Harry POV:

Die Ferien verloren nach den ersten Wochen deutlich an Aufregung. Ich hatte mittlerweile auch meine Abschlussnoten bekommen. Ich war nun offiziell kein Schüler in Hogwarts mehr. Nichtsdestotrotz wollte ich wieder zurück. Meine Noten waren durchgehend am bei O. Kein Dumbledore und auch kein Riddle konnten mit den Noten mithalten. Vielleicht war es falscher Stolz, aber ich hatte nun das Gefühl es allen bewiesen zu haben, dass ich mehr war als nur der Titel, den ich als Baby bekommen hatte.

Meine Noten hatten nun einen sehr positiven Einfluss. Ich hatte mehreren Professoren eine Anfrage für ein vertieftes Studium geschickt. Ich wollte den Abschluss in Runen, Zaubertränke und Verwandlung absolvieren. Der Abschluss in Verteidigung gegen die dunklen Künste war auch ein Ziel, aber kein Professor konnte mir vertiefte Inhalte bieten. Ich träumte auch von einem Abschluss in Alchemie. Leider wurde dieses Fach in Hogwarts nur von Snape angeboten. Ich war nicht dazu bereit diesem Mann nach einem Abschluss zu fragen. Ich wartete nur den richtigen Moment ab um ihn das Fleisch von den Knochen zu ziehen und die Familie Prince endgültig zu beenden.

Am Ende der Ferien war dann auch klar, dass alle Professoren meiner Nachfrage zugestimmt hatten. Selbst Dumbledore hatte keine Probleme gemacht. Auch wenn es mir nicht passte, solange ich in Hogwarts war brauchte ich seine Erlaubnis. Er hatte nicht die Probleme. Professor Babbling für Runen, Professor McGonnagall für Verwandlung und Professor Slughorn für Zaubertränke. Letzterer wurde aus dem Ruhestand reanimiert und übernahm die Position von Snape, der damit seinen Wunsch bekommen hatte und Verteidigung gegen die dunklen Künste unterrichten durfte. Ich wusste auch was Dumbledore sich dabei dachte. Er wollte um jeden Preis seinen Spion in seiner Nähe behalten. Dass dafür ein ganzer Jahrgang keinen vernünftigen Unterricht bekommen würde war der geplante Kollateralschaden, den der alte Mann in Kauf nahm.

Was ich mitbekommen hatte war, dass er mittlerweile intensiver in der Vergangenheit von Voldemort nachforschte. Er suchte wohl die Horcruxe. Da würde er aber viel Luft finden, beziehungsweise wenig erfolgreich sein. Mit der Hilfe von Sirius und Amelia hatten wir alle möglichen Horcruxe schon beseitigt. Nur seine Schlange und er selbst waren noch am Leben. Damit der Schwindel aber nicht so schnell aufflog hatten wir die Gegenstände durch falsche Gegenstände ersetzt, die das gleiche Aussehen und die gleichen Flüche hatten. Es würde wohl keinen wie Dumbledore verwirren, aber auf dem ersten Blick war der Trick gut. Ich wusste nicht, ob Voldemort spüren konnte, dass ein Großteil seiner Seele schon verloren war. Dazu hatte er kein Wissen und ich wollte mich tatsächlich auch nicht mit dem Thema Horcruxe viel mehr beschäftigen als nötig.

Auch Voldemort war nicht ruhig. Er versuchte seine Schreckensherrschaft erneut zu etablieren. Meines Erachtens hatte er dabei aber seine Wirkung verfehlt. Er hatte schon mit seiner Bande an Psychopaten einige hundert Muggel getötet, aber das interessierte nur wenige magische Wesen. Der Muggel Minister in England sah dies wohl deutlich angespannter. Sirius wurde mindestens ein Mal pro Woche in das Büro von ihm bestellt. Sirius war kurz davor den Muggel Minister eigenhändig umzubringen. Dieser seltsame Mann war der Ansicht, dass Sirius ihm Rechenschaft schuldig sei. Das war natürlich lächerlich und verdeutlichte nur die Arroganz der Muggel. Auf jeden Fall starb so kein einziger relevanter Magier. Ich wusste nicht, ob er vielleicht die muggelgeborenen Zauberer jagte, aber seine Herrschaft war noch nicht existent. Auf jeden Fall war ich auf das nächste Jahr gespannt. Mein Gefühl sagte mir, dass es eine Entscheidung geben würde. Ich hoffte nur, dass ich die gewünschten Ergebnisse erzielen konnte.

Sirius POV:

Ich weiß nicht, was sich der Mann von den ganzen Beschwerden erhoffte. Der neu ernannte Premierminister bestellte mich nach gefühlt jedem Mord an einen Muggel ein. Ich verzweifelte an der Vorgabe, dass ich einem solchen Gesuch zustimmen musste. Ich konnte nicht ändern, dass eine Gruppe an Magiern durch das Land zog und Muggel zum Sport tötete. Sein Vorgänger war deutlich aufgeschlossener als er. Sein Vorgänger war fasziniert von Magie und sah viele Chancen in Magie. Sein Nachfolger hasste Magie und wollte am liebsten alle versklaven, die Magie besaßen.

Als ich also aus dem Kamin kam saß er schon an seinem Schreibtisch

"Black. Tun sie endlich etwas gegen diesen Massenmörder! Gute und ehrliche Bürger sterben Tag für Tag. Es reicht mir mit ihrer Inkompetenz. Ich sollte sie entlassen!"

Mir war bewusst, dass es die Beziehungen deutlich verschlechtern würde, aber ich konnte nicht anders, ich fing an zu lachen. Das Gesicht des Mannes lief hoch rot an vor Wut

"Was ist daran so lustig?"

Ich keuchte, um wieder zu Atem zu kommen

"Das ist das lustigste, was ich seit langem gehört habe. Ihr wollt mich entlassen? Dazu habt ihr keine Befugnis. Das magische Britannien ist unabhängig von eurer Regierung. Wir sind Magier. Wir haben nichts mit euch zu tun. Wenn die Muggel so toll sind, warum findet ihr nicht Wege die Magier aufzuhalten. Wir können das nicht. Um diese Kriminellen zu fangen bräuchte es mehr Geld als es auf der Erde gibt. Sollten sie Magier angreifen können diese uns um Hilfe bitten. Bis dahin können wir nichts tun."

"Sie sagen mir also, dass ich meine Bürger sterben lassen soll? Dass ich nichts tun kann."

Sein Speichel flog mir regelrecht entgegen

"Ganz genau. Sie können nichts tun. Aber wenn sie in Zukunft noch Hilfe haben wollen, wenn sie in Zukunft noch Informationen haben wollen, dann sollten sie mich nicht so herausfordern. Auch ich möchte diese Monster stoppen, denn auch Magier werden gejagt, aber unsere Welt ist komplexer als eure. Seht also auch davon ab mich jeden Tag zu rufen. Wenn etwas passiert, werdet ihr es schon erfahren, oder auch nicht."

Ohne weitere Umschweife verschwand ich und machte mich auf den Weg in das Ministerium. Mittlerweile sah man an vielen Enden Auroren positioniert, um die Sicherheit zu gewährleisten. Vor meinem Büro traf ich Amelia. Zusammen gingen wir in mein Büro und diskutierten die Möglichkeiten. Mit einer neuen Umverteilung des Budgets wurde die Abteilung für magische Strafverfolgung noch weiter gestärkt. Es wurden in diesem Jahr mehr neue Auroren ausgebildet als in den letzten 10 Jahren zusammen. Dafür hatten sich auch viele ehemalige Auroren freiwillig aus dem Ruhestand begeben, um bei der Ausbildung zu helfen. Der Lehrplan wurde auch angepasst. Es wurden nun wieder eher die alten Sachen gelehrt, darunter auch Zauber und Flüche, die für viele unter dunkle Magie fielen. Aber nur wenn man sich mit den Flüchen und Zaubern auskannte konnte man sie auch bekämpfen oder den Gegenzauber wirken. Leider hatten das viele vergessen.

So konnten wir im ersten Schritt das Ministerium verbessern. Ich hatte noch viele Pläne, doch zuerst musste Voldemort sterben. Anders ging es nicht. Seine Bedrohung war einfach zu groß. Seine pure Anwesenheit drückte die Stimmung im ganzen Land nach unten.

"Und, Sirius? Wie war dein erneuter Besuch bei unserem liebsten Freund?"

Ich fuhr mir verlegen mit meiner Hand durch die Haare

"Habe ihn ausgelacht."

Ich hatte mit vielen gerechnet, aber nicht damit, dass sie anfing zu lachen

"Ach Sirius. Normalerweise müsste ich dich kritisieren, aber der Mann ist nicht zu ertragen. Was stellt er sich vor?"

Ich zuckte mit den Schultern

"Keine Ahnung. Er hat auch damit gedroht mich zu entlassen! Er! Mich entlassen! Was für eine absurde Vorstellung. Hab ihm dann gedroht und bin gegangen."

Wir beide lachten für ein paar Minuten sehr gut. Dann wurden wir aber ernst.

"Bei all seiner Arroganz, irgenwo kann ich ihn verstehen." Stellte Amelia fest.

"Ich weiß, aber ich kann es nicht ändern. Keiner kann es ändern. Wir haben einfach keine Chance ihn zu finden. Dumbledore hilft uns dabei auch nicht. Vielleicht weiß er etwas, vielleicht auch nicht. Aber er hat seinen ganzen Orden um sich herum. Und dann auch noch mit Snape einen Todesser. Also wenn der nichts weiß, dann ist etwas komplett falsch. Wir werden nur auf Fehler hoffen können. Oder aif das nächste Jahr in Hogwarts."

"Warum das nächste Schuljahr?"

Ich sah den Stapel voller Papier mit großen Hass an, den ich noch ausfüllen müsste

"Weil jedes Jahr etwas in Hogwarts passiert. Da sind Dumbledore, Harry, Snape und selbst Voldemort hat damit eine Verbindung. Wenn nicht da, wo dann?"

Fleur POV:

Ich wusste noch nicht, ob ich mich über meine Rückkehr nach Hogwarts freuen sollte. Professor Flitwick hatte mir die Möglichkeit für ein Studium der Zauberkunst angeboten. Ich hatte noch viel größere Pläne, aber ein Abschluss in der Zauberkunst, und dann auch noch bei einem so renomierten Experten wie Filius Flitwick konnte viele Türen öffnen. Ich hatte nicht wie Harry die Ambitionen wie Harry in allen Bereichen der Magie die großen Kenntnisse zu haben. Mir war es viel lieber durch die Zauberkunst in die großen Geheimnisse der Magie eintauchen zu können. Außerdem konnte ich so nahe bei Harry, Tonks und Daphne sein.

Auf der anderen Seite hatte Hogwarts viele schlimme Erinnerungen. Der Moment als ich realisierte, dass Gabbie verschwunden war. Der Moment, als ich die zweite Prüfung aufgeben musste und um Gabrielle und um Harry Angst haben musste. Dann die dritte Prüfung. Zuerst wo ich gefoltert wurde, dann der Moment, als Harry wieder auftauchte und jeder seine Verletzungen sah. Es war schlimm zu sehen, wie ein Mann von Harrys Stärke so zugerichtet wurde. Das zeigte einem nur, wie stark der dunkle Lord war. Wie er dann die Schilde um Harrys Heim genau durchbrechen konnte war auch faszinierend und verdeutlichte das Talent des Monsters.

Am Ende wollte ich aber allen dabei helfen Voldemort zu besiegen. Daher nahm ich Flitwicks Angebot an. Am ersten Abend der Zeremonie saß ich somit neben Harry am Tisch aller Professoren. Dumbledore hielt gerade seine große Rede. Dabei fiel mir auf, dass er an einer Hand einen Handschuh trug. Das war sehr ungewöhnlich für den alten Mann, zumal es in der Halle sehr warm war. Was war da passiert.

"Ich heiße euch alle zu einem neuen und hoffentlich auch wunderbaren neuen Jahr in Hogwarts willkommen. Bevor wir uns ins Koma essen und seelig in den guten Betten schlafen, begrüßen wir unsere Ergänzungen unter den Professoren und Angestellten in Hogwarts. Professor Snape wechselt das Klassenzimmer und unterrichtet ab diesem Jahr Verteidigung gegen die dunklen Künste."

Der Applaus hielt sich in großen Grenzen

"Dafür als neuer und auch alter Professor für Zaubertränke begrüße ich sehr herzlich Professor Horace Slughorn."

Der alte Mann bekam schon deutlich mehr Applaus. Viele hatten ihn noch durch die zweite Prüfung aus dem Vorjahr in Erinnerung. Er war es, der mit Harry den neuen Zaubertrank zum atmen unter Wasser kreiert hatte.

"Dann möchte ich unseren neuen Hausmeister begrüßen. Nachdem Argus Filch altersbedinkt in den Ruhestand gegangen ist möchte ich seinen Nachfolger, Mr. Will Chester begrüßen."

Hier gab es einen höflichen Applaus. Ich sah bei vielen schon die Hoffnung auf einen Hausmeister, der nicht alles verbieten würde. Filch hatte seinen Hass auf Zaubereri auch auf seine Regeln implementiert und das Zaubern in den Hallen komplett verboten.

"Und schlussendlich haben wir zwei neue Mitglieder, die viele von euch noch im letzten Jahr als Schüler gekannt haben. Mrs. Fleur Delacour, Champion von Beauxbaton wird unter unserem Professor Flitwick die Tiefen der Zauberkunst studieren, um einen Meisterabschluss zu erreichen."

Hier gab es eine sehr positive Reaktion. Ich hatte mir anscheinend einen sehr guten Ruf erarbeitet. Ich stand kurz auf und winkte in die Runde. Vor allem die männlichen Schüler sahen mich teilweise mit glasigen Augen an.

"Dann wäre da noch einer unserer Champions aus dem vorherigen Jahr und der Sieger des Trimagischen Turniers. Er ist der jüngste Absolvent UTZ Prüfungen, den Britannien je gesehen hat. Er wird in den kommenden Jahren unter Professor Babbling, Professor Slughorn und Professor McGonnagall Antike Runen, Zaubertränke und Verwandlung studieren. Bitte begrüßt sehr herzlich Lord Harry James Potter."

Hier brandete tosender Applaus auf. Nur der grünliche Tisch der Slytherins war reservierter. Selbst dieser war aber gespalten. Im Prinzip outeten sich alle Anhänger Voldemorts, denn diese klatschten nicht.

"Unser neuer Hausmeister hat mir eine Liste mit Objekten gegeben, die verboten sind. Es sind nicht mehr hunderte Objekte, sondern noch knapp ein Dutzend. Sollte aber zu Bruch gehen, dann die Schuldigen konsequent bestraft. In Anbetracht der angespannten politischen Lage haben wir Professoren uns dazu entschieden das Verbot der Zauberei außerhalb des Unterrichts zu verlängern.

Doch damit genug der langweiligen Themen. Lasst das Schuljahr und das Essen beginnen."