Kapitel 9 "Wahrheit"
Tag 5 Abends
Gierig zog sie die Luft ein und als würde sie aus tiefem Schlaf erwachen, wurde sie von äusserlichen Eindrücken überflutet. Sie hatte zu viel Leitungswasser aus dem Wasserhahn vor sich getrunken und durch den Druck, der ihren Bauch einklemmte, stieß sie Wasser hervor und übergab sich ins Waschbecken. Der Druck um ihren Bauch herum entspannte sich und sie fiel nach vorne, wurde aber aufgefangen. Wie in Trance wollte sie wieder Wasser verschlingen, aber eine Stimme sagte ihr, dass es jetzt genug sei und zog sie vom Waschbecken weg. Erschöpft ließ sie sich auf den Boden fallen und musste ersteinmal sich orientieren, wo sie gerade war und was passiert ist. "Jetzt nochmal langsam. Mina, warum war Yamchu da? Was hat er dir erzählt?"Verwirrt sah sie hoch zu der Person und erschreckte sich bei dem Anblick etwas, denn es war Cell der ihr Gesellschaft leistete.
Was hat er gerade gefragt? Warum Yamchu da gewesen sei? Yamchu? Den hatte sie doch ewig nicht mehr gesehen und- ach warte mal... da war doch etwas...
Sie erinnerte sich, dass er da gewesen war, konnte sich aber kein Bild von dem machen, was er gesagt hatte.
"Ähm... ääh warte mal. Äh...", sie stolperte in ihren Gedanken umher und konnte seine Frage nicht richtig beantworten. Mina hatte Kopfschmerzen und wollte sich nur noch ausruhen. "Ich brauch eine Pause. Cell, du glaubst gar nicht wie anstrengend das war!", jammerte sie aber Cell lachte sofort:"Du hast doch nur mit denen geredet, beruhig' dich mal!", aber Mina konterte:"Du bist ja auch stark genug um dich zu wehren, aber wäre es jemand anderes gewesen und nicht Yamchu, dann hätte es für mich ganz anders ausgehen können! Ich bin sehr fragil!" Mina versuchte aufzustehen, war aber etwas wackelig auf den Beinen. Sie wollte nach Hause, Tee trinken, ein heißes Bad einlassen und ein Buch lesen. Sie konnte erahnen, dass sie nicht alles davon schaffen würde.
„Cell, ich möchte nach Hause!", jammerte sie und Cell drehte sich verwirrt zu ihr hin:"Ich dachte, wir sind bei dir zu Hause?" und Mina erklärte:„Ja, aber ich habe bereits ein neues Kapselhaus!". „Na das ist ja praktisch.", murmelte Cell und überschaute langsam das Chaos ihrer Wohnung. „...und wo willst du dein Kapselhaus platzieren?", fragte er interessiert. „Ich hab' bereits einen Ort gefunden!", sagte Mina stolz aber Cell sah nicht so begeistert aus. „Warum ist die Kapsel nicht in deiner Tasche?", fragte er müde und sie sagte aufrichtig:"Ich bin gerade Wäsche am waschen!" und anscheinend hatte sie etwas extrem dummes gesagt, denn er schloss die Augen, legte ganz langsam seinen Kopf in den Nacken und atmete tief aus. Mina wollte etwas sagen, aber er kam ihr zuvor:"Weißt du wenigstens noch wo dein Haus steht?" und Mina lief tiefrot an. „Ähm... jaaaa. Äh... Ja, doch... doch!", nuschelte sie verlegen und Cell faste sich ins Gesicht. „Mina, die Kapselhäuser bringen nichts, wenn man sie nicht mitnimmt." „Aber ich weiß noch in etwa, in welche Richtung ich fliegen muss!" „Apropos fliegen. Sagtest du nicht, du hättest Höhenangst?", fragte er forsch, aber Mina verwirrte es. "Ähm... ja, ziemlich sogar. Aber warum ...?", Mina sah ihn fragend an, aber er kicherte nur. "Du hast die Kiste mit den Dragonballs in ein Flugzeug gelegt. Das ist dein Flugzeug, du fliegst also. Ein bisschen widersprüchlich, findest du nicht?"
"Nein, Cell, überhaupt nicht.", wunderte sie sich. Er lachte schon fast:"Nein, überhaupt nicht?", wiederholte er ihre Aussage. "Ja, weil Fliegen ist wie Autofahren nur in der Luft!", und wiedereinmal musste Cell sich die Hände vor den Mund halten vor Lachen. „Aber Cell, das ist genau der Grund, warum die Kapseln von der Capselcorporation die beliebtesten sind! Weil die ganzen Geräte und Maschinen so leicht zu bedienen sind! Es ist kinderleicht!", versuchte sie sich zu verteidigen und Cell sah sie grinsend an. „Erzähl' mir mal lieber warum Yamchu da war!", und er verschränkte seine Arme vor sich. Minas Hände zitterten, hatte er gerade um mehr Konservation gebeten. Sie sah ihn an und die Art und Weise wie er sich an die Wand gelehnt hatte und sie jetzt Erwartungsvoll anlächelte, schüchterte sie völlig ein. „Ja, gerne, nur … können wir vielleicht dafür nach Hause? Ich würde dazu gerne einen Tee trinken!" „Ist das Erpressung?", fragte er sie frech und Mina lachte:"Nein, du wolltest doch hören was passiert ist und es ist viel passiert!", aber Cell lachte auch:"Halt dich doch einfach kurz!", und Mina drängte ihn:"Aber ich meine von Anfang an, also von dem Moment an als wir uns das erste mal begegnet sind bis ich die Dragonballs bekommen habe! Das interessiert dich bestimmt!", und Mina hoffte, dass er mit nach Hause kommen würde. „Warum willst du unbedingt, dass ich zu dir nach Hause komme?", sein Grinsen ließ darauf schließen, dass er noch mit ihr spielte, aber seine Frage war ernst gemeint. „Vielleicht möchtest du auch Tee?", fragte sie unschuldig aber Cell überzeugte es nicht. „Wenn du willst, dass ich zu dir nach Hause komme, mhhhhhh musst du mir erst erzählen, was hier eben passiert ist!", und Mina hätte schwören können, dass sie in Cells Augen einen Schimmer erkannt hatte. Wahrscheinlich war er Stolz, dass er den Spieß umgedreht hatte. Jetzt war sie diejenige, die sich fügen musste. „Ach... ich bin noch immer sooo durstig und ich würde es dir ja gerne erzählen, aber ich würde mich auch gerne dazu setzen.", säuselte sie und grinste fies zurück. „Du kannst dich auf den Boden setzen!", sagte er nun mehr ungeduldig als verspielt und Mina erkannte, dass sie nun handeln musste. „Ich geh jetzt nach Hause", sagte sie und sah, dass Cell sie grimmig anschaute, hatte sie die kleine Schlacht gewonnen. Mina musste grinsen und sie hatte Schmetterlinge im Bauch. Sie verließ die Wohnung und er folgte ihr. Überglücklich, wollte sie ihm ein Kompliment machen, fand' aber es war noch nicht Zeit dafür. . .
Sie durchwühlte ihre Kleidung und ihre Tasche, bis sie ihr Flugzeug fand und warf es auf die Straße.
BOOM
Sie ging darauf zu und öffnete die Luke. Mit einem Schulterblick sah sie zu Cell rüber und er sah entspannt aus. Anscheinend hatte er sich mit der Situation abgefunden. 'Ein Glück...', dachte Mina. Ein Zucken durchfuhr ihren Körper, hatte sie gerade einen wichtigen Einfall gehabt. Sie stürmte an Cell vorbei zurück in ihre Wohnung und suchte nach etwas bestimmten. „Da ist sie ja!", rief Mina aus und nahm die Glasflasche in die Hand und reinigte sie mit frischem Wasser an der Spüle. Sie füllte die Flasche mit kaltem Leitungswasser auf und tupfte sie mit einem Tuch trocken. „Und das ist so wichtig?", grummelte Cell aber Mina drehte sich zu ihm um und klärte ihn auf:"Das hier ist besser als das Wasser im Kapsel-Haus!" und stopfte die Glasflasche in ihre Tasche. Sie wollte wieder nach draußen gehen, aber Cell stand im Türrahmen, bewegte sich aber nicht. Er blockierte den Eingang!
Mina sah ihn an und stemmte die Arme in die Hüfte. Cell bewegte sich immer noch nicht und sah sie emotionslos an. „Ok", zickte Mina und kroch einfach schnell zwischen Cells Beinen hindurch. Damit hatte er nicht gerechnet und Mina hatte gespürt, dass er nach ihr Griff. „Nein! Nein nein!", Mina kam nicht weit und er hatte sie am Kragen ihres Hemdes gepackt und zu sich zurück gezogen. „Keine Spiele mehr! Warum war Yamchu da!", aber Minas Antwort gefiel ihm nicht. „Wegen den Dragonballs!" und Mina konnte hören, wie er Luft holte um etwas zu sagen, aber sie versuchte die Situation zu entschärfen:"Zuhause sag ich es dir gerne!" und er drehte sie so, dass er ihr in die Augen sehen konnte. „Dann los, ab nach Hause!", raunte er und Mina bekam etwas angst. „He, sei nicht so! Ich möchte doch jetzt wirklich keinen Streit!", und Mina erkannte, dass Cell ihr etwas unschönes sagen wollte, sich selbst aber aufgehalten hatte. Seine Laune war im Keller und Mina musste jetzt wirklich schnell nach Hause. Da er sie noch immer festhielt, drückte sie seine Hände von ihren Schultern und ging an ihm vorbei und setzte sich ins Flugzeug. Ohne nach ihm zu schauen startete sie das Flugzeug und flog in Richtung neue Heimat.
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Sie musste sich vom Ozean aus orientieren, um ihr Häuschen zu finden, aber nach kurzem Suchen fand sie es. Sie landete daneben und stieg aus. Cell landete leichtfüßig neben der Eingangstür und wartete auf sie. Er sah nicht begeistert aus...
„Alles ok?", fragte Mina und Cell baute sich vor ihr auf.
„Ich will jetzt endlich antworten haben!"
„Ok, ähm... was genau?", und das hätte sie besser nicht gefragt, denn er war so gereizt wie nie zuvor. „Yamchu, warum war er da? Was hat er gewollt?"
„Er hat nach meiner Tasche gesucht, weil er gewusst hat, dass die Dragonballs darin sind. Warum er das weiß, kann ich dir nicht sagen aber da ist noch etwas anderes. Er hatte angeblich ein Bild, worauf meine Tasche zu erkennen war, wie sie auf der Straße vor meiner Wohnung lag. Das ist quasi unmöglich! Denn meine Tasche lag dort nur für knapp eineinhalb Stunden!", und Cell sah entspannter aus. „Das ist möglich. Es gibt eine Wahrsagerin und die hat wahrscheinlich in ihre Glaskugel geschaut.", sagte Cell nachdenklich aber Mina war überwältigt. „Moment! Wenn das möglich ist, ist es dann auch möglich, dass in einem Raum ein ganzes Jahr in nur einem Tag vergeht?", schrie sie ihn schon fast an. Mina war so furchtbar neugierig und auch schockiert, dass das plötzlich alles Realität war. Damit war sie nicht alleine, denn Cell sah sie verwundert an. Seine Augen funkelten und er bleckte die Zähne, musste er sich erst wieder fassen, um zu verdauen was er da gehört hatte. „Yamchu hat dir das gesagt?", fragte er sanft. „Ja. Er hat gesagt, Son Goku trainiert in so einem Raum.", und Cell war völlig erblasst. Die Augen weit aufgerissen, der Mund offen stehend, lehnte er sich nach hinten und musste sein Bein repositionieren, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Sein Blick in die Leere gerichtet und sah über Mina hinweg, schluckte er hörbar Speichel hinunter. Anscheinend gab es so einen Raum wirklich... „Das... das erklärt einiges." , stotterte er. Mina musste mit ihm reden...
„Cell? Wir müssen uns austauschen!" Cell fasste sich wieder und sah ihr in die Augen. Er sah gestresst aus, hatten sich Schweißperlen auf seinem Gesicht geformt. Auch wenn er es vielleicht nicht wollte, so nickte er und die beiden gingen in ihr Haus.
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Er hatte versucht sich auf ihrem Sofa zu entspannen und er saß auf dem äußeren Ende, die Flügel mitten in den Raum gerichtet und seine langen Beine stießen fast gegen ihr Schränkchen, auf dem der Fernseher stand. Schnell ging sie auf ihn zu und stieg über seine Beine hinweg. Er versuchte platz zu machen aber er stieß mit seinem Bein gegen ihres und sie verlor fast das Gleichgewicht und stützte sich mit einer Hand an seinem Bein ab. Sie stellte ihm ein Glas Wasser auf den kleinen Couchtisch und setzte sich zum anderen Ende des Sofas hin.
„Also, die Wahrsagerin heißt Uranai Baba... und das heißt, wir könnten hier und jetzt von Son Goku beobachtet werden?", fragte Mina verunsichert und Cell winkelte ein Bein an. „Richtig.", er hatte sich mit seinem Ellebogen auf die Sofalehne abgestützt. Mina fühlte sich wie in einem Film. Cell hatte sie über Son Goku und seine Freunde aufgeklärt und sie hätte niemals vermutet, dass Yamchu mit Son Goku so viele Abenteuer erlebt hat. Für Mina war Yamchu ein gewöhnlicher Baseballspieler.
Cell sah nachdenklich zu seinem Glas Wasser runter. „Wo ist der Flugzeughangar?"
Mina konnte sich vorstellen, dass Cell genauso frustriert gewesen sein muss wie sie, denn hatte die schwarzhaarige, nein, „Nene", auch ihn zum Narren gehalten. Mina konnte sich nicht mehr an ihren Namen erinnern aber es war ganz sicher nicht Nene gewesen.
„...und Nene ist der Grund, warum du untertauchen musstest?", Cell sah sie an.
„Ja, ich habe aber auch keine Ahnung wie ich den Herrn der Kraniche davon überzeugen kann, dass ich sein Geld nicht gestohlen habe." „Das hat sie gut eingefädelt, aber nicht gut genug." Cell lächelte sie an.
„Kannst du mir dabei helfen?" „Natürlich, muss ich ihr ja noch für die Dragonballs danken."
Cells Blick verfinsterte sich und er stand auf, nahm einen Schluck von seinem Wasser und stellte das Glas zurück auf den Tisch. „F-f-falls...", Mina traute sich nicht weiter zu reden, aber Cell hakte nach:"Ja?", Falls, du sie siehst, und sie nach mir fragt, du hast mich nicht gesehen, ja?", Mina sah ihn flehend an und Cell lächelte und nickte nur. Gespannt sah sie ihm zu wie er ihr Haus verließ und davon flog. Jetzt war sie wieder alleine. Was er wohl vor hatte?
Ob er „Nene" leben lassen würde? Aber in Wahrheit war es Mina egal. Diese Göre bedeutete Ärger und sie machte nur Probleme. Cell wusste das hoffentlich.
Sie holte ihre Kiste aus dem Flugzeug und kramte ihr Buch hervor. Ein Krimi. Darauf hatte sie sich die ganze Zeit schon gefreut und sie ging in ihr Badezimmer und ließ sich warmes Wasser in die Badewanne ein.
Nervös holte sie auch die Kiste mit den Dragonballs und stellte sie neben das Waschbecken. Sie musste Cell sagen, dass er auf die Dragonballs aufpassen sollte. ..
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Es klopfte an der Tür. „Ja?", fragte Mina und Cell trat ein. Sie erschrak bei dem Anblick. Seine Hände waren blutverschmiert und er lächelte zufrieden. Langsam ging er ans Waschbecken um sich die Hände zu waschen. „Darf ich fragen bei wem du warst?" aber er lachte nur."Mhhh...das ist eine kleine Überraschung."
Mina bekam wieder Schmetterlinge im Bauch und sie war glücklich, hatte er sich anscheinend um ein Problem gekümmert... Das war das erste mal, dass ihr auffiel, dass er häufig mitten im Satz grummelte, oder Mhhhh sagte. Sie fand es süß.
„Cell, ich weiß nicht was du gemacht hast, aber danke, du hast bestimmt das Richtige getan!" Er ging zur Tür drehte sich nochmal zu ihr um und lächelte sanft, bevor er hinaus ging. Was hatte das nur zu bedeuten? Mina rutschte mit ihrem Körper tiefer in die Badewanne und warf das Buch zur Seite. Sie öffnete ihren Dutt und ließ ihre Haare ins Wasser. Duschen wollte sie eh noch im Anschluss.
Ach Moment!
„Cell!", sie rief nach ihm und er antwortete. „Bitte nimm die Dragonballs und versteck sie irgendwo, mir machen die Angst!", er kam herein und lachte. Sie zog ihre Beine an ihren Körper. „Ich meine das Ernst!", beklagte sie sich und zeigte auf die Kiste. „Willst du sie nicht nutzen?", fragte er belustigt, aber Mina stresste die Frage."Nein, du willst sie doch nutzen!", er unterbrach sie, bevor sie noch etwas sagen konnte. „Mina, es sind zwei Wünsche." Damit hatte er sie erschlagen.
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Halllllllooooooooo, hier ist ein kleines Kapitel. Ich freue mich endlich wieder etwas Zeit und Motivation gefunden zu haben um zu schreiben und kann aber noch nicht sagen, wann ein neues Kapitel kommt:)
Lieben dank an alle, die bis hierher gelesen haben und ganz tapfer auf neue Kapitel warten, ihr seid alle die Besten3
PS: Ja, es wird keine Cell POVs mehr geben, da ich die Geschichte nicht zu sehr spoilern will. Sagen wir's mal so, der Leser soll genauso viel oder wenig wissen wie Mina;)
