ᴇᴍɪʟʏ ʜᴜɴᴛᴇʀ
1. September 1994
„Hogwarts, Hogwarts, warzenschweiniges Hogwarts, bring uns was Schönes bei, ob alt und kahl oder jung und..."
„Ja Emily, wir haben's verstanden. Du kannst es kaum erwarten nach Hogwarts zu kommen und dir die Seele aus dem Leib zu schreien!", unterbrach mich eine mittlerweile ziemlich genervt dreinsehende Ginny, während sie eine Jeans in ihren Koffer schmiss.
Unter normalen Umständen hätte sie wahrscheinlich mit eingestimmt, doch etwas hatte ihr die Laune versaut. Oder besser gesagt jemand. Seit Harry vorhin angefangen hatte löbliche Kommentare in Richtung Cho Chang fallen zu lassen, sank ihre Stimmung von Minute zu Minute. Wo sie doch anfangs des Schuljahres der festen Überzeugung war, nur mit Harry befreundet sein zu wollen.
„Mein Gott Ginny, was kann ich dafür, dass er auf Chang steht? Du musst deine schlechte Laune jetzt nicht an mir auslassen, denn ich freue mich auf das neue Schuljahr!"
„Ja, weil George auch nicht die ganze Zeit von anderen Mädchen schwärmt!"
Vor lauter Schreck lies ich den Stapel Tops falle, die ich gerade in den Koffer legen wollte. Mit einem Klatschen landeten sie auf den Boden und verteilten sich auf dem Boden. Super!
„Woher weißt du das?", fragte ich fast tonlos.
Ginny sah mich für einige Sekunden nur stumm an, dann breitete sich ein fettes Grinsen auf ihrem Gesicht aus und sie fing an leicht zu hibbeln. „Denkst du ich bin blind? Ich sehe, dass doch. Im übrigen", unterbrach sie mich, weil ich etwas sagen wollte „habe ich das bei der Weltmeisterschaft gesehen. Und den habe ich auch gesehen." Sie deutete ein Zwinkern an und grinste, doch relativ schnell sah sie wieder ernst aus.
„Also wie ist das zustande gekommen?", hakte sie weiter nach, während sie ein besonders weit entferntes Top vom Boden aufklaubte und es mir zuwarf.
„Keine Ahnung, was meinst du? Denkst du die Welt explodiert, überall Feuerwerk und wie in Zeitlupe schaue ich ihn an und merke: Ich bin verliebt."
Ginny prustete los: „Du hast vergessen dramatische Musik einzufügen."
„Oh ja und dann rennen wir in Zeitlupe aufeinander zu..."
„Und fallt euch in die Arme und küsst euch..."
„Und schlagartig hört alles auf zu explodieren und die Welt wurde gerettet. Ja, so war es definitiv!"
„Ignorieren wir die Tatsache, dass ihr immer noch nicht zusammen seid."
„Er beachtet mich ja nicht einmal!"
„Sicher, deshalb hat er dich auch aufgefangen und beglotzt dich immer dann wenn du es nicht merkst. Das ist gruselig. Ich meine, das ist mein Bruder."
„Sei doch froh, dass die Wahl nicht auf Percy gefallen ist und ich seitdem von Kesselbodendicke schwärme."
„Bei Merlin, dann hätte ich dich längst hier rausgeschmissen. Aber zurück zum Thema..."
Bevor Ginny weiterreden konnte, flog die Tür mit einem Krachen auf und Hermine stürmte herein. Sie lief durchs Zimmer und wühlte in Ginnys Bücherregal herum, als gäbe es kein Morgen.
„Hermine, was bei Gryffindors rostigster Klinge machst du da?!"
„Ich habe mein Alte Runen Buch vergessen! Es muss hier irgendwo sein, sonst bin ich aufgeschmissen. Dort steht alles wichtige drin, ich habe keine Zeit ein neues zu kaufen...", rief sie hysterisch.
„Oh, du meinst das?", fragte Ginny und zog ein übertrieben großes Buch aus einer Ansammlung von Klamotten. Mit einem erleichtertem Seufzer nahm Hermine es an sich. „Seid ihr bald fertig? Mrs. Weasley sagt wir gehen gleich."
„Ja, einen Moment", rief ich gehetzt und rannte umher, schnappte alle meine Sachen und warf sie planlos in meinen Koffer. „Das sollte so passen", meinte ich enthusiastisch und schloss ihn mit einem lauten Rums.
Auch Ginny hatte es unerklärlicherweise hinbekommen, die eben noch verstreuten Klamotten, in ihren Koffer zu schmeißen und schloss auch diesen. „Okay", sagte sie nach einem kurzen Rundumblick. „Warzenschweiniges Hogwarts, wir kommen!"
Hermine sah Ginny höchst verwundert an, wahrscheinlich wunderte sie sich über ihren plötzlichen Stimmungswechsel, doch sie war so klug, nicht nachzufragen, sondern still herunterzulaufen.
Kaum waren wir unten angekommen, verkündete uns Mrs. Weasley, dass wir Taxi fahren müssten. Der Taxifahrer war mehr oder weniger begeistert, über eine Horde an Kindern mit Eulen und Katzen, doch er sagte nichts. Die Fahrt war schrecklich, am Ende hatte ich überall Kratzer, die ich Krummbein zu verdanken hatte.
In Kings Cross war gerade die Hölle los. Eilige Muggel hetzten durch den Bahnhof auf ihre Züge zu und die nervtötende Frauenstimme verkündete die nächsten Abfahrten. Doch zwischen den ganzen Muggeln waren auch Kameraden zu sehen, vor uns konnte ich Seamus Finnigan erblicken, der seinen Wagen mitten durch eine Ansammlung von besonders wichtig aussehenden Muggeln schob.
Vollgepackt folgte ich ihm durch die Masse, die anderen dicht auf meinen Fersen. Nach etwa zwei Minuten hatten wir das dichteste Gedränge hinter uns. Die Mauer zwischen Gleis neun und zehn, ragte vor uns auf. Ohne große Umstände nahm ich Anlauf und stand gleich darauf direkt vor der scharlachroten Lok, die mir nach all den Jahren ein Gefühl von Heimat spendete.
Überall standen Zauberer und Hexen herum und verabschiedeten sich von ihren Kindern. Fred und George machten sich sofort davon, um ihren Freund Lee Jordan zu suchen, einen Jungen mit Rastalocken, der mir aufgrund seiner Stadionansagen schon von Grund auf sympathisch war.
„Jetzt sind die beiden schon wieder fort, ich glaub's ja nicht", hörte ich Mrs. Weasley murmeln. „Gehen wir, bevor alle Plätze schon besetzt sind?", fragte Ron. Wir alle suchten niemanden, also waren wir einverstanden und stiegen ein, nachdem wir uns schnell bei den Weasleys bedankt und verabschiedet hatten.
Ich wollte gerade mein ziemlich schweres Gepäck auf die Ablagefläche heben, doch es war zu schwer und rutschte immer wieder hinunter. Es wäre einmal fast auf mich gefallen, wäre nicht auf einmal ein Arm an mir vorbeigeschossen und hätte es richtig hochgehoben. Überrascht drehte ich mich um und erblickte George, der mich verschmitzt angrinste.
Der eine Teil in mir freute sich gerade riesig, dass George mir zu Hilfe gekommen war, der andere Teil jedoch, hasste es Hilfe von anderen annehmen zu müssen. „Danke, aber ich hätte das auch alleine hinbekommen", sagte ich also schnippischer als beabsichtigt.
„Sicher, aber erst nachdem das Teil mehrmals auf deinen Kopf gefallen ist", entgegnete er nicht weniger schnippisch, doch seine Augen funkelten amüsiert. Seufzend ergab ich mich und murmelte ein „Danke".
Was George dann sagen wollte, würde ich wohl nie erfahren, denn in diesem Moment ertönte eine schnarrende Stimme hinter mir, die mir in diesem Moment wohl nicht unpassender gelegen kam: „Ah Hunter, immer noch hier. Schade, dass du nicht durch die Prüfungen gefallen bist."
Genervt schloss ich die Augen und wollte zu einer Erwiderung ansetzten, doch George kam mir zuvor. „Hey Malfoy, Bonbon gefällig?", fragte er und versuchte möglichst unschuldig auszusehen, was aber kläglich scheiterte.
„Nein Weasley, ganz sicher will ich keines eurer Zahnschmerzbonbons."
„Okay, dann ich nehm ich es halt", warf ich möglichst gleichgültig ein und nahm das Bonbon. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass Malfoy, mir nun das Bonbon abnehmen würde, damit er mich ärgern konnte.
„Vergiss es Hunter", rief er sogleich und riss mir das Bonbon aus der Hand. Wie vorhersehbar er doch war. Betont langsam wickelte er es auch und steckte es sich genüsslich in den Mund. Es fiel uns immer schwerer, nicht loszulachen. In einem, von Malfoy, unbeobachtetem Moment grinsten wir uns verschwörerisch an.
„Tja Weasley. Jetzt musst du wohl wieder ein paar Monate sparen, bis du dir ein neues Bonbon kaufen...", der Rest ging in einem Würgen unter. Mit Staunen bekam ich nun eine absolut grandiose Show à la Malfoy zu sehen, dessen Zunge von Sekunde zu Sekunde, länger und dicker wurde und schon bald aus seinem Mund herausquoll.
Der Lärm schallte durch den ganzen Gang und rief auch andere Schüler aus ihren Abteilen. Auch Harry, Ron, Hermine und Ginny steckten ihren Kopf aus der Abteiltür, um zu sehen, woher der Lärm kam. Als Hermine, Malfoy so sah, breitete sich ein zufriedenes Grinsen auf ihrem Gesicht aus, dass nicht mal eine zu 200 Prozent bestandene Prüfung, toppen konnte.
Malfoy wurde nun Zeuge dessen, was es bedeutete bloßgestellt zu werden. Auch einige der neuen Zweitklässler, von denen ich wusste, dass Malfoy sie hänselte, kringelten sich vor Lachen am Boden. „Tja Malfoy", konnte ich Rons Stimme schadenfroh sagen hören. Ginny war knallrot im Gesicht und musste so heftig lachen, dass ich fast Angst hatte, sie würde ersticken.
Nachdem die Zunge eine beachtliche Größe von einem halben Meter angenommen hatte, erbarmte sich George sie wieder zu schrumpfen. Malfoy rappelte sich sofort auf und rannte fluchtartig in sein Abteil zurück, aber nicht ohne mich mit einem „Das melde ich", anzuzischen . Auch die restlichen Schüler zogen sich zurück und nahmen wieder Platz in ihren Abteilen.
Ich sah Malfoy nach: „Er kann einem ja fast leidtun."
„Aber es ist Malfoy", warf Harry ein.
„Deswegen ja das 'fast'."
Fred und George drehten sich um und gingen wieder zurück zu ihrem Abteil, während ich in meinem Abteil Platz nahm. Ginny warf mir einen verschwörerischen Blick zu, doch sie sagte nichts. Hermine kramte eine Geschichte von Hogwarts heraus und begann zum hundersten Mal, es zu lesen, Ron aß Kesselkuchen und Harry starrte aus dem Fenster, ganz in Gedanken versunken. Ich beschloss kurzerhand auch ein Buch zu lesen.
Eine ganze Weile fuhren wir so durch ewige Weizenfelder, endlose Wiesen und an tiefblauen Seen vorbei. Nach einigen Stunden merkte ich, dass langsam die Dunkelheit einsetzte und legte das Buch beiseite. Bei dem Geräusch schreckte Hermine hoch und meinte: „Wir sollten uns umziehen." Gesagt, getan. Wir waren gerade rechtzeitig fertig, denn kaum hatte ich meine Schulkrawatte festgebunden, ertönte ein Pfeifen und der Zug fuhr in Hogsmeade ein.
„Erstklässer, Erstklässler! Hier rüber!", ertönte die so vertraute Stimme von Hagrid, kaum hatten wir den Zug verlassen. „Bei Merlin, was ein Sauwetter", hörte ich Ginny sagen. Sie hatte Recht, es schüttete wie aus Eimern, sodass meine Haare innerhalb von Sekunden durchnässt waren. „Schnell zu den Kutschen", sagte Hermine und hastete voran, um als eine der Ersten bei den Kutschen zu sein. Wir taten es ihr gleich und erwischten tatsächlich eine der ersten und fuhren zum Schloss herauf.
„Bin ich froh, dass wir mit den Kutschen fahren dürfen. Stellt euch die armen Erstklässler vor, die mit den Booten fahren müssen", sagte Ron und wrang sich die Haare aus. Direkt über Hermines Schuhen.
„Ron!", quiekte diese und zog hastig ihre Schuhe weg „Die waren nicht wasserdicht."
„Sorry", nuschelte Ron undeutlich und wurde knallrot.
Der Rest der Fahrt verlief mehr oder weniger schweigsam und wir waren alle heilfroh endlich im Schloss angekommen zu sein und uns dort in die große Halle setzten konnten, welche schon angenehm erwärmt war.
„Wenn es nicht bald etwas zu essen gibt, sterbe ich vor Hunger", sagte ich und rieb mit den Bauch. Das Frühstück heute morgen erschien mit wie eine Ewigkeit weg und abgesehen von einem Kilo Schokofrösche, hatte ich mir auch nichts gekauft.
Nach gefühlten Stunden öffnete sich endlich die Tür und McGonagall trat ein; die neuen Erstklässler im Schlepptau. Dabei fiel mir ein Junge ins Auge, der komplett durchnässt war und zwar so viel, dass es unmöglich vom Regen kommen konnte. Colin Creevey, der nur wenige Plätze von mir entfernt saß, schaltete sich zum ersten Mal an diesem Abend zu Wort und erzählte Harry lang und ausführlich, dass dies sein Bruder sei und er in den See gefallen war. Colins Bruder bemerkte unsere Blicke, denn er winkte uns, oder eher Harry, ganz aufgeregt zu und formte mit seinen Lippen stumm die Worte: Ich bin in den See gefallen. Nun gut, das war Geschmackssache, ob man darauf stolz sein konnte.
Dennis Creevey wurde, wie sein Bruder, ein Gryffindor und nahm voller Stolz am Gryffindortisch Platz. Nachdem endlich der letzte Name seinem Haus zugeteilt wurde, begannen sich die Teller zu füllen und ich griff sofort zu. Nach mehreren Minuten, hörte ich wie Ginny anfing mir leise etwas zuzuflüstern.
„So, du und George wart also gemeinsam auf dem Gang, ja? Ich will jedes Detail wissen!"
„Ginny! Er hat mir bei Koffer hochheben geholfen und dann haben wir Malfoy reingelegt, das war's."
„Habt ihr euch geküsst?"
Anhand ihres Gesichts konnte ich sehen, dass sie das nicht ernst meinte, also verdrehte ich nur die Augen und stopfte mich mit Pommes voll.
Klong. Hermine hatte ihren Becher umgestoßen, doch es interessierte sie nicht. Geschockt starrte sie den Fast Kopflosen Nick an, dessen Anwesenheit ich nicht einmal bemerkt hatte. „Hier gibt es Hauselfen? Hier in Hogwarts?"
Sie war starr vor Entsetzten. Jedes Besänftigen und Beruhigen brachte nichts. „Du!", wandte sie sich dann auf einmal anklagend an mich „Du hast Hauselfen, oder?"
„Seit Jahrhunderten, ja. Hör mal, bei uns haben es die Hauselfen gut, sie werden gut ernährt und bekommen auch Urlaub wenn sie krank sind." Das die Hauselfen keinen Urlaub wollten, verschwieg ich dabei getrost.
Doch Hermine war nicht im Ansatz besänftigt und zeterte weiter, wobei Wörter wie Sklavenarbeit fielen. Sie war anscheinend ziemlich wütend auf mich, denn sie redete das ganze Essen nicht mehr mit mir und als sich unsere Blicke für einen Moment kreuzten, sah sie sofort in die andere Richtung. Was konnte ich denn dafür, dass wir seit Jahrhunderten Hauselfen besaßen?
Nachdem auch der letzte aufgegessen hatte, verschwand augenblicklich alles Essen und neue Kelche und Teller zierten den Tisch. Hermine blickte ziemlich finster auf ihren blitzblanken Teller und murmelte etwas, was sich stark nach „Eine Schande", anhörte.
Dumbledore erhob sich und breitete seine Hände aus. Sofort verstummte jedes Gespräch und man sah ihn erwartungsvoll an. Er zählte Filch's Liste der verbotenen Gegenstände auf und ermahnte dann alle den verbotenen Wald zu meiden. Langsam wurde ich müde und hoffte einfach nur noch auf mein Bett. Das Essen lag mir schwer im Magen und ich spürte wie ich leicht wegdämmerte und in einen Halbschlaf fiel.
„Ich habe zudem die schmerzliche Pflicht, euch mitzuteilen, dass der Quidditch-Wettbewerb zwischen den Häusern dieses Jahr nicht stattfinden wird."
Schlagartig war ich hellwach. „Was?", keuchte Harry und sah mich entsetzt an. Fred und George schienen zu schockiert, um auch nur ein Wort herauszubringen. Dem Rest der Mannschaft ging es nicht anders. Ich sah mich nach den anderen Häusern um. Roger Davies hatte sich verschluckt und hustete nun so heftig, dass sein Nebensitzer im auf den Rücken schlagen musste; Cedric Diggory hatte sein Getränk verschüttet und sogar in Malfoys Gesicht konnte ich Entsetzten ablesen. Das war wohl das erste und einzige Mal, dass ich die selbe Emotion wie Malfoy, bei der selben Angelegenheit empfand.
„Was kann schon so wichtig sein, dass Quidditch ausfällt!", rief jemand vom Hufflepufftisch laut. Er erhielt zustimmendes Gemurmel aus jeder Ecke des Saales.
„Ich bitte um Ruhe", sagte Dumbledore laut genug, dass jegliches Gemurmel sofort verstummte. Wenn jetzt kein triftiger Grund kam, würde ich ausflippen. Lange Rede, kurzer Sinn, es sollte ein ach so tolles Turnier stattfinden, dass anscheinend schon mehrmals tödlich endete, doch die Altersgrenze lag ab 17 Jahren was die Zwillinge furchtbar schlecht aufnahmen und sofort anfingen, eine Idee auszubrüten, wie sie diese Grenze austricksen konnten.
Nebenbei marschierte ein furchteinflößender Ex-Auror in den Saal, woraufhin das Gemurmel sofort wieder anfing und alle sofort jegliche Information, die sie über Mad-Eye Moody kannten, allen mitteilten und dreimal analysierten und zerlegten. Genervt blies ich die Backen auf. Ich war einfach nur noch müde und wollte ins Bett, ganz anders als der Rest der Schule, der sich munter weiter unterhielt.
Nach gefühlt mehreren Jahren wurden wir endlich entlassen und ich ging als eine der ersten in Richtung Gemeinschaftsraum. Ron redete auf dem Weg die ganze Zeit über das Turnier und wie toll es doch wäre zu gewinnen. „Ron, das Turnier ist ab 17. Nicht ab 14!", unterbrach ich irgendwann seinen Redeschwall. „Ja, aber vielleicht merkt der Richter das ja nicht. Toll wäre es", schwatzte dieser munter weiter.
Im Gemeinschaftsraum empfingen mich wie gewohnt scharlachrote Poster, gemütlich aussehende Sessel und ein Feuer im Kamin, dass ein behagliches Gefühl nach Wärme ausstrahlte. Als Hermine das Feuer sah, murmelte sie erneut „Sklavenarbeit" und verschwand direkt im Mädchenschlafsaal.
„Sie wird sich schon wieder einkrigen", meinte Ginny und sah ihr nach „Das ist nicht deine Schuld."
Auch wir wünschten den anderen eine gute Nacht und stiegen die Stufen in Richtung Mädchenschlafsaal empor. Als wir eintraten lag Hermine schon in ihrem Bett und starrte böse an die Decke.
Ich putzte noch schnell meine Zähne und zog meinen Schlafanzug aus dem Koffer und zog ihn schnell an.
Als ich mich in mein Bett legte, waren Hermine und Ginny schon am schlafen und auch mich überkam bald der Schlaf. Es war ein höchst verwirrender Traum voller Moodys und Malfoys mit geschwollenen Zungen.
Kurz bevor ich einschlief, überkam mich noch ein Gedanke: Malfoy hatte mich nicht gemeldet.
