ᴅʀᴀᴄᴏ ᴍᴀʟꜰᴏʏ
Wir gingen gerade hinter dem Trottel aus der Winkelgasse zu den Booten. Ich sah Emily bei dem Wiesel, Potter und dem muggelstämmigen Mädchen stehen. Augendverdrehend wandte ich mich meinen Reinblutfreunden zu. Konnte Emily sich nicht bessere und vor allem reinere Gesellschaft suchen?
Wir setzten uns in die Boote und fuhren langsam über den See. Ganz gespannt darauf endlich das Schloss zu sehen, beugten wir uns vor, um als erstes einen Blick darauf zu erhaschen. Doch ich war nicht darauf vorbereitet, Hogwarts zu sehen, das wurde mir deutlich, als wir um die Kurve fuhren und das riesige Schloss über uns ragte, mächtig und unantastbar. Es war wunderschön. Traurig, dass es diesen alten Sack als Schulleiter hatte.
Nachdem die Boote an der anderen Seite angelegt hatten, liefen wir liefen Berg hoch und ich motzte wegen meinen teuren Schuhen, in der Hoffnung die Aufmerksamkeit wieder auf die Reinblüter zu lenken. Doch keiner drehte sich um.
In meinem Kopf lies ich die heutige Begegnung mit den Emily, Potter und dem Wiesel noch mal revue passieren. Sie hatte sich verändert. In der Winkelgasse mag sie ganz nett gewesen sein, aber nun war sie richtig schrecklich. Nun gut, wer sich mit den Weasleys abgab war sowieso nicht ganz richtig im Kopf.
Mittlerweile waren wir auch am Schloss angekommen und bestiegen die große Treppe in Richtung Speisesaal. Man konnte die Stimmen der Schüler schon von weitem hören. Am Ende der Treppe stand eine streng aussehende Professorin. Meine Eltern hatten mir gesagt, dass sei McGonagall. Dies bewahrheitete sich auch und sie führte uns in einen Raum, wo sie uns stehen lies.
Vorne hörte ich das Wiesel zu Potter sagen, dass es eine Prüfung gab, die bestimmte welchem Haus man zugeteilt wurde. Fast brach ich in Gelächter aus. Normalerweise wussten Reinblüter von dem Hut. Hatten die Weasley Eltern wohl den Überblick über ihre Kinder verloren, und es unnötig empfunden ihnen das zu sagen.
Nach einer Weile kam McGonagall wieder herein und führte uns in die große Halle. Ich sah wie alle uns musterten und verfiel sofort in meinen arroganten Gang, den ich schon als Baby beherrschte. Vorne hörte ich die Muggelstämmige sagen, dass die Decke verzaubert sei. Wen interessierte das?
Am Lehrerpult angekommen stellte McGonagall den Stuhl auf und der Hut begann irgendein schreckliches Lied zu singen. Dann wurden die Schüler aufgerufen.
Granger, so hieß das muggelstämmige Mädchen, wurde eine Gryffindor, was dem Wiesel anscheinend nicht so gut gefiel. Das Wiesel wurde natürlich wie alle seine 500 Geschwister nach Gryffindor geschickt. Dann kam der ach so tolle Potter. Bei ihm dauerte es erstaunlich lange, bis der Hut ihn nach Gryffindor schickte. Gryffindor- war ja klar.
„Hunter, Emily!" Sofort sah ich auf, zu gespannt war ich darauf in welches Haus sie kam. Bitte nicht nach Slytherin! Sie lief auf den Stuhl zu und ließ sich darauf sinken. Gleichzeitig hoffte ich, dass sie nicht nach Gryffindor kam, das würde Vater gar nicht gefallen. Ravenclaw wäre am besten, da diese Slytherin noch am wenigsten hassen und ein Mindestmaß an Gehirn besaßen. Wahrscheinlich kam sie deswegen nicht nach Ravenclaw. Wahrscheinlich kam sie nach Flaschen-Hufflepuff.
Es dauerte ungefähr zehn Sekunden dann öffnete der Hut seine Krempe und schrie: „GRYFFINDOR!" Ich stöhnte leise auf, super. Vater wird total begeistert sein, seine Einschleimaktion konnte er jetzt abblasen.
OoOoOoOo
ᴇᴍɪʟʏ ʜᴜɴᴛᴇʀ
Ich klatschte laut als Ron nach Gryffindor geschickt wurde. Mir fiel auf das Harry ziemlich bleich aussah. „Alles ok?", fragte ich ihn leise.
„Ich will nicht nach Slytherin", gestand er mir ebenso leise.
„Ach was, du wirst bestimmt ein Gryffindor", versuchte ich ihn aufzumuntern.
„Wirst du auch ein Gryffindor?", fragte Harry mich etwas hoffnungsvoller.
„Ich hoffe es", seufzend sah ich nach vorne.
Harry wurde aufgerufen. Ich nickte ihm ermutigend zu und er lies sich auf den Stuhl sinken. Es dauerte etwas doch dann wurde er nach Gryffindor geschickt. Ich klatschte am lautesten, als Harry endlos erleichtert sich auf den Weg zum Gryffindortisch machte. Dann wurde ich aufgerufen, ich lief nach vorne und lies mich auf den Stuhl sinken und McGonagall setzte mir den Hut auf.
„Hm, ich sehe viel Wissen und Macht aber auch Fleiß und Ehrgeiz. Ohh, Loyalität, sehr wichtig und auch viel Mut, aber auch einen gewissen Hang zur Grausamkeit. Wo soll ich dich jetzt hinschicken? Ach ja natürlich du bist eine GRYFFINDOR!", schrie er laut.
Glücklich nahm ich den Hut ab und lief zu meinen Freunden. Strahlend setzte ich mich neben Harry und schaute wieder nach vorne. Terry Boot wurde ein Ravenclaw, und ich sah wie Malfoys Schränke nach Slytherin geschickt wurden. Malfoy wurde aufgerufen, im Vorbeigehen warf er mir noch einen komischem Blick zu. Kaum hatte der Hut seinen Kopf berührt schrie er schon: „SLYTHERIN!" Ich sah wie er zufrieden zu seinen Freunden stolzierte. Ich hatte nichts anderes erwartet.
Nach Blaise Zabini, einem weiteren Reinblut, erhob sichDumbledore gerade und sagte irgendwelche komischen Worte, woraufhin das Essen erschien. Harry, der das nicht gerafft hat, fragte Percy Weasley ob Dumbledore verwirrt sei. Grinsend machte ich mich über mein Essen her.
Erneut spürte ich einen Blick in meinem Rücken und drehte mich um. Malfoy starrte mich schon wieder an. Als er meinen Blick sah, verzog er spöttisch den Mund und fing ein Gespräch mit einem seiner Schränke an. Vergnügt stellte ich fest, dass er neben dem blutigen Baron sitzen musste.
Nach dem Essen und Dumbledores Rede standen wir auf in liefen zum Gryffindor Gemeinschaftsraum. Allerdings wäre der Weg schöner gewesen ohne Percys ständiges „Nicht bummeln!", so hatte ich gar keine Zeit die ganzen Gemälde zu betrachten.
Der Gemeinschaftsraum war wunderschön. Ich ging gemeinsam mit Hermine und ein paar anderen in dem Mädchenschlafsaal. dort standen schon unsere Sachen. „Aufregend, nicht wahr?", meinte Hermine während sie sich umzog. Ich musste lächeln und legte mich ins Bett. Nach wenigen Sekunden war ich eingeschlafen.
OoOoOoOo
ᴅʀᴀᴄᴏ ᴍᴀʟꜰᴏʏ
„SLYTHERIN", rief soeben der Sprechende Hut und ich gesellte mich zu meinen Freunde an den Slytherin Tisch. Zufrieden mit meinem neuen Haus wollte ich mich setzten, doch ich musste leider feststellen, dass der einzige freie Platz neben dem Blutigen Baron war. Mürrisch lies ich mich nieder und begann zu essen. Währenddessen starrte ich auf Emilys Rücken. Es war fast schade, dass sie nach Gryffindor, diesem schrecklichen Haus, gekommen war.
Als würde sie wieder meinen Blick spüren, hat die eine Gabe dafür oder was, drehte sie sich um und starrte zurück. Spöttisch verzog ich meine Lippen zu einem fiesen Lächeln. Sie sah mich nur verwirrt an und drehte sich wieder zu ihren neuen Freunden, Granger, Potter und dem Wiesel.
Augendverdrehend aß ich weiter. Der alte Schwachkopf laberte noch irgendwas von wegen man darf nicht in den verbotenen Gang im dritten Stock und lies uns dann endlich gehen. Zusammen liefen wir in die Kerker in Richtung Slytherin-Gemeinschaftsraum.
Der Vertrauensschüler erklärte uns noch ein paar Regeln und entließ uns dann in unserer Zimmer. Zu meinen Glück hatte ich ein Zimmer mit Blaise, meinem besten Freund, bekommen. Crabbe und Goyle waren nicht wirklich meine Freunde, mehr wie meine Bodyguards. Nichts kapierten sie, sie waren viel zu dumm zu allem.
Ich putzte noch schnell meine Zähne und lies mich dann in mein Bett sinken, und fiel sofort in einen tiefen Schlaf in dem ein sprechender Hut die Hauptrolle spielte.
