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Kapitel 17:

„Hey, Cid!", rief Vaan dem Wissenschaftler hinterher, der sich von ihnen abgewendet hatte und zu Balthier hinüber rannte.

Penelo hob eilig etwas auf, das über das Metallgitter gerollt war und packte dann Vaans Schulter. „Komm schon, Cid holt Balthier hier raus. Wir müssen selber schauen, dass wir hier weg kommen, bevor alles in die Luft fliegt."

Vaan sah zu Penelo und bemerkte, dass Fran schon die Treppe wieder hinab gestiegen war. „Na gut, verschwinden wir hier."

Penelo und Vaan eilten der Viera hinterher, zum Haupttor des Generatorraums. Kurz bevor sie den Raum hinter sich ließen, stoppte Vaan kurz, um selbst etwas aufzulesen. Atemlos hetzten die drei durch die Gänge des Laboratoriums. Die Sirene, der Countdown, die pulsierenden Lichter trieben sie an.

Auf etwa halbem Weg nach draußen trafen sie auf Soraya, die selbst durch den Gang auf sie zu rannte.

„Fran, Penelo, Vaan", rief die Kopfgeldjägerin, als sie sie erkannte. „Wo sind Ffamran und Cid?"

„Frei!", rief Fran und rannte an ihr vorbei.

„Cid schafft Balthier hier raus", keuchte Penelo hastig und rannte an ihrer anderen Seite vorbei.

Vaan packte sie im Vorbeirennen am Arm, zog kurz daran, dass Soraya sich um die Achse drehte. „Hier fliegt gleich alles in die Luft!"

Soraya schüttelte den Kopf. „Kapiert!" Sie hetzte den anderen dreien nach draußen nach.

Der Countdown war schon auf weniger als eine Minute herab gelaufen, als sie aus dem Gebäude hinaus hetzten, zu dem dort wartenden Transporter rannten. Gabranth bewachte den Eingang des Luftschiffs und winkte ihnen heftig zu, sich zu beeilen.

Fran und die anderen drei sprangen in den Transporter und Gabranth schlug hinter ihnen den Eingang zu.

„Los! Abheben!", schrie Soraya zum Cockpit hin und grapschte nach einem Halt, als der Pilot den Transporter eilig abheben ließ.

Ein paar Momente später wurde der Flug stabiler und Soraya drängte sich zum Cockpit, die anderen hinter ihr. Durch das Fenster sahen sie, wie das Draklor-Laboratorium unter ihnen kleiner wurde, sich entfernte. In den Fenstern und auf den Mauern erblühten plötzlich Feuerblumen, breiteten sich rasend aus. Momente später traf die Schockwelle der Explosion den Transporter, brachte ihn ins Schlingern.

„Ah!" Penelo fiel gegen Vaan und beide gingen zu Boden.

Gabranth packte Fran, stützte sie. Soraya krallte sich an einen Sessel, starrte hektisch nach draußen.

„Verflucht!", schrie sie. „Wo steckt er nur?" Sie rüttelte am Sessel.

„Äh… wer?", kam Penelos Stimme vom Boden. Vaan und die junge Frau zogen sich an einer Konsole hoch.

„Cids Gleiter! Er ist damit gekommen, also – oh!", die Kopfgeldjägerin fuhr auf und deutete zum Seitenfenster. „Da! Aber, wo will er hin?"

„Das ist nicht die Richtung zum imperialen Palast", bemerkte Gabranth.

„Auch nicht der Flottenstützpunkt", fügte Vaan hinzu.

„Und auch nicht Cids Anwesen!", ergänzte Soraya ungeduldig. „Das weiß ich alles!"

„Er sucht nach Wasser." Fran löste sich von Gabranth, jetzt da der Pilot den Transporter wieder unter Kontrolle hatte.

„Wasser?", wiederholte Vaan entsetzt.

„Oh nein", seufzte Penelo.

„Was? Was?", verlangte Soraya von Balthiers Gefährten.

„Golberra hat mit seiner Folter eine Mysth-Überlastung in Balthier ausgelöst", erklärte Penelo ängstlich. „Er – Balthier –"

„Balthier muss so schnell wie möglich ins Wasser", sagte Vaan drängend, „sonst geht er drauf."

„Ein geschützter Zugang zu möglichst viel Wasser", fügte Fran hinzu.

„Eine Mysth-Überlastung?", wiederholte Soraya verblüfft. „Das geht wirklich? Und – ihr wisst, was man dagegen machen kann?"

Penelo warf einen Blick zu Fran, dann nickte sie. „Ja, dafür…"

Soraya unterbrach sie mit einer heftigen Bewegung. „Erklärungen später. Jetzt, was ist Cids Ziel?"

„Das alte Flussbad", drang es unter Gabranths Helm hervor.

„Genau", stimmte Soraya zu und fuhr zu dem Piloten herum. „Flieg uns zum alten Flussbad, mach schon!"

„Verzeihung, Ma'am", widersprach der Pilot. „Aber ich habe gerade die Order erhalten, sie zum Palast zurück zu bringen."

„Was?", rief Vaan.

„Von wem?", wollte Soraya wissen.

„Lord Larsa, Ma'am", antwortete der Pilot.

„Larsa…" Penelo sah ihre Gefährten unsicher an. „Ich meine, Cid weiß auch, wie man mit der Mysth-Überlastung umgeht."

„Was? Nein!", unterbrach Vaan. „Wir müssen zum Flussbad!"

„Aber, Vaan…"

Er funkelte Penelo an. „Hast du den Mob vergessen, der dort ist? Der Kristallgator?"

„Oh – oh nein", sagte die junge Frau kleinlaut.

„Cid fliegt sich und Ffamran geradewegs ins Revier eines Mobs?", rief Soraya entsetzt. Sie packte den Piloten am Kragen. „Du fliegst uns jetzt dort hin, oder ich schmeiße dich aus dem Transporter und mache es selbst!"

Der Pilot sah zur wütenden Kopfgeldjägerin und den anderen hinter ihr, dem Hohen Richter Gabranth eingeschlossen. „Natürlich, Ma'am."

Während des Flugs trat Gabranth zu Vaan und tippte ihm auf die Schulter. „Ich denke, das gehört dir", meinte er und streckte dem Dieb eine Klinge hin, mit dem Knauf nach oben gehalten. Eine sehr spezielle Klinge, die Vaan sehr vertraut war.

Vaan riss die Augen auf. „Mensch! Das ist meine Masamune!" Er packte die Klinge und studierte sie gierig. „Sie ist es wirklich! Mann, Danke, Basch! Ich dachte wirklich, ich sehe sie nie wieder!"

Der Mann in der Rüstung eines Hohen Richters nickte knapp, legte den Helm schief.

„Das alte Flussbad!", unterbrach Sorayas Ruf und sie deutete heftig zum Fenster hinaus.

Die anderen wendeten sich selbst den Fenstern zu. Vor ihnen, noch ein Stück entfernt, kam eine ausgedehnte, etwas vernachlässigt wirkende parkähnliche Anlage in Sicht. Zwischen Büschen und verwilderten Wiesen waren einige trübe Wasserbecken in unterschiedlicher Größe eingelassen, die über ein ausgedehntes Kanalsystem miteinander verbunden waren. Ein paar Pavillons und verschiedenste Sitzgelegenheiten waren über die Anlage verteilt. Ganz hinten, am Ufer des Flusses, war ein riesiges Becken. Über die ganze Länge des Beckens zogen sich breite, große Steinstufen hin, die immer tiefer ins Wasser führten. Das Becken selbst war nur durch ein paar steinerne Pfeiler vom Fluss selbst getrennt.

Vaan stutzte und spähte angestrengt. „Cids Gleiter! Da unten ist er!" Er zeigte hinab, wo das purpurne Gefährt auf einer Wiese nicht weit vom Ufer parkte.

„Und Cid und Balthier", rief Penelo, wippte aufgeregt auf den Fußballen. Zwei Gestalten, die eine stützte die andere, waren langsam auf dem Weg zum Uferbecken. Hinter ihnen, noch unbemerkt, tauchte etwas in einem der anderen Wasserbecken auf, schob sich an Land. Eine langgestreckte, gedrungene, vierbeinige Kreatur von mindestens zehn Metern Länge, ein mit Algen bedeckter Schuppenpanzer, der hier und da hell glitzerte.

„Der Mob", sagte Fran ernst.

Der Kristallgator stapfte auf Cid und Balthier zu, die herum wirbelten als sie den Mob bemerkten. Der Wissenschaftler wich hastig zurück, zog Balthier mit sich, doch der Kristallgator war überraschend schnell, schnappte mit seinen gewaltigen Kiefern nach ihnen. Der Mob hätte sie getroffen, wenn Cid nicht Balthier heftig zur Seite gestoßen und sich selbst in die andere Richtung geschleudert hätte.

„Oh, weh!", rief Penelo, während Cid sich hoch stemmte und heftig die Arme schwenkte, die Aufmerksamkeit, des unschlüssigen Mobs auf sich zog.

„Alle bereit?", verlangte Vaan und hielt die Masamune fest gepackt.

„Bring uns so dicht wie möglich hin!", feuerte Soraya den Piloten an. „Schnell!"

...

Cid sprang zur Seite, als die gewaltigen Kiefer dieses Monstrums wieder nach ihm schnappten und riss hastig den rechten Handschuh herunter, entblößte die mit Zaubersplittern gespickte Armschiene. Ohne den Gehstock, dem zweiten Teil seiner Waffe, konnte er diese nur konventionell einsetzen. Also Werfen und Auslösen. Genau das tat der Wissenschaftler auch: er löste einen Splitter und schleuderte ihn vor die Füße dieses monströsen Gators. Ein Gewittersturm brach los und der Gator brüllte wütend.

Hastig wich Cid zurück, weg von dort wo Ffamran zu Boden gegangen war. „Na los, komm schon, du Mistvieh, hier bin ich. Hol mich doch!" Er wich wieder den schnappenden Kiefern aus, schleuderte einen weiteren Zaubersplitter, der in feurigen Flammen explodierte. Frustriert schnaubte Cid. Dieses Ding konnte er jetzt wirklich nicht gebrauchen. Er hatte keine effektive Waffe, Ffamran war verletzt und litt an einer Mysth-Überlastung! Der Junge musste schnell ins Wasser, damit die Mysth abgeleitet werden konnte, sonst –

Der Gator wirbelte überraschend schnell herum, sein Schwanz peitschte und erwischte Cids Beine, holte ihn von den Füßen.

„Ah!"

Das Monstrum stapfte hastig herbei und Cid verfluchte seine Entscheidung, die Luks in Draklor gelassen zu haben. Eilig löste er den nächsten Zaubersplitter aus der Armschiene, doch der Gator war schneller, war plötzlich da und – bäumte sich mit schmerzerfülltem Brüllen auf. Ein Schwerthieb traf das Hinterbein, schlug eine tiefe Wunde.

Cid starrte die Szene einen Moment lang verblüfft an. Ffamrans Gefährten – Fran, Penelo und Vaan zusammen mit Soraya und Gabranth drangen heftig auf das Monstrum ein, zogen dessen Aufmerksamkeit auf sich. Ohne groß zu zögern hetzte der Wissenschaftler zu seinem gestürzten Sohn hinüber und sah, dass er sich in der Zwischenzeit ein paar Meter in Richtung Wasser geschleppt hatte.

„Und hoch mit dir." Cid holte ihn vom Boden und zerrte den jungen Mann weiter zum Uferbecken hinüber.

Balthier sah sich verwirrt und unbeholfen um. „Vater? Was?" Er sträubte sich gegen Cids Griff.

„Deine Freunde packen dieses Monstrum schon", sagte Cid ungeduldig. „Wir müssen dich so schnell wie möglich erden, das weißt du doch."

„Ich – ja." Balthier schüttelte zitternd den Kopf, die Mysth-Überlastung machte ihm immer mehr zu schaffen.

Cid warf ihm einen beunruhigten Blick zu, dann hatten sie das Uferbecken erreicht. Zügig, aber vorsichtig stiegen die zwei Männer die breiten Stufen hinab ins Wasser. Der Wissenschaftler brachte Balthier hüfttief hinein und senkte sie beide hinab, bis sie bis zum Hals im Wasser waren.

Balthier gab einen Laut von sich, der irgendetwas zwischen Stöhnen und Seufzen war. „Was sagt man dazu. Die gleiche Situation wie am Richtfeuer, nur anders herum."

Cid schnaubte amüsiert und besorgt, während er eine halbwegs bequeme Position suchte, um Ffamran stützen zu können. „Tja, wie du mir, so ich dir? Punkt eins und zwei, Distanz und Erdung sind abgehakt."

Bebend griff Balthier nach Cids Arm, der sich um seine Taille schlang. „Fehlt noch Punkt drei –" Er brach ab, keuchte und ein krampfartiger Schauder ging durch seinen Körper. „Jetzt hast du die Chance mir die Ohren langzuziehen, ohne, dass ich wegrennen kann. O-oder ein Angebot zum Forschungsassistenten zu machen."

Cid strich mit der freien Hand durch Balthiers Haare. „Oh, ich werde dir nicht die Ohren langziehen. Und auch keine Stellenangebote. Wenn überhaupt wäre das eine Stelle als ebenbürtiger Forscherkollege nicht als Assistent. Aber das passt jetzt gar nicht."

„Nein?"

„Ich habe länger darüber nachgedacht, was ich tun würde, sollten bei einer Mysth-Überlastung unsere Positionen umgekehrt sein. Und – sicher, dir die Leviten zu lesen würde genügen um dich auf mich fokussiert zu halten, aber mir ist eine andere Idee gekommen, die genauso, wenn nicht noch effektiver sein sollte", meinte Cid.

Balthier blinzelte, runzelte die Stirn, eine leise Ahnung regte sich. „Was hast du vor?"

Cid griff nach Ffamrans Nacken, drückte ihn. „Unserer Familie fällt es nicht leicht Gefühle offen zu zeigen, oder gar auszusprechen, ohne irgendeine Art Maske oder Metapher. Und es ist noch viel schwieriger, sich das anzuhören."

„Vater…" Balthier sah Cid mit großen Augen an, ein Schaudern erschütterte ihn.

„Also sage ich dir ganz offen, was ich von dir halte, mein Sohn." Cid lächelte bei Ffamrans verblüfftem Gesicht. Das hatte der Luftpirat nicht erwartet, doch schon diese Ankündigung zeigte Wirkung. Von Ffamran aus sickerte schon ein erster goldener Schimmer ins Wasser.

„Ich bin stolz auf dich", begann Cid leise hielt Augenkontakt. „Du bist ein großartiger junger Mann geworden. Ich würde gerne sagen, dass ich dabei geholfen habe, doch ich denke, dass ich in den letzten Jahren eher ein Negativbeispiel war, als ein positiver Einfluss."

„Aber davor warst du ein – ein guter Einfluss", setzte Balthier an, drängend. „Und – und jetzt bist du wieder –" Er wurde von einem Finger unterbrochen, der sich gegen seine Lippen drückte. Ein Puls goldener Mysth breitete sich aus.

Cid lächelte. „Hier und jetzt geht es nicht um mich, sondern um dich, Ffamran."

Balthier sah ihn mit großen Augen stumm an, bis Cids Hand zu seiner Schulter glitt.

„Das erste auf das ich stolz bin, ist ganz offensichtlich. Dein Verstand."

Der Luftpirat rollte die Augen, doch sein Atem kam stockend. Natürlich war das das erste, das Cid erwähnte.

„Du bist einer der wenigen Leute, mit denen eine Unterhaltung nie langweilig wird", fuhr Cid fort, ein Grinsen blitzte auf. „Und deine Gedankensprünge, bei denen sogar ich mich anstrengen muss, um dir zu folgen. Wirklich großartig!"

Balthier blinzelte und griff unbeholfen, überrascht nach Cid.

„Aber das ist natürlich nicht alles, was mir an dir gefällt", meinte der Wissenschaftler. „Als nächstes auf der Liste ist – hmm. Wie soll ich es ausdrücken? Deine Erscheinung."

„Meine Erscheinung?", wiederholte der Luftpirat verwirrt, kalter Schweiß rann von seiner Stirn, aber die Mysth sickerte stetig ins Wasser.

Cid nickte, strich Ffamran über die Haare und die Wange. „Du hast meine Gesichtszüge geerbt. Und die deiner Mutter."

Ffamran riss die Augen auf. „Du – magst es, das ich dir ähnlich sehe? Cid!"

Eine hochgezogene Augenbraue und ein Grinsen antwortete. Cid flickte Balthier ein paar Wassertropfen ins Gesicht. „Und deiner Mutter. Aber ja, du bist ein wirklich gutaussehender junger Mann. Was bei deinen Eltern auch nicht anders zu erwarten war."

„Vater!", stöhnte Ffamran entsetzt. Er schüttelte das Wasser aus dem Gesicht. „Ist das wirklich…"

„Mir gefällt dein Kleidungsstil", unterbrach Cid.

„Meine Klamotten", wiederholte Balthier ungläubig-ärgerlich. „Ernsthaft?"

„Natürlich. Meinst du, ich hätte sonst Lixan erlaubt, dir eine ganze Kollektion in den besten und neuesten Stoffen schneidern zu lassen?", gab Cid zurück und Balthier versuchte stöhnend sich tiefer ins Wasser sinken zu lassen was im Griff seines Vaters aber nicht möglich war. Die Mysth wurde intensiver.

„Mein Stil…" Seine Augenlider flackerten.

„Hmm", bekräftigte der Wissenschaftler. „Dann ein paar weniger unglaubliche Punkte?"

Ein Auge öffnete sich misstrauisch.

„Deine Fähigkeiten als Maschinist, als Kämpfer und als Pilot", zählte Cid auf.

Das zweite Auge ging auf. Eine Bestätigung dieser Talente hörte er gerne.

„Im Kampf bist du umsichtig, zielstrebig und wenn nötig, skrupellos. Aber nicht grausam. Du fügst deinen Gegnern keine unnötigen Qualen zu, ziehst Kämpfe nicht in die Länge und findest keinen Gefallen am Schmerz anderer."

„Hältst du das wirklich für so ungewöhnlich?", meinte Balthier skeptisch, senkte den Blick.

Cid zog die Augenbrauen hoch. „Mit deinen Erfahrungen als Luftpirat musst du das noch fragen?"

Balthier sah zur Seite, doch Cid griff nach seinem Kinn, drehte ihn zu sich. „Das ist eine Auflistung deiner Tugenden, Ffamran, also ist es eine gute Sache."

Ffamran nickte und Cid ließ sein Kinn wieder los.

„Du bist ein hervorragender Pilot", fuhr Cid fort. „Ich habe dich nur mit der Strahl gesehen aber ich denke, jedes Schiff könnte sich glücklich schätzen, dich als Piloten zu haben."

„Jahrelange Übung", meinte Balthier undeutlich.

„Gewiss, aber meinst du, das ein anderer Pilot es geschafft hätte, die Strahl nach der Explosion im Brocken-Gebirge noch fliegen? Die meisten wären zu Fuß aufgebrochen."

Balthier zuckte rastlos die Schultern. „Wir mussten so schnell wie möglich dort weg."

„Und das sind wir, was wir deinen Fähigkeiten als Pilot zu verdanken haben", bekräftigte Cid. „Drittens bist du ein herausragender Maschinist."

„Ich- ich weiß", meinte Balthier. „Ich bekomme jedes Gerät wieder zum Laufen."

Cid schmunzelte. „Eine Frage: der Tarnmodus war nicht von Anfang an in der Strahl dabei, richtig?"

Bestätigendes Nicken, langsam.

„Ich habe noch keinen derart ausgefeilten Tarnmechanismus gesehen. Schon gar nicht bei einem Schiff dieser Größe."

„Nicht ohne Nono und Fran…", murmelte Balthier geschwächt, sein Gesicht war dabei alle Farbe zu verlieren. Seine Stimme erstarb.

Cid griff nach seinem Kinn, schüttelte ihn. „Bleib hier, komm schon. Willst du etwa auf halbem Weg aufgeben?"

„Was?" Der junge Mann blinzelte Cid verschwommen an. Die Mysth im Wasser begann zu verblassen. Sein Kopf sackte zur Seite. Seine Kraft war fast verbraucht.

Schnell griff der Wissenschaftler nach Balthiers Nacken, zog ihn heran, drückte Stirn an Stirn zusammen. Cid atmete tief durch, schloss die Augen. Jetzt galt es. „Ffamran…"

Das Zittern des jungen Mannes war so heftig, dass das Wasser Wellen schlug, spritzte. Er stöhnte, war halb bewusstlos.

„Ich habe dich lieb", gestand Cid rau und packte seinen Sohn fester.

Ffamran fuhr heftig zusammen, die Augen flogen auf, doch Cids Griff war zu kräftig, als dass er ihn brechen konnte. „Vater –"

Cid hielt ihre beider Stirn aneinander gedrückt. „Ich –", er schluckte, „ich habe niemanden lieber als dich. Auch wenn ich es dir viele Jahre nicht gesagt habe, auch wenn ich es eine Weile vergessen hatte, du bist mein Sohn und ich habe dich lieb."

Ffamrans Keuchen wurde zu einem Schluchzen. „Vater!"

Cid drückte die Hand, die nicht an Ffamrans Nacken war gegen dessen Brust. „Du bist großzügig, geduldig, nachsichtig", fuhr er fort, fiebrig. „Dein erster Blick geht immer zuerst zu deinen Gefährten, ob es ihnen gutgeht. Du bist bereit anderen eine Chance zu geben, egal wer es ist. Und du bist bereit zu verzeihen. Sogar mir, obwohl ich das kein Stück verdient hatte."

Ein Wimmern entrang sich Ffamran. Cid griff mit beiden Händen nach dem Kopf seines Sohnes, schob ihn zurück, starrte in das von Tränen überströmte Gesicht und die riesigen Augen. Ein zitterndes Lächeln hing an Cids Lippen. „Du bist mein Lieblingssohn, Ffamran."

Ffamran warf sich vor, drückte den Kopf gegen Cids Schulter, schlang die Arme um ihn. Stockender Atem, heftiges Zittern und Cid drückte ihm einen Kuss an die Schläfe.

Cids Blick fiel auf das Wasser, die Mysth war fast komplett erloschen. „Aber sag das nicht deinen Geschwistern, ja?"

„Die – die wissen das doch schon längst", stieß Ffamran stockend hervor.

„Hmm? Ah, ja? Gut." Cid zog Ffamran fest an sich, strich über seinen Rücken. Die Krämpfe, die Ffamran geschüttelt hatten, hörten auf, die Mysth erlosch ganz und der Wissenschaftler lehnte sich erleichtert gegen den Stein hinter sich. Die Krise war vorbei. Auch das Kampfgetöse hinter ihnen ebbte langsam ab.

„Wie fühlst du dich?", fragte Cid nach einer Weile.

Balthier lockerte seinen Griff. „Als ob mich die Folter eines Rozzarianers in eine Mysth-Überlastung getrieben hatte."

Cid schnaubte. „Gut zu hören."

„Sollten wir nicht aus dem Wasser heraus?", murmelte der Luftpirat in seine Schulter.

„Ich wollte nur abwarten, bis deine Freunde mit dem Monster da hinten fertig sind", bemerkte Cid, dann stemmte er sich und Ffamran hoch. „Komm."

Balthier stolperte von Cid gestützt voran, die Stufen hoch zum Rand des Beckens. Ein ganzes Stück vom Ufer entfernt hatten die anderen den gewaltigen Gator erlegt, sah er, sie kamen ihnen eilig entgegen.

„Vater, ich –", setzte er an, stockte. „Was du gesagt hast…"

„Jedes Wort." Cid gab ihm ein schiefes Lächeln. „Jedes einzelne Wort."

Ein fragiles Lächeln zog sich über Ffamrans Gesicht.

Dann waren die anderen Gefährten da.

„Hey, wie geht's euch?" Vaan griff unaufgefordert nach Balthiers anderen Arm, half ihn zu einer Steinbank hinüber.

„Wir leben beide noch", meinte Cid, der sich neben Balthier setzte.

Balthier lächelte erschöpft, während Fran den jungen Dieb zur Seite schob. Die Viera beugte sich ernst über ihren Partner.

„Hey, Fran."

Fran sagte nichts, sah ihn nur stirnrunzelnd an und begann ihn zu untersuchen.

„Du lässt wirklich gar nichts aus, was Bruderherz?" Soraya stemmte die Hände in die Hüfte.

„Was soll ich sagen? Als Held dieser Geschichte stehe ich natürlich im Mittelpunkt", erwiderte der Luftpirat herablassend.

Ein paar Momente später trat Fran zurück, nickte. „Du hast es überstanden. Du wirst noch einige Tage geschwächt sein, doch auch das geht vorbei."

„Danke, Fran."

Penelo hielt ihre Heiligenrute fest gepackt, kaute an ihrer Unterlippe. Sie starrte die blauen Flecken in Balthiers Gesicht an, die zerschrammten und aufgeschürfte Haut seiner Handgelenke, seine eher graue Gesichtsfarbe. Wer wusste schon, welche Verletzungen sich noch unter seinen nassen Kleidern verbargen. „Ist es okay, wenn ich ihn heile, Fran? Die Mysth hier ist dünn genug, dass Zaubersprüche normal funktionieren. Oder stört ein Heilzauber seine Erholung nach einer Mysth-Überlastung?"

Fran neigte den Kopf. „Heile ihn."

Die junge Frau grinste kurz und sprach dann einen Heilzauber.

„Ahh", seufzte Balthier und rieb seine Handgelenke. „Schon viel besser."

Vaan zappelte unschlüssig, dann kramte er die Scheide des Stockschwertes hervor, streckte sie Cid hin. „Die andere Hälfte habe ich leider nicht gefunden."

„Die Klinge habe ich!", rief Penelo, hüpfte aufgeregt. „Die hatte Golberra fallen lassen."

Überrascht akzeptierte der Wissenschaftler die beiden Hälften des Stockschwerts. Ein kurzer, prüfender Blick, dann schob er die Klinge in die Scheide zurück. Er hatte nicht erwartet, Ffamrans Geschenk wieder zu sehen. Cid nickte anerkennend. „Dafür habt ihr zwei was bei mir gut."

„Wir sollten zum Palast zurückkehren", meinte Gabranth, der alles wortlos beobachtet hatte.

„Unnötig", widersprach Fran und zeigte zu einem Transporter, der sich schnell aus der Richtung des imperialen Palastes näherte, mit dem Wappen der Solidor auf der Seite. Kurz darauf landete der Transporter nicht weit von ihnen, ein ganzes Kontingent Richter strömte heraus, um die Gegend abzusichern.

Dann stieg Larsa mit zwei Hohen Richtern, Zargabaath und Gabranth, an seiner Seite aus und kam zu ihnen herüber. Auch die zwei Forscher, die ihn beraten hatten begleiteten ihn.

Vaan blinzelte. Zargabaath und Gabranth? Er sah zu Gabranth, der bei ihnen stand und selbst zu Larsa blickte. Gabranth doppelt? „Moment mal…"

„Lord Larsa", grüßte Cid den jungen Herrscher, senkte den Kopf, blieb aber sitzen.

„Dr. Cid", meinte Larsa trocken, „ich frage mich, ob es nicht besser ist, Sie und Balthier dauerhaft zu trennen. So wie es scheint, neigen Orte ihres Zusammentreffens dazu zu explodieren."

Cid blinzelte überrascht.

Balthier schnaubte. „Also ob das Cid abhält Zeug in die Luft zu jagen."

„Wohl wahr", stimmte Soraya zu, nickte.

„So schlimm bin ich nicht!", widersprach Cid nicht und warf seinen beiden Kindern ein Stirnrunzeln zu.

„Ach nein?" – „Ach, nee?"

Larsa lächelte bei den Neckereien. „Ich bin erleichtert zu sehen, dass du Golberra entkommen bist, Balthier, doch hat mich eine beunruhigende Nachricht erreicht. Der Agent scheint der Zerstörung Draklors entgangen zu sein. Die Richter suchen nach ihm, doch ist es unwahrscheinlich, dass sie ihn finden werden."

„Verdammt!", fluchte Soraya und warf die Hände in die Luft. „Was für eine elende Nervensäge!"

Cid stieß ärgerlich die Luft aus. „Wie eine Kakerlake. Einfach nicht tot zu bekommen."

„Hat er den Speicherkristall?", fragte Soraya drängend. „Der, den wir holen sollten?"

Vaan ließ den Kopf hängen. „Ja. Penelo hat ihn an Golberra übergeben, bevor das Chaos ausgebrochen ist."

Alle Augen wendeten sich zu Penelo, die überrascht in die Runde blickte. Dann legte sich ein verschmitztes Grinsen über ihr Gesicht. „Ihr meint den Kristall, den ich ausgetauscht habe?"

„Aber! Golberra hat doch nachgeschaut, was da drauf war!", rief Vaan.

„Balthier hat mir vor unserer Reise zum Brocken-Labor diesen anderen Kristall überlassen", meinte Penelo. „Der mit den unvollständigen Infos."

Cid lachte auf. „Ich dachte mir schon, dass etwas nicht stimmte!"

„Du hast den Kristall noch?", wollte Larsa eindringlich wissen.

Penelo nickte, kramte den Datenkristall heraus, den sie triumphierend hoch hielt und Larsa reichte.

Larsa nahm den Speicherkristall in beide Hände, betrachtete ihn mit gerunzelter Stirn. „Die Geheimnisse des Nethizit."

Ein paar Momente schwieg er, studierte den Kristall, dann sah er zu den beiden Forschern. „Ein Datengerät, mit dem dieser Kristall gelesen werden kann", verlangte er.

Die Forscherin holte ein Gerät hervor und reichte es Larsa, während ihr Blick an dem Kristall haftete, abgestoßen, aufgewühlt und doch fasziniert.

Larsas Blick ruhte einen Moment auf Datengerät und Kristall, unschlüssig, dann trat er zu Cid. „Ist dies der korrekte Speicherkristall?"

Cid nahm die zwei Gegenstände, steckte den Kristall ins Gerät und kontrollierte die Daten. Balthier neben ihm hielt den Kopf abgewendet, die Augen geschlossen. Nach einer Weile löste der Wissenschaftler den Kristall aus dem Gerät und nickte. „Das ist der Kristall mit den vollständigen Informationen." Er gab Gerät und Datenkristall an Larsa zurück.

„Das ist also die einzige Kopie mit den Geheimnissen und der Herstellungsweise von Nethizit, Dr. Cid?", fragte er ernst nach.

Cid nickte. „Meines Wissens nach ja."

Larsa starrte den Kristall wieder an, alle schwiegen, nur das leise Plätschern des Wassers, das Rauschen des Windes durchdrang die Stille. Was der junge Imperator wohl mit dieser Macht anfangen würde? Larsa blickte auf, sah zu Cid und Balthier, dem die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben war, zu Fran an der Seite des Luftpiraten. Seine Augen gingen zu Vaan und Penelo, die seinen Blick aufmerksam erwiderten. Er wendete sich zu dem stoischen Zargabaath, zu Gabranth und dessen Bruder, die jetzt Seite an Seite standen, auf seine Entscheidung warteten. Die Forscher Mankes und Riesure starrten den Kristall in seiner Hand an, ein faszinierter, fast verzweifelt gieriger Ausdruck in den Augen.

Der junge Imperator schüttelte den Kopf und ließ den Kristall fallen, auf die Steinfliesen, und zertrat ihn heftig in kleine Splitter. Dann ging er eilig zu einer freien Steinbank und schlug das Datengerät gegen eine Kante, brach es in mehrere Stücke.

Cid fuhr heftig zusammen, sagte aber nichts.

„Mein Lord!", rief Mankes, die Forscherin. „Seid Ihr sicher, dass das die richtige Entscheidung war? Die Rozzarianer werden weiter an der Herstellung des Nethizit forschen, und Ihr werft dieses Wissen einfach weg?"

„Ich bin mir sicher, Dr. Mankes", erwiderte Larsa fest.

„Aber, mein Lord", warf Riesure ein. „Wenn etwas einmal geschaffen wurde, kann es wieder erschaffen werden. Ganz besonders, wenn bekannt ist, dass es möglich ist. Die Rozzarianer werden nicht aufgeben."

Cid schnaubte, schüttelte den Kopf. „Das ist nun wirklich kein Problem."

„Ist das so?" Larsa legte den Kopf schief.

Cids Blick streifte alle die hier waren, dann winkte er Larsa heran. Der junge Herrscher lehnte sich nah zu dem Wissenschaftler.

„Um das Geheimnis des Nethizit zu enthüllen", setzte Cid leise an und lehnte sich noch näher heran, „braucht man die Unterstützung eines Occuria."

Larsa richtete sich überrascht auf. „Das ist interessant zu wissen. Ich denke, das behalte ich für mich. Vielen Dank, Dr. Cid."

Cid neigte den Kopf. „Sind wir hier fertig? Der Tag war heute schon sehr anstrengend."

„Fertig?", fuhr Dr. Mankes dazwischen. „Habt ihr alle vergessen, dass Cid das Draklor-Laboratorium zerstört hat? Das wird die Forschungen Archadias um mindestens zehn Jahre zurückwerfen!"

Alle Blicke gingen zu Cid, der eine Braue hochzog. „Hoffen wir, dass die Rozzarianer das glauben."

„Sie streiten es nicht einmal ab, Cid!", rief Mankes empört. „Lord Larsa, er hat gerade zugegeben, mit voller Absicht das Draklor Laboratorium vernichtet zu haben!"

Cid rollte die Augen, während die Forscherin auf ihn zu kam. „Das ganze Wissen, die Erfahrung, die Ausrüstung und Labore, die verloren gingen! Und die ganzen Forscher, die es nicht geschafft haben! Das ist ein Verlust, der ganz Archadia treffen wird!"

„Tsiro", versuchte Cid die Forscherin zu unterbrechen.

„Aber das geht Ihnen doch am Arsch vorbei, Sie egozentrischer Bastard!", redete sich Mankes in Rage. „Der junge Lord hat Ihnen verboten, wieder in Draklor zu arbeiten, also haben Sie es zerstört! Genau so war es doch, oder? Oder?"

Cid rollte die Augen. „Tsiro, halten Sie endlich die Klappe"

„Elender Verräter, Sie haben mir nichts zu befehlen!" Sie trat noch näher auf ihn zu, schüttelte den Finger in seine Richtung. „Sie haben hier nichts mehr zu sagen, Cid, jetzt haben Sie endlich Ihr wahres Gesicht gezeigt! Sie haben wochenlang mit diesem rozzarianischen Agenten zusammengearbeitet. Wer sagt uns denn, dass Sie ihm nicht schon längst den Nethizit verkauft haben?"

Soraya schob sich zwischen die wutschäumende Forscherin und Cid. „Jetzt reicht es aber!", fauchte die Kopfgeldjägerin. „Halten Sie endlich die Luft an, Mankes, oder ich befördere Sie in den Fluss, damit Sie sich abkühlen!"

„Was? Du wagst es –", setzte sie an, doch als der andere Forscher sie am Arm packte, brach Mankes ab. Thierran Riesure schüttelte ernst den Kopf. Sie blinzelte und schwieg.

Zargabaath ergriff das Wort. „Wieder finde ich, dass Dr. Mankes Ausführungen nicht ganz von der Hand zu weisen sind. Ich verstehe, dass Sie Golberra und seine Schergen ablenken mussten, Dr. Cid, doch mussten Sie dafür zwingend Draklor opfern?"

Cid seufzte und strich sich genervt über die Stirn. „Eine Stunde Vorlaufzeit", sagte er und die zwei Forscher fuhren zusammen. „Zehn Minuten aktiv gezählten Countdown und rot blinkende Beleuchtung mit Sirene."

Er sah Mankes sardonisch an. „Na, klingelt es, Tsiro?"

Die Forscherin gab ein wortloses, impotent wütendes Geräusch von sich und hastete zum Transporter zurück.

Larsa, der das ganze beobachtet hatte, wendete sich an Mankes Kollegen. „Dr. Riesure, können Sie mich aufklären, was Dr. Cid gemeint hat?"

Riesure presste die Lippen zusammen, dann seufzte er. „Dr. Cid hatte Protokoll Fegefeuer eingeleitet, keine Selbstzerstörung."

„Was heißt das?", verlangte Zargabaath angespannt. „Wir haben alle die Explosion bei Draklor gesehen."

„Das Ziel von Fegefeuer ist einen Eindringling zu vertreiben und ihm glauben zu machen, dass Draklor mit allen Forschern und Ergebnissen untergegangen ist", meinte der Forscher. „Damit das nicht wirklich der Fall ist, wird eine Stunde Vorlaufzeit gegeben. In dieser Zeit, dem stillen Countdown haben die Mitarbeiter Draklors Zeit ihre Forschungen, wichtige Materialien, Geräte und natürlich sich selbst in Sicherheit zu bringen. Die zehn Minuten aktiven Countdown vertreibt hoffentlich die Eindringlinge und die folgende Explosion sieht zwar beeindruckend aus, wird auch einiges an Zerstörung anrichten, aber nur in den äußeren, weniger wichtigen Bereichen."

„Also, alles halb so wild?", folgerte Vaan fragend.

Der Forscher neigte den Kopf von Seite zu Seite. „Wir müssen erst abklären, wie groß die Verwüstung wirklich ist, und ob jemand dabei sein Leben verloren hat. Aber, ja, mehr oder weniger."

„Das ist eine Erleichterung", meinte Larsa. „Nach dem Ende der Forschung an Nethizit muss Draklor sowieso umstrukturiert werden. Das lässt sich mit einer grundlegenden Renovierung verbinden."

Vaan rieb sich den Nacken. „Und was regt Mankes so auf?"

Riesure seufzte wieder. „Protokoll Fegefeuer war eines von Dr. Cids Projekten, deren Sinn Dr. Mankes immer angezweifelt hat."

„Tss." Cid schüttelte ungeduldig den Kopf. „Golberra wurde vertrieben, ohne Nethizit erhalten zu haben. Draklor wird weiter bestehen und wir alle haben überlebt. Wir sind hier fertig. Oder gibt es noch etwas?"

Vaan starrte mürrisch zu Gabranth und Basch, sagte aber nichts.

Larsa schüttelte den Kopf. „Ich denke, alles weitere kann warten, bis die Zerstörungen hier aufgeräumt und alle Kollateralschäden geklärt sind. Bis dahin… Dr. Cid, bitte begeben Sie sich zum Himmelswind-Landgut und warten Sie, bis die Ergebnisse Ihres Experiments geprüft worden sind. Nach dem Aufruhr in Draklor ist es besser, wenn Sie, Balthier und die anderen nicht in Archadis bleiben. Besonders, da Golberra noch auf freiem Fuß ist.


A/N: Ja, Vaan und die anderen sind bei der Strahl dem richtigen Gabranth - Noah von Ronsenburg - begegnet und er hat Vaan auch die Masamune zurückgegeben. Vaan hat nur nicht erwartet, dass es Gabranth ist und nicht Basch in dessen Rüstung. Ich habe länger darüber nachgedacht, ob ich Noah leben oder sterben lassen soll. Aber Vaans Reaktionen fand ich einfach zu amüsant um Noah abkratzen zu lassen.

Draklor habe ich auch weiter bestehen lassen, weil ich das Laboratorium einfach nicht kaputt machen wollte.