragte sich, wie jemand im Nichts zwischen Zeit und Raum überhaupt weinen konnte, und was er eigentlich alles nicht über den Ort, an dem sie sich befanden, und dem Zustand, in dem sie gerade waren, noch nicht wusste.
A/N: Reviews?
