Hallo ihr Lieben! Frohen ersten Advent! Esst Plätzchen, genießt die Zeit mit Freunden auf den Weihnachtsmärkten und habt einfach eine schöne Weihnachtszeit! Viel Spaß beim neuen Kapitel!

Der Duellier Club

Wir kamen gerade an, als Lockhart mit Prof. Snape auf die Bühne trat. „Oh nein, du hattest Recht!", stöhnte Emily. Ich nickte nur und entgegnete: „Aber zumindest ist Prof. Snape noch dabei. Er kennt bestimmt den einen oder anderen Zauber." Lauren sah mich kritisch an und sagte: „Sagt das Mädchen, dass heute Morgen noch bei seinem Unterricht mitgespielt hatte." „Das hatte einen bestimmten Grund. Ich brauchte etwas von ihm und man fängt lästigen Fliegen nun mal besser mit Honig, anstatt mit Essig." Emily sah mich neugierig an und fragte: „Was brauchtest du von ihm?" „Eine Unterschrift." Emily wollte weiter fragen, aber ich deutete auf die Bühne. Dort begaben sich Lockhart und Prof. Snape in Duellier Position.

Lockhart wirbelte wie immer seinen Zauberstab durch die Luft, aber Prof. Snape schickte seinen Zauber schon los. „Expelliarmus!" Ein roter Strahl schoss aus seinem Zauberstab und im Nu knallte Lockhart gegen die Wand und rutschte an der Wand hinunter zum Boden. „Ob ihm was passiert ist?", fragte Lauren. „Ist doch egal", meinte ich und eine weitere Stimme. Ich drehte mich um und sah Stephen, der sich zu uns gesellte. Ich musste lächeln. Stephen stellte sich neben mich und sah zur Tribüne hin, wo Lockhart sich aufrappelte und auf die Bühne trat. „Wir werden euch jetzt in zweier-Teams einteilen. Snape und Lockhart liefen durch die Halle und teilten die Schüler ein. Snape kam zu unserer Gruppe und deutete auf mich und sagte: „Sie, Miss Hansen, mit Mr. Cornfoot! Miss Windsor mit Miss Patil. Miss Galore mit Mr. Hopkins."

Ich nickte nur und nahm eine Duellierposition ein. „Bereit Stephen!" Stephen nahm auch eine Kampfposition ein und antwortete: „Na klar!" Ich rief: „Expelliarmus!" Ein roter Strahl schoss aus meinem Stab und fegte Stephen von den Füßen. „Upps. Alles okay, Stephen?" Stephen rieb sich den Po und stand auf. „Ja, Anna. Du bist ziemlich stark." „Sorry." „Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Nochmal schaffst du es aber nicht mich so umzuwerfen", entgegnete Stephen. Ich grinste und meinte: „Wenn du meinst. Duell?" Stephen grinste zurück und sagte entschieden: „Duell!" und dann: „Expelliarmus." Im Nu errichtete ein Schutzschild. „Protego!" Stephens roter Strahl prallte einfach an meinem Schild ab. Ich ermunterte ihn: „Nochmal, Stephen. Etwas mehr Kraft." Erneut rief Stephen: „Expelliarmus!" Wieder errichtete ich ein Schutzschild und erneut blieb mein Zauberstab in meiner Hand.

Stephen staunte und meinte: „Mensch, Anna. Wo hast nimmst du diese Stärke für deine Zauber her." „Übung." „Ja, schon, aber wann und wo?" „Ehrlich?" Stephen nickte. „Mit meinen Freunden in leeren Klassenzimmern. Wenn uns dieser Esel dort nicht unterrichtet. Müssen wir es halt selbst machen. Ist das nicht eine von den Tellerrändern von denen Prof. Flitwick jedes Jahr spricht." Stephen nickte und nahm wieder Duellposition ein und sagte: „Jetzt greif mich an und ich verteidige mich." Ich nickte nur und rief: „Expelliarmus!" Stephens Schutzschild zerplatzte, aber sein Zauberstab blieb in seiner Hand. :Kräftigerer Zauber!: Schnell rief ich: „Stupor!" Stephen wich rasch aus. „Hey", rief ich. „Du sollst doch Zauber benutzten und nicht aus dem Weg springen!" Stephen lachte und richtete sich auf. „Alles was wirkt." Ich grinste und meinte: „Wenn du meinst. Bereit?" „Bereit!" „Expelliarmus!" „Protego!" „Stupor!" Meine zwei Zauber folgten dicht aufeinander. Der erste zerschmetterte Stephens Schutzschild und der zweite fegte ihn von den Füßen.

Emily und Lauren und ihre jeweiligen Partner sahen mich ungläubig an. Ich zuckte mit den Schultern und meinte: „Alles was wirkt" Stephen rappelte sich erneut auf und meinte ein wenig ächzend: „Touché! Aber jetzt greife ich wieder an." „Wie du willst." Stephen rief: „Expelliarmus!" „Protego reductio!" Mein Schild stoppte nun den Zauber nicht, sondern schickte ihn direkt zu Stephen zurück. Sein Zauberstab ruckte heftig in seiner Hand und erstaunt lies er ihn los. Kevin pfiff anerkennend. „Woher hast du denn diesen Zauber, Anna?" „Aus einem Buch!" Emily kicherte und ich sah sie fragend an. Emily winkte nur ab. „Wieder geübt mit deinen Freunden?", fragte Lauren. „Ja!" Die anderen nickten nur.

Bevor wir erneut in Kampfstellung gehen konnten, bemerkte ich einen Tumult, der in einer weit entfernten Ecke ausgebrochen war. Snape, der in unserer Nähe gewesen war, begab sich schon dorthin, wie auch Lockhart. : Och nicht schon jetzt. Ich möchte noch ein bisschen üben!": „Komm schon Stephen, versuch dich erneut zu verteidigen, aber diesmal machen wir es ein wenig spannender." „Wie denn?" „Wir benutzten beide Strategien, wie in einem richtigen Duell." Stephen nickte. Ich schrie: „Expelliarmus. Stupor!" Stephen konterte: „Protego maxima!" „Creouse a néboa!", rief ich und ein Nebelschleier umgab mich. Stephen wusste nicht, wo ich war und sein Zauber traf mich nicht. Schnell rief ich leise, aber bestimmt: „Expelliarmus!" Der rote Strahl kam für Stephen, wie aus dem Nichts, und wieder lag er zauberstablos am Boden. Ich sagte: „Finite Incantatem!" Der Nebel verzog sich. Stephen kam kopfschüttelnd auf mich zu. „Ann, ernsthaft! Wer hat dir all diese Zauber beigebracht? Du kannst sie nicht alle selbst gelernt haben!" „Habe ich aber!", entgegnete ich bestimmt. Naja, mehr oder weniger!

„Anna, Stephen seht mal!", sagte Lauren und zeigte in die Mitte der Halle. Dort standen sich Harry und Draco Malfoy gegenüber. Und los geht's! Das Duell begann. Als beide jeweils einmal auf den Boden geknallt waren, wurde das Duell kurz unterbrochen. Snape sprach mit Malfoy und Lockhart… spielt mal wieder den Clown. Und wupps der Zauberstab liegt mal wieder sonst wo! Ich kann es nicht verhindern! Ich darf es nicht! Harry muss von seiner Fähigkeit erfahren. Das Duell ging weiter und Malfoy beschwor eine Schlange hervor. Mit einem Mal war der Kreis, in dem sich Harry und Malfoy duellierten fast doppelt so groß. Alle sprangen einen ganzen Schritt zurück. „Eine Schlange! Eine echte Schlange!", Lauren klammerte sich an meinen Arm. „Hast du Angst vor Schlangen?", fragte ich sie. Lauren nickte und wich etwas mehr hinter mir zurück. „Keine Sorge! Snape ist ja da. Ich bin sicher er kann sie…"

In diesem Moment trat eben dieser nach vorne, aber Lockhart unterbrach ihn und schleuderte mit seinem Zauber die Schlange brutal in die Höhe. Oh ja! Das mag jedes Lebewesen mit Rücksichtlosigkeit durch die Luft geschleudert zu werden. Die Schlange landete wieder auf dem Boden, richtete sich auf und zischelte wütend. Sie wand sich und hatte sich ein Opfer ausgesucht. Justin! Harry fing aber schon an zu zischeln. Interessant ich kann es nicht verstehen! Eine weitere Tiergattung, mit der ich nicht kommunizieren kann. Ich beobachtete Harry wie er mit der Schlange zischelte. Diese bäumte sich auf. Lauren packte meinen Arm noch stärker. Dann wand sich die Schlange Harry zu und legte sich auf den Boden. Harry blickte auf und ich wusste was er sah. Angst. Meine Freunde um mich herum, waren totenstill und sahen nur Harry an und nicht mehr die Schlange.

Snape lies die Schlange verschwinden und dann waren auch schon Hermine und Ron bei Harry und zerrten ihn aus der Halle.

In der Halle war es erst kurz sehr still und dann brach praktisch die Hölle los. „Oh bei Merlins Zauberhut! Er ist der Erbe!" „Harry Potter ein Paselmund!" „Er hat das Monster losgelassen!" „Potter, er… hast du das gesehen?!" „Er hat Justin angegriffen!" „Die Schlange war bereit zuzuschlagen, wenn Snape nicht gewesen wäre!" „Wie kann er ein dunkler Zauberer sein?!" „Bei Merlin!" „Hast du sein Zischen gehört? Voll unheimlich!" „Der Erbe ist entdeckt!" „Ob der Schulleiter ihn herauswirft?" „Ein Potter der Erbe Slytherin?! Lächerlich!" „Bei Merlin! Ich habe Angst!" „Der-Junge-der-lebt!" „Colin hat ihn immer verfolgt!" „Ja und Mrs. Norris hat ihn bestimmt bei all seinen Aktionen genervt!" „Ob er als nächstes Lockhart versteinert?" „Ehrlich, dagegen hätte ich nichts!"

Lauren, Emily und Stephen standen nahe bei mir. „Oh bei Merlins Zauberbart!", flüsterte Emily. Lauren hielt sich noch immer an mir fest. „Er ist der Erbe?", fragte Stephen leise. Ich schüttelte den Kopf. „Nein, das wissen wir nicht!" „Das wissen wir nicht, Anna?! Er hat die Schlange kommandiert!", rief Lauren erbost. „Ja, und?", fragte ich. „Hat die Schlange angegriffen?" „nein, aber…" „Eben!", unterbrach ich Lauren. „Sie hat sich Harry zugewandt und von Justin ab. Snape hat sie erst dann weggezaubert!" „Woher willst du das wissen?", fragte Lauren ärgerlich. „Weil ich im Gegensatz zu dir, nicht zur Salzsäule erstarrt bin. Ich hab die Situation genau beobachtet." „Anna, bist du dir sicher?", fragte mich Stephen unsicher. Ich nickte und sagte bestimmt: „Ganz sicher!"

Prof. Snape schoss in diesem Moment rote Funken in die Luft und herrschte: „Ruhe!" Im Nu war das Geflüster erloschen. „Der Duellierclub ist vorbei. Begeben Sie sich alle geschlossen auf ihre Gemeinschaftsräume." Ein paar wollten wiedersprechen, aber ein Blick von Snape war genug, um auch die letzten in Bewegung zu setzen. Ich ging mit Lauren, Emily und Stephen hoch in unseren Turm und dort setzten wir uns in unsere Ecke. Lisa, Padma und Sue waren bereits dort. Nach kurzer Zeit waren auch Kevin, Anthony, Michael und Terry da und setzten sich zu uns. Überall im Raum wurde geflüstert und getuschelt. Kevin, Padma, Sue, Lauren und Terry diskutierten heiß die Geschehnisse in der großen Halle. Wie vermutlich viele der anderen ebenfalls! Und die Hexenjagd… oder mehr Zaubererjagd hat begonnen. Ob ich es doch hätte versuchen sollen, es zu verhindern. :Nein!: Ich schüttelte meinen Kopf. Nein! Ich konnte nicht. Harry muss von seiner Begabung wissen, nur so wird Hermine später die Verbindung zum Basilisken herstellen können!"

„Alles in Ordung, Anna?", fragte mich Stephen, der mal wieder neben mir saß. Ich nickte und flüsterte: „Ich finde nur diese Spekulationen furchtbar!" „Mhm, kann ich verstehen." Prof. Flitwick kam in den Gemeinschaftssaal und schwebte auf eines der halbhohen Regale in der Mitte des Raumes. Nach und nach wurde es leiser und alle sahen ihn an. „Guten Abend, meine jungen Raben!" „Guten Abend, Professor!", murmelte es zurück. „Ich wurde über den Vorfall informiert. Ich habe einiges dazu zu sagen und wünsche vollste Aufmerksamkeit!" Es herrschte Ruhe und Prof. Flitwick sagte: „Nun denn, Sie alle waren heute Abend anwesend, nicht wahr?" Allgemeines Nicken war die Antwort und ein paar geflüsterte „Ja, sir" oder „Ja, Professor." „Gut, gut. Nun, Harry Potter scheint also eine lang fast vergessene Begabung zu besitzen…" „Vergessen, Professor? Er-dessen-Name-nicht-genannt-wird war ein Paselmund und Salazar Slytherin auch. Potter ist ein dunkler Zauberer und sein Erbe!" „20 Punkte Abzug für Ravenclaw, Mr. Hader. Ich will derlei Reden nie wieder hören!", entgegnete Prof. Flitwick scharf. Mr. Hader, ein schlaksiger Fünftklässler errötete, aber schwieg. Frage ist nur vor Wut oder Scham?

„Aber Professor, Potter ist ein Paselmund!", meinte eine Sechstklässlerin. Prof. Flitwick nickte, aber meinte: „Ja, Miss Daniels. Das ist nicht von der Hand zu weisen, aber ich möchte Sie alle daran erinnern, dass eine Gabe allein, nicht spezifiziert, ob man ein guter oder schlechter Zauberer oder Hexe ist! Es gibt viele Paselmünder auf der Welt. Zugegeben hier in England nur die Nachfahren der Familie Slytherin, aber in Indien zum Beispiel gibt es einige mit diesem Talent und diese sind keineswegs dunkle Zauberer. Können Sie, das nicht bestätigen Miss Patil?" Padma wurde leicht rot, aber dann räusperte sie sich und antwortete dann laut: „Ja, Professor Flitwick. Sie haben Recht!" Prof. Flitwick nickte und wendete sich wieder allen zu. „Außerdem möchte ich Sie alle an etwas anderes nochmals erinnern! Niemals sollten Sie jemanden vorverurteilen! Prof. Dumbledore wird sich mit Mr. Potter unterhalten, aber ich möchte hier ganz deutlich machen, dass keiner des Lehrkörpers glaubt, dass Mr. Potter für die Vorfälle verantwortlich ist! Ich will keine Beschuldigungen oder Verdächtigungen von Ihnen hören, sollte ich doch von derlei Vorfällen erfahren, wird den betreffenden Personen meine Antwort nicht gefallen! Sie sind gewarnt!" Alle nickten stumm. „Nun, denn! Dann wünsche ich Ihnen allen eine gute Nacht!" „Gute Nacht, Professor!", war die Antwort.

Ich saß auf meinem Bett und kämmte meine Haare, als Lauren mit tropfnassen Haaren ins Zimmer kam. Emily saß noch an ihrem Schreibtisch und schrieb noch in ihr Tagebuch! Heute wird da einiges drinstehen! Lauren trocknete sich die Haare und sah mich fragend an. „Was gibt es?", fragte ich sie. Emily drehte sich leicht zu uns um. „Anna, ich weiß Harry ist dein Freund, aber mal ehrlich, kannst du mit Sicherheit sagen, dass er nicht der Erbe ist?" „Ja! Harry ist kein dunkler Zauberer. Bestimmt nicht!" „Na, wenn du meinst?" Ich kroch unter die Decke und löschte die Lampe auf meinem Nachtisch. Tiger kam ins Zimmer und kuschelte sich an mich. „Was gibt es Neues?", fragte ich leise. „Der Blitz, der Bücherwurm und der Rotschopf haben zusammengesessen. Blitz ist ganz durcheinander. Er sagt, er hat die Schlange zurückgehalten. Er hat gar nicht gewusst, dass er mit der Schlange in einer anderen Sprache gesprochen hat." Ich nickte müde.

Tiger sah mich neugierig an. „Konntest du sie verstehen?" Ich schüttelte leicht den Kopf. „Interessant! Mit Vögeln und Säugetiere kannst du reden. Konntest du schon irgendeine Reptilienart oder Amphibium verstehen?" Mhm, Amphibium…. Also Nevilles Kröte konnte ich noch nie verstehen. Die Tiere im verborgenen Tal sind wohl ne Sonderregel, aber da hab ich auch nie mit einem Reptil oder Amphibium reden können. Tom und Jerry habe ich auch nie sprechen hören. Ich sah zu Tiger und schüttelte den Kopf. Tiger rieb seinen Kopf an meinem und leckte leicht über meine Nase. Ich rieb sie und lachte leise, kraulte ihm hinter den Ohren und kuschelte mich tiefer in die Decke. Emily und Lauren löschten auch ihre Lichter und wünschten uns allen eine gute Nacht!

Das war das neue Kapitel. Hoffe es hat euch gefallen! Bis zum nächsten Mal, ihr Lieben!