*Dieses Kapitel ist noch nicht vollständig. Dialoge und Ereignisse könnten sich im Laufe der Zeit leicht ändern.*

Kapitel 15 - Kontakt

„Wie heißt du?", fragte er auf Englisch. Wenigstens versuchte er das.

„A-Anya… Anya Kirishkova."

Er war erleichtert, dass sie ihn verstehen konnte, trotz seiner fehlerhaften Aussprache.

„Anya, also. Nett dich kennenzulernen. Mein Name ist Fumiyoka.", sagte er und grinste mutig.

„Freut mich."

Sie streckte ihre Hand aus. Er schüttelte sie. Er war der einzige, der lächelte.

„Ran, wach auf!"

Sie öffnete langsam ihre Augen. Ein stechender Geruch von Rauch stieg ihr in die Nase und es war merkwürdig warm. Brannte es hier? Sie stand vom Bett auf und rieb sich die Augen.

„Conan?"

„Ran, wir müssen schnell von hier weg!"

„Was meinst du?"

„Verdammt, da draußen im Flur brennt es! Hier gab es eine Explosion!"

„Eine was?"

„Keine Zeit für Details, wir müssen los, komm schon Ran, steh auf!"

Als sich ihre Sicht verbessert hatte, bemerkte sie, dass die Tür offen war. Conan zog sie vom Bett und beide verließen das Gästezimmer. Der Anblick von dort aus war grauenvoll.

„Was ist hier passiert…?", murmelte sie mit unfassbaren Schrecken im Gesicht.

Das Geländer von Gegenüber bröckelte und ein paar Stücke davon fielen mit einem lauten Krachen auf den Boden. Die Gemälde im ersten Stock waren beinahe alle vom Feuer zerfressen und ein großer Teil des Ersten und Zweiten Stocks beim Vordereingang waren vollkommen demoliert. Sie sah sich um. Das Dach war noch standhaft, jedoch sah es aus, als könnte es jederzeit in sich zusammenbrechen. So wie sie feststellten, konnten sie beide keine Personen entdecken, die sich weder in den Stockwerken am Geländer, noch am Foyer befanden, so als hätten sie im Voraus gewusst, was hier passieren würde. Merkwürdig.

„Ran, hörst du mich?!"

Sie wandte sich ruckartig zu Conan um, der zu ihr hoch schrie.

„Conan?"

„Wir müssen am Geländer entlang! Die Vorderseite des Hauses ist noch frei, siehst du dort?", schrie er und zeigte mit dem Finger auf die offene Vorderseite des Hauses, die durch die Explosion fast komplett weggesprengt wurde. Durch den zweiten Stock konnten sie sich noch durchzwängen, jedoch wäre es kein leichtes Spiel für sie von dort aus zum Erdboden zu gelangen.

„Komm mit! Ich weiß einen Weg hier raus!", rief er, packte ihre Hand und zog sie mit sich am Geländer entlang. Noch einige Meter, dann hätten sie es hinter sich. Dann wären sie von der Gefahrenzone weg. Ran spürte schon, wie ihr schwindelig wurde. Die Hitzewelle machte es ihr schwer mit Conan mitzuhalten und der Rauch versperrte ihr die Sicht. Aber das war ihr jetzt egal. Ihm konnte sie vertrauen. Conan würde sie niemals im Stich lassen, genau wie er.

Sie blickte nach oben. Ein lautes Knallen ertönte und ein Stück des Geländers des Stockwerks über ihnen löste sich und drohte auf Conan zu stürzen. Ran reagierte instinktiv.

„Vorsicht, Conan, PASS AUF!"

Jetzt erblickte auch Conan die Gefahr und blieb gerade noch rechtzeitig stehen, bevor das Stück das Geländer vor ihnen abbrach und samt dem zweiten Stock auf den Korridor darunter stürzte. Ran, die rechtzeitig reagiert hatte, schaffte es letztendlich ihn vor dem Zerquetschen zu bewahren, jedoch…

„Ran, was ist mit dir…? Ran? RAAAN!"

Sie zahlte dafür einen hohen Preis und stürzte vom Geländer, auf den sie sich aufgrund der Gleichgewichtsstörung gestützt hatte. Direkt in die Tiefe, als Conan rechtzeitig da sein konnte und ihre Hand mit beiden Händen festhielt.

„Ich hab dich!", rief er und versuchte mit aller Kraft, die er aufbringen konnte, sie hochzuziehen. Sie war schwer. Als Oberschüler hätte er in dem Falle weniger Probleme gehabt als jetzt. Scheiße!

„Conan!", schrie sie und dort konnte er ihre Angst an ihrem Gesicht und ihrer Stimme erkennen, was ihm umso mehr Antrieb gab.

„Beweg dich nicht!", schrie er verzweifelt, während er die Zähne fest zusammenbeißen musste. Bisher hatte er sie nicht hochziehen können, sondern konnte sie nur an seinen zwei Händen baumeln lassen, die sie mit aller Kraft festhielten.

Währenddessen blickte Ran die ganze Zeit zu Boden, denn auch sie wusste, dass er ohne fremde Hilfe nicht dazu imstande wäre, sie hochzuziehen. Und was, wenn sie versuchen würde an seiner Hand hochzuklettern und sich am Geländer festzuhalten? Nein, sonst könnte sie Conan mit sich ziehen und beide würden schlimmstenfalls in den Tod stürzen. Sie merkte, wie sich ihre vor Angst schwitzende Hand langsam von seinem Griff löste.

„Conan!"

„Ich sagte, beweg dich nicht! Ich finde schon einen Weg dich wieder hier hochzukommen! Ran, was auch immer du tust, sieh ja nicht nach unten!"

Sie starrte ihn fassungslos an. Jede Sekunde, die sie ihn ansah, spürte sie, wie näher er ihr vorkam. Schon wieder so eine Aktion. Konnte es wirklich sein? War er wirklich immer in ihrer Nähe gewesen? All diese Fragen und Gedanken schossen ihr in diesem Moment durch den Kopf. Dann sah sie es. Diese Entschlossenheit in seinem Gesicht, die der von Shinichi sehr ähnlich war. Der Rauch brannte in ihren Augen und sie war gezwungen sie zusammen zu kneifen.

Conan blickte rasch nach Möglichkeiten, sie irgendwie hoch zu bekommen, bevor auch dieses Geländer in die Tiefe abstürzt. Irgendetwas müsste doch ausreichen. Irgendetwas…

Er starrte auf seinen Gürtel. Dann erblickte er bei der Tür hinter ihm einen Türknauf, der ihm ins Auge schimmerte. Das war's!

„Also dann!", rief er.

Nachzudenken brauchte er nicht lange und schon machte er sich ans Werk. Er ließ eine Hand los und warf das eine Ende des Spanngürtels zum Türknauf, welches ihn nur knapp verfehlte. Er zog das Stück wieder zu sich und warf es erneut. Langsam merkte er wie sein anderer Arm schon taub wurde, aber er ließ sie nicht los. Auf keinen Fall, auch wenn ihm dafür der Arm abfallen würde, er würde alles in Kauf nehmen.

Er versuchte es ein zweites Mal. Die Schlaufe spannte sich um den Türknauf, er hatte es geschafft. Jetzt blieb ihm nur eines.

„Ran!"

„Ja?!"

„Halt dich hier fest! Fang, ich zieh dich hoch!", schrie er und warf ihr das andere Ende des Gürtels zu. Sie fing das Gürtelende und hielt sich krampfhaft daran fest. Endlich ließ sie ihn los und er konnte seinen Arm erholen. Conan drückte auf den Knopf im Gürtel und sah zu, wie der Gürtel sich zusammenzog und Ran immer weiter hochgezogen wurde. Noch ein wenig mehr und dann hätten sie es geschafft.

„Uwaaah!", schrie sie, als sie urplötzlich den Halt verlor und einige Zentimeter wieder nach unten fiel. Glücklicherweise zog sich der Gürtel nach wie vor immer noch zusammen.

„Verdammt…!"

Ein Knacken ließ ihn sich jedoch erneut umsehen, als er merkte, dass die Schlaufe um den Türknauf langsam begann sich zu lösen. Er zögerte nicht lange und reichte Ran seine Hand und gemeinsam schafften sie es doch noch mit Hilfe des Gürtels Ran nach oben zu befördern. Waren sie jedoch nur ein paar Sekunden zu spät, wären sie beide möglicherweise samt Gürtel in die Tiefe gestürzt.

„Ran, geht's dir gut?"

„Ja, danke Conan, mach dir keine Sorgen. Siehst du irgendwo einen weiteren Ausweg?"

„In etwa. So wie es aussieht, müssen wir durch das Foyer da unten nach draußen gelangen, was nicht einfach sein wird.", sagte er und nahm wieder ihre Hand, doch Ran hielt ihn zurück.

„Was tust du da, Ran?", schrie Conan.

„Conan, das ist zu gefährlich!", rief ihm Ran zu. Zuerst sah er sie besorgt an, dann lächelte er.

„Wir müssen es versuchen, sonst werden wir hier unter dem Gebäude hier begraben. Und jetzt komm mit, wir müssen es wenigstens versuchen, einen anderen Ausweg gibt es hier nicht!", rief er.

Erneut diese Zielstrebigkeit. Ran war wieder erstaunt. Immer mehr kam es ihr vor, als würde er an seiner Stelle sie an der Hand durch all die Gefahren leiten. Lange Zeit hatte sie nicht mehr dieses Gefühl gehabt und nun war dieser Moment gekommen. Wer war dieser Junge? War es nur seine kindliche Übermütigkeit, die ihn gepackt hatte?

Gemeinsam rannten sie so schnell sie konnten, das Geländer entlang, während sie die brennenden Holzstücken auswichen, die zu ihnen von oben herab fielen, bis sie bei den Treppen ankamen. Der Teppich, der auf den Treppenstufen ausgebreitet war, hatte schon lange Feuer gefangen und brannte sich in den Boden nieder. Conan hielt wieder inne.

„Was stehst du hier so rum, Conan? Wir müssen weg von hier, sonst fällt hier alles in sich zusammen, das hast du selbst gesagt!", antwortete sie panisch, doch Conan hielt sie erneut zurück.

„Warte, hör mal ganz genau hin."

Beide sagten kein Wort. Außer dem Geräusch des Feuers und dem Knacken der Wände und der Decke konnten sie noch eine leise Stimme vernehmen, die vom Foyer aus zu kommen schien.

„Da ist noch jemand und schreit nach Hilfe.", bemerkte Conan und zeigte mit dem Finger auf eines der brennenden Dachtrümmer, die sich im Foyer befanden.

„Gut, beeilen wir uns.", sagte sie und hob ihn, ganz zu seinem Erstaunen, hoch auf ihre Schultern. So einen rapiden Wechsel hatte er seit langem nicht mehr von ihr erlebt.

„Ran, was-?"

„Halt dich jetzt fest, ich spring rüber."

„Ran, warte das ist doch…!"

Sie nahm von der Treppe Anlauf und sprang mit einem Satz von der zweiten Stufe über das Feuer. Der Aufprall war zwar unsanft, denn sie hatte noch Conan's Gewicht auf ihren Schultern zu tragen, aber sie rannte weiter, bis sie das Foyer halbwegs hinter sich hatten.

Die Person, die zum Teil unter den Trümmern begraben war und regungslos auf dem Boden lag, war niemand anderes als Anya, die man unter ihrem Dienstmädchenanzug und ihren schwarzen Haaren erkennen konnte, die im Licht des Feuers braun schimmerten.

„Das ist doch Anya! Geht es Ihnen gut?", rief Ran und näherte sich ihr in aller Aufregung.

„Ran… und Conan! Danke, dass ihr gekommen seid. Mein Bein steckt hier momentan unter den Trümmern fest und ich komme nicht mehr raus! Ich… ich glaube, es ist gebrochen!", rief sie ihnen unter Schmerzen zu und tatsächlich, nur noch ihr Fuß ragte in einer grotesken Weise aus den herabgefallenen Trümmern heraus.

„Oh Gott…", schrien Ran und Conan schockiert bei dem Anblick, der ihnen der Fuß bot. Sie konnten deutlich sehen, wie ein einzelner Knochen leicht aus ihrem Bein hervor ragte.

„Wir holen sie so schnell wie möglich raus!", rief Conan und versuchte einen Teil der Trümmer von ihrem Bein zu entfernen. Anya begann unter grausamen Qualen zu schreien.

„Ran, ich brauche deine Hilfe hier!"

„Ja!"

Er zeigte auf die ihm gegenüberliegende Seite des Brockens.

„Am besten nimmst du diese Seite und versuchst sie mit mir hoch zu heben! Schnell, wir müssen uns beeilen, wir haben nicht viel Zeit!"

Beide befanden sich in Position.

„Eins… Zwei… DRRREEEI!"

Conan und Ran packten gemeinsam auf Drei mit an und schafften es allmählich den Brocken von ihrem Bein wegzuheben. Die Frau schrie erneut und ihre Schmerzensschreie erfüllten die gesamte Villa, bis zum Garten. Beide warfen den Trümmerbrocken weg und selbst bei diesem erneuten Anblick wurde ihnen fast schlecht, als sie das gesamte Ausmaß ihres Knies sahen. Trotz all dem kniff Ran ihre Augen zusammen und half Anya hoch auf ihre Schulter, die unter Tränen versuchte bei ihr Halt zu finden.

„Tut es sehr weh? Geht es Ihnen gut?", fragte sie, während sie so schnell wie nur möglich Richtung Ausgang gingen.

„Es schmerzt immer noch stark, aber ich kann es auch so schaffen.", antwortete Anya schwer. Sie hatte viel Blut verloren, fiel Conan auf, als er ihr kaputtes Bein betrachtete. Bald waren sie endlich raus aus dem brennenden Anwesen.

„Anya! Ran! Conan! Wo seid ihr, verdammt noch mal?!"

„Raaaan, Conan! Halloooo!"

Die Rufe kamen von außerhalb! Wahrscheinlich waren das Fumiyoka und Kogoro, die auf sie zu kamen! Sie waren gerettet! Conan rannte voraus und blickte von der Eingangstür auf den brennenden Garten hinaus. Da waren sie! Beide rannten so schnell sie konnten zu ihnen, um sie hier raus zu holen!

„Wir sind hier, Onkel!"

Conan schöpfte erneut Hoffnung und wandte sich zu Ran und Anya um, die mit jeder Sekunde mehr an ihre Grenzen gelangten.

„Gleich haben wir es geschafft!"

„Wir kommen schon!", riefen Ran und Anya gleichzeitig, wobei Anya sich immer schwächer fühlte und langsam das Bewusstsein verlor.

„Da seid ihr ja verdammt!", schrie Kogoro, als sie beide an der Treppe zur Eingangstür ankamen. Fumiyoka erschrak für einen kurzen Moment, als er ihr gebrochenes Bein erblickte, dann eilte er so schnell wie es ihm noch möglich war, zu Ran und Anya, die am Ende ihrer Kräfte war und nur noch auf ihrer Schulter hinunterhing.

„Vielen Dank, Ran!"

„Keine Ursache!"

Er hob Anya auf seine beiden Arme und trug sie bis zu den Treppen und zum Vorgarten hin.

„Jetzt beeilt euch, Leute! Schnell raus hier, bevor uns alles hier um die Ohren fliegt!", schrie Kogoro und zeigte mit dem Finger Richtung Parkplatz.

„Onkel, weißt du, wo die Bediensteten, Herr Ichigo und Natsume sich befinden?", fragte Conan, als sie zusammen den Kiesweg entlang rannten.

„Keine Zeit. Ich erklär's dir später, jetzt kommt schon!", antwortete er und wandte sich Ran zu.

„Ran, alles oka-... Ran! Wo bist du, Ran?"

Sie war verschwunden. Auch Conan drehte sich jetzt nach ihr um. Da stand sie, wie erstarrt vor der Eingangstür.

„RAN! WAS MACHST DU? HIER IST NIEMAND MEHR DA!", rief Kogoro erneut lauthals und eine Mischung aus Wut und Verzweiflung machte sich in seiner Stimme breit.

„RAN!", rief auch Conan hinterher, angespannt darauf wartend, was sie als nächstes tun würde. Sie sagte nichts, geschweige denn drehte sich nicht einmal nach ihnen um, sondern kehrte um und ging tiefer in die brennende Villa hinein.

„Verdammt…", murmelte Conan, drehte sich um und rannte ihr hinterher.

„Conan, was hast du vor?! Komm sofort zurück, ich kümmer mich darum!", schrie ihm Kogoro zu und folgte ihm.

„Du verstehst es nicht, irgendwas stimmt mit ihr nicht!"

„Das geht mir am Arsch vorbei, du bleibst verdammt noch Mal hier, hast du mich verstanden?!"

Conan ignorierte ihn und rannte, so schnell wie er nur konnte, weiter die Treppen zur Eingangstür hoch.

„Conan!", rief ihm Kogoro erneut hinterher. Dann biss er wutentbrannt die Zähne zusammen („Dieser kleine Nervenzwerg…") und lief ihm hinterher.

„Raaan! Komm zurück!", schrie Conan, während er den Eingang passierte und durch das brennende Foyer wanderte, verzweifelt nach ihrer Stimme suchend. Keine Antwort.

„Raaan!", wiederholte er erneut, diesmal etwas lauter.

Wieder keine Antwort. Sie war verschwunden. Er konnte sie nirgends entdecken. Sein Herz schlug schneller wie nie zuvor. Das konnte doch wohl nicht wahr sein. Wie konnte sie nur so schnell von seinem Blickfeld verschwinden? Er sah wieder ihre Augen in Gedanken vor sich. Leer und blass, so als wäre ihr Körper nichts weiter als nur eine leere seelenlose Hülle. Was zum Teufel war los mit ihr? Warum musste sie ausgerechnet jetzt ihm den Rücken zukehr-?

Wuiiiiiiiiiieee…

Ein leises Piepsen ertönte in seinen Ohren. Conan blickte sich um. Alles um ihn wurde plötzlich still. Er begriff gar nichts mehr. Er konnte sich nicht bewegen, wie als würde er in einen Bann gezogen werden. Seine Linke Hand begann zu zittern. Das Gefühl wanderte von dort aus zu seinen beiden Beinen bis zu seinen Füßen und wieder hoch zu seinem Kopf. Als er dieses Kribbeln im Augenbereich spürte, begann sich die Umgebung aufzulösen. Alles verschwand um ihn herum und verblasste in einem weißen Nichts. Das Feuer und die Wände, die das Foyer umgaben, waren verschwunden und ab da spürte er, wie orientierungslos er war. Selbst die Wärme des Feuers verflog und ließ ihn ohne jegliche Luft zum Atmen zurück. Doch auch so fühlte er sich, als würde er keinen Sauerstoff brauchen, um hier zu überleben, denn irgendetwas anderes interessierte ihn momentan mehr als das. Nur das unaufhörliche Piepen blieb in seinen Ohren bis es zu seinen Gedanken wanderte.

„Was… wo bin ich…", murmelte Conan und ein Echo breitete sich im Nichts aus. Dann vernahm er etwas.

Stimmen. Überall Stimmen. Sie lachten, weinten, schrien, brüllten, argumentierten, gaben einander ein Versprechen, welches sie kurz darauf auch wieder brachen. Es waren Stimmen, die über andere lästerten. Stimmen, die um Vergebung und Verständnis flehten. Stimmen, die vor Schmerzen und Qualen aufschrien und um Hilfe baten. Stimmen, die sich gegenseitig die Treue und oder ewige Liebe schwörten. Stimmen, die etwas anstrebten, wobei manche bei halbem Wege aufgaben und etwas Neues versuchten. Stimmen, die sich einander verziehen und erneut Freundschaften schlossen. Stimmen, die…

Und er hörte sie alle. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. So, als wären sie alle vereint. Conan stand regungslos da und starrte einfach nur ins Nichts.

„Das kann nicht sein. Was ist das alles?"

Als wäre alles vor ihm real. Zu real. Er befreite sich vom Griff der Unsichtbarkeit und spazierte willenlos durch das weiße Nichts, bis ihn plötzlich etwas von hinten am Kragen packte und in die Luft hob. Er versuchte es dagegen anzukämpfen, doch er wurde durch die Gegend geschüttelt.

„Lass mich in Ruhe!", rief er und spürte wie das Echo langsam verschwand.

„Bist du das?", rief ihm eine der vielen Stimmen aus der Menge zu.

„Was?"

„Conan! Conan, wach auf verdammt! Hörst du mich?", konnte er jemanden hinter sich hören. Anscheinend kam die Stimme von dem Unsichtbaren, das ihn hochgehoben hatte.

„Conan, hier bin ich!", fuhr die ihm bekannte Stimme fort.

Nein, er wollte mehr davon sehen. Irgendetwas hing sehr an ihm, mehr darüber herauszufinden. Jetzt konnte er sogar die Stimme von… genau!

„Ayumi?"

„Bleib bei mir, Conan!", schrie die Stimme und er konnte das Schluchzen in ihrer Stimme deutlich vernehmen.

„Ich bin gleich da!", rief er ihr zu.

„Ich habe wirklich Angst! Bitte, bleib bei mir!"

„JETZT HÖR AUF MIT DEM BLÖDSINN, VERDAMMT!", schrie ihn die Stimme des Unsichtbaren hinter ihm und rüttelte ihn umso fester.

„NEIN LASS MICH IN RUHE, DA IST DOCH NOCH AYUMI!", schrie er zurück

„Conan, hilf mir!", rief ihre Stimme aus dem weißen Nichts.

„DORT IST NIEMAND MEHR AUẞER RAN! REIẞ DICH GEFÄLLIGST ZUSAMMEN, DU GIFTZWERG!", schrie die Stimme erneut und er spürte, wie seine rechte Wange anfing zu glühen. Das weiße Nichts verschwand und Conan öffnete seine Augen, als er Kogoro wütend vor sich sah, der unaufhörlich versuchte ihn wach zu rütteln. Das laute Geräusch des knisternden Feuers, die dumpfen Klänge der herunterfallenden Geländer und die fast schon unerträgliche Hitze der Flammen im Foyer kam wieder zurück. Er war wieder bei Sinnen und langsam wurde ihm die wahre Realität in der er sich zurzeit befand erneut bewusst. Nach kurzem Umsehen bemerkte er, dass sie vor der Eingangstreppe zum Anwesen standen.

„Onkel Kogoro, was…", murmelte Conan und rieb sich an seiner Wange. Kogoro musste ihm wohl eine Backpfeife gegeben haben, damit er wieder zu Sinnen kam.

„Geht es ihm wieder besser?", fragte eine ihm bekannte Stimme hinter ihnen.

„Ja, er ist nur ein wenig bewegungsunfähig. Irgendetwas hat ihn von Kopf bis Fuß paralysiert.", antwortete er und zupfte sich seine Krawatte zurecht, bereit um wieder in das Anwesen zu gehen und Ran aus dem brennenden Anwesen rauszuholen.

„Nehmt ihn auf, ich mache mich auf den Weg und suche nach Ran.", sagte er und wandte sich den Personen neben ihm zu, während er einen Taschentuch aus seiner Hosentasche herausholte und sich damit den Mund zuhielt.

„Aber Kogoro, sollen wir nicht lieber hier warten bis die Polizei und die Feuerwehr hier ist? Sie haben ja doch keinen Feuerschutzanzug an."

„Verarsch mich nicht, Fumiyoka. Es geht hier um meine Tochter und ich hol sie verdammt noch Mal hier raus, auch wenn es mich das Leben kostet!", rief er und entfernte sich von Conan und den anderen.

„Ve-Verstanden!", antwortete Fumiyoka ihm hinterher.

Er spürte, wie sein regloser Körper von einer Person in den Arm genommen wurde und mit ihn den Kiesweg zum Garten hinunter zum Parkplatz entlang lief. Alles was er noch sehen konnte, waren die blassen schwarzen Umrisse von Kogoro, der sich den Weg in das vom Feuer verstümmelte Gebäude bahnte. Er streckte seine Hand nach dem Feuer aus, das seine Silhouette schließlich vollkommen zerfraß und sie im brennenden Scheiterhaufen verschwinden ließ.

Dann sah er nur noch schwarz.

—-

Als er wieder zu sich kam, war es leise um ihn. Er rieb sich an den Augen und merkte, dass er nicht allein war. Neben ihm befand sich Ran, die auf dem Boden saß und mit dem Rücken an einen Baumstumpf in der Nähe des Parkplatzes angelehnt war. Conan war erleichtert. Ihr ging es also doch gut und Kogoro hatte es irgendwie geschafft, sie aus dem Anwesen rechtzeitig herauszuholen. Das, was passiert war, bevor er sein Bewusstsein verloren hatte, blieb ihm nur vage im Gedächtnis. Was war nur mit ihr passiert? Warum hatte sie sich nicht umgedreht, geschweige denn, ihnen etwas gesagt? Er konnte sich noch klar an ihren Gesichtsausdruck erinnern. Ein trockener Blick, der ihm irgendwie auch ein wenig Angst einzujagen schien. So hatte er sie noch nie gesehen.

Conan rieb sich müde die Augen und gähnte leicht. Es war immer noch dunkel, womöglich hatte er nur ein paar Stunden geschlafen. Er hörte, wie Polizisten und Feuerwehrmänner sich an ihren jeweiligen Posten unterhielten und als er wieder aufstand und an ihnen vorbeiging, konnte er einige der Gesprächsschnipsel auffangen.

„Hast du bisher etwas Neues von der Spurensicherung aufgenommen?"

„Nein, bisher noch nicht."

„Dann hat der Brand wohl einen Großen Teil der nachweislichen Aspekte im wahrsten Sinne des Wortes in Flammen aufgehen lassen."

„Einen geringen Teil konnten wir jedoch von den Trümmern bergen. Der Schaden müsste sich aber mindestens auf fünfzig Millionen belaufen."

„Du untertreibst doch."

„Nur eine Spekulation meinerseits, nichts weiter. Sind die Einwohner erfolgreich evakuiert worden?"

„Ja, bisher konnten wir keine Opfer und oder begrabene Leichen am Tatort feststellen. Zwei Ausnahmen gäbe es da noch, was Verletzungen und dergleichen angeht…"

„Ausnahmen?"

„Erst einmal wurde ein Dienstmädchen aus den Trümmern gefunden und befreit und ist jetzt auf dem Weg ins Krankenhaus. Zu guter Letzt wurden noch ein Junge im Grundschulalter und ein Mädchen im Oberschulalter erfolgreich von Herr Mori aus dem Gebäude gerettet."

„Wirklich? Den Herr Mori, der seine Kriminalfälle im Schlaf löst? Und das hat er ohne Schutzanzug und Atmungsmaske durchgezogen?"

„Nun, hier im Bericht steht, dass er selbst kleine Verletzungen nachgetragen hatte. Das Mädchen aber hat, wie der Junge, ihr Bewusstsein verloren."

„Sonst nichts?"

„Sonst nichts. Da kann man von Glück reden, dass sie keine großen Schäden davongetragen haben."

„Glück im Unglück kann man dazu nur sagen. Was für eine Erleichterung.", sagte der Polizist und lachte.

„Was mich noch zusätzlich wundert ist, wie Herr Mori vor kurzem sofort mit der Personenbefragung angefangen hat.", antwortete der andere, während er die Unterlagen in seiner Hand durchblätterte.

Wie, Kogoro hat schon damit angefangen? Dann müssten sie ganz in der Nähe der Parkplätze sein. Conan lief den Kiesweg zum Parkplatz entlang, während er den Polizisten weiter zuhörte.

„Wenn der Inspektor schon da ist, dann kann man damit rechnen. Herr Mori nimmt diese Sache anscheinend ganz schön ernst. Kann ich ihm nicht verübeln."

„Der Südflügel des Gebäudes wurde bei der Explosion stark beschädigt. Glücklicherweise befanden sich die Bediensteten außerhalb des Einwirkungsradius und wurden somit nicht verletzt. Viele von ihnen sind laut Bericht nach 8 Uhr Abends nach Hause gegangen und haben das Anwesen verlassen."

Und wer hätte die Explosion verursacht, wenn nicht jemand aus den eigenen Reihen, so wie es Yuzaki zuvor im Gespräch mit Kogoro gesagt hatte. Merkwürdig, denn er hatte wirklich darauf getippt, dass einer der Bediensteten, die den Schlüssel für die Sicherheitskammer besaßen und somit leichten Zugang hätten. Oder einer war noch hier geblieben und hat aus nächster Nähe gegen Mitternacht die Bombe gezündet. Er lief weiter bis er von Weitem das Licht der Laternen erblickte. Das gab ihm noch ein wenig mehr Zeit zum Nachdenken.

Noch einmal von vorne:

Wenn er der Täter wäre, würde er zunächst sicher gehen, dass er die Bombe selbst zur Verfügung hätte. Nur woher könnte der Täter sie nur hergeholt haben? Gab es möglicherweise einen Komplizen, der für ihn das Material besorgen sollte? Wenn ja, dann würde es auch erklären, warum die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Anwesen ausgeschaltet wurden, was eine Konzernfamilie wie sie auf jeden Fall bei sich installiert hätten, sonst würde der Schaden am Gebäude sich nur minimal in Grenzen halten, was nur die Beschädigung der Sicherheitskammer selbst zur Folge hatte und nicht gleich die Zerstörung der ersten und zweiten Etage.

Das Motiv des Täters herauszufinden müsste sicherlich auch nicht wirklich schwer sein. Er erinnerte sich noch stark an das Bild, dass er am Mittag im Medienraum gesehen hatte. Hatte es möglicherweise damit etwas zu tun? Wenn auf diesem Bild schon Natsume's Vater abgedruckt war, dann müsste der andere Mann neben ihm entweder ein Geschäftspartner oder auch ein näherer Verwandte sein. Langsam kam er der Antwort immer näher.

Conan verließ den Kiesweg und erblickte schon den Parkplatz bei dem sich schon die Tatverdächtigen, der Kommissar, einige Polizisten und Kogoro versammelt haben. Er blickte zum Hügel empor und sah einige Rauchschwaden, die den Mond verdunkelten. War die Feuerwehr schon hier gewesen, während er bewusstlos war? Wahrscheinlich waren sie gerade schon im Gebäude und löschten immer noch kleine Teile des Feuers.

„Wie dem auch sei, Fakt ist, dass die Explosion durch einen Zünder ausgelöst wurde, der in der Bombe vorprogrammiert war.", antwortete Kogoro und zeigte mit dem Daumen hinter sich auf das vor sich hin rauchende Anwesen. Inspektor Megure folgte seinem Blick.

„Das ist doch das Anwesen der Familie Ichigo, richtig?", fragte er und hob eine Augenbraue.

„Ja.", bestätigte Fumiyoka.

„Na gut, mögen wir nun mit der Zeugenbefragung beginnen? Herr Fumiyoka Ichigo und Herr Mori, würden Sie mich kurz begleiten?", fuhr der Inspektor fort.

„Natür-"

„Komm schon, nur einmal!"

„Was wird das schon wieder, du Nervensäge?! Hab ich dir nicht schon tausendmal gesagt, du sollst dich da raushalten?", kam es von hinten.

Fumiyoka und Megure wandten sich beide zu Kogoro um, der gerade damit beschäftigt war Conan vom Bein abzuschütteln.

„Ich will doch nur mithelfen, Onkel!", verteidigte sich Conan.

„Lassen Sie ihn. So enthusiastisch wie er sich für die Rettung meiner ähm… unseres Dienstmädchens eingesetzt hat, ist es das Mindeste, was ich für ihn in diesem Moment hier tun könnte, also bitte, Herr Mori, lassen Sie ihn gehen.", bat Fumiyoka. Kogoro murmelte schmollend ein paar verfluchende Worte, dann seufzte er.

„Na los, geh schon. Aber wehe dir du machst mir hier Ärger, klar?"

„Natürlich nicht, Onkel!", antwortete Conan lächelnd und ließ sein Bein los, um sich dem Inspektor und Fumiyoka anzuschließen. Kogoro stapfte ihnen genervt hinterher.

—-

04:30 Uhr

Herr Fumiyoka Ichigo

23 Jahre alt

Stellvertretender Leiter des Ichigo Konzerns und Sohn von Yuzaki und Uzume Ichigo

—-

„Also dann, Herr Ichigo, wann sind Sie ungefähr hier wieder angereist?", begann der Inspektor.

„Ungefähr so gegen Mitternacht, schätze ich. Nachdem wir ein wenig gebechert haben und am Parkplatz angekommen sind, haben wir versucht uns Zutritt zum Anwesen zu verschaffen. Ich habe versucht dort anzurufen, als plötzlich die Explosion folgte und den gesamten Eingang hochjagte."

„Sagten Sie da gerade 'Wir'? Warten Sie mal, heißt das, Sie waren nicht allein?", fragte Megure und rieb sich nachdenklich am Kinn. Kogoro stockte.

„Nun, da war noch Herr… nanu, wo ist er denn hin?", sagte er, als er sich nach ihm umdrehte.

Von Kogoro keine Spur.

„Oh, ich weiß schon, wer…", antwortete Megure und rollte ein wenig gelangweilt mit den Augen.

„Es bringt nichts sich davon zu schleichen, Herr Mori. Ich bin mir sicher ich weiß, dass Sie hin und wieder dazu neigen, sich Ihren Spaß mit etwas Alkohol zu versüßen.", rief er ihm nach.

Kogoro seufzte und kam aus dem Gebüsch heraus in das er sich zuvor verkrochen hatte. Der Inspektor grinste schwer.

„Glauben Sie mir, weniger Trinken würde Ihnen gut tun…", fügte er hinzu und wandte sich zu Fumiyoka um.

„Und gerade Sie sollten gefälligst vor der Fahrt erst recht nicht trinken, haben Sie mich verstanden? Sie hätten schlimmstenfalls einen Unfall bauen können."

„Tut uns leid, Herr Inspektor.", entschuldigten sich beide gleichzeitig. Megure räusperte sich.

„Nun gut, kommen wir zurück zum Thema."

Sie standen jetzt vor dem offenen Tor zum Vorgarten und blickten beide auf das immer noch rauchende Gebäude vor ihnen.

„Als Sie beide am Eingangstor ankamen, was haben Sie zuerst getan, Herr Ichigo?"

„Ich habe, wie zuvor erwähnt, das Telefon aus meiner Hosentasche geholt und jemanden im Anwesen angerufen."

„Aha und dürfte ich fragen wen haben Sie da angerufen haben?", fragte der Inspektor.

„Ich glaube ich habe da einen unserer Bediensteten angerufen, Herrn Okita. Er war diese Woche zusammen mit einem Kollegen für die Schlüssel zuständig."

Für Herrn Okita gab es kein Alibi, jedoch galt dies für jeden der sich dort befindenden Bediensteten. Die Zahl der Verdächtigen war also immer noch unklar. Conan musste also wohl oder übel nachhaken.

„Wissen Sie wer sich alles zur Zeit im Anwesen befand?", fragte er.

„Leider nicht genau, denn wir sind ungefähr um 20 Uhr losgefahren und blieben bis 23 Uhr in einer Karaokebar hier in der Nähe."

„Verstehe. Könnten Sie vielleicht berichten, was kurz vor der Explosion passiert ist?", fragte Megure.

„Oh, natürlich… nachdem ich die Nummer gewählt habe, ging für eine kurze Zeit niemand ran. Dann als ich schon auflegen wollte, habe ich kurz vor der Explosion doch noch etwas gehört."

„Wie, ist jemand doch noch an den Hörer gegangen?", fragten Kogoro, Conan und Inspektor Megure gleichzeitig wie aus der Pistole geschossen.

„Und wer war da am Telefon?", erkundigte sich Kogoro.

„Niemand. Alles was ich gehört habe, war ein Quietschen, ähnlich wie Lederstiefel, die über einen nassen Boden laufen."

„Merkwürdig.", murmelte der Inspektor.

„Ein Quietschen…", wiederholte Conan nachdenklich.

„Natürlich habe ich mich erkundigt und wollte wissen, ob da nicht doch jemand da war und dann passierte es. Der Anruf wurde aufgelegt und gleich danach explodierte das Untergeschoss."

Wenn Fumiyoka recht behalten würde, dann müsste sich Herrn Okita's Handy noch irgendwo im Anwesen sein, es sei denn es war der Explosion zum Opfer gefallen oder das Handy wurde gefunden und irgendjemand, höchstwahrscheinlich der Brandstifter selbst, hätte es mitgenommen. Nur was könnte dann das Quietschen gewesen sein?

„Wenn das so ist… dann müssen wir die anderen befragen, die sich zurzeit im Anwesen befanden, damit wir mehr über die Ursache der Explosion herausfinden.", antwortete Megure zielstrebig und wandte sich mit ernster Miene den restlichen Verdächtigen zu.

Conan musterte die Zeugen erneut und dachte noch schärfer nach. Auch wenn er sich für einen Möchtegern Schönling hielt, bezweifelte er, dass Fumiyoka der Täter hinter der Explosion war. Vor allem warum sollte er ihnen dann dabei helfen die verletzte Anya aus dem Gebäude zu tragen und dazu auch noch Kogoro daran zu hindern erneut in den Foyer zu stürmen, um Ran zu retten? Nur um seine eigene Haut zu wahren? Auch wenn einiges dagegen sprach, aus dem Schneider war er trotzdem immer noch nicht.

Die Liste der allgemeinen Tatverdächtigen belief auf alle Personen, die sich zur Tatzeit im Anwesen oder in seiner Nähe befanden, also Fumiyoka Ichigo, Yuzaki Ichigo und seine Tochter Natsume Ichigo, was er ehrlich gesagt stark anzweifelte, da sie noch ein Kind war, sowie die Bediensteten Frau Kirishkova, Frau Botan, Herr Kozuharu, Herr Okita und Frau Ogari. Conan's Augen verengten sich misstrauisch. Also gut, immerhin stand alles noch nicht offen und vieles könnte sich im Laufe der Nacht ändern.

Und er würde alles daran setzen, den Täter zu entlarven und ihn zu einem Geständnis zu zwingen, koste es was es wolle. Das allein war er ihr noch schuldig.

– Kapitel 15 ENDE –