City in the Hood, so nennen sie alle. Es ist eine kleine Stadt nähe Berlin. Abgelegen und verschlossen vor allem und alles. Wer einmal drinnen ist kommt nicht mehr raus.
Geschichten wiederholen sich. Leben enden.
Und das jeden Tag! Elias ist gerade aus dem Porsche ausgestiegen. Sein Vater, ein reicher Geschäftsmann, hat eine 'anscheinend' schöne Wohnung in diesem Quartier gefunden. „So Willkommen in deiner neuen Stadt.", sein Vater scheint komplett gefangen und entschlossen zu sein doch Elias wirkt nicht wirklich begeistert davon. Überall sind kaputte Blöcke, in denen anscheinend aber noch Personen zu leben scheinen. Auch hat er bei der Hinfahrt schön einige Junkies gesehen, die sich etwas reinspritzen.
Warum sein Vater genau hier eine neue Wohnung gekauft hat? Er hat Elias gesagt er hätte eine neue, bessere Arbeit gefunden. Also sind sie den ganzen Weg von Stuttgart bis nach hier her gefahren.
Er musste alle deine Freunde verlassen, nur um in dieser Streckstadt zu wohnen? Elias kommt aus einem der reichsten Vierteln von Stuttgart. Dort hat er in einer kleinen aber sehr feinen Wohnung mit seinem Vater gelebt. Der war aber fast nie Zuhause, weswegen Elias oft zu Partys ging. Vor ein paar Monaten gab es eine Zeit in dem es unkontrolliert so abfolgte; aufstehen, Krater ausschlafen, in der Nacht zur nächsten Party gehen. Sein Vater hat es natürlich auch sofort mitbekommen, er hat Elias 2 Monate Hausarrest gegeben, dafür stellte er einen Bodyguard ein, der die ganze Zeit darauf achten musste, das Elias auch nur wegen der Schule das Haus verlies. Elias bringt seine zwei Koffer in die neue Wohnung. Es ist der schönste Block hier in der Gegend, auch wohnen sie im obersten Stock. „Und wie gefällt dir die neue Wohnung?", fragt ihn sein Vater. Sie ist gross und weil sie ganz oben wohnen können sie auch ohne grosse mühe auch mal aufs Dach klettern. Ausserdem ist sein Zimmer grösser als der in der alten Wohnung. „Sie gefällt mir.", antwortet er wahrheitsgetreu. Elias zieht sich rasch eine Jacke rüber und verwindet auch schon aus der Tür. „Ich bin Draussen.", gibt er nur so kurz seinem Vater mit. Er will seine neue Stadt erkundigen, vielleicht auch neue Leute kennenlernen. Er lauft die Strasse entlang. Überall liegt Müll am Boden. Gibt es den hier keine Müllmänner? Auch an einem Park, nähe seinem neuem Zuhause, sieht es nicht besser aus. Ein Junge, oder besser gesagt schon Mann, schlägt grad auf einem anderen, ungefähr 30 Jährigem Mann, ein. Elias versteckt sich hinter einer halb verfallenen Mauer um der Schlägerei im geheimen zuzuschauen. Der, der auf den anderen reinschlägt, hat kurze schwarze Haare, einen sehr definierten Gesicht mit einem 3-Tagebart und trägt eine blaue, etwas lockere Jeans mit einem schwarzen Shirt. Er sieht gut aus da kann man nicht lügen. Doch mit Schlägern wie dieser will Elias nichts zu tun haben. Trotzdem kann er seine Augen nicht von ihm lassen, er zieht Elias buchstäblich an ihn ran. Der gut aussehende Fremde hat gerade seinen letzten Schlag verpasst und der ältere Mann liegt nun mit blutverschmierten Gesicht, bewusstlos auf dem Boden. Elias ist immer noch hinter der Mauer versteckt, dabei fällt ihm, bei genauerem hinschauen, ein grosses Tattoo an seinem linkem Oberarm auf. Leider kann er es wegen dem Shirt nicht wirklich sehen, doch es kommt ihm komischerweise sehr bekannt vor. Schnell will Elias von hier verschwinden um nicht noch erwischt zu werden, doch leider ist es schon zu spät. „Hey du", schreit der Fremde „komm raus von da, ich hab dich schon längst gesehen." In Elias steigt die Panik.
Wegrennen oder sich zeigen? Viel zu schnell hat er sich für die erste Variante entschieden. So schnell er kann, rennt er zu sich Nachhause zurück. Er stellt dabei sicher das er ihm nicht verfolgt. Es ist nicht mehr weit bis er es Nachhaus geschafft hat, doch er wird plötzlich von hinten, am Saum des Shirt, gepackt und ihm wird dran hindern weiterzurennen. „Na na, wohin mit der Eile, wir haben doch alle Zeit der Welt.", fängt der Fremde an zu reden. „Lass mich los, ich habe nichts dabei was ich dir geben kann.", schreit Elias als ob bald sein ganzes Leben vorbei ist.
Ausserdem wie hat er ihn bitte so schnell eingeholt, er hatte doch mindestens 100 Meter Vorsprung.
„Ganz ruhig kleiner, wer bist du überhaupt, ich hab dich hier noch nie gesehen?!", fragt ihm der Fremde.
Sollte er ihm sagen wie er wirklich heisst oder doch lieber lügen. Elias hat ein nachdenkliches Gesicht da meldet such der hübsche Fremde wieder, als ob er seine Gedanken lesen könnte: „Wage es nicht mal darüber nachzudenken mich anzulügen."
Durch diesen Worten breitet sich eine Gänsehaut über Elias aus. „Elias Krause.", antwortet er ihm anschließend wahrheitsgetreu. Der Fremde lässt ihn zufrieden los. „Na dann Elias, wir sehen uns bestimmt noch in der Gegend." Elias schaut dem Fremden noch hinterher wie er sich weiter und weiter von ihm entfernt, bis er in eine Ecke einbiegt.
Er steht von Boden aus klopft sich den Staub von der Hose und läuft den Treppenhaus seines Blocks hoch. Leider hatte es hier kein Lift was heisst das er jedes Mal rauflaufen muss. Zumindest training er seine Beine dadurch. Elias' Vater ist gerade ihm Büro am welche Dokumente zu studieren. Da kommt Elias gerade durch die Tür reinmarschiert. „Nah? Wie gefällt dir deine neue Stadt?", Elias' Vater sieht ihn erwartungsvoll an. „Es ist okay, aber die Leute hier machen mir einwenig angst.", gibt er offen zu. Von der Begegnung mit dem hübschen Fremden erzählt er ihm lieber nicht, denn er will seinen Vater nicht ünotig beunruhigen. „Ach das ist doch normal, du wirst sehen sobald du am Montag deinen ersten Schultag hast, wirst du viele neue Freunde finden."
