Harry POV:
Es war eine entspannte Nacht. Zusammen mit Fleur, Daphne und Tonks lag ich im Bett und genoss einen Schlaf ohne Alpträume. Diese hatten mich seit dem Kampf auf dem Friedhof geplagt. Wir vier waren jedoch alle noch bekleidet. Sirius, Amelia, Daphnes Eltern, Ted Tonks und Fleurs Vater hätten mich bei einem anderen Verhalten ausgeweidet. Nur weil ich mich als ehrenvoll erwiesen hatte und die Mädchen noch nicht "befleckt" hatte wie es Daphnes Eltern ausdrückten wurde es ihnen erlaubt für zwei Wochen bei und mit mir alleine zu leben. Appoline und Andromeda hatten sahen das nicht so eng. Vor allem Appoline war sehr offen was eine mögliche sexuelle Beziehung anging. Da war sie ähnlich wie ihre Tochter. Veelas waren da sehr viel offener als die Welt der restlichen Magie.
Die große Freude über die viersamkeit hielt aber wie so vieles nicht lange. Es waren gerade einmal drei Tage vergangen, als ich mitten in der Nacht aufwachte. Seit ich mich erinnern konnte war ich mit den Schutzzaubern der Hauses verbunden. Es waren extrem potente Zauber, da sie durch das Blut der Potters noch verstärkten. Doch nun spürte ich keinen Zauber. Ich löste mich schnell von den Drein und rief nach den Hauselfen. Keine Antwort kam. Was auch immer hier vorging. Irgendjemand hatte irgendwie den gesamten Schutz des Hauses ohne mein Wissen überwunden.
Fast schon panisch weckte ich die drei auf.
Tonks sah mich verschlafen an
"Harry? Was ist denn los?"
Schnell hielt ich ihr die Hand vor dem Mund. Ihre Augen weiteten sich und mit einem Schlag war sie wach. Nach einer Minute waren alle wach und hatten ihre Zauberstäbe bereit
"Was ist los?" Flüsterte Fleur.
"Irgendjemand hat mir die Kontrolle über die Zauber genommen. Wir müssen uns beeilen."
"Wohin gehen wir?" Fragte Daphne.
"In den Kontrollraum. Von dort aus müsste ich in der Lage sein die Kontrolle zurückzuerlangen."
Ich ging zu einer unscheinbaren Wand im Schlafzimmer und drückte einen für Außenstehende wahrlosen Stein. Aber es war geplant. Ein Teil der Wand klappte nach innen auf und öffnete einen Gang.
"Das ist eine Abkürzung. Hiermit werden wir schneller zum Ziel kommen. Seid bereit, sicherlich werden wir auf Widerstand treffen."
Wir rannten durch den Tunnel und kamen dann hinter einer alten Rüstung im Speisesaal raus. Von hier aus mussten wir durch den nächsten Gang, um in mein Arbeitszimmer zu kommen. Dort gab es dann eine weitere geheime Tür, um zu dem Zentrum des Haus zu kommen. Doch unser Weg war blockiert. Im Speisesall hörten wir Stimmen
"Seid wachsam. Potter sollte nichts bemerkt haben. Der dunkle Lord hat uns diese Chance gegeben uns zu beweisen."
Die erste Stimme erkannte ich nicht, die zweite dafür ohne Zweifel
"Vielleicht finden wir noch jemanden hier. Ich brauche ein paar neue Werwölfe. Das bringt mein Blut in Wallung."
Fenrir Greyback war in meinem Haus. Alleine seine Anwesenheit besudelte das Erbe meiner Vorfahren. Als die Stimmen sich entfernten kamen wir hervor.
Zum Glück sahen wir uns nicht mehr dem Werwolf oder den anderen guten Todessern gegenüber. Zu unserem Pech kamen gerade gut ein Dutzend maskierte Zauberer in die Halle. Ohne zu zögern begannen wir den Kampf. Es war ein kurzer, aber heftiger und blutiger Kampf, bei dem die Eindringlinge am Ende alle entweder bewusstlos oder tot am Boden lagen. Bevor das Risiko zu groß wurde, dass die anderen zurückkamen wegen dem Lern gingen wir schnell weiter und das auch ohne Probleme. Im Kontrollraum stand ein Podest in der Mitte, auf dem ein Gefäß stand. Über dem schwebte der magische Kristall, der die Zauber kontrollierte. Die drei sahen den Kristall mit großen Augen an und das völlig zurecht.
Die meisten Kristalle waren höchstens so groß, dass sie auf die Handfläche gepasst hätten. Dieser Kristall war größer, also deutlich größer. Er war so große wie zwei Teller. Es war ein einmaliger Stein, dessen Wert nicht zu bestimmen war. Einst gehörte der Stein dem magischen Zweig der russischen Zarenfamilie. Durch eine Hochzeit im 17 Jahrhundert zwischen der Zarenfamilie und den Potters kam der Kristall in den Besitz der Familie. Es hatte sich ausgezahlt, dass andere Verwandte, die den Kristall vorher geerbt hätten auf mysteriöse Art und Weise verstarben.
Ich zog ein rituales Messer aus einem Regal und ließ etwas von meinem Blut und meiner Magie in das Gefäß tropfen
"Verteidigung des Hauses überschreiben. Sämtliche Verteidigungzauber aktivieren. Rüstungen beleben und jeden Eindringling beseitigen. Schließen aller Türen und Fenster, Aktivierung aller Anti Apparationsschilde und Anti Portschlüsselzauber."
Im nächsten Moment leuchtete das Licht der magischen Lampen rot auf und die unscheinbaren Holzrolladen schlossen sich automatisch und waren nicht ohne große magische Anstrengung zu beseitigen.
"Und was machen wir jetzt?"
Fragte Tonks. Dabei kannte sie die Antwort, denn ihren Zauberstab hatte sie schon in der Hand
"Aufräumen." sagte ich und ging los. Nach und nach arbeiteten wir uns durch die Gänge. Immer wieder sahen wir zerstörte Rüstungen und tote Todesser, die von den Rüstungen besiegt wurden. Viel bleib für uns nicht übrig. Nur noch wenige verstreute Seelen kamen uns über den Weg. Aber ihre beiden Anführer hatten überlebt. Jugson und Greynack standen mit einigen Blut auf ihren Roben vor uns. Jugson hielt dabei ein interessantes Objekt in der Hand. Ich wusste nicht was es ist, aber ich spürte die Magie und mein Blut in dem Obejkt. Wahrscheinlich war es dieses Objekt, mit dem die Zauber überwunden werden konnten.
Greyback fletschte die Zähne
"Wie hast du die Zauber aktiviert? Wir hatten doch deinen Zugriff blockiert?"
Ich grinste nur
"Ich teile meine Informationen nicht mit toten Wesen."
Damit ging der Kampf los. Fleur und ich kümmerten uns um den Anführer der Werwölfe. Während Daphne und Tonks leichtes Spiel hatte, sahen wir uns vor größeren Problemen. Die Lycantrophie bot einen gewissen Schutz vor Magie, verstärkte die Sinne, ließ einen schneller Rennen und erhöhte die körpereigene Kraft. Ich erkannte, warum er so gefürchtet war. Er schien fast mühelos unseren Zaubern auszuweichen und kam immer näher auf uns zu. Neben flächendeckenden Zaubern versuchten wir beschworenes Silber zu verwenden. Mit einem gewaltigen Schrei schmiss er sich auf uns. Fleur und ich rollten im letzten Moment zur Seite. Was war das für ein Wesen. Den nächsten Sprung konnte ich auch noch ausweichen, aber nun war ich an der Wand. Der Platzmangel war meine größte Schwäche im Kamp gegen den Werwolf.
"Bald wirst du zu mir gehören."
Er holte schon aus, schrie dann aber vor Schnerzen. Hinter ihm hatten sich Daphne und Tonks hinter ihm positioniert und silberne Pfeile in seinen Rücken geschossen. Der kurze Moment der Ablenkung war genug um den Kampf zu entscheiden
"Reducto" der Explosionszauber traf den Werwolf im Bauch und sprengte ein Loch hinein. Noch etwas wackelig richtete ich mich auf und hob das unbekannte Objekt auf, was noch neben dem toten Jugson lag. Was war das?
Voldemort POV:
Ich hätte große Freude daran gehabt Potters Gesicht zu sehen. Seine Panik, seine Verwirrung. Aber ich überließ anderen die Aufgabe. Das war ein Fehler. Die Inkompetenten Idioten konnten nicht nur nicht Potter töten, sondern wurden selbst getötet. Ich hatte Potters Fähigkeiten unterschätzt die Schilde wieder zu aktivieren. Dabei war der Plan genial. Durch Potters Blut in meinen Adern konnte ich viele Zauber einfach umgehen. Und meine kleine Erfindung überschrieb die Befehlsgewalt von Potter. Dennoch reichte es nicht. Vor allem der Verlust des Biests war ärgerlich, da sich nun die Werwölfe in viele verschiedene Clans zerstreuen würden.
Dabei hatte ich das Timing genauestens geplant. Dank Severus wusstee ich, dass Potter nicht unterwegs war. Damit war dieser Weg nun für mich geschlossen. Sicherlich würde Potter seine Zauber anpassen. Und wenn er es nicht tun würde, dann sein verdammter Pate Black. Der neue Minister hatte sich mit seiner Frau als ein riesiger Dorn in meiner Seite präsentiert und meinen Einfluss im Ministerium praktisch auf Null reduziert. Nur die unbedeutensten Anhänger waren noch übrig. Diese boten mir aber keinen Vorteil. Ich musste mich nicht nur mit Potter und Dumbledore herumschlagen, der seinerseits den Orden des Phönix wieder ins Leben rief, sondern auch mit einem sehr kompetenten Ministerium. Da musste ich Lösungen finden, und zwar schnell.
Amelia POV:
Immerhin wartete Sirius mit seiner Wutexplosion, bis ich unseren Sohn ins Bett bringen konnte. Als Harry uns über die Nacht informierte, war der Sirius Vulkan kurz vor der Eruption. Nun war der Moment gekommen
"Was haben wir uns eigentlich dabei gedacht euch unbeaufsichtigt in einem Haus zu lassen. Ihr werdet sofort eure Sachwn packen und zu uns kommen. Dann können wir auch die anderen informieren."
Dass es nichts geändert hätte wenn wir anwesend gewesen wären verschwieg ich, denn es hätte nichts geändert. Sirius war nun in Fahrt und ließ sich nicht mehr bremsen. Dennoch war ich interessiert darüber, wie Voldemort all die Zauber überwinden konnte.
Wenige Stunden später standen alle vier in unserem Wohnzimmer, ihre Koffer am der Wand, während Sirius fluchte und schimpfte. Vor allem Harry ließ es einfach über sich ergehen. Ich meinte zwischendurch ein kleines Verdrehen der Augen bei ihm gesehen zu haben. Gut, dass Sirius es nicht sah.
Als sich die Stimnung beruhigt hatte passten wir die nächsten Schritte. Zu aller erst mussten die Delacours, Greengrasses und Tonks informiert werden. Am nächsten Morgen kamen die Eltern sofort zu uns. Es wurden schnell Fragen nach dem Schutz bei Harry laut. Dieser versuchte aber die Stimmung zu beruhigen. Und mit dem was er sagte hatte er auch nicht unrecht
"Jeder von euch war in den letzten Jahren schon bei mir zuhause. Heder von euch hat die Sicherheit der Schilde gespürt. Doch Voldemort war kleverer als ich es vermutet habe. Er hat dies genutzt, um alle Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen."
Er legte das uminöse Objekt auf den Tisch und jeder sah es sich genauer an. Leider kannte fast niemand von uns, um was es sich handelte, und dass obwohl wir sehr viel magisches Wissen am Tisch hatten. Nur Andromeda verhielt sich seltsam. Sie nahm den Gegenstand, roch dran, und hielt es sich vor die Ohren. Dann legte sie es seufzend hin
"Harry, der Gegenstand ist mit deinem Blut getränkt, oder?"
"Ja. Voldemort nutzte mein Blut zur Wiederbelebung. Dadurch hat er nun Zugang zu meinem Blut. Wie genau er mein Blut nutzte um die Kontrolle über die Schilde zu entziehen verstehe ich aber nicht." Sagte Harry, sah Andromeda aber fragend an
"Deiner Reaktion nach hast du zumindestens eine Ahnung, um was es sich handeln könnte."
Die sonst so fröhliche und unbeschwerte Frau nickte nur
"Es ist eine Abwandlung eines Zaubers, den unsere Vorfahren nutzten. Die Blacks haben den Ruf als dunkle Familie nicht umsonst erhalten. Wir haben eine Menge an Wissen an dunkler Magie gesammelt. Dazu mussten unsere Vorfahren auch klauen. Um an magisch versiegelte Objekte zu kommen musste ein Weg gefunden werden den Schutz zu umgehen. Dieser Zauber ist die Lösung. Durch das Blut der benötigten Person konnten kleinere Zauber einfach gebrochen werden. Allerdings sollte es nur bei kleinen Schutzzaubern funktionieren. Dass Voldemort diesen Zauber so perfektionieren konnte ist beängstigend. Wenn er auch nur einen Tropfen unseres Blutes hat, könnte er problemlos in jedes Haus. Und außer dem Fidelius Zauber würde es keinen Schutz geben."
Einem Moment des Schweigend folgte die offensichtliche Frage
"Woher kennt Voldemort den Zauber denn dann? Und wieso kenne ich ihn nicht?"
Fragte Sirius mit zusammengekniffenen Augenbraun. Andromeda atmete laut aus und lehnte sich zurück
"Das woher ist klar. Bellatrix. Sie hat wahrscheinlich jedes Geheimni was sie kennt an Voldemort verraten. Warum du es nicht kennst? Wegen seiner eingeschränkten Nützlichkeit verlor der Zauber an Bedeutung. Nur wir Frauen lernten ihn. Cissy kennt ihn sicherlich auch."
"Warum?" Fragte Appoline "warum haben nur noch Frauen ihn gelernt?"
"Wir Blacks waren immer schon sehr eitel. Die Partner für die Frauen mussten perfekt sein. Reinblütig, aus einer alten Familie, viel Wissen und Einfluss haben. Sollte nun aber der Mann während der Ehe doch nicht mehr diesen Ansprüchen genügen, dann ließ sich mit diesem Zauber ein Unfall kreieren, mit dem der Mann sterben konnte. Die Versprechen der Ehe waren für unsere Vorfahren nur bedingt bindend. Es ging um Macht und Perfektion. Entsprach ein Partner dem nicht mehr, wurde er beseitigt und durch einen neuen ersetzt."
Viele am Tisch schluckte erst einmal. Wieso war das niemanden aufgefallen? Aber auch wenn es niemanden auffiel, eines war klar. Weder der Sitz der Potters, noch der der Blacks war nun sicher. Durch Bellatrix hatte er das Blut der Blacks, auch wenn sie mittlerweile LeStrange hieß. Sirius hatte bei allen Anwesen auf den Fidelius Zauber verzichtet, nicht nur, weil er schlechte Erfahrungen mit diesem gemacht hatte, sondern weil er noch über viele andere Probleme verfügte. Er konterkarierte auch viele andere nützliche Zauber. Daher war der Fidelius Zauber immer nur eine letzte Option.
Ein Umzug stand an. Der alte Sitz der Familie Bones würde bald viel lebendiger werden als zuvor.
