Hermine hätte dieses Notizbuch überall auf der Welt wiedererkennt, war es doch ein so fester Bestandteil ihres Schullebens gewesen. Sie hatte damals sehr viel Zeit und Mühe darin investiert, das richtige Notizbuch auszuwählen und so zu gestalten, wie ihr es für den Anlass angemessen erschien.

Es war nicht nur innen voller unangemessener Fantasien über ihre damalige Verwandlungslehrerin, sondern spiegelte auch in der äußeren Erscheinung alles wieder, was Minerva in Hermines Augen ausmachte.

Es war in grünes Leder gebunden, dasselbe Grün wie die Farbe ihrer Augen, dieser Augen, in denen Hermine sich so oft gewünscht hatte zu versinken. Verziert war die Vorderseite zudem mit keltischen Mustern, die an Minervas schottische Herkunft erinnerten und mit einer solchen Feder, wie die schwarzhaarige Hexe sie gerne in ihrem Hexenhut stecken hatte. Hermines größter Stolz war aber der Verschluss des Notizbuchs. Ein goldener Gryffindor-Löwe zierte den Knopf, der das Notizbuch zusammenhielt.

Dieses Buch und sein Inhalt war in ihren letzten Schuljahren ihr größter Schatz gewesen, doch jetzt, wo es an dem Ort war, an den es niemals hätte zurückkehren sollen, wirkte es auf Hermine vielmehr wie eine giftige Schlange, vor deren Berührung es die braunhaarige Hexe graute, vor lauter Angst, sie könnte gebissen werden. Gebissen von den Gedanken und Gefühlen ihrer Vergangenheit, die sie längst begraben hatte – zumindest hatte sie das gedacht.

Doch jetzt, mit dem Beweis ihres tiefsten Geheimnisses, das sie all die Jahre hatte bewahren können, direkt vor ihrer Nase, trafen sie ihre eigenen Gefühle wie ein Schlag ins Gesicht. Dort lagen sie alle vor ihr, verborgen zwischen den Zeilen ihrer unangemessenen Gefühle für ihre Professorin, und forderten sie heraus, sich erneut mit ihnen auseinanderzusetzen. Die Vergangenheit hatte sie endgültig eingeholt und all die Erinnerungen, präzise festgehalten in dem vor ihr liegenden Notizbuch, schossen wie Blitzlichter an ihrem inneren Auge vorbei.

Es hatte alles mit dem Weihnachtsball im vierten Jahr während des Trimagischen Turniers angefangen. Obwohl sich Hermine zu diesem Zeitpunkt bereits ihrer sexuellen Präferenz bewusst gewesen war, hatte sie Minerva McGonagall bis dahin nicht auf ihrem Radar gehabt. Natürlich hatte sie die formidable Verwandlungslehrerin ungemein geschätzt, für ihre Integrität, ihre Fachkenntnis, ihre Zielstrebigkeit und Zuverlässigkeit, ihre magischen Fähigkeiten und ihr großes Herz. Doch nichts hätte sie auf den Anblick von Minerva McGonagall beim Weihnachtsball vorbereiten können, als sie die weiten Zaubererumhänge für einen Abend gegen ein hautenges samtgrünes Ballkleid getauscht hatte, das genau der Farbe ihrer Augen entsprach und diese so sehr zum Strahlen brachte, das Hermine nicht mehr den Blick von ihr loseisen konnte, obwohl sie mit Viktor Krum zum Ball gekommen war.

Zum ersten Mal hatte Hermine ihre Professorin als Frau wahrgenommen – und als verdammt attraktive noch dazu. Ihr Kleid konnte man zwar überhaupt nicht als aufreizend bezeichnen, da es den Großteil ihrer Haut bedeckte, doch der Schlitz, der bis zum Oberschenkel reichte und hin und wieder, wenn Minerva sich auf eine bestimmte Art bewegte, den Blick ein schlankes Bein freigab, ließ Hermine durchdrehen.

Viel schlimmer aber war der obere Teil des Kleides. Auch hier wirkte das Kleid auf den ersten Blick bescheiden mit zwar enganliegenden, aber bis zu den Handgelenken reichenden Ärmeln. Doch als Minerva während eines Tanzes mit Professor Dumbledore in eine Drehung geführt wurde und Hermine plötzlich den Rücken zuwandte, wäre diese beinahe über ihre eigenen Füße gestolpert und hätte Krum mit sich gerissen, wenn dieser nicht so kräftig gewesen wäre, um ihren Fauxpas auszugleichen und sie wieder in die nächsten Schritte zu führen.

Hermines Herz hatte wild in ihren Ohren gepocht und sie hatte geradezu gespürt, wie ihr die Hitze in die Wangen gekrochen war, als sie den vollkommen nackten Rücken sah, den Minerva auf der Tanzfläche präsentierte. Feine Muskeln zeichneten sich unter der Haut ab und sie konnte sehen, dass dieser Rücken trotz der feingliedrigen Statur der älteren Hexe stark und hart war.

Dennoch wirkte die Haut dort so unfassbar weich und Hermine sehnte sich danach, mit ihren Fingern darüberzustreichen, jeden Zentimeter dieses starken Rückens mit ihren Lippen zu erkunden, mit ihrer Zunge an der Wirbelsäule entlangzugleiten und zu spüren, wie Minerva unter ihrer Berührung erschauderte. Sie malte sich aus, wie sich in genau eben diesem Rücken festkrallte, während Minerva auf ihr lag und ihr so viel Lust bereitete, dass sie sich verzweifelt an ihr festhalten musste.

Was Hermines Libido aber endgültig den Rest gab, waren Minervas Haare. Noch nie zuvor hatte Hermine ihre Professorin mit offenen Haaren gesehen. Die als äußerst streng geltende Verwandlungslehrerin trug immer einen ebenso strengen Dutt, der nicht ein Härchen aus der Reihe tanzen ließ. Doch nicht an diesem Abend.

Wie ein seidener Wasserfall glitten ihre langen schwarzen Haare über ihre Schultern und reichten fast bis zu ihrem unteren Rücken. Hermine wollte ihre Finger hindurchgleiten lassen und fühlen, ob sie tatsächlich so weich waren wie sie aussahen. Den ganzen Abend über konnte sie nicht mehr die Augen von ihr wenden, was Krum glücklicherweise nicht zu merken schien, der schon ganz zufrieden damit war, mit Hermine tanzen zu dürfen. Doch sie war mit ihren Gedanken nur bei Minerva McGonagall und sie wünschte sich nichts sehnlicher, als mit dieser wundervollen Frau tanzen zu können, den ganzen Abend und die ganze Nacht hindurch und sie nie wieder loszulassen.

Danach wurde alles nur noch schlimmer. Dieser Abend war der Startschuss für eine geradezu krankhafte Besessenheit, die Hermine für die schottische Hexe entwickelte. Sie beobachtete jede ihrer Bewegungen im Unterricht, suchte Ausreden, um noch länger bleiben zu können und stellte ihr nach dem Unterricht noch Fragen, deren Antwort sie schon längst wusste, nur um mehr Zeit mit ihr verbringen und ihre nahe sein zu können.

Ebenso studierte sie all ihre Essgewohnheiten währen der Mahlzeiten in der großen Halle und mit welchen Kollegen sie gerne bzw. weniger gerne Zeit verbrachte. Sie fand ihren Stundenplan heraus und richtete es so ein, dass sie sich regelmäßig über den Weg liefen oder Hermine zufällig gerade lesend in dem Gang saß, den Minerva früher oder später entlanggehen musste.

In der Bibliothek suchte Hermine sämtliche Informationen über die ältere Frau zusammen, die sie finden konnte. Sie wollte alles über sie wissen und machte geradezu eine Art Projekt daraus. Sie war besessen von der Frau und alle wachen Gedanken drehten sich nur noch um sie. Bei Tag und auch bei Nacht.

Als Hermine im fünften Jahr Vertrauensschülerin wurde und ein eigenes Zimmer erhielt, konnte sie auch ihre nächtlichen Fantasien vollkommen ausleben, ohne Angst haben zu müssen, von jemandem entdeckt zu werden. Und wie sie dieses Privileg ausnutzte.

Sie hatte sich noch nie so oft in ihrem Leben selbst befriedigt wie zu dieser Zeit und noch nie war sie so froh gewesen, ein Mädchen zu sein. Wäre sie ein Junge gewesen, hätte sie wahrscheinlich eine gefühlte Dauererektion verstecken müssen. Doch so konnte sie sämtliche Fantasien, die sie bezüglich Minerva McGonagall hatte, in ihrem Kopf bis ins kleinste Detail ausleben und sich in jeder freien Minute in ihr Zimmer zurückziehen und sich selbst berühren, während sie sich vorstellte, dass es Minervas Finger waren, die über ihre Haut hinwegglitten.

Mit der Zeit war es jedoch aufgefallen, dass sie sich immer öfter in ihrem Zimmer einschloss, und um nicht zu riskieren, dass ihr Geheimnis irgendwann aufflog, und auch um wieder Herrin ihrer Triebe zu werden, musste sie sich ein anderes Ventil für ihre Fantasien suchen. Und so beschloss sie diese an einen Ort zu verbannen, wo sie sie zwar immer noch ausleben, aber gleichzeitig auch für eine Weile aus ihrem Kopf herauslassen konnte.

Einem Denkarium gleich, in das sie Gedankenfaden für -faden hineingleiten ließ, griff sie zu Papier und Feder und schrieb alles aus ihr heraus, was sich in ihrem Kopf zu der Frau, die sie mehr begehrte als alles andere, angestaut hatte. Es war eine ungemeine Entlastung und da ihre Mitschüler es von ihr gewohnt waren, sie ständig in einer Ecke sitzen zu sehen, entweder mit einem Buch auf dem Schoß, in das sie ganz vertieft war, oder eben mit einem Notizbuch, in das sie wie wild ihre Aufzeichnungen schrieb, fiel ihre Schreibwut nicht weiter auf. Wenn ihre Mitschüler nur gewusst hätten, was sie alles in dieses eine grüne Notizbuch schrieb, wären viele wahrscheinlich hochrot angelaufen.

Sie hatte nie ihren eigenen Namen in dem Notizbuch genannt, zu groß war dann doch die Angst, dass es mal jemand finden und die Zauber, die sie darauf gelegt hatte, umgehen könnte. Minervas Namen hatte sie hingegen dafür umso häufiger benutzt, das konnte sie einfach nicht unterdrücken und hätte sie in ihrem Schreibfluss zu sehr eingeschränkt.

Was nun dazu geführt hatte, dass die Schulleiterin Minerva McGonagall ganz genau wusste, dass von ihr in all diesen Szenen die Rede war, die Hermine in dem Notizbuch verewigt hatte. All die Szenarien, die sich Hermine mit der älteren Hexe ausgemalt hatte, schwarz auf weiß festgehalten in einem Buch, das lange tief in der Dunkelheit ihres Dachbodens vergraben gewesen war, unter vielen alten langweiligen Gegenständen in irgendeiner Kiste, auf ewig verschollen. Bis jetzt.

Hermine wurde übel, als ihr all die vielen Fantasien in den Sinn kamen, die in diesem Notizbuch standen und von der sie nun wusste, dass Minerva sie gelesen hatte und alles wusste. Dass Hermine sich vorgestellt hatte, spät abends bei ihrer Professorin nachsitzen und bestraft werden zu müssen, und oh wie sehr wollte sie von der älteren Frau bestraft werden und den Hintern versohlt bekommen.

Oder dass Hermines Leistungen im Unterricht nicht mehr ausreichten und sie extra Leistungen erbringen musste, um gute Noten zu bekommen, die sie unter Minervas Schreibtisch zwischen ihren Schenkeln mit ihrer Zunge absolvieren musste.

Wie oft hatte sie sich vorgestellt, vornübergebeugt auf Minervas Schreibtisch zu liegen, ihre Lehrerin hinter ihr, die ihren Rock nach oben geschoben und von hinten in sie eingedrungen war, oder wie sie spät abends noch allein in der Bücherei lernte, als die schwarzhaarige Frau sich von hinten an sie heranschlich und ihre Hände in ihre Bluse gleiten ließ, um ihre Brüste zu massieren.

Sie träumte von in der Dunkelheit ihres Zimmers leuchtenden grünen Augen, die sie im Schlaf beobachteten, und feingliedrigen Fingern, die sich unter ihre Decke stahlen und sich nahmen, was ihnen gehörten.

Dieselben grünen Augen stellte sie sich im Bad der Vertrauensschüler vor, die sie gierig beobachteten, während sie sich im warmen Wasser selbst befriedigte, bis Minerva ihr dort Gesellschaft leistete. Den Weihnachtsball hatte sie in ihrer Fantasie ebenfalls abgeändert und sich eine eifersüchtige Minerva vorgestellt, die jeden Tanzpartner, der ihrer Musterschülerin Avancen machte, in die Flucht trieb, um sie schlussendlich in einen dunklen Korridor zu ziehen und von ihr Besitz zu ergreifen.

Hermine hatte auch oft an eine Massage gedacht, die sie der überarbeiteten Frau geben könnte, damit sie sich entspannte und die dann zu so viel mehr führte, als sie ihre Finger in ihrer Fantasie zwischen die Schenkel der stolzen Frau gleiten ließ.

Hitzige Debatten über fachliche Themen hatte sich die jüngere Hexe auf Minervas Sofa vor dem Kamin ausgemalt, die damit endeten, dass Minerva ihrer Schülerin auf eine ganz andere Art zeigte, wie sehr sie doch im Recht war und wer von ihnen beiden eigentlich das Sagen hatte, um sie anschließend in den Raum der Wünsche zu führen, in dem Minerva sämtliche ihrer eigenen dominanten Fantasien ausleben konnte und Hermine ihr nur allzu gerne gehorchte.

Hermine graute vor dem, was Minerva zu all diesen Fantasien zu sagen hatte, von denen sie nun wusste, dass sie nicht von ihrer Tochter Rose, sondern von der Frau stammten, die einst ihre Vorzeigeschülerin gewesen war.

Sie dachte gar nicht lange nach, als die Panik Besitz von ihr ergriff und sie zum Handeln zwang. Sie löste sich aus ihrer Schockstarre, schnappte sich das Notizbuch und rannte so schnell sie konnte die Stufen zur Bürotür hinunter, riss an dem vergoldeten Türgriff, um die Tür aufzustoßen und so weit weg von der grünäugigen Hexe zu kommen wie sie konnte, die nun ihr tiefstes und dunkelstes Geheimnis kannte, und kugelte sich beinahe die Schulter aus, als sie so heftig an dem Türgriff zog, der keinen Millimeter nachgab.

Sie rüttelte verzweifelt daran, drückte ihn immer wieder nach unten und zog mit ganzer Kraft, das Notizbuch schützend an ihre Brust gepresst, bevor sie aufgab und mit der flachen Hand gegen die Tür schlug, ihren Kopf gegen das Holz drückte und frustriert ausatmete.

Die Schulleiterin sprach im selben Moment das Wort aus, das sich soeben auch in ihrem Kopf gebildet hatte und ihr die harte Erkenntnis ihrer Situation vor Augen führte: „Verschlossen."

Ein panisches Wimmern entfuhr Hermine, als sie die Augen schloss, nun mit beiden Händen das Notizbuch fest an ihre Brust drückte, als wollte sie, dass es mit ihr verschmolz und damit all seine Inhalte in ihr verschwinden würden, dort, wo sie hingehörten, ganz tief nach Innen, wo sie niemand jemals wieder sehen würde.

„Nein. Nein, nein, nein, das darf nicht sein," flüsterte sie, die Stimme voller Verzweiflung, als ihr erneut Tränen über die Wangen liefen und sie erkannte, wie ausweglos ihre Situation war. „Lassen Sie mich gehen, oh bitte, lassen Sie mich gehen", flehte sie, ihre Schultern zuckten nun unkontrolliert vor Schluchzern, die tief aus ihrem Inneren zu kommen schienen, von einem Ort, den sie vor langer langer Zeit vergraben hatte und der nun all den Schmerz preisgab, den sie nie zu fühlen gewagt hatte. Von dem sie kein Recht hatte, ihn zu fühlen.

„Nein, Hermine, das werde ich nicht."

Hermine zuckte beim Klang ihres Vornamens zusammen und wirbelte erschrocken herum. Noch nie zuvor hatte Minerva McGonagall sie mit ihrem Vornamen angesprochen. Die Schulleiterin stand immer noch oben neben ihrem Schreibtisch, völlig ruhig und gefasst, ihre Miene undurchdringlich.

Langsam setzte sich Minerva in Bewegung und kam auf Hermine zu, wie ein Raubtier, das wusste, dass es seine Beute in die Enge getrieben hatte und es keinen Ausweg mehr für es gab. Sie konnte sich Zeit lassen, denn eine Flucht war ausgeschlossen. Hermine konnte nirgends hin, nirgendwohin fliegen, sie saß fest und war der Schulleiterin hilflos ausgeliefert. Minerva stoppte erst, als sie nur noch einen Schritt von Hermine entfernt stand.

„Gib es mir."

Hermine brachte kein Wort heraus und schüttelte nur wie in Trance den Kopf, unfähig sich klar zu artikulieren.

Wortlos streckte Minerva die Hand aus und fixierte sie mit ihren grünen Augen, die zum einen ganz klar kommunizierten, was sie von der jüngeren Frau wollte, zum anderen aber rein gar nichts darüber preisgaben, was sie gerade dachte.

Hermine versuchte den Kloß, der sich in ihrem Hals gebildet hatte, hinunterzuschlucken, als sie dem Willen der schwarzhaarigen Schulleiterin wieder einmal nachgab, den eisernen Griff um das Notizbuch lockerte, den Blick resignierend nach unten fallen ließ und Minerva das Notizbuch aushändigte und damit ihre Niederlage eingestand.

Sie schloss die Augen, versuchte ihren Atem zu beruhigen und sich nicht auszumalen, womit die Schulleiterin sie nun konfrontieren würde. Sie konnte sich das nicht anhören, sie wollte am liebsten im Erdboden versinken und alles ausblenden, was um sie herum geschah. Die Scham darüber, was Minerva nun von ihr wusste, schien sie von innen aufzufressen und nichts, überhaupt gar nichts, was Minerva dazu zu sagen hatte, konnte es irgendwie besser machen.

Ganz im Gegenteil. Sie konnte jetzt schon hören, wie angeekelt die über allem erhabene Schottin von alldem sein würde, was ihre ehemalige Schülerin über sie geschrieben hatte. Wie geschmacklos ihre Gedanken waren. Wie enttäuscht sie von ihrer einstigen Musterschülerin war. Hermine versuchte sich zu wappnen, für das, was gleich an Vorwürfen, Beleidigungen und Enttäuschungen auf sie einprasseln würde, als sie hörte, wie das Notizbuch klatschend auf den Boden fiel und sie aus ihren Gedanken holte.

„So, Miss Granger…" Hermine riss geschockt die Augen auf, als sie ihren Mädchennamen aus dem Mund der Schulleiterin hörte, mit einer Stimme, die alles andere als hasserfüllt, enttäuscht oder vorwurfsvoll klang. Nein, Minervas Stimme war plötzlich viel tiefer, sinnlicher, ja geradezu verführerisch geworden und ein primitiver, animalischer Teil in Hermine reagierte sofort darauf.

Sie konnte ein Zucken tief in ihrem Unterleib spüren und wie eine feuchte Wärme sich zwischen in ihren Beinen ausbreitete, als Minerva den letzten Schritt auf sie zutrat, ihre Arme links und rechts neben dem Kopf der braunhaarigen Hexe abstützte und sich noch weiter nach vorne lehnte.

Sie war nun so nah, dass Hermine ihren Atem auf ihrem Gesicht spüren konnte. Minze, schoss es ihr noch durch den Kopf, bevor Minervas nächste Worte ihre Knie weich werden ließen: „Nun zu den ganzen Fantasien, die ja offensichtlich aus Ihrem hübschen Köpfchen stammen…"