8. Kapitel

Ich habe ihn scheiße noch eins nicht vermisst und dabei bleibe ich!

Es war bereits stockdunkel geworden und ich entschied mich, wieder Richtung Küste zu fahren. Irgendwann erreichte ich Daytona Beach, ebenfalls eine am Wasser gelegene Stadt, nur etwas weiter die Küstenlinie über Miami hinauf. Ich hatte mir über Zeit und Entfernung meines kleinen Spontantrips keine Gedanken gemacht und war nun hier gelandet. Als ich ein kleines Hotel entdeckte, das nicht allzu teuer, aber auch nicht allzu schäbig aussah, nahm ich mir ein Zimmer. Es war nicht gerade das Ritz-Carlton, aber für mich genügte es. Ich legte mich auf das klassische Motelbett, etwas durchgelegen, aber was soll's. Richtige Müdigkeit wollte sich allerdings nicht einstellen, also erhob ich mit Schwung wieder. Ich beschloss, die Stadt noch etwas unsicher zu machen: Party, Cocktails und viel Tanzen stand auf dem Plan. Das Ganze endete damit, dass ich betrunken um fünf Uhr früh wieder ins Bett fiel. Ich war erwachsen und ausgiebig die Sau rauszulassen, war schließlich kein Verbrechen. Danach ließ der Schlaf nicht lange auf sich warten.

Gegen späteren Nachmittag klingelte oder weckte mich viel mehr mein Handy. Ich ging, ohne darauf zu schauen, ran. Es war Rose, die mit mir einen Kaffee trinken wollte. Ich erklärte ihr, dass ich so, keine Ahnung, 400 Kilometer, würde ich mal schätzen, entfernt in einem Bett lag. Sie wollte mir erst nicht glauben, bis ich ihr die Sachlage erklärte. Sie musste lachen und bezeichnete mich als verrückt. Ich war ihr deswegen natürlich nicht böse, denn verdammt, ich bin verrückt, aber sowas von.
Wir quatschten also noch eine Runde über sie und Emmett. Sie erzählte mir, dass ihr Date erstaunlich gut verlaufen war. Emmett war ein perfekter Gentlemen, dazu wortgewandt und ein – ihrer Meinung nach – sehr guter Küsser. So genau wollte ich es nicht wissen bzw. von weiteren Details hielt ich sie lieber ab. Ich wollte nicht gezwungen sein, mir Emmett in womöglich akrobatischen Stellungen vorzustellen, aber sie wirkte echt glücklich auf mich. Ob sich da möglicherweise zwei gefunden haben? Ich würde mich ehrlich für sie freuen, wenn es so wäre. Kurz bevor wir uns verabschiedeten, bereitete ich sie noch darauf vor, dass ich die nächste Woche wahrscheinlich hier blieb, da ich ja eh nicht arbeiten musste. Sie fand es zwar schade, aber Emmett würde sie schon ablenken. Außerdem musste sie ihn eh bezirzen, damit ihm nicht auffiel, dass ich mal eben so mit seinem Motorrad auf und davon war. Im nächsten Moment fragte ich mich, ob ich in der Lage gewesen wäre, Edward dazu zu überreden, mitzukommen. Aber eigentlich war das auch egal, ihr wisst ja, verschütteter Milch und so sollte man nicht hinterherweinen. Außerdem musste ich schließlich jetzt nicht ständig mit ihm rumhängen.

Daraufhin duschte ich erstmal, zog meine Lederhose und das Oberteil wieder an. Ich musste dringend in die Innenstadt und mir Unterwäsche und ein paar Klamotten holen, die ich bei meinem Kurzurlaub nämlich vergessen hatte. Handy, Sonnenbrille und Geldbörse waren reichlich wenig an Reisegepäck für einen Übernachtungsausflug.
Ich stattete mich also mit dem Nötigsten aus: ein paar billigen Oberteilen und einer Jeans. Außerdem entdeckte ich ein echt cooles Babydollkleid und dazu hochhackige Schuhe. Zurück in meinem Zimmer machte ich mich für eine weitere feuchtfröhliche Nacht fertig. Das Kleid konnte sich wirklich sehen lassen. Es war blaugrau, aus leichtem Material, über dem eng anliegenden Stoff meiner Brust mit Spitze verziert und einem faltenartigen Rock. Ich sah heiß aus, musste ich zugeben.

-Mal daran gedacht, dass du dir das nicht leisten kannst: die neuen Sachen, Schuhe und Pflegeprodukte, die Kette, die du extra kaufen musstest aufgrund deines überstürzten Handelns.- hielt mir mein eigenes Unterbewusstsein eine Predigt.
Gott, das weiß ich. Dann musste ich mir eben früher einen Extrajob suchen. Ist ja wohl nicht das Ende der Welt. Ich komme schon klar. Das habe ich immer irgendwie. Gott, ich hatte schließlich keine Markensachen gekauft. Sie waren billig, obwohl ich mir selbst das wegen des Clubs nicht leisten konnte.

– Das hättest du auch anders haben können. – Nein, danke, ich verzichte, da hingen für mich viel zu viele Negativfaktoren dran. Kannst ja nach Hause zurückgehen, wenn du willst, dann wäre ich dich außerdem los. Keine schlechte Idee, na los… Hau ab.
-Nö, bleibe hier bei dir, für immer.- sagte sie mir jetzt schon mit einem dämonischen Lachen und einer deutlichen Endgültigkeit. Wollte mir wohl Angst machen, oder wie? Seit wann meldet sich diese nervige Stimme eigentlich so häufig bei mir? Ich fand es einfach nur belastend.

Ich warf noch einen kurzen Blick in den Spiegel und begab mich zum Strand, denn da fand heute eine große Party statt, die bis in die Nacht andauern sollte.

Voll wie eine Strandhaubitze landete ich am nächsten Morgen in meinem Bett und das wieder alleine, mal was ganz Neues. Aber ich hatte eine megageile Truppe von Kerlen kennengelernt, die hier ihre Semesterferien verbrachten. Die waren nicht nur sexy, sondern wie auch ich auf Spaß aus.
Es waren drei Studenten: Jack, ein durchtrainierter Footballspieler, der aber echt der liebste Gentleman war. Andrew, ein kleiner Kerl, aber süß, der nie mit seinen dreckigen Witzen hinter dem Berg halten konnte und Brian, verwegene Haare, männlich und wahrscheinlich der Traum einer jeden Studentin seiner Uni. Mit ihm verstand ich mich am besten, er war einfach cool drauf. Mit ihnen zog ich jedenfalls die nächste Woche durch die Bars und Clubs oder feierte am Strand. Erstaunlicherweise hatte ich am Ende der Woche wirklich mit keinem geschlafen. Klar, sie hatten mir Avancen gemacht, aber letztendlich verschaffte ich ihnen ein paar süße Mädels. Ich war ihre Möglichkeit der ersten Kontaktaufnahme mit dem anderen Geschlecht, keine Kuppelmutti damit das klar ist. Wir hatten wirklich Spaß, ich erinnere mich zum Beispiel an unser kleines Wahlspiel.

"Also Bella, was würdest du eher tun? Diesen Typen dort drüben ohne Vorwarnung leidenschaftlich küssen oder lieber vom Steg komplett angezogen ins Meer springen?" fragte mich Brian, während wir gegen Abend auf der Strandpromenade standen. Ich grinste frech und sein Blick mir gegenüber wurde argwöhnischer. "Ich mache beides, wenn du für uns alle heute die Rechnung zahlst." bot ich ihm im Gegenzug an. "Das machst du nicht, du wirst springen, oder?" fragte mich Jack, aber ich zog nur eine Augenbraue nach oben und mein Lächeln wurde breiter. Brian sah bereits, dass ich nicht scherzte und gab mir bezüglich unserer Abmachung ein Okay.
Ich lief los und Andrew rief mir noch zu: "Aber keinen Trockensex, Bella, hier spielen schließlich Kinder!" Ich hob nur, ohne mich umzudrehen, meine rechte Hand und zeigte ihm meinen Mittelfinger. Ich konnte sie alle drei hinter mir lachen hören.

Der Kerl, welchen Brian ausgesucht hatte, sah nicht schlecht aus, nichts Besonderes, aber wenigstens kein Frosch. Miss Störenfried faselte noch was von einem Prinz und ich ging direkt auf Mr. Unbekannt zu. Er sah mich kommen, war verwirrt, aber auch neugierig, was ich von ihm wollen könnte. Er lächelte und betrachtete dabei meinen Körper. Ich trug nur ein dünnes Kleidchen. Deswegen wollte mich Brian auch nass sehen, das Teil würde mir dann nämlich quasi am Körper kleben und alles zeigen – zwar verdeckt, aber trotzdem. Versauter Kerl dieser Brian, ich wusste es doch.
Als ich direkt vor dem Typ stand, packte ich sein Shirt, zog ihn rasch zu mir und gab ihm einen heißen, fordernden Kuss, wodurch er aufkeuchen musste und die Jungs hinter mir begeistert pfiffen. Es war kein schlechter Kuss, aber mein letzter mit Edward war eindeutig besser – feueriger, wenn ihr wisst, was ich meine.
Kurz bevor er die Chance hatte, mich selbst an sich zu pressen, ließ ich von ihm ab. Dann zwinkerte ich ihm noch mal zu und lief vorbei an den Jungs, die mir einen Daumen hoch gaben. Am Ende des Steges warf ich ihnen zurückblickend einen Luftkuss zu und sie stritten sich gespielt darum, wer ihn auffangen durfte. Ich musste lachen und dann sprang ich kopfüber ins Meer.
Als ich die Leiter wieder nach oben kletterte, sagte ich süßlich, wie erfrischend das doch war. Und Brian war begeistert und reichte mir seine Hand. Großer Fehler, mein Freund, würde ich sagen. Ich grinste frech und er realisierte gerade noch seine eigene Dummheit, kurz bevor er sich von der Frische des Wassers selbst überzeugen konnte.

Am Ende wollten sie mich echt nicht gehen lassen, aber ich musste leider zurück. Emmett hatte schon gespielte Drohanrufe bei mir gemacht. Der war ja schlimmer als jede besorgte Mutti.

Als ich gegen Sonntagnachmittag wieder in Miami eintrudelte, umarmte er als Erstes stürmisch sein Baby und betrachtete es von allen Seiten. "Wie neu, es hat keinen einzigen Kratzer. Du hast doch nicht etwas anderes von mir erwartet oder, Emmett?" Er erhob sich wieder und sah mich an: "Natürlich nicht Bella, ich habe dir voll und ganz vertraut. Du hättest auch noch eine Woche länger bleiben können." erklärte er nun völlig gelassen, weil er sich davon überzeugen konnte, dass seiner Kawasaki nichts passiert war. "Na klar und die vielen Anrufe waren ein Versehen oder was? Die Jungs dachten schon, ich hätte einen hypereifersüchtigen Freund." sagte ich lachend.
Emmett streckte mir die Zunge raus und widmete sich wieder seiner Maschine. Der war ja schlimmer als ich. Ich will nicht wissen, was er mit mir angestellt hätte bei einem, sagen wir mal, Totalschaden. Dann würde ich sicher jetzt durch einen Strohhalm essen.
Nachdem ich mich von Emmett verabschiedet hatte, ging ich nach Hause und versuchte dem Chaos in meiner Wohnung Herr zu werden. Nicht so prickelnd fand ich da den Angriff eines alten Stücks Pizza in meinem Minikühlschrank, das ein Eigenleben entwickelt hatte. Ich musste ja dringender aufräumen als erwartet, sonst würde mein Essen hier noch Beine bekommen und vor diesem Tohuwabohu selber flüchten. Na, dann mal ran an den Speck und hoffentlich krauchte der hier nicht auch schon irgendwo durch mein Zimmer.

Nach dem Putzmarathon war das höchste der Gefühle, was ich noch zu Stande brachte: einen Schritt zu meinem Bett und sich fallen lassen. Jetzt wusste ich wieder, warum ich das Chaos bevorzugte.

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Am Dienstag besuchte ich das Twilight, welches erschreckender Weise einem Kriegsschauplatz glich. Wie konnte ein defektes Kabel nur so viel Schaden anrichten? Das würde eindeutig länger als ein paar Wochen dauern, bis da wieder Gäste feiern und sich betrinken konnten. Ganz klasse, aber auch. Ich schwimme ja in Geld, eine ganze Badewanne voll lagert in meiner Wohnung. Ich hoffte, dass Luu wenigstens versichert war, sonst würde sich die Angelegenheit bis ins Unendliche ziehen.

Um mich abzulenken, besuchte ich mal wieder Alice. Ich hatte sogar Glück, als ich sie an der Kasse des Elektroladens, in dem sie arbeitete, entdeckte.
"Bella, lange nicht gesehen. Ich dachte schon, du bist vom Rand der Erde gefallen." begrüßte sie mich freudig. Ich erwiderte ihre Umarmung und beugte mich wieder zurück, um mich dann mit Schwung auf den Kassentresen zu setzten. "Ich habe spontan einen Abstecher nach Daytona Beach gemacht, bisschen Party machen." Sie zog eine Schnute und boxte mir leicht beleidigt gegen meinen Oberarm. "Du hättest mich doch mitnehmen können." Ich lächelte sie entschuldigend an. "Sorry Süße, war wirklich eine extrem spontane Aktion, ich hatte nicht mal Unterwäsche dabei." Damit konnte ich sie ein wenig beruhigen, dass ich sie nicht vergessen hatte.

Während sie ab und an die Kunden bediente, erzählten wir uns, was in letzter Zeit so los war, bevor ich mich wieder auf den Weg machte. Aber nicht ohne ihr hoch und heilig zu versprechen, dass wir bald mal wieder zusammen ausgehen würden.

Als ich den Laden wieder verließ und unbekümmert durch die Straßen lief, packte mich plötzlich jemand hart an der Schulter und drehte mich zu sich. "Bella, wo warst du die ganze letzte Woche? Ich habe mir Sorgen gemacht." forderte Edward energisch und in seiner Stimme klang Verärgerung und Sorge mit. "Unterwegs." antwortete ich ihm knapp. Er musste ja nicht wissen, was ich alles so trieb. Seine Stirn kräuselte sich sauer. "Warum bist du einfach so abgehauen? Du hättest dich auch mal melden können?"
Himmel, was machte der denn hier so einen Aufstand. Ich bin doch schließlich nicht sein Eigentum, geschweige denn war ich verpflichtet, mich bei ihm abzumelden. Ich musste eben mal raus aus Miami, so sehr hing ich nun auch nicht an ihm, oder?
"Ich habe dir zugerufen, dass ich gehe, wenn du es aufgrund deiner Arbeitsbesessenheit nicht mitgekriegt hast, ist das nicht mein Problem. Außerdem kann ich machen, was ich will." sagte ich ihm genervt und damit machte ich es nicht besser, aber ich hatte keine Lust vor ihm kriechend um Verzeihung zu bitten. Wieso auch? Gab doch keinen Grund dafür.
"Ganz toll, denkst du eigentlich nur an dich oder fällt es dir wirklich so schwer mal nachzudenken, bevor du handelst. Wenn du schon keine Lust hattest, mich direkt anzusprechen, hättest du wenigstens einen Zettel schreiben können. Ich habe mir echt Sorgen gemacht, dass vielleicht etwas passiert ist. Und die Tatsache, dass der Club wie nach einem Bombenanschlag aussieht, hat es auch nicht besser gemacht. Ich dachte, du hast dich verletzt."

Hatte er etwa nach mir gesucht? Oh Mann, ich wusste ja nicht, dass mein Abgang so dramatisch war. Er war beschäftigt gewesen, ich nahm an, ihn würde es eh nicht stören. Außerdem hatte ich seine Nummer nicht, also war Anrufen auch nicht drin gewesen. "Okay, sorry. Ich konnte ja nicht ahnen, dass du dir dermaßen Gedanken machen würdest. Gib mir einfach deine Handynummer, dann kann ich dir das nächste Mal Bescheid sagen. Zufrieden?" versuchte ich ihn zu beruhigen. Er schnaubte. Das war scheinbar auch nicht das, was er hören wollte. Mir egal, wir sind letztlich nicht zusammen. Wir tauschten aber trotzdem brav unsere Nummern aus und Edward schien wieder etwas herunterzukommen, als er fragte: "Und was hast du nun gemacht?"
"Party in Daytona Beach." antworte ich ihm grinsend, wodurch er stutzig nachhakte, ob das die ganze Woche der Fall war. "Ja, wie du jetzt weißt, kann ich ja gerade nicht im Club arbeiten." Daraufhin sagte er nichts, sonst wäre wahrscheinlich wieder ein Streit über Verantwortungsbewusstsein über uns hereingebrochen.

Wir sahen uns beide an, wussten nicht wirklich was wir sagen sollten. Es würde doch reichlich komisch wirken, wenn ich ihn über seine Arbeitswoche befragen würde, obwohl ich gerne wüsste, ob Tanya irgendwas zu ihm gesagt hatte. So und nun, wir starrten uns immer noch weiter gegenseitig an. Für einen Außenstehenden mussten wir reichlich dämlich aussehen.
Miss Unterbewusstsein flüsterte mir zu, ich sollte doch mit ihm gehen. Aber ich hielt mich plötzlich zurück, denn was dann? Würden wir Buntstifte zählen oder Bilder malen oder was? Irgendwie verunsicherte er mich. Ich hatte in den letzten Jahren sonst nur von weitem mit solchen Typen, wie Edward einer war, zu tun. Von meinen sonstigen Bekanntschaften wusste ich, was mich erwartete, da sie mir selbst recht ähnlich waren.

– Jetzt sei ehrlich. Du willst mit ihm gehen und hast ihn die Woche über vermisst – mischte sich da Miss. Neunmalklug ein.
Das stimmt doch gar nicht. Ich hatte sehr viel Spaß.
– Mag sein, aber du hast keinen dieser Collegejungs flach gelegt. Und du brauchst nicht zu lügen, ich weiß es besser. –
Gar nichts weißt du, ich habe verflucht noch eins Edward nicht vermisst und basta. Jetzt führte ich schon Selbstgespräche, ich war nicht nur verrückt, sondern schon durchgeknallt.
– Ich bin du und deshalb weiß ich, dass du ihn vermisst hast. Außerdem kennst du doch das Sprichwort: Wer am lautesten schreit hat Unrecht. Ach und Edward hat dich übrigens gerade etwas gefragt – Was? Wie? Verflucht, ich hatte keine Ahnung, was er wollte. Ich sollte mal höflich nachfragen. Der glaubt noch, ich habe keinerlei Manieren. "Wie bitte? Was wolltest du, Edward?" fragte ich in einem besonders netten Ton nach. Er sah mich verwirrt an. Okay, jetzt denkt er wahrscheinlich, ich sei völlig irre. Mit bedachter Stimme versuchte es Edward erneut: "Ich wollte wissen, ob du mit mir etwas essen möchtest. Ich könnte etwas kochen." Er klang hoffnungsvoll.

-Sag ja und wehe nicht, sonst werde ich dich noch mehr nerven.-

Ruhe…. Ich muss kurz überlegen. Okay, ich wäre nicht abgeneigt und richtiges Essen hörte sich auch nicht schlecht an, vor allem wenn es selbst zubereitet wurde.

"Okay, wenn du so fragst, gegen leckere Hausmannskost hätte ich nichts einzuwenden." antwortete ich ihm lächelnd und Edward machte sogleich ein freundlicheres Gesicht. So sah er auch viel attraktiver aus als mit dieser mürrischen Miene. Er führte mich zu seinem Audi, wie sollte es auch anders sein. Ein kleiner Käfer oder irgendeine Rostlaube hätte ihm aber auch mal so gar nicht gestanden. Mal sehen, was der Abend so mit sich bringt.