ᴇᴍɪʟʏ ʜᴜɴᴛᴇʀ
Es gab Moment im Leben, da fühlte man sich schlicht und ergreifend einfach nur verarscht. Man hatte das Gefühl, irgendwo trieb gerade der Schicksalsgott sein Unwesen und hatte nun beschlossen einem dick und fett den Mittelfinger ins Gesicht zu strecken.
Und so fühlte ich mich gerade. Verarscht. Ich hatte das Gefühl, als hätte man mir den Boden unter den Füßen weggezogen.
„Ich... Ich kann nicht... ich geh schon mit Harry", stammelte ich und sah Ginny dabei wahrscheinlich unheimlich ähnlich.
„Ohh", sagte George nur und kratzte sich verlegen am Kopf, „Hm ja, kein Problem, dann... bis später." Und schon hatte er sich umgedreht und ist weggegangen.
Es fühlte sich so surreal an. Tagelang hatte ich gehofft, gebangt, dass George mich fragen würde. Und nun, jetzt wo ich die Hoffnung aufgegeben hatte, jetzt wo ich Harry gefragt hatte, nur wenige Sekunden später fragte er mich. Es fühlte sich so furchtbar ab. Ich wollte wirklich mit George zum Ball gehen, doch ich konnte Harry nicht absagen. Jetzt hatte ich es ihm versprochen. Wahrscheinlich dachte George auch noch, dass ich nicht mit ihm zum Ball gehen wollte. So ungefähr musste Ginny sich also fühlen.
Wie von alleine trugen meine Füße mich durch die Korridore, während ich den Kopf gesenkt hielt und versuchte nicht direkt auf dem Flur in Tränen auszubrechen.
„Hunter?", ertönte auf einmal eine schnarrende Stimme, doch ich konnte nicht. Ich war zu müde jetzt und hatte keine Energie mich in so einem Zustand mit Malfoy zu streiten. Träge hob ich den Kopf und starrte ihn direkt an. „Hunter, was zur Hölle ist denn jetzt mit dir los?", fragte er spöttisch, doch ich ignorierte ihn und lief ohne ein Wort zu sagen, an ihm vorbei in die große Halle.
Wortlos ließ ich mich neben Ginny auf die Bank fallen und nahm mir einen Hähnchenflügel. Ginny hob angesichts meines Gesichtsausdrucks nur ihre Augenbrauen. „George hat mich gefragt", flüsterte ich leise, damit es niemand mitbekam.
„Das ist doch toll", meinte sie und lächelte leicht, „Warum guckst du so?"
„Ich hab nur eine Minute davor zu Harry gesagt, dass ich mit ihm gehen kann", fassungslos schüttelte ich den Kopf, „Das Schicksal will mich echt verarschen!"
Ihre Lippen formten ein stummes oh, doch mehr konnte sie nicht dazu sagen. Eine Weile aßen wir nur stumm vor uns hin, während ich meinen Blick durch die Halle gleiten ließ. Er blieb an Cho Chang hängen, die sehr intensiven Blickkontakt mit Cedric Diggory hatte. Wir hatten anscheinend alle kein Glück in der Liebe.
Ich spürte wie sich ein Blick in mich bohrte und drehte meinen Kopf herum. Malfoy schaute mich verächtlich an, während er sich auf viel zu edle Art ein Stück Hühnchen mit der Gabel in seinen Mund schob.
„Ein Vorteil hat die Sache ja", sagte Ginny neben mir und ich unterbrach meinen Blickkontakt mit Malfoy. Sie starrte direkt zu Malfoy hinüber und schnaubte verächtlich. „Malfoy werden die Augen ausfallen, wenn er dich und Harry am Ball sieht. Im einen Moment behauptet er, kein Troll will mit dir ausgehen und im nächsten bist du mit dem begehrtesten Jungen der Schule auf dem Ball, ha!"
„Diggory ist der begehrteste Junge der Schule", meinte ich nüchtern und deutete mit dem Kopf in Richtung Hufflepufftisch.
„Ja, aber Diggory ist... einfach Diggory. Ich meine er nimmt Chang. Ernsthaft", fuhr sie wütend fort. Zwar war ich mir sicher, dass Ginny absolut kein Problem mit Diggory hatte und Chang einfach aus offensichtlichen Gründen nicht mochte, doch ich schwieg lieber. Ihr Herz war schon angeschlagen genug.
„Ich bin echt froh, dass du mit Harry auf den Ball gehst", flüsterte sie auf einmal mitten in die Stille hinein, „Wer weiß mit wem er sonst gegangen wäre. Wahrscheinlich mit irgendeinem Mädchen, dass ihn nur wegen seinem Namen daten will und eww." Sie schüttelte sich leicht und ich schenkte ihr ein schwaches Lächeln.
„Meine Eltern finden das bestimmt toll", sagte ich verächtlich und verschluckte mich prompt an meinem Essen, weshalb Ginny mir kräftig auf den Rücken hauen musste.
„Was finden deine Eltern toll?", fragte in diesem Moment Luna Lovegood, die wie aus dem Nichts neben uns erschienen war und uns verträumt anstarrte.
„Ach, nichts wichtiges", winkte ich ab und rutschte ein Stück zur Seite, damit Luna sich setzten konnte. „Gehst du eigentlich zum Ball?"
„Oh nein, mich hat niemand gefragt", sagte sie leise und ließ ihren Blick in der Halle herumschweifen. „Aber das ist schon in Ordnung, dort sind sowieso überall Schlickschlupfe und machen mich ganz wuschig. Vater und ich werden Urlaub in Norwegen machen, da wohnen ganz viele Plangentinien."
„Aber die Plangentinien sind seit Jahren ausgestorben", mischte sich Ginny ein.
„Ach was, das behauptet das Ministerium nur, weil sie nicht wollen, dass die Menschen merken, dass Fudge alles pflückt nur um darin zu baden", meinte Luna verträumt und spielte mit dem Saum ihres T-Shirts. „Na ja, euch noch einen schönen Tag, ich muss jetzt los. Um diese Stunde hat der Mond magische Kräfte und ich muss unbedingt noch zum Riesenkraken und ihm die neuste Ausgabe des Klitteres vorlesen."
Kaum hatte sie ihre Worte beendet, war sie schon aufgestanden und auf dem Weg nach draußen. „Sie ist wirklich speziell", meinte ich und sah ihr nachdenklich hinterher. Ginny zuckte nur mit den Schultern.
Am nächsten Morgen stand ich früh auf, denn ich wollte um keines Willens als Letzte in Hogsmeade ankommen und ein schlechtes Kleid am Ende abzubekommen. Vor allem da ich ja jetzt die Ehre hatte vorzutanzen und ich mich auf gar keinen Fall blamieren wollte.
Meine Eltern hatten äußerst widerwillig reagiert, als ich sie um Geld für ein Kleid bat, es wäre ihnen lieber gewesen mir ein Kleid auszusuchen. Am Ende mussten wir uns darauf einigen, dass meine Mutter mich in Hogsmeade treffen würde und wenn ihr mein bis dahin ausgesuchtes Kleid nicht gefiel, würde sie mir eines zuschicken. Nein danke, ich konnte das graue, steife Kleid schon vor meinem innere Auge sehen. Noch ein Grund mehr das perfekte Kleid zu finden. Auch wenn ich mir sicher war, dass die meisten in das große Geschäft am Eingang Hogsmeads gehen würden.
Hastig scheuchte ich Ginny und Hermine aus dem Bett, dann putzte ich mir meine Zähne und zog Jeans und Pulli an. Nachdem ich mir Schal, Stiefel und Handschuhe angezogen hatte, wartete ich auf die beiden die glücklicherweise nicht lange auf sich warten ließen.
Gemeinsam liefen wir zum Ausgang und ich sollte Recht behalten. Überall drängelten sich die Schüler regelrecht nach vorne in der Hoffnung als erstes in Hogsmeade zu sein. Wir sahen und mit einem Augenrollen an und warteten lieber ganz hinten.
Nach einigen Minuten des Bibberns und Händereibens öffnete Filch endlich die Pforten und die Schar strömte ins Freie. Hermine und Ginny wollten sich schon beeilen, doch ich hielt sie zurück und sagte: „Vertraut mir!"
Sie sahen zwar höchst verwirrt drein, doch ich blieb stumm und wir liefen gemächlich runter ins Dorf. Vor dem großen Ballmodegeschäft drängelten sich schon alle vor dem Schaufenster und riefen aufgeregt umher, doch ich zog die beiden weiter in eine etwas ruhigere Nebengasse, bis zu einem etwas kleineren aber doch hübschen Kleidergeschäft.
„Ich habe hier letztes Jahr ein Kleid für die Silvesterparty kaufen müssen. Die Kleider sind wirklich der Hammer, kommt mit", meinte ich auf ihren fragenden Blick hin und stieg die wenigen Stufen zur Tür empor und öffnete diese.
Die kleine Klingel über der Tür läutete leise, als wir eintraten. Das Geschäft war angenehm erwärmt und das goldene Licht fiel auf die zahlreichen Kleider, die an den Kleiderstangen verteilt herumstanden.
„Kann ich euch helfen?", fragte eine sanfte Stimme hinter uns, die zu der kleinen, schwarzhaarigen Verkäufern gehörte, die mich schon beim letzten Mal bedient hatte.
„Nein danke, wir wollten uns nur mal umsehen", erwiderte ich ihr höflich und zog meine Freunde nach hinten zur Abteilung für Ballmode. Kaum hatten wir die hintere Ecke betreten japsten beide überrascht auf. Zurecht. An den Wänden hingen überall Kleider in allen verschieden Farben und Formen, sie spiegelten sich im Licht der Lampen wieder, reflektierten in kleinen Regenbögen und glitzerten auf so eine unberührte Weise, dass ich am liebsten mit meinen Fingern darüber gefahren wäre.
Ginny quietschte auf und lief sofort begeistert los und sah sich die Kleider an und quietschte dann erneut, als sie die unschlagbaren Preise sah. Sie wuselte durch die Reihen und holte sich extrem viele Kleider auf einmal und verschwand dann in der Umkleide.
Nach einer Ewigkeit an Aus- und Anziehen hatten wir endlich ihr perfektes Kleid gefunden. Es war rosa-grün, mit einem weißem Kragen und einem pinken Band um die Taille, in welchem sie unglaublich süß aussah. „Das ist perfekt, das musst du kaufen!", rief ich. Ginny begutachtete sich im Spiegel und nach einem Blick auf den Preis war die Entscheidung abgeschlossen.
Hermine hatte relativ schnell ihr Kleid gefunden, es war blau mit einem schönen Rückenauschnitt und mehrfachem, aufgepuschtem Stoff, der nach unten hin dunkler wurde. Glücklich betrachtete sie sich im Spiegel und vollführte einen kleinen Tanz.
Nun war ich an der Reihe. Nachdem ich den Vorhang zugezogen hatte probierte ich die wenigen Kleider an, die an der Stange hingen. Das erste, ein eng anliegendes grünes Kleid, war ein richtiger Flop, nicht nur weil es viel zu kurz war, sondern auch weil es ständig verrutschte. Das zweite Kleid bestand aus dunkelblauem Stoff und wäre auch wirklich schön gewesen, hätte es nicht einen zehn Meter Radius aus Stoff auf dem Boden. Ich wollte jetzt wahrlich nicht den Boden auf dem Weihnachtsball wischen, weshalb ich es schnell wieder auszog und ein neues anprobierte. Das dritte Kleid war zu groß, das andere zu klein und das nächste war viel zu grell und Ginny schickte mich mit den Worten „Du bist nicht die verdammte Sonne" zurück in die Umkleide.
Schließlich blieb mir nur noch ein Kleid übrig, auch wenn ich es bisher vermieden hatte es anzuprobieren, da sogar meine Eltern es zu teuer finden würden. Es bestand aus rotem Stoff und hatte keine Ärmel, sondern leichten Stoff an den Oberarmen, die meine Schultern wunderbar betonten. Der leicht runde V-Auschnitt betonte mein Schlüsselbein und fiel dann sanft ab, bis auf den Boden. An der Taille befanden sich silberne Steinchen aufgesetzt, die sich leicht nach unten verstreuten. Es war wunderschön.
Ginny und Hermine fielen fast in Ohnmacht, als ich die Umkleide verließ, um mich im Spiegel zu betrachten. „Bei allen sieben Weltmeeren, Emily, das musst du nehmen!", kreischte Ginny laut und wirbelte mich herum.
Lachend betrachtete ich mich im Spiegel und es verschlug mir den Atem. Das war nicht ich. Ich war nicht hässlich, doch ganz sicher sah ich nicht so aus. Die Person im Spiegel schien einer Welt entsprungen zu sein, in der sie gleich auf einen royalen Ball gehen wird, um dort auf ihre Krönung anzustoßen.
„Ich weiß nicht", meinte ich und zupfte an dem Stoff herum, „Es ist zu teuer!"
„Wenn du das nicht nimmst, dann fall ich um. Ich meine, schau dich an! Das Kleid ist wie für dich gemacht, das ist das Beste, was du haben kannst!", rief Ginny und sah ganz entgeistert dran.
„Sie hat Recht", meinte Hermine und musterte mein Kleid, „So ein Kleid findest du nie wieder!"
Ginny pflichtete ihr sofort bei und nach einigen ziemlich lahmen Argumenten meinerseits gab ich mich geschlagen und legte mein Kleid der Verkäuferin auf den Tresen, die wahrscheinlich sehr wohl unsere Diskussion mitbekommen hatte, ihrem Zwinkern nach zu urteilen.
Mit unseren Taschen bewaffnet verließen wir das Geschäft und stolperten direkt in die Kälte hinein. Wir liefen zum Drei Besen, unter anderem da Mutter auf mich dort warten würde, um mein Kleid zu begutachten. Ich hoffte schwerstens, dass sie sich mit meiner Wahl zufrieden gab und nicht ein Theater vor der halben Schule veranstaltete.
Das Drei Besen war schon gut gefüllt, nicht nur Schüler saßen hier, sondern auch Dorfbewohner und Lehrer. Mutter saß an einem der hinteren Tische und winkte mir zu als sie mich sah und bedeutete mir mich neben sie zu setzen. Mit einem „Wünscht mir Glück" verabschiedete ich mich von meinen Freunden und steuerte direkt auf Mutter zu.
„Hallo Emily", begrüßte sie mich steif als ich vor ihrem Tisch zu stehen kam und deutete auf den Stuhl neben ihr. Hoffentlich sah sie mir nicht allzu deutlich an, wie sehr es mir widerstrebte mich dorthin zu hocken. Langsam nahm ich Platz und sah mich um. Die halbe Schule war wirklich hier, sogar Draco Malfoy und seine Kumpanen saßen nur wenige Tische von uns entfernt. Das konnte ja mal lustig werden.
„Was für ein furchtbares Wetter, findest du nicht", meinte Mutter mit stechendem Blick und rieb sich ihre Hände.
„Oh ja, wirklich furchtbar", sagte ich trocken und knetete meine Hände. Ich wollte hier einfach nur weg.
„Nun denn", seufzte sie, da sie endlich gemerkt hatte, dass mir überhaupt nicht nach Small Talk zu mute war, „Zeig mir mal dein Kleid."
„Mum, hier ist die halbe Schule. Ich kann doch jetzt nicht mit einem Ballkleid hier rumwedeln!", zischte ich leise, doch sie hatte mir schon die Tüte aus der Hand gerissen und musterte nun den Inhalt. Nach einige Minuten seufzte sie schließlich gekünstelt und reichte mir die Tüte wieder. „Nun, ich hätte dir einen besseren Geschmack zugetraut, aber gut, wenn du unbedingt so gehen willst."
Stumm blieb ich sitzen und wartete was jetzt auf mich zukam. Natürlich folgte auch sogleich die Frage: „Mit wem gehst du zum Ball?"
Ich seufzte und wünschte mir, neben meinen Freunden zu hocken. „Harry Potter", flüsterte ich leise.
Für einen kurzen Moment sah sie sprachlos aus. Oh bei Merlin, dieser Ort hier wird gleich etwas lauter werden.
Sie fing an zu kreischen. „Was! Warum hast du nichts gesagt?" Bei Merlin, der ganze Pub sah nun zu uns herüber, sogar McGonagall und die anderen Lehrer. Nicht einmal der Slytherintisch ließ es sich neben zu uns herüber zu gaffen. Es war mir des Todes peinlich.
„Vielleicht weil ich das selber erst seit gestern weiß", presste ich mühsam hervor und stand ruckartig auf, „Tut mir wirklich leid, Mutter, aber ich muss jetzt los. Meine Freunde warten auf mich und ich habe noch Hausaufgaben zu erledigen." Das Argument Hausaufgaben zog immer.
„Natürlich Schatz, ich verstehe das", sagte sie und stand ebenso auf, nachdem sie viel zu viel Geld auf den Tisch gelegt hatte. Natürlich ließ sie es sich nicht nehmen mich zur Tür zu begleiten, aber erst nachdem sie lautstark alle Lehrer gegrüßt hatte und um dann nach meinem aktuellen Lernstand zu fragen. McGonagall sah zu meiner Überraschung tatsächlich belustigt drein, als sie meinen Gesichtsausdruck bemerkte.
Nach einer Ewigkeit verabschiedete Mutter sich endlich und ließ sich noch von mir zur Tür begleiten. Nachdem sie endlich disappariert war, ging ich wieder in den Pub hinein, wurde aber an der Tür aufgehalten. Natürlich von Malfoy.
„Hunter, was hat deine Mutter denn da angeschaut. War es dein Kleid aus Windeln? Nun gut, es ist sowieso egal, kein Mensch würde jemanden wie dich zum Ball einladen!"
Da platzte mir der Kragen. „Mich hat sehr wohl jemand zum Ball eingeladen, Malfoy, stell dir vor. Außerdem- mit wem gehst du? Mopsgesicht Parkinson? Nein, warte ich weiß es! Eloise Midgen!" Ich wartete gar nicht auf eine Antwort, sondern rempelte ihn im Vorbeigehen an und steuerte auf den Tisch mit Hermine und Ginny zu, an dem sich in der Zwischenzeit auch Harry und Ron nieder gelassen haben.
„Sie ist die Hölle", begann ich das Gespräch und ließ mich wie ein Sack Kartoffeln neben Ginny fallen. Diese schob mir ein Butterbier zu, welches sie netterweise schon für mich bestellt hatte.
„Was ist passiert? Wir sind gerade erst hier angekommen", schaltete Ron sich ein.
„Emily's Mutter hier", grinste Ginny, „hat den ganzen Pub zusammengeschrien, als sie erfahren hat, dass Emily mit Harry auf den Ball geht."
„Das ist nicht lustig", rief ich, als ich sah, wie sich ein Grinsen auf die Gesichtern der vier stahl, doch sie mussten nur noch mehr grinsen. Schließlich musste sogar ich lächeln und nahm einen Schluck von meinem Butterbier.
Nachdem wir zu Ende getrunken hatten und noch ein wenig durch Hogsmeade spaziert waren, liefen wir gemeinsam hoch zum Schloss. Es musste den Tag über angefangen hatten zu schneien, denn heute morgen lag noch kein Schnee auf dem sonst so grünen Gras. Sanft fielen die kleinen Flocken vom Himmel und schmolzen auf unserer warmen Haut. Hogwarts ragte riesig über uns auf, hell erleuchtet und wirkte so heimisch und magisch in diesem Augenblick, dass ich mir nicht vorstellen konnte, jemals einen anderen Ort als diesen mein Zuhause nennen zu können.
