Sie spült sich den Mund aus, trägt neuen Lippenstift auf und grinst ihr Spiegelbild noch einmal an. Schon viel besser.


Nachdem sie das Rouge großflächig auf ihren Wangen verteilt hat, schaut Daphne vom Spiegel auf. »Und?«

»Jetzt siehst du aus wie Lavender«, sagt Millicent und geht in Deckung, als Daphne den Pinsel nach ihr wirft.

Wie jeden Freitag halten die Mädchen im Schlafsaal ihren Wellness-Abend ab, den sie im vergangenen Schuljahr eingeführt hatten, um sich nach einer harten Schulwoche zu belohnen. Dabei tragen sie Gesichtsmasken auf, verpassen ihren Haaren eine Kur und testen die neuesten Make-up Produkte, die sich Pansy von Tessy schicken lässt (zusammen mit den Likörpralinen, von denen sie am Ende alle auf ihren Betten liegen und sich über die dümmsten Sachen schlapp lachen). Doch heute scheint eine von ihnen nicht in der Stimmung dazu zu sein.

»Hä? Ist das jetzt die Tabelle für die Charakterzahl, oder die Gefühlszahl?«, murmelt Tracey und blättert hastig zwischen zwei Seiten ihres Arithmantikbuchs hin und her.

»Arme Tracey«, seufzt Pansy, während sie sich die Fußnägel blau lackiert. »Hättest du doch bloß Wahrsagen gewählt, dann wärst du jetzt nicht so gestresst.«

»Ich bin nicht gestresst!«

»Du hast doch schon Tintenflecken auf deiner Nase, so oft wie du in dieses Buch starrst.«

»Für Arithmantik muss man eben mehr tun, als Teetassen herumschwenken.«

»Du hättest bloß Angst davor, deine Zukunft zu sehen. Damit kann eben nicht jeder umgehen.«

»Wieso sollte ich? Trelawneys Geschwafel kann man doch eh nicht ernst nehmen. Die hat eindeutig zu viel von ihren Teeblättern geraucht!«

Anstatt zu antworten, steckt sich Pansy eine Praline in den Mund. Tracey hat schon Recht, Professor Trelawney lebt in ihrer eigenen Welt. Sie schwebt förmlich durch die Gegend, ist mit buntem Schmuck und Tüchern behangen und macht Hermine frisurentechnisch ernste Konkurrenz. Außerdem faselt sie ständig von ihrem inneren Auge (welches angesichts ihrer riesigen Brille nicht sehr scharfsichtig sein kann), oder von den Planetenpositionen, die ihrer Interpretation nach stets das gleiche bedeuten: Tod und Verderben für die Menschheit. Sie ist die schrulligste Person, die Pansy je begegnet ist (und das will was heißen, sie hat nämlich eine Großtante, die mit ihrer Handtasche redet, sie Abigail nennt und bei allem Möglichen um Rat fragt).

Millicent kichert. »Ich liebe Wahrsagen! Letzte Woche ist am Boden meiner Teetasse ein Hufeisen erschienen, also werde ich Glück haben. Und heute war es eindeutig ein Diamant. Trelawney sagt, dass mir bald jemand ein teures Geschenk machen wird. Ziemlich cool, was?«

Pansy lächelt lieblich. »Streng genommen war das meine Tasse.«

»Das sagst du nur, weil du eine Fledermaus hattest, und die bedeutet Enttäuschung.«

»Glaub mir, ich hab unsere Tassen vertauscht, als du gerade nach deinem Buch gesucht hast.«

»Warte«, sagt Millicent argwöhnisch. »Aus der Tasse war eine Ecke rausgebrochen, deshalb hast du sie mir untergeschoben, stimmt's?«

»So ein Quatsch. Deine Tasse war goldfarben, meine grün. Und ich weiß doch, dass Grün deine Lieblingsfarbe ist.«

»Meine Lieblingsfarbe ist Pink.«

»Wenn du meinst … hey, hab ich schon erzählt, dass Trelawney den Tod von Harry Potter vorausgesagt hat? Weiß ich von Padma.«

»Oh nein«, flüstert Daphne und beißt von ihrer Praline ab.

Tracey winkt ab. »Angeblich lässt sie jedes Jahr einen ihrer Schüler sterben.«

»Egal«, sagt Millicent, während sie sich eine Algenpaste ins Gesicht schmiert. »Gleich morgen früh erzählen wir es Draco, das wird ihn aufmuntern.«

»Ist er etwa immer noch sauer wegen dem Irrwicht?«

»Ach, er soll sich nicht so anstellen«, meint Pansy. »Dann hatte sein Vater eben irgendwas mit diesem Todesser-Kram zu tun, und wenn schon, das ist doch ewig her.«

Daphne nickt. »Daddy hat gesagt, Mr Malfoy wurde als einer der Ersten wieder freigesprochen.«

»Genau, und jeder kennt doch irgendwen, der damals vor Gericht stand. Als ob das so eine große Sache wäre.«

»Außerdem reden gerade alle nur davon, was Neville passiert ist«, sagt Tracey.

Pansy kichert schrill. »Du meinst, dass sein Irrwicht die Gestalt von Snape angenommen hat, der die Klamotten seiner Oma trug?«

»Neville kann einem manchmal schon leid tun«, sagt Daphne.

»Entschuldigung?«

»Naja, er erinnert mich irgendwie an diesen Jungen aus Astorias Klasse.«

»Du meinst den, den sie neulich verprügelt hat?«, fragt Millicent.

Tracey lässt ihr Buch sinken. »Deine kleine Schwester hat was

»Ich weiß«, sagt Daphne augenrollend, »Tori ist echt unmöglich. Der arme Kerl kam mit Lakritz-Zauberstäben und einem Strauß Gänseblümchen zu ihr und fragte sie, ob sie seine Freundin sein wolle. Und was tat sie? Auf ihn eindreschen! Und sagte, wenn er Wert darauf legt, dass sie weiter mit ihm Koboldstein spielt und Schnecken sammelt, solle er das Gesülze lassen, das sei ja voll eklig. Dann beschimpfte sie ihn noch als Blumenmörder und bestand darauf, dass er die Blumen wieder an die Stängel zaubert. Aber immerhin nahm sie die Lakritz-Zauberstäbe an. Als Zeichen seiner Entschuldigung, versteht sich.«

»Ha ha, ich wette, sie hat ihn zum heulen gebracht«, sagt Pansy und greift zur nächsten Praline, während sich Tracey kopfschüttelnd wieder ihrem Buch widmet. »Erstklässler heutzutage.«

Millicent zuckt die Schultern. »Wenn ihr mich fragt, hat sie genau die richtige Einstellung. Meine Mutter sagt auch immer, ich soll diesen Quatsch mit dem Verliebtsein gar nicht erst anfangen, das sei ungesund.«

»Zumindest muss man sich kein Beispiel an Daphne nehmen und sich alle fünf Minuten in jemand Neues verknallen«, sagt Tracey.

»Das tu ich doch gar nicht!«

»Ach nein? Und was ist mit John Bletchley, Cassius Warrington, Anthony Goldstein, dem Bassisten von den Weird Sisters - oh, und vergessen wir nicht den Zeitungsjungen vom King's Cross Bahnhof.«

»Moment! Ich habe nur gesagt, dass ich die süß finde, mehr nicht.«

»Oh oh, nicht, dass Gilderoy noch eifersüchtig wird«, grinst Millicent, bis sie ein Kissen am Kopf trifft. »Hey, hör auf, Sachen nach mir zu werfen!«

»Verliebt euch in wen ihr wollt, aber bloß nicht in Roger, der gehört mir«, erklärt Pansy vergnügt. Padma hat nämlich für sie herausgefunden, dass Roger zwar gerne flirtet, tatsächlich aber keine feste Freundin hat.

»Obwohl er auch echt süß ist«, sagt Daphne zwinkernd, doch Tracey kräuselt die Lippen. »Ich weiß ja nicht, der Typ ist irgendwie … schmierig.«

Pansy schaut sie mit finsterer Miene an.

»Hör nicht auf sie, ihr wärt ein tolles Paar«, sagt Daphne und wendet sich an Tracey. »Dann erzähl uns doch mal, wen du toll findest!«

»Niemanden. Und wenn es so wäre, würde ich es nicht sagen.«

»Langweilerin!«, ruft Daphne und schleudert ein Kissen in Traceys Richtung. Doch die hebt zur Abwehr die Hand, weshalb das Kissen die schlafende Katze Lady trifft, die mit aufgeplustertem Schwanz aufspringt.

»Ich muss mal für kleine Hexen«, verkündet Pansy über das Gelächter hinweg, steht auf und geht ins Badezimmer.

Dort verschließt sie die Türe, stützt sich am Waschtisch ab und betrachtet sich im Spiegel. Sie verzieht ihre Mundwinkel zu einem Lächeln. Ganz okay. Sie grinst und zeigt ihre Zähne. Sieht komisch aus. Irgendwie fratzenhaft.

Sie erinnert sich an die Worte ihrer Mutter. »Ach, Schätzchen, natürlich finde ich dich hübsch. Aber achte bitte darauf, was du isst. Du wirkst recht … weiblich für dein Alter.«

Wie viele Pralinen hat sie vorhin gegessen? Fünf? Sechs?

Zu viele.

Sie dreht den Wasserhahn auf, öffnet eine der Toilettenkabinen und kniet sich vor die Kloschüssel. Vorsichtig lässt sie den Mittel- und Zeigefinger in den Mund und die Kehle hinabgleiten, bis sie würgen muss. Und schließlich kotzt sie, bis bunte Flecken vor ihren Augen tanzen. Es kommt alles raus, die Pralinen, der Milchreis vom Abend, der Salat vom Mittag, das Croissant vom Frühstück. Und obwohl es wehtut und widerlich und peinlich ist, fühlt sie sich schlagartig besser.

Pansy richtet sich auf, spült, wäscht sich die Hände und dankt Merlin, dass ihr Gesicht nicht aufgedunsen ist. Nur ihre Augen sind ein bisschen wässrig. Sie spült sich den Mund aus, trägt neuen Lippenstift auf und grinst ihr Spiegelbild noch einmal an.

Schon viel besser.

Zurück im Schlafsaal bemerkt niemand, dass sich Pansy auf die Hände setzt, um ihr Zittern zu verbergen.


»Hey, Biber!«, ruft Pansy Hermine zu, die gerade mit Ronald Weasley an ihrem Tisch vorbei geht, »wie läuft's am Damm?«

Weasley wirft ihr einen bösen Blick zu, während Daphne, Millicent und Tracey losgackern und Padma und Lisa in ihren Milchkaffee kichern.

Sie sitzen draußen vor dem Brews and Stews Café und beobachten die anderen Schüler, die heute, an Halloween, zum ersten Mal Hogsmeade besuchen dürfen. Kein Wunder also, dass das malerische Dörfchen mit seinen wenigen Geschäften völlig überlaufen ist. Es ist nicht mal halb so groß, dafür aber viel charmanter und sauberer als die Winkelgasse in London, wo man kaum einen Schritt machen kann, ohne in Eulenmist zu treten.

Bevor Pansy nach Hogwarts kam, verbrachten sie und ihr Vater so manchen Nachmittag hier, um bei Zonko die neuesten Scherzartikel auszuprobieren und sich bei Madam Puddifoot den Bauch mit Marzipankuchen vollzuschlagen.

Und heute, während der Großteil der Schülerschaft in den Honigtopf drängte, ließen sich Pansy und ihre Freundinnen zunächst einen frischen Haarschnitt verpassen. Danach alberten sie bei McHavelocks Magische Kopfbedeckungen herum (Daphne kaufte einen Hut, der an eine umgestülpte Tulpe erinnert), um anschließend in der Boutique Gladrags zum Sonderrabatt einzukaufen, weil sie Gemma Parkinsons Label Spellbound Couture führen. Zum Abschluss wollten Padma und Lisa eigentlich auf ein Butterbier ins Drei Besen, doch Pansy hatte ihnen wegen des hohen Fettgehaltsdavon abgeraten, weshalb sie nun alle die kalorienarme Alternative bei frischer Luft und tiefstehender Herbstsonne genießen.

Gerade, als sie sich über Susan Bones' hässlichen Pferdepullover amüsieren, bemerkt Pansy, dass Roger Davies und Bryce Turpin die Hauptstraße entlangkommen.

»Oh Gott, wie seh ich aus?«, zischt sie und zieht in Erwägung, sich unter dem kleinen, wackeligen Kaffeetisch zu verstecken.

»Bleib cool«, flüstert Tracey.

»Hey«, sagt Bryce, als er und Roger vorbeikommen, und deutet auf die Einkaufstüten seiner kleinen Schwester. »Hat Dad eine Ahnung, dass du dein Taschengeld für drei Monate auf einmal verprasst?«

»Nein«, antwortet Lisa giftig. »Genauso wenig wie von deiner Strafarbeit, die du bekommen hast, weil sie dich mit Amy im Besenschrank erwischt haben.«

Millicent prustet den Kaffee in ihre Tasse zurück, und Pansy kann nicht anders, als loszukichern. Roger mustert sie mit seinen braunen Augen, und sie spürt, wie sie rot anläuft. Absolut oberpeinlich!

»Komm«, murmelt Bryce.

Roger schenkt Pansy ein spitzbübisches Lächeln. »Sieht hübsch aus, wenn du lachst. Wir sehen uns«, sagt er, bevor sie weitergehen.

Pansy hält die Luft an. Sobald sie außer Hörweite sind, gibt sie ein schrilles Quietschen von sich und fällt Padma um den Hals. »Ist das zu fassen? Roger Davies findet, dass ich hübsch bin! Sagt mir, wie sehr ihr mich beneidet, na los!«

Daphne und Millicent applaudieren entzückt, doch Lisa verzieht das Gesicht. »Du willst das jetzt nicht hören, aber jeder, der mit meinem Bruder befreundet ist, kann nur ein Idiot sein.«

Doch Pansy ignoriert sie. Sie hat das Gefühl zu schweben und gibt sich einem Roger-Tagtraum hin, in dem er sie herumwirbelt und vor der ganzen Schule küsst.

*.*.*.*

Es gibt Situationen, in denen Draco seine Eltern heimlich verflucht. Etwa, wenn sie am Bahnsteig vor seinem Abteilfenster stehenbleiben, bis der Hogwarts-Express endlich abfährt. Oder wenn seine Mutter darauf besteht, auf Familienfotos seine Hand zu halten. Oder wie in diesem Moment, als der Uhu Perseus neben sein Frühstückssandwich ein großes Bündel Umschläge fallen lässt, das die Einladungen zum Neujahrsball in der Malfoy-Villa enthält.

Diese darf Draco nun am Slytherin-Tisch verteilen, obwohl ihn niemand nach seiner Meinung gefragt hat. Sonst würden nämlich weder die Gackerhühner aus seiner Klasse, noch die gesamte Quidditch-Mannschaft bei ihm Zuhause aufkreuzen. Doch das werden sie, also wird er noch mehr Namen von der elend langen Gästeliste auswendig lernen müssen.

Kurz darauf stürmen alle Schüler nach draußen Richtung Quidditch-Feld, mitten durch einen Platzregen. Doch auch, als sie auf den Zuschauerrängen Platz genommen haben und sich dicht unter ihren Regenschirmen zusammenkauern, prasseln die Fragen weiter auf Draco ein.

»Muss man da tanzen?«

»Kann ich ohne meine Eltern kommen?«

»Können meine Eltern ohne mich kommen?«

»Was bedeutet eigentlich White Tie

»Sind auch Schüler aus Hufflepuff eingeladen?«

Irritiert schaut Draco Tracey an. »Meine Eltern veranstalten einen Ball, keine Freakshow.«

Daphne grinst. »Tracey steht auf Cedric Diggory.«

»Tu ich nicht, ich schau ihn nur gerne an«, erwidert Tracey und richtet den Blick auf das Spielfeld, wo Diggory, der Sucher der Hufflepuffs, ebenso konzentriert nach dem Schnatz Ausschau hält, wie Harry Potter. Aufgrund des Unwetters haben beide Schwierigkeiten, ihre Besen auf Kurs zu halten, doch im Gegensatz zum schlaksigen Potter kommt Diggory hier seine athletische Figur zugute.

Als nach einer Weile der erste Blitz den Himmel durchzuckt, bittet Oliver Wood, der Kapitän der Gryffindors, Madam Hooch um eine Auszeit.

»Ein Jammer, dass dein Arm noch immer Probleme macht, was, Malfoy?«, kichert Crabbe.

Ein schiefes Lächeln huscht über Dracos Gesicht. Eigentlich hätte Gryffindor heute gegen Slytherin antreten sollen, aber Marcus Flint hatte durchgeboxt, die Spiele der Slytherins aufgrund Dracos schlimmer Verletzung zu verschieben (nur ungefähr so lange, bis das miese Herbstwetter vorbei ist und man genug Zeit hatte, die Spieltaktiken der anderen Mannschaften zu studieren).

Selbst in der grauen, verregneten Masse an Schülern, ist Flint mit seinem strahlenden Grinsen nicht zu übersehen. Und auch Snape, auf der Lehrertribüne, wirkt ziemlich zufrieden. Natürlich hatte er Flints Anliegen vollumfänglich unterstützt, obwohl er vergangene Woche, als die Schüler in Schlafsäcken in der Großen Halle übernachteten, Dracos Bitte, im Krankenflügel schlafen zu dürfen, entschieden abwies. Dafür plagten Draco am nächsten Morgen Rückenschmerzen, und überhaupt mussten mal wieder alle anderen unter Potters Sonderstatus leiden, bloß, weil Sirius Black ins Schloss eingedrungen war.

Er seufzt schwer. »Wisst ihr, was mir am meisten fehlen wird, wenn mein Arm wieder intakt ist? Im Zaubertrankunterricht von Potty und seinem Wiesel bedient zu werden.«

»Gibt's eigentlich was neues in Sachen Hippogreif?«, fragt Ted.

»Wie schon gesagt, Vater hat sich bei den Schulbeiräten und beim Ministerium beschwert. Hagrid wird seinen Lehrerjob an den Nagel hängen können. Und was den Vogel angeht, tja … von dem ist bald nur noch Geschnetzeltes übrig.«

Bevor irgendjemand lachen kann, hört man plötzlich von allen Seiten Schüler aufschreien. Unten auf dem Rasen sind wie aus dem Nichts hunderte von Dementoren aufgetaucht. Draco läuft ein Schauer über den Rücken.

»Was haben die vor?«, fragt Daphne voll Unbehagen.

»Uns Sirius Black vom Leib halten«, antwortet Blaise.

»Black ist nur hinter Potter her«, wirft Draco ein. »Außerdem ist er ein Cousin meiner Mutter. Bevor der uns gefährlich wird, kommt der Riesenkraken aus dem See geklettert und paart sich mit Dumbledore.«

»Seht mal, der da will ihn aussaugen!«, ruft Pansy und zeigt auf Harry Potter, der von einem der Dementoren verfolgt und schließlich eingeholt wird.

Kurz darauf scheint Potter das Bewusstsein zu verlieren, denn er rutscht von seinem Besen und bewegt sich im freien Fall gen Erde. Die Weiber kreischen und halten sich die Augen zu, während der Nimbus über das Spielfeld geweht wird und in der Peitschenden Weide landet, die ihn unverzüglich zu Kleinholz verarbeitet.

Unmöglich, diese Höhe zu überleben, denkt Draco. Er wendet den Blick ab, doch im letzten Moment wird Potter von Dumbledore gerettet, der den Aufprall mit einem Schwebezauber verhindert. Außerdem verjagt er die Dementoren mit demselben gleißenden Licht, das auch schon Lupin im Hogwarts-Express heraufbeschworen hatte.

Die Menge atmet erleichtert auf und applaudiert dem Schulleiter, während Ted irgendwas von einem Patronuszauber erzählt.

Und Draco ist tatsächlich ganz froh, dass sein Erzfeind überlebt hat. So wird er nämlich erfahren, dass er nicht nur das Spiel gegen Hufflepuff, sondern auch noch seinen geliebten Besen verloren hat.