Kapitel 38
unvollkommen
mit Schwächen, Fehlern oder Mängeln behaftet
Es war kurz nach sieben Uhr, als Draco mit seinem Besen am Quiddichfeld ankam. Er war der Erste. Hermione hatte gemeint sie würde immer erst um sieben Uhr aufwachen. Von dem her hatte er einen Vorsprung da er bereits knapp zwanzig Minuten früher aufwachte. Es war der Moment seiner Geburt. Der Moment an dem er siebzehn Jahre alt wurde. Auf die Sekunde genau.
Draco zog seinen Umhang enger um sich, da es noch ziemlich kalt war, hier oben ganz im Norden vor Schottland. Er musste gestehen er war gespannt auf Mallorca. Er hatte, wenn er ehrlich war, wenig Ahnung wo das lag. Irgendwo im Mittelmeer, aber wohl nah genug an Frankreich, um apparieren zu können. Hermione hatte den Weg geplant und er verließ sich drauf, dass es klappen würde.
Er musste nicht so lange warten, wie er befürchtet hatte, bis er Hermione durch das Schlosstor treten sah. Sie lief ziemlich schnell in seine Richtung und er legte einen Desillusionierungszauber über sich. Verborgen wartete er, bis sie in die Nähe kam, bevor er hinter sie schlich. Abgehetzt sah sie sich um und schien ihn zu suchen. Er wartete nicht lange und trat hinter sie.
„Hab ich dich", wisperte er und schlang einen Arm um sie, wobei er seine freie Hand auf ihren Mund legte um ihren Schrei zu dämpfen.
Sie zuckte zusammen, versuchte ihm ihren Ellenbogen in den Bauch zu rammen und wand sich. Draco musste fester zupacken und hielt sie unerbittlich fest. Bei Merlin er hatte vergessen, wie sie war, wenn sie sich wehrte. So feurig und wild und chancenlos. Er mochte ihre Bemühungen sich zu befreien. Wie sie einfach keine Chance gegen ihn hatte, weil er einfach ein Junge war und dazu noch mehr als einen Kopf größer als sie und deutlich muskulöser. Sie war nur weich und zart und niedlich und Draco wurde bei ihrem sich windenden Körper sofort hart. Fuck. Dabei hatte er seine Morgenlatte einfach unterdrückt und jetzt machte sie ihn wieder geil. Fuck. Und er hatte jetzt keine Zeit sie zu ficken. Sie hatten einen verdammt straffen Zeitplan. Nun, nur bis Mallorca dann würde er Zeit haben.
„Morgen mein kleines Schlammblut", wisperte er ihr ins Ohr und sobald sie den ersten Schreck überwunden hatte, hörte sie auf sich zu wehren. Als er sicher war, dass sie leise sein würde, nahm er die Hand von ihrem Mund.
„Bei Merlin, Draco! Spinnst du! Willst du das ich einen Herzinfarkt bekomme", fauchte sie ihn an. Ihr Puls raste, ihre Brust senkte sich schnell hoch und runter und sie funkelte ihn zornig an, obwohl sie ihn durch die Desillusionierung nicht genau sehen konnte.
„Du bist atemberaubend, wenn du so wütend bist. Da möchte ich dich am liebsten gleich ficken", teilte er ihr mit und griff nach ihrer Brust, um sie in seiner Hand zu massieren.
„Wir wollten doch möglichst früh in Mallorca sein, um zu schauen, ob das Ferienhaus leer ist", erwiderte sie, doch Draco hörte ziemlich genau, dass sie die Situation nicht kalt ließ. Sein süßes kleines Schlammblut war ebenso geil wie er. Leider hatte sie Recht. Was für eine Schande.
„Zu schade", wisperte er und ließ sie los. „Komm hier zum Besen. Wir müssen erstmal hier weg. Ich würde uns wieder bis nach Paris apparieren. Das sind zwei Sprünge."
„Okay", sagte Hermione noch immer leicht verärgert. Sie folgte ihm zu seinem Besen, der am Stadion lehnte und stieg hinter ihm auf. Jeder der sie wegfliegen sah würde davon ausgehen, dass sie allein war.
„Ich habe meinen Freunden eine Notiz hinterlassen, dass ich bei meiner Familie bin", erklärte sie ihm, während er über den verbotenen Wald raste.
„Gut, dann wird Weasley dich nicht suchen", antwortete Draco und lenkte den Besen Richtung Waldboden.
Sie landeten an der gleichen Stelle wie letztes Mal und Draco disapparierte sofort.
Sie kamen wieder an der Steilküste an und er nahm sich den Moment den Desillusionierungszauber aufzuheben. Er legte seinen Arm um das hübsche Mädchen an seiner Seite und drückte seine Nase in ihre wilden Locken. Sie roch wunderbar. Es half ihm sich für den nächsten Sprung zu konzentrieren. Mehrere Apparitionen hintereinander konnten gefährlich sein. Es bestand die Gefahr durch Konzentrationslücken zu zersplintern. Mehr als drei Sprünge hatte er nie hintereinander gemacht. Es war grauenvoll zu zersplintern. Er hatte es auf die harte Tour gelernt, als er versucht hatte vor dem Dunklen Lord zu fliehen. Nichts, was er wiederholen wollte.
Die nächste Apparation brachte sie nach Paris, bevor Hermione sie nach Marseille apparierte. Der Weg bis nach Mallorca war schon recht weit und allein würde Draco die Strecke ungern apparieren. Die Chance sich bei den vier Sprüngen zu zersplintern war ziemlich hoch.
Sie apparierten zwischen ein paar große Johannisbrotbäume und Draco spürte sofort, wie Wärme über ihn hereinbrach.
Es war schon ziemlich warm, obwohl es nicht mal acht Uhr morgens war. Das Mittelmeerklima war schon deutlich angenehmer als der hohe schottische Norden.
„Ich habe uns in unseren Garten appariert", erklärte Hermione und zog ihren dicken Mantel aus, den sie im kalten Schottland noch gebraucht hatte. Draco tat es ihr gleich.
„Glaubt ihr ihr habt was zu Essen im Haus?", wollte er wissen. So langsam machte sich sein Frühstückshunger bemerkbar.
„Ich denke nicht. Normalerweise kauft der Ferienhausverwalter für uns ein, wenn wir uns zu einem Besuch anmelden. Aber es weiß keiner das wir kommen. Von dem her dürfte der Kühlschrank leer sein."
„Kühlschrank ist so ein Muggelding, oder?", fragte Draco irritiert der mit diesem Wort nichts anfangen konnte.
„Ähm, ja", sagte Hermione und sah etwas belustigt aus. „Darin wird Essen kalt gehalten damit es nicht verdirbt. Muggel benutzen es anstatt Kühlzaubern."
Draco kommentierte es nicht weiter. Er hatte kein Interesse an Muggeldingen. Er glaubte nicht, dass es jemals für ihn relevant sein würde. Hermione ging an ihm vorbei, nicht ohne ihm noch einen belustigen Blick zuzuwerfen und Draco verdrehte genervt die Augen.
Sie traten zwischen den Bäumen hervor und nicht weit von ihnen entfernt konnte Draco ein Haus erkennen. Es war keine kleine Ferienhütte, sondern ein ziemlich großes Haus. Es war aus hellbraunem Sandstein gebaut und als sie um das Haus herumgingen bemerkte Draco, dass es wohl ummauert war und ein großes Tor den Weg zur Straße versperrte. Hermione öffnete die Tür mit einem Alohomora und Draco folgte ihr hinein. Der Blick, der sich ihm bot, war mehr als atemberaubend. Direkt gegenüber der Eingangstür lag eine große Fensterfront, die den Blick auf einen großen Swimmingpool freigab. Dahinter erstreckte sich das Meer. Sie mussten auf einer Klippe sein, denn hinter dem Blau des Swimmingpools war nur noch das Blau des Himmels und des ruhigen Meeres zu sehen. Das war eindeutig ein ziemlich schönes Ferienhaus. An den Ausblick könnte er sich gewöhnen.
Draco sah sich um und bemerkte, dass Hermione etwas auf einer kleinen weißen Box eingab.
„Ich habe die Alarmanlage ausgeschaltet. Nicht das der Hausverwalter vorbeikommt."
Hermione trat neben ihn und folgte seinem Blick aufs Meer.
„Ziemlich schöne Aussicht", lobte Draco.
„Ja. Ich war als Kind sehr oft hier."
Draco warf ihr einen nachdenklichen Blick zu. Sie sah seltsam wehmütig aus, wie sie aus dem Fenster sah.
„Komm, wir können schauen ob es etwas zu essen gibt", sagte Hermione und bedeutete ihm zu folgen.
Draco hatte wenig Ahnung von Muggeläusern. Wenn er ehrlich war, war es das erste Mal, das er in einem war. Es gab viel Licht und große Fensterfronten. Der Boden war aus hellbraunem Marmor und generell war alles sehr hell eingerichtet.
Draco ließ den Ort auf sich wirken und kam zu dem Entschluss, dass das kein Haus von armen Menschen war. Aus was für Verhältnissen Hermione auch immer kam. Ihre Familie war keinesfalls Arm. Das sah man dem Haus an. Auch wenn es Muggeln gehörte.
Hermione kramte in den Schränken in der Küche herum und begann ihm die Muggelgeräte zu erklären. Draco war nicht wirklich daran interessiert. Aber es schien ihr Spaß zu machen, also ließ er sie machen. Zumindest schien etwas essbares bei ihren Erklärungen zu entstehen. Sie hatte irgendwas Gefrorenes aus einem ziemlich kalten Fach geholt und in ein anderes Fach geschoben, das nun leuchtete. Sie nannte es einen Backofen. Hermione schüttete noch etwas in einen Topf und stellte diesen auf eine schwarze Fläche. Es sah seltsam aus und einen Moment fragte Draco sich wie diese schwarze Fläche denn warm sein konnte wie sie es behauptete. Das ging eigentlich nur mit Magie und Feuer. Neugierig kam er näher und begutachtete den Herd wie sie es nannte.
Eine Muggelküche war durchaus spannend musste Draco zugeben und als er den Kühlschrank inspizierte und er tatsächlich kalt war, fragte er Hermione wie das funktionierte. Nur leider wusste sie es nicht. Sie meinte für sie war es immer selbstverständlich gewesen das der Kühlschrank am Strom angeschlossen war und dann funktionierte. Wie genau der Kühlschrank kalt machte ohne Magie, darüber hatte sie nie nachgedacht.
Draco konnte nicht umhin sie dafür etwas zu necken und mit dem Hintergrund, dass sie vielleicht noch mehr Wissenslücken hatte, fand er Muggelsachen plötzlich doch ganz interessant. Es war interessant zu wissen, dass es Dinge gab von denen sie keine Ahnung hatte und die Muggel benutzten. Irgendwie beruhigte ihn der Gedanke
Gedankenverloren stand Hermione vor dem Fenster und blickte auf den Swimmingpool. Draco hatte den Fernseher entdeckt und entgegen all seiner Beteuerungen das Muggelsachen unnütz und blöd waren, zappte er jetzt ziemlich neugierig durch die Programme.
Hermiones Blick blieb an einem der Sonnenstühle haften. Er sah etwas anders aus als die anderen. Ihr Cousin war nachts einmal betrunken darüber gestolpert und Hermione die im Wohnzimmer gesessen hatte war so erschrocken, weil sie dachte es wäre ein Einbrecher, dass sie ihn ausversehen verhext hatte. Der Liegestuhl war zum Leben erwacht und hatte ihren Cousin verprügelt, bis er plötzlich mitten in der Bewegung eingefroren war, als Hermione das Licht angemacht hatte. Jetzt waren die Lehnen unterschiedlich hoch und keiner hatte es sich erklären können. Also hatten ihre Eltern beschlossen, dass die Hitze für die Deformation verantwortlich war.
„Bist du das?", wollte Draco wissen und Hermione schrak zusammen, als er plötzlich neben ihr stand. Er hatte ein Foto in der Hand. Es zeigte sie mit ihren Großeltern. Damals war sie nicht älter als sechs gewesen und sie lächelte ein fürchterliches Lächeln mit ihren viel zu großen Vorderzähnen, die sie immer so gehasst hatte. Trotzdem waren es glückliche Zeiten gewesen, in denen man einem kleinen Kind noch erlaubt hatte, imaginäre Freunde zu haben und überall Magie zu sehen.
„Ja. Das sind meine Großeltern väterlicherseits. Ihnen gehört auch dieses Haus. Sie leben in London, sind aber oft und gerne hier. Großvater meinte immer das Wetter auf Mallorca wäre so viel milder als im kalten nassen England."
„Muggelbilder sind schon seltsam", sagte Draco nachdenklich und strich über das Foto, auf dem sich niemand bewegte. „Wie ein Augenblick festgehalten für die Ewigkeit. Die Personen auf den Bildern können sich nichtmehr verstellen oder vor den Augen anderer flüchten. Seltsam."
„Ich finde Zauberbilder bis heute noch seltsam. Warum sollte ich ein Bild von etwas haben, wenn die Menschen, die darauf sind, dauernd weg sind und ich sie nicht betrachten kann. Wie willst du jemals ein Bild von einer fotoscheuen Person machen. Sie flüchtet doch immer aus dem Foto."
„Jedes Zauberbild hat einen Charakter", antwortete Draco schulterzuckend.
„Und jedes Muggelbild hält einen Moment fest."
Draco nickte nachdenklich, bevor er sich wieder entfernte und das Bild zurück in den Wohnzimmerschrank stellte. Hermione folgte ihm und ließ ihren Blick über die vielen Familienfotos schweifen. Es war eine Sammlung von Urlaubsfotos, die hier über die Jahre entstanden waren.
„Alles Familienmitglieder?", wollte Draco wissen.
„Fast alles", antwortete Hermione. Sie deutete auf ein Foto, das drei junge Männer zeigte. „Mein Vater hat zwei Brüder. Er ist der Mittlere von ihnen. Das ist Onkel Jacob der älteste und das ist der jüngste Onkel John."
Hermione nahm ein anderes Bild in die Hand und sah es an. Es war das Hochzeitsbild ihrer Eltern. Sie hatten hier auf Mallorca gefeiert.
„Mein Vater und meine Mutter haben sich beim Medizinstudium kennengelernt. Mutter leitet jetzt die Dentalklinik in London allein, während Vater seit letztem Jahr vermehrt Vorstandsaufgaben übernehmen muss. Großvater hatte letztes Jahr einen Herzinfarkt und ist seitdem nichtmehr so fit. Deshalb ist mein Vater jetzt immer mehr mit eingebunden."
„Was für eine Firma hat deine Familie?", wollte Draco wissen.
„Wir sind Hauptanteilseigner einer großen Krankenhauskette. Muggel haben nicht nur ein Krankenhaus musst du wissen. Wir haben mehrere und viele Krankenhäuser in England gehören meiner Familie. Auch die Klinik die meine Mutter leitet. Sie sind alle in einem Dachverband organisiert, dem meine Familie als Vorstand verwaltet und organisiert. Von jedem von uns wird erwartet, dass er irgendwann ins Familienunternehmen einsteigt und seinen Teil beiträgt."
Hermione spürte, wie sich alles in ihr versteifte. Über ihre Familie nachzudenken, über die Erwartungen nachzudenken und wie wenig sie sie erfüllen wollte, bereitete ihr Bauchschmerzen. Schon jetzt gab es immer Streit deswegen, wenn sie nach Hause kam. Weil sie eine Hexe war und weil sie nicht in einem Muggelkrankenhaus arbeiten wollte, bis sie irgendwann in Muggelvorstandsmeetings sitzen würde. Es war nichts, was sie tun wollte. Sie wollte frei sein. Frei eine Hexe zu sein und nicht jeden Tag von ihrer engstirnigen Familie umgeben.
„Ihr seid reich", stellte Draco trocken fest und Hermione schnaubte verächtlich. Ja, sie waren reich. Natürlich waren sie reich. Aber Geld und Reichtum machten nun mal nicht glücklich.
„Wir haben viele Ferienhäuser in vielen Städten. Wir haben mehr Geld in Immobilienvermögen als wirklich auf dem Konto. Ich kann dir nicht sagen wie viel Geld meine Familie besitzt. Ich weiß nicht mal wieviel mein Vater monatlich auf sein Konto überweißt als Gehalt. Aber ich weiß, dass es so viel ist, dass ich nie darüber nachdenken musste, ob wir uns etwas leisten können oder nicht. Geld hat in meinem Leben nie eine Rolle gespielt, es war immer selbstverständlich."
Draco nickte. „Ich verstehe. Ich kenne das Gefühl. Man denkt nicht darüber nach. Man weiß nur, dass es mehr ist als andere haben."
Hermione musste unwillkürlich Lächeln. Sie waren beides Kinder aus reichem Haus.
„Vielleicht verstehe ich jetzt, warum du so anders bist. Anders als die anderen Mädchen."
„Du meinst nur weil ich reich bin?", wollte Hermione ärgerlich wissen.
„Es ist nur ein Aspekt, oder? Alle sehen einen anders an. Behandeln einen anders, wenn sie wissen, dass man reich ist. Sie erwarten von uns mehr als von normalen Kindern. Als müssten wir beweisen, dass wir diesen Reichtum auch verdient haben, in den wir hineingeboren wurden. Da ist die Verantwortung, der Druck, den die Familie oder vor allem auch wir selbst uns machen. Es ist der Gedanke immer den Anforderungen entsprechen zu müssen. Nicht versagen zu dürfen. Immer der Beste sein zu müssen. Es ist kein Gedanke, der mir so fremd ist."
Draco sagte es so neutral. Aber vielleicht gerade diese neutrale unleserliche Mine sprach Bände darüber, wie seine Kindheit gewesen war. Hermione hatte mit Absicht nie durchblicken lassen aus was für einer Familie sie kam. Keiner auf Hogwarts wusste davon. Neben Rons armer, aber herzlicher Familie war sie sich immer schlecht vorgekommen. Sie war sich heuchlerisch vorgekommen reich zu sein, wo seine Eltern das Geld für jeden Umhang hatten zusammenkratzen müssen. Sie hatte ihn nie so sehr mit der Nase darauf stoßen wollen, wie unterschiedlich sie waren, aus Angst er könnte sie dafür ablehnen. Jetzt gab es einen, der es wusste. Nur Draco wusste es und vielleicht konnte er sie, von allen auf Hogwarts, am ehesten verstehen.
„Atelophobie", sagte Hermione bitter und stellte das Bild zurück ins Regal. Draco trat hinter sie und legte einen Arm um ihre Hüfte. Sie spürte seinen Körper dicht an ihrem und es fühlte sich so unerwartet gut an.
„Was bedeutet das?", wollte er wissen.
„Es ist die Angst vor Unvollkommenheit. Die Angst niemals gut genug zu sein. Als wir in unserem dritten Schuljahr Irrwichte durchgenommen haben, war meine größte Angst durch alle Prüfungen durchgefallen zu sein. Die Angst zu versagen, nicht gut genug zu sein, eine Hexe zu sein. Es war wie ein Schlag in die Magengrube, weil ich dachte, indem ich bewiesen hatte, dass ich nicht verrückt war. Das es wirklich Magie gab, ich auch allen Psychoanalysen von mir entkommen war. So, als hätte ich gegen sie gewonnen. Atelophobiie war eine dieser Diagnosen. Sie äußert sich in krankhaftem Perfektionsdrang."
„Man wird bei jedem Menschen eine Störung finden, wenn man danach sucht. Perfekt sein zu wollen erscheint mir etwas vollkommen normales zu sein", sagte Draco sanft und sein Daumen zog kleine Kreise an ihrer Taille.
„Egal wie sehr ich es versuche, ich kann nie perfekt sein", sagte Hermione verzweifelt und drehte sich zu Draco um, um ihn anzusehen. „Manchmal wache ich nachts auf, weil ich glaube etwas nicht perfekt gemacht zu haben. Dann stehe ich auf und muss es nachlesen oder erledigen, bevor ich wieder schlafen kann. Es gab Zeiten da hat es mich davon abgehalten zu schlafen. Aber egal wie gut ich in der Schule bin. Egal wie herausragend alle meine Leistungen sind. Ich werde immer muggelstämmig sein und das ist in der Zaubererwelt ein Makel!"
Hermione bemerkte wie sich Dracos Mundwinkel vor Belustigung verzogen und kalte Wut sammelte sich in ihrem Bauch. Wie konnte er es wagen darüber zu lachen!
„Für eine muggelstämmige Hexe kommst du der Perfektion schon verdammt nahe", teilte er ihr mit und strich ihr zärtlich über die Wange.
„Aber ich kann es nicht sein. Nicht so lange die Zaubererwelt so ist, wie sie ist. Mit ihren Vorurteilen und ihrem Rassismus, kann ich nicht perfekt sein. Deshalb muss sich die Zaubererwelt ändern. Bis Schlammblut kein Schimpfwort mehr ist und der Begriff Magebob etwas ist, das sich nicht nur in Geschichtsbüchern findet. Mein Blut macht mich unvollkommen egal in welcher Welt ich mich bewege. Aber ich kann mein Blut nicht austauschen, deshalb muss ich die Welt so anpassen bis ich stolz darauf sein kann ein Schlammblut zu sein!"
„Ein bezauberndes Schlammblut", sagte Draco ernst und sah sie versonnen an, bevor sich sein rechter Mundwinkel belustigt hob. „Ich würde dir sagen, dass das reiner Wahnsinn ist und absolut unmöglich. Aber irgendwie hast du es geschafft selbst mich zu bezaubern. Ich werde gespannt darauf warten, wie du die Welt deinen Vorstellungen beugst."
„Mach dich nicht darüber lustig!", fauchte Hermione aufgebracht. Doch Draco legte seine Hand an ihre Wange und fuhr mit seinem Daumen über ihre Lippen.
„Niemals", versprach er und beugte sich runter um sie zu küssen. Geschickt schob er seine Zunge in ihren Mund und küsste sie so verlangend, dass sie nicht anders konnte als ihre Arme um ihn zu schlingen und den Kuss zu erwidern. Hitzig küsste sie ihn, legte ihre ganze Wut ihre Verzweiflung in ihren Kuss, doch er spülte es einfach hinfort. Verwandelte die Wut in etwas anderes. Etwas Wärmeres, etwas Schönes.
Sie spürte seine Hände an ihrem Hintern und als er sie anhob, lehnte sie sich auf ihre Arme und zog sich an ihm hoch. Er hielt sie fest und trug sie zum Sofa. Einen Moment später legte er sie ab und beugte sich über sie. Seine Lippen wanderten über ihr Kinn bis zu ihrem Hals und knabberten sanft an ihrer empfindlichen Haut.
„Meine perfektionssüchtige kleine Hexe", neckte er sie mit rauer Stimme. Hermione musste lächeln. Sie wusste nicht, warum sie sich gut fühlte, wenn er das sagte. Vielleicht weil es sich so liebevoll anhörte. Sie berührte Dracos Gesicht und er ließ von ihr ab. Folgte ihrer sanften Berührung und sah sie wieder an.
Sie hatte sich oft genug mit ihm verglichen. Seit sie auf Hogwarts war, war er immer sowas wie ein Konkurrent gewesen. Nicht, dass sie es irgendwem gegenüber eingestanden hätte. Es war kein Geheimnis, das die Malfoys reich waren und Draco hatte mit ihr immer um die besten Noten konkurriert. Der Vergleich war naheliegend. Und sie war besser als er. Sie hatte ihn geschlagen. In jeder verdammten Prüfung jedes Jahr. Außer in den Zaubertränke ZAG und in Verteidigung gegen die Dunklen Künste. Trotzdem hatte er sich nicht einschüchtern lassen. Nie. Aus irgendwelchen Gründen, die sie nicht verstand, konnte er darüberstehen, dass sie besser war als er. Er entzog sich ihrem Vergleich. Als wäre er etwas Besseres. Als würde er darüber stehen sich mit irgendjemandem zu vergleichen. Es war dieser Aspekt seiner Persönlichkeit, der das wahre Ausmaß seiner Arroganz beinhaltete.
„Hattest du nie Angst zu versagen?", fragte Hermione und versuchte sein Gesicht zu ergründen.
Draco schnaubte und legte sich neben sie. Hermione wandte sich etwas zu ihm um und sie lagen nun ganz nah nebeneinander auf dem großen Sofa.
„Natürlich hatte ich schon Angst zu versagen. Im letzten Jahr mehr als alles andere. Aber es beherrscht mich nicht." Das letzte Jahr war für ihn ein einziger Kampf mit der Panik gewesen. Er hatte schwache Momente gehabt, in denen er den Kopf verloren hatte. Hatte sich von der Angst überwinden lassen. Aber letztendlich stand sein Plan.
Nachdenklich strich Draco Hermione eine Haarsträhne hinter das Ohr und ließ seinen Daumen über ihren Wangenknochen gleiten.
„Du musst wissen, dass der Gedanke ich könnte etwas nicht haben oder etwas nicht schaffen mir niemals gekommen ist, bevor ich nach Hogwarts kam. Ich war ein verdammt verwöhntes behütetes Kind. Klar, mein Vater war immer streng, mein Großvater noch mehr. Sie hatten genaue Vorstellungen wie ein Sohn sein sollte. Besonders nachdem mein Bruder weg war. Aber meine Mutter hat mich sehr verzogen. Erst in Hogwarts musste ich lernen, dass sich die Welt nicht nur um mich dreht", gestand Draco ein und die Erkenntnis war eine bittere Niederlage gewesen.
Die erste Person, die ihm jemals etwas ausgeschlagen hatte, was er hatte haben wollen, war Potter gewesen. Harry Potter hatte seine Freundschaft ausgeschlagen und es war seine erste Berührung mit der Realität gewesen. Einer der Gründe, warum er Potter nicht leiden konnte.
„Sicher, dass du das begriffen hast?", neckte Hermione mit einem Grinsen und jetzt musste auch Draco grinsen. „Verwechsle das eine nicht mit dem anderen, meine süße kleine Hexe. Ich denke noch immer, dass ich alles haben kann, was ich nur will. Ich muss es nur versuchen. Ich bekomme immer was ich will, wenn ich danach verlange."
„Das ist ganz schön arrogant von dir."
Draco konnte sich ein zynisches Lächeln nicht verkneifen. „Ich bin ein Malfoy. Wir sind von Natur aus arrogant."
Er beugte sich vor, um ihre süßen Lippen nochmals in Beschlag zu nehmen. Er drängte sie wieder auf den Rücken und brachte sein Gesicht nah über ihres.
„Außerdem hat es doch funktioniert, oder? Ich habe mir ziemlich übergriffig dieses hübsche Mädchen hier unter mit geholt. Habe ihr dreiste unmoralische Angebote gemacht und sie hat sich mir hingegeben. Niemals würde ich hier sein, wenn ich nicht die Arroganz besitzen würde mir einfach alles zu nehmen, was ich will."
„Ich sollte dich nicht auch noch dafür belohnen", tadelte Hermione belustigt.
Draco lachte leise und zufrieden bevor er seine Lippen sanft über ihre Wange streichen ließ. Sie ließ ihn gewähren.
„Aber du magst das doch gerade an mir", wisperte er ihr zu. „Du magst diesen arroganten Kerl, der sich einfach nimmt was er will, weil du es nicht kannst. Weil du dich mit deinen Selbstzweifeln und deiner Moral herumschlägst, obwohl du eine verdammt perfekte Frau bist."
Sie sah ihn an, schien mit sich zu ringen und er wusste, dass er Recht hatte.
„Ich will dich", sagte Hermione und sah einen Moment was ängstlich aus. Als würde er sie zurückweisen. Er war doch kein Idiot. Wie könnte er sie zurückweisen.
„Hier an diesem Ort. An dem es kein Gestern und kein Morgen gibt. Hier, wo wir einfach nur wir selbst sind. Wenn es die Möglichkeit gibt, dann hier", antwortete Draco und er fühlte sich tatsächlich so, als wäre es möglich. So als hätte sie ihn irgendwie verhext. Er hatte es Zabini gesagt. Er könnte überall sein und jede haben, aber er war bei ihr und er wollte nur bei ihr sein.
Sie nickte fast etwas schüchtern. Dann beugte sie sich hoch und legte ihre Lippen auf die seinen. Er ließ es zu. Ließ zu, dass sie den Kuss bestimmte. Das ihre zarten sanften Finger in seine Haare fuhren und ihn zaghaft tiefer drückten. Das ihre Zunge vorsichtig in seinen Mund glitt und er war sich nicht sicher, ob sie sich jemals so geküsst hatten. Ob er ihr jemals so viel Kontrolle über einen Kuss zugestanden hatte. Aber noch während er darüber nachdachte, entglitten ihm die Gedanken und dann war da nur noch sie. Sie und all diese sanften schönen Berührungen die viel zu viele Empfindungen in ihm auslösten, als das er noch über irgendwas nachdenken konnte.
Nachwort (Achtung Überlänge. Lesen auf eigene Gefahr!):
Es gibt zwei Aspekte in diesem Kapitel auf die ich eingehen möchte. Aspekt eins ist Hermiones Irrwicht im dritten Schuljahr. Ich denke es sagt viel über sie aus. Oder es hat das Potential viel über sie auszusagen. Ihr bester Freund wird von einem Massenmörder gejagt, sie benutzt Zeitmagie die sehr gefährlich ist und Seidenschnabel soll hingerichtet werden. Aber ihr größtes Problem, ihre größte Angst ist, durch alle Prüfungen zu fallen. Vielleicht habe ich Prüfungen nie ernst genug genommen, aber es hat dieses Gryffindor-Mutige Mädchen dazu gebracht, ihre Prüfung nicht abschließen zu können. Hier war meine Interpretation dieses Aspekts. Es ist die Angst als Hexe nicht gut genug zu sein. Nicht Teil der magischen Welt sein zu können. Die größte Angst von Hermione Granger, nicht dazuzugehören. Unter diesem Aspekt interpretiere ich auch das Verschweigen des Reichtums ihrer Familie. Was mich zu Aspekt zwei dieses Nachworts führt.
Warum habe ich Hermiones Familie genau so und nicht anders aufgebaut. Das ist etwas, was sich bestimmt viele gedacht haben. Es ist kein klassischer Hermione Hintergrund. Es hat einen einfachen Grund. Ich wollte dieses Klischee reicher Kerl und armes Mädchen aus dieser Geschichte rausnehmen. Natürlich ist Hermiones Familie in keiner Interpretation arm. Als Ärzte gehören sie mindestens der gehobenen Mittelschicht an. Aber der Unterschied ist trotzdem gewaltig.
Dracos Hintergrund ist klar und unumstößlich. Seine Familie, seine Herkunft stehen fest. Es ist zu viel aus den Büchern bekannt, um daran etwas zu ändern. Der Reichtum der Malfoy Familie ist ein Teil seines Charakters und ohne ihn wäre er ein anderer Mensch. Es ist also nichts, an dem ich drehen kann. Zu Hermiones Familie ist allerdings nichts weiter bekannt, als dass sie Zahnärzte sind, dass sie Urlaube in Frankreich machen und Ski fahren und das Hermione ungern bei ihnen ist. Sie ist immer noch vor Harry bei den Weasleys zu Besuch und schließlich belügt sie ihre Eltern im fünften Band, dass sie in der Schule bleiben müsste, um zu lernen, während sie in den Grimmauldplatz fährt. Wie auch immer ihr Verhältnis zu ihren Eltern ist. Es ist nicht gut. Denn kein Kind, das seine Eltern anlügt, um zu einer Widerstandsgruppe in einem beginnenden Bürgerkrieg zu reisen, kann ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis zu seinen Eltern haben. Ich bin für Gegenargumente offen, aber meine Meinung dazu steht erstmal fest.
Doch sonst ist praktisch nichts über Hermiones Familie bekannt. Es ist nicht bekannt, was für Zahnärzte sie sind, ob sie selbstständig oder angestellt sind. Es ist nicht bekannt, wo sie leben, nicht mal wie sie heißen. Sie sind sehr blasse Gestalten in der sonst so detailliert ausgeschmückten Welt von Harry Potter. Über kaum ein Elternteil von Hauptcharakteren ist weniger bekannt. Sogar Nevilles und Lunas Eltern hatten mehr Auftritte als Mrs und Mr Granger die im zweiten Band einmal kurz durch die Winkelgasse laufen durften, um einem Streit zwischen den Malfoys und den Weasleys beizuwohnen.
Deshalb habe ich mir die Freiheit genommen Hermiones Familie kreativ zu interpretieren, ohne die Geschichte zu sehr von den Büchern abweichen zu lassen. Es ist noch immer möglich den Bogen zum Canon zu schlagen.
Es gibt noch einen ganz einfachen Grund, warum ich dieses Klischee reicher Mann/arme Frau aufbrechen wollte und ich habe lange überlegt, ob ich den hier nennen soll oder nicht. Jeder der ein Shitstorm-Gen in sich trägt bitte nicht weiterlesen. Aber diese ganze Geschichte ist sowieso schon eine Provokation in ihrer Darstellung von Sexualität. Also warum hier nicht auch mal das Kind beim Namen nennen.
In vielen einfach gestrickten Dramione FF's ist Hermione schlicht und ergreifend ersetzbar. Sie hat Muggeleltern, über die man wenig weiß und wenn sie auftauchen, sind sie irgendwie liebevolle Eltern, die sehr stolz auf ihre magisch begabte Tochter sind, obwohl sie mit der Zaubererwelt etwas fremdeln. Vielleicht sind es Eltern, die alle von uns irgendwie als normal empfinden. Hermione ist mit Harry und Ron befreundet, das ist gesetzt und sie ist eine regeltreue Streberin. Auch das ist meistens so. Es passt gut, weil viele von uns die FF's lesen und schreiben wahrscheinlich irgendwie aus dem Bereich des Bildungsbürgertums kommen und es bei uns viele kleine Streberinnen gibt. Hermione ist meistens ein unscheinbares, streberhaftes, uncooles Mädchen und eine einfache Identifikationsfigur. Das macht es für Leserinnen und ich sage eindeutig Leserinnen, einfach, sich in sie hineinzuversetzen. In ihre Sorgen, ihre Ängste und ihre Gefühle für Draco Malfoy. Den einzigen reichen Erben einer strengen elitären Familie. Er ist meistens irgendwie gutaussehend, reich, schnöselig, unerreichbar, ein Bad Boy mit einem soften Kern und ganz vielen Problemen, die die Heldin in dem Fall Hermine zu lösen hat. Durch ihn wird sie dann irgendwie besonders, attraktiv und entkommt ihrem Strebersetting. Es ist einfach, das zu schreiben, denn das gibt das Setting in Harry Potter einfach vor. Ich nehme mich da auch nicht ganz raus. Das ist der Reiz dieses Pairings. (Plus Romeo & Julia Effekt, wobei ich den mehr im Pairing Draco X Ginny sehe)
Dramione ist das Klischee weiblicher, gut bürgerlicher Aufstiegsfantasie gepaart mit dem ersten Funken an beginnender Emanzipation. Ich fand es geradezu passend, dass Emma Watson nicht nur Hermione Granger, sondern auch Belle in Die Schöne und das Biest gespielt hat. Es ist die gleiche Geschichte. Das hübsche, unscheinbare, gebildete Mädchen, dass den bösen Prinzen rettet, der seine Fehler so wahnsinnig bereut, um ihn dann zu heiraten, eine Prinzessin zu werden und glücklich zu sein bis ans Ende ihrer Tage. Sogar der böse Gaston findet in Ron seine Rolle. Sorry, aber findet bitte das Argument, um mir zu widersprechen.
Aber Hermione kann vielleicht auch mehr als das sein. Sie ist die tragische Heldin ihrer eigenen Geschichte. Einer Geschichte die nicht ersetzbar ist, durch jede von uns. Ich wollte ihr mehr Hintergrund geben. Ihr Charakterdesign in den Büchern lässt das zu. Auch die Prinzessin darf individuell, einzigartig und unwiderstehlich sein. Sie darf die Prinzessin ihres eigenen Königreichs sein und dem Prinzen auf Augenhöhe begegnen. Sie darf ihn verführen, manipulieren und willenlos machen, genauso wie er es mit ihr tut. Am Ende der Geschichte werde ich sehen, ob es mir gelungen ist, sie nach meinen Vorstellungen zu zeichnen.
Um also den Schwenk zum Anfang des Nachworts zu bekommen. Dieser Aspekt. Der Aspekt des Vermögens, ist der erste einfachste und offensichtlichste von allen, um sie in diesem Märchen Prinz und Prinzessin sein zu lassen. Er ist vor allem für Draco wichtig. Denn es hebt Hermione für ihn in einem nicht ganz unerheblichen Aspekt auf die gleiche Stufe. Denn in einer nicht perfekten Welt und die Welt ist nun mal nicht perfekt, spielt Geld immer eine Rolle. Die meisten Streitigkeiten in Ehen sind wegen Geld. Die meisten gesellschaftlichen Streitigkeiten sind wegen Geld und jeder wird einen Menschen der ein paar Millionen auf dem Konto hat immer anders begegnen, als einem der jeden Tag normal zu einem gut bezahlten Job fährt. Es ist nun mal eine Tatsache, dass Geld eine Rolle spielt und die Aussage: Geld hat in meinem Leben bis jetzt nie eine Rolle gespielt sagt sehr viel über die Rolle von Geld aus. Es bedeutet sich darüber bewusst zu sein in welcher Gesellschaftsschicht man angesiedelt ist. Ich wollte ihnen finanzielle Gleichstellung ermöglichen. Sie haben genug andere Aspekte, die deutlich spannender, ambivalenter und problemreicher sind, um ihre Dynamik spannend zu halten. Deshalb habe ich sie gleichgestellt oder, um die Worte in der FF zu wiederholen. Sie sind beides Kinder aus reichem Haus.
Ich bin ehrlich, ich weiß noch nicht, ob Hermione Draco retten kann. Denn ich habe noch keine Lösung für sein Problem. Ich weiß nicht mal, ob es eine Lösung gibt. Ich weiß auch nicht, ob Draco Hermione retten kann. Denn es gibt keine Lösung für ihr Problem. Wenn es eine Lösung gebe, dann hätten wir deutlich weniger Probleme in der Welt.
Jetzt aber genug des Nachworts. Bis zum nächsten Kapitel.
LG
Salarial
