Kapitel 6:

Am Rand von Rabanastres südlichem Stadtteil befand sich ein kleiner, unordentlich vollgestopfter Luftschiffhangar. Das Eingangstor stand halb offen, die Sonne schien durch das gläserne Schiebedach auf das ungewöhnliche Luftschiff darunter herab. Das Schiff, ein Prototyp mit der Kennzeichnung Kampfjäger YPA-GB47, besser bekannt unter dem Namen Strahl, war seit Wochen nicht vom Boden abgehoben und das aus gutem Grund. Während der Luftschlacht über Rabanastre hatte sie ihre Passagiere zwar sicher transportiert, war dabei aber schwer beschädigt worden.

Vaan, in dessen Obhut ihr eigentlicher Besitzer sie übergeben hatte, hatte die Strahl hierher bringen lassen und sich in den letzten Wochen nur damit befasst sie zu reparieren. Er bedauerte sehr, dass Balthier Nono, den Mogry-Ingenieur der Strahl vor der Besteigung des Richtfeuers nach Hause geschickt hatte. Der Luftpirat hatte den Mogry nicht unnötig in Gefahr bringen wollen. Doch nach dem Verschwinden Balthiers und Frans in der Luftschlacht über Rabanastre hatte keiner eine Ahnung, wo Nono zu finden war.

Trotzdem hatte sich Vaan nicht davon abhalten lassen, die Strahl wieder einsatzbereit zu machen und eifrig gearbeitet, war gut voran gekommen. So war er jetzt mit Kytes eifriger Unterstützung dabei die letzten Handgriffe anzulegen.

„Gut, das Scharnier des Faltflügels hätten wir", meinte Vaan, als er eine Klappe schloss und die Werkzeuge einpackte. „Fehlt nur noch das Wichtigste: der Anlasser."

„Ohne den funktioniert das ganze Schiff nicht, nicht wahr", rief Kytes vom Boden hinauf.

„Ganz genau." Vaan warf Kytes die Tasche mit den Werkzeugen zu und kletterte von der Strahl herab. „Wenn wir den eingebaut haben, ist die Strahl wieder einsatzbereit."

„Klasse, Vaan!"

Der junge Mann grinste und griff nach einem kleinen, gut gesicherten Kasten. „Und hier haben wir das gute Stück. Komm, legen wir los!"

Die zwei Dalmascianer stiegen ins Cockpit der Strahl, wo die Steuerkonsole noch hoch geklappt war und auf die letzten Handgriffe wartete. Vaan hatte den alten Anlasser schon ausgebaut und beiseite gelegt, doch er wusste, dass der Einbau des neuen Anlassers einiges an Fingerspitzengefühl verlangte. Vorsichtig zog er die Kabel und Anschlüsse zurecht. „Okay, hier müssen wir vorsichtig sein, Kytes."

Rennende Schritte trampelten von außen herein. „Vaan! Vaan! Wo steckst du?"

Vaan schaute durch das Fenster nach draußen. „Filo! Hier oben!"

„Vaan!" Das Mädchen stemmte die Hände in die Hüften. „Wenn du zu spät kommst, wird Penelo dir die Ohren langziehen!"

„Zu spät?", setzte Vaan an. „Oh, Scheiße, richtig! Unsere Verabredung!" Er fuhr herum, packte die kleine, noch ungeöffnete Kiste, trug sie eilig in den Frachtraum und stellte sie dort ab. „Kytes, tut mir Leid, aber wir müssen den Einbau auf morgen verschieben."

„Klar doch, ich will auch nicht, dass Penelo mir das Fell über die Ohren zieht."

Vaan tippte auf die Kiste. „Tust du mir den Gefallen und passt auf die Kiste hier auf?"

„Sicher, mach dir keine Sorgen, ich pass auf die Strahl auf!" Kytes streckte seine Brust raus. „Vertrau mir, Vaan."

„Wir beide passen auf die Strahl auf", warf Filo bestimmt ein und packte Kytes am Arm, drückte sich an ihn. Der Junge versuchte prompt sie weg zu schieben und ein Gerangel entstand.

Vaan lachte. „Dann mach ich mir keine Sorgen. Ihr zwei packt das schon."

Die zwei jüngeren Waisenkinder stoppten ihre Rangelei und winkten Vaan hinterher, bis sich die Tür des Hangars hinter ihm geschlossen hatte.

„Und was jetzt?", sagte Kytes.

„Wir spielen Verstecken!", rief Filo und deutete zu den unzähligen, ungeordnet im Hangar verstreuten Kisten. Dieses Spiel beschäftigte die zwei Waisen, bis die Sonne den Horizont erreichte und tiefe Schatten über das Land warf. Auch im Hangar wurde es dunkler, was Kytes und Filo jedoch nichts ausmachte, hatten sie doch jahrelang im Untergrund gelebt. So suchten sie sich eine bequeme Ecke, in die sie sich kuschelten und Geschichten und Gerüchte austauschten.

„Heute ist noch eine Viera aufgetaucht", meinte Filo gerade. „Ich habe sie nicht aus der Nähe gesehen, aber ich hab fast gedacht, es ist Fran. Aber die würde sich nicht an so einen archadianischen Schnösel hängen."

„Ganz besonders, wo sie Balthier hat. Der ist ein waschechter Luftpirat", sagte Kytes.

Filo runzelte die Nase. „Der hat aber auch was von einem Schnösel."

„Hat er nicht!", widersprach Kytes.

Das Knarren einer Tür und Schritte unterbrach das drohende Gerangel, ließ die zwei Kinder erstarren. Penelo hatte den beiden Waisen eingeschärft, dass ihre Verabredung mit Vaan länger als nur bis zum Sonnenuntergang dauern würde. Also, wer war das?

„Siehst du, ein Kinderspiel. Wie ich gesagt habe", erklang eine arrogante Stimme. „Hier ist unsere Schönheit in voller Pracht. Ah, wie sehr ich sie vermisst habe."

Filo und Kytes starrten einander an, diese Stimme kannten sie! Das war Balthier! Vorsichtig lugten die zwei hinter einer Kiste hervor. Tatsächlich, dort waren zwei Leute, eine Viera und ein Hume. Der Mann hatte einen Glühstein in der Hand, schwenkte den Arm langsam, um das Luftschiff zu beleuchten.

Fran und Balthier, auch wenn der Luftpirat die für die Kinder ungewohnte Kleidung eines archadianischen Erstbürgers trug, sie waren unverkennbar. Kytes wollte aus der Deckung hervor springen, wurde aber von Filo gehindert. Lautlos beobachteten die Kinder weiter.

„Sieht so aus, als ob sie startklar ist, Fran", sagte Balthier. „Was meinst du?"

„Ich meine, wir sollten die Strahl nicht heimlich holen", erwiderte die Viera.

Balthier rollte die Augen. „Das geht die anderen nichts an. Außerdem, die Kids sind doch erst wieder nach Hause gekommen. Sie so bald schon wieder heraus zu reißen – nicht sehr anständig."

Fran schwieg.

Der Luftpirat schüttelte den Kopf, öffnete den Eingang der Strahl und ging hinauf.

Als die zwei Erwachsenen im Schiff verschwunden waren, fuhr Kytes zu Filo herum. „Die wollen die Strahl holen", hauchte er.

„Jaah."

„Heimlich, ohne Vaan oder Penelo was zu sagen!"

„Jaah."

„Das geht aber gar nicht!", bestimmte Kytes leise.

„Genau! Ich hole Vaan und Penelo und du passt auf, dass sich die zwei nicht aus dem Staub machen", wies Filo an.

Kytes nickte. „Okay!"

Balthier war die Treppe hoch gestiegen und stutzte, als er die kleine, versiegelte Transportbox im Frachtraum sah. Wohl ein Bauteil, das nicht gebraucht worden war. Wieder mal zupfte er unzufrieden an seinem Hemd. „Zuallererst das Wichtigste: anständige Klamotten." Damit ging er zu seiner Kabine. „Vielleicht willst du dir ja auch was Frisches anziehen, Fran?"

Die Viera sah dem Hume nach. Dann sah sie zum Eingang des Luftschiffes, lauschte hinaus, ihre Ohren zuckten, sie legte den Kopf schief. Nach ein paar Momenten wendete sie sich ihrer eigenen Kabine zu.

Draußen, vor der Treppe der Strahl zögerte Kytes, biss sich auf die Fingernägel. Was sollte er machen? Vaan hatte gesagt, dass nur noch dieses eine Bauteil fehlte und das war im Frachtraum! Wenn Balthier und Fran es entdeckten, konnten sie einfach so mit ihrem Luftschiff verschwinden! Aber Vaan hatte ihm, Kytes, gesagt, dass er gut auf die Strahl aufpassen sollte.

Der Junge atmete tief durch und schlich so leise und flink er konnte die Treppe hinauf, lugte hinein. Keiner zu sehen, aber da! Die Kiste mit dem Anlasser! Schnell packte er sie und eilte wieder aus dem Schiff hinaus. Geschafft! Triumphierend grinsend rannte er zwischen die Frachtkisten und versteckte sich.

Zufrieden streckte sich Balthier, als er aus seiner Kabine heraus kam. Endlich wieder in seinen eigenen Klamotten. So fühlte er sich wieder wie ein richtiger Luftpirat. „Dann sollten wir uns aus dem Staub machen, was meinst du, Fran?"

Keine Antwort, also machte sich der Luftpirat zum Cockpit auf. Er stoppte abrupt, als er die Steuerkonsole sah. Hastig schaltete er das Licht ein und der Mund klappte ihm auf. Was zum...? Die Konsole sah so aus, als ob jemand ein Beutetier ausweiden wollte und mitten drin aufgehört hatte. Stumm starrte der Luftpirat die Bescherung an. Überall Drähte, Kabel, weggeklappte Paneele, Schrauben, Muttern. Das einzige was fehlte, war eine Schmieröllache. Er kniff die Augen zu, schüttelte den Kopf und sah wieder hin. Tatsächlich, wer das hier angerichtet hatte, hatte darauf geachtet, nichts mit Schmierfett schmutzig zu machen. Balthier warf einen genauen Blick in die Eingeweide der Strahl und erkannte, was da fehlte war der zentrale Anlasser. Und dort, auf dem Sitz des Copiloten war das fehlende Bauteil. Ein kurzer Blick genügte dem erfahrenen Maschinisten um zu erkennen, dass es nur noch ein Stück Schrott war.

Deswegen also die Kiste im Frachtraum. Vaan hatte einen neuen Anlasser besorgt, ihn aber noch nicht eingebaut. Nun, das war kein Problem für Balthier. Sein junger Freund war sogar so fürsorglich gewesen, gleich das Werkzeug bereit zu legen. Der Luftpirat grinste.

Zielstrebig ging er in den Frachtraum zurück, stutzte und sah sich um.

„Fran", rief er, „hast du die Kiste hier gesehen?"

Die Viera kam aus ihrer Kabine. Auch sie hatte frische Kleidung unter ihrer Rüstung angelegt. „Welche Kiste?"

Balthier stemmte die Hände in die Hüfte, schüttelte ärgerlich den Kopf. „Vaan würde nie die Strahl einfach so unbewacht zurücklassen. Ganz besonders nicht bei einem nicht abgeschlossenen Hangar." Er warf Fran einen Blick zu und nickte zum Ausgang des Luftschiffs. Gemeinsam verließen die zwei Luftpiraten das Schiff und Balthier verriegelte den Eingang der Strahl und auch die Ausgänge des Hangars.

„Na, dann schauen wir doch mal, wie lange es dauert einen Straßenbengel hier aufzustöbern!", rief er in den Hangar. „Eckstein! Eckstein! Alles muss versteckt sein!"

Kytes drückte sich hinter einer leeren Kiste, die kleine Box fest an sich gepresst. Sein Herz raste vor Aufregung als er den Schritten der Viera und des Luftpiraten lauschte. Er musste sie hinhalten, bis Vaan und Penelo hier waren.

Keiner der Drei machte Anstalten die Glühsteine zu aktivieren: Kytes nicht, da er im Dunkeln besser versteckt war und die zwei Luftpiraten nicht, um keine Aufmerksamkeit von draußen zu erregen. Das einzige Licht kam aus dem Cockpit der Strahl und von einem kleinen Glühstein auf einem Tisch unter dem Luftschiff, alles andere war in immer dichterem Zwielicht getaucht.

Flink huschte der Junge von Deckung zu Deckung, ausnahmsweise froh, dass Filo ihn immer wieder zum Versteckspielen nötigte, denn jetzt hatte er Übung.

So ging es eine Weile, doch mit zwei Luftpiraten dicht auf den Fersen war es nur eine Frage der Zeit, bis Kytes begann Fehler zu machen. Er stolperte, stieß gegen Kisten, war nicht schnell genug bei der nächsten Deckung. Kurz gesagt, irgendwann hatten die zwei den Waisenjungen in die Ecke gedrängt.

Keuchend presste Kytes sich gegen die Wand, die Box hinter seinem Rücken haltend und starrte die zwei an.

„Immer wieder amüsant, so ein Versteckspiel, aber jetzt reicht es", sagte Balthier mit arrogantem Lächeln. „Du hast da was, das mir gehört, also her damit."

„Nein!" Kytes schüttelte den Kopf. „Vaan sagte, ich soll drauf aufpassen!"

„Kytes, die Strahl ist mein Schiff und das Bauteil da gehört zur Strahl", argumentierte der Luftpirat. „Also gehört das auch mir."

„Du kriegst es trotzdem nicht!"

Balthier drückte sich gegen die Stirn. „Bockiger Bengel. Na schön, wenn du es nicht anders willst." Er griff nach Kytes Arm und zerrte den Jungen aus der Ecke heraus. Kytes, anstatt sich dagegen zu stemmen, sprang vor und versuchte an dem Luftpiraten vorbei zu kommen. Balthier jedoch wusste nur zu genau, wie flink die Waisen von Rabanastre waren, also packte er ihn von hinten um die Taille und hob den zappelnden Jungen hoch.

„Jetzt halt doch mal still! Ich tu dir nichts!", knurrte Balthier, als er knapp den zuschnappenden Zähnen des Straßenjungen auswich. „Fran! Die Kiste!"

Die Viera hob die Box, die Kytes fallen gelassen hatte, auf und gemeinsam machten sie sich zu dem Tisch beim Luftschiff auf. Kytes, so sehr er es versuchte, hatte kein Glück sich aus dem Griff des Piraten zu befreien und wurde etwas unsanft auf einem Stuhl deponiert.

Dann warf Balthier einen genaueren Blick auf die Box, runzelte die Stirn und packte Kytes wieder an der Schulter. War das nicht eine andere Kiste? „Fran, mach die Kiste auf."

Fran öffnete den Deckel und... nichts. Die Kiste war leer.

Balthier stöhnte und ließ den Kopf hängen. Gewiefter Bengel. „Wo ist es, Kytes? Wo hast du es hin?"

Kytes verschränkte die Arme. „Sag ich nicht."

„Du – !" Balthier starrte den Jungen aufgebracht an. Schon wieder! Schon wieder war er von einem naseweisen Straßenbengel aus Rabanastre übertölpelt worden. Sein Blick ging zu Fran, die Kytes perplex und etwas amüsiert studierte. Da war keine Hilfe zu erwarten –

Plötzlich ging das Licht an und Vaan kam mit Penelo und einem weiteren Straßengör in den Hangar gerannt.

Kytes grinste. „Die Zeit ist um! Ich hab' gewonnen!"

Der Luftpirat rollte die Augen, zog Kytes vom Stuhl und schubste ihn in Vaans Richtung.

„Fran, Balthier!", rief Vaan. „Ihr seid wirklich wieder da!"

„Wir haben euch vermisst!", rief Penelo, die zu ihnen hinüber lief.

Balthier machte eine sarkastische, ausladende Verbeugung, sagte aber nichts.

„Wo seid ihr gewesen? Geht's euch gut?"

„Oh, hier und da, Penelo", meinte Balthier mit einem langsamen Lächeln, „und natürlich geht es uns gut, du weißt doch, Unkraut vergeht nicht."

„Wie seid ihr von der Bahamut runter gekommen?", wollte Vaan wissen, während er durch Kytes Haare wuschelte, als der Junge seinen Arm schüttelte.

„Ein guter Luftpirat hat immer einen Ausweg parat", erwiderte Balthier. „Apropos Ausweg. Fran und ich müssen los, wenn du also deinen jungen Kompagnon überzeugen könntest, uns den fehlenden Anlasser zu überlassen, können wir los."

Vaan sah zu Kytes, der ihn zu sich herunter zog, um ihm was ins Ohr zu flüstern. „Ihr wolltet euch klammheimlich mit der Strahl aus dem Staub machen? Ohne uns vorher was zu sagen? Wieso?"

Balthier lehnte sich lässig gegen den Tisch, verschränkte die Arme. „Zeit ist Gil, Vaan. Nichts persönliches, aber auf diesen Schatz haben es noch andere abgesehen. Und ich habe nicht vor, mir den durch die Lappen gehen zu lassen."

Penelo hatte die Viera studiert, während die zwei Männer ihre Diskussion führten und runzelte entschlossen die Stirn. „Ihr geht nicht ohne uns! Vaan und ich kommen mit!"

Der Luftpirat schüttelte abschätzig den Kopf. „Ich habe keine Lust einen Klotz am Bein mit mir herum zu schleppen oder gar zwei. Ganz besonders nicht in der Aufmachung." Er umfasste mit einer Geste den Feststaat, den die zwei Jugendlichen anhatten.

Vaan und Penelo sahen etwas verdattert an sich herunter.

„Wir sind doch kein Klotz am Bein!", stritt Penelo. „Das haben wir auf unserer Reise mehr als bewiesen!"

„Uns umzuziehen und die Ausrüstung zu holen dauert doch nicht mal 'ne Stunde", sagte Vaan.

„Dann los", meinte Balthier ungeduldig. „Aber sag Kytes, dass er den Anlasser herausrücken soll, dann baue ich den in der Zwischenzeit ein."

„Damit du dich in der Zwischenzeit aus dem Staub machen kannst?", schoss Penelo zurück. „Nein."

Kytes und Filo lachten und Balthier rieb sich die Stirn. Die zwei dalmascianischen Jugendlichen rannten aus dem Hangar und als sie verschwunden waren, sah der Luftpirat skeptisch zu seiner Partnerin. „Wirklich?"

Fran blinzelte langsam. „Ihre Gesellschaft ist erfrischend."

Balthier seufzte und ließ sich in einen der Stühle fallen, legte seine Füße überkreuzt auf den Tisch. „Also gut, ihr zwei", sagte er mit gewinnendem Lächeln zu Kytes und Filo. „Was gibt's neues in Rabanastre?"

Noch tief in der Nacht erhob sich die Strahl über Rabanastre in den Himmel, gen Dorstonis, wo der Unterschlupf der Luftpiraten war. Dort war auch, wie Balthier Vaan und Penelo informiert hatte, Nono zuhause. Die vier Passagiere an Bord hatten den Hangar und ein paar Briefe an Filo und Kytes übergeben, um die zurückbleibenden Freunde nicht zu beunruhigen. Die zwei jüngeren Waisenkinder waren ausdrücklich nicht an Bord, auch wenn es denen absolut nicht gepasst hatte. Doch hier waren sich die vier älteren einig. Wenn die Schatzjagd, die Balthier im Sinn hatte, so gefährlich war, dass er nur widerwillig Penelo und Vaan akzeptierte, dann war sie auf jeden Fall für die zwei Jüngsten viel zu gefährlich.

„Das hab ich so vermisst", sagte Vaan, der im Cockpit aufgeregt zum Fenster hinaus starrte, nachdem sie Nono aufgelesen hatten. „Endlich wieder fliegen!"

„Hattest du nicht gesagt, du kaufst dir zuallererst ein Luftschiff, wenn alles vorbei ist?", schnarrte Balthier. „Oder hast du geglaubt, dass ich dir die Strahl geschenkt hätte?"

„Was? Nein! Aber die Strahl musste zuerst repariert werden", widersprach Vaan. „Und damit sind wir erst heute fertig geworden."

Penelo lachte. „Vaan hat sich so einige Schiffe angeschaut, hat sich aber einfach nicht entscheiden können."

„Doch, hab ich! Die KTX-Feuervogel!"

„Gestern hast du noch gesagt Siren Modell 17", stichelte Penelo, „oder war das die CDB55-Jetstream?"

„Hey, hey –"

„Alle drei haben Schwächen", sagte Fran. „Nachbrenner und Steuerung der Feuervogel sind instabil. Siren hat nur eine geringe Reichweite und ist zu klein."

„Und die Jetstream?", fragte Vaan mit gerunzelter Stirn.

Fran warf einen Blick zu Balthier.

„Die Ersatzteile sind so gut wie unmöglich zu bekommen, wenn man nicht gerade ihren Designer kennt", sagte der Luftpirat. „Und zu teuer."

„Hmm, okay", erwiderte Vaan. „Ich muss mich ja noch nicht jetzt entscheiden. Also, erzählt mal, was ist das für ein Schatz und wo geht es hin?"

„Alles zu seiner Zeit, Vaan", meinte Balthier. „Was kommt bei jeder Jagd ganz am Anfang?"

Vaan und Penelo tauschten einen Blick. „Informationen sammeln", kam die Antwort im Chor.

„Genau." Der Luftpirat grinste schief. „Unser erstes Ziel ist der Ort, an dem Informationen wichtiger sind als das eigene Leben."

Archadis, Hauptstadt des Archadianischen Imperium. Stadt der Träume und Hoffnungen, von Erfolg, Glück und Reichtum. Aber auch Stadt der Alpträume, von Versagen, Enttäuschung und Verlust. Die Stadt in der Aufstieg und Fall nur einen Atemzug voneinander getrennt waren. Die Stadt, die wie ein Moloch alle Neuankömmlinge auffraß und jeden Einwohner in den Bann zog. Die Stadt in der Gil zweitrangig war, nur die aktuellsten und brisantesten Informationen zählten. Und in dieser Jagd verloren die Jäger selbst viel: Herz, Moral, Unschuld.

Irgendwo in dieser Stadt, am Rand des Alten und Neuen Archadis kamen zwei dieser Neuankömmlinge aus einem Kaufhaus heraus, unschuldig lachend, jung, unerfahren. So wenigstens konnten die flüchtigen Blicke der Alteingesessenen urteilen, wenn man nicht genauer beobachtete, wie routiniert wachsam die zwei jungen Leute die Umgebung und ihre Geldbörse im Auge behielten.

„Hast du das gesehen, Vaan? Der Aushang für den Auftritt der Tantalus! Und dann das Glücksrad!", die junge Frau hüpfte aufgeregt, drehte eine Pirouette. „Zwei Eintrittskarten, sooo toll!"

„Ist ja gut, Penelo", erwiderte der junge Mann, der ein Blatt Papier in der Hand hatte. „Aber hier, hast du das gesehen? Auftrag für einen Mob. Und der Auftraggeber war auch da!"

Penelo rollte die Augen, winkte ab. „Ach, du und deine Mob-Jagden." Sie begann die Straße hinab zu schlendern. „Da ist ein Theaterstück viel interessanter!"

„Du hast doch selber noch nie ein Theaterstück gesehen", sagte Vaan. „Und du findest es doch immer aufregend, neue Wesen zu sehen."

Sie zuckte die Schultern. „Aber nicht, jedes davon zu erschlagen."

Vaan schwieg und sah sie nur an.

Penelo seufzte. „Okay, was sind die Eckdaten?"

Grinsend zückte Vaan den Steckbrief und Penelo drückte sich an seine Seite. „Also, hier in der Stadt liegt am Fluss ein großes Flussbad, wo eine Gator-Mutation aufgetaucht ist." Er senkte das Papier, sah Penelo an. „Der soll statt Fell Kristallschuppen haben. Deswegen hat der Auftraggeber den Mob Kristallgator genannt."

„Der Kristallgator, was? Hört sich – wertvoll an", meinte Penelo verschmitzt.

„Oh, ja. Den müssen wir uns holen." Er ließ sich von ihr die Straße hinab bugsieren.

„Aber später, Vaan", beschwichtigte Penelo ihn. „Wir haben noch was anderes zu erledigen."

Vaan rollte das Papier auf, steckte es weg. „Ja, klar. Er soll ja immer noch im Alten Archadis abhängen."

Die Gegend, durch die sie sich bewegten, wirkte immer stärker vernachlässigt und die Leute ärmlich. Zwielichtige Gestalten lungerten hier und da.

„Hmm, nicht weit von der Brücke." Eher wie nebenbei verdrehte Penelo einem Möchtegern-Taschendieb die Hand und schob ihn weg. Vaan warf dem zerschlissen gekleideten Hume nur einen desinteressierten Blick zu. Taschendiebe waren für die zwei in Rabanastre aufgewachsenen Waisen nichts ungewöhnliches.

„Hoffentlich kann er uns mehr erzählen als Balthier bisher weiß", erwiderte Vaan, während seine Augen aufmerksam die Umgebung studierten.

„Ja, aber mal statt Mobs Informationen zu jagen ist auch aufregend!"

„Schon", stimmte Vaan zu und stieß seine Partnerin an, nickte unauffällig zu ihrem Ziel, „aber ich hab' lieber was handfestes zu tun."

Der dunkelhaarige Archadianer saß auf einer Holzkiste und war robust gekleidet, auf eine Art, die ihn weder im alten noch im neuen Archadis auffallen ließ. Im Moment war er in ein Gespräch mit einer ärmlich gekleideten Frau vertieft.

„Du wirst dich nie ändern, Vaan", erwiderte Penelo. Dann trennten sich die zwei und gingen ohne große Eile oder sich zu verstecken von beiden Seiten zu ihrem Ziel. Als er es bemerkte, hatten die zwei jungen Abenteurer ihn schon in der Zange.

„Hallo, Julius!", grüßte Penelo fröhlich.

Der Informationshändler fuhr auf, schaute verdattert nach links und rechts. „Was? Moment – euch zwei kenne ich doch."

Die abgerissen wirkende Frau zog sich eilig zurück, verschwand in einer Gasse.

„Jupp", stimmte Vaan zu, „und wir hätten ein paar geschäftliche Sachen mit dir zu bereden."

Julius runzelte die Stirn. „Wart ihr zwei nicht mit – mit Balthier unterwegs?"

Vaan nickte, sein Blick ging zu einer Hausecke. Der Luftpirat war hervorgetreten, seine Viera-Partnerin an seiner Seite, schlenderte lässig herüber. „Juls, wir haben schon nach dir gesucht. Kam mir fast so vor, als ob du mir ausweichst. Da könnte man sich ja beleidigt fühlen."

Die Augen des Informationshändlers waren groß geworden, unruhig blickte er zwischen den Vieren hin und her. Dann wirbelte er herum und rannte eine andere Gasse hinunter.

„Hey, stehenbleiben!", rief Vaan und die vier Gefährten stürzten dem Flüchtigen hinterher.

Der Informationshändler kannte sich sehr, sehr gut im alten Archadis aus und war ziemlich flink, wusste, wie man jemanden abschüttelte, doch gegen die vier durch monatelange Reisen trainierten Gefährten hatte er keine Chance. Julius hetzte zwar durch die Gassen, flink wie ein Haso, doch als Balthier und die anderen drei sich aufteilten, hatten sie ihn nach wenigen Minuten in der Zange.

Penelo kam hinter einer Ecke hervor, stellte ihm ein Bein, ließ ihn direkt vor Vaans Füße stürzen. Der packte Julius, zerrte ihn hoch und stieß ihn zu Balthier hinüber.

Der Luftpirat packte ihn am Kragen und rammte ihn gegen die Wand. „So nicht, Julius. Hast du schon vergessen, dass wir noch was zu klären haben?"

„Ah, Balthier. Was für eine Überraschung dich hier zu sehen." Julius Stimme war irgendwo zwischen zittrig und ölig, „hätte gedacht, du hast besseres zu tun, als deinem alten Freund einen Besuch abzustatten. Ich habe unser Geplänkel ja so vermisst."

Balthier knurrte und stieß ihn zu Vaan zurück, der ihn mit einem gekonnten Griff den Arm auf den Rücken drehte. „Du widerst mich an. Aber wirklich, du hättest den Standort des Landguts nicht einfach an den erstbesten ausplaudern sollen."

Julius lachte. „Du weißt doch, wie es läuft. Wer am meisten zahlt, kriegt die Info."

Der Luftpirat zupfte seine Ärmel zurecht. „Kommen wir zur Sache." Er kam langsam auf den Informationshändler zu, der sich in Vaans Griff wandte.

„Oh, keine Lust auf Vorspiel? Verständlich", schoss Julius zurück, der Blick huschte umher, „nach dem was sich dein lieber Vater mal wieder geleistet hat, ist dir sicher die Lust am Tanzen vergangen. Nach allem, was man so sagt ist Cid von deiner Obhut schnurstracks in den Schoß der Rozzarianer gehüpft. Tss, tss. Wie peinlich."

„Was?" Vaan fuhr verblüfft auf, „es geht um Cid?"

Das war der Moment auf den Julius gehofft hatte und riss sich aus dem erschlafften Griff des Dalmascianers, hetzte wieder davon, eine Treppe hoch, über eine Brücke.

Fran und Balthier sprinteten ohne zu zögern los.

„Mensch, Vaan!", rief Penelo, als sie selbst hinter dem Fliehenden hinterher rannte und ihrem Freund im Vorbeigehen einen Klaps verpasste.

„Entschuldigung!", rief Vaan und hetzte den anderen nach.

Diesmal schien Julius mehr Glück zu haben, Distanz zwischen sich und seinen Verfolgern zu legen, was wohl auch an den breiteren Straßen lag.

An einer Querstraße kam Fran abrupt zum Halten und wäre fast von Penelo umgerannt worden. Auch Balthier und Vaan stoppten, als sie die Situation vor sich sahen.

Julius sprach mit einer hoch gerüsteten, imperialen Patrouille, aufgeregt deutete er heftig in Balthiers Richtung. Als die Soldaten vortraten drehte der Informationshändler sich um, ein gemeines Grinsen erschien auf seinem Gesicht.

„Verdammt!", fluchte Vaan, machte sich kampfbereit.

Balthier legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Nicht angreifen, Vaan. Nicht hier."

„Oh, siehst du es jetzt ein, Balthier?", stichelte Julius, „hier bin ich im Vorteil. Das wird sich nie ändern."

Balthier stützte eine Hand in die Hüfte, sah rechts und links zu seinen Freunden. Fran schüttelte ihre Haare zurück, Penelo legte den Kopf schief und Vaan hatte seine Waffe wieder losgelassen. „Wetten?"

Julius schrak heftig zusammen, als er von den Soldaten gepackt wurde. „Was? Aber – die da haben doch gegen Vayne Solidor intrigiert!"

Der Luftpirat kam ein paar Schritte auf ihn zu. „Dir scheint hier eine Sache entgangen zu sein mein Freund. Der Herrscher von Archadia ist jetzt Larsa Solidor. Und der hat was gegen Vaterlandsverräter."

Julius sah hektisch zu den Soldaten, die ihn umringten. „Was – nein, nein!"

Balthier stützte beide Hände in die Hüfte. „Und jetzt zu meinen Fragen –"

„Sir?" Der Offizier der Patrouille war Balthier in den Weg getreten. „Der Hohe Richter Gabranth gab Anweisung, dass er die Befragung des Informationshändlers Julius persönlich überwachen will."

Der Luftpirat starrte den Offizier mit fassungslosem Ärger an.

„Gabranth wies an, dass alle relevanten Informationen an Sie weiter gegeben werden, sobald sie vorliegen. Trotzdem kann ich leider nicht zulassen, dass Sie eine Befragung an diesem Subjekt vornehmen."

Der Luftpirat stützte die Hände in die Hüften, schüttelte den Kopf und winkte unwirsch. „Dann verschwindet schon. Und passt auf, dass dieser glitschige Schleimaal euch nicht durch die Lappen geht."

Der Offizier salutierte und die Patrouille führte ihren Gefangenen ab.

Balthier drehte sich um und sah, dass Vaan und Penelo ihn anstarrten. Er rollte die Augen und ging zielstrebig eine Treppe hinauf. Eilige Schritte zeigten, dass die anderen ihm folgten.

„Warum hast du uns denn nicht gesagt, dass es um Cid geht?", fragte Penelo, als sie aufgeschlossen hatte.

Balthier stoppte abrupt, das Gesicht abgewendet. „Hätte das was geändert?"

„Was? Nein, natürlich nicht", antwortete Vaan empört, dann rieb er sich den Nacken. „Aber, naja, dann hätte ich Julius nicht losgelassen."

Der Luftpirat schnaubte. „Gut möglich." Er setzte sich wieder in Bewegung.

Die anderen folgten.

„Was genau ist eigentlich passiert?", wollte Vaan wissen. „Die Viera waren so vage, dass ich gar nicht kapiert habe, ob ihr zwei Cid geholt habt, oder ob er alleine fort ist."

„Fran und ich haben ihn abgeholt", antwortete Balthier knapp, schritt zügig voran. „Dann kam es zu einem Überfall und er wurde entführt."

„Okay, aber Julius sagte –", setzte Vaan an.

Der Luftpirat fuhr herum, unterbrach ihn. „Ich berede das nicht auf offener Straße, Vaan! Oder hast du vergessen, dass hier die Wände Ohren haben?"

„Oh... Entschuldige..."

Balthier schnaubte und winkte ein Lufttaxi heran, stieg ein und gab dem Fahrer eine genaue Adresse.

Schweigend folgten Vaan, Penelo und Fran ihm, setzten sich in dem bis auf sie unbesetzten Taxi.

Penelo bewegte sich unruhig. „Wo geht es denn hin?"

„Zur Absteige meines alten Herrn."

„Meinst du, dass wir da was finden, das uns hilft ihn zu finden?"

Balthier verzog das Gesicht, schwieg, starrte zum Fenster hinaus.

Nach ein paar Minuten lehnte sich Vaan zu Penelo. „Meinst du, Balthier weiß, wer unter Gabranth' Helm steckt?", fragte er leise.

„Ja!", fuhr der Luftpirat dazwischen, „ich hatte schon das Vergnügen."

Vaan fuhr von Penelo weg, nickte hastig. „Oh, okay."

Nach ein paar weiteren Minuten rieb Balthier sich das Gesicht. „Interessanter Zug von … unserer anderen Freundin."

Penelo und Vaan grinsten einander vorsichtig an. „Ja, nicht wahr?", meinte Penelo. „Ich meine, das ist nicht für immer, nur bis –" Sie brach ab, als das Taxi zur Landung ansetzte.

Balthier führte seine Gefährten zügig durch eine Straße, die von prächtigen Villen hinter hohen Zäunen gesäumt war. Das Anwesen, das sie erreichten, war vergleichsweise schlicht, wenn auch von kunstvoll angelegten Gärten gesäumt. Der Luftpirat stoppte, stieß das Gartentor auf und Vaan und Penelo staunten nicht schlecht.

„Wow. Hier bist du aufgewachsen, Balthier?", fragte Vaan und wollte vortreten.

Balthier packte ihn. „Stopp. Das ist Cids Haus."

„... Richtig..."

An der linken Säule am Tor drückte Balthier eine Platte, die nach innen und unten sank und ein Schaltpult frei gab. Er gab etwas ein und sprach ein paar Worte in ein Mikrofon. Eine Reihe von Klicks ertönten, ein Scharren und ein bestätigendes Klingeln.

„So, das war's", meinte der Luftpirat, dann atmete er durch und führte seine Gefährten zielstrebig zum Haupthaus. „Außer uns sollte niemand hier sein, aber seid trotzdem vorsichtig, was ihr anfasst. Bei Dr. Cid kann man nie wissen."

Er stieß die Eingangstür auf und trat in eine prächtige Eingangshalle, ausgestattet mit einem zentralen Brunnen (trocken, abgeschaltet), einer Sitzecke (von Tüchern abgedeckt) und großem Panoramafenster. Eine breite Treppe führte ins obere Stockwerk und mehrere Türen führten tiefer ins Haus.

Vaan drehte sich, stolperte fast im Bestreben alles gleichzeitig aufzunehmen. „Oha. Sag mal, Balthier, wenn du hier gewohnt hast, hattest du da auch ein eigenes Zimmer?"

„Bei diesem Riesenbau?", fiel Penelo dazwischen. „Auf jeden Fall. Können wir es sehen?"

Balthier stand noch in der Tür, fast hatte er das Gefühl, etwas Verbotenes zu tun. Ganz sicher wusste er jetzt, wie es Fran erging, wann immer sie bei Dorf Elt vorbei kamen. Er schüttelte sich, als er Penelos Frage hörte. „Sollte mich wundern, wenn das noch da ist." Er trat vor und schritt auf eine der Türen zu. „Cids Labor ist im Keller, wenn überhaupt, finden wir dort etwas."

„Aha!", schrie eine weibliche Stimme vom oberen Absatz der Treppe. „War es doch richtig hier auf euch zu warten! Hab' ich euch endlich, ihr elenden Luftpiraten!" Eine maskierte Frau war auf der Treppe aufgetaucht.

Balthier riss die Augen auf. „Oh, Scheiße", fluchte er, „weg hier, schnell!"

Der Luftpirat winkte den anderen zu und rannte zur Tür zurück. Doch die schwere Holztür schlug mit donnerndem Krachen vor ihnen zu. Ein lautes Klicken zeigte an, wie sich die Tür verriegelte. Entsetzt fuhren die vier Gefährten zu ihrer neuen Gegnerin herum.


A/N: Wieder mal ein Cliffhanger... ich muss gestehen, als ich die Geschichte geschrieben habe, habe ich mir keinerlei Gedanken um Kapitel gemacht. Deshalb sind es manchmal etwas abrupte Unterbrechungen, sonst wären es ewig riesige Kapitel geworden.