Kapitel 94
naiv
von kindlich unbefangener, direkter und unkritischer Gemüts-, Denkart [zeugend]; treuherzige Arglosigkeit beweisend
Sie nahmen sich ein paar Zyklen Zeit, um alles zu planen, sich Gedanken zu machen, was sie mitnehmen mussten, falls ihre Magie im Himalaja nicht richtig funktionierte. Draco meinte sie würde eingeschränkt noch nutzbar sein, aber nicht so stark wie sie es gewohnt waren. Der einzige Trost war, dass sie sich keine Gedanken um den Rückweg machen brauchten. Der nächste Zyklus würde sie einfach wieder zurück nach Hogwarts bringen.
Sie wollten ein magisches Zelt mitnehmen, für die eine Übernachtung und da Draco nicht nach Hause apparieren konnte, lieh Hermione sich das von den Weasleys. Draco machte zwar ein paar störrische Bemerkungen, aber letztendlich sah er ein, dass es schneller ging als eines zu kaufen und komplett einzurichten. Zeit war nun mal ein begrenzender Faktor und für zwei Nächte würde es reichen.
Es war Mittag, als sie endlich mit magisch ausdehnbaren Taschen und ihrem Gepäck für zwei Tage in Lacock Abby ankamen und Draco den Tresor öffnete. Er holte eine Schachtel mit mehreren verschnörkelten Wappen hervor und studierte eine Liste, bevor er eines davor herausholte.
„Wenn ich mich nicht irre, müsste es dieser Portschlüssel sein. Also dann", sagte er und grinste sie unsicher an. Draco war anzusehen, dass ihn das alles ziemlich nervös machte. Hermione war sich nicht sicher warum genau. Ob es daran lag, dass sie vielleicht das Dunkle Mal auflösen konnten, oder bei dem Gedanken einem geheimen Pfad in einem gefährlichen Gebirge zu folgen. Sie wusste es nicht.
Hermione griff nach seinem Arm und nickte ihm aufmunternd zu. Dann zückte auch sie ihren Zauberstab.
„Los geht's", sagte sie und Draco berührte mit seinem Zauberstab den Portschlüssel. Sofort spürte sie das Reißen unter ihrem Bauchnabel und einen Moment später biss ihr eisige Kälte ins Gesicht.
Sie standen mitten in einem Schneesturm und der Wind und die Kälte rissen an ihnen.
„Verdammte Scheiße", fluchte Draco neben ihr und zog sie an sich. Sofort sanken sie tiefer in den Schnee ein. Hermione spürte, wie er einen Zauber sprach, doch es wurde nicht wärmer. Sie legte ihre Zauberstabspitze an seine und ein Glühen verstärkte seinen Zauber. Wenigstens ließ der Wind jetzt nach.
„Keine nette Begrüßung", fluchte Draco und sah sich um. Er tippte nochmal mit dem Zauberstab gegen den Portschlüssel und wandte sich nach links. Vor ihnen war nur die weiße Wand des Sturms zu sehen.
„Hier entlang", sagte er und Hermione nickte. Sie kamen nur zwei Schritte weit, bevor sie wieder anhalten mussten, da sie immer tiefer im Schnee einsanken.
„Ich brenne uns den Weg frei", sagte Hermione und ließ ihren Incendio-Zauber Flammen aus ihrem Zauberstab sprühen. Sie kamen nur langsam voran und es war unendlich mühsam. Hermione bemerkte, wie sie Kopfschmerzen bekam. Dracos Zauber ließ langsam nach. Er sorgte eigentlich dafür, dass sie keine gesundheitlichen Probleme durch die Umweltbedingungen bekamen. Dazu gehörten nicht nur der Schneesturm, sondern vor allem die Sauerstoffsättigung der Luft und der Umgebungsdruck, der hier in diesen Höhen einfach anders war als in England.
Draco schien es auch zu bemerken, denn er erneuerte den Zauber und sie kämpften sich vorwärts. Draco hatte gesagt, der Eingang zu der Höhle sei nur ein paar Minuten Fußweg vom Apparierpunkt entfernt, doch als die weiße Schneewand sie plötzlich in einen schwarzen Tunnel spuckte, war sie dennoch Schweiß gebadet.
„Endlich", frohlockte Draco. Er hielt ihre Hand fest umklammert, damit sie sich nicht verloren und auch er sah ziemlich fertig aus. Sein Gesicht brannte rot von dem scharfen Wind und um seine Haare hatte sich ein Eiskranz gebildet.
„Sollten wir hier nochmal hinkommen, müssen wir uns dringend wärmer anziehen", sagte Hermione fröstelnd.
„Schreib es auf die Liste", kommentierte Draco und klopfte sich das Eis von der Kleidung. Hermione schnaubte. Draco zog sie dauernd damit auf, dass sie wegen allem Listen schreiben wollte, weil sie es sich so einfach besser merken konnte. Er konnte sich nie den Kommentar verkneifen, dass die Liste bald wieder verschwunden wäre. Trotzdem schrieb Hermione die Listen.
„Mache ich", sagte sie und Draco schenkte ihr ein Grinsen. Unwillkürlich musste Hermione es erwidern. Sie mochte ihre Listen und sie mochte es, wenn Draco sie immer wieder damit aufzog. Besonders, wenn sie ihn dann überraschen konnte, indem sie sich einfach alles merken konnte, was darauf stand.
Hermione zog zwei Laternen heraus und zündete sie an. Das Quietschen des Scharniers hörte sich ungewöhnlich laut an in der Höhle, in der nur ihr Atmen und etwas entfernt das Tosen des Sturm zu hören war. Sie reichte Draco ein Licht und zusammen machten sich auf den Weg weiter in die Höhle hinein. Stalagmiten und Stalaktiten säumten den Weg. Manche Wuchsen mitten aus den Boden heraus und sie mussten drumherum klettern.
„Ich glaube ich habe etwas gesehen", sagte Hermione irgendwann und blinzelte in die Dunkelheit hinein. Sie hob ihre Laterne höher. Es schien ihr fast als hätte sie etwas glitzern gesehen. Links von ihnen. Doch es war nur Dunkelheit vor ihnen. War die Höhle so groß oder gab es einen anderen Pfad? Gingen sie überhaupt richtig?
„Ignorier es. Was immer hier lebt, es wird uns auf unserem Weg nicht behindern."
Hermione hörte die Anspannung in Dracos Stimme und schloss zu ihm auf. Sie hielt ihre Laterne etwas höher.
„Was ist es?", wollte sie neugierig wissen.
„Ich weiß es nicht, Myonie. Ich weiß nur, dass es uns bis jetzt nie angegriffen hat. Schau einfach nicht hin."
Fasziniert stierte Hermione in die Dunkelheit und blieb stehen. Sie glaubte fast etwas zu hören. Etwas Melodisches. Es klang irgendwie bekannt.
„Sieh mich an", herrschte Draco sie an und sie war einen Moment überrumpelt von dem herrischen Ton. Draco war nie herrisch, wenn sie nicht gerade Sex hatten.
„Was spielst du dich zu auf!", fauchte sie ihn an. Das konnte sie gerade gar nicht gebrauchen. Was immer da war, es machte sie neugierig.
„Das ist gefährlich. Es gibt einen Grund, warum wir nicht vom Weg abkommen sollten. Dies ist kein Ort an dem sich für gewöhnlich Hexen und Zauberer aufhalten."
„Wir könnten nachschauen", schlug Hermione neugierig vor. Sie war sich sicher, dass es eine Melodie war. Irgendwas war da und es fühlte sich nicht gefährlich an. Sondern irgendwie vertraut.
„Nein", sagte Draco bestimmt und packte sie hart am Handgelenk.
„Verdammt lass mich los. Ich kann das selbst entscheiden", erwiderte Hermione fuchsig, als Draco sie weiterzerren wollte.
„Du benimmst dich wie ein verdammtes Muggelmädchen, dass das erste Mal in seinem Leben Magie sieht", fauchte er sie an.
„Hör auf mich zu bevormunden", fauchte sie wütend zurück und wollte sich losreißen. Doch Draco riss sie mit einem Ruck zurück. Ihre Laterne fiel auf den Boden und zerschellte.
Sie wollte sich wehren, doch Draco packte sie mit der freien Hand am Hals und hielt sie fest.
„Hör mir zu", zischte er bedrohlich. „Wenn du willst, gehen wir den falschen Weg und sterben. Dann müssen wir nächsten Zyklus wiederkommen. Aber wenn du die Quelle des Lebens finden willst, dann benimm dich wie die kluge, umschichtige Hexe die du bist."
Hermione spürte ihren Puls gegen seine Hand rasen und ihr Atem erschien unnatürlich laut. Sie schluckte und es war unangenehm gegen seine Hand. Doch Draco lockerte den Griff nicht, sah sie nur an und er wirkte durch und durch bedrohlich.
Verdammt, machte sie das an. Gerade war sie noch wütend gewesen und jetzt war sie ein zitterndes erregtes Bündel, nur weil er sie am Hals packte und sie zur Ordnung rief. Denn Draco hatte recht. Draco hatte vollkommen recht. Normalerweise war sie es, die Harry und Ron zur Ordnung rief, wenn sie in Begriff waren dumme Dinge zu tun. Jetzt rief Draco sie zur Ruhe und sie sollte auf ihn hören.
„Okay", sagte sie und ihre Stimme klang ungewöhnlich dünn. Draco ließ sie los.
„Also was machen wir jetzt?", wollte er wissen und Hermione griff nach seiner Hand.
„Wir suchen die Quelle des Lebens. Du hast Recht, es ist gefährlich."
„Woher die plötzliche Einsicht?", wollte Draco wissen. Er schien dem Frieden nicht zu trauen. Hermione biss sich auf die Unterlippe.
„Ich mag es, wenn du so bist", schnurrte sie und legte aufreizend ihre Hand auf Dracos Brust. Ihre andere Hand wanderte weiter und legte sich auf seinen Schritt. Draco fasste nach ihrem Gesicht. Sie sah seinen fassungslosen Blick.
„Hier ist wahrscheinlich irgendwo ein Monster, dass uns fressen will und du versuchst mich zu verführen?", wollte er wissen und Hermione zog einen Schmollmund. Ihn zu verführen klang nach einer guten Idee.
„Ich muss immer vernünftig und überlegt sein und bei dir kann ich auch einfach mal unvernünftig sein. Ich bin gerne unvernünftig mit dir", sagte sie und rieb mit ihrer Hand über sein Glied in seiner Hose. „Du hast vollkommen Recht es ist bescheuert einer unbekannten Melodie zu folgen, es gibt besseres, was wir tun können."
„Ich höre keine Melodie", sagte Draco alarmiert. Kurz schien er versucht zu sein, in die Richtung zu leuchten, in die sie auch geblickt hatte, doch dann griff er nach ihrer Hand und wandte sich weiter dem Weg entlang.
„Myonie, du bist zauberhaft, aber das hier ist gefährlich und irgendwas mit dir stimmt gerade nicht. Deshalb komm jetzt mit." Sein Ton ließ keinen Widerspruch zu.
Bockig wie ein kleines Kind folgte Hermione ihm den Weg entlang. Panik stieg in Draco auf. Sie benahm sich nie so. Sie war immer neugierig, aber nie so übertrieben abenteuerlustig. Sie war lüstern und einfach zu erregen, aber nie so kopflos. Irgendwas beeinflusste sie und er betete zu Merlin, dass es ihn nicht auch schon erwischt hatte.
Draco lief immer schneller und spürte, wie ihm der Schweiß ausbrach. Verdammt er war nicht für gefährliche Unternehmung gemacht. Das war einfach nicht seine Welt. Er hasste Gefahr. Er mochte es lieber, wenn andere die Drecksarbeit machten, als dass sie hier von irgendeinem magischen Wesen gefressen wurden.
Erleichtert atmete er auf, als er vor sich zwei gekreuzte Eisenstäbe sah, die in den Stein eingelassen waren. Er lief weiter und sie sprangen über einen kleinen unterirdischen Fluss, bevor sie endlich ankamen. Die Eisenstangen versperrten den Weg und Draco zwängte Hermione unten hindurch, bevor er hinterherkletterte. Mit seinem Zauberstab tippte er auf das Eisen und es begann zu leuchten. Das Leuchten sprang auf mehr Eisenstangen über, die sich um sie herum befanden und schloss sie in einem sicheren Gitter ein. Draco erinnerte sich, dass er hier mit seinem Vater gerastet hatte. Es war ein sicherer Ort gegen was immer hier lauerte.
„Alles okay?", fragte er und beugte sich zu Hermione runter die noch immer auf dem Boden kauerte, wo er sie sitzen gelassen hatte. Sie sah zu ihm auf und ihre Augen waren Schreckgeweitet. Draco drückte sie an sich und spürte den kalten Schweiß in ihrem Nacken.
„Wir sind in Sicherheit. Was immer es ist, es kann uns hier nichts antun", sagte er beruhigend und wünschte sich, sein Puls würde nicht so rasen.
„Sicher?", fragte sie und ihre Stimme klang seltsam kratzig.
„Ja. Zauberer die vor uns hier waren haben diese Eisenstangen in den Berg eingelassen, als Schutz auf dem Weg zur Quelle. Als ich letzte Mal hier war, ist mir nur nicht bewusst gewesen, dass hier wirklich etwas ist. Ich dachte die Gefahr sei lange vorbei."
Er spürte Hermiones nicken und drückte ihr einen Kuss auf den Scheitel.
„Glaubst du es liegt an mir?", wollte sie wissen und sah besorgt zu ihm auf.
„Es ist eine Grundregel, wenn du in die Behausungen von magischen Wesen eindringst", erklärte Draco. „Wende niemals den Blick vom Weg ab. Schau nie in die Dunkelheit, halte niemals an und renne nicht. Du hast in die Dunkelheit geschaut. Ich hätte dich warnen sollen."
„Ich hätte hören sollen, als du es mir gesagt hast. Ich dachte nicht das schauen irgendwelche Probleme machen würde", gab sie zu und Draco zog sie auf die Füße. Sie schien etwas gefasster zu klingen.
Draco schlang beide Arme um sie und vergrub sein Gesicht in ihren Haaren. Das Eisen leuchtete beruhigend in der Dunkelheit.
„Oh mein süßes, neugieriges, kleines Muggelmädchen. Manchmal vergesse ich, dass du nicht als Kind durch Feenhügel und Nifflertunnel geklettert bist. Magie brauchst du nicht anfassen, damit sie dich umbringen kann."
„Ich weiß. Ich weiß das doch alles, es war nur ein Reflex", sagte sie und es klang eindeutig nach schlechtem Gewissen.
„Aber es ist dir wohl noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen", neckte er sie gutmütig und sie lächelte zu ihm auf.
„Dafür habe ich dich", sagte sie und lächelte reuig zu ihm auf. Draco seufzte und küsste sie. Erleichterung durchflutete ihn. Das war gerade noch gut gegangen.
„Lass uns das Zelt aufschlagen und hier übernachten. Ich bin vollkommen durch", sagte er und sie nickte.
„Ich denke, dass ist eine gute Idee. Wir sind schon-", begann sie und starrte auf ihre Uhr. „Wir sind schon seit fünf Stunden unterwegs."
„Wirklich?", fragte Draco alarmiert und sah ebenfalls auf die Uhr. Verdammt, sie waren stehen geblieben. Draco ging zu den Eisenstäben und fasste sie an. Nein, das war keine Illusion. Das Metall war echt. Wahrscheinlich hatten sie verdammt viel Glück gehabt.
„Entweder wir haben länger gebraucht uns durch den Schneesturm zu kämpfen, als erwartet oder wir hatten gerade verdammt viel Glück, dass wir rechtzeitig entkommen sind. Vor was immer dort draußen ist."
„Meinst du es sind Feenwesen? Wenn das Eisen sie abhält?", wollte Hermione wissen und griff nach seiner Hand.
„Es kann sein, aber es gibt viele magische Wesen die empfindlich auf Eisen reagieren. Dort vorne ist auch fließendes Gewässer. Es könnte Teil des natürlichen Schutzes dieses Ortes sein."
Hermione nickte und sah zu ihm auf. Wahrscheinlich um dem Drang zu widerstehen in die Dunkelheit zu schauen.
„Die Flora und Fauna hier ist eine komplett andere als in England und Kontinentaleuropa. Wir haben keine magischen Geschöpfe durchgenommen, die hier leben. Aber ich habe gemerkt, dass meine Wahrnehmung sich verändert hat, als du den Schutzzauber auf dem Eisen aktiviert hast. Also dürften wir hier sicher sein."
Draco nickte. „Ich werden dich heute Nacht trotzdem festhalten, damit du mir nicht im Schlaf wegläufst."
Hermione nickte und lächelte ihn an. „Nichts anderes habe ich von dir erwartet."
Sie machten sich daran, dass Zelt aufzubauen und Hermione kochte einen beruhigenden Tee. Sie war noch immer ziemlich fertig mit den Nerven. Sie war sich der Gefahr erst bewusst geworden, als Draco die Schutzzauber aktiviert hatte. Natürlich hatte sie gewusst, dass es Wesen gab, die einen magisch beeinflussen konnten, wenn man in ihre Zauber blickte. Aber sie hatte es nie erlebt. Es war etwas absolut Neues und sie hatte einfach nicht daran gedacht, als sie durch die Dunkelheit gelaufen waren. Sie ärgerte sich ein bisschen selbst, über ihre Naivität. Aber es war nochmal gut gegangen.
Draco saß am Tisch und drehte den Portschlüssel in der Hand. Sie stellte ihm die Tasse hin und setzte sich neben ihn. Schweigend tranken sie ihren Tee. Hermione konnte nicht verhindern, dass sie immer wieder nach draußen lauschte, doch es war nichts zu hören. Draco schien sicher zu sein, dass die Barriere sie beschützen würde und sie wünschte sich einen Moment, dass sie mehr Vertrauen in die Magie hätte. Aber irgendwas war in ihrem Kopf gewesen. Sie war bereit gewesen einfach Blind in die Dunkelheit zu rennen. Dann, als Draco sie überzeugt hatte, dass es Unsinn war, hatte sie ihn einfach nur an Ort und Stelle halten wollen. Das war nicht sie gewesen und der Gedanke machte ihr Angst. Sie könnte Draco bitten sie mit dem Imperius zu belegen. Dann wusste sie wenigstens, wer sie kontrollierte. Nichts war schlimmer als die Ungewissheit.
Kurz dachte sie über den Gedanken nach und dann schüttelte sie belustigt den Kopf. Was für ein kranker Gedanke. So verzweifelt war sie noch nicht.
„Alles okay?", fragte Draco der ihren Gefühlsausbruch mitbekommen hatte.
„Ich habe etwas Angst", gab sie zu und Draco rutschte etwas näher. Er griff an ihre Wange.
„Angst ist ein ziemlich gutes Gefühl. Wenn du keine Angst hättest, würdest du unter einem Zauberbann stehen."
Hermione nickte. „Nimmst du mich etwas in den Arm? Nur ein bisschen", bat sie und Draco lachte leise, als er aufstand.
„Ich nehme dich auch die ganze Nacht in den Arm, mein süßes Muggelmädchen. Komm."
Sie legten sich in eine der Kojen und Hermione kuschelte sich in seine Arme. Vergrub ihr Gesicht an seiner Brust und rieb ihre Nase an ihm.
„Es tut mir leid, dass ich nicht besser aufgepasst habe", sagte sie reuevoll.
„Vielleicht hätte ich dich einfach machen lassen sollen, als du mich mitten im Stollen befummeln wolltest", sagte Draco neckend und Hermione zog eine Schnute. Es war gar nicht nett, dass er sie damit aufzog, nicht aufgepasst zu haben.
„Das ist nicht lustig", sagte sie und Draco rollte sich etwas zur Seite, sodass sie auf dem Rücken lag und er sie mit seinem Körpergewicht nach unten drücken konnte.
„Aber vielleicht wäre es geil gewesen mit dir rumzumachen, während dich so ein böses magisches Wesen verhext mich zu verführen", raunte er und begann ihren Hals zu küssen.
„Die Chance ist hoch, dass es uns fressen wollte", sagte Hermione und hörte Dracos Lachen, während seine Finger an ihrem Hosenknopf rumfummelten.
„Ganz sicher wollte es das und das will es sicher noch immer. Und alles, was zwischen uns und diesem Monster ist, ist ein dünner kleiner mickriger Zauberbann und ein bisschen fließendes Wasser."
„Ich habe fast das Gefühl, als würde dir das Spaß machen!", brauste sie auf. Draco lachte nur und ließ endlich von ihrer Hose ab. Der Knopf war offen.
„Bei Merlin, Myonie. Das ist wie in einem schlechten Tagtraumzauber, wenn sich das hübsche Muggelmädchen in den Feenhügel verläuft und dort dann von den Feen zu bösen versauten Späßen verführt wird."
Fassungslos starrte Hermione ihn an und Draco fügte hinzu. „Glaub mir, dass ist eindeutig kein Tagtraumzauber für Kinder."
Er zog ihr die Hose bis zu den Kniekehlen und ihre Unterwäsche gleich mit.
„Aber das hier ist kein Tagtraumzauber!", erboste sie sich und Draco rollte sie auf den Bauch, um sich an ihrem Hintern zu reiben. Sie spürte eindeutig seine beginnende Erektion.
„Nein, viel besser, es ist eine Zeitschleife", erwiderte Draco und ließ seine Hand unter ihr Oberteil wandern. Schloss seine großen Hände um ihre Brüste.
„Ich bin absolut nicht in Stimmung", teilte sie ihm mit, doch Draco schien es nicht zu kümmern.
„Überleg nur, irgendwo da draußen lauern böse Monster, die uns fressen wollen und wir verstecken uns hier hinter magischen Schilden und sie können uns nur zuschauen, wie wir es miteinander treiben und die spitzen Zähne blecken."
„Sag nicht, dass das irgend so ein Setting von einem bescheuerten Tagtraumzauber ist. So wie du das beschreibst, hört sich das fast nach Pornographie an."
Draco lachte leise und rieb ihr über die Brustwarzen.
„Es hört sich nicht nur so an. Es ist Pornographie. Zaubererpornographie. Das ist deutlich besser als diese Muggelfilmchen."
„Du bist fürchterlich, Draco", tadelte Hermione seufzend, drückte aber ihren Hintern doch etwas gegen seinen Schwanz. Leider mochte sie es ziemlich, wenn Draco fürchterlich war.
„Weißt du, woher ich diesen speziellen Tagtraumzauber kenne?", wollte er wissen und rieb immer härter über ihre Brustwarzen. Sie stöhnte nur leise als Antwort.
„Als ich ein ganz unartiger kleiner Zaubererjunge war, habe ich im Arbeitszimmer von meinem Vater gewühlt. Dort lag er, ganz versteckt in einer Schublade", wisperte er ihr ins Ohr und wenn es diesen einen verdammten Zyklus in Askaban nicht gegeben hätte, wäre es eine beliebige Information gewesen, so brachte es sie jedoch dazu ihren Hintern noch etwas mehr gegen Dracos herrlichen dicken Schwanz zu drücken. Verdammt, er bekam sie einfach immer rum. Das war zum Verzweifeln.
„Soll ich dir ein kleines schmutziges Geheiminis verraten, Myonie?", wollte Draco dicht an ihrem Ohr wissen und seine Stimme kroch ihr bis unter die Haut. Draco kniff in ihre Nippel und drücke seinen Penis hart gegen sie. Unterdrückt stöhnte sie auf. Sie mochte es absolut, wenn Draco ihr dreckige Dinge ins Ohr flüsterte.
„Ich stehe auf süße, kleine Muggelmädchen. Du glaubst gar nicht wie sehr es mich anmacht, wenn du so süße naive Fragen stellst, nach ganz einfachen Erkennungszeichen für Magie. Es ist zuckersüß, wenn du dich in magischen Feenbauten von einfachen Verwirrungszaubern einwickeln lässt. So niedlich, so süß, so hilflos." Draco rieb seine Nase an ihrem Hals „Es ist bezaubernd, wie du dich über Magie freust mein kleines Muggelmädchen. So wahnsinnig bezaubernd."
Draco stöhnte leise, während er ihre Körper weiter aneinanderrieb und sollte noch Gegenwehr existiert haben, dann gab Hermione sie vollkommen auf.
Sie hasste es etwas nicht zu wissen. Vor etwas unbekanntem Magischen zu stehen und das Gefühl zu haben einfach als Hexe nicht gut genug zu sein und es erfragen zu müssen. Sie hasste es Fehler zu machen, die sie als muggelstämmig enttarnen könnten. Deshalb hatte sie alles, aber auch wirklich alles, was sie über Magie finden konnte gelernt. Wie eine Besessene, damit keiner behaupten konnte sie wäre keine wirkliche Hexe. Damit keiner behaupten konnte, sie gehöre nicht nach Hogwarts.
Aber sie war nun Mal Muggelstämmig. Sie hatte keine Ahnung von Zauberweisheiten und den Dingen, die Zaubereltern ihren Zauberkindern beibrachten. Sie fand Magie auch nach sechs Jahren noch immer faszinierend und noch immer außergewöhnlich und einfach besonders. Sie würde immer so empfinden und sie hatte es gehasst, so zu empfinden. Doch bei Draco mochte das an ihr. Für ihn war es okay, dass sie es faszinierend fand, dass Magie ganze Straßen verstecken konnte. Er fand es süß, dass sie sich noch immer freute ungewöhnliche Zauber zu entdecken. Er liebte sie dafür, dass sie einfach nicht immer eine Hexe gewesen war. Und sie liebte ihn dafür, dass sie es bei ihm akzeptieren konnte, einfach nicht perfekt sein zu müssen. Nicht wissen zu müssen, dass sie nicht ins Dunkel blicken durfte. Weil er auch das an ihr mochte, mit dem sie jeden Tag kämpfen musste. Das, was sie immer zu einem Muggel machen würde. Er liebte sie dafür, nicht weil es egal war, dass sie von Muggeln abstammte, sondern weil es sie in seinen Augen besonders und begehrenswert machte.
„Dann musst du mich vor den bösen Feenwesen beschützen", wisperte sie und fühlte sich damit auf eine ganz andere Art sie selbst. So als wäre sie noch ein kleines bisschen mehr dieses Mädchen, dass keine Ahnung von Magie hatte.
„Immer mein kleines Muggelmädchen", raunte er ihr zu und sie entschied, dass sie eindeutig darauf stand, wenn sie sein wehrloses kleines Muggelmädchen war.
Dracos linke Hand wanderte zwischen ihre Beine und sie stöhnte erregt auf, als er seine langen Finger zwischen ihre feuchten Schamlippen schob.
„Soll ich dir zeigen, was Zauberer mit süßen unschuldigen Muggelmädchen tun?", wollte er wissen und rieb über ihren Kitzler, was sie haltlos zum Stöhnen brachte.
„Bitte, verhexe mich", wimmerte sie und er rieb nur noch stärker über ihren Kitzler. Brachte ihren Körper zum Erzittern und bevor sie sich darauf einstellen konnte, überrollte sie ihr Orgasmus. Sie warf den Kopf in den Nacken drückte sich ihm entgegen und genoss das Gefühl des Kontrollverlusts.
Keuchend sank sie in die Matratze und Draco drehte sie auf den Rücken.
Sie war wahnsinnig verführerisch, wie sie vor ihm lag. Die Wangen gerötet, die Lippen einen Spalt geöffnet, während sie nach Atem rang. Draco nahm sich die Zeit sich auszuziehen, bevor er sie ebenfalls ihrer Kleidung erledigte und sich zwischen ihre gespreizten Beine kniete. Er beugte sich über sie. Ließ seinen Körper über ihren Streichen und genoss die Gänseheut die es ihm bereitete nur ganz zärtlich ihre Haut zu berühren.
„Du bist bezaubernd", wisperte er ihr zu und er meinte es auch so. Sie war so wahnsinnig niedlich. Sich wie ein kleines Mädchen von ein paar magischen Wesen verhexen zu lassen. Einfach naiv in die Dunkelheit zu blicken. Es war gefährlich. Wahnsinnig gefährlich und sie war sich dieser Gefahr einfach nicht bewusst und er fand es niedlich, einfach weil es so süß unschuldig war.
Er sollte ihr wahrscheinlich nicht sagen, dass er es süß fand, dass sie dumme Muggeldinge tat, aber verdammt er mochte die naive kleine Myonie. Sie war etwas Besonderes, da sie einfach die meiste Zeit eine ganz normale Hexe war.
Hingebungsvoll küsste er sie. Spürte wie sie ihre Hände in seinen Haaren vergrub und seufzte genüsslich gegen ihre Lippen, als er seinen harten Schwanz an ihre feuchte Vagina drückte. Er richtete sich etwas auf, um sich zu positionieren und tauchte vorsichtig seine Eichel in ihr glitschiges kleines Loch. Spürte die Enge, wie sie um ihn erzitterte und es kostete ihn so verdammt viel Selbstbeherrschung nicht einfach in sie zu stoßen.
„Tut es weh?", wollte er wissen, als er sich langsam tiefer in sie schob. Er beugte sich wieder über sie, ließ seine Lippen über ihren Kiefer wandern, während er ihr Zeit gab sich an ihn zu gewöhnen.
„Nein, es fühlt sich gut an", sagte sie und er hörte das zufriedene Schnurren in ihrer Stimme. Vorsichtig bewegte er sich tiefer, lauschte ihrem Atem, ihren Bewegungen, wie sie sich ihm anpasste, um es ihm zu erleichtern in sie einzudringen.
Plötzlich stöhnte sich unerwartet leise auf und Draco konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Er zog sich etwas zurück und penetrierte nochmal den gleichen Punkt. Brachte sie dazu ihre Hände schmerzhaft in seinen Rücken zu krallen. Immer wieder rieb er mit seiner Eichel über ihre Innenmuskulatur. Konzentrierte sich auf das Gefühl an seinem Penis wie sie ihm zitternd und pulsierend umfing und es war einfach nur gut. Alles an ihr war gut und ihr haltloses erregtes Stöhnen, ihr winden der Ausdruck ihrer Lust auf ihrem Gesicht. Sie war perfekt.
Draco löste ihre Hände von sich und drückte sie aufs Bett. Hielt ihre zierlichen Handgelenke gefangen, während er sie penetrierte. Sah ihren erregten, vorwurfsvollen Blick. Rieb wieder mit seinem Penis über die empfindliche Stelle in ihren Körper und wurde mit einem haltlosen, erregten Stöhnen und einem aufbegehren ihres Körpers belohnt.
Fuck war das Geil. Er konnte sich diesem Schauspiel nicht entziehen, dass sich ihm bot. Sah wie sie ihren Kopf in Ekstase hin und herwarf, ihren Körper aufbäumte, versuchte sich ihm entgegen zu drängen, während er sie festhielt.
„Draco", stöhnte sie hemmungslos und es war ein Schrei aus Vorwurf und Lust. Er machte nur ganz kleine Bewegungen, penetrierte nur diesen einen Punkt, ohne sich ganz in sie hinein zu schieben und es macht sie wild und hemmungslos und unkontrolliert und bei Merlin verdammt er musste sich merken, wie er das tat, denn der Anblick war atemberaubend.
„Mehr, bitte mehr", flehte sie und stöhnte wieder seinen Namen als er sie weiterhin nur sanft penetriert. Er würde das nicht ewig aushalten. Irgendwann dem Drang nachgeben müssen sich einfach hemmungslos und hirnlos zu ficken aber bei Merlin er würde es so lange tun, wie er konnte.
Hermiones ganzer Körper brannte. Er stand praktisch in Flammen und es war ein Gefühl wahnsinniger, grausamer, verzehrender Lust. Sie wollte mehr, unbedingt mehr und er gab ihr nicht mehr. Sein dicker geiler Schwanz penetrierte sie nur so ein grausames, verzehrendes Bisschen und sie wollte ihn ganz haben. Mehr haben. Sie bettelte ihn an, stöhnte ihre Lust heraus und er quälte sie nur weiter.
„Bitte fick mich hart. Fick mich hart und hemmungslos mit deinem geilen, großen Schwanz", bettelte sie und Draco lachte.
„Hat es dir bis jetzt noch niemand so richtig besorgt mein kleines Muggelmädchen?", wollte er wissen und sie wand sich unter ihm.
„Ich brauch den Schwanz von einem richtigen Zauberer, bitte fick meine kleine, geile Muggelpussy", wimmerte sie und JA! Endlich. Hemmungslos versenkte Draco seinen Schwanz in ihr, drang endlich ganz in sie ein und fickte sie hart durch. Genauso wie sie sie es brauchte. Hermione spreizte die Beine weiter, gab ihm Platz sie nehmen und schrie ihren Orgasmus hemmungslos hinaus. Spürte wie Draco in ihr kam. Wie sie ihn mitriss in ihrer Lust.
Sie brauchte lange bis ihr Orgasmus abklang, bis sich ihr Körper beruhigte und sie Dracos schweren Körper auf ihrem wahrnahm. Das Gefühl, wie er sich keuchend über ihr abstützte. Schweiß klebte zwischen ihren Körpern und sein Schwanz pulsierte noch immer in ihr, pumpte wahrscheinlich gerade den letzten Rest Sperma in sie. Zufrieden seufzte sie auf und Draco rollte sich von ihr runter. Grunzte zufrieden, bevor er sie an sich zog.
„Du machst mich verrückt", teilte er ihr mit und Hermione grinste zufrieden. Sie machte ihn ziemlich gerne verrückt, wenn er sie dafür so durchnahm.
„Gern geschehen", antwortete sie und wurde mit einem trägen Lachen belohnt.
Nachwort:
Normalerweise ist es recht einfach zu erkennen, welchen Fetisch ich gerade beschreibe. Ich halte mich damit auch nicht viel auf, da ich die naive Hoffnung habe, das diejenigen die das lesen Sexuell so reif sind, dass sie die Problematiken und Hintergründe kennen und reflektieren können. Hier an dieser Stelle ist es etwas abstrakter. Der ein oder andere dürfte es trotzdem erkannt haben. Es ist sehr mit Stereotypen und Gesellschaftsbildern verwurzelt und eigentlich zutiefst rassistisch. Also passt es ganz gut zu Draco. Aber warum sollte Muggel oder muggelstämmig keine Kategorie in der Zauberpornographie einnehmen, so wie es bei uns Kategorien wie asian, arab, ebony oder european gibt. Es ist eine Fixierung auf die Ethnie und damit einhergehende Vorurteile und Rassenbilder. So kann man feststellen, das entsprechende Personen in der Pornographie immer bestimmtes Verhalten an den Tag legen. Ein viel diskutiertes Thema ist das abwertend titulierte Gelbfieber, für einen Fetisch, den hauptsächlich europäische Männer für asiatische Frauen hegen, die dem Klischee entsprechend keusch zurückhaltend und innerlich versaut sein sollen.
Ich habe jetzt einfach mal für die Zaubererwelt umgedichtet. Es ist so wie Draco es gesagt hat. In 99 % der Fälle ist Hermione einfach nur eine Hexe, aber manchmal trifft jeder ein Klischee. Auch wir Deutschen haben eine extrem hohe Chance mal ein deutsches Klischee zu treffen. Also musste ich dieses kleine Rollenspiel einfach schreiben und wie hat es Narzissa mal gesagt. Die Malfoy Männer hatten schon immer eine Schwäche für Schlammblutmädchen. Viele, viele Kapitel ist es her.
LG
Salarial
