A/N: Hier noch ein paar Infos über Dinge, welche im Buch/Film passiert sind, ich aber nicht genauer behandle:
Hermine hat in dieser Welt nie alle Fächer belegt, weswegen sie keinen Zeitumkehrer bekam. Ihre Fächer sind lediglich Arithmetik, Alte Runen und Pflege magischer Geschöpfe.
Zu Seidenschnabel sage ich erstmal nur so viel (Noch nicht 100% sicher, ob und welche Rolle dies im weiteren Verlauf der Story spielen wird), dass Newt Scamander an dem Tag in Hogwarts war.
Harry hat auch noch keinen gestaltlichen Patronus erzeugt, aber die Dementoren sind logischerweise trotzdem nächstes Jahr nicht mehr da.
Disclaimer: Es kann zu Spoilern für das gesamte Universum der Wizarding World kommen.
Start ins neue Leben
23. Juni 1994
Unsicher über was Dumbledore ein Tag vor Schulende mit ihm besprechen will, macht sich Harry auf dem Weg zum Schulleiterbüro. Der Schulleiter teilte ihm beim Frühstück mit, dass er mit ihm sprechen möchte. Harry befürchtet, dass Dumbledore ihm wieder mal darum bittet zurück in den Ligusterweg zu gehen. Doch dieses Mal würde Harry nicht einfach zustimmen.
Seit er von Sirius Unschuld erfahren hat und das Dumbledore dafür verantwortlich ist, dass er die letzte 12 Jahre mit den Dursleys verbringen musste, hat er sich geschworen nicht mehr blind zu vertrauen. Im Moment gibt es nur drei Personen, denen er wirklich vertraut. Sirius, Professor Lupin und Hermine. Sirius war es der ihn sofort als er konnte von seiner unliebsamen Verwandtschaft wegbrachte, Lupin war das ganze Jahr für Harry da und erzählte ihm von seinen Eltern und Hermine rückte seit fast 3 Jahren nicht von seiner Seite.
Anders ist es bei Ron. Zwar unterhalten sie sich immer noch viel, jedoch verhält sich dieser seit Sirius Freispruch komisch. Er beschwert sich nun öfters als vorher über Harrys "Glück", über seinen Reichtum und dass er alles geschenkt bekommt. So langsam ging er Harry und Hermine richtig auf die Nerven und Harry fragte sich wie lange die Freundschaft noch andauern würde. Er wäre zwar traurig über den Verlust seines ersten richtigen Freundes, jedoch ist er zunehmend genervt von Rons anhaltender Eifersucht.
Als Harry schließlich die Tür zum Büro betrat schrillte Fawkes einmal fröhlich auf und flog auf Harrys Schulter. Überrascht davon blieb Harry kurz stehen, streichelte den Phönix sanft und setzte sich dann an Dumbledores Schreibtisch.
Der Schulleiter musterte amüsiert kurz Harry und Fawkes bevor er in seinem sanften großväterlichen Ton anfing zu sprechen: "Du weist sicher, dass Phönixe nicht gezähmt werden können und immer nur freiwillig bei einer Person bleiben, oder?". "Ja, Sir."
Dumbledore nickte kurz und fuhr dann fort:" Aber ist es dir auch bekannt, dass es Phönixe gibt die sich zu einer Blutlinie hingezogen fühlen und in gewisser Art vererbt werden?"
Dumbledore schmunzelte bei Harrys überraschtem Gesicht. "Sir, also ist Fawkes der Familienphönix der Dumbledores?", vermutete Harry. "Harry My Boy. Manchmal befinden wir uns auf dem richtigen Weg und biegen im letzten Moment falsch ab... In der Tat ist Fawkes ein Familienphönix aber nicht meiner Familie, sondern deiner."
Harry schnellten viele Fragen in den Kopf, doch er wollte erstmal wissen, was der Schulleiter ihm von sich aussagen würde. "Meiner Familie Sir?".
Dumbledore nickte kurz und setzte dann sein Blick auf Fawkes: "Sag mir Harry... Was ist immer die erste Sache die Fawkes tut, wenn du mein Büro betrittst?" Harry richtete sein Blick jetzt auch auf den Phönix, welcher mittlerweile sich an seinem Unterarm festhielt und erwartungsvoll Harry in die Augen blickte, als würde er auf Harrys Antwort warten.
"Nun Professor, wie heute schrillt Fawkes einmal auf und mustert mich danach genau. Nur heute kam er auf mich zugeflogen, sonst bin ich immer zu ihm gegangen."
"Sehr gut aufgepasst Harry. Eine Ahnung, warum es heute anders war?" Als Harry nach kurzem Überlegen den Kopf schüttelte gab Dumbledore schließlich die Antwort: "Fawkes ist wie bereits gesagt dein Familienphönix. Aus Gründen, die von unterschiedlichster Natur sein können, fühlt sich Fawkes hier zu deiner Familie verbunden. Ein Tag nachdem deine Eltern starben, tauchte Fawkes neben mir auf und wich seitdem nie von meiner Seite... In diesem Büro gingen seitdem viele Schüler ein und aus doch nur bei dir und bei Ms. Granger zeigte Fawkes irgendwelche Reaktionen. Die Sache die Fawkes bei dir sucht Harry ist es, wann du bereit bist."
"Bereit wofür?", fragte Harry etwas verwirrt und entschied sich die Tatsache, dass Fawkes auch bei Hermine Reaktionen zeigte für einen Zufall abzutun.
"Nun Harry dies kann dir wohl nur Fawkes sagen, welcher unglücklicherweise nicht sprechen kann.", antwortet Dumbledore, während er ein bisschen schmunzelte.
"Ich kann dir nur so viel sagen, dass und da bin ich mir sicher, eines Tages der Tag kommen wird, wo Fawkes sich dir anschließt. Von da an ist es in gewisser Art "dein" Phönix."
"Mit Verlaub Sir, aber warum ist Fawkes bei ihnen geblieben?", fragte Harry höflich.
"Phönixe sind hoch intelligente Wesen Harry. Ich denke, dass Fawkes wusste, dass wenn er in Hogwarts verweilt dich am besten beobachten kann, aber dies ist nur eine Theorie meinerseits."
"Und sie erzählen mir das jetzt, weil Fawkes eine andere Reaktion gezeigt hat?" Dumbledore nickte nur und Fawkes schrill so, dass man dies als Zustimmung verstehen könnte.
"Das war aber nicht das, was sie mit mir besprechen wollten, oder?", fragte Harry etwas skeptisch.
"Nein Harry das ist es in der Tat nicht gewesen."
"Auf keinen Fall werde ich zurück in den Ligusterweg...", weiter kam Harry nicht, welcher nun scharf Dumbledore anstarrte. Fawkes schien dies ihm gleich zu tun, jedoch sah es mehr danach aus, dass dieser etwas in Dumbledores Augen suchen würde.
Als Dumbledore dies bemerkte schmunzelte er ein weiteres Mal kurz. "Kein Grund Gedanken zu lesen Fawkes. Ich habe nicht vor Harry zurückzuschicken, doch trotzdem haben die Dursleys etwas damit zu tun über das ich sprechen möchte."
Harry war trotzdem noch skeptisch entschied sich aber auch aufgrund von Fawkes Reaktion erstmal abzuwarten, was der Schulleiter ihm sagen will.
"Ich möchte mich entschuldigen Harry.", gestand Dumbledore und fuhr nach einmal Luft holen fort: "Professor McGonagall riet mir damals dich nicht bei den Dursleys zu lassen, doch aufgrund von meinen eigenen Erfahrungen, war ich im Glauben, dass man immer bei seinen Verwandten am besten aufgehoben ist. Zudem hatte ich gedacht, dass die Liebe, die eine Familie aufbringen kann, dich wie deine Mutter vor Anhängern Voldemorts schützen kann. Eine Familie, die einen liebt, kann das Wichtigste für einem Menschen sein. Ich bitte dich also einem alten Mann seine Fehler zu verzeihen."
Harry war sprachlos. Nie und nimmer hätte er vor 10 Minuten gedacht, dass Albus Dumbledore sich bei ihm entschuldigen wird. Als Harry weiter in Gedanken schwieg begann Dumbledore traurig zu sprechen. Er hörte sich an wie eine Person, welche gerade eingesehen hat, dass sie einen unverzeihlichen Fehler gemacht hat. "Harry ich verstehe, wenn..."
"Ich verzeihe ihnen.", unterbrach Harry Dumbledore. Dieser schaute ihn überrascht an doch bevor er was erwidern konnte, setzte Harry fort.: "Ich werde ihnen womöglich nie mehr so vertrauen wie ich es einst gemacht habe, aber der Fakt, dass sie sich von sich aus entschuldigt haben, reicht mir aus, dass wir in einem normalen Verhältnis bleiben können. Vielleicht vertraue ich ihnen eines Tages wieder mehr, aber das ist alles, was ich ihnen bieten kann."
Über Dumbledores Gesicht zieht sich ein Lächeln. Eben so ein Gesicht, wie es ein Mann hätte, der dachte er hätte alles verloren und dann alles wieder bekommen hat. "Ich danke dir Harry.", sagte Dumbleodre mit einer Ehrlichkeit, welche Harry noch nie von dem Schulleiter hörte.
"Gäbe es sonst noch was Schulleiter?"
"Ja, und zwar weiß ich, dass Sirius dir Dinge erzählen würde, welche ich hoffe, dir nie erzählen zu müssen oder zu einem späteren Zeitpunkt. Alles, was ich möchte, ist, dass du verstehst, dass ich dir diese Dinge nur nicht gesagt habe, weil ich nur das Beste für dich im Sinn hatte. Du glaubst es vielleicht nach der Sache mit den Dursleys nicht, aber das war schon immer meine Absicht."
Für eine kurze Weile schwiegen sich beide an, bevor Harry Fawkes sachte auf seinen Platz setzte und zur Tür ging.
"Professor Lupin möchte noch etwas mit dir besprechen und könntest du Ms. Granger zu mir schicken?", fragte Dumbleodre gerade als Harry sich verabschieden wollte.
"Das lässt sich einrichten. Schöne Ferien Professor."
"Danke Harry und dir auch schöne Ferien."
-FBL-
"Du kannst reinkommen Harry.", hörte Harry die Stimme von Professor Lupin, als er gerade anklopfen wollte. Als Harry eintrat, fiel ihm auf, dass die meisten Sachen in Koffern verstaut waren und Lupin ihn grinsend ansah, während er mit seinem Zauberstab auf die Karte des Rumtreibers deutete.
"Ich habe dich bereits kommen sehen." Begrüßte ihn der Professor mit einem Grinsen, während er die Karte nun deutlich vor sich herschweben ließ.
"Dumbledore sagte mir sie wollen mich sprechen Professor?"
"Ich wollte mich von dir verabschieden, weil ich gleich abreise. Heute Nacht ist wieder Vollmond und du kennst ja mein kleines Problem.", sagte der Professor in seinem ruhigen Ton.
Harry nickte kurz bevor er die eine Frage stellte, auf der er innerlichste hoffte, ein Ja zu bekommen. "Also sehen wir sie nächstes Jahr wieder?", fragte er in einem sehr hoffnungsvollen Ton.
Professor Lupin starrte ihn kurz an und schien zu überlegen, was er sagen soll. Mit jeder Sekunde realisierte Harry, dass die Antwort ihm nicht gefallen würde. Professor Lupin schüttelte schließlich kurz den Kopf und blickte wieder Harry an.
"Professor Snape hat dem Schulrat mein Geheimnis erzählt und gewisse Personen in diesem haben Druck auf Dumbledore ausgeübt...".
"Aber Dumbledore darf sie nicht entlassen. Sie sind der beste Lehrer, den wir je hatten." Harry Wut auf Dumbledore stieg wieder und er war kurz davor zurück zu Dumbledore in sein Büro zu stürmen, bevor Professor Lupin ihm die Antwort gab, die er nicht hören wollte.
"Ich bin froh, dass du so denkst Harry, aber ich habe gekündigt. Dumbledore hat in meinem Leben schon genug für mich getan. Er muss sich jetzt nicht noch mehr für mich einsetzten." gestand Lupin, während sein Blick voller Trauer und Schmerz war.
"Dieser Job war der beste, den ich in meinem Leben je hatte. Durch ihn wurde mir eins klar und weißt du, was es ist?", fragte der ehemalige Professor sanft den Tränen nahen Harry, welcher den Kopf schüttelte.
"Das ich 1981, nachdem deine Eltern starben, einen großen Fehler begann. Du musst verstehen ich habe innerhalb einer Nacht alle meine Freunde verloren. 2 ermordet, weil sie durch einen Freund verraten wurde und einer durch eben diesen Freund, weil er sich für die anderen beiden einsetzte. Zwar weiß ich mittlerweile, wie es wirklich ablief, jedoch damals nicht."
Der innerliche Schmerz den Lupin dabei durchzog war für Harry kaum zu übersehen.
"In dieser Nacht begann ich dann aber den Fehler, den ich heute nicht nochmal machen würde. Ich verließ England für die nächsten 10 Jahre bis Professor Dumbledore mich aufsuchte und mich darum bat diese Stelle anzutreten. Der Fehler Harry... warst du. Ich hörte damals nur die Nachricht, dass die Potters ermordet wurden und ging davon aus, dass du mit starbst. Als ich dann noch von Tatze und Wurmschwanz hörte, verließ ich so schnell wie ich konnte England. Erst einige Zeit später erfuhr ich, dass du überlebt hast, jedoch hatte ich da bereits beschlossen nie wieder zurückzukommen."
Vorahnend was Lupin als nächstes sagen würde, sprach Harry auf.: "Sie müssen sich nicht entschuldigen." Überrascht schaute Lupin ihn an und Harry setzte fort:" Ich glaube ich hätte an ihrer Stelle nicht anders gehandelt. Es gibt nichts, für was sie sich entschuldigen müssen."
"Danke Harry." Lupins dankbares lächeln war nicht zu übersehen und Harry hasste nun Snape noch mehr dafür, dass er Lupin indirekt seine Stelle nahm.
"Es gibt da nur eine Sache die müssen sie mir noch versprechen." Harry wartete kurz ab und redete weiter als Lupin nickte: "In diesem Sommer kommen sie mich und Sirius besuchen.", sagte Harry mit einem Grinsen.
"Ich denke das bekomme ich hin.", antwortete Lupin gleich wie Harry. "Und da ich nicht mehr dein Lehrer von nun an bin habe ich kein Problem damit dir das hier zu überreichen.", sagte er und überreichte Harry Die Karte des Rumtreibers, bevor er auf diese mit seinem Zauberstab zeigte und die Worte: "Missetat begangen", aussprach.
-FBL-
24. Juni 1994
Die Zugfahrt nach London verlief für Harry ziemlich ereignislos. Er saß alleine mit Hermine in einem Abteil, da Ron wegen seiner "Verletzung" früher nach Hause durfte, was für Harry absolut keinen Sinn machte. Also wirklich er hatte nur ein gebrochenes Bein! Dafür hatte Harry zumindest jetzt seine Ruhe vor Rons Eifersucht.
Hermine hingegen war ihm ein Rätsel.
Seit ihrem Gespräch mit Dumbledore gestern schien sie etwas zu verheimlichen vor ihm. Zudem will sie ihm absolut nicht sagen, worüber sie mit Dumbledore gesprochen hatte. Harry belässt es schlussendlich erstmal dabei und erzählt ihr von seinem Gespräch mit dem Schulleiter.
Als Harry ihr von Fawkes erzählt wirkt sie erstaunlich wenig überrascht, worüber Harry trotzdem nicht weiter nachdenkt, zudem ist sie überrascht, dass Dumbledore sich so direkt entschuldigt hat. Auf die Frage, warum Fawkes bei ihr reagiert, zuckt Hermine nur mit den Schultern.
Als es darum ging, was Dumbledore über die Familie gesagt hat, rutscht Hermine nervös auf ihrem Platz, als würde sie gerne was sagen bleibt aber stumm.
Den Rest der Fahrt unterhalten sie sich noch darüber, was sie in den Ferien machen. Harry weiß es noch nicht genau und freut sich einfach darauf Zeit mit Sirius zu verbringen, während Hermine die ersten 2 Wochen mit ihren Eltern im Urlaub in Dänemark ist.
Am Bahnsteig angekommen hilft Harry Hermine dabei ihren Koffer aus dem Fach zu heben, bevor beide sich aus dem Zug begeben. Schnell erblicken sie Hermines Eltern und Sirius, welche sich über irgendetwas unterhalten.
"Wir haben darüber gesprochen, wann ihr euch in den Ferien treffen könnt.", antwortete Sirius Harry, nachdem er ihn zur Begrüßung umarmte. Danach verabschiedeten sich alle und Hermine gab Harry einen ihrer typischen Umarmungen. Sirius sagte anschließend Harry, dass er seinen Arm ergreifen soll und schon kurz darauf verschwanden beide in einem Wirbel.
"Sind wir gerade appariert.", fragte Harry, als sie in einem kleinen Park vor einer Häuser Reihe ankamen. Er gab dabei sein Bestes sich nicht zu übergeben.
Als Sirius Harry Gesicht sah begann er lautstark zu lachen, was ihm von Harry ein Schlag gegen die Schulter einbrachte. "Apparieren ist nicht das einzige, womit du nicht gut klarkommst, oder?" Harry brachte nur: "Flohpulver" als Antwort hervor. "Dein Vater brauchte Jahre, um mit beidem vernünftig klarzukommen. Scheint in der Familie zu liegen." Harry verdrehte nur die Augen.
"Wo sind wir hier, Sirius?", fragte Harry als sein Magen sich endlich beruhigte.
Sirius schaute ihn kurz an, bevor er antwortete: "Sirius Orion Black wohnt am Grimmauldplatz 12." Verwirrt starrte Harry seinen Patenonkel an, als auf einmal vor seinen Augen ein weiteres Haus zwischen den Häusern erschien. "Bei Merlins Bart.".
"Fidelius Zauber. Aber keine Angst diesmal bin ich wirklich der Geheimniswahrer.", beantwortete Sirius Harrys unausgesprochene Frage.
Nachdem beide das Haus betraten, war Harry überrascht, wie sauber dieses Haus war, doch seine Frage beantwortet sich schnell als nur wenige Momente, nachdem er das Haus betrat eine kleine Figur vor ihm auftauchte.
Schnell erkannte er das es ein Hauself war jedoch hatte dieser drei Hüte auf seinem Kopf, welche sich so übereinanderstapelten, dass man das Gefühl bekam sie würden jeden Moment runterfallen.
Harrys Frage wer das ist, wurde schnell beantwortet als die Figur ein ihm bekanntes: "Mister Harry Potter, Sir.", aussprach.
"Dobby?", fragte Harry etwas verwirrt.
Der Hauself hob seinen Kopf und Harry starrte in das Gesicht, welches ein breites Lächeln hatte.
"Als Dobby hörte, das Mr. Harry Potter Sir, bei Lord Black einzieht bat Dobby Lord Black darum Dobby einzustellen. Dobby wird jetzt bezahlt und hat sogar Urlaub."
Harry richtete einen fragenden Blick auf Sirius, der mit einem Lächeln antwortete: "Ein Galleon und ein Tag Urlaub im Monat wollte er. Ich wollte ihm mehr geben, aber da hat er sich angefangen selber zu hauen, was ich mittlerweile ihm verboten habe."
Harry verdrehte nur die Augen. Anschließend zeigte Sirius Harry das restliche Haus.
"Das hier ist die Bibliothek der Familie Black. Ich habe nichts dagegen, wenn du dir hier drin was rausnimmst. Du willst aber auch nicht wissen, welche Bücher hier drin waren, bevor du ankamst. Eins der Bücher hätte jedem nicht Reinblut beim Lesen in ein Bowtruckle verwandelt. Der Rest der Bücher ist zwar teils tiefe "schwarze" Magie, aber da ich die meisten selber gelesen habe kann ich dir schwer verbieten sie zu lesen."
Misstrauisch starrte Harry Sirius an. "Harry. Sowas wie schwarze Magie gibt es nicht. Mit einem Sprengzauber, welchen du im 5. Schuljahr lernst, kannst du genauso jemanden töten wie mit irgendwelchen Flüchen. Das entscheidende ist wann und wo man sie einsetzt. Falls es dich beruhigt, kann ich dir sagen, dass James und Lilly das ein oder andere dieser Bücher auch gelesen haben."
Harry nickt nur, weil er sich noch unsicher ist, was er davon hält. Schließlich beschließt er, dass die Aussage definitiv Sinn ergibt und beschließt zu einem späteren Zeitpunkt das ein oder andere dieser Bücher zu lesen.
"Bevor ich es vergesse du kannst in diesem Haus zaubern und das Ministerium wird nichts davon mitbekommen."
Bei Harrys überraschtem Blick setzte Sirius schnell nach. "Es ist so bei nahezu allen Lord Familien. Alte Familienzauber sorgen meistens dafür das das Ministerium keinen Wind bekommt. Wobei wenn man ehrlich ist, würde es vermutlich dem Ministerium sowieso egal sein.
Dein Vater sowie ich konnten bereits, bevor wir Hogwarts besuchten, den ein oder anderen Zauber. Du kannst dir nicht vorstellen, wie die Abneigung die Lilly anfangs gegenüber deinem Vater hatte, als sie dies erfahren hatte, nur noch größer wurde."
"Meine Eltern konnten sich anfangs nicht ausstehen?", fragte Harry überrascht.
"Oh ja.", antwortete Sirius, während man erkennen konnte, wie Erinnerungen an seinem Auge vorbeizogen. "Lilly kam damals zu Hogwarts mit einem jungen, welcher ihr Nachbar war. Dieser war selber ein Halbblut und erkannte bereits früh, dass Lilly magische Kräfte hatte und erzählte ihr viel über diese Welt."
"Wer war dieser junge?", fragte Harry mit der Hoffnung vielleicht einen weiteren Freund seiner Mutter treffen zu können, doch umso härter erschütterte ihn die Antwort.
"Severus Snape."
"Was? Aber Snape...", fragte Harry während ihm eine Million Fragen in den Kopf schossen.
"Die ganze Geschichte erzähle ich dir ein anderes Mal. Bis dahin nur so viel. Dein Vater und Snape hassten sich seit dem ersten Tag. Ich denke Snape war neidisch, weil dein Vater all das hatte, was Snape immer wollte und James hasste ihn, weil er in Slytherin war.
Über die Jahre verbesserte sich das Verhältnis zwischen deinen Eltern und als sie begannen auf Dates zu gehen und Snape dies herausfand bezeichnete er Lilly als "Schlammblut". Ich denke er hat es später bereut, aber ich denke nicht das Lilly ihm jemals verziehen hat."
Sirius und Harry verließen daraufhin schweigsam die Bibliothek. Harry geschockt vom gehörenden und anhand von Sirius Gesicht sah man, wie schmerzhafte Erinnerungen hochkamen.
Als nächstes zeigte Sirius Harry noch den Stammbaum der Blacks. Sirius begann daraufhin zu erzählen, wie er mit 16 von zuhause floh, als seine Eltern ihn dazu aufforderten den Cruciatus Fluch an einem Muggel Kind zu üben. Noch mehr überrascht war er von der Sache, dass seine Großmutter Dorea Potter eine geborene Black war und er und Sirius über einige Ecken verwandt waren.
Das Haus war wirklich gigantisch und Harry vermutete, dass es an manchen Stellen magisch erweitert war. Als sie einem Kampfraum betraten, fragte Harry Sirius, ob er ihm hier Zauber beibringen kann, was Sirius bejaht.
Als letztes standen beide vor einer Tür auf welcher auf einem goldenen Schild der Name "Harry Potter" eingraviert war.
Als sie das Zimmer betraten, stand Harry sprachlos da. Das Zimmer war grob geschätzt um die 25m2 groß. An der hinteren Wand verhalf ein Fenster zu einem Blick auf den Park in welchem Harry und Sirius vorhin landeten. Links von diesem stand ein großes King Size Bett mit Vorhängen in Schwarz.
Das Zimmer war selber in Weiß tapeziert. Rechts vom Fenster ist ein Bücherregal aufgestellt. Rechts und links war jeweils noch eine Tür und in einer Ecke war ein Schreibtisch aufgestellt.
"Ich hoffe dir gefällt es.", sagte Sirius mit hoffnungsvoller Stimme.
"Merlin Sirius. Es ist perfekt.", hauchte Harry nur hervor.
"Die Tür Links ist ein begehbarer Kleiderschrank und rechts geht es zu einem Badezimmer. Wenn du noch was haben willst, sag Bescheid und wir..."
Weiter kam er nicht da Harry sich um Sirius Hals geworfen hatte.
-FBL-
Während des Abendessens, was wirklich köstlich schmeckte (Kreacher war überfordert als Harry sich bei ihm bedankte), erzählte Sirius Harry von seiner Familiengeschichte.
"Die Potters kamen ursprünglich aus dem antiken Rom, während der Eroberung Britanniens im ersten Jahrhundert n. Chr. zogen sie nach England.
Deine Familie war damals unter dem Namen Poterus bekannt und hatte großen Anteil an der Eroberung von Britannien. So hielten deine Nachkommen bis zur Abspaltung von Britannien die Stellung als Präses (Statthalter).
In den nächsten Jahrhunderten änderte deine Familie den Namen in Potter, um weiterhin gute Beziehungen zu den neuen herrschenden Muggelmächten zu haben. Die Potters hatten einen großen Anteil am Aufbau der magischen Gesellschaft in Großbritannien, aber sie gaben nie die engen Beziehungen zu den führenden Muggeln auf.
Es gelang ihnen, diese Beziehungen aufrechtzuerhalten, selbst als die führenden Köpfe in Großbritannien wechselten.
Deine Familie war immer eine wichtige und mächtige magische Familie, hat aber nie die Verbindungen zur Muggelwelt abgebrochen. Auch die Potters hatten immer eine große Leidenschaft für das Muggelwesen und so hatte die meiste Zeit mindestens ein Verwandter der Potters (oft ein Squib, um fair zu sein) eine wichtige Position im Militär Großbritanniens inne. Erst in den letzten Generationen mit dem kleiner werden deiner Familie ging dies zurück."
Sirius erzählte Harry noch ein bisschen mehr. Nach dem Abendessen setzten sich beide ins Wohnzimmer und nun wollte Sirius von Harry alles hören.
Harry begann zu erzählen. Davon wie er von den Dursleys teilweise wie ein Hauself behandelt wurde (Er musste Sirius kurz zurück halten nicht wirklich zum Mörder zu werden), von seinem ersten Besuch in der Winkelgase, wie er Ron und Hermine kennenlernte.
Davon wie die drei den Troll aufgehalten haben, von Fluffy, Quirrel und den Stein der Weisen. Wie Dobby ihn "retten" wollte, von dem Kampf gegen den Basilisken und davon, als er seine "Tante" in den Nachthimmel schickte.
Sirius blieb während der ganzen Zeit fast durchgehend ruhig. Sein Gesicht wechselte zwischen erstaunt, erschreckt und stolz.
Am Ende murmelte er: "Merlin. James du kannst wirklich stolz auf dein Sohn sein.", bevor er zu Harry aufschaute und ihm sagte: "Ich dachte dein Vater und Ich hätten uns in große Gefahren begeben, aber was du schon alles durchmachen musstest, ist nochmal was anderes.
Deine Eltern wären sehr stolz auf dich Harry. Lilly würde von mir wahrscheinlich erwarten, dass ich dir jetzt sage, wie rücksichtslos das war, aber da ich nicht deine Mutter bin sage ich dir viel lieber, was dein Vater dir sagen würde, bevor Lilly ihn angemeckert hätte. Ich bin sehr stolz auf dich Harry. Es gibt nicht viele die behaupten können ein Basilisk zu töten."
Stolz war über Sirius ganzes Gesicht zu erkennen. "Du hast mich auf eine Idee gebracht, was ich dir zum Geburtstag schenke... Aber jetzt erstmal zu einem anderen Thema. Du bist berühmt, hast viele Heldentaten begangen, siehst gut aus. Du könntest nur noch ein bisschen mehr Muskeln aufbauen." Er grinste.
"Wie läuft es mit den Mädchen? Ich habe zwar so eine Vermutung, aber erzähl erstmal."
Harry verdrehte die Augen und lief leicht rot an bei Sirius Grinsen was zu verstehen brachte, dass er aus dieser Situation nicht rauskommen würde. Harry beschloss schließlich Sirius die eine Sache zu erzählen, welche er noch nie irgendeinem erzählte.
"Ich hoffe deine Vermutung ist nicht Hermine.", fragte Harry erstmal. Beruhigt war er als Sirus den Kopf schüttelte und er begann zu erzählen.
"Seit ich denken kann träume ich immer wieder von einem Mädchen mit wunderschönen Diamant blauen Augen und silber-blondem Haar."
Sirius kannte den Blick den Harry machte, entschied sich aber erstmal nichts zu sagen. Bis jetzt passt alles zu seiner Vermutung.
"Diese Träume...", begann Harry weiter zu erzählen: "verlaufen im Kern immer ziemlich gleich und sie enden damit das wir..." Harry wurde jetzt noch röter und Sirius musste sich ein Lachen verkneifen: "heiraten.", murmelte Harry schließlich.
"Ich weiß das es nur Träume sind und genau das versuchte ich mir über Jahre einzureden, doch es fühlt sich so an, als hätte ich diese Augen bereits schonmal gesehen und in meinem ersten Schuljahr fand ich dafür in einer gewissen Form eine Bestätigung.", gestand Harry.
"Ich habe dir ja vorhin von meiner Begegnung mit dem Spiegel Nehegeb erzählt." Als Sirius nickte, führte Harry fort: "Genauso wie ich damals Dumbledore anlog, habe ich dich auch angelogen. Als ich das erste Mal vor diesem stand, sah ich wirklich meine Eltern, doch als ich am nächsten Abend zu ihm hinging, sah ich was anderes." Harry atmete einmal tief ein, bevor er gestand, was er sah.
"Ich sah zwar immer noch meine Eltern, doch sie standen weiter im Hintergrund. Ich selber sah mich als eine erwachsene Person und neben mir eben jenes Mädchen aus meinen Träumen. Vor uns waren noch 3 Kinder.
Dumbledore sagte mir später, dass der Spiegel nicht die Zukunft oder Vergangenheit zeigt, sondern lediglich das, was wir uns am meisten wünschen, doch das stimmt nicht ganz." Verwirrt starrte Sirius Harry nun an.
"Ich suchte in der verbotenen Abteilung nach Informationen über den Spiegel und in einem stand drin, dass der Spiegel nur Dinge zeigen könne, welche möglich sind oder einst möglich waren. Zum Beispiel könntest du selbst, wenn es dein größter Wunsch wäre Merlin persönlich zu treffen, ihn mit dir nicht im Spiegel sehen.
Seitdem ich dies gelesen habe, fühlt es sich so an, als sollte ich auf dieses Mädchen warten, egal wie verrückt es klingt."
Sirius schwieg Harry nachdenklich für eine Zeit an, bevor er aufstand und sich neben Harry auf das Sofa setzte.
"Harry. Ich denke, dass du mal wieder in eine ganz besondere Sache reingezogen bist. Wenn ich nicht falsch liege, hast du dieses Mädchen, als du klein warst, tatsächlich schon mal getroffen." Jetzt starrte Harry Sirius überrascht an, bevor er fragen konnte, wer es denn sei, kam Sirius ihm zuvor.
"Du wirst sie früh genug kennenlernen, aber fürs erste solltest du jetzt schlafen gehen. Ich werde mal einen Brief an ein paar alte Freunde schreiben. Darf ich mir Hedwig dafür ausleihen? Morgen gehen wir nach Gringotts einen Brief holen von deinen Eltern und dann erst hole ich mir eine Eule."
Harry nickte, noch immer nicht zufrieden, dass er keine Antwort bekam, aber ging schließlich trotzdem hoch in sein Zimmer. Seine Träume waren wieder einmal über eine gewisse Schönheit.
Sirius saß währenddessen an dem Brief, den er seinen alten Freunden schreiben wollte.
"James du hattest recht. Dieser Junge ist wirklich was Besonderes.", murmelte Sirius zu sich selber, bevor er nachsetzte: "Eine Veela und dann auch noch älter."
-FBL-
A/N: Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen. Über konstruktive Kritik würde ich mich freuen.
Der Inhalt des Gespräches zwischen Sirius und Hermine habe ich jetzt doch ins übernächste Kapitel gemeinsam mit dem Brief von Lilly und James verlegt.
Im nächsten Kapitel wird dann Fleur eingeführt.
Fragen wie immer gerne stellen.
