Kapitel 114
Wahnsinn
großer Unsinn, sehr unvernünftiges, unsinniges Denken, Verhalten, Handeln; grenzenlose Unvernunft
Mit einem glücklichen Lächeln hauchte Hermione Draco einen zarten Kuss auf die Lippen. Draco nutzte die Gelegenheit schamlos aus und verwickelte sie in einen stürmischen Zungenkuss. Nur zu gut spürte sie wie die Magie seines Zaubers durch ihren Körper rauschte und die sie hemmungslos gegen seinen Mund stöhnen ließ. Seine großen Hände packten besitzergreifend ihren Hintern und einen Augenblick später spürte sie die Wand im Rücken.
Bei Merlin sie liebte diesen Zauber. Gierig vergrub sie ihre Hände in Dracos weichen Haaren und zog ihn näher zu sich. Vorfreudig spürte sie seine beginnende Erektion, die er hart gegen ihren Körper drückte und plötzlich setzte die Vibration des Sexspielzeugs wieder ein. Sie hatte es vollkommen vergessen.
Haltlos stöhnend sank Hermione gegen die Wand, als ihre Beine nachgaben. Draco hielt sie fest. Mit einem Ruck hob er sie hoch und öffnete die Tür zum angrenzenden Zimmer, damit sie nichtmehr im Flur standen. Es war der Salon, doch Hermione nahm es kaum wahr. Dracos Körper und seine großen Hände an ihren Schenkeln machten sie schier trunken vor Lust. Hart presste er sie gegen die Wand neben der Tür, sein Schwanz drückte gegen ihre pochende Scham.
„Draco", wimmerte sie haltlos erregt, als er sich von ihr lösen wollte. Sie wollte ihn nicht gehen lassen. Ihn festhalten und seinen harten Körper spüren, der sie hielt. Doch Draco ließ sie langsam zu Boden sinken und ihre Beine vermochten sie nicht zu halten.
„So ein gieriges kleines Muggelmädchen", lachte er belustigt und machte sich los. Er trat einen Schritt zurück, sah auf sie herab, wie sie vor ihm auf dem Boden kniete.
„Bitte, ich brauche dich", wimmerte sie erregt und zitterte vor unterdrückter Lust. Sie streckte sich nach ihm aus und bekam seinen Hosensaum zu fassen. Robbte auf dem Boden näher zu ihm und drückte ihr Gesicht gegen seine Schuhe.
„Bitte Sire."
Hermione hörte Dracos höhnisches Lachen, als er sie an den Haaren packte und hoch zerrte. Noch immer vibrierte des Sexspielzeug in ihr und die Magie tat ihr übriges, um sie unkontrolliert erbeben zu lassen.
„Du bist so ein armseliges, kleines Fickstück, Myonie. Brauchst du meinen Schwanz so sehr?", wollte er wissen und Hermione nickte. Tränen traten ihr in die Augen, da er so stark an ihren Haaren riss, aber es war ihr egal. Die Lust war stärker. Die Magie jagte jede einzelne Regung ihres Körpers um ein Vielfaches verstärkt durch ihr Nervenzentrum.
Draco stieß sie von sich. Sie landete auf dem Boden zu seinen Füßen und sah bettelnd zu ihm auf. Die Vibration des Spielzeugs hörte wieder auf und sie war fast etwas enttäuscht. Draco griff nach seiner Hose und Hermione hörte das vertraute Klirren seiner Gürtelschnalle, als er sie öffnete. Allein dieses kleine Geräusch ließ sie vor Lust innerlich erbeben und brachte sie dazu vor Erregung haltlos zu Stöhnen. Sie hatte nicht gewusst, dass sie allein das Öffnen von Dracos Hose erregte, aber es musste wohl so ein, denn jetzt in dem Moment war es der reine Gedanke, dass er sie gleich nehmen würde der dafür sorgte, dass sie sich vor seinen Füßen wand.
„Zieh dein Oberteil aus", befahl er ihr und Hermione beeilte sich dem Befehl nachzukommen. Schnell zog sie ihr Oberteil über den Kopf und ließ es auf den Boden neben sich fallen.
Draco hatte unterdessen seinen Gürtel aus der Hose gezogen und die beiden Enden zusammengefasst.
„BH auch", sagte er und ließ die Schlaufe des Ledergürtels in seine Hand fallen. Schnell kam sie seiner Aufforderung nach.
„Hände hinter den Rücken", sagte Draco und Hermione schluckte. Sie wusste was jetzt kam und er hatte es noch nie getan, wenn sie unter diesem Sensibilitätszauber stand.
Sie kniete sich hin, nahm die Hände hinter den Rücken, sodass ihre Unterarme sich berührten was dazu führte, dass sie ihm die nackten Brüste entgegenstreckte. Draco ließ das Leder über ihre Haut wandern und ein erregtes Keuchen entrang sich ihren Lippen.
Sie sah zu ihm auf, traf seinen schweren Blick, der auf ihr ruhte und alles an dieser Situation erregte sie. Der harte Boden, die darbietende Haltung, mit der sie zu ihm aufsah und die Tatsache, dass sie zu seinen Füßen kniete, darauf wartend, dass er sie schlug. Ihr war das noch nie so extrem aufgefallen, wie in diesem Moment in dem der Zauber jedes bisschen Lust das sie empfand um ein vielfaches verstärkte.
Das Leder klatschte auf ihre rechte Brust, es war ein leichter Schmerz und es entrang ihr ein Stöhnen. Draco schlug nochmal zu. Die Schläge wurden fester und falls sie jemals erwartet hatte, dass die Schmerzen ihr keine Lust bereiten würden, dann wurde sie jetzt gerade eines Besseren belehrt. Ihre Haut brannte und das heiße Brennen rann durch ihren Körper und schürte das Feuer zwischen ihren Beinen. Das Bedürfnis, dass er sie endlich nehmen würde, seinen dicken großen Schwanz hart und tief in ihr versenken würde, wurde mit jedem Schlag größer. So als wäre jeder Schlag das Versprechen ihn bald haben zu dürfen, ihn spüren zu dürfen, Erlösung zu finden unter seinem Körper und seiner Führung.
Die Vibration setzte wieder ein und das Gefühl kam so plötzlich so unvermittelt, die Lederschlaufe raste über ihre Brust, blieb an ihrem Nippel hängen und mit einem unkontrollierten Schrei überrollte sie ihr Orgasmus. Ließ sie zitternd und bebend zur Seite sinken, um nach Atem zu ringen.
Zufrieden blickte Draco auf Hermione hinunter. Er schaltete das Sexspielzeug wieder aus und beobachtete ihren bebenden Körper. Ihre hübschen geröteten Brüste und das Heben und Senken ihres Körpers bei jedem Atemzug. Genüsslich öffnete er seine viel zu enge Hose und befreite seinen pochenden Schwanz. Eigentlich hatte er bis heute Abend warten wollen, aber er war gerade viel zu geil von dem Anblick, als dass er sich zurückhalten wollte.
Er zog Hermione am Nacken nach oben, während sie sich noch immer von ihrem Orgasmus erholte und führte mit dem Zauberstab ein Schnippen gegen ihren Hals aus, bevor er ihre Kiefer aufzwang und seinen Schanz befreit stöhnend in ihrer Kehle versenkte. Er liebte das Gefühl seinen Schwanz in ihren Hals zu zwingen. Die Enge um seine Eichel war ein atemberaubendes Gefühl. Draco spürte, wie sie sich verseifte, als er so plötzlich ihren Rachen penetrierte aber der Zauber sorgte dafür, dass er mit seinem großen Schwanz nicht an ihren Zähnen anstieß oder sie zum Erbrechen brachte. Er dehnte ihren zarten keinen Rachen, damit er ihn Besser ficken konnte und unterdrückte die Meisten Auswirkungen des Würgereflexes. Verdammt er liebte es einfach ihren Mund zu ficken.
Mit beiden Händen hielt er ihren Kopf und rammte seinen Schwanz immer wieder genießend in sie, spürte wie sie sich an ihm festklammerte, um halt zu bekommen während er sich an ihr befriedigte.
Draco spürte ihre Tränen, die über ihr Gesicht liefen, während er sich so brutal an ihr verging, doch es heizte ihn nur noch mehr an. Brachte ihn dazu immer brutaler ihren Mund zu ficken, während sie verzweifelt um Atmen rang, weil er ihre Luftröhre mit seinem dicken Schwanz füllte und er packte ihren Kopf fester stieß fester in sie und es dauert absolut nicht lange, bevor er sich befreit, stöhnend in ihren Mund ergoss. Seinen Samen in ihren Hals spritzte, ihr würgen und keuchen spürte, während sie sich damit abmühte zu schlucken.
Als Draco fertig war ließ er sie einfach los und sie begann zu husten nach Luft zu ringen, während sie sein Sperma schluckte. Draco gab ihr den Moment. Reinigte sich und schloss seine Hose wieder, während sie zu seinen Füßen lag.
Hermione wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und sah mit zerzausten Haaren zu ihm auf, während er seine Gürtelschnalle schloss. Nichts ging über ein kleines Sexspiel bei einem Hausbesuch beschloss er und reichte ihr die Hand.
„Komm ich helfe dir auf", sagte er und sie nickte. Ließ sich von ihm aufhelfen und er zog sie in seine Arme. Streichelte sanft ihren nackten, zarten Rücken. Sie schmiegte ihr Gesicht vertrauensvoll an seine Brust und er brummte zufrieden. Sein süßes kleines Mädchen.
„Alles okay?", wollte er wissen und sie nickte.
„Ja, aber kannst du den Sensibilitätszauber aufheben? Ich glaube ich brauch einen Moment."
Draco grinste belustigt.
„Kann ich machen, du hast wirklich Glück, dass ich gerade so zufrieden mit dir bin."
Sie lächelte ihn an und kurz musste er sich einen Ruck geben den Zauber aufzuheben, anstatt noch einmal über sie herzufallen.
„Lehn dich da drüben gegen die Wand und spreiz die Beine", befahl er und ohne zu zögern wandte sie sich um, um ihm die Kehrseite zuzuwenden.
Draco fasste zwischen ihre Beine und schob das Höschen zur Seite.
„Etwas tiefer mit dem Körper, damit ich besser an dein Loch herankomme", forderte er und Hermione beugte sich tiefer. Wackelte verlockend mit ihrem Hintern, sodass er nicht widerstehen konnte einmal hart darauf zu schlagen. Er musste echt anfangen an seiner Selbstbeherrschung zu arbeiten. Mit einem Finger bekam er das Band des Vibro-Eis zu fassen und zog es mit einem schmatzenden Geräusch nach draußen.
Noch einmal schlug er auf ihren Hintern, betrachtete die Rötung auf ihrer Haut, bevor er einen Schritt zurücktrat damit sie sich aufrichten konnte. Hermione atmete tief durch und richtete ihre Kleidung, nahm sich einen Moment um sich von der Magie zu erholen.
„Ich glaube langsam ich mag diesen Sensibilitätszauber doch", sagte sie schließlich und Draco hob überrascht die Augenbraue.
Er hatte bei seiner ersten Entdeckung des Zaubers etwas damit übertrieben und sie zu viel stimuliert, da er einfach unterschätzt hatte, wie sensibel Hermione auf den Zauber reagierte. Sie war beim Sex vor Überreizung einfach bewusstlos geworden. Ihm hatte es gefallen, aber Hermione war es aus unerfindlichen Gründen peinlich gewesen, weshalb sie dem Zauber immer etwas ablehnend gegenüberstand. Auch jetzt, wo er wusste wie weit er gehen durfte.
„Was hat dich umgestimmt?", wollte er neugierig wissen.
„Naja, ich kann besser unterscheiden, was genau mir Lust bereitet. Es überwiegt plötzlich den Schmerz oder die Emotionen, die ich normalerweise stärker spüre."
„Ich hätte dir auch so sagen können, dass du Lust dabei empfindest, wenn ich dir Schmerzen zufüge."
„Ja, das wusste ich auch", sagte sie und biss sich verlegen auf die Unterlippe.
„Aber?", fragte Draco nach, um herauszufinden was sie so in Verlegenheit brachte.
Hermione kam einen Schritt auf ihn zu und legte die Hand auf seine Brust. Sah zu ihm hoch.
„Du hast Recht. Es erregt mich ungemein, wenn du mich schlägst. Es weckt in mir das Bedürfnis von dir penetriert zu werden", sie zögerte kurz und schlug die Augen nieder. Draco spürte nur zu gut ihre federleichte Berührung auf seiner Brust und ein Schauer der Erregung lief durch seinen Körper. Sie sah wieder hoch. Er bemerkte nur zu gut die Röte auf ihren Wangen. „Aber wenn du mich benutzt. Mich für deine Lust benutzt und unterwirfst, erregt es mich auf eine Art die mir den Verstand raubt. Das du dich an mir befriedigst, ist das, was mich mehr als andere geil macht."
„Musste ich deshalb den Zauber aufheben, nachdem ich mich an dir befriedigt habe?", fragte er nach und sie nickte mit einem verschämten Lächeln.
„Ich bin wieder absolut erregt, nur davon, dass du brutal meinen Mund gefickt hast. Es war nicht angenehm und wenn du mich fragen würdest, ob es sich gut angefühlt hat, kann ich dir absolut sicher sagen, dass es das nicht hat. Trotzdem hat mich der Gedanke dein Lustobjekt zu sein dazu gebracht fast nochmal zu kommen."
Draco grinste zufrieden in sich hinein. Was für ein Geständnis. Wollte sie ihn dazu bringen sie gleich hier an Ort und Stelle flachzulegen?
„Ich verstehe, was du meinst", sagte er stattdessen. „Gedanken können ziemlich erregend sein. Ich bemerke es jedes Mal, wenn ich dich aus Lust quäle. Das ist keine körperliche, sondern rein emotionale Lust, die ich dabei empfinde. Warum sollte es dir also anders gehen?"
„Wahrscheinlich hast du Recht. Aber es ist mir noch nie so klar geworden wie unter diesem Zauber, da der Schmerz und deine Handlungen es immer überdecken."
Sie lächelte ihn einen Moment an, dann ließ sie sich mit einer geschmeidigen Bewegung vor ihm auf die Knie fallen. Draco wusste nicht so recht, wie er reagieren sollte, als sie sich bis zu seinen Füßen runterbeugte und mit ihren Lippen seine Schuhe berührte. Er spürte, wie sein Mund trocken wurde. Draco hatte nicht gedacht, dass ihm das nochmal passieren konnte. Aber selbst nach fast vierhundert Zyklen war Hermione noch immer dazu in der Lage ihn vollkommen zu überraschen.
Sie sah zu ihm auf. Noch immer auf Knien zu seinen Füßen und ihr Blick hatte so etwas unsicheres, verletzliches, dass es ihn fast erschreckte.
„Ich möchte euer sein, Sire", bat sie und ihr sanfter, flehender Gesichtsausdruck brachte ihn dazu zu schlucken. Er legte seine Hand an ihre Wange. Ließ seine Finger über ihre unendlich weiche Haut fahren, dann fiel er neben ihr auf die Knie. Zog sie stürmisch an sich und drückte ihr Gesicht an seine Brust. Er spürte ihre zierlichen Hände wie sie sich an ihm festklammerten.
„Du bist meins. Nur meins und der Gedanke, dass es irgendwann nichtmehr so ist, treibt mich fast in den Wahnsinn", Draco spürte wie sich ein großer Knoten in seiner Brust bildete. „Merkst du, was du mir antust, Myonie. Du machst mich wahnsinnig. Wirklich und wahrhaftig wahnsinnig"
Er küsste sie, küsste sie so stürmisch, dass sie auf den Rücken fiel und er sich über sie beugte. Sie auf den Boden drückte mit seinem Körper. Er war verrückt, er war absolut verrückt. Nichts, was er hier tat, war auch nur annähernd rational. Er war in einem Muggelhaus mit einem bezaubernden Muggelmädchen und ihr so hemmungslos verfallen, dass alleine der Gedanke sie könnte irgendwann nichtmehr seins sein, ihn dazu brachte keine Luft mehr zu bekommen.
Sie brauchten eine Weile, bis sie es zurück ins neue Haus schafften. Die Stimmung beim Abendessen war gedrückt. Nachdem Hermiones Vater die Diskussion über das Geheimhaltungsabkommen verdaut hatte, schien er sich jetzt neue Prioritäten gesetzt zu haben. Als sie sich dem Ende des Essens näherten, ließ er sich dazu wieder mit diesem leidigen Thema anzufangen von dem Hermione gehofft hatte, er würde es unterlassen, so lange Draco hier war.
„Ich bin der Meinung du solltest nicht nach Hogwarts zurückkehren. Das Schuljahr ist fast vorbei und es gibt keinen Grund nochmal dorthin zu gehen. Umso mehr ich über die Zaubererwelt erfahren umso sicherer bin ich, dass du keinen Kontakt mehr zu den Menschen dort haben solltest." Ihr Vater sah sie grimmig an und fügte dann an Draco gewandt hinzu.
„Nichts gegen dich. Aber euer Schlag ist einfach nichts für normale Menschen."
Hermione presste missbilligend die Lippen zusammen.
„Aber ich bin auch nicht normal. Nichts an mir ist normal und nichts wird jemals normal sein", sagte sie und begegnete dem sturen Blick ihres Vaters.
„Aber du kannst wieder normal sein. Jetzt wo klar ist, warum du Geister siehst, spricht nichts dagegen ein ganz normales Leben zu führen. Wir haben darüber schon gesprochen und du hast dich aufgeschlossen gezeigt. Erinnerst du dich."
Ja, sie erinnerte sich. Sie hatte ihren Eltern gesagt sie würde es sich überlegen. Überlegen der Zaubererwelt den Rücken zu kehren und einfach eine ganz normale Granger zu sein.
„Also soll Hermione ihr Leben lang eine Lüge leben? Verleugnen wer sie ist? Nur damit sie sich besser fühlen?", fragte Draco neutral. Hermione sah zu Draco, überrascht, dass er sich einmischte, doch diesen Gesichtsausdruck hatte sie noch nie bei ihm gesehen. Er war so distanziert. Abweisend auf eine Art, die fast unheimlich war.
„Du hast selbst gesagt, dass sie hier zuhause gerade deutlich sicherer ist als in der Zaubererwelt. Überall ist es gerade sicherer für sie", sagte ihr Vater und wandte sich Hermione zu „Du könntest in Australien dein Studium beginnen. Du wolltest doch immer nach Australien, Mione."
„Monica wollte nach Australien und ich fand die Idee gut", sagte Hermione. „Aber damals war ich zehn."
„Ich finde die Idee noch immer gut", beharrte ihr Vater.
„Es ist meine Entscheidung, Dad. Ich werde meine Freunde nicht einfach im Stich lassen. Ich könnte es mir nicht verzeihen, wenn ich das tun würde."
„Ich verstehe, dass sie dir wichtig sind. Aber ein Krieg… Da geht es um Leben und Tod. Menschen sterben."
„Ja. Und es ist schrecklich und wenn ich mich in Australien verstecken würde, während andere meinen Krieg kämpfen würde ich mich selbst dafür hassen", argumentierte sie aufgebracht.
„Dein Überleben ist wichtiger", entgegnete ihr Vater stur.
„Draco, sag du was dazu", forderte Hermione ihn auf und Draco fühlte sich etwas in die Ecke gedrängt.
„Was erwartest du, dass ich sage. Du weißt genau, dass es mir lieber wäre, dass du aus England verschwinden würdest", sagte Draco und begegnete Hermiones fassungslosem Gesicht.
„Du fällst mir in den Rücken, nach allem, was ich für dich getan habe?", fauchte sie ihn wütend an und Draco reckte unbehaglich die Schultern.
„Myonie, du weißt, dass ich dich am liebsten aus diesem Krieg raushalten würde. Wenn du nicht hier bist, kann ich auch nicht wegen dir in Bedrängnis kommen das weißt du", gab er zu bedenken.
„Tu nicht immer so, als wäre meine Entscheidung dein Problem", erwiderte sie ungehalten.
„Aber es ist mein Problem", beharrte er. „Gerade weil du mir nicht egal bist, wird es zu meinem Problem. Gerade weil ich dich liebe, wird es zu meinem Problem. Aber du weißt auch, dass ich dir nicht vorschreibe, was du tun sollst. Das ich immer unter allen Umständen respektiere, dass es für dich wichtig ist für deine Rechte zu kämpfen. Ich muss es nicht gut finden und trotzdem kann ich dich dabei unterstützen."
Hermione schnaubte missbilligend, aber er konnte das dünne Lächeln auf ihren Lippen sehen.
„Da hast du dich gerade nochmal raus gerettet", sagte sie und Draco spürte, wie er innerlich etwas aufatmete. Sich mit Hermiones Verbohrtheit anzulegen war wie ein Tanz mit einer Banshee. Man wusste nie, wann sie zu schreien begann.
„Selbst dein Freund meint, dass du besser nach Australien gehen und Medizin studieren solltest. Der Zaubererwelt den Rücken zukehren", sagte ihr Vater zufrieden und Draco schnaubte verächtlich.
„Das habe ich nicht gesagt. Hermione ist eine Hexe und zu verleugnen, was sie ist, macht Garnichts besser. Ein Muggel zu sein hätte Hermione fast umgebracht. Ich halte es für den falschen Weg, wenn sie ihren Zauberstab abgibt."
Er konnte sich nicht vorstellen, wie es war ohne Magie zu leben und er konnte sich Hermione nicht ohne Magie vorstellen. Sie war eine Hexe, sie mochte eine muggelstämmige Hexe sein und natürlich fiel es auf, wenn man vorher nur mit Reinblütern zu tun gehabt hatte, aber sie war dennoch eine Hexe und nichts an ihr war ein Muggel.
„Selbst wenn es sie umbringt?", fragte ihr Vater wütend und Hermione bemerkte, wie Dracos Blick eine Spur kühler wurde
„Es gibt immer eine Wahl, Mr Granger. Nur wir selbst können entscheiden, was für uns der Richtige Weg ist. Ich, Hermione, Sie selbst. Letztendlich sind wir es die mit den Konsequenzen unserer Entscheidungen leben müssen. Alle wollen für uns entscheiden, aber nur wir allein werden die Konsequenzen tragen."
Damit stand Draco auf.
„Ich würde das Gespräch hier gerne abbrechen. Ich denke das führt zu nichts", sagte er und verließ den Esstisch. Überrumpelt sahen Hermione und ihr Vater ihm hinterher.
„Das war ein Abgang", sagte ihr Vater überrascht und Hermione runzelte besorgt die Stirn.
„Sieh es ihm nach. Dracos Leben ist nicht leicht. Ich meine, wenn mein Leben momentan kompliziert ist, ist seines eine Katastrophe. Wir sind nicht hier, um zu diskutieren oder zu streiten oder alles zu hinterfragen."
Hermione presste die Lippen zusammen und sah zu ihrem Vater. „Ich wollte nur heimkommen. Nachhause, falls das hier noch mein Zuhause ist. Ich habe euch vermisst. Aber Mom ist irgendwo auf der Welt für die Firma und du machst mir nur Vorwürfe. Kann ich nicht einfach nur einen Tag zuhause sein. An einem Ort der nichts von mir fordert."
Hermione spürte wie sie wieder mit den Tränen kämpfte und sie fragte sich, seit wann sie so viel weinte. Dieser Ort tat ihr einfach nicht gut. Er machte sie viel zu emotional.
Bevor ihr Vater etwas sagen konnte, sprang sie ebenfalls auf und lief Draco hinterher.
Sie fand ihn im Garten stehend, die Hände auf das Geländer gestützt, wie er auf den beleuchteten Brunnen starrte. Das Wasser plätscherte aus dem großen Stein und suchte sich seinen Weg einen langen verschlungenen Weg entlang, bevor es in einem kleinen Wasserfall endete und im Brunnenschacht verschwand.
„Alles okay?", fragte sie und trat neben ihn. Sie legte ihren Kopf an seine Schulter und er bewegte sich etwas um den Arm um sie zu legen.
„Eigentlich sollte ich dich das Fragen", antwortete er.
„Ich will nur bei dir sein und nicht darüber nachdenken, dass die Welt scheiße ist", sagte Hermione und hörte Dracos belustigtes schnauben.
„Ich habe darüber nachgedacht, dass ich dich lange Zeit dazu bringen wollte die Zaubererwelt zu verlassen. Da es dann keinen Grund mehr geben würde sich dem Dunklen Lord zu widersetzen."
Draco klang so, als würde er darauf warten, dass sie etwas dazu sagte, doch sie wartete ab, bis er fortfuhr.
„Dann ist mir klar geworden, wie sehr ich mich verändert habe. Dass ich dem Dunklen Lord nicht dienen will, seine Ideologie nicht unterstützen will, selbst wenn du nicht da wärst. Dass die Abscheu ihm zu dienen größer ist als die Angst vor ihm. Das ist ein Gedanke, der nicht zuträglich für mein eigenes Überleben ist. Mehr als das, es ist reiner Wahnsinn."
„Es macht dir Angst", stellte Hermione fest und Draco sah zu ihr herunter. Seine Hand faste fester um ihre Hüfte.
„Ich weiß nichtmehr wirklich wer ich bin. Wenn meine Überzeugungen, dass was ich mein Leben lang gelernt habe beginnen zu verschwimmen, dann beginnt auch meine ganze Existenz sich aufzulösen."
„Wir alle entwickeln uns weiter, Draco. Es beraubt dich nicht deiner Identität, nichtmehr die gleichen Überzeugungen wie früher zu haben. Du wirst immer Draco Malfoy sein. Aber vielleicht darfst du das erste Mal selbst entscheiden, wer Draco Malfoy ist."
Hermione schenkte ihm ein sanftes Lächeln und legte ihre Hand an seine Wange.
„Ich mag den Mann, zu dem du wirst und wenn auch nur irgendetwas von ihm diese Zeitschleife überlebt, dann bist du ein besserer Mensch aus früher."
„Ich will nichtmehr zurück", sagte Draco und nahm ihre Hand in die seine. Küsste ihre Handfläche. „Aber ich weiß auch, dass heute nicht der richtige Tag ist, um sich über die Konsequenzen klar zu werden."
Er seufzte schwer und drückte kurz sein Gesicht an ihre Finger.
„Sollen wir uns vor den Fernseher legen? Ich bin sicher, ihr habt hier eine ganze Menge Filme, die ich noch nicht kenne."
Hermione nickte.
„Klingt nach einer guten Idee."
