iv

1. September 1976 – Abend

Hermione war sich nicht sicher, was sie tun sollte. Hätte sie ihm helfen sollen oder so tun, als hätte sie nicht bemerkt, was passiert war? Sie hielt ihre Augen wie in Trance auf Snape gerichtet, während er Lily und James weiter anstarrte.

Das konnte die Gelegenheit sein, die sie brauchte. Ohne einen weiteren Gedanken zu verschwenden, sprang Hermione von ihrem Sitz auf und eilte zu Snape hinüber. Zuerst bemerkte er sie nicht.

Hermione räusperte sich, beugte sich hinunter und begann dann, einige seiner Bücher aufzuheben. „Lass mich dir helfen", bot sie leise an.

Als sie den Blick in seinen Augen bemerkte, während sie zu ihm aufsah, erstarrte sie sofort. Snapes Augen waren zusammengekniffen und seine Fäuste fest geballt. Er sagte kein Wort, aber er starrte sie eine unangenehm lange Zeit an.

Hermione hielt ihre Augen auf seine gerichtet und spürte, wie sich aufgrund seines bösen Blicks Gänsehaut auf ihren Armen bildete. Was zum Teufel tat sie da? Sie musste etwas sagen.

Sie schluckte. „Äh – Das war – Was sie – Ich habe gesehen, was passiert ist", stammelte sie.

Snapes Augen weiteten sich kurz, bevor sein Gesichtsausdruck wieder zu der unfreundlichen Maske wurde, die er einen Moment zuvor war. Er sah sie an, als wäre sie eine andere Spezies.

„Wer bist du?" fragte er, ziemlich barsch.

Hermione zuckte zusammen, stand dann schnell auf und streckte ihre Hand aus. „Oh", sagte sie. Sie fühlte, wie ihr Gesicht heiß wurde, sie war beschämt. „Es tut mir leid", fuhr sie fort. „Ich bin Hermione. Hermione Devereux."

Snape blickte angewidert auf ihre Hand und dann wieder in ihre Augen. Hermione blieb völlig still, die Hand ausgestreckt. Sie hielt Augenkontakt. Sie fühlte sich, als würde sie sich einem gefährlichen Tier nähern und wagte nicht einmal zu atmen.

Hermiones Arm begann zu zittern, weil sie ihn so lange ausgestreckt hielt, aber sie senkte ihn nicht. Sie war entschlossen, mit ihm voranzukommen. Snapes Kopf neigte sich ein wenig zur Seite, als er noch einmal auf ihre Hand hinunter blickte und verdrehte dann die Augen. Er wandte ihr schnell den Rücken zu, schnaubte und bückte sich, um seine Sachen aufzuheben. Hermione ließ ihren Arm sinken und stand sprachlos da.

„Ich habe dich nicht um Hilfe gebeten!" spuckte er vom Boden aus auf sie, woraufhin sie aufsprang.

Oh, das lief fantastisch gut, dachte sie sarkastisch. Sie atmete tief ein, atmete laut aus und bückte sich zu ihm auf den Boden.

„Ja, ich weiß. Es ist nur – Ich habe gesehen, was passiert ist und dachte, es ist schrecklich."

Sie log nicht wirklich. Sie wusste, dass James und Sirius sich nicht besonders gut mit Snape verstanden, aber der ganze Austausch schien völlig unprovoziert und das störte sie furchtbar. Hermione hasste es, wenn jemand scheinbar ohne Grund gemobbt oder misshandelt wurde. Sie war sich mehr als bewusst, wie sich das anfühlte.

Snape grunzte. „Ich kann mich auch nicht erinnern, dass ich dich nach deiner Meinung gefragt habe", murmelte er.

Hermione verdrehte die Augen. Nun, ihn kennenzulernen würde ziemlich lustig werden, nicht wahr?

„Es tut mir leid. Habe ich etwas getan, um dich zu beleidigen? Ich dachte nur, du könntest Hilfe gebrauchen", schnappte sie.

Toll, fang an, ihn anzuschreien, rügte sie sich selbst. Sie war sich sicher, dass er das gut aufnehmen würde. Sie sah, wie Snapes Schultern sich anspannten und hörte, wie er tief einatmete.

„Ich brauche weder deine Hilfe noch die von irgendjemand anderem. Geh – Geh einfach!" zischte er.

Snape stand immer noch mit dem Rücken zu ihr. Er schien entschlossen, sie aus irgendeinem Grund nicht anzusehen.

Hermione zuckte bei seinen Worten wieder zusammen, als sie sich fest an drei seiner Bücher klammerte, die sie in ihren Händen hielt. Ihr Herz rutschte in die Hose und sie fühlte eine irrationale Woge der Wut über seinen verbitterten Ton. Sie konnte nicht verstehen, warum er so grausam zu jemandem war, der versuchte, nett zu ihm zu sein. Die Art und Weise, wie er sie behandelte... Es war, als wäre sie diejenige, die ihn gerade zu Boden gestoßen hatte.

Sie stand langsam auf und ging zu Snape hinüber, der immer noch unten hockte. Sie schaute zu, wie er sich versteifte als sie sich näherte, und beugte sich vor, um ihm seine Bücher zu reichen. Er sah nur auf ihre Hände, entriss sie ihr schnell und kehrte zurück, um den Rest seiner Sachen zusammenzusuchen. Er sagte ihr kein danke.

Hermione schüttelte traurig den Kopf, drehte sich dann um und bemerkte, dass einige der SchülerInnen sie unverhohlen ungläubig ansahen.

„Yep. Gern geschehen", flüsterte sie sarkastisch, als sie wegging.

Sie kehrte zu ihrem Platz am Ravenclaw-Tisch zurück und ignorierte ihre HausgenossInnen, die sie offen anstarrten. Als sie einen Blick zu den Gryffindors warf, sah sie, wie Sirius James anstupste, ihm etwas ins Ohr flüsterte und gleichzeitig sahen beide sie direkt an. Sofort wandte sie den Blick ab und richtete ihre Aufmerksamkeit auf Dumbledore, der sich nun erhob, um sich an die zurückkehrenden SchülerInnen und die ängstlichen ErstklässlerInnen zu wenden.

Hermione fühlte sich verletzt, wütend und ein wenig enttäuscht. Ihr erster Austausch mit Snape verlief sogar schlimmer, als sie es sich vorgestellt hatte. Sie konnte sich nicht darauf konzentrieren, was Dumbledore sagte oder was der Sprechende Hut trällerte, aber sie wusste, dass es nicht wirklich wichtig war. Dumbledore hob sich die wichtigen Informationen immer für nach der Zuordnung auf, und welche Warnung auch immer der Hut abgegeben haben mochte, war für sie irrelevant. Sie wusste, was kommen würde.

Gerade als das Abendessen erstmals erschien, drehte sich Hermione um und schaute auf den Slytherin-Tisch. Sie blickte ihn auf und ab, bis ihre Augen schließlich Snape fanden. Er hatte den Kopf gesenkt, saß weit weg von den anderen MitbewohnerInnen und hatte ein Buch neben seinem Teller aufgeschlagen. Sie konnte nicht anders, als Mitleid mit ihm zu haben, während sie ihn ganz allein sitzen sah. Kein Wunder, dass es ihm so schlecht ging. Er hatte niemanden, oder?

Plötzlich blickte Snape von seinem Buch auf und sah Hermione in die Augen. Oh Mist! Er würde denken, sie sei eine komplette Spinnerin! Wieder einmal sah er nicht sehr einladend ihr gegenüber aus. Seine Nasenlöcher weiteten sich und seine Augenbrauen sahen aus, als wären sie eins geworden. Nicht wissend, was sie sonst tun sollte, schenkte ihm Hermione ein knappes Lächeln – obwohl es eher wie eine Grimasse aussah – und wandte sich hastig um.

Komm schon, sagte sie zu sich selbst. Er war offensichtlich kein sehr offener Mensch, das wusste sie gut genug von den sechs Jahren, die sie mit ihm im Schloss verbracht hatte. Sie musste die Dinge mit ihm langsam angehen lassen. Es gab keine Möglichkeit, dass sie ihr Ziel an einem Abend erreichen würde.

„Ich kann nicht glauben, dass du tatsächlich rüber gegangen bist, um Severus Snape zu helfen. Er ist ehrlich gesagt nicht die netteste Person", flüsterte ein Mädchen neben ihr; was dazu führte, dass Hermione fast aus ihrem Sitz fiel. Sie hatte die kurzhaarige Brünette nicht einmal bemerkt.

Das Mädchen kicherte leise. „Es tut mir leid. Ich wollte dich nicht erschrecken", entschuldigte sie sich.

Nachdem der Schock abgeklungen war, fixierte Hermione ein Lächeln auf ihrem Gesicht. „Nein, das ist in Ordnung. Ich vermute ich habe nur nicht gemerkt, dass du da bist."

„So scheint es", lachte sie. „Es tut mir leid, wie schrecklich unhöflich von mir. Ich bin Amelia Bones."

Hermione spürte einen Stich der Traurigkeit, als sie die junge Frau vor sich ansah; mit ihrer kurzen Bob-Frisur, ihren warmen braunen Augen und vollen Lippen, die zu einem freundlichen Lächeln hochgezogen waren. Sie wusste, dass Amelia brutal ermordet worden war – vermutlich von Voldemort selbst – im Sommer zwischen Hermiones fünftem und sechstem Jahr. Ihr Tod war sehr öffentlich gewesen. Er schaffte es sogar in die Muggel-Nachrichten. Sie versuchte so gut sie konnte, diese Gedanken für den Moment zu verdrängen.

„Es ist mir eine Freude, dich kennenzulernen, Amelia. Ich bin Hermione Devereux", stellte sie sich vor.

„Schön, auch dich kennenzulernen, Hermione." Amelia lächelte freundlich. „Ich glaube nicht, dass wir schon einmal eine Transferschülerin gehabt haben. Was führt dich nach Hogwarts?"

Und so fing es an, dachte Hermione, bevor sie Amelia die Lüge erzählte, die ihr Leben hier werden sollte. Sie erklärte, dass sie in Frankreich zu Hause unterrichtet wurde, ihre Eltern geschäftlich in den Staaten tätig waren, sie nun im sechsten Jahr war und wie ihr – sie zuckte zusammen – Onkel Albus einwilligte, sie für den Rest ihrer magischen Ausbildung Hogwarts besuchen zu lassen.

Als Hermione erwähnte, dass sie Dumbledores Nichte sei, fiel Amelia fast die Kinnlade herunter.

„Wow... Du bist mit Professor Dumbledore verwandt?" fragte sie ehrfürchtig.

Hermione wusste, dass es nicht das letzte Mal sein würde, dass sie diesen Ausdruck völliger Verwunderung sehen würde, wenn sie erwähnte, mit ihm verwandt zu sein. Bis zu diesem Moment war es ihr nicht bewusst geworden, wie unbehaglich sie sich dabei wirklich fühlen würde.

„Yep", antwortete sie und ihr Mund poppte auf dem P.

Hermione stopfte sich schnell eine große Gabel voll Kartoffeln in den Mund, um dem weiteren Gespräch vorerst auszuweichen.

„Nun, es ist schön, dich bei uns zu haben", sagte Amelia freundlich.

Hermione nickte dankend.

Während sie aß, merkte sie, wie ausgehungert sie war, denn alles, was sie in den letzten beiden Tagen gegessen hatte, war das Sandwich gewesen, das sie an diesem Nachmittag gegessen hatte. Sie aß so weiter, wie Ron es immer getan hatte und wie sie ihn dafür ausschimpfen würde. Der Vergleich machte sie traurig.

Amelia muss den Wink verstanden haben, dass Hermione nicht weitersprechen wollte und die beiden Mädchen aßen in gemeinsamen Schweigen. Obwohl es so schien, als wären sie die einzigen beiden, die ruhig aßen. Die Große Halle war genauso laut wie in ihrer Zeit; viel Geschwätz, Gelächter und Besteck das auf Tellern klirrte. Obwohl ihr die Szene so vertraut war, hatte sie sich noch nie so fehl am Platz und alleine gefühlt. Bald verstummte der Lärm und Dumbledore erhob sich, um sich an seine SchülerInnen zu wenden.

„Guten Abend Ihnen allen!" begrüßte er herzlich. „Jetzt, wo Sie alle gut genährt und hydriert seid, entschuldigen Sie mich bitte, während ich Sie mit einigen Ankündigungen zum Semesterbeginn langweile", verkündete Dumbledore mit dem vertrauten Funkeln in seinen Augen.

Er fuhr mit den üblichen Informationen fort; der Verbotene Wald war tabu, eine Liste von verbotenen Gegenstände, wann Quidditch-Trainings stattfinden würden und wann der Apparierunterricht für diejenigen beginnen würde, die am oder vor dem 31. August siebzehn Jahre alt wurden. Hermione wusste, dass sie diese Lektionen schwänzen würde, da sie bereits wusste, wie man Appariert und es riskieren würde, sich zu Zersplintern wenn sie so tat, als ob nicht wüsste, wie es zu machen sei.

„Und schließlich", fuhr Dumbledore fort, „möchte ich dieses Jahr zwei neue Gesichter in Hogwarts willkommen heißen. Erstens", er neigte seinen Kopf zu einem jung aussehenden, stämmigen Zauberer mit kurzem schwarzem Haar und einer dick umahmten Brille, die auf einer breiten Nase saß und den größten Teil seines runden Gesichts dominierte.

„Unser neuer Professor für Verteidigung gegen die Dunklen Künste; Professor Leonard Crabtree." Dumbledore hielt inne, während ein leichter und höflicher Applaus im Saal ausbrach. Professor Crabtree senkte anerkennend den Kopf und lächelte mit einem breiten Grinsen in den Saal.

„Ja, willkommen, willkommen, Professor", sagte Dumbledore, als das Klatschen verstummte.

Er wartete, bis es wieder still war, und fuhr fort. „Als nächstes, wie ich mir sicher bin, haben Sie alle inzwischen bemerkt, dass wir eine neue Schülerin haben." Er sah Hermione direkt an.

Jetzt, da Dumbledore es angesprochen hatte, schien es, als ob jede SchülerIn das Gefühl hatte, die Erlaubnis zu haben, sich umzudrehen und Hermione anzustarren. Sie hatte sich noch nie in ihrem Leben so unwohl gefühlt.

Sie ließ sich in ihren Sitz sinken; Ihr Gesicht fühlte sich an, als würde es in Flammen stehen.

„Hermione Devereux – meine Nichte – hat sich freundlicherweise bereit erklärt, für ihre letzten beiden Schuljahre zu uns nach Hogwarts zu kommen. Bis zu diesem Jahr war sie von ihren Eltern zu Hause unterrichtet worden. Ich vertraue darauf, dass Sie alle sie mit offenen Armen empfangen und ihr helfen werden, sich einzuleben, und zwar nach besten Kräften", sagte er leichthin.

„Oh, es wäre mir ein Vergnügen, ihr nach besten Kräften zu helfen!" schrie Sirius über den Saal.

Die meisten SchülerInnen brachen in Gelächter aus und Hermione fühlte sich, als würde ihr schlecht werden. Sie schaute auf Dumbledore, der offensichtlich nicht sehr amüsiert über Sirius' Ausbruch war.

„Das reicht, Mr. Black", rügte Dumbledore streng.

Hermione war völlig beschämt. Sie beobachtete, wie sich ein Grinsen auf Sirius' selbstgefälligem Gesicht ausbreitete, während James und Peter lachten und Remus den Kopf schüttelte. Dann drehte sie sich um und sah Snape. Er warf Sirius einen tödlichen Blick zu und schien die Zähne zusammenzubeißen. Sie wusste, dass Snape Sirius nicht mochte, aber sie konnte nicht verstehen, warum das, was er über sie sagte, ihn so wütend machte. Wahrscheinlich lag es daran, dass Sirius deswegen nicht wirklich in Schwierigkeiten geraten war. Dumbledore gab ihm im Grunde nur einen Klaps auf das Handgelenk für diesen Kommentar.

Snape blickte dann zu Hermione und sah, wie sie ihn musterte. Seine Augen öffneten sich weit und er schüttelte den Kopf, als ob er stumm fragte: „Was?" Sie drehte sich wieder um und war nun überzeugt, dass er dachte, dass sie geisteskrank war.

Dumbledore sagte noch ein paar Dinge, aber sie hörte nicht zu. Ihr Plan, unbemerkt zu bleiben, ging für sie völlig schief. Wie sollte jemand vergessen, dass so etwas beim Begrüßungsfest passiert war?

„Hermione, geht es dir gut?" fragte Amelia und sah besorgt um sie aus.

Sie nickte. „Ja. Es geht mir gut. Das war nur ein bisschen unhöflich, das ist alles."

Amelia lachte kurz. „Achte nicht auf Black. Und lass dich auch nicht von seinem guten Aussehen täuschen. Er mag sehr charmant sein, aber er ist ein Rohling. Er wird nur so lange Interesse zeigen, bis du es zurück zeigst, und dann ist er fertig mit dir. Er muss jedes Jahr ein Dutzend Mädchen durchlaufen." Sie schüttelte den Kopf. „Man sollte meinen, dass sie es jetzt besser wissen."

Hermione bemerkte, dass sie ziemlich verbittert klang und fragte sich, ob Amelia irgendwann eine von den dutzend Mädchen gewesen war.

„Naja, das kann mir wirklich egal sein. Ich bin nicht hier, um mich zu verabreden. Ich bin hier, um meine Ausbildung zu beenden", log Hermione glatt.

Amelia sah überrascht und sehr zufrieden über diese Antwort aus. „Sieht so aus, als hättest du deine Prioritäten recht gut geregelt."

„Nicht immer", lachte Hermione. Sie konnte nicht anders, als sich über diese Bemerkung zu amüsieren, da ihr von Ron und Harry im Laufe ihres Lebens so oft das Gegenteil gesagt worden war.

Während die Mädchen sich unterhielten, musste Dumbledore alle für den Abend entlassen haben. Die SchülerInnen erhoben sich alle und die VertrauensschülerInnen riefen nach den ErstklässlerInnen.

Amelia stand zuerst auf. „Komm schon, Hermione. Ich zeige dir den Gemeinschaftsraum, wenn du möchtest", bot sie an.

„Oh – Naja. Ich bin letzte Nacht angekommen, also weiß ich, wo er ist. Aber ich hätte gerne etwas Gesellschaft für den Weg nach oben", sagte Hermione.

Als die Mädchen in die Korridore hinaus gingen, hörten sie jemanden hinter sich schreien.

„Devereux! Hey, Devereux!"

Hermiones Magen sackte zusammen. Sie kannte diese Stimme. Selbst wenn er nicht gerade durch die ganze Halle geschrien hätte, klang sie fast genauso wie damals, als Sirius ein Erwachsener war.

Amelia schaute zurück und stöhnte. „Ähh, es ist Black. Geh einfach weiter, Hermione. Vielleicht geht er weg."

„Hoffen wir." Hermione lachte unbehaglich, als die Mädchen weitergingen.

„DEVEREUX!" brüllte Sirius.

Hermione verdrehte die Augen und ging etwas zügiger. Sie hatte ein Gefühl, dass so etwas hätte passieren können. Genau wie sie früher am Tag gedacht hatte, war sie eine Kuriosität. Natürlich würde sie das Interesse der SchülerInnen wecken. Warum hatte Dumbledore sie auf diese Weise vorgestellt?

Ein paar Sekunden später spürte Hermione ein Klopfen auf ihre Schulter. Sofort erstarrte sie und warf Amelia einen panischen Blick zu, deren Augen zu Schlitzen wurden.

Amelia drehte sich schneller um, als Hermione es für menschlich möglich gehalten hätte.

„Lass sie in Ruhe, Black", zischte sie. „Hast du sie nicht schon genug in Verlegenheit gebracht?" Sie richtete sich zu voller Höhe auf und stemmte die Hände in die Hüften.

Hermione drehte sich zu Sirius um und konnte nicht glauben, was sie vor sich sah. Alle hatten Recht gehabt, er war wirklich ziemlich umwerfend. Sie fand, dass er gut aussah als sie ihn vorhin gesehen hatte, aber aus der Nähe sah er noch hübscher aus. Unabhängig davon merkte sie, dass er ein arroganter Arsch war und das passte ihr nicht. Und was er beim Abendessen getan hatte, war völlig inakzeptabel.

„Kann ich dir bei irgendwas behilflich sein?" fragte Hermione scharf.

Sirius wirkte ein wenig schockiert über ihren Tonfall. Seine Augen weiteten sich, und er öffnete und schloss seinen Mund ein paar Mal, bevor er endlich sprach.

„Ich – Ich wollte mich nur entschuldigen und mich vorstellen." Er fuhr sich mit der Hand durch die Haare und sein Gesicht verzog sich wieder zu einem überheblichen Grinsen.

Wow. Er hatte wirklich eine hohe Meinung von sich selbst, nicht wahr?

Hermione seufzte und verschränkte die Arme vor der Brust. „Gut. Dann hören wir uns diese Entschuldigung an."

„Es tut mir so sehr leid, wie ich mich verhalten habe", sagte er mit gespielter Förmlichkeit. Er trug wirklich dick auf.

„Und wenn du mich lässt, würde ich es gerne einmal wieder gut machen." Er zwinkerte ihr zu.

Amelia lachte und überdeckte es schnell mit einem Husten. „Oh, reiß dich zusammen", murmelte sie.

Sirius warf ihr einen irritierten Blick zu und lenkte dann seine Aufmerksamkeit wieder auf Hermione, die ihn ungläubig anstarrte.

Er hatte ihr noch nicht einmal seinen Namen gesagt, und versuchte, sie aufzureißen? Sie konnte nicht glauben, dass er so war, vor... Askaban. Sie seufzte.

Als sie daran dachte, wie er aussah, nachdem er zwölf Jahre im Gefängnis verbracht hatte, löschte das alle ihre Gefühle von Ärger. Jetzt war sie von Traurigkeit und ein wenig Mitleid erfüllt.

Sie sollte nicht zu streng mit ihm sein, dachte sie. Er hatte nur noch ein paar gute Jahre vor sich, bevor sein Leben komplett auf den Kopf gestellt würde.

Sie blickte in seine klaren grauen Augen und lächelte leicht. „Ich fühle mich geschmeichelt, aber ich gehe nicht aus." Er öffnete den Mund, vermutlich, um mit ihr zu diskutieren. „Und findest du nicht auch, dass es ein bisschen unhöflich ist, mich anzumachen, ohne mir auch nur deinen Namen zu sagen?"

Amelia lachte darüber aus vollem Halse und Sirius starrte Hermione an, als wäre sie eine neue Herausforderung. Er hob eine Augenbraue und grinste verschmitzt.

„Wie entsetzlich rücksichtslos von mir!" sagte er mit einer Miene äußersten Bedauerns. „Der Name ist Sirius Black." Er streckte seine Brust heraus. „Ich bin mir sicher, du wirst alles über mich hören."

„Oh, bitte!" spottete Amelia. Sirius sagte ihr schnell, still zu sein, und Amelia streckte ihm die Zunge heraus.

Sie erinnerte sich daran, dass er einen langen, harten Weg vor sich hatte, und beschloss, zu versuchen, freundlich zu sein.

„Vergnügen", sagte sie mit zusammengebissenen Zähnen.

„Oh nein." Sirius nahm ihre Hand. „Glaub mir. Das Vergnügen ist ganz meinerseits", sang er.

Hermione gab es nur ungern zu, aber er war ziemlich charmant. Und doch hatte er wirklich keinen Affekt auf sie. Sie fand die ganze Tortur eher albern als alles andere. Sie zog ihre Hand aus seiner, schüttelte den Kopf und lachte.

„Komm schon, Hermione. Lass uns gehen." Amelia zupfte an ihrem Arm und warf Sirius einen letzten eisigen Blick zu. „Auf Wiedersehen, Sirius."

Sirius kicherte. „Ja, ja. Bis später, Bones." Er zwinkerte Hermione wieder zu. „Hoffentlich sehe ich noch viel mehr von dir."

„Nun, da wir beide die gleiche Schule besuchen, glaube ich nicht, dass das außerhalb des Bereichs der Möglichkeiten liegt, Sirius", sagte Hermione trocken.

Die beiden Mädchen drehten sich um und Hermione blieb abrupt stehen. Snape war genau vor ihnen. Er warf einen Blick hinter Hermione zu Sirius und musterte sie dann von oben bis unten.

„Typisch", höhnte er und ging schnell weg.

Großartig. Bezaubernd. Einfach fantastisch, dachte sie bitter, als sie ihm zusah, wie er davoneilte.

Als die Mädchen ihren Gemeinschaftsraum betraten, schien es, als wäre jedes Mitglied von Ravenclaw dort und wartete darauf, dass Hermione ankam.

„Wie wunderbar. Ein Begrüßungskomitee", murmelte Amelia sarkastisch. „Aber sie sind wirklich nicht so schlimm, Hermione." Sie lächelte sie entschuldigend an.

Hermione zog die Schultern nach hinten und bereitete sich auf das erste Treffen mit ihren MitbewohnerInnen vor. Sie freute sich überhaupt nicht darauf, nicht nach allem, was gerade passiert war. „Komm schon. Lass uns das hinter uns bringen, damit ich ins Bett gehen kann."

Eine Mischung aus Sechst- und SiebtklässlerInnen saß um den Bronzekamin herum und alle lächelten Hermione breit an. Es sah so aus, als würden sie alle vor Aufregung hüpfen. Hermione, auf der Auf der anderen Seite, wollte mit dem Teppich verschmelzen.

Die erste Person, die sich ihr näherte, kam ihr vage bekannt vor. Sie hatte enge blonde Locken, eine grüne Katzenaugenbrille, strahlend blaue Augen und leuchtend roten Lippenstift auf ihren dünnen Lippen. Sie blickte auf die berechnenden Augen des Mädchens, wie sie jeden Zug von Hermione mit einer hungrigen Neugier zu erfassen schien. Plötzlich machte es Klick. Sie wusste genau, wer das war. Oh nein. Das – Das konnte nicht sein...

Das Mädchen streckte Hermione ihre Hand zum Schütteln entgegen. „Hallo, Hermione. Rita Kimmkorn – sechstes Jahr. Es ist mir ein Vergnügen." Sie stellte sich mit einer so falschen Höflichkeit vor, dass Hermione eine Gänsehaut bekam.

„Schön, dich kennenzulernen", log Hermione, als sie ihren Händedruck erwiderte.

Der Junge, den sie als ihren Professor im zweiten Jahr kannte, Gilderoy Lockhart, kam zu ihr und schlang seinen Arm um Ritas Taille. Rita sah ihn mit ekelhaft liebevollen Augen an. Hermione wurde fast übel.

„Und das ist mein Freund, Gilderoy Lockhart", schnurrte Rita beinahe.

Lockhart schenkte Hermione ein weiteres strahlendes Lächeln und schüttelte ihr ebenfalls die Hand. „Vergiss nicht, Liebe", sagte er zu Rita und deutete auf seine Brust. Hermione sah das Abzeichen, das er stolz zur Schau stellte. „Und Schulsprecher", kicherte er.

Hermione konnte sich nur vorstellen, wie er gelogen und betrogen haben musste, um sich diesen Titel zu verdienen, wenn er damals so war, wie er später werden würde. Sie setzte ein falsches Lächeln auf ihr Gesicht.

„Herzlichen Glückwunsch. Das ist schon eine Leistung." Hermione zwang die Worte, so aufrichtig wie möglich zu klingen.

Es hatte angefangen, ihr alles ein bisschen zu viel zu werden. Zuerst Snape, dann Sirius und jetzt Rita und Lockhart? Sie hatte keine Ahnung, wie sie das alles durchstehen sollte.

Danach wurde sie den anderen FreundInnen vorgestellt. Neben Amelia und Rita waren Alice McKinnon und Dorcas Meadowes ihre anderen Mitbewohnerinnen. Sie waren beide wunderschöne Mädchen. Alice war sehr zierlich mit langen dunklen Haaren, großen grünen Augen, einer winzigen Nase und perfekt gewölbten Augenbrauen. Dorcas war groß und dünn, hatte schulterlanges blondes Haar und strahlend blaue Augen und ein perfekt gerades, weißes Lächeln. Sie schienen freundlich genug, aber fast schon an der Grenze zu falsch. Sie fand die drei Mädchen nicht so sympathisch, wie sie bereits Amelia gefunden hatte.

Als nächstes stellte Amelia Hermione ihrem Zwillingsbruder Edgar vor. Edgar war genauso freundlich wie Amelia, aber wie Hermione merkte, etwas kontaktfreudiger. Er war sehr muskulös, Hüter im Quidditch-Team und sah Amelia sehr ähnlich. Sie hatten beide den gleichen braunen Haarton, braune Augen und volle Lippen. Edgars zwei beste Freunde wurden ihr danach vorgestellt; Otto Bagman und Sturgis Podmore. Otto war der jüngere Bruder von Ludo Bagman, Kapitän und Verfolger im Quidditch-Team, sehr laut und übermäßig freundlich. Anstelle des typischen Händedrucks, zog der lockige blondhaarige, blauäugige, stämmige Junge Hermione zu sich heran, um sie zu umarmen, was sie völlig schockierte. Sturgis – der ein weiterer Verfolger im Team war – war groß, schlank und sanftmütig mit haselnussbraunen Augen, einem eckigen Kiefer und dichtem, strohfarbenem Haar.

Hermione war leicht überwältigt von all den Vorstellungen, obwohl alle nett genug zu sein schienen. Aber sie musste für die Nacht verschwinden.

Hermione gähnte laut. „Nun, es war absolut wunderbar, euch alle zu treffen, aber ich bin völlig kaputt", verkündete sie allen.

„Ach, sag mir nicht, dass du schon ins Bett gehst? Wir fangen gerade erst an!" reklamierte Bagman.

„Ja, Hermione. Bleib noch ein bisschen mit uns auf", versuchte Edgar sie zu überzeugen.

Gerade als Hermione den Mund öffnete, um abzulehnen, ergriff Rita das Wort. „Ach, lass sie zu Bett gehen, wenn sie will! Es ist nicht so, dass sie viel verpassen wird."

Hermione konnte nicht umhin, den leicht eifersüchtigen Ton in Ritas Stimme zu bemerken. Nun, war sie als Teenager nicht genauso wundervoll, dachte Hermione, als sie versuchte, ein Augenrollen zu verbergen.

„Leute, lasst sie in Ruhe. Sie wird nicht plötzlich über Nacht verschwinden. Ihr werdet sie alle morgen sehen", setzte sich Amelia für sie ein und sah Hermione an. „Ich komme mit dir, wenn du möchtest", bot sie an.

„Das wäre schön, danke."

Hermione fühlte sich ehrlich gesagt schon ziemlich wohl mit Amelia und es machte ihr wirklich nichts aus, dass sie sich zu ihr gesellte.

„Es tut mir leid, ihr alle", sagte sie wieder in den Raum. „Es war wirklich schön, euch alle zu treffen. Ich nehme an, ich sehe euch alle am Morgen."

Die Jungs sagten Hermione und Amelia gute Nacht, während Rita und ihre anderen Zimmergenossinnen im Gemeinschaftsraum blieben. Hermione stieg langsam die Treppen hinauf; sie hatte nicht gelogen, sie war erschöpft. Es war ein extrem langer und stressiger Tag gewesen.

Sie betraten ihren Schlafsaal, jede benutzte abwechselnd das Badezimmer, um sich umzuziehen und zu waschen, dann kletterten sie in ihre Betten.

„Ich muss dich vor Rita warnen", sagte Amelia von der anderen Seite des Raumes.

Hermione war mit Rita Kimmkorn gut bekannt. Amelias Warnung war absolut nicht nötig.

„Ja?" fragte Hermione mit gespielter Unwissenheit.

Sie hörte, wie Amelia laut ausatmete. „Vertraue ihr nicht, Hermione. Sie ist dafür bekannt, dass sie einige schreckliche Gerüchte über Leute verbreitet. Und ziemlich oft stellen sie sich in der Regel als wahr heraus. Oder – wenigstens – teilweise wahr. Ich – Ich weiß nicht, woher sie überhaupt ihre Informationen nimmt."

Hermione war ziemlich sicher, dass sie wusste, wie Rita das bewerkstelligte. Obwohl, konnte sie bereits ein unregistrierter Animagus sein, fragte sie sich?

„Danke, Amelia. Das behalte ich im Hinterkopf." Hermione lächelte.

Die Mädchen schlüpften unter ihre Bettdecken, Amelia richtete ihren Zauberstab auf die Lichter und drehte sie aus.

„Also, was denkst du bisher?" fragte Amelia im Dunkeln.

Hermione lachte fast laut bei dem Gedanken, wie Amelia ihre wirklichen Gedanken hörte. Sie drehte sich auf die Seite und gab die beste Antwort, die ihr einfiel.

„Es ist nicht so schlimm, denke ich. Abgesehen von der ganzen Sache mit Black waren alle ziemlich nett."

Und Snape. Beim Barte des Merlin, war er ein kompletter Blödmann. Nun... Könnte sie es ihm verübeln? Sie sah, wie er behandelt wurde und wie er ganz allein beim Fest saß. Es war, als ob der Rest der Slytherins nicht einmal einräumte, dass er Hogwarts besuchte. Sie war sich sicher, dass er ein elender Bastard wäre, wenn er so lebte.

„Hermione? Hast du mich gehört?"

Hermione schreckte hoch. Sie achtete nicht auf ein Wort, das Amelia gerade gesagt hatte.

„Es tut mir leid, Amelia. Das hab ich nicht. Was hast du gesagt?"

„Das ist in Ordnung", lachte sie. „Ich nehme an, du bist heute ein bisschen überwältigt."

Sie hatte keine Ahnung. „Ja. Vielleicht nur ein bisschen", kicherte Hermione nervös.

„Ich sagte, was hat dich vorhin dazu bewogen, Severus zu helfen?"

Oh, kein Grund, wirklich. Nur, dass sie eine einsame Zeitreisende war, die hier war, um zu versuchen, am Ende sein Leben zu retten. Keine große Sache.

„Ich weiß es wirklich nicht. Ich habe einfach gesehen, was Black und seine Freunde ihm angetan haben und wie niemand eingegriffen oder irgendetwas getan hat, um zu helfen. Ich – Ich fühlte mich schrecklich für ihn." Das stimmte teilweise.

„Er schien es nicht sehr gut aufzufassen", fuhr sie fort.

Hermione lachte. „Nein. Nicht wirklich. Ich glaube, seine genauen Worte waren: Ich habe nicht um deine Hilfe gebeten", sagte sie in tiefer Nachahmung seiner Stimme. „Und dann bat er mich freundlich, zu gehen."

Amelia schnaubte und seufzte dann. „Nun, Hermione. Es gab einen Grund, warum niemand ihm half. Er ist nicht gerade ein warmherziger und einladender Mensch. Ich meine, ich entschuldige nicht, was Potter und Black taten – normalerweise sind sie ihm gegenüber ziemlich bösartig, aber es wird gemunkelt, dass Snape sehr begeistert von den Dunklen Künsten ist. Er kann manchmal ziemlich beängstigend sein."

„Was du nicht sagst", erwiderte Hermione hämisch.

„Sei – Sei einfach vorsichtig in seiner Nähe", riet Amelia.

Hermione konnte nicht anders, als sich zu fragen, was Amelia wohl von ihr denken würde, wenn sie irgendwann mehr Zeit mit Snape verbrachte. Würde sie glauben, dass Hermione auch der Typ Mensch war, der auf die Dunklen Künste stand?

„Das werde ich", sagte sie leise.

Danach sagten sich die Mädchen gute Nacht. Hermione ließ sich auf den Bauch fallen, steckte ihren Arm unter ihr Kopfkissen und dachte über alles nach, was heute passiert war. Über ihr Mittagessen mit Rosmerta, die beängstigende Begegnung mit Bellatrix und Lucius und zum ersten Mal einen jugendlichen Snape zu treffen. Über Sirius und seine Arroganz, wie sie Lily sah, Remus, James und Peter und über das Treffen mit Amelia und dem Rest der Ravenclaws. Heute war sie auf einer Achterbahn der Gefühle gewesen.

Ihre Gedanken drehten sich wild, als sie versuchte einzuschlafen. Sie fragte sich, ob sie am nächsten Tag Unterricht mit Snape haben würde und ob sie versuchen sollte, noch einmal mit ihm zu sprechen. Sie nahm bereits an, dass er dachte, sie sei ein bisschen übergeschnappt, weil er sie so oft dabei erwischt hatte, wie sie ihn anstarrte. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass es gut gehen würde, wenn sie versuchte, wieder ein Gespräch mit ihm zu beginnen, aber sie wusste, dass sie es versuchen musste.

Der Blick, den er ihr zuwarf, nachdem sie mit Sirius zusammengestoßen war, war besorgniserregend. Sie konnte nicht verstehen, was er mit ‚Typisc' meinte. Dachte er, dass sie nur ein weiteres Mädchen sei, das Sirius zu Füßen liegen würde? Denn sie flirtete nicht mit ihm. Überhaupt nicht. Und warum störte es sie, dass er dachte, dass sie es vielleicht getan hätte? Und was noch wichtiger war, warum störte ihn das?

Bald hörte Hermione, wie die anderen Mädchen leise den Raum betraten, und nicht allzu lange danach fiel sie in einen tiefen Schlaf. All ihre Sorgen über den nächsten Tag waren vorübergehend verschwunden, als sie einschlief.