5. Geheimnisse
Pairings: Impliziertes IwaOi und impliziertes Ushijima/Oikawa, Erw. von Oikawa/Anderen
Warnings: Erw. von Essstörung, Angst, Selbstzweifel, Erw. von Homophobie
Hajime wollte nicht lügen. Mit Oikawa Tooru befreundet zu sein war noch nie einfach gewesen. Er wusste was andere über Oikawa sagten: Dass er schwierig wäre, affektiert, gemein, verschlagen. Und all das war bis zu einem gewissen Grad wahr, doch Tooru war auch loyal, fürsorglich, intelligent und unglaublich tapfer. Und er war zäh - egal wie oft ihn das Leben zu Fall brachte, er stand immer wieder auf. Dafür bewunderte ihn Hajime mehr als jeden anderen, den er kannte. Und er konnte damit leben, dass Oikawa eine überempfindliche Drama-Queen mit spitzer Zunge und grausamen Tendenzen war, in Hajimes Augen machte ihn das alles erst so wirklich zu Oikawa Tooru. Sein Problem war, dass Oikawa Tooru sein eigener schlimmster Feind war, er neigte zur Selbstsabotage, verbiss sich solange in ein Problem, bis es ihm vollkommen über den Kopf wuchs, und erlag ständig seinen eigenen Minderwertigkeitskomplexen.
Irgendwann war Oikawa auf die Idee verfallen, dass er perfekt sein musste, und da er alles andere als perfekt war, verzweifelte er regelmäßig an diesem Anspruch. Volleyball war früher ein Quell der Freude für ihn gewesen, eine Oase des Glücks, inzwischen aber steigerte er sich in den Gedanken hinein der Beste von allen sein zu müssen, und verzweifelte daran, dass er das ja wohl kaum sein konnte, wenn er gegen Spieler wie Ushijima oder Kageyama verlor, und daran, dass keiner erkannte wie großartig er spielte, weil er es nie bis zu den Nationalmeisterschaften geschafft hatte.
Hajime wusste, dass sein bester Freund trotzdem seinen Weg finden würde, egal wie viel steiniger dieser sein würde als der von jemandem, der direkt von der Schule in die Liga rekrutiert worden wäre. Aber das bedeutete nicht, dass er sich nicht trotzdem Sorgen machte.
Oikawa Tooru hatte schon immer dazu geneigt sich selbst das Leben schwer zu machen. Nicht nur im Volleyball, sondern in allen möglichen Lebenssituationen setzte er sich solange selbst unter Druck bis er unweigerlich darunter zusammenbrach. Die Bulimie, die ihn durch die Oberschule begleitet hatte, war nur ein Beispiel für diese Problematik. Hajime war auch Zeuge von diversen Nervenzusammenbrüchen geworden, die er lieber nicht miterlebt hätte.
Am Ende rappelte sich Tooru immer wieder auf, aber das bedeutete nicht, dass es keine schlimmen düsteren Momente waren, die Hajime dazu brachten sich hilflos und nutzlos zu fühlen. Er hatte Oikawa Tooru immer schon vor allem Leid dieser Welt bewahren wollen, doch er konnte zu diesem Zweck nur eine gewisse Anzahl an Leuten verprügeln, und derjenigen, der am meisten Prügel verdiente – Oikawa selbst – war niemand, den er mit Gewalt den Kopf zurrechtrücken konnte; immerhin wollte er Oikawa ja nicht weh tun!
Er konnte also nur daneben stehen und Oikawa dabei unterstützen sich selbst wiederaufzubauen. Mal um Mal.
Am Volleyball-Feld war das alles vergleichsweise leicht, in der Schule ein wenig schwerer, aber machbar. Doch was Shittykawas Liebesleben anging … Hajime verbrachte Jahre damit zuzusehen wie Oikawa Tooru mit einem Bimbo nach dem anderen ausging und dabei jedes Mal mit gebrochenen Herzen endete. Dass manche dieser Bimbos männliche Bimbos waren, machte alles nur noch schwieriger.
Im ersten Jahr der Oberschule machte Oikawa den Fehler zu denken es sei die wahre Liebe und outete sich, was nicht nur dazu führte, dass ihm das Herz gebrochen wurde, sondern auch dazu, dass man begann hinter seinen Rücken über ihn zu reden. Matsukawa und Hanamaki hielten weiterhin zu ihm, doch jenseits des Volleyball-Clubs wurde er plötzlich geschnitten, und die älteren Senpais waren mit einem Schlag sichtlich weniger begeistert von ihrem genialen neuen Zuspieler.
Hajime war da um die Scherben aufzukehren, so wie immer, und auch das ging vorüber, zumindest dachte er das. Tooru war niemand, der je verleugnen würde, wer er wirklich war, doch sobald das keine Neuigkeit mehr war, war es kein Gesprächsthema mehr, und die neuen Erstklässler beteten ihren Senpai an, seine sexuelle Orientierung war ihnen egal.
Aber vielleicht war die Zeit bis zur Heilung härter und steiniger gewesen als Hajime bewusst gewesen war. Vielleicht hatte sein bester Freund vor ihm verborgen wie schlimm es ihm wirklich gegangen war. Im Zuge von Kageyamas Anruf nach seinem ersten Kuss von einem anderen Jungen erfuhr Hajime mehr Dinge über Oikawa Tooru, von denen er bisher keine Ahnung gehabt hatte, als er erwartet hätte.
Als er beschlossen hatte Toorus Herz zu schützen, indem er einfach selbst mit ihm ausgehen würde, hatte er gedacht alles über die romantische Vergangenheit seines Freundes zu wissen, jedes Desaster miterlebt zu haben, doch nun stellte sich diese Idee als vollkommen falsch heraus.
Als er Oikawa Tooru vorgeschlagen hatte in Zukunft einfach mit ihm zu gehen, anstatt sich schon wieder das Herz brechen zu lassen, hatte er mit einer Ablehnung gerechnet, damit, dass er ausgelacht werden würde. Niemals, so hatte er gedacht, hätte sein bester Freund diese Art Gefühle für ihn und ihm davon nichts gesagt. Vielleicht hätte ihm das ein Warnhinweis sein sollten. Doch andererseits hatte er seinerseits Tooru auch nie etwas von seinen Gefühlen gesagt. Gerade weil er gedacht hatte, dass dieser sie nie erwidern würde. Tooru hatte sicher einfach das Selbe über ihn gedacht. Das redete er sich zumindest ein.
Nun aber wurde ihm klar, dass es nicht so einfach war. Tooru hatte ein ganzes geheimes Leben geführt, dass er durchaus bewusst vor Hajime geheim gehalten hatte. Und wie er mit dieser Information umgehen sollte, das wusste Hajime wirklich nicht.
Tooru blickte ihn nach seinem Geständnis über seine geheime vergangene Beziehung zu Ushiwaka so an als würde er damit rechnen auf der Stelle verlassen zu werden. Und Hajime ertappte sich dabei, dass er mehr verletzt als wütend war. Dass er sich dabei ertappte sich zu fragen was er so falsch gemacht hatte, dass Tooru gedacht hatte sich ihm nicht anvertrauen zu können. Wenn ich wirklich so schrecklich bin, warum ist er dann überhaupt mit mir zusammen? Erzählte ihm Tooru das alles jetzt nur, weil sich ihre Wege sowieso bald unweigerlich trennen würden? Hoffte er so eine vorgezogene Trennung zu provozieren?
„Ich verstehe nicht warum du mir das nie gesagt hast", gab Hajime schließlich zu.
„Ich hab mich einfach so geschämt", gab Tooru zu, „Ich wollte nicht … dass du mich mit anderen Augen siehst." Sein Blick wurde glasig. „Du kennst mich besser als sonst jemand, aber trotzdem hast du es irgendwie immer geschafft nur das Beste in mir zu sehen. Ich wollte nicht, dass du mich so siehst … wie ich wirklich bin." Deswegen hatte er ihm auch nie von seinen Besuche in diesen speziellen Etablissements für „Leute, die so waren wie wir" erzählt, das wusste Hajime.
Er seufzte. „Shittykawa, ich liebe dich, aber manchmal wünschte ich, du würdest zumindest versuchen dich selbst auch zu lieben", gab er müde zu.
„Siehst du, das meine ich, du denkst ich bin es wert geliebt zu werden", erwiderte Oikawa, „Ich werde nie verstehen warum. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass du jemals mehr als nur einen Freund in mir sehen könntest. Aber wenn sich das jetzt ändert…"
„Spinn nicht rum", schnitt ihm Hajime das Wort ab, „Als ob ich dich jemals freiwillig verlassen würde…." Sie mochten auf eine Fernbeziehung zusteuern, die keinen Bestand haben würde, aber Hajime würde eher sterben als schon im Vorfeld aufzugeben. Nicht jetzt, wo er Tooru endlich glücklich machen konnte.
Ich wünschte nur, ich hätte das immer schon gekonnt. Wenn ich nicht gewartet hätte, bis ihm das Herz gebrochen wird, wenn ich eingeschritten wäre, damals im ersten Schuljahr, wenn…. Ja, wenn. Stattdessen war Ushijima wie ein weißer Ritter in strahlender Rüstung erschienen und hatte Oikawa Tooru gerettet.
Hajime spürte Eifersucht in seinem Magen brodeln. Die letzten beiden Jahre … Hajime sah nun jede Interaktion zwischen Oikawa und Ushiwaka mit anderen Augen als zuvor. Es war keine reine Rivalität gewesen, auch wenn die nie wirklich nicht vorhanden gewesen war, nein, es war mehr gewesen als das. Der Gedanke ließ ihn erschaudern. Wenn die Dinge anders gelaufen wären … Ich hätte ihn für immer verlieren können. An Ushiwaka, ausgerechnet! Diese Vorstellung war einfach zu seltsam um sich an sie gewöhnen zu können.
„Lass uns nicht mehr darüber sprechen", sagte er dann, „Ich bin froh, dass du mir endlich davon erzählt hast, weil ich will, dass du weißt, dass du mir immer alles sagen kannst. Aber ich muss das alles erst verdauen."
Tooru nickte abgehackt und wirkte immer noch unglücklich. Sie waren beide unglücklich. Aber zumindest stand diese Sache nicht mehr als Geheimnis zwischen ihnen. Doch wer weiß wie viele andere Geheimnisse er noch vor mir hat?
Hajime schob diesen verräterischen Gedanken zur Seite. Tooru hatte es ihm erzählt, weil er endlich ehrlich zu ihm sein wollte. Er hatte keine anderen Geheimnisse mehr vor ihm. Daran wollte er glauben, daran musste er einfach glauben.
Sie versuchten ihre Beziehung weiterhin gesund zu halten. Sich auf das Positive anstatt auf all das Negative zu konzentrieren. Und eine Weile funktionierte es auch. Dann begann die Nationalmeisterschaft, und wie immer um diese Zeit des Jahres herum ging Oikawas Laune in den Keller, und er wurde von Tooru zu Shittykawa, der zu allen nur einsilbig und missgelaunt war. Aber zumindest war er abgelenkt. Abgelenkt genug um Hajime Gelegenheit zu geben zu tun, was er bisher hinausgeschoben hatte, aber dachte tun zu müssen: Er musste mit Ushijima sprechen.
Die beste Möglichkeit den anderen Jungen zu finden wäre ihn an der Shiratorizawa-Akademie abzufangen. Hajime zog sich Sportkleidung an um nicht zu auffällig zu wirken und betrat dann voller Selbstvertrauen das Schulgelände. Niemand wagte es seine Anwesenheit in Frage zu stellen. Und das war ja auch von Anfang an sein Plan gewesen.
Die Drittklässler waren nicht mehr Teil des Volleyball-Clubs, so viel war klar, aber Ushijima musste trotzdem leicht zu finden sein, davon war Hajime überzeugt. Er musste nur ein paar verschreckte Erstklässler danach fragen, wo sie ihn zuletzt gesehen hatten. Zwar nicht im Volleyball-Club, aber offenbar beim Joggen. Als Sportfanaktiker der Sonderklasse joggte er offenbar täglich eine beachtliche Strecke von der Schule weg und dann wieder zurück. Hajime musste also nur auf seine Rückkehr warten. Also lauerte er dem anderen Jungen in der Nähe des Eingangstors auf.
Er musste nicht lange warten. Ushijima sah ihn schon, bevor er das Tor erreichte. „Iwaizumi", stellte er fest.
„Ushijima. Wir müssen uns unterhalten", verkündete Hajime und sah sich prüfend um, „Unter vier Augen."
Ushijima schien darüber einen Moment nachzudenken. „Wir können in mein Zimmer gehen", meinte er, „Mein Zimmergenosse sitzt gerade nach."
Für eine Elite-Akademie sind deren Schlafunterkünfte aber eher bescheidener Natur. Da Hajime wusste wie stolz Ushijima auf die Shiratorizawa war, würde er sich allerdings hüten etwas in diese Richtung zu kommentieren.
Der braunhaarige Junge musterte ihn prüfend. „Was führt dich zu mir?", wollte er wissen.
Nun, das war der Moment der Wahrheit. „Oikawa hat mir von dem Jugendtrainingscamp im ersten Jahr erzählt. Und der Zeit danach", erklärte Hajime langsam.
„Verstehe." Ushijimas Miene zeigte nicht die geringste Reaktion auf diese Ankündigung.
Hajime konnte nicht anders, er musste seufzen. Zwischen Shittykawa und Ushiwaka hatte er es wirklich nicht leicht. „Ich bin hier, weil ich das Gefühl habe mich bei dir entschuldigen zu müssen. All die Jahre habe ich nicht wirklich begriffen, dass du, wenn du Oikawa versucht hast die Shiratorizawa und dein Team schmackhaft zu machen, wirklich nur gemeint hast, dass du im selben Team wie er spielen willst. Ich dachte immer, das ist irgendeine Psychonummer, und nicht, dass du es ernst meinen könntest", meinte er.
Ushijima blickte ihn nun leicht verwundert an. „Oikawa Tooru gehört zu den besten Volleyball-Spielern, die ich kenne. Natürlich will ich mit ihm in einen Team spielen", gab er zurück, „Warum sollte ich darüber lügen? Er hätte auf der Shiratorizawa Großes erreichen können."
„Und du hättest mehr Zeit mit ihm verbringen können", fügte Hajime hinzu.
Der andere stritt das nicht ab, sagte aber nichts dazu.
„Wir mögen uns in vielen Dingen nicht einig sein, aber wir hatten immer eines gemeinsam: Er war uns immer wichtig", fuhr Hajime fort, „Wenn Oikawa und ich auf die Shiratorizawa gegangen wären, vielleicht hätten wir beide dann Freunde werden können."
„Das bezweifle ich", entgegnete Ushijima, „Ich habe dich nie gemocht." Ja, Uhsiwaka war wirklich einer der ehrlichen Sorte, nicht wahr?
„Wir hätten lernen können uns zu tolerieren. Um Oikawas Willen", beharrte Hajime, „Ich … ich wollte dir danken. Damals in diesem Jahr hatte er es nicht leicht. Und ich dachte, ich bin für ihn da, unterstützte ihn genug, aber … im Endeffekt warst du es, der für ihn da war. Der ihn durch all das durchgeholfen hat. Und … es mag nicht so scheinen, aber … Oikawa ist fragil, und deswegen war es wirklich wichtig, dass er damals jemanden hatte."
Ushijima ließ diese Worte einige Moment auf sich wirken. „Ich bin mir nicht sicher, ob ich alles wirklich besser gemacht habe", gab er dann zu, „Eher das Gegenteil. Er hat sich für unsere Verbindung geschämt."
„Er hat sich für sein Verhalten geschämt, nicht für dich oder eure Beziehung", belehrte ihn Hajime, „Deswegen wollte er mir doch nie etwas davon erzählen, weil er immer das Gefühl hatte dich ausgenutzt zu haben."
Dieses Mal konnte er in Ushijimas Augen erkennen, dass diese Information eine Neuigkeit für ihn darstellte. „Er hat dich als Wundpflaster missbraucht, wohlwissend, dass du Gefühle für ihn hegst, die er so nicht erwidert hat, also hatte er das Gefühl dich auszunutzen. Deswegen hat er den Stecker gezogen: Weil ihm klar wurde wie tief deine Gefühle für ihn gehen, und er sich deswegen schuldig gefühlt hat", fuhr Hajime fort, „Aber … siehst du, die Sache ist die: Tooru kennt sich selbst nicht immer so gut wie er denkt. Wenn es um Gefühle geht, dann kann er manchmal sehr blind sein, nicht nur anderen gegenüber, sondern auch sich selbst gegenüber. Ich bin mir sicher, dass er dich damals wirklich mochte. Und wenn ihr zusammengeblieben wärt, wäre mehr daraus geworden. Und deswegen hat er sich selbst sabotiert, wie immer eben."
„Oh." Ushijima schien nicht zu wissen was er mit dieser Information anfangen sollte.
„Das heißt aber nicht, dass du ihn haben kannst", fuhr Hajime fort, „Wir sind endlich zusammen, und ich würde ihn niemals ohne Kampf aufgeben. Er ist mein ein und alles, das war schon immer so, und das wird sich nie ändern. Und … ganz abgesehen davon, geht er nach Argentinien. Du hast also gar keine Chance ihn mir zu stehlen." Er lächelte schwach. So wie ich keine Chance habe ihn zu behalten.
„Ich dachte aber, dass es wichtig ist, dass du weißt, dass du damals wahrscheinlich sein Leben gerettet hast", schloss er, „Und dass er eben nicht nur mit dir gespielt hat, selbst wenn es diesen Eindruck erwecken mag."
Ushijima nickte. „Ich danke dir für diese Information", meinte er dann, „Ich denke, du hast recht. Wir hätten lernen können einander zu tolerieren. Denn jetzt respektiere ich dich."
Jahre der Rivalität am Feld, und erst jetzt respektiert er mich?! Hajime war einen Moment lang sprachlos, doch er unterdrückte den in ihm aufsteigenden Zorn. Er hatte immer vermutet, dass Ushijima ihn als Spieler nicht für voll nahm, das sollte ihn nicht so ärgern, nicht jetzt, wo ihre Feindschaft im Grunde vorbei war, doch alte Gewohnheiten waren nun mal schwer abzulegen. Immerhin respektiert er mich als Mensch und als romantischen Rivalen, wenn schon nicht als Volleyballer, das ist auch etwas.
„Ich wollte dich nicht beleidigen", erklärte Ushijima schnell.
„Schon gut. Du bist nun mal du. Das respektiere ich. Selbst wenn es mir nicht immer leicht fällt", erwiderte Hajime.
Ushijima nickte erneut. „In einem übrigens irrst du aber", sagte er, „Selbst wenn die Dinge anders gelaufen wäre, ich hatte nie eine Chance. Vielleicht wären wir länger zusammengeblieben, aber in dem Moment, in dem ihm klar geworden wäre, dass du Interesse dieser Art an ihm haben könntest … Es gibt Gründe dafür warum ich dich niemals mochte. Für Oikawa Tooru gab es immer nur seinen Iwa-chan."
Wenn Hajime daran nur genauso unerschütterlich glauben könnte wie sein Gegenüber. Vielleicht hätte er dann mehr Vertrauen in ihre gemeinsame Zukunft. Doch diese müsste erst stattfinden um zu zeigen, ob Ushijima recht hatte und er wirklich der Einzige für Oikawa Tooru war. Er wollte daran glauben, er wollte es wirklich, doch er wurde seine Zweifel nicht los. Seine Zweifel, die die Form von Geheimnissen hatten, die ihm nie anvertraut worden waren, als sie noch eine Rolle gespielt hatten.
A/N: Wer „Lonley at the Top" gelesen hat weiß natürlich, dass Ushiwaka am Ende recht behalten hat, auch wenn Iwaizumi ebenfalls recht hatte, was ihre unmittelbare Zukunft angeht.
Oikawa Toorus verschiedene Persönlichkeiten im Iwaizumi Hajimes Kopf: Oikawa Tooru: die ganze Person, Shittykawa: der böse Oikawa, Oikawa: der neutrale sowie der sich selbst und andere sabotierende Oikawa, Tooru: sein Schatzi, dem keiner was kann.
Im nächsten Kapitel werden wir zu Kageyama zurückkehren.
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