XXXIV.


Amati und Iorek hatten wieder mal ihre Mittagspause überzogen und waren mit einer Verspätung von exakt zwei Minuten und achtundvierzig Sekunden auf der Brücke erschienen – eine Nachlässigkeit, die schon im Einzelfall nach einer deftigen Strafpredigt verlangte und im Wiederholungsfall nach wesentlich härteren Sanktionen. (Theoretisch!)

Piett hatte bis jetzt Gnade walten lassen und bewusst ein Auge zugedrückt, aber was zu viel war, war zu viel. (Heute nicht, Jungs! dachte er.) Also tat er seine Pflicht und belehrte die beiden saumseligen Fähnriche über ihre Pflicht. Mit anderen Worten: Er schimpfte sie aus, bis sie angemessen deprimiert aussahen, was erstaunlich schnell der Fall war.

Danach scheuchte er sie mit einem belanglosen, aber komplikationsträchtigen Auftrag davon, der sie kreuz und quer durch das Schiff jagen und somit garantiert stundenlang von der Brücke fernhalten würde. Letzteres tat er übrigens aus reiner Menschenfreundlichkeit, denn er wollte Iorek und Amati trotz allem vor Captain Garnett beschützen, der bereits neben ihm auf der Lauer lag, schnaubend vor Wut und sichtlich wild entschlossen, die armen Sünder gleich ebenfalls in der Luft zu zerreißen und ihnen anschließend für den Rest des Tages das Leben zur Hölle zu machen, was Piett soeben erfolgreich verhindert hatte.

Doch die Fähnriche waren sich nicht darüber im Klaren, dass die vermeintliche Schikane des Admirals in Wirklichkeit eine Rettungsmission für sie war. Jetzt eher beleidigt über seine Zumutung als zerknirscht über ihren Fehltritt, entschuldigten sie sich formvollendet, aber sehr, sehr steif. Sie gelobten Pünktlichkeit und ganz allgemein Läuterung und verließen die Brücke sehr viel hastiger als sie sie betreten hatten. Sie waren empört über diesen Akt der Willkür, dem sie gerade ausgesetzt worden waren, und fühlten sich als wehrlose Opfer von selbstherrlichen und verständnislosen Vorgesetzten, die ihren hingebungsvollen und hart arbeitenden Unterlingen nicht einmal einen in Ruhe genossenen Lunch gönnten. Ach ja, das Leben von imperialen Junioroffizieren war schon hart und grausam … und würde zweifellos eines Tages vor lauter Stress und Hektik mit Magengeschwüren enden!

Piett war sich ebenso wenig über die stürmischen Emotionen im Klaren, die er gerade aus Versehen ausgelöst hatte. Er sah den beiden jungen Männern trotz der erfolgten Abkanzelung mit Wohlwollen nach, ja beinahe mit derselben onkelhaften Fürsorge, die normalerweise ausschließlich für die fünf quirligen Nichten reserviert war, mit denen seine Schwestern ihn erfreulicherweise beschenkt hatten.

Was Captain Garnett anging, so war er in diesem Moment ziemlich weit entfernt von jeder Form der Fürsorge und er machte keinen Hehl daraus.

Er bedachte den Admiral mit einem vorwurfsvollen Blick und verkündete: „Das war schon das zweite Mal diese Woche, Sir. Und von letzter Woche will ich gar nicht erst reden. Diese Trantüten bilden sich wohl ein, dass sie hier eine ruhige Kugel schieben können!"

Sein schneidender Tonfall deutete an, dass die Bummelei der Fähnriche höchstwahrscheinlich irgendwann den totalen Zusammenbruch des ganzen Imperiums verursachen würde und dass Pietts unbegreifliche Nachsicht mit dem Nachwuchs daran schuld sein würde, wenn das Undenkbare eintraf.

Piett betrachtete das sauertöpfische Antlitz seines Gegenübers und fragte sich, ob der selige Admiral Ozzel kurz vor seinem überraschenden Ableben wohl eine genau so starke Aversion gegen den früheren Captain der Executor verspürt hatte wie er selbst hier und jetzt gegenüber seinem Nachfolger. Es sprach einiges dafür, wenn man bedachte, wie aggressiv Ozzel sich damals immer gezeigt hatte, obwohl Piett sich niemals auch nur annähernd so provokant verhalten hatte wie Garnett, der tatsächlich die Frechheit besaß, seinen Vorgesetzten vor aller Augen ganz offen zu kritisieren.

Du aufgeblasener wichtigtuerischer ... Papiertiger! dachte Piett in einer spontanen Aufwallung von eigener Aggression.

Und so inspiriert von der vollmundigen, aber durchaus zutreffenden Wortwahl seines besten Freundes und Lieblingskollegen, ging er sofort zum Gegenschlag über.

„Es war nicht nötig, mich darauf hinzuweisen, Captain. Ich bin mir der Unzulänglichkeiten aller meiner Besatzungsmitglieder durchaus bewusst", sagte er scharf. „Wie wäre es also, wenn Sie jetzt endlich damit aufhören, hier eine ruhige Kugel zu schieben? Machen Sie sich gefälligst an die Arbeit und lassen Sie mich meine machen, statt noch mehr Zeit mit überflüssigen Kommentaren zu verschwenden!"

Garnett starrte ihn an, völlig überwältigt von dieser unerwarteten Verbalattacke. Sein Mund klappte auf und schnappte dann wieder zu wie eine Tierfalle, mit einem deutlich hörbaren Kicken von fest zusammengebissenen Zähnen. Es dauerte ein paar Sekunden, bis er sich wieder ein wenig gefasst hatte.

Schließlich sagte er genauso hölzern wie die Fähnriche kurz zuvor: „Ja, Sir!"

Und damit drehte er sich auf dem Absatz um und stakste davon, zutiefst gekränkt ob dieser Zurechtweisung.

Piett sah ihm nach und das ohne die geringste Spur von Reue. Es kam nicht oft vor, dass er so massiv wurde, aber manchmal ging es einfach nicht anders. Nach seinen persönlichen frustreichen Erfahrungen mit dem verflossenen Ozzel zog er es generell vor, nicht zu sehr auf die Autorität seines Rangs zu pochen; er schätzte willige Zusammenarbeit mehr als blinden Gehorsam. Aber Überheblichkeit von Untergebenen musste gezügelt werden, bevor sie in echte Respektlosigkeit ausuferte. Es war wirklich höchste Zeit gewesen, Garnett in die Schranken zu verweisen und ihm einen Dämpfer zu verpassen, den er nicht so schnell vergessen würde. Der Mann hatte sich diese kalte Dusche mehr als verdient.

Und Max Veers würde einfach begeistert sein, wenn er davon erfuhr. Piett konnte sich ein kleines Feixen nicht verkneifen, als er sich ausmalte, was der General dazu sagen würde. Er sah ihrem gemeinsamen Feierabenddrink voller Vorfreude entgegen.

Und das Allerbeste daran war, dass sie sich diesen Drink heute Abend nicht auf der Executor gönnen würden, sondern in dieser gemütlichen kleinen Bar in Imperial City, die ihr bevorzugtes Lokal für einen gemeinsam genossenen Absacker war, sobald sie zu Hause unterwegs waren.

Ja, zu Hause! Endlich mal wieder … Und dieses Mal sogar länger als nur ein paar Tage. Schließlich war dies keine gewöhnliche Heimkehr. Wahrscheinlich sprudelte inzwischen schon ganz Coruscant über vor Begeisterung und bereitete mit Feuereifer eine Serie von prunkvollen Siegesfeiern vor ...

Piett stieß einen zufriedenen kleinen Seufzer aus, der nicht nur seinem bevorstehenden (und ebenfalls verdienten) Landurlaub galt. Alles in allem entwickelten sich die Dinge prächtig – zumindest sah es im Augenblick ganz so aus. Er hoffte nur, dass es so blieb …

Sofort wanderten seine Gedanken unvermeidlich zu den weniger erfreulichen Aspekten ihrer Rückkehr. Er fragte sich, welche neue Teufelei … äh … strategisch wichtigen Masterplan! … der Imperator gerade ausbrüten mochte, jetzt, da die Rebellion beendet war und der glorreichen und vermutlich endlosen Expansion des Imperiums nichts mehr im Wege stand. Und er fragte sich voller Sorge, was Lord Vader wohl gerade ausheckte und das auch noch zusammen mit seinem Nachwuchs.

Wie auf Stichwort öffnete sich die Tür zur Brücke mit ihrem charakteristischen pneumatischen Zischen und der Sith fegte herein, begleitet von dem ebenso charakteristischen Fauchen seiner Atemzüge und zwei wesentlich unauffälligeren Gestalten, die ihm in einem deutlichen Abstand folgten und auch das ziemlich widerstrebend, wenn man ihren eher zögernden Schritt bedachte.

Commander Skywalker blieb stehen, sah sich flüchtig um und machte trotz seines vagen Lächelns den Eindruck, als ob ihm die Nähe von so vielen imperialen Offizieren nicht ganz geheuer war, was ihm auch niemand verdenken konnte, wie Piett fand.

Aber die kleine Prinzessin (der Admiral, der immerhin selbst kein Koloss war, war jedes Mal wieder erstaunt, wie klein die Heldenikone der Allianz wirklich war!) stand da wie ein Denkmal aus tiefgekühlter Rage und wenn eisige Blicke töten könnten, dann hätte die gesamte Brückencrew der Executor jetzt auf einen Schlag ihr Leben ausgehaucht und Lord Vader gleich dazu.

Doch Seine Lordschaft schien gegen frostige Augen, die sich wie Speerspitzen in seinen Rücken bohrten, immun zu sein – oder jedenfalls tat er so als ob. Piett beneidete ihn ein wenig um diese enorme Selbstsicherheit, die ihn scheinbar völlig unberührt ließ, wenn es um derart offen zur Schau gestellte Feindseligkeit ging. Hätte eine seiner Nichten ihn auch nur halb so unversöhnlich, ja geradezu hasserfüllt angesehen, Piett wäre innerhalb von Minuten verwittert und zerbröselt wie eine antike Sandsteinsäule im Endstadium der Erosion.

Vader aber schenkte seinen Sprösslingen vorübergehend keine Beachtung. Stattdessen steuerte er auf den Admiral zu und sagte praktisch im Vorbeigehen: „Wie lange noch, Piett?"

„Wir sind schon im Anflug, Mylord. Geschätzte Ankunftszeit dreißig Minuten. Unsere Schiffe manövrieren sich bereits in die Diamantformation."

Vader sah kurz auf einen großen Monitor, wo vor der schematischen Darstellung des Planeten ein umgekehrtes V aus blinkenden grünen Dreiecken sich gerade über ein anderes aufrecht stehendes V schob und damit eine perfekte Raute bildete, die ein viel größeres rotes Dreieck in ihrer Mitte umrahmte – die Executor und ihre Begleiter in der Anordnung, die im Flottenjargon als Diamantformation bekannt war.

„Gut. Wir wollen unser Begrüßungskomitee schließlich nicht enttäuschen. Wir müssen mindestens genauso eindrucksvoll aussehen wie sie", sagte er trocken und ging zu der Fensterfront der Brücke hinüber.

Piett eilte ihm nach und bezog neben ihm Stellung. Vader warf einen Blick über seine Schulter und winkte seinen Kindern zu, als hätte er sich gerade an ihre Existenz erinnert.

„Kommt her! Das müsst ihr euch ansehen, so was erleben wir nicht alle Tage."

Piett sah, dass Skywalker zunächst zauderte, doch dann kam er und stellte sich ebenfalls neben seinen Vater. Die Prinzessin rollte mit den Augen, folgte aber ihrem Bruder, achtete jedoch darauf, weiterhin eine möglichst große Distanz zu Vader einzuhalten, als müsste sie demonstrieren, dass sie nicht wirklich zu ihm gehörte und auch sonst absolut nichts mit ihm zu tun haben wollte.

Gemeinsam sahen sie hinaus, wo sich ihnen in der Tat eine eindrucksvolle Aussicht bot.

Coruscant, die Welt, die seit Jahrtausenden die Geschicke der Galaxis bestimmte, lag nun direkt vor ihnen wie eine kostbare Achatmurmel in einer mit Samt ausgekleideten Schatulle, ein weiß, grau und schwarz marmorierter Edelstein, überkrustet mit den silbernen und goldenen Einschüssen von unzähligen Adern aus Licht, funkelnd und tödlich wie ein Drachenauge. Ein Nachtmahrjuwel, eingebettet in ein glitzerndes Diadem aus bewaffneten Raumstationen, Satelliten und Schiffen soweit das Auge reichte.

Und vor der Öffnung dieses Kronreifs schwebten Sternzerstörer in akkuraten Doppelreihen wie stählerne Perlen auf eine zweisträngigen Kette und bildeten einen freien Korridor oder vielmehr ein Ehrenspalier, denn als die Executor und ihre Eskorte sich näherten, feuerten alle Schiffe gleichzeitig eine Garbe von Laserstrahlen ab, ein Feuerwerk aus Salutschüssen.

Aus den Lautsprechern drang ein Knistern, dann sagte eine forsche Stimme mit diesem unverkennbaren kristallklaren Kernwelt-Zungenschlag: „Herzlich willkommen daheim, Executor!"

Die Brückencrew brach in Gejubel aus und ein geisterhaftes Echo davon kam auch aus den Lautsprechern – scheinbar wollten die Kollegen des Redners zeigen, dass sie die allgemeine Euphorie teilten.

Es folgte eine Salve von Fragen und Antworten, Rückfragen und Anweisungen, das typische Prozedere bei jedem Landeanflug und daher trotz der festlichen Stimmung so unvermeidlich und auch so langweilig wie der immer gleiche Ablauf einer religiösen Zeremonie.

Luke Skywalker, desinteressiert an diesen belanglosen technischen Details, konzentrierte sich auf den langsam näher rückenden Planeten, der auch sein Schicksal bestimmen würde und das ziemlich bald.

Er hatte natürlich schon oft Bilder von Coruscant gesehen – es gab keine Nachrichtensendung ohne spektakuläre Aufnahmen von Imperial Citys besseren Lagen. (Die Slums dagegen wurden nie gezeigt, weil sie offiziell gar nicht existierten!) Er wusste daher, dass Coruscant aus einer einzigen riesigen Stadt bestand, die den ganzen Globus umspannte, sich sowohl über seine Landmassen als auch über seine flachen gezeitenlosen Ozeane erstreckte. Aber Luke hatte es trotzdem nie so ganz glauben können. Es war wirklich etwas anderes, wenn man es endlich mit eigenen Augen sah.

Er starrte auf diese seltsame Welt und hielt vergebens nach grünen, blauen oder bräunlich-gelben Flächen Ausschau, aber er konnte nichts finden, was auf Vegetation, Wasser oder wenigstens Wüsten hinwies, absolut gar nichts. Coruscant war durch und durch künstlich. Steril. Leblos. Wie eine Raumstation. Wie … der Todesstern.

Luke fragte sich ernsthaft, wie man an so einem Ort leben konnte. Wie konnte man dort überhaupt atmen? Der bloße Anblick dieses Pseudo-Planeten verursachte ihm ein seltsames Unbehagen, bei dem er nicht ganz unterscheiden konnte, ob es nun körperlicher oder geistiger Natur war. Er fühlte einen unangenehmen Druck in seinen Schläfen, der sich schnell in ein pulsierendes Pochen verwandelte. Kopfschmerzen … oder doch eher eine Art spirituelle Migräne?

Er schloss die Augen und suchte nach der Macht in sich, aber sogar sie fühlte sich hier eigenartig an, sonderbar unzugänglich, flüchtig und zerfasert wie zerrissene Spinnweben, die im Wind flatterten, durchzogen von etwas … Undefinierbarem ... Etwas, das sich langsam an ihn herantastete wie die Tentakel eines Tintenfischs ... kalt und schleimig ... das sich irgendwie um seinen Verstand zu wickeln schien … um dann plötzlich mit unerwarteter Kraft und Brutalität zuzupacken!

Luke gab unwillkürlich ein halbersticktes Keuchen von sich und Leia, ahnungslos und daher völlig unberührt von dem Angriff, dem er gerade ausgesetzt war, seufzte.

„Ja, es ist furchtbar, nicht wahr? Eine einzige ökologische Katastrophe – von dem Rest mal ganz abgesehen!"

Luke rang nach Atem, unfähig, irgendetwas zu sagen oder zu tun. Aber schon im nächsten Moment schloss sich etwas … Anderes wie eine eiserne Faust um ihn und riss ihn abrupt aus diesem unheimlichen mentalen Würgegriff heraus ... Etwas … Enormes, das ihn aus den trüben Gewässern des Eindringlings herausfischte wie ein Riese, der einen ertrinkenden Käfer aus einer schlammigen Pfütze rettete und ihn an den Ufern seines Daseins absetzte, völlig durchgeweicht und ziemlich aufgewühlt, aber immerhin unverletzt ...

„Kein bisschen Natur – außer in den Stadtparks. Und natürlich in den Gärten der Reichen! Alles andere ist zugebaut und zubetoniert von oben bis unten. Einfach schrecklich – auch wenn manche Leute das nicht einsehen können!", fuhr Leia fort und bedachte den imperialen Captain, der inzwischen neben ihr aufgetaucht war und so missbilligend auf sie herunter starrte, wie es mit seinem blasierten Gesicht nur möglich war, mit einem betont unschuldigen Augenaufschlag.

Luke, immer noch erschüttert von seinem Erlebnis, fuhr vorsichtig seine eigenen Fühler in der Macht wieder aus und fahndete unendlich behutsam nach dem Ursprung der Attacke…

Palpatine?!

… nur um unversehens auf eine unsichtbare Mauer zu stoßen, ein unmissverständliches …

LASS DAS! NICHT JETZT!

… das in seinen Kopf hineingerammt wurde wie ein Brückenpfeiler in einen felsigen Untergrund.

Er schwankte ein wenig, bis sich die Hand seines Vaters um seinem Oberarm schloss wie eine Stahlklammer, Stütze und Fessel zugleich.

„Jedes Stück Brot, das da unten gegessen wird, alles, was irgendwie angepflanzt und geerntet werden muss, muss erstmal importiert werden. Du kannst dir nicht vorstellen, wie abhängig die Bevölkerung davon ist."

Luke, der gerade Wichtigeres im Sinn hatte als die Versorgung von Coruscants Bewohnern mit so essenziellen Gütern wie Brot, antwortete nicht, was seiner Schwester aber nicht weiter auffiel. Auch sie hatte gerade Wichtigeres im Sinn.

„Tatsächlich könnte man ganz Coruscant mit einer gut organisierten Blockade und ein paar geschickt platzierten Minenfeldern in vier Wochen aushungern – mühelos! Ist es nicht so, Captain?", gurrte Leia.

Captain Garnett, der heute wirklich einen schlechten Tag hatte, musterte den aufrührerischen kleinen Satansbraten mit Todesverachtung, bevor er sich mit einem geringschätzigen Schnüffeln wieder abwandte. Dieses abscheuliche Rebellen-Weibsbild war allenfalls einen geschickt platzierten Blasterschuss wert, aber ganz bestimmt nicht seine Aufmerksamkeit …

Und so was war nun mit einer so immens bedeutenden Persönlichkeit wie Lord Vader verwandt – von diesem Teenager-Massenmörder an ihrer Seite ganz zu schweigen! Ach, womit hatte das Imperium, dieses Leuchtfeuer von Ordnung und Zivilisation inmitten der Finsternis von Chaos und Terror, so eine Heimsuchung verdient? Es war unbegreiflich!

Und Garnett stolzierte davon, bevor Admiral Piett ihn bemerkte, was nur dazu geführt hätte, dass er sich wieder so aufspielte wie vorhin und ihn völlig grundlos herunterputzte, dieser aufgeblasene wichtigtuerische … Gartenzwerg!

Selbst heimgesucht von düsteren Vorahnungen, sagte der Captain sich, dass seinem geliebten Imperium offensichtlich harte Zeiten bevorstanden.

Er ahnte nicht, wie Recht er damit hatte ...

E n d e

© 2023 by Nangijala


Liebe Fans,

um es mit Mon Mothmas Worten zu sagen (wenigstens so ungefähr ;-)):

Das hier ist nicht das Ende dieser Geschichte, es ist einfach nur das Ende von Endor. Die Abenteuer des Vader-Clans gehen natürlich weiter. Also habt ein wenig Geduld und haltet Ausschau nach der Fortsetzung, die schon in Arbeit ist.

Bis bald und möge die Macht immer mit euch sein.

Herzliche Grüße

Nangijala