2. Buße


Pairings: Impliziertes Kageyama/Atsumu, IwaOi, Impliziertes Kagehina, Impliziertes Ushijima/Oikawa


Warum tue ich das eigentlich? Die einfache Antwort war, weil es jemand tun musste, die schwierige, dass er derjenige war, der es tat, weil er Iwa-chan beweisen wollte, dass er vielleicht ein Arschloch sein mochte, aber kein vollkommenes Arschloch war, oh nein, und die wahre Antwort war, dass das hier seine Buße darstellte für jenen Vorfall in der Mittelschule. Man konnte mit all seinen Sünden nur eine gewisse Zeit lang davon kommen, irgendwann holten sie einen unweigerlich ein, und dann … dann musste man sich ihnen stellen und Buße tun oder weiter sündigen. Oikawa Tooru hatte sich für die Buße entschieden.

Was nicht heißt, dass das hier eine gute Idee ist. Vermutlich hätte er sich mit Iwa-chan beraten sollen, ob es überhaupt klug wäre irgendetwas zu tun oder nicht besser wäre einfach die Füße still zu halten, aber … nun, dieses eine Mal wäre es besser auf sein Bauchgefühl zu hören.

Das alles nur, weil ich trotz fremder Nummer abgehoben habe. Ich hätte es besser wissen sollen…. Aber na ja, so kurz vor seinem Schulabschluss erwartete Tooru Anrufe - Anrufe, die seine sportliche Zukunft betrafen, und die nicht wirklich eingetroffen waren, was ihn mehr als ein wenig frustrierte. Ich dachte, ich komm damit klar, aber ich wette, dass Ushijima schon mehrfach angerufen worden ist. Schlimm genug, dass er im Nationalteam ist. Sich der Tatsache zu stellen, dass mehr als nur eine Mannschaft bei ihm angerufen hat um ihn direkt in die Liga zu rekrutieren, macht es nicht besser. Für jemanden mit keiner merkbaren Online-Präsenz war Ushijima sehr mitteilsam, wenn um seine sportliche Karriere ging.

„Stalkst du ihn jetzt schon online? Sollte ich eifersüchtig sein?", hatte Iwa-chan scherzend gemeint, und Tooru hatte sein Bestes getan um nicht zu erröten und sich unschuldig zu geben. Iwa-chan war seine Besessenheit vom großen Ushiwaka schon immer ein Dorn im Auge gewesen, und Tooru verstand warum, wirklich, er wusste, dass sein bester Freund sich immer schon Sorgen um ihn gemacht hatte, wenn er mitbekam, dass Tooru mal wieder dabei war sich in irgendetwas hineinzusteigern, und selten hatte er sich in irgendetwas so sehr hineingesteigert wie in seine Rivalität mit Ushijima Wakatoshi; aber es gab Dinge, die nicht einmal Iwaizumi über Toorus Beziehung zu Ushijima wusste, und dabei sollte es auch bleiben. Er war bei allen Nervenzusammenbrüchen dabei, das sollte ausreichen. Er weiß worauf es ankommt. Alles andere, muss er nicht wissen. Zumindest was es leichter sich das einzureden. Doch die Wahrheit war, dass Tobio-chans Anruf Tooru mehr aufgewühlt hatte, als er erwartet hätte, und lange verdrängte Erinnerungen wieder hoch kamen. Und normalerweise sagte er Iwa-chan alles, er hatte keine Geheimnisse vor seiner besseren Hälfte, zumindest sollte das zu sein. Aber diese Sache … diese Sache sollte niemand wissen, und schon gar nicht Iwaizumi Hajime. Tooru fürchtete einfach seine Reaktion.

Und nebenbei ist das Schnee von Vorgestern. Darum geht es gar nicht. Es geht darum, dass sich alle um ihn reißen, so tun als wäre er etwas ganz besonderes, einmalig in seiner Generation, und das obwohl er nichts kann außer verdammt hart auf den Ball draufzuhauen. Das ist kein Können, das ist einfach nur Brutalität. Und sich vorzustellen, dass es ausgerechnet der Karasuno gelungen war ihn zu besiegen, etwas woran Tooru seit der Mittelschule regelmäßig scheiterte…

Allein der Gedanke daran machte ihn schon wieder wütend. Ich muss endlich aufhören wütend zu sein. Er wusste, dass das wahr war, weil Iwa-chan ihm diese Worte erst vor wenigen Tagen selbst gesagt hatte. „Du bist dreimal so gut wie Ushijima und Kageyama zusammen, hör endlich auf so wütend darüber zu sein, dass das niemand erkennen will, sondern beweis ihnen stattdessen wie blind sie alle sind!"

Iwa-chan gab immer besser auf Tooru acht als dieser selbst. Und die Vorstellung, dass sich ihre Wege bald trennen würden, war beinahe zu viel für Tooru. Momentan klammerten sie sich wie Ertrinkende aneinander. Maki und Matsun machten ihre Scherze darüber, aber in Wahrheit was es tragisch - man konnte sich noch so sehr lieben, wenn man wusste, dass das möglicherweise nicht genug sein würde, dann war es hart. Ich will ihn nicht verlieren. Ich kann ihn nicht verlieren.

Daran zu denken war noch schlimmer als an Ushijimas Karriere zu denken.

Vielleicht war er ja deswegen hier, weil er sich von allem, was ihn belastete, ablenken wollte. Nur, dass die Karsuno-Sporthalle zu den Dingen gehörte, die ihn belasteten. Tooru starrte das Gebäude wütend an. Hier drinnen haben sie gelernt wie man ihn besiegt. Wie haben sie das nur geschafft?! Und warum nur ist es mir nie gelungen?! Wir haben auch gute Blocker, wir sind das beste Team von Miyagi, wir hätten es sein sollen…

Tooru rief sich in Erinnerung, dass er nicht wegen Volleyball hier war.

Er sah Gestalten in Trainingsanzügen aus der Halle kommen, doch sie trugen nicht schwarz. Sind das nicht die Spieler von Datekou? Hatten die etwa ein Übungsspiel gegen die Karasuno? Schon wieder ein Gedanke, der Tooru verärgerte, auch wenn er nicht sagen konnte warum. Sie hatten die Datekou besiegt. Wenn Karasuno lieber mit denen trainieren wollte als mit Seijoh dann war das deren Verlust!

„Oikawa, was machst du denn hier? Willst du mit uns trainieren?"

Tooru war ganz froh, dass derjenige, der ihn entdeckt hatte, der Trainer der Karasuno war. Immerhin hatte er mit dem Mann sprechen wollen, doch als Erstes musste er den angeblich Erwachsenen von seinen Illusionen befreien (Obwohl ein Teil von Tooru Ukai dafür bewunderte, dass er sein authentisches Selbst war, schrie sein unangepasstes Aussehen Teenager-Rebellion und nicht gerade ernstzunehmender Erwachsener). „Oh, nein, niemals. Ich trainiere nicht mit Rivalen. Das wäre ja noch schöner, wenn ich ihnen auch noch dabei helfe dahinter zu kommen wie sie mich am besten besiegen!", erklärte er kategorisch.

Ukai musterte ihn einen Moment lang. „Das ist schade", merkte er ein, „Und eine Einstellung, die du vielleicht überdenken solltest. Wir haben vom Training mit anderen Teams sehr profitiert, genau wie umgekehrt. Wir hatten ganze Trainingscamps mit Teams aus Tokyo, gegen die wir beim Frühlingsturnier antreten könnten. Etwas, das uns allen vielleicht nur möglich ist, eben weil wir zusammen trainiert haben. Wie sonst soll man lernen, wenn nicht durch die Hilfe anderer?"

So haben sie das also gemacht. Trainingscamps in Tokyo. Das hätten wir auch gekonnt. Wenn sich jemand gefunden hätte, der das macht mit uns macht. … Der hat sicher die Verbindungen seines Großvaters genutzt um das hinzubekommen! Und wieder der Fluch gut zu sein, aber das nie jemandem beweisen zu können, weil man jedes Mal vom verdammten Ushijima platt gemacht wurde, wenn es darauf ankam! Tooru versuchte sein Bestes, den in ihm aufsteigenden Zorn zu unterdrücken.

„Ich bin nicht hergekommen um über Volleyball zu reden", erklärte Tooru, „Ich bin wegen Kageyama hier."

„Oh?" Ukai warf ihm einen neugierigen Blick zu.

„Er hat vor kurzem eine aufwühlende Erfahrung gemacht", holte Tooru aus.

„Das Trainingscamp in Tokyo für die Anwärter für das Junior Nationalteam?", vermutete Ukai, und das war also der Ort gewesen, an dem Kageyama seine Erfahrung gemacht hatte. Tooru hatte das bereits vermutet, aber zumindest hatte er jetzt eine Bestätigung. „Ja, das war wohl eine Erfahrung der anderen Art für ihn", stimmte Ukai zu, „Und ich habe mir auch Sorgen um ihn gemacht. Du weißt wie ehrgeizig manche von diesen Spielern sein können, und manche stehen nicht über faulen Tricks. Aber was auch immer vorgefallen ist, er ist darüber hinweg. Das Trainings-Match heute hat ihm darüber hinweg geholfen."

Uaki lächelte gedankenverloren, und Tooru nahm an, dass es eine dramatisch-bewegende Szene während des Spiels gegeben hatte, eine von der Art, wie man sie nur in Mittel- und Oberschule am Volleyball-Feld erleben konnte. Tooru hatte an genug davon selbst Anteil gehabt um sich lebhaft vorstellen zu können wie es abgelaufen war. Tobio-chan voller Zweifel erfüllt, weil ihm irgendeine Schlange im Camp einen Floh ins Ohr gesetzt hatte, Chibi-chan bereit zu seiner Rettung, und alle anderen zur Unterstützung bereit, brave Kameraden, die immer für ihren Zuspieler da waren. Die ihm sagten, dass er sich umsonst sorgte. Ja, Tooru kannte die Nummer. Aber das ist jetzt auch vorbei.

Keine Zeit darüber nachzudenken. „Nun, das mag sein, aber davon habe ich nicht geredet", erklärte Tooru, „Es geht weniger darum was ihm jemand dort gesagt hat, als darum was sonst dort passiert ist."

„Aha." Ukai hob die Augenbrauen, sah aber nicht danach aus als würde er verstehen wovon Tooru sprach. Offenbar wollte ihm das hier niemand einfach machen.

„Tobio-chan ist anders als die meisten anderen", startete Tooru einen neuen Versuch, „Und das in mehr als nur einer Hinsicht. … Die meisten Schüler würden, wenn sie jemanden mögen, einfach zu dieser Person hingehen und ihr das sagen. Und sie würden erklären, dass sie ein Mädchen hübsch finden oder bewundern, weil sie elegant aussieht, oder sie ihre Intelligenz mögen oder dergleichen. Aber Tobio-chan würde, wenn er jemanden mag, ganz dumme Gründe dafür haben. Er würde jemanden mögen, weil der seine Bälle gut schlagen kann, oder ihm gut Bälle zuspielt, oder ein ganz toller Allrounder ist, der einen Sprungaufschlag spielen kann …" Tooru unterbrach sich verlegen, als ihm klar wurde, dass er gerade ziemlich offensichtlich sich selbst beschrieb. „Und davon mag bis jetzt nur er selbst gewusst haben, aber im Trainingscamp hat sich das geändert."

Ukai sah ihn erwartungsvoll an, offenbar wollte er wissen was das alles mit ihm zu tun hatte. Tooru knirschte mit den Zähnen. „Und es ist so, dass nicht jeder rücksichtsvoll mit jemanden wie Tobio-chan umgehen würde, wenn es darum geht … Dampf abzulassen. Und weil Tobio-chan Tobio-chan ist, würde er vielleicht nicht immer bemerken, wenn ihn jemand ausnutzen will. Deswegen wäre es gut, wenn jemand ein Auge auf ihn hat, nur für alle Fälle, falls irgendetwas passieren sollte, das ihn verletzen könnte", formulierte er mühselig. Nun, das hatte jetzt doch recht deutlich geklungen, oder nicht? Er war irgendwie ganz stolz auf sich.

Ukai rieb sich das Kinn. „Ich verstehe", behauptete er, „Ein Auge auf ihn haben, um etwa, wenn etwas … passiert ist, bereit zu sein zu seinem Training zu eilen, nur um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist und jemand auf ihn aufpasst?"

Tooru schüttelte den Kopf. „Ich werde bald nicht mehr in der Lage sein solche Dinge zu tun", erklärte er, und warum sollte er es Ukai auch nicht sagen? „Ich gehe nach dem Schulabschluss nach Argentinien. Spiele dort weiter. Ich kann kaum jedes Mal in ein Flugzeug springen, wenn der kleine Tobio mich braucht."

„Argentinien? Was ist mit Japan?", wunderte sich Ukai, „Ich kann mir nicht vorstellen, dass dich keines der ansässigen Teams für die Liga rekrutieren wollen würden."

Es sollte seinem Ego schmeicheln einen Trainer so etwas sagen zu hören, aber es war einfach alles zu bitter. „Ich bin fertig mit Japan", erklärte Tooru, „Und Japan ist fertig mit mir. Die Liga besteht nicht aus Trainern aus Miyagi. Niemand will einen Unbekannten, der es nie zur Nationalmeisterschaft geschafft hat. Dieses Land hat mir nichts mehr zu bieten."

„Das Schuljahr ist noch nicht vorbei. Manchmal kommen diese Anfragen erst später…", behauptete Ukai.

„Was Sie wissen, weil Sie in die Liga rekrutiert wurden", konnte sich Tooru nicht verkneifen. Dann zog er eine Grimasse. „Entschuldigung, das war ungehörig."

Ukai schüttelte den Kopf. „Nein, nein, das war es nicht", befand er, „Du hast recht. Ich war nie gut genug um Profi zu werden. Ich wollte ja nicht einmal Trainer werden. Aber du spielst auf einem ganz anderen Level als ich selbst in meinem besten Tagen. Und ich kann dich verstehen. Wirklich. Du fühlst dich übersehen, unsichtbar, und zugleich unfair behandelt. Und das in mehr als nur einer Hinsicht." Der Trainer fuhr sich durch sein volles blondes Haar. „Aber gerade deswegen könntest du bleiben und kämpfen. Es allen beweisen. Dich bis in die 1. Liga hinaufkämpfen, wenn es sein muss. Am College beginnen, wenn es sein muss. Du könntest für dich nach oben kämpfen und zugleich für uns kämpfen."

Tooru schüttelte den Kopf. „Nein, ich habe mich entschieden. Für Argentinien", wiederholte er. Es war zu spät um umzukehren. Zu spät für einen Alternativ-Plan. „Ich wollte, bevor ich gehe, einfach nur sicherstellen, dass Kageyama jemanden hat, der auf ihn aufpasst." Deswegen war er gekommen, das war alles. Er war nicht gekommen um sich anzuhören, dass er gut genug war um es trotzdem zu schaffen, und dass er für sie alle kämpfen sollte, weil er dazu in der Lage wäre. Das wollte er nicht. Nicht in Japan. Nicht nach allem, was ihn dieses Land hatte durchmachen lassen.

Ukai seufzte. „Es ist deine Entscheidung", meinte er, „Und natürlich werde ich auf Kageyama acht geben. Zumindest solange bis er seinen Abschluss macht und ebenfalls in die Welt hinausgeht."

Und das war es, was Tooru hatte hören wollen, nicht wahr? Deswegen war er gekommen. Um die Verantwortung, um die ich nie gebeten habe, jemand anderen aufzudrücken. Tobio-chan hatte ihn angerufen, nicht umgekehrt.

Damit war alles gesagt. „Nun, dann ist alles geklärt. Ich gehe mal wieder", meinte er. Nicht, dass ihn irgendjemand von Karasuno hier noch sehen würde! Er wusste, dass er sich dazu aufraffen sollte dem Team viel Erfolg in Tokyo zu wünschen, doch das brachte er einfach nicht über sich. Vielleicht hatte Iwa-chan ja doch recht, und er war ein absolutes Arschloch.

„Oikawa. Pass auf dich auf", meinte Ukai noch zu ihm.

Anstatt zu antworten nickte Tooru nur. Er hatte im Laufe der Zeit festgestellt, dass auf sich selbst aufzupassen viel schwieriger war als auf andere aufzupassen.

Jetzt, wo alles vorbei war, konnte er Iwa-chan von seinem Ausflug erzählen. Wie er vorausgesehen hatte war der andere Junge nicht gerade erfreut über seine kleine Expedition. Wenn auch nicht unbedingt aus den Gründen, die er angenommen hätte.

„Du weißt, dass es dir momentan nicht gut tut in ihrer Nähe zu sein, musstest du ausgerechnet zu ihrer Sporthalle gehen?" Sie hatten sich auf Toorus Bett zusammengekuschelt und damit begonnen sich gemeinsam Alien anzusehen, weil Tooru sich traurig fühlte und Aufheiterung brauchte, als er mit seinen Erlebnissen herausrückte. „Du hättest mich wenigstens mitnehmen sollen. Wer hat sonst ein Auge auf dich und deinen Wahnsinn?"

„Ich hatte mich ganz gut im Griff, danke für dein Vertrauen", ätzte Tooru.

Iwa-chan rollte mit seinen Augen. „Na ja, ich gebe zu, dass ich doch ganz stolz auf dich bin, dass du dich so um Kageyama kümmerst", räumte er dann ein.

„Na ja, ich bin ihm noch was schuldig", gab Tooru zu.

„Das ist allerdings wahr…"

Tooru warf dem anderen Jungen einen düsteren Blick zu. Der zuckte entschuldigend mit den Schultern. „Schon mal daran gedacht, dass es einfacher wäre dich bei ihm zu entschuldigen anstatt sein zartes sexuelles Erwachen zu überwachen?", warf er dann ein.

Tooru schnaubte nur. „Das würde mir auch nicht aus der Sache heraushelfen. Er hat mich angerufen, was hätte ich tun sollen? .. Weißt du eigentlich, dass er damals in der Mittelschule offenbar in mich verknallt war?"

Iwa-chan warf ihm einen Blick zu, der eindeutig aussagte: „Wusstest du das etwa nicht?", bevor er diplomatischer erwiderte: „Dass er dich bewundert und idealisiert, war zumindest nicht zu übersehen."

„Ich habe es übersehen. Ich dachte er … na ja, ich weiß nicht mehr was genau ich dachte. Verrückte paranoide Gedanken vor allem", meinte Tooru und seufzte dann, „Aber ich will nicht lügen, es ist nicht nur Schuldgefühl. Es ist schon ein wenig schmeichelhaft als Senpai angesehen zu werden, dem man sich anvertrauen kann."

Iwa-chan schüttelte nur den Kopf. „Apropos anvertrauen. … Woher wusstest du eigentlich, dass du dich Ukai anvertrauen kannst?", wollte er wissen.

„Vielleicht wusste ich das, weil wir uns an Orten gesehen haben, an die man nur geht, wenn man sich über solche Dinge austauschen will", meinte Tooru möglichst vage.

Iwa-chans Miene verdüsterte sich. „Shittykawa", setzte er drohend an, „Willst du behaupten, dass du alleine…."

Tooru unterbrach ihn. „Iwa-chan, du hast mein Herz, hast es immer gehabt, und wirst es immer haben", erklärte er ernst, „Aber ja, ich war vielleicht einmal alleine an Orten, an die man in unserem Alter nicht alleine gehen sollte. Tut mir leid. Ich hab in meinem Leben schon viele Dummheiten gemacht."

Iwa-chan seufzte nur leidend anstatt zu antworten. „Das weiß ich doch. Ich will nur von all diesen Dummheiten wissen, damit ich auf all ihre Konsequenzen vorbereitet bin, verstehst du?", erwiderte er dann.

Tooru verstummte. Und dachte an die eine Sache, von der er seiner besseren Hälfte niemals hatte erzählen wollen. „Weiß du, Iwa-chan, es gibt da eine Sache, von der ich dir wirklich niemals erzählt habe", gab er dann zu, „Und sie betrifft Ushijima."

Und dann sagte er es ihm, sagte ihm endlich alles. Und auch das war eine Art Buße.


A/N: Ja, kein Kageyama und kein Atsumu in diesem Kapitel, weil es Oikawas Fortsetzung des vorherigen war.

Leser von „Lonley at the Top" wissen jetzt also, dass zwischen Oikawa und Ushijima doch mal was gelaufen ist, aber gegen den guten Iwa-chan hatte der halt immer das Nachsehen. Zumindest in diesem Verse.

Ich denke das nächste Kapitel könnte sich um dieses Thema drehen. Um zu Atsumu und Kageyama zurückzukehren muss ich vorher erst mit dem Inarizaki VS Karasuno beim Re-Watchen fertig werden.

Und schon wieder behauptet die Seite meine E-Mail-Adresse würde die Alert-Mails nicht durchlassen, obwohl die auf der Liste erwünschter Mails drauf steht. Es wäre ja mal was ganz Neues, wenn hier zur Abwechslung mal alles funktionieren würde. Seufz.

Hinterlasst mir aber bitte trotzdem gerne Reviews.