Jades Sicht…
Als das heißersehnte Geräusch der Schulglocke ertönte, packte ich in Rekordgeschwindigkeit meine sieben Sachen zusammen und stürmte aus dem Raum. Länger ertrug ich Dajan wirklich nicht! Auf dem Flur wurde mir plötzlich eine Hand auf die Schulter gelegt und im ersten Moment zuckte ich zusammen in der Annahme, es war wieder Dajan, doch dieser Jemand entpuppte sich als Alexy.
„Na Kumpel, alles klar?", begrüßte ich ihn freundlich. Er grinste mich an wie ein Honigkuchenpferd.
„Was ist los?", fragte ich ihn.
„Also du und Viola, ja?", fragte er mich zuckersüß und ich verschluckte mich fast an meinem Orangensanft, den ich soeben aufgedreht hatte.
„Wie kommst du denn auf die Idee?".
„Sie hat dich heute Morgen heimlich beobachtet, als du bei deinem Spint warst!", erklärte Alexy achselzuckend. Mein Herz begann zu rasen.
„Sie h-hat m-mich beobachtet!", stammelte ich aufgeregt. Alexy warf mir einen vielsagenden Blick zu.
„Erst habe ich da nicht weiter drüber nachgedacht. Aber im Unterricht hat mir die Sache keine Ruhe gelassen und als ich angefangen habe, eins und eins zusammenzuzählen, machte alles Sinn!", erklärte Alexy nüchtern. Ich spürte wie meine Wangen heiß wurden.
„Kim meinte auch, dass die Idee gar nicht so blöd sei!", plapperte er munter weiter. Geschockt blieb ich stehen.
„Du hast mit Kim geredet?", fragte ich entsetzt. Alexy schaute mich an, wie ein Reh auf der Autobahn.
„Schlimm?", fragte er. Ich rannte davon, ohne ihm eine Antwort zu geben. Ich musste Kim finden!
