EPILOG

In einer tristen, grauen Gefängniszelle saß ein groß gewachsener, schlanker Mann mit grau melierten Haare auf seiner Pritsche. Den orangefarbenen Einteiler trug er mit so viel Würde, als wäre es ein Anzug aus feinster Seide. In der Hand hielt er die Tageszeitung.

Aufgeschlagen auf seinen Knien lag die Seite der Nachrufe. Dort zu lesen war eine kleine, knapp formulierte Annonce, die über das Ableben von Justus Jonas aus Rocky Beach informierte und den Leser einlud, sich am kommenden Samstag um 15 Uhr auf dem Seaside Cemetery von Rocky Beach einzufinden, um sich von dem Verstorbenen zu verabschieden.

Neben der Anzeige war ein Foto von Justus. Auf dem Bild schaute er freundlich, mit einem leichten Lächeln in die Kamera. In seinen Augen lag etwas Herausforderndes. So als wollte er sagen "Komm, versuch's doch. Wir werden ja sehen, wer schlauer ist."

Mit einem schlanken Finger strich der Mann langsam über das Foto. Von seinem Gesicht tropfte eine einzelne Träne auf die Zeitung vor ihm. Sie war bereits zwei Wochen alt.

Viktor Hugenay seufzte. "Mein lieber Justus, nun werden wir es wohl nie herausfinden."