Wenn ihr das hier seht, dann ist Kapitel 30 schon auf /Fkrswyrg
Daphne POV:
Die ersten Tage im neuen Schuljahr brachte Veränderungen mit sich. Das trimagische Turnier war dabei natürlich in aller Munde. Der Wettbewerb war das beherrschende Thema. Der anstehende Besuch der beiden anderen großen europäischen Schulen wirkte sich dabei auf viele der Studenten in Hogwarts aus. Plötzlich waren viel mehr motiviert sich anzustrengen. Dank Harrys neuer Zeitung wurde bekannt, wie sich die Bildung in Hogwarts in den letzten Jahren verändert und auch verschlechtert hatte. Vor allem die älteren Jahrgänge wollten dies nun nicht auf sich sitzen lassen. Ständig sah man die oberen Jahrgänge in der Bibliothek mit den dicken Büchern in den Händen, die sonst nur Harry oder Granger interessant fanden.
Daneben hatte sich aber auch der Unterricht verändert. Natürlich blieb vieles beim alten. Snape war weiterhin eine unfreundliche und unfaire Fledermaus, McGonnagall war weiterhin strikt und Flitwick sein normales freundliches selbst. Aber die Position, die die letzten Jahre mit Ausnahme von Lupin nur mit Idioten besetzt war hatte sich in das beliebteste Fach in ganz Hogwarts entwickelt. Professor Moody war anders als alle seine Vorgänger. Nicht nur, dass er selber Erfahrungen im Kampf gegen die dunklen Künste gemacht hatte, sondern er war ein Verfechter des praktischen und weniger des theoretischen Wissens. Während der ersten Stunde wusste jeder genau was ihn im kommenden Jahr erwarten würde.
Rückblick:
Zusammen mit Tonks betrat ich das Klassenzimmer des neuen Professors. Der Raum hatte sich verändert. Es hingen keine Bilder mehr von Lockhart im Raum und die Wände waren auch nicht mit Bildern von magischen Wesen zugekleistert wie noch letztes Jahr. Stattdessen war im Raum nichts außer den Tischen und Stühlen, der Tafel und dem Lehrerpult. Pünktlich zum Gong betraten wir den Raum, nahmen unsere Plätze ein und holten unsere Schulbücher hervor. Nach wenigen saßen alle brav an ihren Plätzen. Nur vom Professor war keine Spur zu sehen. Tonks sah mich an und deutete auf einen Zettel, den sie mir zuschob. Auf dem Zettel stand, dass ich mir einmal die Ecke in der vorderen linken Ecke des Raums ansehen sollte.
Zuerst sah ich nichts, aber dann spürte ich eine leichte Fluktuation in der Magie an dieser Stelle. Es war ein Trick den Harry uns beibrachte und gut war, um Magie in der Umgebung zu erkennen. Dies war nützlich, wenn man unbemerkt angegriffen wurde. Waren die Sinne scharf genug, dann konnte man die Benutzung von Magie fast wie eine Sinneswahrnehmung erkennen. Und in dieser Ecke war die Magie nicht normal. Im Gegensatz zu Tonks, diese Fähigkeit regelmäßig trainierte weil sie eine Aurorin werden wollte, hatte ich kein sonderlich großes Talent in diesem Bereich. Ich tat mich schwer die Magie in der Luft zu spüren und musste mich wirklich darauf konzentrieren.
Ich nickte Tonks zu und zog unter dem Tisch meinen Zauberstab, genau wie Tonks. Sonst hatte scheinbar niemand Moody bemerkt. Viele hatten schon kleine Spiele ausgepackt, führten mehr oder weniger interessante Gespräche oder waren in ihren noch nicht erledigten Hausaufgaben vertieft. Von daher kam der Angriff aus dem Nichts. Sobald wir aus der Ecke das erste Licht sahen errichteten wir Schilde, und das wortlos. Überall um uns herum fielen die Schüler wie die Fliegen. In ihrer Panik zückten einige ihre Stäbe und drehten sich wild im Kreis, ohne sich dabei zu schützen. Und so wurden auch sie aus der Gleichung genommen. Am Ende blieben nur Tonks, Susan, Blaise und ich unverschont. Blaise und Tonks mussten sich zwar in Deckung begeben, blieben aber ruhig und unverschont. Sowieso blieben nur die von Harry unterrichteten Schüler übrig.
"Das war ja erbärmlich. IMMER WACHSAM! Merkt euch dies gut für die Zukunft. Angreifer werden euch vorher nicht nach einem Duell fragen und sich vor euch verbergen."
Rief Moody und wurde sichtbar. Die Schüler richteten sich schnerzend wieder auf.
Doch noch bevor die meisten etwas machen konnten lagen sie erneut dank Moody auf den Boden
"IMMER WACHSAM! Habt ihr mich nicht verstanden? IMMER WACHSAM!"
Dann sah er die an, die noch unbeschadet waren
"Ihr vier, ihr wart sehr gut. 10 Punkte für jeden von euch. Greengrass, Tonks, ihr beide wusstet, dass ich in der Ecke stehe, habe ich recht?"
Wir nickte
"Ja, Harry hat uns beigebracht die Magie zu spüren. Danach haben wir unsere Zauberstäbe gezogen und gewartet, Professor." Sagte ich. Moody lachte laut
"Ihr kennt diesen Trick? Sehr gut. Ihr habt es verinnerlicht, IMMER WACHSAM."
Malfoy fand das nicht so lustig
"Wenn mein Vater davon hört..."
"Dann macht er gar nichts, Junge." Knurrte Moody und humpelte auf Malfoy zu
"Wenn dein Vater hört, dass ich hier bin, dann macht er sich wahrscheinlich in die Hose, Angsthase der er ist. Also, Malfoy, was wird dein Vater tun? Ich sage es dir: nichts wird er tun. Und warum? Weil er nichts mehr hat. Bevor du mir also erneut drohst bedenke, dass ich keine Probleme habe Zauber und Flüche auf Menschen anzuwenden. Verstanden?"
Malfoy sah aus, als ob er sich in die Hose gemacht hatte. Er quietschte ein Ja hinaus. Moody beäugte ihn zur Sicherheit noch ein paar Sekunden länger, bevor er sich wieder der ganzen Klasse zuwandte
"Dumbledore hat mir erzählt, was ihr die letzten Jahre gelernt habt. Außer einem soliden Grundwissen über magische Kreaturen kam da praktisch bei euch nicht viel rum. Kein Wunder, dass die Auroren der letzten Jahre alles verweichlichte Nichtsnutze waren. Ich kann euch versprechen, dass sich dieses Jahr dies ändern wird. Wenn ich mit euch fertig bin werdet ihr euch wünschen nie geboren zu sein. Gleichzeit werdet ihr aber auch besser werden. Ich sage es euch vorneweg: ihr bekommt bei mir keine Hausaufgaben. Ich habe keinen Bock auf Stapelweise Hausaufgaben. Wie sehr ihr euch anstrengt sehe ich an euren praktischen Aufgaben. Niemand braucht Menschen die in der Theorie ganze Bibliotheken rezipieren können, aber praktisch nicht wissen welches Ende vom Zauberstab man halten muss."
Innerlich musste ich grinsen. Wahrscheinlich würden Moody und Granger keine guten Freunde werde. Ich hörte sie schon in meinen Ohren, die lautstarken Proteste über die unfaire Behandlung, nur weil es keine Theorie gab. Aber für so ziemlich alle anderen Schüler war Professor Moody der beste Professor, ich meine, welches Schüler freut sich nicht über Lehrer, die keine Hausaufgaben aufgaben?
Rückblick Ende
Und so versuchte Moody uns für die Welt da draußen bereitzumachen. Zumindestens sagte er uns dies. Wenn Harry uns nicht privat schon viel unterrichtet hätte, dann hätten wir extrem viel bei ihm gelernt. So lernten wir nur sehr viel. Er demonstrierte uns sogar die verschiedenen verbotenen Flüche, jedoch in Anwesemheit von Flitwick und von McGonnagall. Den Imperius Fluch übte er sogar an den Schülern die es wollten. Der Rest durfte das Zimmer verlassen. Nacheinander wurden wir von Moody unter den Fluch gelegt, bei dem meisten sehr erfolgreich. Die Schüler versuchten Affen zu imitieren, gaben ihre unsterbliche Liebe für wahrlose Leute bekannt die sie eigentlich nicht einmal kannten und taten andere peinliche Dinge.
Es gab nur einen nennenswerten Weg den Fluch zu bekämpfen, nämlich die Okklumentik. Genau wie fast alle anderen Kinder aus alten Familien wurden wir schon früh in dieser Kunst geschult, auch um Familiengeheimnisse schützen zu können. Ein paar rudimentäre Schilde reichten aber nicht aus, um gegen geübte Nutzer der Legillimemtik oder den Imperius Fluch anzukommen. Dazu brauchte es ein fortgeschrittenes Studium in diesen Bereich, welches nur sehr wenige praktiziert hatten. Malfoy hatte es auf gar keinem Fall. Nach nur einer Sekunde war er Moody den Fuß am küssen. Tonks hatte Eike besondere Art sich zu schützen. Durch ihre Fähigkeit sich zu verändern musste sie sich immer wieder neu konzentrieren. Dadurch war sie in der Lage Moody über fast eine Minute abzuwehren. Ich kam noch ein Stück näher an den Erfolg den Fluch abzuschütteln. Der Fluch war wie eine Stimme, die einen schläfrig machte und dazu verleitete den Ideen zu folgen.
Mit der Zeit konnte ich mich nicht mehr dazu schützen und erlag dem Fluch. Zum Glück war Moody mit mir zufrieden und eine Peinlichkeit blieb mir erspart. Als er alle getestet hatte sah er uns an
"Keiner von euch konnte den Fluch abwrhren. Aber einige von euch konnten ihn lange bekämpfen. Das ist für euer Alter sehr gut. Magier wie Voldemort waren so geschickt in der Benutzung des Fluches, dass sie selbst erfahrene Okklumentikern brechen konnten. Wenn ihr aber hart an euch arbeitet, dann werden euch Magier von meinem Kaliber nichts anhaben können. So, nun genug des Unterrichts. Ihr solltet gehen. Kommen heute nicht die Delegationen aus Frankreich und aus dem Norden? Die werden bestimmt versuchen euch zu beeindrucken, was ja auch nicht schwer ist."
Sofort rannten viele zum Eingang. Es dauerte aber fast noch eine halbe Stunde, bis die ganze Schule anwesend war. Harry hatte sich zu Tonks und mir gesellt. Provokant hatte er die Arme um unsere Schultern gelegt. Ich freute mich aber über die Geste. Harry war da einen weiten Weg gegangen. Verschwunden war der introvertierte Junge, der keine Emotionen zeigen konnte und nur für sich und seine Familie gelebt hat. An seiner Stelle war ein Mann getreten, der nun auch offen Emotionen und Empathie zeigen konnte. Tonks, Fleur, Amelia, Sirius und ich hatten da glaube ich einen guten Job geleistet.
Und die Geste blieb fielen Schülern von Hogwarts auch nicht verborgen. Die meisten zeigten da kein großes Interesse. Es war nicht so, als wäre die Beziehung zwischen Tonks, Harry und mir ein Geheimnis in Hogwarts. Dann gab es die Gruppe, die neidisch war. Diese Gruppe umfasste sowohl männliche als auch weibliche Schüler. Und es gab die dritte und kleinste Gruppe, nämlich diejenigen, die mit uns und generell der Existenz ein Problem hatten. An der Spitze der Gruppe stand, wie sollte es auch anders sein, Granger. Die Frau hatte schon einmal grundsätzlich ein Problem mit uns. Dann hatte sie noch das Problem, dass eine Beziehung wie die unsere barbarisch sei. Anscheinend sollte nur ein Mann mit einer Frau leben. Dabei wusste sich noch nicht einmal etwas von Fleur, und dass sie ein Teil der Beziehung war. Es ist in der Magierwelt nicht unüblich, dass es polygame Beziehungen gab, sowohl mit mehreren Frauen, aber auch in seltenen Fällen mit mehreren Männern. Es war wieder die Grundsatzfrage. Muggelwelt oder die Welt der Magie.
Noch bevor Dumbledore etwas sagen konnte und noch bevor die ersten Schüler es sahen wussten wir, dass Fleur in der Nähe war. Wir spürten ihre Aufregung. Wahrscheinlich ließ sie uns extra ihre Emotionen spüren. Wenig später sah auch Dumbledore, dass sich die Delgation aus Beauxbaton näherte. Während die meisten Schüler darüber philosophierten, ob es sich bei den Wesen die den Wagen zogen um Drachen handelte oder nicht. Die Diskusiion überhaupt war total dumm. Natürlich war es kein Drache. Sehr wahrscheinlich handelte es sich um Abraxas Pferde. Diese Pferde waren der Ursprung des Maythos des Pegasus. Sie konnten fliegen und dabei große Gewichte ziehen.
Zur Trauer vieler Schüler erkannten sie dies auch, als sie landeten. Die französische Delegation stieg geordnet aus und Madam Maxim, die Schulleiterin Beauxbatons begrüßte Dumbledore. Ihre Ordnung zerbrach aber, als Fleur zu uns gerannt kam. Stürmisch rannte sie zu Harry und küsste ihn sehr intensiv vor allen anwesenden. Danach sah sie über Harrys Schulter Tonks und mich grunsend an. Vor wenigen Jahren hätte mich dies noch wütend gemacht, aber mittlerweile kannte ich Fleurs Verhalten. Es lag in ihrer Natur als Veela ihren ausgewählten Partner öffentlich für sich zu beanspruchen. Das Getuschel war sofort groß und ich wusste, dass wir das Thema der Klatsch und Tratsch Presse in Hogwarts für die nächsten Wochen sein würden.
Als nächstes erschien Durmstrang aus dem See in einem sehr eindrucksvollen Schiff. Angeführt von Kafkaroff traten die Schüler nun auch zu der Gruppe. Moody sah dabei sehr an Karkaroff interessiert aus. Der Mann hatte sich durch den Verrat vieler seiner ehemaligen Totesser Kollegen vor Azkaban oder Nurmengrad gerettet. Das hielt Moody aber scheinbar nicht davon ab Karkaroff am liebsten in die nächstbeste Zelle zu schleifen.
Freudestrahlend wurden wir in die große Halle geführt. Während Durmstrang sich zu uns an den Slytherintisch setzte, suchte sich Beauxbaton den Ravenvlawtisch aus. Beim folgenden Festessen saß Fleur praktisch auf Harrys Schoß und ließ sich teilweise sogar von ihm füttern. Das konnte noch ein heiteres Jahr werden.
