Hi ihr Lieben! lange nicht mehr neues hochgeladen, sorry about that! RL ist wirklich anstrengend und ich habe einiges zu tun! Hoffentlich gefällt euch dieses neues Kapitel mit Anna und ihren Freunden! Viel Spaß beim Lesen!
Neubeginn
Wir trennten uns und gingen zu unseren Haustischen. Ich umarmte Emily und Lauren zur Begrüßung und nickte den anderen zu, dann setzte ich mich neben Emily. Dumbledore erhob sich von seinem Platz. „Guten Abend, meine lieben Schüler und Schülerinnen! Ich hoffe, ihr hattet alle erholsame Ferien und seid nun voller Tatendrang, wieder neues Wissen in eure Köpfe zu stopfen. Leider muss ich euch mitteilen, dass Professor Lockhart nicht in der Lage sein wird, euch weiter zu unterrichten." Allgemeines Gemurmel erfüllte die große Halle. Ich machte mich etwas kleiner auf der Bank. Emily sah mich fragend an, aber ich wich ihrem Blick aus. Dumbledore hob die Hände und es wurde wieder ruhiger. „Ihr habt bestimmt viele Fragen und deshalb die wichtigsten Informationen: Gilderoy Lockhart hat jemanden angegriffen, dieser hat sich gewehrt und Lockhart ist daher nicht mehr in der Lage, zu unterrichten! Aus diesem Grund hat sich das Lehrerkollegium folgende Lösung gefunden: Ich werde euch unterrichten!"
Wieder aufgeregtes Gemurmel. „Ja, ja, ich weiß, aufregend. Ich war Lehrer, lange bevor ich Schulleiter wurde und ich muss sagen, ich freue mich auch auf diese Gelegenheit. Allerdings bin ich noch immer Schulleiter und habe eine Menge Aufgaben, daher werden wir den Unterricht anders aufteilen, als bisher. Ihr werdet, wie gewohnt mit eurem jeweiligen Haus vormittags eine Stunde Theorie pro Woche haben. An einem Abend habt ihr dann zusammen mit einem anderen Jahrgang eine praktische Stunde, die im Stil des Duellier-Clubs ausgerichtet wird. Erster und zweiter Jahrgang montags und donnerstags, dritter und vierter Jahrgang dienstags und freitags und die fünfte bis siebte Klasse mittwochabends und samstagmorgens." Diese Ankündigung brachte bei den älteren Jahrgängen allgemeines Gestöhne hervor.
Dumbledore musste glucksen und meinte: „Ja, ja ich weiß, auch ich opfere meinen freien Tag. Wir werden es uns schon erträglich machen und ich gehe davon aus, dass ihr euch gut auf eure Prüfungen vorbereiten wollt." Die meisten nickten, aber ein Gryffindor fragte laut: „Sir, was ist mit den Hogsmeade-Wochenenden?" Dumbledore nickte und sagte: „An den Tagen fällt die Stunde aus. Ich werde doch nicht dem Honigtopf oder Zonkos seine besten Kunden berauben und Madame Rosmerta würde meinen Kopf fordern." Die meisten mussten lachen. „An den Abenden werde ich von verschiedenen Lehrern unterstützt. So, das waren die Ankündigungen für diesen Abend und nun guten Appetit!" Mit diesen Worten füllten sich die Tische mit Köstlichkeiten und alle begannen, sich zu bedienen.
Während des Essens, bei denen Emily, Lauren, Stephen und andere über den großen Neujahrsball sprachen, auf dem sie alle gewesen waren, aß ich stumm und hörte zu. Lisa erzählte von der Neujahrsfeier in London und Sue Li von der chinesischen Neujahrstradition. Anthony, Michael und Terry, unser blaues Trio, tuschelten leise miteinander. Oh je, was haben die jetzt schon wieder vor? Ich sah mich um und sah auch Luna am Rande des Tisches sitzen. Die anderen aus ihrem Jahrgang ließen sie in Ruhe. Für jetzt. Ich hoffe das bleibt auch so! „Anna, was ist denn passiert mit Lockhart? Du warst doch hier!", fragte Lauren neugierig. Ich zuckte mit den Schultern und meinte: „Na, nicht mehr, als Dumbledore erzählt hat. Es ist am Weihnachtsmorgen passiert, da waren alle bei ihren Geschenken!" Die anderen nickten und wendeten sich ihrem Dessert zu.
Am nächsten Morgen wachte ich erfrischt auf und zog mir meine Schuluniform an. „Bereit für den Tag?", fragte Emily. Ich nickte und meinte: „Jup, und gespannt auf unseren Schulleiter und unseren freien Nachmittag." „Oh ja, weil die Montags- und Freitagsvormittagsstunde ab jetzt ausfallen und wir nur noch Mittwochvormittag die Theoriestunde haben, stimmt ja. Dafür haben wir ihn heute Abend, oder? Wie er wohl ist?", fragte Lauren und Emily zuckte mit den Schultern und sagte: „Besser als Lockhart!" „Na, das ist ja wohl keine Herausforderung!", meinte ich lachend. „Nee, ist es nicht, aber komm schon, nach den letzten zweien, ist das schon ein großer Wunsch!", sagte Lauren schmunzelnd. „Dem stimme ich zu!", sagte Emily und nahm ihre Schultasche. „Und nun kommt schon, sonst kommen wir zu spät zum Frühstück und ich brauche Nervennahrung für Binns und Snape." Lauren und ich nahmen unsere Schultaschen und folgten Emily zur Großen Halle.
Wir setzten uns an den Tisch und ich nahm mir Joghurt, einen Apfel, Birne und Banane. Während ich meine Früchte in kleine Stückchen zerschnitt, stritten sich Anthony und Terry darum, wer in dieser Geschichtsstunde für die Mitschrift verantwortlich ist. Ich hatte inzwischen alle meine Früchte in meinen Joghurt geschmissen und verrührt, als es Emily und Stephen zu viel wurde. Emily sagte genervt: „Himmel, die Reihenfolge ist doch klar. Wir haben sie vor Monaten ausgemacht. Vor den Ferien war es Lisa und das bedeutet, dass du diese Stunde dran bist, Terry!" und Stephen fügte hinzu: „Und du am Donnerstag, Anthony und jetzt Schluss! Ich will in Ruhe frühstücken!" Lauren grinste breit, während sie ihren Toast aß und auch ich musste lächeln. Eine Stunde lang bei Binns aufpassen zu müssen, war so schlimm wie drei Strafstunden mit Filch oder eine mit Professor Snape. Zum Glück muss das jeder von uns nur einmal und kann dann zehn Geschichtsstunden schlafen, Hausaufgaben machen, lesen oder lernen. „Dieses Rotationssystem ist wirklich gut", sagte Sue zufrieden. „Nicht von uns erfunden. Das war bereits vor vielen Schülergenerationen eine geniale Idee", meinte Kevin. „Was bedeutet, so lange unterrichtet bereits ein Geist Geschichte", sagte Lauren. „Mhm, wie würde Unterricht bei einer lebenden Person aussehen?", fragte sich Padma. „Wach, interessant…. Nicht tot?", mutmaßte Michael scherzhaft. Wir mussten alle lachen. „Kommt schon, ich will meine Notizen für Professor Snape nochmal durchgehen", sagte Stephen. Wir gingen zum Unterricht.
Während Professor Binns vor sich hin lamentierte, hörte Terry aufmerksam zu und machte sich Notizen. Michael und Anthony machten ein Nickerchen. Padma, Sue und Lisa lasen ihre Hausaufgaben gegenseitig durch. Emily las in ihrem Geschichtsbuch. Lauren las in ihrem Roman ‚Donnerlicht über Burg' Felsenstein und Stephen und ich gingen unsere Zaubertranknotizen durch. 75 Minuten später waren wir auf dem Weg zum Zaubertrankunterricht. Terry war total genervt, weil Anthony und Michael sich demonstrativ streckten und gähnten. Prof. Snape forderte unsere Winterhausaufgaben und dann mussten wir einen Schlaftrank brauen. In Zauberkunst wiederholten wir alle Zauber, die wir in diesem Schuljahr durchgenommen hatten. So gab Prof. Flitwick uns die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Missverständnisse zu erklären, die in der Halbjahrsprüfung vor den Ferien nicht beantwortet oder aufgelöst werden konnten.
Da der Nachmittag völlig zu unserer freien Verfügung stand, ging ich nach dem Mittagessen zu Hermine in den Krankenflügel. „Hallo, Hermine! Wie geht es dir?" Ich setzte mich auf den Stuhl neben ihr Bett. „Guten Mittag, Anna. Es geht mir ganz gut. Madame Pomfrey ist sich sicher, dass ich hier doch bald rauskomme. Vielleicht Ende dieses Monats." Sie strahlte übers ganze Gesicht. Ich lächelte und nickte. Dann gab ich ihr die Aufgaben von Zauberkunst und erklärte ihr alles, was wir im Unterricht gemacht hatten und welche Fragen aufgekommen sind. Hermine ging meine duplizierten Notizen durch und stellte hier und da Fragen oder beantwortete sie, genauso wie Professor Flitwick am Morgen. Ich musste lächeln.
Nach 40 Minuten waren wir durch die Unterlagen durch und ich fragte: „Hast du den nächsten Band von der Heilerin schon durch?" Hermine nickte und sagte: „Ja, schon längst und es auch mit den Geschichtsdaten gecheckt. Die sind wirklich absolut konform und der Schreibstil ist wirklich sehr gut!" Ich lachte leise und kramte aus meiner Tasche den vierten Band ‚Die Heilerin und der Fluch des Morpheus'. „Hier, dann hast du neues Lesefutter. Ist der vorletzte Band, aber der Autor hat noch eine ganze Menge andere Bücher geschrieben, wie ‚Die silberne Stadt' oder ‚Die Seherin vom Mondberg'. Tolle Geschichten und spielen alle in unterschiedlichen Zeiten." Hermine nahm das Buch und legte es auf den Nachtisch, dann sagte sie: „Die würde ich auch gerne lesen." „Ich kann sie dir später ausleihen", sagte ich und lehnte mich in meinem Stuhl zurück. „Du hast in nicht mal zwei Wochen vier Bücher gelesen. ‚Die Heilerin und der Schwur' und die drei Bände der Heilerin-Serie. Soviel könnte ich glaub ich niemals lesen." Hermine meinte: „Würdest du, wenn du nichts anderes machen kannst." „Vielleicht!", meinte ich und zuckte mit den Schultern.
„Konnten dir Harry und Ron die großen Neuigkeiten schon verkünden?", fragte ich. Hermine nickte und erklärte: „Sie haben sich gestern noch hier hergeschlichen und mir alles erzählt. Professor Dumbledore wird unser Lehrer. Ich bereue es mehr und mehr, diesen dummen Trank gebraut zu haben. Es hat uns nicht weitergebracht und ich sitze hier fest und verpasse ein unvergessliches Ereignis. Albus Dumbledore ist der größte Zauberer unserer Zeit." Ich lächelte verständig und sagte: „Naja, in ein paar Wochen wirst du das auch haben. So schnell findet er keinen Ersatz, falls er in diesem Jahr tatsächlich noch sucht. Ich bin eher gespannt, was er zu unserem Wissensstand sagt!" „Tja, das werdet ihr sehen! Bitte berichte mir dann davon!", bat Hermine. Ich versprach es und dann bat mich Madam Pomfrey, den Krankenflügel zu verlassen und Hermine Ruhe gönnen, bevor Harry und Ron kommen würden.
Nach dem Abendessen blieben alle Erst- und Zweitklässler in der großen Halle. Mit einem Schlenker seines Zauberstabes lies Dumbledore alle Tische verschwinden. Die große Halle wirkte so noch größer als vorher. Es wurde keine Duellier-Plattform herbeigezaubert, stattdessen standen Prof. Dumbledore und Prof. Flitwick auf dem erhöhten Podest des Lehrertisches und Dumbledore bat um Ruhe. Ich stand mit Tracey und Neville in der Nähe der Plattform. Harry und Ron standen ganz vorne. Mal zur Abwechslung! „Nun gut ihr Lieben, da das hier unsere erste gemeinsame Stunde ist, erstmal ein paar Regeln. Erstens kein Zaubern ohne Erlaubnis. Zweitens nur die Zauber verwenden, die gestattet worden. Drittens, Sie duellieren sich nur mit ihrem Partner. Keine wilde Zauberei! Viertens und ich denke, dass versteht sich von selbst: Wenn ich Stopp sage, wird gestoppt. Wenn ich um Ruhe bitte, wird es leise. Wir haben nur wenig Zeit und in diesem Fach ist es wichtig, dass Sie die praktische Seite meistern. Gut, dann wollen wir beginnen! Finden Sie sich in Zweierteams zusammen, wenn jemand übrig bleibt, formen wir ein Dreierteam."
Ich sah fragend zu Neville und Tracey und die sahen sich auch um. Normalerweise sitze ich mit einem von ihnen zusammen, da wir in Ravenclaw elf sind. Da geht es nie auf! Die Patilschwestern gruppierten sich. Harry und Ron waren ein Team, Dean und Thomas. Lavender blieb noch alleine. In Ravenclaw waren Kevin und Stephen ein Team, Sue und Lisa, Emily und Lauren, Terry und Anthony. Michael stand noch unschlüssig neben ihnen. In Hufflepuff teilte es sich gleichmäßig auf. Oliver und Justin, Ernie und Megan, Hannah und Susan und Wayne und Roger. In Slytherin waren Millicent und Pansy ein Team, Daphne und Blaise, Draco und Theodore und Crabbe und Goyle.
Die Erstklässler formten sich auch in Zweierteams, allerdings schien Luna keinen Partner in Ravenclaw zu finden, da sah ich, dass Ginny zu ihr hinüber ging und sie etwas fragte, Lunas Lächeln darauf freute mich. Schön zu sehen, dass die beiden sich so gut verstehen. Ob sie sich schon von früher kennen? Wahrscheinlich! Ginny ist so lebendig und ich sehe sie so oft lachen. Sie ist immer mit anderen zusammen. Das ist zumindest ein positiver Aspekt des ganzen Schlamassels! Ich lächelte und sah mich um. Fast alle hatten einen Partner gefunden, ich sah abermals Neville und Tracey fragend an. Neville zuckte mit den Schultern, aber bevor wir uns trennten, sprach Prof. Flitwick: „Miss Brown, ich sehe, dass Mr. Corner noch keinen Partner hat." Michael ging zu Lavender, somit bildeten Tracey, Neville und ich das Dreierteam. Dumbledore klatschte in die Hände.
„Sehr gut, zunächst üben wir Basissprüche. Den Entwaffnungszauber und den Schutzzauber. Stellen Sie sich gegenüber auf." Wir werden in der Mitte eine Zauberwand aufstellen, sodass kein Zauber in den Rücken eines anderen Schülers fliegen kann. Professor Dumbledore und Flitwick schwenkten zusammen ihre Zauberstäbe und es errichtete sich ein milchiger wabernder etwa 2,5 m hoher Vorhang, der einmal quer durch die Halle ging und die Erst- und Zweitklässler voneinander trennte. Ich stellte mich ein wenig zur Seite und Tracey und Neville stellten sich einander gegenüber. Prof. Dumbledore nickte zufrieden und sagte: „In Ordnung, entwaffnen und schützen. Professor Flitwick und ich werden herumgehen und ihre Technik ansehen und gegebenenfalls korrigieren oder Verbesserungsvorschläge machen."
Neville und Tracey übten abwechselnd die Zauber und es klappte sehr gut. Prof. Dumbledore nickte nur und ging weiter. Ich sah ihnen zu, aber bemerkte bald Unruhen hinter mir auf der Seite der Erstklässler. Prof. Flitwick hatte bemerkt, dass nur die wenigsten in der Lage waren, einen Schutzschild zu zaubern und die meisten nicht mal die Zauberstabbewegungen beherrschten. Schnell stoppte er die Übung und rief die Kleinen alle herbei, dann stellte er sich auf einen Hocker auf dem erhöhten Podest und zeigte ihnen die Bewegung und Betonung des Schildzaubers. Ich sah ihm und den jüngeren Schülern interessiert zu. Lockhart hat denen ja wirklich gar nichts beigebracht. Unglaublich! So einfache Zauber müsste er doch beherrschen, schließlich hat er doch die ZAGs gemacht!
„Anna… Anna!", rief Neville mich. Ich drehte mich zu ihm um und er sah mich fragend an. Tracey war zur Seite getreten. Ich nickte und stellte mich Neville gegenüber auf. Neville fragte: „Bereit?" Ich sagte: „Ja, versuch mich zu entwaffnen!" „Protego!" „Expelliarmus!" Nevilles roter Blitz prallte gegen mein Schild. Neville brauchte drei Versuche, um mein Schild zu zerbrechen und mein Zauberstab wackelte in meiner Hand. „Versuch es mal, ohne dass ich Protego benutze!", sagte ich und stellte mich etwas breitbeinig hin, um durch den Zauber nicht von den Beinen gefegt zu werden. „Expelliarmus!" Mein Zauberstab flog aus meiner Hand. „Sehr gut, Mr. Longbottom und sehr guter Schutzschild, Miss Hansen. Ich würde jetzt gern ihren Entwaffnungszauber sehen", sagte plötzlich eine Stimme neben mir. Ich drehte mich überrascht um und dort stand der Schulleiter. „Natürlich, Sir", sagte ich und Neville beschwor ein Schutzschild. Ich brauchte zwei Versuche, um Nevilles Schild zu brechen und ein dritter schneller Zauber entwaffnete ihn, ohne ihn von den Füßen zu fegen.
Als ich mich umsah, räusperte sich Prof. Dumbledore, der schon wieder auf dem Podest stand und es wurde ruhig. „Sehr schön! Jeder von Ihnen beherrscht diese Zauber. In einem echten Duell haben Sie somit eine sehr gute Chance, zu entkommen. Denken Sie dabei, aber immer daran, dass Sie sich nur einem Duell stellen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Kampf sollte wirklich die letzte Wahl sein. Diese beiden Zauber sind aus der ersten Klasse, aber sehr nützlich. Nun würde ich gerne Ihren verbesserten Protego sehen, der Teil des Curriculums der zweiten Klasse ist. Ich demonstriere einmal kurz, wie er funktionieren sollte, die Zauberstabbewegung und Betonung, um ihr Gedächtnis aufzufrischen."
Er winkte Harry zu sich herauf. „Mr. Potter, wenn ich bitten darf. Kennen Sie den Kitzelfluch?" Harry nickte und antwortete: „Natürlich, Sir!" „Gut, dann greifen Sie mich damit an! Bereit?", sagte Prof. Dumbledore. „Rictusempra!", rief Harry. Prof. Dumbledore rief: „Protego reductio!" Harrys Zauber prallte an Prof. Dumbledore Schild ab und kehrte zu ihm zurück. Harry sprang zur Seite. „Gute Reaktion, Mr. Potter. Fünf Punkte an Gryffindor. In einem Duell sollten Sie niemals einfach stehen bleiben, immer in Bewegung bleiben!" Harry strahlte über dieses Lob. Neville neigte sich zu mir und flüsterte: „Das ist einer der Zauber, die du uns beigebracht hast." Ja, Tom hat mir bewusst nur nützliche und graue Zauber gelehrt. Ich nickte und flüsterte zurück: „Ja, aber ich hab ihn nach dem Duellierclub auch Stephen, Kevin, Emily und Lauren beigebracht. Also könnt ihr ihn unbesorgt anwenden." Tracey hatte das auch gehört und nickte unmerklich. Ob, ich mich bei dunklen Zaubern wirklich gewehrt hätte? Und hätte ich sie überhaupt erkannt?
„Nun denn, bitte stellen Sie sich wieder auf und üben diesen Protego. Benutzen Sie als Fluch nur den Kitzelfluch!" Die meisten murmelten miteinander, aber stellten sich wieder auf. Sie probierten den Zauber, aber kaum ein Zauber flog wirklich wieder zurück, sondern verpufften, wenn überhaupt. Die einzigen Ausnahmen waren die Ravenclaws, ein paar Slytherins, Neville und Tracey. Prof. Dumbledore rief uns schnell wieder zusammen und sah neugierig in die Runde. „Nun, es scheint, dass nur wenige diesen Zauber beherrschen. Darf ich nach dem Grund fragen?" Es herrschte kurz Stille, aber dann meldete sich Stephen und sagte: „Sir, wir haben diesen Zauber nicht im Unterricht gelernt, sondern außerhalb. Lock… ähm… Prof. Lockhart hat ihn nie erwähnt."
„Ich verstehe und wer, Mr. Cornfoot, hat Ihnen diesen Zauber beigebracht?" Stephen sah etwas unsicher in die Runde, also trat ich vor und sagte: „Ich, Sir. Ich habe über ihn gelesen und ihn dann geübt. Im Duellierclub vor ein paar Wochen hab ich ihn benutzt und als meine Freunde mich fragten, ob ich ihnen den Zauber beibringen kann, habe ich zugestimmt." Prof. Dumbledore sah mich eindringlich an, ich sah im nicht direkt in die Augen, aber ins Gesicht. Dann nickte Prof. Dumbledore und meinte: „Fünf Punkte an Ravenclaw, Miss Hansen. Ich hoffe, wenn Sie Ihren Freunden noch mehr Zauber beigebracht haben, dann nur ungefährliche!" „Es waren nur Verteidigungszauber, Sir!", warf Neville bestätigend ein. Dumbledore nickte und meinte: „Nun, aber nicht alle beherrschen ihn und das sollten wir revidieren. Alle, die diesen Zauber beherrschen, werden gleich ihren Mitschülern helfen. Lassen Sie mich nun, nochmals, im Detail die Zauberstabbewegung und Betonung zeigen." Der Rest der Stunde übten also alle den Schutzzauber. Ich und meine Freunde halfen und gaben Tipps. Am Ende der Stunde schafften es fast alle, dass der Kitzelfluch abprallte und zurück auf den Angreifer flog.
An dem Abend fiel ich todmüde ins Bett, aber war höchst zufrieden. Ab jetzt habe wir richtigen Verteidigungsunterricht. Prof. Dumbledore ist wirklich kein schlechter Lehrer. Emily und Lauren legten sich auch hin und Emily fragte im Dunklen: „Nun, was ist euer Urteil?" „Es ist super! So einen tollen Praxisunterricht hatten wir auch nicht bei Quirrel!", sagte Lauren und ich fügte hinzu: „Und ich denke, unser Theorieunterricht wird auch gut! Ich bin gespannt, welche Zauber er uns noch beibringe wird." Emily lachte leise und sagte: „Ja, und lasst uns hoffen, dass du sie uns nicht schon beigebracht hast." „Bestimmt nicht! Die meisten davon waren Haushaltszauber, keine speziellen Verteidigungszauber!", wiedersprach ich. „Schlaft gut, Mädels. Wir werden es am Mittwochvormittag und Donnerstagabend sehen", gähnte Lauren. „Gute Nacht!", wünschte auch Emily und auch ich murmelte: „Nacht!"
Nach dem Frühstück hatte ich eine Freistunde und ging zum Krankenflügel, um Hermine von gestern Abend zu berichten. Harry und Ron hatten sie bereits am Abend zuvor besucht und ihr alles erzählt, aber Hermine freute sich trotzdem und wir sprachen mehr über unsere Bücher und Hobbies. Ich erzählte ihr ausführlich vom Reiten und Gryffin Coast. Irgendwie war ich das ganze Schuljahr nicht wirklich dazu gekommen. Hermine stellte viele Fragen, wie die Leute ihre Felder bewirtschafteten, wie das Dorf ist, wie es funktioniert, dass auch Muggel dort leben und vieles mehr. Ich erzählte ihr soviel ich konnte, bevor ich zu Kräuterkunde musste. Wir hatten eine Doppelstunde und sammelten Baldrianblätter, legten sie zum Trocknen hin, und schnitten einige Zweige ab. Nach einer Stunde waren Neville, Stephen und ich mit unseren Pflanzen fertig und stellten sie zurück an ihre Plätze auf dem großen Regal. Dann gingen wir zu unserem Beet. Stephen und ich wässerten die Pflanzen und rupften Unkraut aus, teilweise sehr vorsichtig, denn diese Unkräuter, waren teilweise kleine Sprösslinge von den anderen Beeten und wir topften sie in kleine Töpfchen um und gaben sie Prof. Sprout. Neville kümmerte sich derweil um unseren Belladonnastrauch.
Verwandlung am Nachmittag war, wie in Zauberkunst am Tag zuvor, eine Wiederholung aller Sprüche und Theorien des vergangenen Halbjahres. Am Abend ging ich hinunter in die Kerker mit Milly im Schlepptau. Kaum klopfte ich an Snapes Bürotür, hörte sein scharfes „Herein" und trat ein, war sie verschwunden. Ich setzte mich auf einen der Stühle und wartete bis Prof. Snape mit seinen Unterlagen fertig war. „Das heutige Thema überlasse ich wieder Ihnen, Miss Hansen! Wenn Sie merken, dass ich Druck mache und durchbreche, nehmen sie eine andere Erinnerung. Ein guter Okklumentiker lässt einen Leglimentiker glauben, dass er es geschafft hat, in die Gedanken einzutauchen. Sie werden wieder den Druck spüren, der Ihnen schon vertraut sein sollte. Trotzdem bleiben Sie solange es geht in einer Erinnerung! Ändern Sie die Erinnerung erst, wenn der Schmerz zu stark wird und versuchen Sie mich dann rauszuwerfen! Wir werden sehen, wie gut Sie das schaffen!" Er sah mich abschätzig an.
Ich nickte und konzentrierte mich. Ich hatte schon vorher einige Themen vorbereitet. „Leglimens!" Neville, Tracey und ich aßen gemeinsam zu Mittag. Danach mussten wir uns trennen und ich ging hinunter zum Zaubertrankunterricht. Ich saß diesmal mit Stephen an einem Tisch. „Ruhe im Raum!" Ich verdrehte die Augen, nahm meinen Federkiel und begann, Notizen zu machen. Snape sprach über den Zaubertrank und seine Brauweise. „Alraunen sind der Hauptbestandteil der meisten Heiltränke. Ihre Vorbereitung ist …
Ich spürte einen Druck, der immer stärker wurde. Also konzentrierte ich mich auf eine andere Lehrstunde. „Heute lernen wir einen sehr nützlichen Zauber", meinte Prof. Flitwick und merkte dann verschmitzt an: „Ich rate jetzt schon, ihn nicht anzuwenden, wenn Sie kein Recht haben diesen Ort aufzusuchen!" Wir schauten uns alle verwirrt an. Flitwick grinste leicht und fragte: „Na, von welchem Zauber spreche ich wohl, der Sie in Versuchung führen könnte, Orte aufzusuchen, die vielleicht verboten sind?" Lisa hob die Hand und Flitwick deutete ihr an, zu sprechen: „Miss Turpin." „Alohomora, den Öffnungszauber", sagte sie zuversichtlich. „Fünf Punkte an Ravenclaw, Miss Turpin!" Lisa lächelte zufrieden und Professor Flitwick schnippte mit seinem Zauberstab. Mehrere verschlossene Holzdosen flogen durch die Luft und landeten sanft auf den Tischen. „Jeder von euch hat nun eine verschlossene Box. Sie werden an diesem Kästchen den Öffnungszauber und den Verschlusszauber üben. Behalten Sie alle ihr Kästchen, denn wir werden es im Laufe des Schuljahres noch öfters brauchen." Ich sah mir das Kästchen näher an. Es war eine schöne Holzbox…
Mein Kopf begann leicht zu schmerzen und der Druck im Kopf war wieder leicht zu merken, also wechselte ich den Klassenraum. „Konzentration!" Ich schaute auf und sah zu Professor McGonagall, die über Anthony und seinen Freunden gebeugt war. Sie begutachtete deren Fortschritte in der Verwandlung ihrer Knöpfe. Sie sah nicht sehr zufrieden aus. Ich konzentrierte mich wieder auf meinen Knopf, doch bevor ich zaubern konnte, hörte ich Professor McGonagall Anthony fragen: „Mr. Goldstein, was sind die drei wichtigsten Aspekte beim Zaubern?" Anthony stutzte kurz und sagte zögerlich: „Ähm, … Konzentration?" Professor McGonagall Lippen wurden dünn. Oh oh, kein gutes Zeichen! Schnell sprach Anthony weiter: „Dann noch Imagination… und …" „Und? Mr. Goldstein?", fragte Professor McGonagall. „… Entschlossenheit, Professor?", fragte er zögerlich. „Antworten Sie oder fragen Sie, Mr. Goldstein?" Anthony zögerte kurz, sagte dann aber: „Antwort, Professor." Professor McGonagall nickte kurz und sagte dann: „Nun, dann kennen Sie ja jetzt auch Ihren Fehler!" Sie nickte zu dem halbverwandelten Holzknopf. Anthony nickte und versuchte es erneut, allerdings ohne großen Erfolg…
Der Schmerz wurde noch stärker, also stieß ich die ungewollte Präsenz zurück. Keuchend saß ich auf meinen Stuhl. „Sie werden besser!" Prof. Snape stand auf setzte sich hinter seinen Schreibtisch und reichte mir eine Phiole. Schmerztrank! Schnell trank ich sie aus und seufzte erleichtert, als der Schmerz nachließ. „Beim nächsten Mal werfen Sie mich raus, bevor der Schmerz zu stark ist. Sie haben mich nur weggestoßen, aber nicht rausgeworfen. Der Schmerz hat das verhindert." „Aber es wird doch besser, das haben Sie selbst gesagt!", sagte ich. „Für ein dreizehnjähriges Mädchen, ja. Aber Sie könnten es noch besser, wenn Sie sich mehr anstrengen!", sagte er streng. Ich sank etwas zusammen und seufzte. Wann ist der je mal richtig zufrieden? „Zumindest sollten Sie von nun an spüren, wenn jemand Fremdes in Ihren Gedanken ist und dann zeigen Sie ihm, was Sie wollen, kontrollieren SIE ihre Gedanken und versuchen Sie ihn rauszuschmeißen! Wir werden das ab jetzt üben. Heute noch einmal. Ein Gedankenwechsel und dann versuchen Sie mich rauszuwerfen!" Ich nickte. „Leglimens!"
Ein leichter Druck und ich stand mit Emily und Lauren auf dem Trainingsgelände mit den anderen Raben und Dachsen. Es war warm und ein leichter Wind strich über den Rasen. Perfektes Flugwetter! Es war unsere vierte Flugstunde. Langsam hatte ich den Dreh raus, aber mein Lieblingstransportmittel würde der Besen bestimmt nie werden. Madam Hooch kam mit einer Menge Besen im Schlepptau auf unsere Gruppe zu. Jeder von uns nahm einen Besen und stellte sich auf. „Heute werden wir zunächst die Manöver von letzter Woche wiederholen. Also, bitte alle in die Luft, im Kreis auf und ab fliegen und auf meinen Pfiff Kehrtwende. Alle legten ihre Besen auf den Boden und riefen: „Hoch!" Mein Besen sprang beim zweiten Hoch in meine Hand. Na, zumindest geht das besser! Ich setzte mich auf den Besen und stieß mich ab. Ich reihte mich in der Luft zwischen Emily und Stephen ein. Lauren flog vor Emily. Wir begannen, in einem Kreis zu fliegen und wie in einem Kinderkarusell auf der Kirmes auf und ab zu fliegen, Dann pfiff Hooch einmal schrill, das war das erste Zeichen, wie bei einer gelben Ampel, ein Warnsignal. Ich hielt meinen Stil etwas fester und wartete ab. Der zweite Pfiff kam und ich wendete meinen Besen um 180° Grad. Madam Hooch korrigierte Lisas Griff, gab Susan und Hannah noch ein paar Tipps. Wir wiederholten diese Übung zehn Mal bis Madam Hooch endlich bei niemanden etwas auszusetzen hatte. Zwei kurze Pfiffe hintereinander. „Landen!"
Ich wechselte den Gedanken. „Okay Neville, noch einmal. Halte den Zauberstab vor dich, konzentrier dich und sag deutlich: Lumos." Neville nickte, nahm zögernd seinen Zauberstab und sagte: „Lumos." Ein schwaches Leuchten erglomm in der Spitze seines Stabes. Ich nickte aufmunternd: „Gut, jetzt lass es stärker werden. Lass das Licht sich ausbreiten." Neville sah angestrengt auf die Spitze seines Zauberstabes und das Leuchten wurde nach einer Weile stärker. Dann erlosch es und Neville blickte traurig drein. „Ich kann das einfach nicht.", sagte er leise. „So ein Unsinn.", widersprach ich energisch. „Du hast es doch geschafft." „Ja aber nur ein Glimmen. Du kannst den ganzen Saal in Licht tauchen." „Das kannst du nicht vergleichen. Ich habe ein Händchen für Zauberkunst. Auch bei Lauren und Emily ist das Licht nicht so stark. Jeder ist eben anders. Deine Stärke liegt in Kräuterkunde!" Neville nickte: „Ja, Kräuterkunde in der man keinen Zauberstab braucht und auch keine Zauber." Dann versuchte ich, Snape rauszuwerfen. Ich fühlte, wie die Präsenz schwächer wurde, aber nicht weg war. Immer wieder stieß ich ihn weg. Neville und der Raum wurden immer dunkler und durchsichtiger.
Keuchend saß ich wieder auf meinem Stuhl. Snape sah mich mit seinen kohlrabenschwarzen Augen an und ich schüttelte meinen Kopf. „Kein schlechter Versuch! Gehen Sie nun!", sagte er kurz angebunden und ich stand auf. Zum Glück pochte mein Kopf nicht so stark, ich knickste zum Abschied und ging.
Am Mittwochmorgen nach dem Zaubertrankunterricht und einer Freistunde begaben wir uns in den Klassenraum für Verteidigung gegen die dunklen Künste, der ohne die ganzen Porträts ziemlich leer aussah. Angenehm leer, wohlgemerkt! Ich setze mich, wie gewohnt neben Neville, während alle anderen auch ihre Plätze suchten. Professor Dumbledore trat ein und alle hörten auf zu tuscheln. „Guten Tag!" Allgemeines Gemurmel zur Begrüßung war zu hören. Professor Dumbledore setzte sich hinter seinen Schreibtisch und sah uns aufmerksam an. „Nun, dies ist unsere erste Theoriestunde und meine erste Frage an euch wird hoffentlich einige Fragen von mir beantworten. Ich bin Lockharts Unterlagen durchgegangen und habe Tests gefunden, von denen ich hoffe, dass es Scherze waren?" Dumbledore sah uns fragend an. Harry räusperte sich und antwortete: „Nein Sir, das ganze Schuljahr über haben wir nur solche Fragen beantworten dürfen und im Unterricht hat er… naja… also…" Einige kichernden und er sah sich hilfesuchend um und ich sprang ein: „Theater gespielt!" „Wie bitte?", fragte Professor Dumbledore. „Nun, ich musste oft den Werwolf oder eine andere dunkle Kreatur spielen und er hat demonstriert, wie er sie besiegt hat", erklärte Harry und Ron rief ein: „Angeblich besiegt hat!"
Professor Dumbledore stöhnte leise und sagte: „Also hier auch! Es ist in den anderen Klassen nicht anders. In Ordnung, nun, dann werdet ihr, so fürchte ich, doppelt so hart arbeiten müssen für den Rest des Schuljahres, damit der versäumte Lernstoff bis dahin aufgeholt ist. Welche Bücher habt ihr benutzt?" „Vermutlich dieselben, wie alle anderen ‚Lockharts sieben Bände'", sagte ich laut genug. Professor Dumbledore seufzte ergeben und schwang seinen Zauberstab. „Es wird kompliziert, aber das sind einige Exemplare von Thumbhills ‚Praxis zur Verteidigung'. Es sind nicht genug für jeden, aber wenn ihr zu zweit ein Buch benutzt, hat auch der Parallelkurs noch genug Bücher. Behaltet es für den Rest des Schuljahres zusammen mit eurem Partner."
„Nun, dann wenden wir uns jetzt dem Protego von letzter Stunde zu. Schlagt dazu bitte Kapitel vier eures Buches auf, lest die Passage und beantwortet dann die Fragen am Ende des Kapitels." Neville öffnete das Buch und wollte anfangen zu lesen, aber ich stoppte ihn, blätterte ein paar Seiten vor und fand die Fragen. „Lass uns schon mal durchlesen, was sie wissen wollen und die Antworten dann im Text finden und notieren!", flüsterte ich ihm zu. Neville nickte, nahm sich Pergament und Feder und schrieb die Fragen ab. Ich tat es ihm gleich und dann erst begannen wir das Kapitel zu lesen und die Fragen über Vorteile des Protegos reductio, Nachteile, Funktion, wie und wann er erschaffen wurde und von wem zu beantworten. Außerdem wurde gefragt, in welcher Situation wir ihn anwenden sollten und wann der normale Protego besser sei.
Nach ca. 30 Minuten fragte Prof. Dumbledore: „Nun, konnten alle die Fragen beantworten?" Alle nickten. „Gut, dann wollen wir sie mal durchgehen. Mr. Cornfoot? Die erste Frage!" Stephen räusperte sich und las seine Antwort vor: „Der Vorteil des Protego reductio ist, dass es den Angriff nicht nur abblockt, sondern auf den Gegner zurückwirft und ihn damit für Sekunden ablenkt oder sogar besiegt." Prof. Dumbledore nickte, warf aber ein: „Korrekt, Mr. Cornfoot, zwei Punkte an Ravenclaw. Allerdings würde ich sagen, dass Besiegen bei erfahrenen Duellanten eher Wunschdenken ist. Auf eurem Niveau kann es jedoch sein, wenn ihr nicht damit rechnet." „Mr. Thomas, die Nachteile des Zaubers?" Dean Thomas antwortete: „Ähm, er braucht mehr Energie, um erfolgreich zu sein, braucht mehr Zeit zum Heraufbeschwören… ist komplizierter." Prof. Dumbledore lächelte und sagte: „Seien Sie ruhig zuversichtlich bei Ihren Antworten, Mr. Thomas. Alle Einwände sind korrekt. Zwei Punkte an Gryffindor."
„Miss Patil von Ravenclaw, können Sie uns die nächste Frage beantworten?" Padma nickte und sagte: „Ja, Sir. Die Funktion des Protego reductio ist ein erweiterte Schutzzauber, der aber gleichzeitig als offensiver Zauber gehandelt wird, da der zurückgeworfene Zauber von offensiver Natur ist!" „Sehr richtig, Miss Patil. Dem ist nichts hinzuzufügen, zwei Punkte an Ravenclaw!" „Nun, Miss Patil, können Sie uns bitte die geschichtlichen Daten präsentieren?", fragte Prof. Dumbledore und wendete sich an Padmas Zwillingsschwester. „Selbstverständlich, Sir. Erfinder war Louis de Bretagne im Jahre 1745 und erschaffen hat er ihn, um sich vor seinem aggressiven älteren Bruder zu schützen, der ihn oft mit irgendwelchen Flüchen angriff." Prof. Dumbledore gluckste und sagte lächelnd: „Ja, Geschwisterliebe und Geschwisterhass liegen meist näher beieinander als man glaubt. Manchmal kommt etwas Positives dabei heraus. Zwei Punkte an Gryffindor."
„Mr. Entwhistle können Sie uns sagen, wann man den Protego reductio am Besten einsetzt?" „Möglichst am Anfang einer Konfrontation, wenn man noch Energie hat und dann die Möglichkeit nutzt, um zu entkommen. In einem Duell, solange man noch genug Energie hat und der Gegner im Vorteil ist und auch mehr Energie hat, als man selbst und man nicht dazu kommt, selbst offensive Sprüche zu zaubern." „Sehr gut, Mr. Entwhistle. Zwei Punkte an Ravenclaw!" Dann wendete er sich an Neville und sagte: „Beantworten Sie uns die letzte Frage, Mr. Longbottom." Neville antwortete zuversichtlich: „Den normalen Protego sollte man verwenden, wenn es schnell gehen muss und wenn man kaum noch Energie hat! Und auch, wenn man andere beistehende Personen schützen will und der Protego eine große Fläche abdecken muss!" „Ebenfalls, alles richtig. Zwei Punkte an Gryffindor." Neville lächelte zufrieden. Wir besprachen danach verschiedene Szenarios und Prof. Dumbledore wollte per Handzeichen wissen, welchen Zauber wir verwenden würden.
Prof. Dumbledore entließ uns mit folgenden Worten: „Bitte schreibt einen Aufsatz bis nächste Woche über eure Lieblingszauber, die ihr verwenden könnt für eure Verteidigung und lest die ersten drei Kapitel im Buch und beantwortet die Fragen in den jeweiligen Kapiteln!" Alle stöhnten auf, aber Prof. Dumbledore zuckte nur mit den Schultern und sagte: „Es hilft nicht, nur praktisch in der Verteidigung gut zu sein, ihr müsst auch die Theorie beherrschen!" Dann läutete die Klingel und trotz der vielen Hausaufgaben, waren wir alle restlos überzeugt, dass der Rest des Schuljahres in Verteidigung sehr lustig und lehrreich werden würde.
Dumbledore als der neuer Lehrer, war eine Idee des Moments während des Schreibens! Freu mich schon richtig darauf noch mehr solcher Klassenzimmerszenen zu schreiben ;)
Wenn´s euch gefallen hat, würde ich mich über ein Review freuen! Wenn nicht, dann konstruktive Kritik! Bis zum nächsten Kapitel. Genießt den Sommer!
