Jahr 1

Kapitel 16 - Vertrauen

Am Ende der Osterferien spazierte Amina ein wenig über die Ländereien, als sie auf Minerva, Filius, Pomona und Charity traf. „Amina, schön Sie zu sehen. Wir wollten in die Drei Besen. Wollen Sie sich uns anschließen?", fragte Charity sie mit einem Lächeln. Seit den Anschuldigungen von Lion hielten sich die Lehrkräfte bei ihr etwas zurück, umso mehr überraschte sie dieses Angebot. Auch Severus, mit dem sie sich immer gut verstanden hatte und den sie mehr als nur ein bisschen mochte, mied sie. Es machte sie traurig und einsam. Gerade ihm hätte sie zugetraut, dass er sich nicht von ihr fernhielt. Sie vermisste die Unterhaltungen mit ihm.

„Gerne.", sagte sie und schloss sich der kleinen Gruppe an. Ein wenig Abwechslung tat ihr bestimmt gut. Sie war in letzter Zeit viel zu oft in ihren Gedanken an den Tränkemeister und den Vorfällen bei der Lehrkräftekonferenz versunken.

Im Drei Besen war nicht viel los und sie setzten sich an einen der Tische in einer Ecke. „Wie geht es Ihnen, Amina? Jetzt, wo Lion weg ist.", fragte Filius sie. „Es erleichtert mich, zu wissen, dass unsere Schülerschaft wieder sicher ist. Sie wegen so etwas in Gefahr zu bringen ist unverantwortlich. Allerdings beunruhigt mich noch mehr, dass er unter einem Fluch stand. Wer weiß, wer dahintersteckt.", antwortete ihm Amina ehrlich. „Das waren schlimme Anschuldigungen gegen Sie.", stellte Pomona fest. Amina nickte schweigend.

Bevor noch jemand etwas sagen konnte, gesellte sich Madame Rosmerta zu ihnen. „Haben die Herrn und Fraun Professoren von Hogwarts Ausgang?", fragte sie die Runde. So entstand eine kleine Runde Smalltalk, aus der Amina sich so gut wie möglich heraushielt. Schlussendlich bestellte sie einen Kürbissaft und die anderen Goldlackwasser, Feuerwhisky und Butterbier.

„Trinken Sie keinen Alkohol?", fragte Minerva sie überrascht. „Ich trinke niemals Alkohol. Die Gefahr, dass meine Legilimentik-Fähigkeiten ein Eigenleben bekommen, ist zu groß.", erklärte sie mit ruhiger Stimme. Ihr war es einmal passiert, dass sie angetrunken einem Mann die Erinnerungen verändert hatte. Er glaubte danach, er sei ein Hühnchen. Sie hatte Wochen gebraucht, das wieder zu richten. Seitdem hielt sie sich von Alkohol, selbst von so kleinen Mengen wie in Butterbier, fern.

„Diese Fähigkeit ist für Sie fast schon Segen und Fluch zugleich." Filius sah sie mitleidig an. „Ja, das ist sie. Seitdem ich sie kontrollieren kann, ist es jedoch um einiges angenehmer geworden. Zudem habe ich einige Vorteile. So kann ich niemals zu etwas gezwungen werden. Der Imperius-Fluch zum Beispiel ist bei mir absolut wirkungslos. Aber ich muss immer mit den Gefühlen und Gedanken der Menschen um mich herum leben. Es ist manchmal schwer, meine Eigenen unter den vielen zu erkennen.", gestand Amina und nahm einen Schluck ihres Getränkes.

Ihre Zuhörenden nickten bedächtig. „Da können wir ja richtig froh sein, dass Sie keiner dieser Todesser sind.", lachte Pomona. „Ich meine, nicht auszudenken, wenn es anders wäre." Amina musste schmunzeln. „Ja, es ist nicht so, dass meine Eltern nicht versucht hätten, mir ihre Überzeugungen näher zu bringen. Ich konnte jedoch nie viel mit diesen anfangen und fand es barbarisch, wie sie mit den Muggeln umgegangen sind. Ich hätte mich ihnen nie angeschlossen.", erklärte Amina entschlossen. „Das hören wir gerne.", lächelt Minerva.

„Hat Albus eigentlich schon eine Nachfolge für das nächste Trimester gefunden?", fragte Filius an Minerva gewandt. „Ja, hat er. Ronald Flips. Er war lange Zeit Auror und ist schon einige Jahre im Ruhestand. Er wird die Zeit überbrücken. Nächstes Jahr übernimmt Quirinus Quirrell die Stelle.", erklärte die Angesprochene. „Quirinus Quirrell, mein Vorgänger?", fragte Charity interessiert. „Genau der. Er war ein Jahr auf Studienreise im Ausland und hat sich jetzt auf die Stelle beworben.", bestätigte Minerva. „Ein aufgeweckter Kollege.", nickte Filius.

„Weiß man auch schon, wie es mit Lion weitergeht?", wollte Pomona wissen. Minerva seufzte. „Sie konnten den Fluch noch nicht nachweisen. Dass er jedoch nicht voll zurechnungsfähig ist, wurde bereits bestätigt. Das Verfahren läuft noch." Amina hatte eigentlich auf bessere Nachrichten gehofft.

Die Lehrerinnen und der Lehrer unterhielten sich noch mehrere Stunden lang. Amina war froh, dass sie ihr glaubten, niemals eine Todesserin gewesen zu sein. Gegen Abend machten sie sich wieder auf den Weg zum Schloss. Die meisten Lernenden waren über die Osterferien geblieben und so hatte Amina nach dem Abendessen noch einen Aufsichtsdienst in der Großen Halle. Dort konnten die Lernenden still für sich arbeiten, die das wollten. Sie wollte die Zeit nutzen, um weiter an ihrem Hauptprojekt, dem Stein, der den Todesfluch abwenden konnte, zu arbeiten. Sie müsste sich noch einen besseren Namen dafür einfallen lassen. Vielleicht Todesstein? Stein des Lebens? Ihr fiel hoffentlich noch etwas ein.

Bis jetzt war sie allerdings schon froh, wenn sie mit diesem Projekt überhaupt weiterkam. Sie hatte sich inzwischen mit verschiedenen Hauselfen unterhalten, welche alle dieselbe Antwort auf die Frage, wie sie den Fluch abwehrten hatten: Sie sagten ihr alle, dass dies Teil ihrer Magie wäre und sie nicht wussten, wie genau diese funktionierte. Also musste Amina auch das herausfinden. Sie hatte das Gefühl, es würden sich immer mehr Fragen auftun, sobald sie eine beantworten konnte.

Das Abendessen verlief ruhig. Severus hatte es sich offensichtlich in den Kopf gesetzt, Amina weitestgehend aus dem Weg zu gehen. Selbst beim Essen ignorierte er sie gekonnt und ließ keines seiner Gefühle nach außen durchsickern. Er hatte seine Okklumentik definitiv trainiert. Mit jedem Tag, an dem der Tränkemeister sie ignorierte, wurde Amina trauriger. Dachte er wirklich, sie verurteilte ihn? Oder dachte er, sie wäre wirklich eine Todesserin? Sie konnte es nicht sagen und es machte sie wahnsinnig. Auch die anderen Lehrkräfte hatten die frostige Stimmung des Zaubertranklehrers bemerkt, kommentierten sie aber nicht weiter.

Sie schienen ihm tatsächlich ein gewisses Grundmisstrauen entgegenzubringen. Sie konnte es ihnen nicht verübeln. Severus war einmal ein Todesser, hatte allgemein keine besonders freundliche Art und war zudem ein Fachmann in den Dunklen Künsten. Es sprach nicht unbedingt viel Positives für ihn. Doch sie wusste, dass sie im Vertrauen konnte. Der Unbrechbare Schwur log niemals und er hatte sie gewarnt, nicht in die Gedanken des Tränkemeisters vorzudringen. Er war also ihr Verbündeter und somit kein Todesser.

Sie beschloss ihm zu zeigen, dass es ihr nicht gut ging. Er sollte merken, dass er der Grund dafür war. Und so ließ sie ihre schlechte Stimmung außerhalb des Schutzes, den sie sonst über alles hielt, was sie fühlte und dachte. Auch Dumbledore und ihre anderen Mitmenschen würden es fühlen, doch es war ihr egal. Ihre Kräfte waren stark genug, dass ihre Gefühle als Aura um sie herum wahrnehmbar waren, wenn sie sie nicht mit ihrer Okklumentik schützte. Sie konnte mit vielem umgehen. Ablehnung, Hass und dergleichen aber niemals mit Gleichgültigkeit oder damit ignoriert zu werden. Schon gar nicht, wenn sie den Grund nicht verstand.

Nach dem Abendessen blieb sie in der Großen Halle, um die Lernenden zu beaufsichtigen. Die meisten hielten sich auch weitestgehend an die Ruhe, die in der Halle herrschen sollte und so konnte sich Amina am Tisch der Lehrkräfte ihren eigenen Notizen und Aufzeichnungen widmen.

Nach einigen Minuten wurde es unruhig und Amina sah streng von ihren Unterlagen auf. Am Gryffindor-Tisch war eine Diskussion entfacht. Sie stand auf und lief auf die Unruhestiftenden zu. Diese schienen sie nicht zu bemerken. Sie blieb direkt neben ihnen stehen und zischte: „Fünf Punkte Abzug für Gryffindor und jetzt seien Sie still." Die Gruppe sahen sie erschrocken an. Sie lief durch die Reihen und versuchte ihre Stimmung ein wenig zu heben. Es gelang ihr nicht. Die Lernenden schienen zunehmend ihre Köpfe einzuziehen, wenn sie an ihnen vorbeilief. Anscheinend machte sich die gewollte Schwäche ihrer Okklumentik bereits bemerkbar.

Um zwanzig Uhr vierzig verkündete sie dann, dass die Lernenden zusammenräumen sollten, um in ihre Schlafsäle zu gehen. „Ich will keinen von Ihnen nach einundzwanzig Uhr auf den Gängen sehen.", fügte sie noch hinzu, versorgte ihre Notizen in ihrer Hosentasche und rauschte mit wehendem Umhang aus der Großen Halle. Sie wollte in ihr Wohnzimmer. Vielleicht brachte sie das Schnitzen ein wenig auf andere Gedanken. Unterwegs begegnete sie ausgerechnet dem Grund ihrer schlechten Laune. Mit schnellen Schritten schoss sie an Severus vorbei, ohne ihn anzusehen. Er bekam in Zukunft von ihr ebenfalls die kalte Schulter. Sollte er merken, wie schlecht sich das anfühlte. Wenigstens konnte er den Grund erahnen, im Gegensatz zu ihr.

Nach etwa drei weiteren Wochen, in denen sich Amina und Severus angeschwiegen hatten und ihre Laune einen absoluten Tiefpunkt erreichte, kam Amina gerade aus der Bibliothek, als sie in jemanden hineinlief. Sie sah auf, um sich zu entschuldigen und sah direkt in das steinerne Gesicht von Severus. „Entschuldigung.", sagte sie kühl und lief an ihm vorbei. Doch er hielt sie am Handgelenk fest und zog sie hinter sich her in ein leeres Klassenzimmer. Dort schloss er die Tür und sah sie ernst an.

„Was ist los mit Ihnen?", fragte er sie direkt. „Was soll mit mir los sein?", fragte sie monoton, anstatt auf seine Frage zu antworten. Sie sah sich in dem Raum um. Bis auf einen riesigen Spiegel stand nichts weiter darin. Warum stand hier denn ein Spiegel? „Genau das will ich von Ihnen wissen. Ich kann seit Wochen Ihre schlechte Laune spüren. Sogar die Schülerschaft nimmt sie wahr." Er sah sie mit verschränkten Armen und einer nach oben gezogenen Augenbraue an.

„Ja, ich habe schlechte Laune. Miserable, wenn man so will. Aber warum ich die haben muss, wüsste ich selbst gerne. Also, warum ignorieren Sie mich seit Wochen?" Jetzt war sie es, die ihn auffordernd ansah. „Ich ignoriere Sie nicht.", stellte er klar. „Und ob Sie das tun. Sie sehen mich nicht einmal mehr an, sprechen heute seit über einem Monat zum ersten Mal wieder mit mir.", erwiderte sie. „Sie haben schlechte Laune, weil ich nicht mit Ihnen rede?", wollte er in kühlem Ton wissen. Sie drehte sich um und lief durch den Raum. Sie gab ihm keine Antwort. Auch er schwieg.

„Ich vertraue Ihnen.", sagte Amina nach einigen Minuten. Immer noch mit dem Rücken zu ihm. „Dann sind Sie dümmer als ich dachte.", stellte er trocken fest. „Bin ich? Sie wissen, dass ich nicht in die Gedanken meiner Verbündeten kann. Ich konnte noch nie in Ihre. Zu keinem Zeitpunkt in diesem Schuljahr. Warum sollte ich Ihnen also nicht trauen, wenn Sie so offensichtlich auf meiner Seite sind?", fragte sie ihn. „Weil ich es nicht immer sein werde.", erwiderte er und lief auf sie zu.

„Ich bin kein netter Mensch, Amina. Keiner von den Guten.", erklärte er ihr. Sie schüttelte den Kopf. „Sie liegen falsch. Sie sind einer von den Guten. Vielleicht ist es nicht immer offensichtlich und es wird Ihnen nicht jeder trauen. Doch solange ich nicht in Ihren Kopf kann, nicht jede Ihrer Gedanken und Erinnerungen ansehen kann, solange werden Sie für mich immer zu den Guten gehören." Sie spürte, dass er direkt hinter ihr stand.

„Ich werde Ihnen zeigen, was für ein Mensch ich bin.", beschloss er und drehte sie zu sich um. „Ich erlaube Ihnen, in meinen Kopf zu sehen. Ich werde Ihnen die Erinnerungen zeigen. Sie werden nicht suchen!", bestimmte er. Sie nickte und sah ihm in die Augen. Dann drang sie in seinen Kopf ein. Er zeigte ihr die Erinnerung, wie er sich durch die verbotene Abteilung las, wie er sich den Todessern anschloss. Wie er mit einem bösartigen Grinsen im Gesicht über einem verletzten Menschen stand und wie er sein dunkles Mal bekommen hatte. Ihr lief ein Schauer über den Rücken. Doch sie wusste, dass er diese Taten bereute. Sie konnte es bei allen Erinnerungen fühlen.

Nach der letzten Erinnerung drängte er sie aus seinem Kopf. Sie leistete keinen Widerstand. Sie sah ihm weiter in die Augen. „Sie haben mir das gezeigt. Hoffen Sie, ich würde jetzt schreiend davonlaufen? Ich möchte Ihnen auch etwas zeigen.", sagte sie in ihrem gewohnt ruhigen Ton und legt ihre Hand an seine Wange. „Darf ich?", fragte sie ihn. Er nickte, ohne den Blick von ihr abzuwenden. Sie zeigte ihm ihre erste Erinnerung an ihn. Er war Schüler und lief lachend mit Lily durch die Gänge. Dann zeigte sie ihm die Bilder, wie er ihre Verbrennungen behandelte, wie er die Tür aufriss und zu ihr eilte, nach der Explosion an Weihnachten. Sie zeigte ihm die unzähligen schönen Momente, die sie in diesem Schuljahr miteinander geteilt hatten.

Zum Schluss zeigte sie einen Ausschnitt eines Gesprächs, welches sie mit Lily in deren Abschlussjahr geführt hatte. Lily erzählte ihr von einem Vorfall, bei dem sie Severus verteidigt hatte und er sie Schlammblut nannte. Sie erzählte, wie sehr sie das verletzt hatte und das er trotzdem noch ihr bester Freund war. Auch wenn sie nicht mehr mit ihm redete und er anscheinend auch nicht mehr auf ihrer Seite stand. Er hätte immer einen Platz in ihrem Herzen. Amina ließ ihn ihr Vertrauen spüren.

Nach einigen Minuten löste sie ihren Geist von seinem. Er sah sie mit Tränen in den Augen an. „Sie sind kein schlechter Mensch. Ich war nicht die Einzige, die das gesehen hat. Auch wenn ich zugebe, dass ich nicht ganz verstanden habe, warum Lily ausgerechnet mir das damals erzählte. Wir kannten uns eigentlich nicht.", erklärte sie ihm und strich vorsichtig die Tränen weg. „Lily…sie…" Er rang um Fassung. Amina wusste nicht genau, was sie tun sollte. Sie wusste das Lily tot war und das Severus mit ihr befreundet war. Aber ihn so aus der Fassung zu bringen mit den Erinnerungen? Damit hätte sie nie gerechnet.

Er sah ihr wieder in die Augen. „Ich habe dieses Vertrauen nicht verdient.", gestand er mit düsterer Stimme und zog ihre Hand wieder an seine Wange. „Sehen Sie es sich an!" Sie drang wieder in seinen Geist und er zeigte ihr, wie er von einer Prophezeiung hörte und diese dem Dunklen Lord berichtete. Er zeigte ihr, wie er ihn bat, Lily zu verschonen und wie er in seiner Verzweiflung zu Dumbledore ging. Sie konnte seinen Schmerz fühlen, konnte die Schuld und Trauer fühlen, als er ihr zeigte, wie er in das Haus der Potters stürmte. Ihr stiegen die Tränen in ihre Augen. So viel Leid hatte sie noch nie in ihrem Leben gespürt. Nicht mal, als sie ihre Eltern umbrachte. Kein Dementor dieser Welt könnte ihr solch grausame Gefühle entlocken.

Als die Erinnerung endete, zog sie sich aus seinem Geist zurück. Sie sah diesen gebrochenen Mann vor ihr an. Severus Snape. Strengster Lehrer von Hogwarts. Er war gebrochen, in dem Moment, als Lily starb. Sie zog ihn in ihre Arme. Hielt ihn ganz fest. Er sollte wissen, dass sie für ihn da war. Sollte wissen, dass sie ihn nicht verurteilte. „Ich…ich bin schuld an ihrem Tod.", erklärte er stockend, leidend. „Ja, das sind Sie und diese Schuld kann Ihnen keiner nehmen. Aber hören Sie auf, so unglaublich streng mit sich ins Gericht zu gehen. Sie hätten es nicht wissen können. Niemals wären Sie auf die Idee gekommen, diese Prophezeiung beziehe sich auf den Jungen." Amina stellte mal wieder fest, dass ihre Stärke nicht im Trösten von Menschen lag. Severus umschloss sie mit seinen Armen und zog sie enger an sich. Sein Kopf lag auf ihrer Schulter.

Sie vergrub eine Hand in seinem schwarzen Haar. „Wir können nicht in die Zukunft sehen, wir können nicht sagen, ob eine Entscheidung richtig ist, wenn wir sie fällen. Wir können nur mit dem Ergebnis leben.(3)", flüstert sie in sein Ohr. Er hob seinen Kopf und schob sie leicht von sich weg. Er sah ihr in die Augen. „Warum hassen Sie mich nicht?", fragte er sie, wieder mit etwas festerer Stimme. „Weil Sie mir nie einen Grund dazu gegeben haben. Ganz im Gegenteil. Sie haben mir gerade den größten Vertrauensbeweis gegeben, zu dem Sie im Stande sind." Sie sah im ebenfalls in die Augen. So schwarz und voller Schmerz.


(3) Freies Zitat von Levi Ackermann aus Attack on Titan