Hallo ihr Lieben, ist bei euch der Winter auch wieder angekommen? Der Schnee ist herrlich ;)

Naja hier ist auf jeden Fall ein neues Kapitel. Hoffe es gefällt euch, viel Spaß beim Lesen!

Zurück nach Hogwarts

10 Tage später nach unserem Besuch in der Winkelgasse saßen Neville, Tracey und ich zusammen in einem Zugabteil auf dem Weg zurück nach Hogwarts. Diesmal war der erste September kein Sonntag, sondern ein Dienstag. „Schaut mal! Sieht so aus, als ob die Weasleys mal wieder sehr spät dran seien", meinte Neville und deutete aus dem Fenster. Tracey und ich folgten seinem Blick und sahen tatsächlich eine Menge Rotschöpfe durch die Menge eilen. Ich seh die Zwillinge, Percy und da sind auch Ginny und ihre Eltern. Nur keine Spur von den zwei anderen. Logisch Dobby! Hoffentlich passiert Harry und Ron nichts auf ihrem kleinen Flug nach Hogwarts!

„Wir fahren!", sagte Tracey und ich wurde aus meinen Gedanken gerissen. Der Zug ruckelte tatsächlich und wir fuhren aus der Station. Neville setzte sich zurück auf seinen Sitz und Tracey setzte sich neben mich. „Für die war das aber wirklich in letzter Minute", sagte Tracey kopfschüttelnd. Ich nickte nur geistesabwesend. „Ein neues Jahr in Hogwarts beginnt. Ich bin schon sehr gespannt, was uns erwarten wird. Was meint ihr?", fragte Neville uns. Ich sah zu Tracey, die mit den Schultern zuckte und antwortete ihm: „Ich hoffe das Lockhart nicht ganz so nervtötend sein wird, wie er rüberkommt." Tracey musste auflachen. „Du bist wirklich kein Fan von ihm, was?!" Ich schüttelte vehement den Kopf. „Definitiv nicht!" Neville lächelte und meinte: „Schlimmer, als Quirrell wird er schon nicht sein, oder?" Tracey sah zu ihm und meinte unschlüssig: „Keine Ahnung, aber irgendetwas sagt mir, dass doch." Dein Gefühl täuscht dich nicht! Aber zum Glück müssen wir uns zumindest dieses Jahr nicht mit einer rießigen Schlange auseinandersetzten.

Die Tür zu unserem Abteil ging auf und Hermine trat herein zusammen mit der kleinen Ginny. „Hallo alle zusammen. Das ist Ginny Weasley. Sie kommt dieses Jahr nach Hogwarts. Hat einer von euch Ron oder Harry gesehen?" Neville schüttelte seinen Kopf und sagte: „Nein, Hermine tut uns leid. Hier kam er noch nicht vorbei. Willkommen Ginny. Hogwarts wird dir bestimmt gefallen!" Ginny lächelte schüchtern zurück. Hermine zuckte mit den Schultern und meinte: „Na gut. Wir suchen sie mal. Wenn die beiden hier vorbeikommen, sagt ihnen Bescheid, dass wir ihn suchen." Ich nickte und antwortete ihr: „Natürlich!" Hermine nickte und die beiden gingen wieder. Die beiden wird sie heute nicht mehr sehen.

Ich kramte in meiner Tasche und fand meine Schnippschnappkarten. „Wollen wir eine Runde spielen?", fragte ich die beiden. Neville und Tracey stimmten mit ja und wir spielten einige Runden Schnippschnapp. Tiger hatte sich auf dem Platz neben Tracey zusammengerollt und döste friedlich. Nach einiger Zeit kam der Snackwagen vorbei und wir deckten uns jeder mit unseren Lieblingssüßigkeiten ein. Ich kaufte Toffees, Neville Lakritz-Zauberstäbe und Tracey ihre geliebten Zucker-Federhalter. Natürlich jeder noch eine Packung Schokofrösche. Sag mal Anna, was ist eigentlich mit Stormy passiert?", fragte Tracey nach einer Weile. Ich nahm ein weiteres Toffee in den Mund und antwortete: „Ich habe ihn freigelassen, aber er blieb auf dem Gestüt. Lord Richard hat mir versichert, dass sie sich um ihn kümmern werden, soweit er es zulässt." „Ich dachte, er wollte frei sein!", meinte Neville verwundert. Ich nickte und entgegnete: „Ja schon, aber er hat auch gemerkt, dass die Windsors ihm nichts Böses wollen!" „Mhm, manchmal ändert man eben seine Meinung. Das gleiche muss auch für Tiere gelten, nicht wahr Tiger", meinte Tracey und streichelte Tigers Kopf, der diesen hob, gähnte und nickte. Dann legte er sich wieder hin und schnurrte leise und zufrieden. Wir mussten lachten und spielten weiter Schnippschnapp. Unsere Vorräte waren schon recht geschrumpft, als Hermine abermals ins Abteil trat, Ginny immer noch im Windschatten. „Habt ihr Ron oder Harry jetzt schon einmal gesehen?", fragte sie besorgt. „Nein", antwortete Neville verwundert. „Hast du sie immer noch nicht gefunden?", fragte Tracey verwundert. Hermine schüttelte ihren Kopf.

„Sie sind nirgendwo im Zug zu finden." „Vielleicht haben sie es nicht in den Zug geschafft", meinte ich. Hermine sah mich ungläubig an. „Wie kommst du darauf, Anna?" Ich zuckte mit den Schultern und meinte: „Wir haben die Weasleys gestresst auf dem Bahnsteig laufen sehen und kurz danach fuhr der Zug los. Vielleicht haben es Ron und Harry nicht geschafft. Kann doch sein!" Hermine sah zu Ginny, die hilflos ihre Schulter zuckte. „Kann sein. Sie waren hinter uns, aber nach der Barriere habe ich nicht auf sie geachtet. Anna hat Recht. Wir waren sehr spät dran." Hermine sah von Ginny zu uns und wieder zurück. „Und jetzt?", fragte ich. Hermine sah einen Augenblick unschlüssig aus, dann sagte sie entschlossen: „Ich werde einen der Vertrauensschüler Bescheid sagen. Hoffentlich kommen sie rechtzeitig nach Hogwarts!" „Bestimmt", meinte ich.

Ginny setzte sich unschlüssig neben Neville. „Möchtet ihr mitspielen?", fragte dieser freundlich. Ginny nickte erleichtert und Neville teilte die Karten neu aus. Hermine kam nach einer Weile wieder und setzte sich neben Ginny, aber mitspielen wollte sie nicht, sondern kramte eines der neuen Bücher von Lockhart hervor und begann zu lesen. Ich rollte meine Augen und Neville, der das sah musste grinsen. Ich streckte ihm gespielt die Zunge raus und sein Grinsen wurde breiter. Tracey sah uns amüsiert an. Die Stunden flogen nur so dahin und bald war es draußen stockfinster. Viele unserer Klassenkameraden kamen vorbei um Hallo zu sagen oder mir zu meinem Sieg zu gratulieren. Justin und Oliver kamen auch vorbei. „Hallo Anna, Neville und ….", begann Justin und stockte „Tracey", meinte Tracey. „Tracey, schön dich kennen zu lernen", meinte Justin und sah unwohl auf ihre grüne Krawatte. Blödes Vorurteil! Tracey hat ihm nie etwas getan!

„Hallo Justin. Hattest du einen schönen Sommer?", fragte ich höflich. „Ja, ich war mit meinen Eltern in Italien und haben Rom, Pisa und Venedig besucht. Es war toll. Ich habe von deinem Erfolg in der Zeitung gelesen. Herzlichen Glückwunsch!" „Danke!" „Wir wollten fragen, ob die Switchballspiele dieses Jahr wieder stattfinden?", fragte Oliver neugierig. „Natürlich! Wieso denn nicht? Wenn genug dazu Lust haben!" „Da bin ich mir sicher. Alle, die wir bis jetzt getroffen haben, haben uns genau das gleiche gefragt", meinte Justin. Ich nickte und antwortete: „An mir soll es bestimmt nicht scheitern!" „Super! Na werden darüber in dieser Woche noch in Hogwarts reden können. Bis später!", verabschiedeten sich die beiden und gingen wieder.

Ich sah auf die Uhr. „Wir sollten bald ankommen!" Die anderen sahen mich an und dann aus dem Fenster. In dem Moment kam die Ansage durch die knirschenden Lautsprecher. „In ein paar Minuten erreichen wir unsere Endstation Hogsmeade. Bitte lassen Sie alles Gepäck im Zug. Es wird Ihnen aufs Schloss gebracht." Jup, per Hauselfen-Express! Neville ging kurz aus dem Abteil aus, damit Ginny und Hermine sich umziehen konnten. Tracey und ich waren bereits in unseren Schuluniformen, somit mussten wir nur unsere Umhänge anziehen. Wir kamen an der Station an und liefen zu den Kutschen. Es ist schon merkwürdig zu wissen, dass dort Tiere sind, sie aber nicht sehen zu können. „Wo sind bloß Harry und Ron?", fragte Hermine. Sie sah sich suchend um, aber auf dem Bahnsteig herrschte heilloses Chaos.

Neville nahm Hermine am Arm und zog sie in Richtung der Kutschen. „Hier wirst du sie nie finden. Komm schon! Wahrscheinlich sitzt Ron schon in der großen Halle und wartet ungeduldig darauf, dass das Festessen beginnt." Ich nickte nur unschlüssig. Hoffentlich kommen die beiden wirklich gut an. Ich setzte mich mit Neville, Tracey und Hermine in eine Kutsche und wir fuhren zum Schloss hoch. Dort angekommen begaben wir uns sofort in die große Halle und setzten uns an unsere Haustische. Und schon beginnt das Aufteilen wieder. Ich setzte mich zu Emily, Lauren und Stephen. „Hallo Stephen, wie war dein Sommer?", fragte ich. „Gut. Übrigens herzlichen Glückwunsch zu deinem Sieg!" „Danke." Auch andere am Tisch beglückwünschten mich. „Ich danke euch allen, aber lasst es gut sein, bitte! Ich habe am Turnier teilgenommen um Cu… Stormy kaufen zu können. Ich hätte nie gedacht, dass ich es gleich gewinne, aber sei es drum."

Stephen nickte und meinte: „Ja, das bist du! Anderen helfen, aber im Hintergrund bleiben. Vordrängen magst du dich wirklich nicht." Er lächelte mich an, ich wurde leicht rot und nickte. Die anderen lächelten auch und dann wurden weiter Ferienerlebnisse ausgetauscht. Ich sah zum Gryffindortisch hinüber und sah, dass Ron und Harry tatsächlich noch nicht da waren. Ich sah zu Neville, der neben der hektischen Hermine saß. Dieser sah meinen Blick und zuckte nur mit den Schultern. Ich nickte ihm zu und sah dann zum Lehrertisch. Snape ist nicht da, also sucht er die Jungen. Ugh, dieser Lockhart, geht das Grinsen noch breiter.

Die großen Flügeltüren öffneten sich und Prof. McGonagall führte die Erstklässler herein. Das ist Ginny! Mhm, wo ist Luna? Sie müsste doch dieses Jahr auch nach Hogwarts kommen. Vorne versammelten sie sich und Prof. McGonagall stellte den sprechenden Hut auf den kleinen Schemel. Ich kann kaum glauben, dass ein neues Jahr beginnt. Die Zeit fliegt nur so…Der sprechende Hut begann mit seinem Lied:

Vier Häuser wurden einst gegründet,

Von vier Freunden laut verkündet,

dass innerhalb dieser Mauern

Magie für immer soll andauern!

Gemeinsam haben sie erschaffen,

was Generationen versuchten abzuschaffen.

Doch ich bin hier, der alte Hut

Und manchmal bekomme ich die Wut!

Hört auf mich, denn ich bin alt und weise

Und schicke euch auf eure Reise!

In jedem Einzelnen eine Macht tief ruht,

im Turm von Gryffindor, da liegt der Mut!

Gerissenheit und Ambitionen,

findet man nicht weit dort oben,

nein, in die Tiefen müsst ihr schauen,

in Slytherin darauf könnt ihr bauen!

Liebst du Bücher und das Wissen

Dann wird Ravenclaw dein weiches Kissen!

Freundschaft liegt tief verzweigt in Hufflepuff,

Loyalität und Arbeitsam ist kein müder Bluff!

Versteht nun endlich nach all den Jahren,

Zusammenarbeit wird es bewahren!

Der Hut verstummte und alle klatschten. Irgendwie scheint er missmutig. Ich frag mich warum? „Das war interessant, nicht wahr?", flüsterte mir Emily ins Ohr. „Was denn?", fragte ich. „Na, der Hut. Sprach er nicht genau das an, was du auch magst? Alle Häuser arbeiten zusammen, auch wenn wir unterschiedlich sind." Ich sah sie an, nickte und antwortete ihr nachdenklich: „Ja, stimmt. Aber schien auch missmutig." Emily nickte, sah sich um und meinte: „Wahrscheinlich, weil Freundschaften zwischen den Häusern, wenn es nicht Liebschaften sind, unüblich sind." Ich nickte zustimmend. Tracey sah zu uns herüber und ich lächelte sie an.

Die Erstklässler wurden eingeteilt und Luna Lovegood kam wie vermutet nach Ravenclaw. Ginny Weasley nach Gryffindor und der kleiner Junge Colin Creevey. Alles wie im Buch! Natürlich wurde nicht nur Luna nach Ravenclaw geschickt, sondern noch 3 andere Mädchen und 5 Jungen, insgesamt also wieder 9 Kinder. Prof. Dumbledore begrüßte uns und das Festmahl begann. Kurze Zeit später verschwand Dumbledore und McGonagall und Snape tauchte auf. Mhm, scheinbar alles wie im Buch. Gut! Nachdem Festmahl liefen wir in unseren Turm und ins Bett. Am nächsten Morgen hielt Prof. Flitwick wieder seine Willkommensrede und händigte dann unsere neuen Stundenpläne aus.

Montag: 1. Geschichte (H); 2. Zaubertränke (H); 3. Zauberkunst (G); 4. VgddK (G)

Dienstag: 1. Frei; 2./3. Kräuterkunde (G); 4. Verwandlung (S)

Mittwoch: 1. Zaubertränke (H); 2. Frei; 3. VgddK (G); 4. Astronomie (S); 5. Zauberkunst (G); nachts: Astronomie (S)

Donnerstag: 1. Geschichte (H); 2. Zauberkunst (G)

Freitag: 1. Frei; 2. VgddK (G); 3. Verwandlung (S); 4. Frei; 5. Astronomie (S)

„Mhm, sieht so aus, als ob wir nicht mehr so viel Unterricht mit den Slytherins haben", meinte Stephen, während wir unseren Stundenplan studierten. Lauren nickte und fügte hinzu: „Jup, und ich glaube der Donnerstag wird mein Lieblingstag!" Ich nickte zustimmend. Erst für sich selbst lernen und dann eine Stunde mit Flitwick in meinem Lieblingsfach! „Ja, aber heute ist nun mal erst Mittwoch. Na kommt, Frühstücken und dann beginnt der Tag mit Snape", sagte Emily. Alle mussten schmunzeln. In der großen Halle war schon einiges los. Wir setzten uns und Emily sah sich interessiert um. „Was ist denn los?", fragte Lauren, die das laute Flüstern auch neugierig machte. Stephen reichte uns die Zeitung hinüber und wir lasen den Artikel über Ron, Harry und das fliegende Auto.

„Oh, oh!", meinte Stephen leise, als die Eulenpost hineinflog. Ich folgte seinem Bick und sah den roten Umschlag. Upps. Ich sah hinüber zum Gryffindortisch. Ron war ganz blass geworden und öffnete mit zitternden Fingern den Umschlag. Das nächste was passierte war eine laute kreischende Stimme, die durch die ganze Halle dröhnte, als ob sie den Sonoruszauber benutzt hätte oder den Fernseher auf 100% Lautstärke gedreht. Mrs. Weasley schimpfte und zeterte und Ron wurde immer röter im Gesicht. Zum Schluss kam die Gratulation für Ginny und dann zerfetzte sich der Brief von selbst. In der Halle war es totenstill, aber dann hörte man hier und da ein unterdrücktes Kichern und Getuschel.

„Das war peinlich. Bin ich froh, dass Mutter und Vater so etwas nie machen würde", flüsterte Emily neben mir. „Würden sie nicht?", fragte ich sie. Emily schüttelte ihren Kopf und sagte: „Nein, Vater und Mutter würden hierherkommen und mit mir persönlich sprechen." „Das ist auch besser so! Was soll diese öffentliche Blamage. Ich mein jetzt werden alle noch mehr darüber reden", fügte Lauren mit gedämpfter Stimme hinzu. Da hat sie wohl recht, auf der anderen Seite vielleicht hilft öffentliches Schimpfen bei den Jungs besser. Mrs. Weasley wird schon wissen, was sie tut. „Was sie wohl für eine Strafe erhalten haben? Nachsitzen, Quidditchverbot oder so. Ich habe keinen Punktverlust bemerkt", mutmaßte Sue. „Gute Frage", bemerkte Lauren mit kritischen Gesichtsausdruck.

„Sie haben gegen das Gesetz verstoßen!", sagte Lisa und Anthony sagte zustimmend: „Sie haben riskiert, dass unsere Welt offenbart wird. Seit über 300 Jahren sind wir nun im Verborgenen und das mit gutem Grund!" „Es werden jetzt schon keine Hexenverfolgungen sattfinden wegen diesem kleinen Zwischenfall", sagte Stephen genervt. „Findest du es etwa okay?", fragte Anthony etwas bissig. „Natürlich nicht", entgegnete Stephen scharf „Aber man muss die Kirche auch im Dorf lassen. Das Ministerium hat garantiert sofort reagiert." Anthony wollte antworten, aber Emily unterbrach ihn. Sie hob die Hände und meinte: „Hey, hey Frieden! Es war dumm, gegen das Gesetzt, aber es ist in der Vergangenheit schon schlimmeres passiert und egal ob wir uns an die Kehlen oder nicht, ändert die Situation nicht. Der Schulleiter wird schon richtig entschieden haben. Lasst es gut sein. Zaubertränke fängt gleich an und ich habe absolut keine Lust zu spät zu kommen. Also los!" Damit stand sie auf und ging hinaus. Wir folgten ihr geschlossen, aber Stephen und Anthony sahen sich noch immer missmutig an.

Die erste Stunde von VgddK fand statt und ich saß mit Emily, Lauren und Neville in einer Schulbank. Hermine, die mit Ron und Harry ein paar Bänke vor uns saß, stapelte ihre Schulbücher auf ihrem Platz. Ich sah mich weiter im Raum um und musste schmunzeln. Die Gerüchte-Gruppe, Lavender, Pavarti, Padma und Sue, saßen nah beieinander und tuschelten wild während sie Teen-Hexenwoche herumreichten in die großen Farbbilder von unserem neuen Lehrer zu sehen waren. Stephen, Kevin und die Chaoschaoten, Terry, Anthony und Michael waren eher sehr gelangweilt und sahen genervt zu den tuschelnden und kichernden Mädchen hinüber.

Neville beugte sich zu mir hinüber und flüsterte: „Hey Anna, beobachtest du unsere Mitschüler? Was fällt dir auf?" Ich sah ihn verschmitzt an und meinte leichthin: „Die weibliche Mehrheit ist aufgeregt und verträumt und die männliche Belegschaft genervt. Verspricht ein interessantes Jahr zu werden." Neville, Emily und Lauren sahen sich nun ebenfalls um und nickten dann zustimmend. „Ich weiß gar nicht, was Mutter gegen Lockhart einzuwenden hat?! Ich habe seine Bücher gelesen und bin beeindruckt. Lauren nickte heftig mit dem Kopf. Ich sah die beiden überrascht an. Na nu? Was ist denn mit denen passiert? Vor zwei Wochen hörte sich das noch ganz anders an! Neville runzelte ebenfalls die Stirn und sah mich fragend an, aber ich konnte nur verunsichert mit den Schultern zucken.

Plötzlich ging die Tür auf dem kleinen Balkon auf, Lockhart trat mit blitzendem Lächeln heraus und begrüßte uns wortreich. Oh je, genauso ein Vollidiot wie in den Büchern. Na dann mal los. „Willkommen in Ihrer ersten Stunde in VgddK mit Ihrem neuen Lehrer, … mir!" Er grinste wieder, wie ein Esel mit gebleckten Zähnen. „Nun denn zunächst einmal will ich Ihren Wissensstand überprüfen und dafür werden Sie einen Test schreiben." Er zog ein Bündel von Pergamentblättern aus seiner Robe und fing an diese zu verteilen, ohne Magie. Neville tippte mich an und sah mich merkwürdig an. „Was?", fragte ich. „Dein Blick!" „Wie bitte?" „Du hast ihn ganz verträumt angesehen." „Echt?", fragte ich verdutzt. Neville nickte ernst. Mhm, komisch. Das gleiche hat auch schon Matthew gemeint in der Buchhandlung.

Lockhart kam genau in diesem Augenblick an mir vorbei und gab mir einen Fragebogen. Sein Lächeln! Ich schüttelte meinen Kopf verdutzt und sah auf den Fragebogen. Okay, was war das denn? Die Fragen waren genauso bescheuert, wie sie im Buch damals beschrieben waren. Jetzt wünsche ich mir Hermines eidetisches Gedächtnis. Wenn ich mich nur an ein paar der Antworten erinnern könnte. Ich improvisierte bei den meisten Fragen oder dachte mir etwas Lustiges aus, wie z.B. was tat Gilderoy Lockhart als er den Werwolf von Basketville übermannte? Ich schrieb: „Er heulte wie ein kleiner Welpe." Bin gespannt, was er dazu sagen bzw. schreiben wird?

Nachdem Lockhart die Tests eingesammelt hatte, holte er etwas großes Sperriges hervor, dass unter einem Tuch verborgen war. Muss der Käfig sein. Lustig, dass ich VgddK dieses Jahr mit den Gryffindors habe. Mal sehen, wie das Laufen wird… Ich hatte Lockharts kleine Rede ausgeblendet und hörte nur das Auflachen meiner Mitschüler, als die Wichtel zum Vorschein kamen. „Das kann doch nicht sein Ernst sein?", meinte Neville belustigt. Ich schmunzelte bis Lockhart einfach rief: „Zeigen Sie mir, wie Sie mit ihnen fertig werden." Damit öffnete er den Käfig und die Unholde stürzten sich auf uns und alles was sonst noch so im Raum herumlag. Innerhalb weniger Sekunden herrschte ein heilloses Chaos. Ich wehrte mich gegen drei der blauen Wichte, indem ich sie mit einem von Lockharts Büchern schlug und sie quer durch den Raum fegte. Jetzt haben diese Dinger zumindest einen Nutzen. Die meisten waren schon zur Tür und aus dem Klassenraum hinausgerannt. Lockhart hob seinen Zauberstab und rief: „Treibt sie zusammen! Es sind doch nur Wichtel!" Ich nahm neville bei der Hand und zog ihn zur Tür während ich weiter die angreifenden Wesen mit einem Buch wegschlug. Als wir an der Tür ankamen, rief Lockhart: „Peskiwichteli Pesternomi." Ich sah noch, wie einer der Wichtel ihm seinen Zauberstab wegnahm und ihn aus dem Fenster warf.

Kaum waren wir aus dem Klassenraum raus, musste ich laut lachen. „Oh Mann, dieser Schwachkopf! Der ist so untalentiert! Wie dachte er, dass wir mit den Wichteln umgehen können, wenn er uns keinen Zauber beibringt." „Kennst du denn einen, der hilft?", fragte Neville, der auch lachen musste. „natürlich! Der Immobulus- Zauber, den Flitwick uns letztes Jahr noch zum Schluss beigebracht hat. Der müsste eigentlich funktionieren." „Warum hast du ihn dann nicht benutzt?", fragte Neville verwirrt. Ich schüttelte meinen Kopf und sagte: „Damit der Clown die Lorbeeren sich nimmt. Soll er doch selber mit dem Chaos klarkommen!" Wir liefen zur großen Halle, denn das Mittagessen sollte gleich beginnen. „Treffen wir uns nachher?", fragte ich Neville und dieser nickte, dann trennten wir uns um uns an unsere Haustische zu setzen.

Mit Neville und Tracey konnte ich mich erst am Donnerstagnachmittag zum ersten Mal treffen. Ich war schon seit dem Mittagessen dort und machte meine Hausaufgaben, als Tracey und Neville reinkamen. „Hey Anna", begrüßte mich Tracey und pflanzte sich direkt neben mich auf die Couch. Neville setzte sich uns gegenüber und seufzte: „Wir sind erst seit zwei Tagen hier und ich bin schon total geschafft!" Ich musste lachen und Neville sah mich schräg an. „Wir hatten Lockhart doch erst einmal. Und Zaubertränke ist keine Doppelstunde mehr, sondern nur noch Einzelstunden." „Ja, aber dafür haben wir ihn jetzt zweimal die Woche! Ich hab nicht das Gefühl, dass das unbedingt besser ist." „Und Prof. Snape scheint noch schlechter auf euch Gryffindors zu sprechen zu sein, als vorher!", fügte Tracey hinzu. Neville nickte. Ich zuckte mit den Schultern und meinte: „Nachdem Zeitungsartikel von Kimmkorn und dem Heuler. Kein Wunder! Er hat eine gute Ausrede!" Tracey nickte und schlug ihr Geschichtsbuch auf. Wir diskutierten unsere Hausaufgaben und aßen Schokokekse.

Das Wochenende kam und damit fingen die Switchballspiele wieder an. Prof. Flitwick hatte die Leitung offiziell übernommen. Alle die mitmachen wollten, versammelten sich am Samstagmorgen auf dem Switchballfeld. Die alten Teams fanden sich wieder zusammen und neue wurden gebildet, nach den Regeln, die Emily, Lauren und ich aufgestellt hatten. Tracey und Neville kamen in mein Team, sowie Pavarti, Justin, Matthew, Oliver und Marie, eine Drittklässlerin aus Hufflepuff. Emily und Lauren bildeten jeweils auch ein neues Team aus alten und neuen Mitspielern. Insgesamt bildeten sich neun Mannschaften aus mindestens sieben maximal zehn Spielern. Wir teilten die Trainingszeiten ein und Prof. Flitwick wollte sich um die Spiele an den Sonntagnachmittagen kümmern.

Ich lief nach dem Treffen den Flur hinunter zur Bibliothek, als mich jemand stoppte. „Miss Hansen", rief Lockhart laut über den Flur. Oh nein! Was will der denn nun? Ich drehte mich genervt zu ihm um und meinte: „Ja, ... Sir." „Wie schön, dass ich Sie hier treffe, meine Liebe." Wohl eher, dass ich nicht schnell genug entkommen konnte. „Ich wollte mich mit Ihnen einmal unterhalten", erzählte Lockhart weiter ohne meinen sauren Gesichtsausdruck zu beachten. „Wirklich?", tat ich überrascht. „Brauchen Sie Hilfe, Sir?" „Ich? Oh, nein, nein, nein, meine Liebe Anna." „Miss Hansen", konterte ich prompt. „Nein, Anna, ich wollte Ihnen meine Hilfe anbieten", redete er weiter ohne auf meinen Einwand einzugehen. „Ihre Hilfe? Wobei könnten Sie mir helfen?", fragte ich verblüfft. „Nun, ich habe bemerkt, wie Sie von anderen Mitschülern bedrängt werden. Ich muss Ihnen sagen, Sie gehen ganz falsch mit Ihrem Ruhm um. Ich könnte Ihnen da ein, zwei nützliche Tipps geben", antwortete er mir frei heraus mit einem seiner Lächeln. Und was für ein schönes Lächeln….. Halt, stopp! Konzentriere dich! Der Typ ist ein Idiot. „… und so müssen Sie immer mit einem Lächeln durch die Gänge laufen."

Während Lockhart mit mir geredet hatte, hatte er zusätzlich seinen Arm um meine Schulter gelegt. Genervt schüttelte ich ihn ab und trat vier Schritte zurück. „Danke, …. Sir, aber nein danke. Ich bin keine, die sich in ihrem, wie Sie es ausdrücken Ruhm, sonnt!" „Ah, ah, ah", meinte Lockhart leicht tadelnd. „Es ist eine Bürde, die Sie lernen müssen zu tragen. Lassen Sie uns einfach in meinen Raum gehen und ich lehre Sie. Es wäre mir wirklich eine Freude, Anna." Ich trat noch ein paar Schritte zurück und meinte mit lauter und fester Stimme: „Sir, Sie können mich nichts lehren, dass ich im Leben irgendwann einmal gebrauchen könnte. Denn das letzte, wie ich werden möchte, ist so wie Sie. Peskiwichteli Pesternomi, Sir." Mit diesen Worten und einem fiesen Lächeln entfernte ich mich endgültig von ihm und lief einen anderen Gang entlang in Richtung Hauptquartier. Lockhart blieb wie Donner gerührt sprachlos im Gang stehen.

Hoffe es hat euch gefallen! Das nächste ist in Arbeit, bis dahin... :) Reviews gerne unten in der Box

Bis dann!