Kapitel 24

durchbrennen

sich heimlich davonmachen, ausreißen

„Ich denke wir wurden beim Unterricht schwänzen erwischt, denkst du nicht auch, Myonie?", fragte Draco und seine Stimme klang viel zu belustigt. Voller Horror schloss Hermione die Augen. Sie würde diesen Zyklus ganz sicher nicht im Gryffindorturm verbringen. Vielleicht konnte sie sich umbringen. Seufzend drückte sie ihren Kopf an Dracos Brust.

„Ich denke, wir kommen später wieder", sagte Parvati, die sich als erstes gefangen hatte. Hermione hörte wie die Tür zu ging.

„Bei Merlin. Ich war noch nie so froh, dass das hier eine Zeitschleife ist", murmelte Hermione und setzte sich auf.

„Warum denn? Du hast dich von fünf Jungs ficken lassen und das ist dir peinlich?", wollte Draco belustigt wissen und schwang die Beine aus dem Bett.

„Wie glaubst du soll ich Harry und Ron Draco Malfoy im Schlafsaal der Gryffindormädchen erklären?", wollte sie wissen. Draco zuckte desinteressiert die Schultern.

„Sag ihnen, ich habe dir Amortentia untergejubelt. Das werden sie dir sicher glauben. Oder ich habe dich gleich unter den Imperius gestellt. Das wäre sogar nur teilweise gelogen."

Hermione warf ihm einen düsteren Blick zu. Draco schien das nicht sonderlich zu kümmern.

„Wir sollten uns duschen, bevor sie wieder da sind. Ich glaube, dass es nicht lange dauert und Ginny steht hier in der Tür. Zum Glück kommen Ron und Harry nicht hier hoch."

„Außer sie fliegen auch durchs Fenster", gab Draco zu bedenken und folgte ihr ins Badezimmer.

„Auf die Idee kommen sie nicht", wiegelte Hermione ab und in dem Moment war ein Jaulen aus dem Gang zu hören. Das war sicher Ron, der gerade versucht hatte hier herauf zu stürmen.

„Wie gut bist du mittlerweile in Okklumentik?", fragte Draco als sie unter der Dusche standen. Hermione sah ihn irritiert an, doch Draco verdrehte nur genervt die Augen als sie nicht antwortete.

„Snape hat mir erzählt, dass er dich unterrichtet. Ich weiß, dass du so verhindern willst, dass ich Informationen von dir bekomme. Ich respektiere das", erklärte er „Ich wollte dich fragen ob du mit mir für den Rest des Zyklus Hogwarts verlassen willst. Du würdest denen da entkommen und wir können uns noch zwei schöne Tage machen. Vorausgesetzt du vertraust mir genug, dich nicht an den Dunklen Lord auszuliefern oder bist gut genug in Okklumentik, als dass es nichts bringen würde."

Hermione starrte Draco einen Moment fassungslos an. Dann musste sie lachen. Sie musste einfach nur hemmungslos lachen und hielt sich an der Wand fest, damit sie nicht umkippte. Dracos Worte fassten so wunderbar ihre Situation zusammen. Das war fast schon grotesk. Zwischen ihnen stand eine Drohung um Folter und Verrat und trotzdem verbrachten sie Zeit miteinander. Trotzdem hatten sie Sex und begehrten einander. Obwohl sie Feinde waren. Das war doch paradox.

„Findest du das so witzig?", fragte Draco mit hochgezogener Augenbraue und verschränkte die Arme vor der Brust.

Sie sah ihn an, wie er hier stand in ihrem Badezimmer und sie vorwurfsvoll ansah wegen ihres Lachanfalls. Sie hatte noch immer seinen Geschmack im Mund von seinem Sperma, das sie gerade geschluckt hatte und er fragte sie trocken und rational und ehrlich ob sie es riskieren würde mit ihm Hogwarts zu verlassen ohne dass sie glauben musste er würde sie einem Wahnsinnigen ausliefern der ihren Geist schänden wollte. Diese Situation war einfach nur grotesk und sie war ehrlich und wenn sie sich die Situation ansah, war es eine vollkommen berechtigte Frage. Sie mochte Draco irgendwie für diese Art wie er das sagte. Es war so absolut rational und abgeklärt. Sie mochte das wirklich.

„Hermione bist du da?", hörte sie Ginnys Stimme aus dem Schlafsaal. Genervt verdrehte sie die Augen.

„Ich bin im Bad ich komme gleich", rief sie zurück und wischte sich die Lachtränen aus dem Gesicht.

„Also, was ist nun? Brennst du mit mir durch?", wollte Draco mit einem verschwörerischen Lächeln wissen und Hermione musste instinktiv auch lächeln. Es war ein Risiko. Aber sie war mittlerweile nicht so schlecht in Okklumentik. Wahrscheinlich würde der Dunkle Lord sie irgendwann brechen. Aber sie war sich sicher, dass er dafür mehr als zwei Tage brauchen würde. Es war ein überschaubares Risiko. Außerdem wollte sie nicht glauben, dass Draco sie heute ausliefern würde. Er hatte bis jetzt nie Anstalten gemacht. Aber sie hatten sich in letzter Zeit auch nicht viel gesehen.

Einen Moment zögerte sie noch. Es war ein Risiko. Aber alles an Draco Malfoy war ein Risiko.

„Okay, lass uns durchbrennen", stimmte sie zu und ein zufriedenes Lächeln schlich sich auf seine Züge. Er beugte sich vor und hauchte ihr einen flüchtigen Kuss auf die Lippen.

„Wir müssen fliegen", erklärte Draco. „Ab einer gewissen Stelle im Verbotenen Wald enden die Schutzzauber um Hogwarts. Aber es ist nur ein Weg raus. Kein Weg rein. Es ist viel zu gefährlich in den verbotenen Wald zu apparieren. Wenn wir einmal draußen sind, kommen wir erst mit dem nächsten Zyklus wieder rein."

„Wo willst du hin?", fragte Hermione, doch Draco gab ihr nur einen weiteren Kuss. „Es wird dir gefallen. Versprochen. Aber jetzt sollten wir der kleinen Weasley unter die Augen treten die sicher den Schlafsaal bewacht wie ein Drachenweibchen."

Hermione musste schmunzeln. Dann wickelte sie sich in ein Handtuch und gab auch Draco eines.

Sie beobachtete ihn wie er sich abtrocknete und sich das weiße Handtuch um die Hüfte schlang. Er sah tatsächlich wahnsinnig gut aus musste sie zugeben. Wenn sie schon mit einem Jungen im Bett erwischt wurde, dann war Draco Malfoy sicher nicht der schlechteste. Ließ man seinen Charakter einmal außen vor.

„Hallo Weasley", hörte Hermione Draco sagen als er das Badezimmer verließ. Sie wickelte sich gerade das Handtuch um den Kopf um ihre Locken abzurubbeln.

„Dir ist klar Malfoy, dass das hier der GRYFFINDOR-Schlafsaal der MÄDCHEN ist", hörte Hermione Ginnys wütende Stimme.

„Das hatte ich erwartet. Wäre doch schlecht, wenn ich im Jungenschlafsaal von Gryffindor beim Sex erwischt worden wäre", konterte Draco und Hermione kam in den Schlafsaal. Ginny stand mit zornesrotem Kopf und in die Hüfte gestemmten Händen im Raum und machte ihrer Mutter jede Konkurrenz.

„Es ist verboten hier zu sein", zischte Ginny und Draco zuckte nur mit den Schultern, während er an Ginny vorbei ging und sich ungeniert nach seinem Hemd auf dem Boden bückte. Er zog es über und sie bemerkte, wie er versuchte das Dunkle Mal immer von Ginny weg zu halten, damit sie es nicht bemerkte.

„Solche Verbote haben mich noch nie gekümmert."

„Sag mal spinnst du Malfoy!", schrie Ginny fast und zog ihren Zauberstab.

„Hey, Sachte", sagte Draco und hob abwehrend die Hände. Ginny war für ihre Flederwicht-Flüche gefürchtet. Draco schien keinen abbekommen zu wollen. „Die Einzige, die sich hier beschweren darf, ist Myonie und sie hatte nichts dagegen, mit mir den Vormittag im Bett zu verbringen. Wir hatten bisschen Spaß und jetzt verschwinde ich wieder und wenn die beiden Gänse hier nicht im Schlafsaal aufgetaucht wären und uns gestört hätten, hätte niemals jemand davon erfahren das ich hier war."

Ginny starrte Draco perplex an. Es war wohl nicht die Reaktion die sie erwartet hatte. Hatte sie erwartet Draco würde sie beleidigen? Hermione hatte keine Ahnung. Wahrscheinlich war es naheliegend.

Draco fischte seine Socken vom Boden und begann sich anzuziehen.

Ginnys Blick fiel auf Hermione die in ein Handtusch gewickelt in der Badezimmertür stand. Irgendwie war das schon eine ziemlich seltsame Situation.

„Ginny es ist echt nicht so wie es aussieht", sagte Hermione. Etwas Besseres fiel ihr gerade nicht ein. Aber es klang selbst in ihren Ohren ziemlich lahm.

„Nicht wie es aussieht?", fragte Ginny und sah sie entgeistert an. „Es sieht so aus, als hättest du, ausgerechnet du, von allen Mädchen auf Hogwarts heute Zauberkunst geschwänzt. Zumindest behauptet das Ron, um mit dem da", sie zeigte anklagend auf Draco, „unanständige Dinge in deinem Schlafsaal zu machen. Wie kommt er überhaupt hier rein. Ich dachte Jungs kommen nicht durch die Schutzzauber auf den Mädchenschlafsälen."

Hermione fiel keine gute Antwort ein, also entschied sie sich dafür das einzig erklärbare zu erläutern.

„Die Schutzzauber liegen nur auf den Gängen. Draco ist mit dem Besen durchs Fenster gekommen", erklärte sie und deutete auf den Nimbus 2001 der am Fenster neben Hermiones Bett lehnte.

Ginnys Blick flackerte zu dem Besen und in dem Moment stand Draco von ihrem Bett auf. Er hatte bereits wieder seine Hose und Schuhe an und war gerade dabei sein Hemd zuzuknöpfen. Ginnys Blick folgte ihm, wie er auf die noch immer nur in ein Handtuch gehüllte Hermione zu ging.

Draco beugte sich ein Stück zu Hermione runter und küsste sie sanft. Hermione erwiderte den Kuss etwas stärker. Irgendwie war die Situation surreal spannend. Draco intensivierte den Kuss, schlag einen Arm um ihre Hüfte und zog sie näher. Das war absolut provokant und gerade konnte sie nicht mal wütend sein. Schließlich war das ihr Schlafsaal und nicht Ginnys. Sie hatte jedes Recht Draco in ihrem Schlafsaal zu küssen.

„In einer halben Stunde unten in der Eingangshalle. Ich muss nochmal kurz in die Kerker", sagte Draco rau und sie nickte, bevor sie ihm noch einen flüchtigen Kuss gab.

„Wir sehn uns", fügte sie hinzu. Ohne darüber nachzudenken, richtete sie seinen Hemdkragen und irgendwie tat es gut ihn wieder zu sehen. Sie war dumm gewesen ihn zu meiden, wo sie seine Gesellschaft doch mochte, seine Küsse mochte, seine Gesten mochte.

Draco ging zum Fenster und schnappte sich seinen Besen.

„Du hast echt Nerven, Malfoy", fauchte Ginny, aber irgendwie sah sie garnichtmehr so wütend aus.

„Ich weiß. Aber du kennst das doch bei hübschen Mädchen verlieren Kerle schonmal den Kopf", sagte er und stieß sich vom Fenstersims ab. Hermione konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Seit wann bitte sagte Draco solche Sachen. Er hatte sie schon schön, und süß und atemberaubend genannt aber immer nur wenn sie Sex hatten. Das eben gerade war neu gewesen.

Hermione ging zu ihrem Kleiderschrank und öffnete ihn. Sie hatte keine Ahnung, was sie anziehen sollte. Es war Anfang Juni und zwar noch nicht ganz warm aber auch nicht wirklich kalt. Sie zog ein rotes Kleid aus ihrem Schrank. Es sah nicht festlich aus aber doch irgendwie schick. Es hatte sie an gute Laune und bessere Zeiten erinnert. Sie hatte es sich im Winter in Hogsmead gekauft. Sie hatte es gekauft als Ron mit Lavender zusammen gewesen war und sie sich fürchterlich allein hässlich und verlassen gefühlt hatte. Sie hatte es seitdem nie angehabt. Es war zwar noch etwas frisch aber entschlossen zog sie es aus dem Schrank.

„Willst du nichts dazu sagen?", fragte Ginny irgendwann, während Hermione noch immer in ihrem Kleiderschrank wühlte.

„Was soll ich denn sagen", fragte Hermione und setzte sich neben Ginny auf ihr Bett und begann sich die Haare mit dem Zauberstab zu föhnen.

„Irgendwas?", schlug Ginny vor.

„Ich wüsste nicht, wie ich es jemandem erklären könnte Ginny. Ich glaube nicht, dass einer von euch das Verstehen würde. Ich habe die letzte Zeit damit verbracht ihn mir aus dem Kopf zu schlagen. Habe mir gesagt, dass es nicht geht. Das wir zu verschieden sind und es nur in einer Katastrophe endet. Aber wenn er bei mir ist. Dann ist es mir egal wer er ist. Es fühlt sich einfach nur gut an."

„Liebst du ihn?", fragte Ginny und versuchte wohl tatsächlich verständnisvoll zu sein.

„Ich weiß es nicht. Verbleiben wir dabei, dass ich ihn unwiderstehlich finde. Das ich ihm irgendwie verfallen bin und ich mir sicher bin das es verdammt weh tun wird, wenn es endet. Aber es nicht zu tun, erscheint keine Option."

„Dich hat es ganz schön erwischt", stellte Ginny fest. Hermione stand auf und verschwand ins Bad, um sich umzuziehen. Das Kleid saß wunderbar. Es hatte weite lange Ärmel und einen Carmen Ausschnitt, der ihren schlanken Hals und ihre Schultern wunderbar zur Geltung brachte. Das Kleid schmiegte sich magisch an ihren Körper an und betonte ihre Taille, bevor es züchtig bis knapp über ihre Knie reichte.

Sie kam wieder in den Schlafsaal und Ginny sah besorgt aus.

„Du solltest mit Harry und Ron reden. Sie machen sich Sorgen. Sie glauben Malfoy tut dir etwas an", sagte Ginny während Hermione Schuhe anzog und sich einen leichten schwarzen Umhang überwarf.

„Und was soll ich ihnen sagen Ginny? Dass ich mich heimlich hinter ihrem Rücken mit Draco Malfoy treffe. Den Harry für einen Todesser hält? Der uns an Umbridge ausgeliefert hat und Seidenschnabel hatte hinrichten lassen wollen. Du weißt genau, was Dracos Vater im Ministerium getan hat. Es ist nicht falsch zu sagen, dass er der Feind ist. Selbst ohne Dunkles Mal ist er der Feind Ginny und ich…", Hermione setzte sich zurück aufs Bett und schüttelte verzweifelt den Kopf.

„Weißt du, was er plant?", fragte Ginny. Hermione war sich darüber im Klaren, das Harry Ginny alle seine Theorien über Draco erzählt hatte. Dass er ein Todesser war, dass er etwas im Raum der Wünsche plante, dass er einen Auftrag von IHM hatte und Crabbe und Goyle mit Vielsafttrank schmiere, stehen ließ. Hermione hatte es Harry nie geglaubt, hatte gedacht er sieht Gespenster bis sie das Dunkle Mal auf Dracos Arm gesehen hatte.

„Nein, Ginny ich weiß es nicht und ganz ehrlich. Wie passt es in Harrys Theorien, dass Draco sich mit mir einlässt? Sollte er mich nicht verachten für meine Abstammung?"

„Ich….", begann Ginny. „Ich glaube nicht, dass ich ihn gut genug kenne, um das zu beurteilen. Er ist schon das ganze Jahr seltsam. Ich meine früher unter Umbridge und auch vorher hat er jede Situation genutzt, um eklig zu sein. Aber dieses Jahr habe ich kaum was von ihm gehört."

„Gib mir das Wochenende Ginny. Halte Harry und Ron hin. Vielleicht kann ich euch dann eine Antwort auf alles geben. Ich versuche mir darüber klar zu werden, wie es mit Draco weitergeht okay?"

Sie holte eine kleine damenhafte Perlenhandtasche aus ihrem Schrank. Sie hatte sie zu ihrem letzten Geburtstag von ihrer Großmutter bekommen und verhext. Hermione verstaute darin ihren Geldbeutel und Unterwäsche zum Wechseln.

„Wo wollt ihr hin?", fragte Ginny. „Malfoy meinte ihr trefft euch gleich in der Eingangshalle."

Hermione ging an ihr vorbei und huschte kurz ins Badezimmer. Sie steckte ihre Zahnbürste, Zahnpasta und Deo ein. Sie kehrte zurück in den Schlafsaal und plötzlich wollte sie einfach nur noch weg von hier. Sie hatte so lange Hogwarts nichtmehr verlassen. Es kam ihr fast wie ein Gefängnis vor.

„Und was ist, wenn wir zusammen durchbrennen?", fragte Hermione und schob ein Buch in ihre Tasche. „Wenn wir einfach durchbrennen und diesen ganzen Mist hier hinter uns lassen. Meine Familie, seine Familie. Todesser, Schlammblüter, Krieg, einfach alles."

Bevor Ginny etwas sagen konnte, stürmte Hermione aus dem Raum. Sie lief die Treppe hinunter wo Harry und Ron auf sie warteten. Beide sprangen auf sie sie sie sahen, doch sie stürmte an ihnen vorbei.

Sie hatte keine Ahnung. Ob es eine gute Idee war mit Draco Hogwarts zu verlassen. Hier war sie sicher dort draußen verschwanden jeden Tag Menschen. Aber sie würde es nicht ertragen mit Harry und Ron ein zermürbendes Gespräch zu führen. Ohne Sinn ohne Zweck, weil alles, was sie Ihnen sagte, bald wieder vergessen sein würde.

Als sie in der Eingangshalle ankam war Draco noch nicht da. Sie atmete tief durch und sah zu den großen Stundengläsern an der Wand, an der die Hauspunkte der vier Häuser gezählt wurde. Es wanderten gerade ein paar blaue Edelsteine zurück in den oberen Zylinder. Hermiones Blick wanderte zu dem Kerkeraufgang, aus dem sie Draco kommen sah. Er hatte seinen Besen geschultert und lächelte, als er sie sah.

„Hermione!" Hermione fuhr herum. Es war Ron der nach ihr gerufen hatte. Er stand mit Ginny und Harry am Rand der Großen Treppe.

„Ich glaube wir sollten und beeilen", sagte Draco und hielt Hermione seine Hand hin. Irgendwie musste sie grinsen als sie sie ergriff. Sie eilten zusammen auf das große Eingangstor zu und Hermione zog ihren Zauberstab. Das Tor flog auf und sie rannten auf die mittäglichen Schlossgründe.

„Hermione!", hörte sie Ron hinter sich erneut rufen und viele Schüler, die bei dem guten Wetter am großen See saßen, blickten zu ihnen herüber.

„Komm", sagte Draco und stieg auf seinen Besen. Hermione stieg hinter ihm auf und klammerte sich an ihm fest.

Draco stieß sich ab und flog mit rasender Geschwindigkeit nah über den Boden bevor er höher Aufstieg. Sie hielt sich an seinem Körper fest. Spürte wie sich seine Muskeln anspannten, als er den Besen in die Höhe zog. Kurz sah sie zurück. Dort in der Ferne wurden Harry, Ron und Ginny immer kleiner, während sie pfeilschnell auf den verbotenen Wald zuschossen.

Dann war unter ihnen nur noch Wald. Sie flogen immer weiter und Hermione spürte ein Kribbeln auf der Haut, als sie die Schutzzauber von Hogwarts hinter sich ließen. Jetzt gab es kein Zurück mehr.