Kapitel 45

meine

als Ausdruck einer Gewohnheit, gewohnheitsmäßigen Zugehörigkeit

Draco musste zugeben, dass das Leben schon verdammt gut sein konnte. Er hatte nicht damit gerechnet, dass ihm diese Urlaubszeit mit Hermione so gut gefallen würde. Er hatte es eigentlich nur vorgeschlagen, damit er sich nicht mit dem Dunklen Mal auseinandersetzen musste. Weil er Angst davor hatte, was geschehen könnte, wenn sie zu tief gruben. Es gab Abgründe, denen er niemals mehr begegnen wollte.

Aber jetzt musste er zugeben, dass er es genoss. Er brauchte ein paar Versuche, bis er den alten Porsche von Hermiones Großvater nichtmehr dauernd abwürgte, die Spiegel abfuhr oder ihn irgendwie in den Graben lenkte. Den schlimmsten Unfall hatten sie, als er sich nicht an das Rechts vor Links gebot hielt und ihnen seitlich jemand reinfuhr. Danach zwang ihn Hermione Verkehrsregeln zu lernen. Spanische und Englische! Trotzdem war es witzig zu sehen, wie sie sich immer verzweifelt am Auto festklammerte, während er mit haarsträubender Geschwindigkeit die Autobahn nach Palma entlangjagte. Es war mehr als Genugtuung dafür, dass sie ihn zwang Muggelregeln zu lernen.

Mallorca war tatsächlich kurzweilig, auch wenn es hier so gut wie keine Zaubereigeschichte gab. Draco brauchte allerdings ein paar Zyklen, bis ihm bewusstwurde, warum Mallorca bei den Muggeln so ein beliebter Ferienort war. Es gab zwar Berge und Meer und ein paar kleinere Sehenswürdigkeiten, doch die Muggel kamen hauptsächlich zum Feiern hierher. Es gab ein paar Partyzentren und das Partyzentrum für die englischen Urlauber befand sich ziemlich nah an Hermiones Ferienhaus.

Draco hielt zwar noch immer nicht viel von Muggeln, doch ein Übermaß an Alkohol, freizügigen Mädchen und Sex konnten ihn schon reizen.

Die Musik dröhnte in Hermiones Adern. Es fühlte sich fast so an, als würde der Bass ihren Puls bestimmen. Hermione wühlte sich mit zwei riesigen Gläsern Sangria durch die Menge und entdeckte Draco, der mit verschränkten Armen und abweisendem Blick an einer Wand lehnte. Es war Samstagabend und nachdem sie bereits viel Zeit auf Mallorca verbracht hatten und Hermione glaubte fast jede Ecke zu kennen, waren sie heute in Magaluf. Ihre Cousins hatten ihr die wildesten Geschichten über die Partyszene in Magaluf erzählt und William war mehr als einmal sturzbetrunken und mit Damenbegleitung zurück ins Ferienhaus getaumelt. Wenn er denn überhaupt den Weg zurück gefunden hatte. Auch ihre Onkel und Tanten hatte die ein oder andere Eskapade hier erlebt. Hermione war immer zu jung gewesen, um nach Magaluf zum Feiern zu gehen. Doch heute hatte sie ihre Ausweise verhext aus Sorge jemand könnte sie kontrollieren und feststellen, dass sie in der Muggelwelt noch nicht erwachsen waren. Eine unnötige Sorge wie sich herausgestellt hatte.

Ein Muggelmädchen sprach Draco an. Sie war bestimmt älter als er, vielleicht zwanzig. Sie trug nur einen unerhört kurzen Rock und ihr Oberteil reichte ihr nur knapp über die Brüste. Das hübsche Mädchen sagte etwas zu Draco und strich sich ihr langes blondes Haar zur Seite. Hermione stellte mit einigem Missfallen fest, dass sie viel zu nah bei Draco stand. Doch Draco knurrte etwas und eine schneidende Geste später, wandte sie sich von ihm ab.

Sie war nicht die erste die Draco heute ansprach. Hermione hatte es schon von der Theke aus beobachtet und es missfiel ihr sehr. Zu ihrem Glück schien Draco kein Interesse an den Mädchen zu haben. Einen Moment versuchte Hermione ihn aus ihrer Sicht zu sehen.

Draco war groß, sehr groß sogar. Sicher über 1,90. Er wirkte nicht muskulös oder ähnliches, aber trotz seiner Größe auch nicht schlaksig. Sein weißblondes Haar stand im Kontrast zu seinem schwarzen Shirt. Seine scharfen feinen Gesichtszüge und seine grauen kalten Augen gaben ihm etwas Aristokratisches, Unnahbares und Hermione musste sich eingestehen, dass er alles in allem schon unverschämt gut aussah. Irgendwie ungewöhnlich, besonders. So als würde er sich sogar durch sein Aussehen von den übrigen Menschen abheben wollen. Keiner der ihn sah, würde ihn für siebzehn halten. Es war weniger das Aussehen als vielmehr die Haltung die ihn älter erschienen ließ. Draco besaß eine Ausstrahlung selbstsicherer Überlegenheit, wie er so dort lehnte. Er hatte nichts von der Unsicherheit eines Teenagers, der gerade erst erwachsen wurde.

Hermione musterte die Muggel um sich herum und fragte sich, woran es lag, dass Draco so anders wirkte. War es der Schmerz des vergangenen Jahres, die Zeitschleife, durch die sie schon deutlich länger lebten, als ihr biologisches Alter oder die Tatsache das er ein Zauberer war. Wie wirkte sie selbst auf die Muggel. Sah man ihr ebenfalls an, dass sie eine Hexe war?

„Hier", sagte Hermione und reiche Draco sein Glas. Draco nickte ihr zu und stieß mit ihr an.

„Ich habe mich noch immer nicht daran gewöhnt, dass es so wahnsinnig viele Muggel gibt", sagte er und ließ seinen Blick über die tanzende und grölende Menge wandern. Hermione beobachtete ihn. Sein Blick schien fast unbeteiligt. Dabei war er so neugierig gewesen hierher zu kommen.

„Es gibt einfach nur verdammt wenig Hexen und Zauberer. Du glaubst gar nicht wie überrascht ich war, als ich festgestellt habe, dass der Konzern meiner Familie mehr Mitarbeiter hat, als es Hexen und Zauberer in Großbritannien gibt."

„Einer der Gründe, warum wir die Muggel so hassen. Aber vielleicht ist es weniger Hass als Angst. Angst davor, dass Nostradamus Prophezeiung eintritt."

Nachdenklich runzelte Hermione die Stirn. Sie hatte keine Ahnung, was Draco mit Nostradamus Prophezeiung meinte. Aber sie hielt auch nicht viel von Wahrsagen. Einer der Gründe, warum sie es recht schnell hingeschmissen hatte.

„Was meinst du mit Nostradamus Prophezeiung?" fragte Hermione dennoch und Draco sah sie einen Moment mit undeutbarem Gesichtsausdruck an. Hermione meinte fast, er sei etwas herablassend.

„Kein schönes Thema für einen Partyabend. Zu viel Pathos", entgegnete er jedoch nur und beugte sich runter, um sie zu küssen. Hermione hatte ein komisches Gefühl bei seinen Worten.

Hermione war es schon öfter aufgefallen. Wann immer er etwas nicht sagen wollte, küsste er sie oder lenkte sie mit einer anderen intimen Geste ab. Half dies nicht, tat er etwas von dem er wusste, dass sie es unterstützte. Sich zum Beispiel mit Muggeln beschäftigen. Auch jetzt wieder. Nachdem Hermione ihn noch immer fragend ansah, nahm er ihre Hand und zog sie zu den Muggeln auf die Tanzfläche. Draco hatte seine mitteilsamen Momente. Aber wenn sie etwas aus ihm herausbekommen wollte, musste sie den richtigen Augenblick abpassen. Ihn auf dem falschen Fuß erwischen und ihm seine Geheimnisse entlocken. Sie würde noch herausfinden, was er mit Nostradamus gemeint hatte. Aber nicht jetzt. Heute waren sie hergekommen, um Spaß zu haben und zu feiern, als gäbe es kein Morgen. Schließlich gab es kein Morgen.

Zuerst war Draco überrascht gewesen über die Hemmungslosigkeit der feiernden Muggel. Er hatte noch nie so einen Rausch erlebt. Die Macht der Masse zwischen denen sie sich bewegten. Es war egal, dass die Musik scheiße war. Es war egal, dass der Alkohol billig und viel zu süß war. Es war nichts von all dem, was ihn in seinen Bann zog. Es war die schiere Menge, die grölte und lachte und auf der Tanzfläche zu einer Einheit zu verschmelzen schien. Die Leiber, die immer wieder an sie stießen und Hermiones lachen, als sie sie sich in seine Arme drückte.

Draco hatte keine Ahnung wie viel er schon getrunken hatte oder wie spät es mittlerweile war. Es war auch bedeutungslos. Er nippte an seinem Cocktail und wartete auf Hermione die Richtung Toilette verschwunden war, während er fasziniert, die Muggel beobachtete.

Sie sahen alle so gleich aus und doch waren sie alle unterschiedlich. Wenn er sie beobachtete, fiel es schwer den Unterschied zu Hexen und Zauberern auszumachen. Sie hatten auch Partys gefeiert. Ziemlich wilde Partys in Slytherin. Eine der nervenaufreibendsten war wohl die zu Zabinis siebzehntem Geburtstag gewesen. Sie waren wild und laut und hemmungslos gewesen und doch war es anders. Denn sie waren deutlich weniger. Eine solche Masse an Menschen hatte er, wenn überhaupt, bei der Quidditch Weltmeisterschaft erlebt. Doch dort war die Party ziemlich schnell in Gewalt umgeschlagen. Weil betrunkene Hexen und Zauberer glaubten, sie dürften sich alles erlauben. Draco wusste nicht was geschehen wäre, wenn das Dunkle Mal nicht alle in die Flucht geschlagen hätte. Ein paar tote Muggel wären das geringste Problem gewesen.

Dracos Blick glitt hinüber in die Richtung in die Hermione verschwunden war. Nachdenklich runzelte er die Stirn. Er glaubte sie gesehen zu haben, doch ein paar Männer standen genau vor dem Gang, der zu den Toiletten führte und Draco hatte ein ungutes Gefühl dabei.

Lauernd stand er auf uns ging näher.

Eine Gruppe von vielleicht vier Männern Anfang zwanzig belagerte den Gang, der ein Stockwerk tiefer zu den Toiletten führte. Draco entdeckte Hermione die sich schützend vor einer anderen Frau aufgebaut hatte. Sie sagte etwas, dass in der lauten Musik unterging und machte eine unwirsche Geste Richtung der Männer. Einer von ihnen lachte und wollte nach Hermione greifen, doch sie gab ihm eine schallende Ohrfeige.

Draco konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Diese Ohrfeigen taten verdammt weh, das hatte er am eigenen Leib erfahren. Doch einer der anderen Männer packte Hermione am Arm und schubste sie an die Wand. Draco bemerkte, wie Hermione nach ihrem Zauberstab griff.

Sie würde zurechtkommen. Daran bestand kein Zweifel. Sie war eine Hexe und das waren nur ein paar besoffene Muggel. Trotzdem konnte zaubern unter so vielen Blicken dazu führen, dass sie noch vor Ablauf der Zeitschleife ärger mit irgendeiner Zaubereiaufsichtsbehörde bekommen würden. Das war nichts, was er jetzt brauchte.

Draco trat zu der Gruppe und legte dem Kerl, der Hermione geschubst hatte einen Arm um die Schulter.

„Hey, nett das du mein Mädchen gefunden hast, hatte sie schon vermisst", sagte er zu dem deutlich kleinen Mann und nutzte die Verwirrung, um sich durch die Männer durchzumanövrieren, damit er zu Hermione kam. Diese hatte mittlerweile ihre Hand fest um ihren Zauberstab geschlossen.

„Draco", sagte sie und er bemerkte ihren erleichterten Gesichtsausdruck. Sie schien sich unwohl gefühlt zu haben, und wahrscheinlich war die Situation doch nicht so ungefährlich wie Draco gedacht hatte. Hermione war nicht er und mit ein paar volltrunkenen Idioten umzugehen war wohl nichts, was sie regelmäßig tat.

„Ich dachte ich schau mal, wo du bleibst, meine Süße", grinste er sie an und konnte nicht widerstehen sie zu Küssen. Sie war wahnsinnig niedlich mit vor Zorn geröteten Wangen. Er war wahrscheinlich auch nichtmehr ganz nüchtern. Denn Besoffene zu reizen war nie etwas Gutes. Gerade scherte es ihn allerdings wenig.

Draco legte den Arm um Hermione und suchte die Lücke, durch die sie hier wieder rauskommen würden. Ganz links der Kerl schien etwas zurückhaltender zu sein als seine Kumpane. Dort würde er am ehesten vorbeikommen. Draco hatte gerade den Plan gefasst, als der Kerl dem Hermione eine gelangt hatte ihn wütend anfuhr. Er schien sich gerade von der Ohrfeige erholt zu haben.

„Verpiss dich Junge. Ich hab mit der Schlampe noch ein Hühnchen zu rupfen."

Draco hatte keine Ahnung was es bedeutete ein Hühnchen zu rupfen, aber er glaubte nicht, dass es etwas Gutes war, denn der Typ war mörderisch wütend. Wahrscheinlich hatte Hermione seinem Ego gerade einen ziemlichen Dämpfer verpasst.

„Das ist meine, Junge", erwiderte Draco unbeeindruckt „Such dir eine eigene." Unwillkürlich verstärkte er den Griff um Hermiones Hüfte.

„Sie hat sich in Dinge eingemischt, die sie nichts angehen", fauchte der Muggel aufgebracht. „Glaubst du, du entkommst mir so einfach du billiges kleines Flittchen."

„Ihr habt sie belästigt. Du kannst nicht so einfach erwarten, dass sich keiner einmischt, wenn du jemanden belästigst", erwiderte Hermione wütend.

Draco konnte sich durchaus vorstellen, dass Hermione ziemlich ungehalten auf Belästigung reagierte. Bei Merlin sie hatte ihn dafür ermordet. Der Muggel sollte glücklich sein noch am Leben zu sein.

Hermione war normalerweise niemand der leicht zu reizen war. Das wusste er, er war mal seine Freizeitbeschäftigung gewesen sie zu reizen und außer das Potter und Weasley jedes Mal angestachelt wurden, war nicht viel geschehen. Nun, außer bei der Sache mit Seidenschnabel. Da war sie nachtragender, als er erwartet hatte. Grimmig erinnerte er sich an ihr Sicherheitswort. Viel Nachtragender.

„Wir haben nur geredet, und jetzt reden wir beide mal ein paar Takte, Kleine", fauchte der Muggel und versuche nach Hermione zu greifen. Draco spürte, wie sie ihren Stab fester griff und packte die Hand von dem Muggel, bevor er Hermione erreichen konnte.

Der Muggel war stark. Stärker als er. Doch Draco war es gewohnt sich mit Jungs zu prügeln die stärker waren als er. Sowohl Crabbe als auch Goyle waren ihm körperlich überlegen und er hatte nie eine Rauferei gegen sie verloren. Er war ein Malfoy. Ein Malfoy verlor nie.

Draco brauchte einen Moment bis der Zauber wirkte, und der Muggel hätte ihm fast die Hand entrissen, doch Draco packte nur umso fester zu und drehte den Arm nach oben. Dem Muggel entkam ein keuchender Laut, als er sich der Gewalt des Griffs beugen musste und in die Knie ging.

„Was ist an dem Wort „Meine" so unverständlich?", fragte Draco herablassend.

Überrascht realisierte Hermione wie der Mistkerl fluchend zu Boden sank, während Draco seinen Arm verdrehte. Irgendwas an dem Anblick kam ihr komisch vor. Draco war stark, das wusste sie. Immer wenn sie versucht hatte, sich ihm gewaltsam zu widersetzen, hatte er sie mit schierer Kraft überwunden. Aber sie war nicht nur einen Kopf kleiner als er, sondern auch ein zierliches Mädchen. Der Kerl, der jetzt gerade vor ihnen zu Boden sank, war zwar nicht so groß wie Draco, aber deutlich muskulöser und massiger. Doch Draco schien es keine Mühe zu bereiten.

„Verfluchter Wichser", zischte der Muggel und in dem Moment wollte ihm einer seiner Freunde zu Hilfe kommen. Doch Draco schubste den Mann, den er festhielt einfach gegen seinen Freund und sie gingen zusammen zu Boden.

„Gibt es hier ein Problem?", fragte in dem Moment eine Stimme und Hermione fielen zwei massige Gestalten auf, die jetzt zu ihnen traten. Die Security stellte sie erleichtert fest und steckte ihren Zauberstab wieder weg. Sie mussten auf das Gerangel aufmerksam geworden sein.

„Diese Männer haben uns vor der Damentoilette aufgelauert", sagte Hermione, ohne zu zögern und deutete auf die Kerle, die sich gerade erst wieder aufrappelten.

„Hey, wir haben nichts gemacht", sagte einer der Männer, der bis jetzt nur zugeschaut hatte und hob abwehrend die Hände.

„Ich glaub einfach ihr solltet draußen weiter nichts machen. Das ist für uns alle das Beste", sagte der Mann von der Security.

„Was ist mit dem?", wollte sein Kollege wissen und nickte zu Draco, der noch immer einen Arm um Hermione gelegt hatte.

„Das ist mein Freund. Er ist mich suchen gekommen, als ich nicht zurückkam", sagte Hermione und war einen Moment irritiert wie normal es sich angefühlte Draco als ihren Freund zu bezeichnen. Es war nicht so, dass sie eine wirkliche Beziehung führten. Aber es war auch nicht so, dass sie Fremde waren.

„Aber wir sollten auch gehen, Myonie", sagte Draco in dem Moment und Hermione nickte zustimmend. Ihr war die Laune auf Feiern sowieso vergangen. Sie warf dem Mädchen, dass belästigt worden war einen besorgten Blick zu.

„Kommst du zurecht?", wollte sie wissen.

Diese nickte ziemlich mitgenommen. „Danke", sagte sie leise. Sie schwankte etwas und musste sich an der Wand anlehnen. Sie hatte eindeutig zu viel getrunken.

„Ich denke wir rufen der jungen Dame ein Taxi. Ihr findet den Ausgang?", wollte der Mann von der Security wissen und Draco nickte.

Nicht ohne den vier Kerlen noch einen herablassenden Blick zuzuwerfen ging Draco mit ihr hinaus und Hermione bekam nur noch mit wie einer der Männer zu diskutieren begann, da sie rausgeschmissen wurden.

Wenn Hermione ehrlich war, wurden sie wohl auch gerade rausgeschmissen. Sie spürte nur zu genau die Blicke, die ihnen zum Ausgang folgten. Draco hatte dem nur zuvor gegriffen, bevor man sie auffordern konnte zu gehen.

„Konntest du wieder deinen Helferdrang nicht unterdrücken?", wollte Draco grinsend wissen, als sie in die kühle Nachtluft traten. Hermione verzog beleidigt das Gesicht. Sie gingen die Strandpromenade weiter, aus verschiedenen Bars drang Lachen und Musik an ihre Ohren.

„Was hätte ich tun sollen. Einfach weitergehen? Sie war vollkommen betrunken und keine Ahnung was die Männer mit ihr gemacht hätten. Vielleicht haben sie ihr auch irgendwelche Drogen untergeschoben", verteidigte sich Hermione, doch Draco schnaubte nur belustigt. Ehe sie es sich versah, hatte er sie herumgedreht und an eine Bretterwand hinter ihr gedrückt.

„Du meinst sie war betrunken und berauscht und die Männer hätten sie gefickt und herumgereicht. Hätten ihre harten Schwänze in sie gehämmert, bis sie sich alle an ihr befriedigt hätten. Sie vollgepumpt hätten mit ihrem Sperma, bis sie bewusstlos geworden wäre durch den Drogenrausch. Bis sie sie im wahrsten Sinne bewusstlos gefickt hätten?", wollte Draco dunkel wissen und ein Schauer lief über Hermiones Rücken. Sie wusste genau, worauf er anspielte.

„Das ist nicht das gleiche. Ich habe freiwillig mitgemacht", widersprach Hermione.

„Was ist schon freiwillig, wenn man Somnus-High ist. Wir verhexen nicht umsonst die Tür, wenn wir das Zeug rauchen. Ich habe keine Ahnung wie viel bei Verstand du warst, als du deine hübschen Beine für uns breit gemacht hast. Ich habe auch keine Ahnung wie viel Verstand ich noch hatte. Aber es kann nicht besonders viel gewesen sein. Es war absolut verantwortungslos, verdammt abartig und wenn ich daran denke, macht es mich wieder geil."

Draco hatte sie immer enger an die Holzwand der Bar hinter ihr gedrängt. Sie spürte nur zu genau seinen harten Körper an ihrem und wie sich die Erektion in seiner Hose ziemlich fordernd an ihr rieb.

„Draco", sagte Hermione tadelnd und ihre Hand glitt tiefer bis zu seiner Hose. „Du bist immer geil. Ein anderer Zustand wäre etwas Besonderes."

Draco lachte nur leise. Er fuhr mit dem Zeigefinger über ihre Lippen und Hermione leckte spielerisch über seine Fingerspitze. Ihrer Zunge folgend ließ er seinen Finger in ihren Mund gleiten und sie saugte provozierend an ihm, während sie ihre Hand fordernd über seine Erektion wandern ließ. Mit Draco zu spielen war immer gefährlich. Sie konnte nicht wissen, was er tun würde, aber sie konnte dem Drang nicht widerstehen mit ihm zu spielen. Draco entzog ihr seinen Finger und packte ihr rechtes Bein, während er einen Schritt nähertrat.

„Wer von uns beiden ist denn immer geil?", raunte er ihr ins Ohr und zog ihr Bein etwas höher. Hermione spürte seine Hand unter ihr kurzes Kleid fahren und mit dem Saum ihres Höschens spielen.

Direkt vor ihr ging eine Gruppe Betrunkener die Straße entlang und sie hörte die Musik der Diskothek durch die Holzwand hinter ihr wummern.

Ein erregtes Wimmern entkam Hermione als Draco seine Hand unter ihre Unterwäsche schob und seinen nassen Finger ziemlich zielsicher über ihre Kitzler rieb. Wie im Reflex wollte sie die Beine zusammendrücken. Sie standen praktisch mitten auf der Straße, doch Draco hielt ihre rechtes Bein eisern fest, während er unerbittlich über ihren Lustpunkt rieb. Hermione konnte sich kaum halten und schlang die Arme um ihn, während er einen Finger in sie schob und ihr leise ins Ohr lachte.

„Ich liebe es, wenn du dich so zierst."

„Jemand könnte uns sehen", wandte Hermione ein, was Draco nur ein weiteres Lachen entlockte.

„Davon gehe ich aus. Schau dir die Leute an, wie sie betrunken, lachend an uns vorbeilaufen und dann wird irgendeinem von ihnen auffallen, dass ich dich hier an diese Wand dränge. Ein guter Mensch könnte vielleicht denken, dass ich dich belästige. Er könnte einschreiten und versuchen dir zu helfen."

Draco schob noch einen zweiten Finger in sie und begann sie mit seinen Fingern zu ficken. Hermione stöhnte unterdrückt auf, wehrte sich aber nichtmehr, sondern positionierte sich so, dass er besser herankam.

„Aber es wird keiner einschreiten", fuhr Draco düster fort. „Denn die meisten Menschen denken nur an sich selbst. Vielleicht wird einer stehen bleiben und er wird uns beobachten und er wird zuschauen, wenn ich dich gleich gegen die Wand ficke. Aber er wird nichts tun."

Dracos Stimme klang rau und erregt. Hermione ließ ihren Blick über die Passanten wandern, die die Straße entlang gingen. Die meisten beobachteten sie nicht. Sie blickten von dem Lokal auf ihrer rechten Seite zu der bunten Leuchtreklame zu ihrer Linken. Dann bemerkte Hermione ihn.