Kapitel 78

ausnutzen

aus seiner vorteilhaften Situation für sich bedenkenlos Nutzen, Vorteil ziehen

Hermione hatte das Gefühl, als würde Fred sie den ganzen Morgen beobachten, während sie früh aufstanden und frühstückten. George war gestern spät nachhause gekommen und sie hatten ihn gerade die Tür reinkommen hören, als sie aus dem Bad gekommen waren. Zum Glück waren sie sich nicht begegnet.

Trotz aller Betonungen Seitens Hermione, dass es keinen Sinn machen würde den Laden zu öffnen, da der Tag sich sowieso wiederholte, öffneten sie trotzdem. Vor allem Fred war ganz erpicht darauf und irgendwie hatte sie das Gefühl, als wollte er ihr aus dem Weg gehen.

Nach genau zwölf Stunden Ruhezeit für den Trank schürte Draco wieder das Feuer an und sie machten sich von neuem daran das jetzt geschmolzene Koboldsilber zu analysieren. Hermione war ganz euphorisch, jedes Mal, wenn sich eine neue Ingredienz offenbarte.

Es war ein bisschen wie Rätselraten. Die einzelnen Gerüche, Farbflecken, Rauchspiralen und siede Eigenschaften den richtigen Zutaten zuzuordnen. Aber zusammen mit Draco waren sie verdammt gut im Raten.

Draco setzte einen neuen Kessel Wasser für eine weiterreichende Analyse auf, während Hermione kurz die Zeit nutzte ihnen ein schnelles Mittagessen zu machen. Sie war gerade dabei die Brote mit ordentlich Käse zu belegen, als Fred in die Küche kam.

„Hi", grüßte sie ihn und er begrüße sie ebenfalls, blieb dann jedoch in der Tür stehen.

„Wir sollten reden", sagte er und Hermione sah ihn überrascht an. Sie wusste nicht, was es noch zu klären gab.

„Worüber?", wollte sie wissen.

„Das letzte Nacht", begann er und schien unsicher, wie er weitermachen sollte.

„Es war nur Sex", sagte Hermione ärgerlich. Er sollte da nur nicht zu viel hineininterpretieren.

„Malfoy hat dich gefesselt, beleidigt und ich kann mir nicht vorstellen, dass es angenehm war, was wir mit dir gemacht haben. Ich hätte mich nicht dazu hinreißen lassen sollen. Ent-"

„Entschuldige dich bloß nicht dafür", fauchte Hermione wütend. Sie wollte auf keinen Fall, dass er sich für irgendwas entschuldigte. Das würde implizieren, das irgendwas davon nicht in Ordnung gewesen war.

„Ich wollte das alles. Es sind nicht nur Dracos Gelüste, denen ich mich beuge. Es sind meine eigenen. Und ja, es ist unbequem und erniedrigend. Aber ich genieße es. Als wir zusammen waren wusste ich noch nicht, was ich wollte. Ich hatte keine Ahnung, nur dass das, was du mir gegeben hast mich nicht glücklich gemacht hat. Als wir uns getrennt haben, war ich wütend auf dich, verunsichert und unglücklich. Heute weiß ich, dass du das einzig Richtige getan hast."

„Ich habe nie ein Problem beim Sex gesehen", gab Fred zu. „Ich dachte, wenn ich nur mehr Zeit gehabt hätte, dann hätte es schon geklappt."

„Ja wahrscheinlich hätte es das auch", gab Hermione zu. Sie war sich sicher, dass sie sich einfach mit allem arrangiert hätte. „Damals wusste ich noch nicht wie es sein kann. Aber jetzt weiß ich es."

„Trotzdem wolltest du gestern, dass ich mitmache", gab Fred zu bedenken und Hermione konnte nicht umhin in sich hinein zu Lächeln. Sie spülte das Messer ab, mit dem sie die Brote beschmiert hatte und legte es zurück in die Schublade.

„Du bist nicht der Erste mit dem Draco und ich gemeinsam Sexspiele gespielt haben und bilde dir nicht zu viel darauf ein, Fred. Es war nur ein Spiel und es war nur dafür da, dass es uns Spaß macht. Uns allen drei. Ich halte es nicht für verwerflich Promiskuität auszuleben, wenn es alle wollen."

Fred warf ihr einen überraschten Blick zu und dann musste er grinsen. „Jetzt erinnerst du mich wieder mehr an meine Hermione als gestern Nacht. Du warst so ungewohnt unterwürfig", sagte er und auch Hermione musste lächeln.

„Ich bin noch immer die gleiche. Mich von Draco fesseln zu lassen oder zuzulassen das er noch andere Dinge tut, die du dir wahrscheinlich nicht mal vorstellen kannst, sorgt nicht dafür, dass ich keinen Willen mehr habe. Eher im Gegenteil. Ich tue es, gerade weil ich einen eigenen Willen habe."

„Und was passiert, wenn ich es wieder will?", fragte Fred und trat einen Schritt näher an sie heran. Einen Moment hatte Hermione das Gefühl, dass er nach ihr greifen und sie küssen wollte, doch bevor sie sich sicher sein konnte, machte sie einen Schritt zurück.

„Dann musst entweder du oder ich mit Draco darüber reden. Er muss entscheiden, ob es für ihn okay ist, wenn ich vor seinen Augen Sex mit meinem Exfreund habe. Und bevor du jetzt auf falsche Gedanken kommst, ich habe nicht vor irgendwas mit dir zu machen, wenn er nicht dabei ist."

Fred musterte sie einen Moment und sie glaubte fast, dass er etwas enttäuscht aussah. „Du empfindest wirklich nichts mehr für mich, oder?", fragte er und Hermione fühlte sich fast etwas schlecht.

„Ich sehe dich als Freund. Für dich mag unsere Beziehung noch kein Jahr her sein, aber für mich sind seitdem drei Jahre vergangen. Ich bin darüber hinweg. Ich bin nichtmehr der gleiche Mensch, der ich vor drei Jahren gewesen bin."

„Ja, wahrscheinlich hast du Recht. Und wahrscheinlich hast du auch recht damit, dass es gut ist, dass wir uns getrennt haben. Es war einfach nicht der richtige Moment", seufzte Fred und lehnte sich an den Türrahmen.

Hermione musterte ihn eindringlich.

„Wir haben es nie öffentlich gemacht. Es war einfach es zu beenden, weil keiner davon wusste. Manchmal frage ich mich, ob da überhaupt mal etwas war", schlussfolgerte sie bitter. Fred hatte gesagt er wollte erstmal testen, ob es mit ihnen funktionierte, bevor er es allen sagte und sie hätte schon dadurch erkennen müssen, dass die Beziehung keine Chance hatte.

„Es war wegen Ron", sagte Fred und schien sich etwas unwohl zu fühlen. „Am Tag nachdem wir uns das erste Mal geküsst haben, kam er zu mir und hat gesagt, dass er etwas für dich empfindet. Es wäre mir falsch vorgekommen ihm zu sagen, dass wir zusammen sind. Dafür war alles noch viel zu fragil."

„Aber es hat es nicht besser gemacht. Ron hätte die Wahrheit verdient und ich auch. Wir haben alle Fehler gemacht, Fred. Jetzt ist es vorbei und es ist gut so." Wenn sie ehrlich mit sich war, war diese Beziehung von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen. Keiner von ihnen war wirklich ehrlich gewesen. Weder sie noch Fred.

„Es tut mir leid", sagte er und stand irgendwie ziemlich hilflos in der Tür. Hermione schüttelte den Kopf.

„Wir sind Freunde und wir werden es immer sein. Ich bin nichtmehr verletzt und wütend und ich hoffe du kannst das auch irgendwann hinter dir lassen. Das, was gestern passiert ist. Hat nichts mit irgendwelchen emotionalen Gefühlen zu tun. Ich will nicht, dass du das denkst. Wenn du glaubst deine Gefühle nicht unter Kontrolle zu haben, solltest du davon Abstand nehmen."

„Hast du sie denn unter Kontrolle?", wollte Fred wissen und Hermione grinste.

„Für mich ist es einfach, wenn wir Sex haben. Vor allem wenn andere beteiligt sind. Dann hat Draco die Kontrolle darüber was passiert. Er entscheidet wie weit wir gehen und ich muss nur abwägen, ob ich mitmache. Wenn es etwas ist mit dem wir uns unwohl fühlen könnten, sprechen wir danach darüber. Gleichen ab, wie wir es empfunden haben und lernen so daraus, wo Grenzen liegen. Ich habe nie gewusst, dass es möglich ist und es ist eine Art von Intimität, die ich nicht vermissen möchte. Es hilft mir, mir selbst über meine Wünsche und Bedürfnisse klar zu werden."

„Glaubst du, dass er es durchziehen wird? Wenn ihr aus der Zeitschleife rauskommt? Gegen seine Familie?", fragte Fred.

Einen langen Moment sah Hermione Fred an und ihr wurde klar, dass er so verdammt wenig über sie wusste. Er wusste nichts über ihre Familie und nicht, dass es mehr als Dracos Entscheidung wäre. Wenn sie alles überleben könnten. Wenn sie diesen Krieg überstehen könnten, würde Draco mit ihr die Zaubererwelt verlassen? Sie glaubte es nicht. Sie würde es niemals von ihm verlangen. Aber was würde sie selbst tun? Sie wusste es nicht. Es war eine Frage dessen Antwort vielschichtiger war als Dracos eigene Entscheidung.

„Frag mich das in drei Jahren. Vielleicht kann ich es dir dann beantworten", sagte Hermione und konnte ein schmerzliches Lächeln nicht unterdrücken.

„So lange hält die Zeitschleife noch?", fragte Fred erschrocken und Hermione nickte.

„Ungefähr", sagte sie und nahm den Teller mit den Broten. „Wir sind gerade dabei den Trank zu analysieren. Draco wartet auf mich. Wenn du willst, kannst du uns helfen. Jede Hilfe ist willkommen."

Damit ließ Hermione Fred stehen und ging zu Draco ins Wohnzimmer. Sie spürte Freds Blick in ihrem Nacken er folgte ihr jedoch nicht.

Sie waren den ganzen Tag mit der Analyse des Tranks beschäftigt und Draco hatte immer mehr den Eindruck, dass seine Vermutung richtig gewesen war. Es tauchten mehr als ein paar zwielichtige Zutaten in der Liste auf, die Hermione führte und Draco war sich fast sicher. Mit was immer der Dolch getränkt gewesen war. Das war tiefste dunkelste Braukunst. Er wusste nicht, ob er entsetzt sein sollte oder sich freuen auf dem richtigen Weg zu sein. Er liebte alte Zaubergebräue und die dunklen Künste hielten ein paar besonders ausgefallene Zutatenkombinationen bereit.

Außerdem war Hermione war eine brillante Braupartnerin. Sie hatte in Windeseile die einfachen Zutaten analysiert, sodass sie sich den schwierigeren und spannenderen Dingen zuwenden konnten.

Abends rief Fred Weasley sie zum Essen. Er hatte heute gekocht und sie setzte sich an den Tisch. Als sein Bruder George auch nach längerem Warten noch nicht aus dem Laden hoch kam, erbot sich Hermione ihn zu suchen. Plötzlich war Draco mit Fred Weasley allein und irgendwie hatte er kein gutes Gefühl dabei.

„Ich weiß, in ein paar Stunden, werde ich mich an nichts mehr erinnern", begann Weasley und musterte Draco ernst. Draco seufzte innerlich. Er kannte diesen Tonfall und diesen Blick. Gleich würde Weasley ihm eine Predigt halten, dass ihm Hermione wichtig war. Das wusste er, das brauchte er ihm nicht sagen. Aber ihm war sie auch wichtig. Es nervte ihn das immer wieder betonen zu müssen, auch wenn er sich daran in dieser Zeitschleife wohl würde gewöhnen müssen.

„Sprich einfach und rede nicht lange um den heißen Kessel herum", sagte Draco und spießte äußerst unsanft eine Bratkartoffel auf.

Weasley schnaubte, lehnte sich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Sie liebt dich. Sei kein Arschloch und nutze sie nicht aus."

„Ich bin derjenige der sich von ihr manipulieren lässt alles zu verraten, woran ich geglaubt habe. Ich habe ihr alles offenbart. Dass ich ein Todesser bin. Meine Aufträge, meine Verbrechen. Einfach alles. Manchmal frage ich mich wer wen ausnutzt."

„Genau das meine ich", sagte Weasley und musterte Draco eindringlich. „Hermione könnte sich dir gegenüber verpflichtet fühlen alles mit sich tun zu lassen, was du willst, weil du dafür die Seiten wechselst. Du weißt das."

Draco schnaubte verächtlich. „Hermione ist kein dummes kleines Kind. Sie weiß, dass ich niemals versuchen würde, den Dunklen Lord zu hintergehen, wenn ich nichts für sie empfinden würde. Sie kennt ihren Einfluss auf mich. Und auch wenn es kein Hauptgrund ist, hat es sicher einen Miteinfluss auf unsere Beziehung. Es wäre naiv zu denken, dass es zu trennen wäre."

„Sie könnte sich dazu hingerissen fühlen dich Dinge tun zu lassen die sie nicht will, nur um deine Kooperation zu behalten. Ich will gar nicht wissen, was du alles mit ihr Tust von dem ich nicht mal eine Ahnung habe. Das gestern Nacht war sicher kein Einzelfall. Dafür hat das viel zu vertraut gewirkt. Ich weiß, es ist nicht richtig, dass sie versucht dich zu beeinflussen. Nicht auf diese Weise. Aber sie wird nicht auf mich hören und ich kann dich nur bitten das nicht auszunutzen."

Draco musterte Weasley einen Moment, dann schlich sich ein Grinsen auf sein Gesicht.

„Natürlich werde ich es ausnutzen. Es gibt keinen Grund es nicht zu tun. Ich bekommen gerne was ich will und wenn Hermione mich nicht aufhält werde ich mir alles nehmen, was sie mir anbietet. Es wäre bescheuert es nicht zu tun."

Weasley sah ihn fassungslos an. So als hätte er nicht mit dieser Aussage gerechnet. Aber was brachte es, es zu verleugnen. Hermione wusste, wie er war. Das er gierig und zügellos war und dass er ihr trotzdem nicht schaden wollte. Er traute es ihrer Beziehung zu, dass sie es schaffen würden, darüber zu reden, wenn er zu weit ging und so lange würde er keine Hemmungen haben zu tun, was er wollte. Er vertraute ihr genug, dass sie sagen würde wenn ihr etwas zu weit ging und er würde nicht nochmal den Fehler machen und hinterfragen, warum es ihr zu weit ging. Das war alles, was er ihr anbieten konnte.

„Ich verstehe nicht wie Hermione sich auf so ein Arschloch wie dich einlassen konnte", sagte Weasley fassungslos und Draco zuckte nur mit den Schultern.

„Ich akzeptiere die Grenzen, die sie mir aufzeigt. Aber wenn sie mir Grenzen nicht setzt, werde ich das ebenso hinnehmen. Ich vertraue Hermione, dass sie groß genug ist um klar zu kommunizieren was sie will. Ich werde nicht anfangen sie wie ein unmündigen Kind zu behandeln, nur weil sie Hemmungen haben könnte sich mir zu verweigern da sie mich damit manipulieren will. Wenn ich anfangen würde darüber nachzudenken könnten wir nicht zusammen sein."

Draco drehte seine Gabel in der Hand und sah aus dem Fenster. Beobachtete die Eule, die über den grauen Junihimmel flog.

„Ich würde nichts tun, was ich mit ihr mache, wenn ich ihr nicht vertrauen würde. Glaubst du ich würde zulassen, dass sie ihrem Ex auch nur einen Millimeter zu nahe kommt, wenn ich Zweifel daran hätte ob sie damit emotional klar kommt? Natürlich weiß ich es nicht. Denn es ist eine Grenze, die man überschreitet. Aber dafür ist Vertrauen da. Auch dass sie mir sagt, dass es zu viel war."

„Du hast sie gefesselt. Ihre Hände waren ganz taub", warf Weasley ihm vor und Draco mustere ihn mit hochgezogener Augenbraue.

„Glaub mir. Das ist ein Detail, über das du dir am wenigsten Sorge machen musst. Und nur um dich an ein anderes Detail zu erinnern. Du hast mitgemacht. Wir haben sie zusammen benutzt und es war gut und nur weil du jetzt irgendwelche Schuldgefühle hast, wirst du mir das nicht auch noch einreden. Ich kann dir nur versprechen, dass ich ihr nicht schaden will. Aber ich kann dir nicht versprechen es nicht auszunutzen, dass sie vielleicht gewillt ist weiter zu gehen als unter normalen Umständen."

„Du machst es einem auch nicht leicht", antwortete Weasley düster.

„Die Welt ist kein einfacher Ort, Weasley. Gewöhn dich dran."

Fred Weasley seufzte genervt auf und Draco begann weiter zu essen. Langsam fragte er sich, was Hermione so lange trieb. Er mochte es eindeutig nicht allein mit Fred Weasley zu sein. Der Kerl war einfach nur anstrengend.

„Du hast einen Zwillingsbruder", sagte er irgendwann und Draco beschloss ihn für sehr anstrengend zu halten.

„Ja", sagte Draco schlicht und musterte Fred Weasley. Er hatte noch nie darüber nachgedacht. Aber sie beide waren große Brüder eines Zwillingsbruders.

„Wie ist er so?", fragte Weasley schließlich. Als Draco nicht sofort antwortete fügte er hinzu. „Dein Zwillingsbruder meine ich. Du sagtest er sei ein Squib."

Draco musterte Fred Weasley und einen Moment wünschte er sich, er könnte diese Frage beantworten. Einen Moment wünschte er sich, er wüsste, wie sein Bruder war. Ob sie sich ähnlich waren, sich verstehen würden. So wie Fred und George Weasley sich beinah wortlos verstanden. Sie waren ein Team. Aber er und sein Bruder waren Fremde. Getrennt durch eine ganze Zivilisation und elf Jahre linearer Zeit.

„Ich weiß es nicht", sagte Draco schließlich und sah wieder aus dem Fenster. Leider war diesmal keine Eule zu sehen, die er beobachten konnte. Sein Blick kehrte wieder zum Esstisch zurück und zu Weasley der ihn mit überraschtem Gesichtsausdruck musterte.

„Mein Vater hat ihn weggeschickt, als klar war, dass er ein Squib ist. Ich weiß nicht, wo er ist, wie es ihm geht oder was er tut. Er ist nicht Teil meines Lebens. Wenn er es wäre, wäre die Chance hoch, dass ich ihn hätte töten müssen. Also ist es vielleicht ganz gut, dass er bei den Muggeln ist. Zumindest so lange die Muggel einigermaßen sicher sind. Ich weiß nicht was geschehen wird, sollte der Krieg sich noch mehr auf die Muggelwelt ausweiten."

Fred Weasley sah ihn einen Moment an und Draco glaubte fast so etwas wie Mitleid zu sehen. Aber er wollte sein Mitleid nicht. Er brauchte kein Mitleid, weil sein Bruder ein Squib war und er niemals Teil seines Lebens sein konnte. Es tat ohnehin schon genug weh und Mitleid würde es nicht ändern.

„Heredium quaerere", sagte Weasley plötzlich und Draco verzog irritiert eine Augenbraue.

„Was?", wollte er wissen.

„Du brauchst einen Tropfen Blut. Und dann musst du darauf den Zauberspruch Heredium quaerere anwenden. Er wird dich zu deinem nächsten Blutsverwandten führen. Für mich ist das George. So kannst du deinen Zwillingsbruder finden. Selbst wenn ihr keine eineiigen Zwillinge seid."

Draco sah den Weasley fassungslos an. Er wusste nicht so recht, was er mit der Information anfangen sollte. Doch Weasley fuhr fort.

„Du bist in einer Zeitschleife. Du bringst ihn nicht in Gefahr, wenn du nach ihm siehst, sicher gehst, dass es ihm gut geht. Du bist sein großer Bruder. Auch wenn er ein Squib ist, solltest du nach ihm sehen, das bist du ihm schuldig."

Draco schnaubte leise und sah auf seinen Teller. Er war durch seine Geburt so vielen etwas schuldig. Jeder wollte etwas von ihm. Sagte ihm, wozu er verpflichtet war und wahrscheinlich hatten sie recht. Wahrscheinlich war er es seinem Bruder schuldig herauszufinden, wie es ihm ging. Aber was, wenn es ihm nicht gut ging. Zu was verpflichtete er sich dann. Wissen war eine mächtige Waffe, die einem auf der Seele lag und nicht Wissen manchmal ein Segen.

„Danke", sagte Draco dennoch und wandte sich wieder seinem Essen zu. Er hatte sich noch nie vor seiner Verantwortung gedrückt. Vielleicht sollte er nicht bei seinem Bruder damit anfangen.

Sie saßen eine Weile schweigend bis Weasley irgendwann aufstand.

„Ich schau mal wo die beiden bleiben. Es kann doch nicht so lange dauern, George vom Papierkram weg zu locken", sagte er und Draco runzelte die Stirn.

„Ja", stimmte er zu und erhob sich ebenfalls.

In dem Moment brach absolute Finsternis über sie hinein. Es war so dunkel, dass er nicht mal seine eigene Hand sehen konnte. Erschrocken zog Draco seinen Zauberstab, doch der Lumos Zauber den er wirkte wurde vollkommen von der Dunkelheit verschluckt. Es erschien ihm als vollkommen unpassender Todesseranriff. Aber was sollte es sonst sein?

„George verdammt, lass die scheiße!", hörte er Fred Weasley fluchten und dann hörte er lautes Gelächter. Das waren Hermione und George Weasley.

„Myonie!", fluchte Draco und plötzlich spürte er eine Hand an seinem Arm. Ein Unangenehmes prickeln schoss ihm durch den Körper und Draco musste unwillkürlich die Augen zukneifen, als ein heller Lichtblitz ihn blendete.

Als er die Augen wieder öffnete stand Hermione neben ihm und hatte eine schrumpelige vertrocknete Hand an seine Haut gedrückt. Sie lachte noch immer ausgelassen. Draco erkannte die Hand von Borgin & Burkes. Dort lag etwas ähnliches herum. Es war eine Hand des Ruhmes.

„Dein Gesicht hättest du sehen sollen. Ich hatte eigentlich Bedenken, als George das Instand Finsternispulver rausgezogen hat. Aber-", sie lachte noch lauter und wischte sich die Tränen an ihrem Arm ab.

„Warte nur ab mein ungezogenes Schlammblutmädchen. Dafür versohle ich dir noch den Hintern", knurrte Draco und zog das prustende Mädchen in seine Arme.

„Oh, hat der große böse Todesser etwa Angst vor ein bisschen Dunkelheit?", lachte sie und jetzt musste Draco auch automatisch anfangen zu grinsen. Sie war wirklich süß, wenn sie so ausgelassen lachte.

Draco sah sich um und entdeckte George an der Tür stehen mit einer kleinen Dose in der Hand, während sein Bruder mit vor sich ausgestreckten Armen durch die Gegend lief und versuchte sich zur Tür zu tasten.

„Die Hand des Ruhmes unterdrückt die Wirkung des Finsternispulvers?", fragte Draco und beobachtete belustigt Weasley, der sich wohl noch immer durch vollkommene Dunkelheit tastete und dabei über einen Hocker stolperte.

„George!", grollte er laut, während er auf dem Boden saß und sich das Bein rieb. Draco musste jetzt ebenfalls lachen. Er umfasste einen Teil der Hand des Ruhmes, damit der Kontakt bestehen blieb und legte unauffällig einen Arm um Hermiones Schultern.

„Ja. Sie importieren das aus Peru", erklärte Hermione und grinste ihn weiterhin an, während sie sich über Fred amüsierte.

„Glaub bloß nicht, dass du um deine Strafe herum kommst, nur weil du so süß lachst", wisperte ihr Draco böse ins Ohr.

„Aber-", protestierte sie und Draco beschloss, dass das eindeutig ihr Lieblingswort war.

Ohne die Hand des Ruhmes los zu lassen beugte er sie etwas tiefer sodass sie den Hinter nach hinten rausstrecken musste und ein Hohlkreuz machte.

„Ich würde dir empfehlen leise zu sein. Das Pulver mag die Sicht trüben aber nicht die Geräusche", wisperte Draco ihr ins Ohr und spürte wir ihr Köper sich anspannte, als er ihren Rock hoch schob und sanft ihre Pobacke massierte.

„Draco du würdest-", begann sie und schwieg augenblicklich, als sie sein breites Grinsen bemerkte.

Mit einigem Schwung ließ er seine Hand auf ihren Hintern niedersausen und genoss ihr erschrockenes fiepen.

„Was war das?", wollte George wissen, der desorientiert zu ihnen in den Raum blickte. Draco ließ seine Hand nochmal auf Hermiones Hintern niedersausen.

„Ich bestrafte mein kleines Mädchen für seine Frechheiten", sagte Draco selbstgefällig und ließ nochmal so ein herrliches Klatschen ertönen. Langsam brannten seine Finger, aber ihr Hintern hatte auch schon eine wirklich hübsche rosa Farbe angenommen.

„Verdammt, Malfoy spiel deine perversen Spiele woanders", fauchte Fred Weasley und rappelte sich vom Boden auf.

Draco lachte und nachdem er seine Hand nochmal auf Hermiones hübschen runden Arsch verewigt hatte, ließ er von ihr ab. Nicht das die Wirkung des Instantfinsternispulvers nachließ. Er hatte wenig Interesse daran, dass jemand sie sah.

„Du bist gemein", schmollte Hermione leise und Draco lachte nur, während er ihren süßen Schmollmund küsste.

„Ich weiß", stimmte er ihr zu und drückte seine beginnende Erektion an ihren Arsch. Er hatte diesen Zyklus eindeutig viel zu wenig Sex gehabt.

„Du darfst dich nachher mit einem Blowjob für die netten Schläge bedanken, während wir darauf warten, dass der Sud für die nächste Analyse fertig wird", wisperte er ihr verlockend ins Ohr und sah ihr verlegendes Lächeln. Sie wandte sich zu ihm um und flüsterte ihm leise zu.

„Wir ihr wünscht, Sire. Ich werde mich ganz artig bedanken."

Vielleicht würde ein Blowjob nicht ausreichen beschloss er, während sich langsam das Instantfinsternispulver verflüchtigte.