Violas Sicht…
Gott sei Dank hatte er mich nicht bemerkt, oder doch? Ich presste mich ein bisschen mehr gegen den alten Baum, bis meine Wirbelsäule schließlich zu schmerzen begann. Ich biss mir auf die Unterlippe, um ein schmerzhaftes Aufstöhnen zu unterdrücken. Als Jade schließlich seine Gartenutensilien zur Seite legte und wieder verschwand rutschte auch ich den Baum wieder herunter. Ich benötigte Zwei Sekunden, bis sich mein Puls wieder normalisiert hatte und meine Wangen wieder eine normale Temperatur angenommen hatten und ich schließlich aus dem Schultor huschen konnte. Auf meinem Rückweg musste ich mich echt konzentrieren um nicht versehentlich vor ein Auto oder gegen eine Laterne zu laufen, da ich mir die ganze Zeit das Foto vor die Nase hielt. Umso öfter ich Jades Zeilen lass, desto mehr hüpfte mein Herz in meiner Brust! Er war tatsächlich der Meinung, dass meine Farbe eine schöne Farbe sei. Ich lief wieder Rot an und mein Grinsen auf dem Gesicht wurde immer breiter. In diesem Zustand, hätte ich die ganze Welt umarmen können! Wenn man es ein wenig auf die Spitze trieb ließ sich sogar behaupten, dass mich dieser eine Satz von Jade sogar noch glücklicher machte als alle meine Mal- und Zeichenutensilien zusammen. Und das will schon was heißen! Auf meinem Heimweg kam ich an dem Park vorbei, wo Jade das Foto gemacht hatte und dachte mir, ich könnte einmal dort vorbei gehen. Gerade, als ich um die Ecke beim Eingang biegen wollte, stieß ich mit jemand schmerzhaft zusammen und ich legte mich der Länge nach hin. Seine grünen Haare schimmerten im Mondlicht und die ebenfalls grünen Augen strahlten mich entschuldigend an. Mein Herz, das die ganze Zeit wie das eines Rennpferdes gehämmert hatte, setzte plötzlich für einen Moment aus. Es war Jade!
