6. Kapitel

Ein hemmungsloser Ausflug

"Oh, bitte….. Ich flehe dich an, bitte, Emmett!" bettelte ich ihn regelrecht an. "Also ich weiß nicht, Bella. Mal ne Runde drehen, okay, aber ausleihen, ich weiß nicht und was ist, wenn sie dich anhalten?" fragte er mich argwöhnisch.

Es war Freitagnachmittag und ich stand in seinem Fitnessstudio. Verzweifelt versuchte ich, ihn davon zu überzeugen, dass er mir seine Kawasaki lieh. Ich musste unbedingt etwas Dampf ablassen und da schien mir eine Spritztour mit einem schnellen Motorrad die ideale Lösung zu sein. Edward hatte ich seit Sonntag weder gesehen, noch gesprochen. Ich meine, wie auch? Ist ja nicht so, dass wir super enge Freunde wären – egal, an Edward wollte ich gar nicht denken. "Ach, komm schon, wenn irgendwas ist, nehme ich alles auf mich. Und wem hast du es denn zu verdanken, dass du heute ein Date mit Rosalie hast. Du bist mir etwas schuldig, mein Freund." spielte ich meinen besten Trumpf aus, denn die beiden verstanden sich bis jetzt super gut. Sie waren einen Kaffee trinken gewesen, einmal Mittagessen und heute stand ein richtiges Date am Abend an. Emmett atmete tief ein, verzog sein Gesicht und stieß besiegt mit einem „Okay" alle angestaute Luft wieder aus seinen Lungen. "Aber wehe, du passt mir nicht auf mein Baby auf, verstanden, Bella!" machte er mir noch eindringlich klar, aber ich würde das schon hinbekommen. Fahren konnte ich schließlich, auch ohne Führerschein. Somit bestand nur das Risiko, dass ich in eine Kontrolle geriet. Aber ich war viel zu heiß darauf, zu fahren, als dass mich das jetzt noch aufhalten konnte. "Rose, wird es eh cooler finden, wenn du sie mit deinem Cabrio abholst. Da steht sie drauf." erwiderte ich mit einem breiten Grinsen im Gesicht, weil ich mich ehrlich freute, dass ich Emmett überzeugen konnte. Dieser fragte mich natürlich sofort interessiert, ob das stimmen würde. Er war immer noch unheimlich verknallt in sie. "Klar, sonst würde ich es nicht sagen." Er gab mir ebenso freudig über meine Antwort die Schlüssel und ich bedankte mich mit einem schnellen Kuss auf die Wange. "Danke, du bist der Beste. Und viel Glück heute." sagte ich und verschwand mit vor Freude schwingenden Hüften wieder.

(Christina Aguilera - Dirty)

Ich lief in die Tiefgarage und schon von weiten sah ich Emmetts giftgrüne Kawasaki Ninja. Als ich direkt daneben stand, strich ich mit meiner rechten Hand über das glatte Metall und das Leder des Sitzes. In freudiger Erwartung verbreitete sich eine sanfte Gänsehaut über meine Haut. "Oh, Baby, ich hab dich echt vermisst." sagte ich und schwang mein Bein über die Maschine. Mein Herz schlug ein wenig schneller. So, Bella, denk dran, nicht zu schnell zu fahren, du willst ja nicht die Polizei auf dich aufmerksam machen, versuchte ich mir vor Augen zu führen. Einen Versuch war es wert. Ob ich mich daran halten würde, blieb abzuwarten. Ich startete den Motor und vernahm das leichte Beben der Machine. Gott, wie ich das liebte, die röhrenden Geräusche des Motors und die Vibrationen zwischen meinen Beinen. "Dieses Wochenende gehörst du mir, Baby." sagte ich lachend und fuhr zu meiner Wohnung und missachtete das ein oder andere Mal die Geschwindigkeitsbegrenzung.

Dort angekommen, zog ich mir eine schwarze, eng anliegende Lederhose an, die ich in ein paar ebenfalls schwarze Stiefel steckte. Danach lief ich in meinem schwarzen BH etwas verwirrt durch die Wohnung. Wo zum Henker habe ich am Sonntag meine Lederjacke hingepfeffert, als ich von Edward kam. Da fiel mir ein, dass ich beschissener Weise meine Unterwäsche bei ihm vergessen hatte. Um die Hotpants tat es mir nicht leid, aber das lederne, knappe Oberteil wollte ich eigentlich nicht verlieren. Ich hatte nämlich keine blasse Ahnung mehr, wo ich das Teil gekauft hatte.

Ich streifte mir ein einfaches weißes Muskelshirt über. Das Teil passte jetzt auch wieder nicht. Obwohl man meinen dunklen BH durch das Oberteil durchschimmern sah, ließ ich es so, denn ich hatte noch weniger Ahnung, wo mein anderer, sauberer weißer BH hingekommen war. Ich musste unbedingt mal wieder hier aufräumen. Okay, das sagte ich schon länger, aber meistens fand ich doch noch das, was ich suchte. Okay, die Lederjacke wurde, so wie es aussah, von meiner Wohnung absorbiert, aber dann musste es eben ohne gehen. Ich wollte sowieso erstmal nur eine Runde in der Stadt drehen, also schnappte ich mir noch meine Sonnenbrille und setzte meinen Plan in die Tat um.

Ich folgte den Straßen, die sich vor mir auftaten. Genoss dabei einfach nur die Geschwindigkeit und den Wind, der durch mein Haar blies. Es war wie immer ein sonniger Tag in Miami, wie sollte es auch anders sein.

Ich kam vor einem hohen Gebäudekomplex zum Stehen. Als ich aufblickte, erkannte ich den Firmennamen. Nee, oder, das kann ja jetzt wohl nicht wahr sein? Nennt man das nun Schicksal? Wahrscheinlich lachte es sich aufgrund seiner eigenen Genialität gerade über mich kaputt. Die ganze Woche hatte ich versucht, nicht an Edward zu denken oder wohl eher meine nicht jugendfreien Gedanken im Zaum zu halten. Und jetzt stand ich direkt vor dieser Scheißfirma, in der er arbeitete. Ich stellte den Motor ab. Ganz toll, wirklich. Und was sollte mir das jetzt sagen? Moment, das will ich lieber nicht wissen.

Plötzlich klingelte mein Handy. Ich ging ran. "Ja? … Wie abgebrannt? …. Das kann doch nicht sein? … Ja, aber ich brauche das Geld…. Das ist mir klar, Luu. ….. Und wie lange soll das dauern? ….. Na, ganz prima. … Okay, ich weiß, du meldest dich dann."

Ich nahm mein Handy wieder von meinem Ohr und starrte es entgeistert in meiner Hand an. Das war mein Chef, Luu, der mir leider gerade mitgeteilt hat, dass es im Club gebrannt hat und ich aufgrund dessen erstmal nicht mehr zu meiner Arbeit erscheinen brauchte. So ein verfluchter Mist, ich brauchte das Geld, ich musste schließlich meine Miete zahlen. Er konnte mir nicht mal genauer sagen, wie lange die Renovierungsarbeiten dauern würden. Der wollte mich, wie ich ihn kannte, einfach hinhalten, damit ich mir keinen anderen Job suchte. Ich musste mir echt überlegen, wie ich jetzt weiterverfahren sollte, denn aus Miami wegziehen hatte ich nicht vor.

Zur Not werde ich schon eine andere blöde Arbeit finden. Dummerweise hielt ich mich zumeist in vielen Jobs nicht sehr lange, wenn sie mir zu öde waren. Verdammt, Bella, dann musst du eben mal die Arschbacken zusammenkneifen und etwas Bescheuertes, wie Burger servieren, wahrnehmen, bis der Club wieder auf Fordermann gebracht ist.

"Bella, nicht wahr?" hörte ich während meiner Selbstpredigt auf einmal hinter mir. Ich stieg von meinem Motorrad, stellte es sicher ab und drehte mich zu der Stimme herum. Na, was für eine Freude, Edwards Geschäftspartnerin, diese Denali. Ich dachte schon völlig verzweifelt, ich müsste es noch länger ohne ihren bis ins kleinste Detail zurechtgemachten Anblick aushalten. "Ja, richtig, Tanya, nicht wahr?" antwortete ich ihr genervt und lehnte mich an mein Bike. Sie zog ihre Augenbrauen nach oben und musterte mich mit einem abwertenden Blick von oben bis unten. Blöde Bitch, die eindeutig dachte, sie wäre in ihrem Chaneloutfit was Besseres. Ich kannte das Kostüm aus dem Laden, in dem Rose arbeitete, und es war alles andere als billig.

"Falls du Edward suchen solltest, der ist bereits gegangen. Und wenn ich dir einen Tipp geben darf: Du solltest dich von ihm fernhalten, ihr spielt nicht in der gleichen Liga und ein billiges Flittchen steht ihm nun wirklich nicht. Ich meine, er muss natürlich an seinen Ruf denken." sagte sie in einem höflichen Ton, der sich wie wild mit ihren Worten biss und dann besaß sie auch noch die Frechheit, mich süßlich anzulächeln.

Was bildet sich diese bescheuerte Tussi eigentlich ein? Ist ja wohl nicht zu fassen, wie weit oben die ihre Nase trägt. Die kann dieser Stanley aber mal sowas von Konkurrenz machen. Und mich auch noch als billig zu betiteln – ich glaube, es hackt.

In mir brodelte eine unbändige Wut und meine Hände verkrampften sich zu Fäusten. Ich stieß mich von der Maschine ab, positionierte mich direkt vor sie und erklärte mit fester Stimme: "Schön, dass du dein heuchlerisches Verhalten abgelegt hast, weil ich dich nämlich auch mal sowas von zum Kotzen finde und es tut mir natürlich leid, dass du eifersüchtig bist. Ich meine, du kannst ja nichts dafür, dass Edward mich heißer findet. Aber mach dir nichts daraus, es wartet bestimmt ein netter Buchhalter um die Ecke auf dich, der auf Blümchensex steht. Also, husch, husch, du solltest ihn schließlich nicht warten lassen." Ich konnte ihr ansehen, dass Edward sie noch nicht rangelassen hatte, und dies bestätigte mir nun auch ihr Blick, der sich bei meinen Worten verfinsterte. "Wie auch immer, letztlich wird er mir gehören." sagte sie mit fester Stimme und machte sich auf den Weg zu gehen. Ich rief ihr noch hinterher, dass es ja helfen sollte, wenn man selber daran glaubte und dann verschwand sie aus meinem Sichtfeld.

Mann, diese aufgetakelten Weiber gingen mir mal dermaßen auf die Nerven. Nur weil ich nicht ebenfalls einen ach so tollen Job hatte und mich nicht der Konvention der Gesellschaft anpasste, hatten die noch lange nicht das Recht, mich so zu behandeln, als wäre ich Abschaum. Die fürchteten doch alle nur die Konkurrenz und die Tatsache, dass sie mit mir nicht mithalten konnten. Denn letztlich wäre ich sicher in der Lage, mich in einen von Roses Designerfummeln zu zwängen und auf vornehme Dame zu machen, wenn ich mich zusammenriss. Aber ich glaubte kaum, dass sie so sein könnten wie ich. Die machten mich sowas von wütend.

Und was mache ich jetzt, weiter auf Edward warten oder wieder losdüsen? Ich war mir ziemlich sicher, dass Tanya gelogen hatte und er sich sehr wohl noch in dem Gebäude aufhielt, denn dumm war sie bestimmt nicht. Sie wollte mich aus dem Weg haben, aber ich wollte ihr diese Genugtuung nur ungern verschaffen.

Aber scheiße noch eins: Es sieht ja fast so aus, als würde ich ihm auflauern oder sehnsüchtig auf ihn warten. Diesen Stempel wollte ich mir wegen einem Mann eigentlich nicht verpassen lassen. Ich klappte den Ständer des Motorrades hoch und schwang mich wieder darüber. Ich will irgendwie nicht wissen, was sich Edward dabei denken sollte, wenn er mich hier vorfindet. Besser schnellstmöglich von hier verschwinden. Ich rückte meine Sonnenbrille zurecht und startete den Motor, als ich mich verflucht noch mal wie die Hölle erschreckte.

Mein Herz raste augenblicklich, nachdem jemand mir seine Hand auf die Schulter gelegt hatte. Ich drehte meinen Kopf und musste komischerweise lächeln. Verdammt, warum hatte ich mich nicht mehr beeilt, denn Edward stand direkt neben mir. Sein Blick zeigte Verwirrung. Natürlich, der fragte sich sicher, was ich hier zu suchen hatte. Ich stellte den Motor wieder aus und wandte mich ihm zu. "Bella, was machst du denn hier?" fragte er ein wenig kühl, war wohl wegen meines unfeinen Abgangs von neulich immer noch sauer. "Na ja, ich war in der Nähe, als ich hier vorbeikam und dann ist mir eingefallen, dass meine Unterwäsche noch bei dir liegt und ich dachte, ich entdecke dich vielleicht zufällig." versuchte ich mein Erscheinen zu erklären. Die Ausrede war auch gar nicht mal so schlecht, jedenfalls besser, als dass er annahm, ich würde mich nach ihm verzehren. Dass mir mein Unterbewusstsein gerade lauthals zuschrie, dass dies doch der Fall war, ignorierte ich gekonnt. "Ach stimmt, ich habe sie reinigen lassen. Du kannst sie dir gerne bei mir abholen." sagte Edward und sein Blick war weiterhin distanziert. Wer weiß, was diese Denali ihm eingeredet hat. Vonwegen ich passte nicht zu ihm, er würde sich blamieren oder so einen Schwachsinn. Ich wusste mich schon zu benehmen, nur kam ich dem oft nicht nach, aber ich wusste es, bin ja kein Dorftrottel.

(Madonna - Justify My Love)

Fuck, wenn er so vor mir steht, wurden die Erinnerungen an seinen fast nackten Körper wieder deutlicher und leider konnte ich nicht so scheiße kontrolliert bleiben wie Edward. Irgendwie zog er mich an, er machte mich verrückt. Sonst war ich nie so scharf auf einen Typen. Wenn, machte ich eher diese scharf auf mich. Mein Körper verlangte aber nur zu deutlich nach Edward. Was verflucht war so anders an ihm? Ich wollte keinem Kerl verfallen sein, das machte nur Ärger und brachte eindeutig Probleme mit sich. Ich fuhr mit meinen Händen über meine Beine, um ihn nicht zu bespringen. Mir war es nicht so recht, wenn er wüsste, wie sehr ich ihn wollte. Leider machte es mir mein fantasiegeladenes Gehirn nicht leichter, bei der Vorstellung von Edward auf diesem Motorrad gefickt zu werden, da es mir gerade lebhaft vorspielte, wie das ablaufen könnte. Scheiße, ich wollte doch meinen Stolz nicht verlieren.

Okay, Bella, du solltest dich einmal unter Kontrolle bringen und nachdenken, bevor du handelst. Warum fällt mir das nur so schwer?

Ich rutschte mit meinem Arsch, ich saß immer noch breitbeinig auf Emmetts Motorrad, über das Leder und blickte in Edwards grüne Augen. Zum Teufel, wieso konnte ich nicht lesen, was er dachte? Und warum sagte keiner ein Wort?

Wir hielten beide dem Blick des anderen stand, als Edward die Stille durchbrach: "Das gehört deinem Freund von neulich?" fragte er. "Ja, Lust auf eine Spritztour?" kam es ohne Vorwahrung aus meinem Mund. Fuck, warum hatte ich das gefragt? -Weil du es wolltest.- Ach, halt die Klappe, das wollte ich nicht wissen. Das war eine rhetorische Frage, verstanden. Warum meldete sich mein blödes Unterbewusstsein eigentlich nur, wenn es mir versuchte, den Spaß zu verderben; mich blöd auf etwas hinwies, was ich nicht hören wollte oder sich nur über mich lustig machte. Ich war eindeutig für eine operative Entfernung. Wo war da die moderne Medizin, wenn man sie brauchte? Während meiner wieder mal nicht sinnvollen, geschweige denn hilfreichen Gedankengänge überlegte Edward, was er mir antworten sollte.

Ich startete das Motorrad, sah ihn wieder an. "Letzte Chance!" machte ich ihm klar, denn Betteln oder sowas kam nicht in Frage. Ich ließ den Motor aufheulen, zog einen Mundwinkel nach oben.

Okay, wer nicht will, der hat! Ich setze einen Fuß auf die Pedale, wandte mich nach vorne und somit von Edward ab, als ich plötzlich spürte, wie er sich hinter mich setzte. Er presste seinen Körper an meinen und legte sanft seine Arme um meinen Bauch. Ging doch, warum denn nicht gleich so? Ich musste breit grinsen, bevor ich beschleunigte und die Straße erreichte. Ich fuhr mal wieder querbeet durch die Stadt, folgte irgendwelchen Wegen, während Edward mal so keinerlei Scheu mehr hatte. Anscheinend beflügelte ihn die Fahrt auf der Maschine oder ließ ihn seine Verkrampftheit vergessen. Wieso, fragt ihr euch sicher. Kann ich euch erklären. Währenddessen ich das Motorrad steuerte, schob er mein Shirt an meinem Bauch nach oben und streichelte über meine nackte Haut.

Ich schlug automatisch den Weg in Richtung Edwards Wohnung ein und hielt davor mit laufendem Motor, als mir Edward zuflüsterte, dass ich in die Tiefgarage des Penthouses fahren kann. Er gab davor einen Code ein und ich parkte, ohne einen Gedanken darüber zu verlieren, wer hier die Kontrolle hatte oder was auch immer.

Ich verstand nicht, was plötzlich mit ihm los war. Wo war nun wieder seine kühle, zurückhaltende Art? Selbst als wir zum Stehen gekommen waren, war er nicht bereit, seine Hände von meinem Bauch zu nehmen. Ich drückte meinen Rücken an ihn, weil mich die Fahrt mehr als erregt hatte. Dann legte ich meinen Kopf an seine Schulter.

Saghaft berührte er meinen Hals mit seinen Lippen und streichelte nun oberhalb meines Shirts über meinen Bauch, immer weiter nach oben. Zögerlich neckte er die Unterseite meines Busens. Ich stieß die angehaltene Luft aus meinen Lungen und dann umschlossen seine Hände meine verhüllten Brüste. Ich krallte mich in seine Beine.

"Bella, ich will dich, ich verzehre mich nach dir." flüsterte mir Edward ins Ohr. Okay, was hatte er genommen und wo bekam ich mehr davon her? "Komm mit mir nach oben!" bettelte er fast und ich konnte seine Erregung überdeutlich an meinem Rücken spüren. Hatte ich ihn nun so heiß gemacht oder war es die Kombination aus der Fahrt, dem Wind, den Vibrationen, der Geschwindigkeit und dem Gefühl von Freiheit, welches man verspürte? Aber eigentlich war das egal, dachte ich mir, während er meine Brüste knetete. Denn sein Verhalten, das Verlangen nach mir und die Tatsache, dass er nicht mehr in der Lage war, sich zu beherrschen, erregten mich ungemein. Ich schob ihn zurück, stieg ab, stellte den Ständer heraus und leckte dabei Edward mit meiner Zunge sanft über die Unterlippe. Als er mich küssen wollte, lehnte ich mich allerdings frech grinsend zurück. Ich lief Richtung Fahrstuhl. Er war sofort hinter mir, umschlang mich, presste sich wieder an mich und ich rieb mit meinem Arsch an seiner Erregung, was ihm ein sinnliches Stöhnen entlockte. Er knabberte und leckte über meinen Nacken, während er den Code für den Fahrstuhl eingab. Sofort öffneten sich die Türen und Edward schob mich sanft, aber bestimmend hinein.

Als wir uns darin befanden, riss ich mich los, betätigte den Knopf für seine Etage und schubste ihn gegen die Fahrstuhlwand. Ich konnte die Begierde in seinen verdunkelten, grünen Augen sehen. Seine Atmung war beschleunigt wie die meine. Als ich meine rechte Hand auf seine Brust legte, konnte ich durch seinen Anzug seinen beschleunigten Herzschlag spüren. Langsam bewegte ich daraufhin meine Finger Richtung Süden, strich über seinen verhüllten Bauch. Sein intensiver Blick fesselte mich. Ich konnte sehen, was er wollte. Kurz vor seinem Schritt, streichelte ich nach rechts über seine Hüfte und grinste ihn frech an. Ein bisschen leiden sollte er schon. Er knurrte, und ich sah, wie er leicht vor Verlangen zitterte. Diese Spielerei heizte ihn nur noch mehr an, nicht dass es mich kalt lassen würde, ganz im Gegenteil.

Allerdings hatte ich nicht mit seiner Stärke gerechnet: Er drückte mich im nächsten Moment gegen die Wand hinter mir, presste sich an mich, nahm mein Bein und schlang es um seine Hüfte, bevor er mich verlangend küsste. Ohne Vorwarnung drang er in meinen Mund, plünderte ihn regelrecht und ich zerwühlte sein allzu ordentliches Haar.

Die Türen öffneten sich und er hob mich ohne Anstrengung nach oben. Ich schlang meine Beine fest um seine Hüfte, ohne unseren feurigen Kuss zu unterbrechen. In seinem Wohnzimmer setzte er mich auf die Lehne seiner Couch und stellte sich zwischen meine gespreizten Beine.

Während er nach meinem Arsch griff, entfernte ich seine Krawatte und öffnete seine Anzugjacke. Ich legte meine Hände an beide Seiten seines Hemdes, doch plötzlich presste er hemmungslos seine Erregung gegen meine glühende Mitte. Wie ein Blitz schoss pure Lust durch meinen Körper, wodurch ich extrem kraftvoll an seinem Hemd riss. Ein paar Knöpfe fielen dieser Aktion zum Opfer. Ich merkte, wie Edward gegen meine Lippen grinste und ich riss erneut an seinem Hemd, wodurch auch die letzten Knöpfe aufsprangen und dann schob ich es ihm mit samt seiner Jacke von den Schultern. Lieber Herrgott im Hinmmel, lass jetzt bitte niemanden unterbrechen. Denn es gab keine Dusche, die kalt genug wäre, um mein Verlangen nach Edward zu lindern. Sanft mit einer letzten zarten Berührung auf meine Lippen unterbrach Edward unseren Kuss und kniete sich hin. Mit fast andächtigen Berührungen entfernte er meine Stiefel und richtete sich wieder auf. Ich griff hastig nach seinem Gürtel, öffnete ihn und streifte dabei absichtlich ein paar Mal über seine überaus deutliche Erregung. Währenddessen schlüpfte er aus seinen Schuhen und ich entledigte ihn seiner Hose. Dann krallte ich mich in seinen Hintern, was ihn wieder zum Knurren brachte. Verflucht noch eins: Im Gegensatz zu seiner häufig im ersten Moment so reservierten und kühlen Art entwickelte Edward, wenn es zur Sache ging, eine Leidenschaft, die seines Gleichen sucht.

Ich sprang von der Sofalehne und schob Edward in der Bewegung von mir. Eilig ergriff ich mein Shirt und zog es über meinen Kopf. Kleidung: Weniger ist momentan definitiv mehr. Ich strich mir meine Lippen leckend über die Schenkel und leicht über meine heißbrennende Mitte. Dann legte ich meine Finger an den Knopf meiner Hose. Edward beobachtete mich mit Argusaugen und ich lief meine Lederhose öffnend an ihm vorbei. Meinen Arsch in seine Richtung streckend zog ich sie nach unten. Ich schlüpfte mit den Füßen heraus und bedachte ihn über meine Schulter mit einem brennenden Blick, während ich meinen BH öffnete und er achtlos zu Boden fiel.

Ich verschwand in seinem Schlafzimmer, lehnte mich mit dem Rücken gegen die Wand seiner weit geöffneten Tür und schnappte nach Luft. Ich hatte lange nicht solch ein Feuer verspürt und registrierte, wie nass ich bereits in meinem schwarzen String war. Als Edward den Raum betrat, entdeckte er mich nicht sofort, da ich mich nun hinter ihm befand. Er hielt in seiner Bewegung inne und ich konnte einen Blick auf seinen wohl definierten Rücken werfen. Ich lief auf ihn zu und er zuckte leicht zusammen, als ich plötzlich meine Arme um ihn schlang und meine Hand über seinen harten Schwanz strich. Scheiße, er war verdammt gut bestückt – was für ein Glück für mich! Ich schmunzelte und griff nach dem Bund seiner Boxershorts und zog sie so weit nach unten, bis sie den Rest des Weges von alleine herunterfiel. Streichelnd bewegte ich mich um seinen heißen Körper herum, doch ehe ich mich versah, hatte er mich bereits auf sein Bett geschubst. Er presste sich an mich, bewegte seinen Körper gegen meinen, was meine Erregung nur verstärkte. Ich legte meine Hände in seinen Nacken, krallte mich in sein weiches, zerwühltes Haar. Dann zog ich ihn zu mir herunter und drückte wollüstig meine Lippen auf seinen Mund. Er stöhnte, stützte sich mit einem Arm auf, ergriff mit der anderen Hand meine Brust, berührte meinen steifen Nippel. Ich warf meinen Kopf nach hinten und Edward begann meinen Hals zu liebkosen, während er mir über meinen Bauch streichelte und seine Hand augenblicklich auf meine Vulva presste. Sogleich zog er meinen String beiseite und strich mit zwei Fingern durch meinen Spalt. Ich stöhnte laut auf. "Du bist so feucht, Bella. Das macht mich unglaublich an." sagte er mit rauchiger Stimme und tauchte mit zwei Fingern in mich ein.

Er bewegte sie kreisend in mir und ich krallte meine Nägel in seine Schulter. "Edward." entkam es mir keuchend, als er seinen Daumen über meinen Lustpunkt kreisen ließ. Es war alles so heiß, trotz der kühlenden Klimaanlage. Ich spürte, wie meine Beine leicht krampften. Seine Bewegungen würde ich nicht lange aushalten. "Fick mich, Edward, ich will dich endlich spüren!", verlangte ich, denn Hemmungen besaß ich nicht. Er riss mir im nächsten Moment das bisschen Stoff vom Körper, das ich noch trug und drang hart in mich ein. Es war berauschend und ich bog meinen Oberkörper nach oben, schlang meine Beine fest um seine Hüfte. Sofort fühlte ich ihn noch tiefer in mir. Unser beider Atem kam stockend und er bewegte seine Hüften kreisend in einem stetig starker werdenden Tempo. Immer wieder stieß er kraftvoll in mich und ich konnte genau fühlen, wie sich der Druck in mir aufbaute. Er stöhnte meinen Namen und ich küsste ihn hart, während ich heftig kam und die Wellen meines Orgasmus mich überrollten. Meine Muskeln spannten sich an und Edward stieß noch einige Male intensiv in mich, bevor er sich tief in mir ergoss.

Vor Erschöpfung legte er sich auf mich. Ich genoss das Gefühl seines schweren männlichen Körpers auf mir. Wir versuchten beide, unseren Atem wieder unter Kontrolle zu bekommen. Fast schon mit sanfter Zärtlichkeit küsste Edward meinen Hals und ich versuchte mir darüber keine Gedanken zu machen.