*Crossposted von Fanfiktion de*
A/N: Willkommen zu meiner ersten Harry Potter Fan-Fiction. Die Geschichte wird sich grundlegend am Kanon der Harry Potter Reihe orientieren, jedoch plane ich, vor allem im späteren Verlauf, starke Änderungen vorzunehmen. Ansonsten bleibt es noch zu sagen, dass dies eine Harry/Fleur-Geschichte sein wird. Mit dem Titel bin ich mir bisher auch noch nicht sicher, kann daher sein, dass dieser nochmal geändert wird. Über mögliche Recht- und Grammatikfehler entschuldige ich mich schon mal im Voraus. So, und jetzt viel Spaß beim Prolog.
Disclaimer: Es kann zu Spoilern im gesamten Universum der Wizarding World kommen.
Prolog
25. Mai 1994
Für Harry war es einer der glücklichsten Momente seines Lebens. Nachdem er, Hermine, Ron und Professor Lupin gestern über die Unschuld seines Patenonkels Sirius Black erfahren hatten und sie Peter Pettigrew an die Auroren ausgeliefert hatten, erwartete er nun aufgeregt das Ende des Prozesses gegen seinen Paten, gemeinsam mit Hermine, Professor Lupin (der trotz der gestrigen Vollmondnacht darauf bestand, dabei zu sein) und Professor McGonagall, die sie als Hauslehrerin begleitete. Ron kam aufgrund seiner Verletzung nicht mit, was Harry ein bisschen lächerlich fand, da er über Nacht mal Knochen komplett nachwachsen bekommen musste und sich nicht so beschwerte.
Der Prozess lief bisher genau nach Plan.
Zuerst wurde Peter Pettigrew verhört, und da dieser kein Reinblut aus einer Lord-Familie war, konnte er mit Veritaserum befragt werden. Nachdem Dumbledore ihn jedoch daran erinnerte, dass, sollte nach der Befragung durch Veritaserum herauskommen, dass er schuldig ist, er nahezu garantiert zum Tode durch den Dementorenkuss verurteilt wird. Um dieses Urteil zu umgehen, gestand Wurmschwanz alles freiwillig, was von Remus nur ein giftiges "Feige" als Kommentar gab. Das Urteil war schlussendlich ein knappes Ergebnis.
60 der 101 Mitglieder des Zauberergamots stimmten gegen das Todesurteil und für eine lebenslange Strafe. Die anderen 41 für den Dementorenkuss. Harry hatte innerlich gehofft, dass Pettigrew den Dementorenkuss bekommt, war jedoch auch mit diesem Urteil zufrieden.
Sirius' Prozess lief bis hierhin auch perfekt. Durch Pettigrews Verurteilung war es nur reine Formsache, und das Einzige, was Sirius jetzt noch belastete, war die Tatsache, dass er ein unregistrierter Animagus war.
"Mr. Black, warum haben Sie sich nicht gemäß dem Artikel 2 des Animagusgesetzes als Animagus in Form eines schwarzen Hundes registrieren lassen?", fragte Amelia Bones, welche den Prozess führte.
Harry war ganz entspannt dabei. Er wusste, dass sie höchstens Geld von seiner Entschädigung streichen würden, und so war er eher gespannt, was Sirius antworten würde.
"Nun, Ms. Bones, oder darf ich mittlerweile wieder Amelia sagen?" Harry bemerkte das weite Grinsen von Sirius, während Remus die Augen verdrehte und schmunzelte, wirkte Hermine nicht glücklich. "Er sollte sich wirklich lieber beherrschen." "Ms. Granger, ich verstehe Ihre Bedenken, aber Mr. Black kann nichts Schlimmes mehr passieren.", beruhigte Professor McGonagall sie.
"Mr. Black, Sie stehen hier immer noch vor Gericht!", mahnte Amelia Bones.
Sirius verdrehte die Augen und antwortete endlich: "Wir hielten es geheim, um so weiter unsere Streiche zu spielen, natürlich." "Jetzt lacht er auch noch!", zischte Hermine Harry ins Ohr.
"Dies ist zumindest der Grund, den ich gerne nennen würde", begann Sirius nach einem kurzen Blick zu Dumbledore. "Der eigentliche ist es, dass wir während des Krieges dies geheim halten wollten, um einen Vorteil vor den Todessern zu haben." Sein Blick schweifte dabei durch die Menge und blieb auf Lucius Malfoy hängen.
Während Sirius weiter erläuterte, warum er es nicht angemeldet hatte, was Harry recht wenig interessierte, da er sich sicher war, dass Sirius sich das alles gerade ausdachte, wollte er nun etwas von Lupin wissen. "Lucius Malfoy war ein Todesser?", flüsterte er ihm zu. Der Professor neigte sich langsam vor, bevor er zurück flüsterte: "Angeblich nur, weil er vom Imperius-Fluch betroffen war, welcher Leute dazu bringen kann, Sachen zu tun, die sie nicht machen wollen. Aber schon in der Schulzeit schwärmte er wie die anderen Todesser von Du-Weißt-Schon-Wem."
Harry nickte nur langsam, während Hermine wieder neben ihm sauer etwas über die Reinblutprivilegien murmelte. Mittlerweile war die Verhandlung beim Urteilsspruch angekommen. "Sirius Orion Black, Sie sind hiermit als schuldig im Sinne der Anklage befunden. Die 2-jährige Haftstrafe in Askaban sowie die Geldsumme wird aufgrund ihrer besonderen Umstände von ihrer Entschädigung abgezogen. Sind Sie damit einverstanden?", beendete Amelia Bones den Urteilsspruch.
"Ich bin damit einverstanden", gab Sirius locker zurück, als er würde er sich wenig um das wenigere Geld scheren, was wahrscheinlich auch der Fall war.
"Dann erkläre ich diese Sitzung, sofern keiner mehr etwas zu sagen hat, für beendet", sprach Amelia Bones, während ihr Blick über die Menge schweifte und schließlich bei Sirius hängen blieb. "Ja, Mr. Bl-".
"Ich denke, es heißt jetzt Lord Black?" "Ja, Sie sind wieder als Lord Black eingetragen. Sonst noch etwas?"
"Eine Sache gäbe es da noch...", begann Sirius, während er sich langsam vom Stuhl erhob und sich zu Harry drehte und ihm ein Nicken gab. Harry wusste, was jetzt kommen würde, und als Hermine und Remus bemerkten, wie er nervöser wurde, legten beide jeweils eine Hand auf seine Schulter.
"Vor knapp 14 Jahren wurde mir die Patenschaft über Harry James Potter anvertraut. Aus gewissen Gründen..." Sein Blick glitt dabei wütend zu Fudge und einem Mann neben diesem, den Harry nicht kannte. "Konnte ich diese nach dem Tod von Lord und Lady Potter nicht annehmen. Wie ich gestern erfuhr, betraute dieses Gremium damals Albus Dumbledore damit, für mein Patenkind eine Gastfamilie zu finden. Da dies eine nicht-magische Familie ist, berufe ich mich hiermit auf den Artikel 77 des Reinblutschutzgesetzes und fordere damit ein, die Vormundschaft mir zu übertragen. Alle nötigen Papiere sind von mir sowie von Mr. Potter bereits unterzeichnet. Um jegliche Bedenken aus dem Weg zu räumen, werde ich mich in der nächsten Woche auch mit einem Psychologen treffen, der mir die voll umfängliche geistige Gesundheit attestiert."
Harry wusste, was dieses Gesetz beinhaltet. Es ist ein Gesetz voller Privilegien für Reinblüter und beinhaltet eben in Artikel 77, dass ein Kind einer Adelsfamilie, welches in einer Muggelfamilie lebt, jederzeit einen anderen Paten aus einer Adelsfamilie bestimmen kann, sofern beide Seiten einverstanden sind. Immerhin konnte sich Harry über dieses eine Reinblüterprivileg freuen.
"Sofern niemand einen Grund nennen kann, ist dieser Antrag hiermit stattgegeben", sagte Albus Dumbledore etwas zögerlich, welcher nun, da die Gerichtsverhandlung vorbei war, als Chief Warlock wieder den Sprecher des Gamots übernahm. Sein Blick schweifte durch die Mitglieder des Gremiums, doch als er gerade zum Reden ansetzte, hörte man ein leises "chrm, chrm".
Dumbledore drehte sich langsam wieder um, und kurz glaubte Harry einen genervten Blick zu erkennen.
"Oh ja, Dolores, welche Bedenken haben Sie?" Eine kleine Dame, welche aussah wie eine Kröte, erhob sich von ihrem Platz. Unter ihrer schwarzen Robe konnte man einen pinken Kragen erkennen. Harry fand diese Dame direkt unsympathisch, und auf Remus' müdem Gesicht erkannte er puren Hass und Abscheu.
"Nun ja, Professor Dumbledore, als Untersekretärin des Ministers für Zauberei möchte ich mein Bedenken äußern, dass Mr. Potter eine muggelstämmige Mutter hat und somit nicht als Reinblut zählen darf." Ein zufriedenes Grinsen bildete sich auf ihrem Gesicht, doch Dumbledore verzog keine Miene und begann in seinem ruhigen Ton.
"Nun, Frau Untersekretärin, so wie es mir scheint, sind Sie nicht sicher in diesem Bereich." Dumbledore schmunzelte. "Sie sehen, dieses Gesetz bezieht sich ausdrücklich nur auf Adelsfamilien. Es ist nie davon die Rede, dass die beteiligten Personen ausschließlich magische Vorfahren haben müssen."
Harry konnte nicht anders, als breit zu grinsen, während diese Umbridge kreidebleich sich zurück auf ihren Platz setzte. Auch auf den Gesichtern von Lupin, McGonagall, Sirius und sogar Hermine zeichnete sich so ein Grinsen ab.
"Also, wenn es sonst keine weiteren Einwände gibt, erkläre ich hiermit Lord Black als neuen Erziehungsberechtigten von Harry James Potter. Lord Black ist des Weiteren dazu aufgefordert, bei der nächsten Sitzung seine Bescheinigung diesem Gremium vorzulegen."
Als alle kurz darauf den Saal verließen, lief Sirius zu Harry und umarmte ihn. Anschließend versprach er ihm noch, ihn nächsten Monat vom Bahnsteig abzuholen und mit zu sich nach Hause zu nehmen. Harry konnte nicht anders und ihm lief eine Träne über sein Gesicht.
Beim Rausgehen blieb Hermine jedoch kurz zurück und besprach noch etwas mit Sirius. Harry war dies gerade ziemlich egal, was sie besprachen. Er war einfach nur froh, nie wieder zurück in den Ligusterweg zu müssen. Harry freute sich jetzt einfach nur auf sein neues Leben mit seinem Patenonkel.
-FBL-
A/N: In Zukunft plane ich, die einzelnen Kapitel länger zu schreiben, etwa zwischen 3.000 und 8.000 Wörtern, bin mir da jedoch noch nicht sicher, wie lange genau. Ansonsten hoffe ich, euch hat der Prolog gefallen. Über konstruktive Kritik würde ich mich freuen.
Als kleinen Tipp: Das Gespräch zwischen Sirius und Hermine wird im nächsten Kapitel aufgegriffen, und der Inhalt spielt eine große Rolle.
Pettigrew ist nicht entkommen, da Remus seinen Wolfsbanntrank getrunken hat. So ist Snape ihnen nicht gefolgt und Remus hat dann daran gedacht in der Hütte zurückzubleiben.
Sonstige Fragen gerne stellen.
