Hallo ihr Lieben. Sorry, sorry, es hat ewig gedauert, aber ich hatte echt Probleme dieses Kapitel zu schreiben! Ich hoffe es gefällt euch. Viel Spaß beim Lesen! Reviews würden mich sehr freuen!

Atempause

Es war Sonntagmorgen und heute Abend würden alle zurück aus den Ferien kommen. Ich war auf dem Weg zu Prof. Flitwicks Büro, der gestern Abend aus seinem Urlaub zurückgekehrt war und nun mit mir sprechen wollte. Ich habe immer noch keine Ahnung, was Flitwick weiß. Offiziell hat Lockhart mich bedrängt und ich habe mich gewehrt. Nichts über die Angriffe oder mein zweites Ich! Bevor ich allerdings zu dem Treffen ging, gab es noch eine Kleinigkeit zu tun, also nahm ich einen kleinen Umweg. Ich hatte Toms Tagebuch bei mir. Milly lief schräg hinter mir. Keine Ahnung, wie oft ich ihr versichern muss, dass sie neben mir laufen darf. Ich seufzte leise und bog den Gang nach links ab. Und wie ich gehofft hatte, waren Harry und Ron gerade auf dem Weg zur Eulerei. „Hallo Jungs", rief ich. Milly verschwand, bevor sie sie sahen und ich ging auf sie zu. „Was macht ihr?" „Besuchen Hedwig, danach wollen wir eine Schnellballschlacht mit den Zwillingen machen! Hast du Lust mitzumachen?" „Klar, gerne. Ich muss nur was wegbringen und hab noch einen Termin mit Prof. Flitwick." „Okay", sagte Ron und wir kamen am Eingang zum Eulenturm an. Um die nächste Wegbiegung war mein Ziel. „Ich treffe euch dann gleich unten im Hof."

Die Jungs nickten und wollten zum Turm hinauf, als eine weitere Stimme sie aufhielt. Perfektes Timing, Percy! „Entschuldigt Jungs, aber ich muss Milly für ein paar Sekunden loswerden. Ich ging schnell den Gang entlang und ging dann dreimal vor der Wand auf und ab. Ich brauche einen Raum, in dem das Tagebuch keinen Schaden anrichtet und nur ich Zugang zu habe. Ich brauche einen Raum, in dem das Tagebuch keinen Schaden anrichtet und nur ich Zugang zu habe. Ich brauche einen Raum, in dem das Tagebuch keinen Schaden anrichtet und nur ich Zugang zu habe. Eine kleine Tür materialisierte sich, nicht größer als ein kleiner Wandsafe und ich öffnete sie vorsichtig. Wie ein Safe! Cool! Ich legte das Tagebuch schnell rein und schloss die Tür. Sie verschwand und ich ging einen anderen Weg zurück, um Percy und den Jungs nicht zu begegnen.

Ich ging schnell zu Professor Flitwicks Büro und klopfte leise an seine Tür. „Herein." Ich öffnete die Tür, knickste leicht und sagte: „Guten Morgen, Professor." Professor Flitwick sah mich freundlich an und zeigte auf einen Stuhl vor seinem Schreibtisch. „Guten Morgen, Miss Hansen. Bitten setzen Sie sich." Ich ging schnell zum Stuhl und setzte mich. „Nun, Miss Hansen, wie mich Prof. Dumbledore per Eule informiert hat, hatten Sie sehr interessante Winterferien." Er sah mich ernst an. Ich nickte und antwortete ihm: „Ja, Sir." Lieber nicht zu viel sagen, wer weiß was Dumbledore ihm geschrieben hat. „Nun, Prof. Dumbledore meinte, alles sei unter Kontrolle, aber ich müsste sicherstellen, dass Sie keine Minute alleine sind. Er ging nicht direkt ins Detail…" Soviel dazu… Prof. Flitwick sah mich fragend an. Ich räusperte mich. Jetzt vorsichtig navigieren. Das Tagebuch ist versteckt, bis ich einen Weg gefunden habe, es zu zerstören. Der Basilisk wird nicht mehr herauskommen, allerdings ist er jetzt wach. Irgendwas muss ich da noch unternehmen. Aber erstmal Tom loswerden! Wobei man sagen muss, abgesehen von der Kontrolle und der Riesenschlange hat er mir sehr nützliche Zauber beigebracht! Ich sah auf und Prof. Flitwick sah mich immer noch fragend an. „Ja, also… was genau hat er Ihnen denn erzählt, warum ich nicht allein gelassen werden darf, Sir?" War das zu offensichtlich? Subtiler Anna, das musst du unbedingt noch lernen! „Nun, dass Einsamkeit und Abgrenzung für Sie nichts sind, was mir schon bekannt war. Sie sind eine der wenigen Schüler in Hogwarts, die es geschafft haben, innerhalb und außerhalb Ihres Hauses Freunde zu haben. Mir ist auch aufgefallen, dass Sie sich in letzter Zeit sehr zurück gezogen haben. Wurde es Ihnen zu viel?"

Ich wollte zuerst den Kopf schütteln, aber dann hielt ich inne. Es wurde mir zu viel. Ravenclaws, Uniques, die Elementestunden im Tal, das goldene Trio, hui mir fängt jetzt schon wieder an alles zu drehen und dann noch Lockhart, der mich ständig genervt hat. Ich nickte nun doch und gab zu: „Ja, es wurde mir schon etwas zu viel, aber die Schuld liegt bei niemandem. Es ist nur irgendwie aus dem Ruder gelaufen." Prof. Flitwick nickte und meinte: „Nun, Prof. Dumbledore meinte, es sei nicht alleine Ihre Schuld. Lockhart hätte Sie bedrängt und bedroht. Sie, Miss Hansen, haben sich nur gewehrt. Allerdings wäre es von Vorteil, wenn Sie sich erinnern könnten, wo genau Sie den Spruch herhaben und wie der Gegenfluch lautet." Ich zuckte mit den Schultern. „Ich kenne ihn nicht." Prof Flitwicks Augenbrauen fuhren hoch. „Sie kennen ihn nicht? Miss Hansen! Das ist das Erste, was man bei einem neuen Zauber lernt, wie man ihn beendet oder rückgängig macht." Ich senkte ein wenig meinen Kopf.

Prof. Flitwick schüttelte etwas enttäuscht seinen Kopf und meinte: „Nun ja, zu den Regeln für die kommenden Wochen. Prof. Snape unterrichtet Sie in der Kontrolle ihrer Gefühle, sodass solche Zwischenfälle nicht wieder passieren. Er meinte auch, dass eine der Hauselfen Sie begleitet, sobald Sie alleine sind, das denke ich, ist eine gute Idee und sollte beibehalten werden! Hauselfen sind sehr gut darin nicht gesehen zu werden und ich denken es ist auch gut so. Sie sind keine Verbrecherin, Miss Hansen. Sie haben sich gewehrt, das ist alles was in meinen Augen passiert ist. Da der Schulleiter aber der Ansicht ist, dass wir Sie darin unterstützten sollten, in Gesellschaft zu bleiben, ist dies wohl die beste Methode, ohne Ihren Aktionsradius zu sehr zu begrenzen. Ansonsten fordere ich Sie auf in der Gesellschaft Ihrer Freunde zu bleiben und wenn Sie Zeit für sich brauchen, ziehen Sie sich in Ihr Zimmer zurück! Verstanden?" „Ja, Sir!" Er nickte. „Nun, zu der Wurzel des Problems, Miss Hansen." Ich sah ihn fragend an. „Sie haben eine Menge Menschen, die Ihre Aufmerksamkeit fordern, aber bei all dem vergessen Sie bitte nicht, dass auch Sie wichtig sind! Fordern Sie doch Ihre Freunde auf zusammen etwas zu unternehmen. Es funktioniert beim Switchball, wieso dann nicht auch beim Lernen oder Entspannen. Zerreißen Sie sich nicht, sondern fügen Sie zusammen, was getrennt ist." Ich schnaubte leicht und meinte: „Leichter gesagt, als getan. Es ist nicht so, als ob ich daran nicht gedacht habe und auch schon öfter versucht, aber Tra…" Ich stoppte. Prof. Flitwick sah mich erwartungsvoll an. Nein, ich kann das nicht sagen. Das macht ihr nur noch mehr Schwierigkeiten! Ich schwieg.

„Miss Hansen, Sie haben Freunde in jedem Haus. Jeder Ihrer Freunde wäre bestimmt gewillt, über den Häuserstatus hinweg zu sehen. Denken Sie nicht auch?" Ich nickte zögerlich. Das ist ja auch nicht das Problem. Selbst Ron würde ihr bestimmt eine Chance geben, aber…. Ich holte tief Luft und sagte: „Sir, was ich Ihnen jetzt sage, Sie müssen versprechen, es für sich zu behalten. Einmischung vom Lehrkörper würde nur für Schwierigkeiten sorgen. Bitte?" Prof. Flitwick sah mich schweigend an und meinte dann: „Ich kann Ihnen da nichts versprechen, wenn es um die Sicherheit der Schüler geht. Miss Hansen, Probleme löst man, indem man sie anspricht, aufdeckt und nicht ignoriert." „Ich weiß", stieß ich genervt aus „aber Sie können das Wesen von anderen nicht ändern, indem Sie sie zwingen!"

„Zugegeben, da haben Sie Recht, aber wenn etwas Unrechtes geschieht, stoppt man es nicht, indem man schweigt. Und die, die sich falsch verhalten, nun man kann sie nicht zwingen, aber man kann sie bestrafen…" „Was dann aber nur dazu führt, dass sie es heimlich tun und der Schaden vielleicht noch größer wird." Flitwick sah mich ernst an und sagte: „Sie haben Angst um einen Ihrer Freunde! Miss Hansen, wenn jemand in Gefahr ist, müssen Sie das sagen!" „Professor, bitte, können Sie es erstmal versprechen, bitte!" „Nun, ich kann Ihnen versprechen, nichts zu unternehmen, ohne es mit Ihnen und wen immer Sie beschützen zu besprechen." Das wäre ein Anfang. Tracey muss sich wehren gegen Goyle und die anderen und Neville, ich und auch bestimmt Stephen, Emily… vielleicht auch Lauren würden mir helfen. Hermine und Harry bestimmt auch, aber ihre Hilfe wäre leider nicht hilfreich, sondern würde es wahrscheinlich zum Eskalieren bringen.

„Ich vertraue Ihnen, Professor Flitwick. Tracey, meine Freundin aus Slytherin, würde mehr Probleme bekommen, wenn sie sich öffentlich mit anderen treffen würde, die für manche von niederem Stand sind. Natürlich würde es keine Probleme geben, wenn sie mit Emily und Stephen verkehrt. Aber sie ist mit mir und Neville befreundet. Er stammt auch aus so einer alten ehrwürdigen Familie, wie die Windsors oder die Cornfoots, aber er ist in Gryffindor. Das schmeckt anderen Leuten nicht und ich bin ohne Familie oder Abstammung. Tracey muss sich schon verteidigen, weil sie mit uns befreundet ist. Ich will das nicht noch schlimmer machen." Ich schwieg für eine Weile. Irgendwann räusperte sich Prof. Flitwick und fragte: Ist es nur ein hausinternes Problem oder…" „Nein, nicht nur, aber natürlich ist es mehr ein Problem in seinem eigenen Haus. Man hat keinen Rückzugsort!"

Flitwick nickte und schwieg wieder. „Nun, wieso sollte die Einmischung von mir oder Professor Snape die Situation verschlimmern?" „Weil niemand einen Schleimer oder Lehrerliebling leiden kann. Und diese Kinder sind ja nicht wirklich schuld. Sie haben es so von ihren Eltern gelernt und bekommen von ihnen auch den Rückhalt. Professor Snape zeigt offen, dass er gegen Gryffindor ist. Also wieso sollte er jetzt etwas sagen? Das wäre doch ein Widerspruch!" „Mhm, ich sehe das Dilemma. Nun, Miss Hansen, ich kann hierbei nur einen Rat geben. Bleiben Sie standhaft! Seien Sie ihrer Freundin Stütze und fügen Sie zusammen, was getrennt ist. Sollte das Abgrenzungsproblem schlimmer werden, melden Sie sich! Ich werde mit Professor Snape sprechen. Wir werden sehen, was getan werden kann." „Danke, Sir."

„Nun, Miss Hansen. Ich werde wöchentlich von Professor Snape über Ihre Stunden informiert. Kommen Sie jeden Freitag nach dem Abendessen zu mir, dann sprechen wir miteinander." „In Ordnung, Sir." „Gut, dann gehen Sie jetzt und genießen die letzten ruhigen Stunden, bevor alle wieder zurückkommen." Ich lachte und meinte: „Die werden nicht ruhig, Ron und Harry haben mich zu einer Schneeballschlacht herausgefordert gegen die Zwillinge, aber ich hole noch Neville und Tracey dazu. Im Moment muss sich niemand verstellen." Flitwick nickte, ich knickste und ging zur Tür.

Plop! Milly erschien wieder neben mir. „Du wirst für eine Weile mir wohl Gesellschaft leisten müssen, Milly." Milly piepste: „Das ist eine Ehre, junge Miss." Ich grinste. „Na dann ist ja gut. Kannst du… weißt du, wo Neville und Tracey sind?" Milly nickte und sagte piepsig: „Der junge Herr ist in seinem Gemeinschaftsraum. Die junge Miss ist in eurem geheimen Raum." „Spürst du jeden?", fragte ich neugierig. Milly nickte den Kopf. „Ja, Miss Anna. Jede Person in Hogwarts, wenn ich es muss." „Schadet es dir?", fragte ich erschrocken. „Nein, Miss." Ich sah sie kritisch an und Milly fügte hinzu: „Es kostet Kraft, aber Hogwarts ist stark und Milly kann sich dann gut erholen." Ich nickte und sagte dann: „Milly, in Zukunft würde ich es begrüßen, wenn du mir sagen würdest, wenn dir etwas Energie nimmt oder nicht empfehlenswert ist. Ich möchte nicht, dass du dich verausgabst." „Das werde ich tun, Miss Anna." Wir gingen zum Ravenclawturm und ich holte meine Wintersachen. Dann verlies ich den Turm wieder mit Milly neben mir. Sie führte mich zielsicher durchs Schloss zum Gryffindorturm.

Wir waren am Gryffindoreingang angekommen. „Passwort?", fragte die fette Dame. Also, der erste Film war ziemlich akkurat in der Beschreibung. „Ich habe kein Passwort, aber könnten Sie bitte Neville Longbottom Bescheid geben, dass ich hier bin?", fragte ich höflich. Sie seufzte theatralisch und verschwand dann kurz. Kaum war sie wieder da, schwang das Porträt auch schon auf und Neville kam heraus. „Guten Morgen, Anna", sagte er fröhlich. Ich lächelte und antwortete: „Morgen, Neville. Hast du Lust auf eine Schneeballschlacht?" Neville grinste und nickte. „Bin gleich wieder da. Hol nur schnell meine warmen Sachen." Ich nickte und kaum war er weg. Plop, war Milly wieder da. Nie wieder alleine! „Holen wir noch Tracey ab." Neville nickte, aber sah leicht unsicher aus. „Was ist?", fragte ich. „Naja, du willst doch gegen die Zwillinge, Ron und Harry spielen?" „Ja und?" „Tracey ist doch Slytherin, machst du dir keine Sorgen, dass Ron oder die Zwillinge etwas dummes sagen?", fragte Neville. „Nope, und Prof. Flitwick hat mir gerade gesagt, dass ich zusammenfügen soll, was getrennt ist. Goyle und Crabbe und Malfoy sind irgendwo in den Kerkern. Die werden nichts mitbekommen. Die Zwillinge sind neutral." Neville sah mich zweifelnd an. Ich sah ihn ernst an und sagte: „Ehrlich Neville, die Zwillinge sind völlig okay und ich bin mir sicher, dass sie Ron schon den Mund zuhalten." Neville nickte nun, aber sah immer noch zweifelnd aus.

Wir gingen zu unserem Hauptquartier. Tracey saß dort vor dem Kamin mit einem Buch und einer Tasse Tee. „Hallo ihr zwei! Wo wollt ihr denn hin?" „Schneeballschlacht. Kommst du mit?" „Nur ihr zwei?" „Nein, Harry, Ron und die Zwillinge sind auch dabei." „Ich glaube, dann bleibe ich lieber hier", sagte Tracey. „Tracey, komm schon. Milly wird uns warnen, sollte Malfoy sich aus den Slytherinkerkern bewegen. Keiner wird es erfahren." „Ronald Weasley wird dort sein", konterte sie. „Ron wird sich benehmen. Versprochen!", sagte Neville und ich nickte. „Na gut, lasst uns gehen." Sie stoppte kurz und fragte nochmals: „Milly wird aufpassen?" „Ja", sagte ich mit Nachdruck „sowas wie gestern passiert nicht. Versprochen!" Tracey nickte.

Wir kamen unten im Innenhof an. Harry, Ron und die Zwillinge waren schon da. „Hallo, ihr vier", rief ich ihnen zu. Die vier sahen zu uns und wir gingen zu ihnen hin. „Hey, Anna." „Hast du dir" „Verstärkung mitgebracht?" „Jup. Neville und Tracey machen mit." Ron stöhnte leise, aber Fred stieß ihm in die Rippen und George meinte: „Natürlich. Dann also ihr drei, Harry und Ron bilden ein Team und wir das dritte." Ich sah fragend zu Neville und Tracey. Diese nickten zustimmend, also nickte ich bestätigend. „Gut, zehn Minuten Vorbereitungszeit." Ich nahm Neville und Tracey zur Seite und zeigte auf den Pavillon, der seitlich rechts stand. Schnell nickten die beiden und wir gingen dort hin. Die Zwillinge hatten bereits in einer Ecke eine Schneemauer errichtet. Harry und Ron liefen zu einer anderen Ecke des Hofes und fingen an, selbst eine Mauer zu errichten.

Neville, Tracey und ich nahmen den Pavillon ein und begannen ebenfalls eine Schneemauer zu bauen. „Tracey, kannst du ausreichend viele Schneebälle produzieren?", fragte Neville. „Klar, Magie erlaubt?", fragte sie. Ich zuckte mit den Schultern und sagte: „Ich frag die anderen." Schnell lief ich zu Fred und George. „Hey Jungs, ist Magie erlaubt? Gefahrlose Magie, natürlich, keine Flüche oder Duellzauber." „Klar" „doch" „Anna!" „Okay, danke." Ich lief zurück und Tracey begann ihre schon geformten Schneebälle zu duplizieren. Neville und ich verstärkten unsere Schneemauer mit leichten Eiszaubern. Dann war ein Pfiff zu hören und es begann Schneebälle zu hageln. Wir warfen zurück. „Neville lass uns erstmal auf Ron und Harry konzentrieren. Tracey kannst du die Zwillinge beschäftigen?" „Sicher." „Klar!"

Die Schneebälle flogen und flogen. Immer wieder duckte ich mich hinter unsere Mauer oder hinter eine der Steinsäulen. Neville und Tracey taten es mir gleich. Immer wieder duckte sich einer von uns hinter die Mauer, formte neue Schneebälle und vervielfältigte sie. Bald bot Harry und Rons Mauer keinen Schutz mehr, da sich die Zwillinge auch auf die beiden konzentriert hatten. „Anna, Neville, greift Harry und Ron an. Ich werde einen automatischen Wurfzauber verwenden. Und mich hinter die Zwillinge schleichen, wenn ich hinter ihnen bin und sie euch gefolgt sind. Dreht euch um und wir können sie besiegen. Ich werde unsere Mauer auflösen, dann haben sie keinen Schutz!" „Super Idee, Tracey", stimmte Neville zu. „Ja, den Zauber musst du mir nachher zeigen", fügte ich hinzu.

Neville und ich sahen uns an, nickten uns zu und dann sprangen wir über die Mauer und griffen an. Harry und Ron versuchten sich zu wehren, aber waren nicht so genau im Treffen. Nach einer Weile wir waren fast bei Ron und Harry angekommen, da griffen auch die Zwillinge an. Läuft, wie erwartet. Ich sah zu Neville und der grinste. Wir warfen noch ein paar Bälle und liefen leicht schräg zu Harry und Ron. Wir konnten die Zwillinge hinter uns hören, mit einem Mal drehten wir uns um, sahen die verdutzten Gesichter der Zwillinge und griffen sie an. Diese wollten sich umdrehen und zurück zu ihrem Fort, aber da war Tracey schon und warf Schneebälle auf sie. Neville und ich rannten schnell um die Zwillinge herum und kletterten über die Mauer. Tracey verlangsamte so weit es ging die Zwillinge, Harry und Ron, die sich zusammengeschlossen haben.

Aber sie hatten kein Fort mehr. Harry und Rons Mauer war bereits kaputt und unsere war sehr brüchig. Tracey hatte gute Arbeit geleistet. Der Kampf dauerte noch eine Weile, aber irgendwann gaben sie auf. „Okay, okay, ihr habt gewonnen!", rief Harry. Neville, Tracey und ich lachten und jubelten. „Juhuu, Uniques für immer." „Ja, super!" Wir kletterten über die Mauer zu den Jungs, die klatschnass im Pavillon auf den Steinbänken saßen. „Gute Taktik" „habt uns total" „Überrascht" „Nicht schlecht", sprachen die Zwillinge. „Dankeschön", sagte Tracey. „War das deine Idee?", fragte Harry neugierig. Tracey errötete leicht und nickte. Harry sah sie anerkennend an. „Ziemlich gut", antwortete Harry. Tracey lächelte ihn leicht an. Ron grummelte etwas, aber er bekam wieder einen Rippenstoß diesmal allerdings von George. Auf die Zwillinge kann ich mich verlassen!

„Lasst uns reingehen und uns trockene und vor allem warme Sachen anziehen", schlug Neville vor. Alle stimmten zu. Ich lief schnell in den Ravenclawturm, duschte und zog mir ein warmes Kleid an und zog noch eine alltägliche Robe obendrüber, dann ging ich zu unserem Hauptquartier. Tracey war schon dort mit einer Tasse Tee vor dem Kamin. Ich setzte mich zu ihr und nahm mir vom Kaffeetisch ebenfalls eine heiße Tasse. Schweigend saßen wir dort eine Weile, aber irgendwann meinte Tracey: „Du hast Recht, Anna. Ich sollte den anderen mehr Möglichkeiten geben, mich kennen zu lernen. Aber du weißt ja, warum ich immer zögere." Crabbe und Goyle. „Ja, ich weiß. Tracey, ich wollte nichts verraten, aber ich habe Prof. Flitwick davon erzählt. Ich meine, die Probleme und schrägen Blicke kommen ja nicht nur von deinem Haus." „Mhm, ich war erstaunt, dass Ronald nichts gesagt hat. Ich mein…" „Die Zwillinge", lachte ich. „Ja, die beiden sind wirklich… besonders." „Ihre Streiche gehen nie nur gegen Slytherin. Es betrifft immer alle Häuser. Es sei denn es ist eine geplante Rache." Tracey nickte. Neville kam hinzu und setzte sich zu uns. Wir redeten eine Weile, tranken Tee und lachten zusammen.

Ein paar Stunden später gingen wir hinunter zur großen Halle. Die anderen Schüler trafen bereits mit den Kutschen ein. Auf die zweite Hälfte des Schuljahres. Hoffentlich ohne Angriffe!