Autor:
Amunet
Titel:
Und du liebst mich doch...
Story:
Im 6. Schuljahr von Harry beginnt zwischen ihm und Draco ein Machtkampf der mehr ist, als nur eine Schülerrivalität. Ein Machtspiel aus Lust, Leidenschaft und Liebe entbrennt. Doch als wäre das nicht genug taucht der Dunkle Lord wieder auf. Welche Pläne hat er und stimmen die Gerüchte, dass Malfoy jun. ein Todesesser geworden ist?
Paaring:
Harry X Draco; Ron X Blaise; Hermine X Viktor; Seamus X Dean
Warnung:
Yaoi (Liebe zwischen Jungs), Lemons (detaillierte Sexdarstellungen); ein bisschen Depri und vor allem ziemlich OOC
Disclaimer:
Nix gehört mir. Alle Rechte an HP gehören Joanne K. Rowling.
Betaleser:
Betaversion 2014 von der fabelhaften, wundervollen und extrem fleißige SmokeySky
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Hallölee! ^_^ Heute gibt es leider keine Einzelantworten, sondern nur ein riesiges DANKESCHÖN an alle Reviewer. #knuddel# Ich hab euch ja so was von lieb. Nächstes Mal gibt es wieder für jeden von euch eine Antwort, heute bin ich um ehrlich zu sein zu faul und außerdem waren dass so unglaublich viele, dass ich das Kapitel heute dann nicht mehr updaten könnte. Ich hoffe ihr verzeiht mir. #euch noch mal alle drückt#
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Und du liebst mich doch...
Kapitel 11
Harry, Ron und Hermine standen vor dem Zaubertränkeklassenzimmer dicht beieinander. Leise und möglichst unauffällig redeten sie darüber, weshalb Harry gestern, nachdem er über seinen Zauberkunsthausaufgaben (er hatte versucht, sich von Malfoy Junior und Zabini abzulenken) eingeschlafen und mit einem lauten Schrei aufgewacht war, und dann, noch ohne ein weiteres Wort zu sagen, in Professor Dumbledores Büro verschwunden war. Eigentlich sollte Harry seinen beiden Freunden nichts davon erzählen, da Dumbledore der Ansicht war, solange Lucius in Gefahr schwebte, sollte niemand außerhalb des Ordens etwas von Harrys neuem Traum erfahren. Auf diesem Weg waren er und Professor Snape auch übereingekommen, Draco den aktuellen Sachstand zu verschweigen. Man wollte dem Jungen die Sorge um seinen Vater vermeiden und man wollte ihm auch nicht die Hoffnung nehmen, sollte die Rettungsmission fehlschlagen.
„…und als sie mich beinahe nochmals erwischt hatten, bin ich aufgewacht. Es war schrecklich. Mein Herz raste und ich… ich hatte panische Angst. Ich glaube, es hat ein paar Minuten gedauert, bis der Schreck aus meinen Gliedern wich."
„Was ist mit den Todessern? Hast du einen erkannt?", wollte Ron begierig wissen.
„Der, welcher mich gefoltert hat, war der gleiche wie aus dem alten Haus."
„Und weißt du nun, in welchem Körper…?", fragte Hermine.
„Lucius Malfoy", beantwortete Harry die Frage, bevor sie zu Ende gestellt war.
Für einen Moment herrschte Stille. „Lucius Malfoy", hauchte Ron „aber weshalb solltest du in seinem Körper sein?"
„Das weiß keiner, noch nicht einmal Dumbledore hat eine Vermutung, woran es liegen könnte."
„Hat er dir gesagt, was mit Malfoy passieren wird? Also mit Draco, meine ich."
„Nein. Aber garantiert soll Snape sich innerhalb von Hogwarts um ihn kümmern."
Mit geweiteten Augen wisperte Hermine: „Harry, das ist so grauenvoll. Die Malfoys haben ja viel verdient, aber dass Voldemort von seinem Diener verlangt, den eigenen Sohn zu töten? Denkst du, sie haben ihn erwischt? Denkst du, sie haben Lucius Malfoy schon getötet?"
„Hätten sie ihn getötet, hätte ich es auf jeden Fall über die Narbe gespürt, doch Voldemort hat sich weder geärgert, weil er entkommen ist, noch hat er sich gefreut, weil Malfoy tot ist. Ich denke, er ist noch auf der Flucht."
„Achtung", zischte Ron. Draco war mit seinem Fanclub im Schlepptau aufgetaucht.
Harry traute sich kaum, zu dem Blonden hinüber zu sehen, doch ein innerer Zwang drängte ihn dennoch dazu. Obwohl Draco am Vorabend informiert worden war, dass man nach seinem Leben trachtete, benahm er sich genauso wie immer. Er ignorierte Parkinson, die sich an seinen Arm klammerte, verzog sein Gesicht bei dümmlichen Äußerungen von Crabbe und Goyle und blickte von oben herab auf die Gryffindors. Der Blick Harrys ließ den Slytherin aufschauen und prompt errötete Harry bis unter die Haarwurzeln. Er hatte nicht vergessen, was er getan hatte. Wäre Zabini nicht aufgetaucht, hätte er höchstwahrscheinlich seine Jungfräulichkeit an Malfoy verloren und die Scham steckte ihm tief in den Gliedern. Noch immer wusste Harry nicht, weshalb Draco ihn so fühlen ließ. Es widerstrebte ihm, besonders, da Draco ihn genötigt hatte, Dinge zu tun, für die Harry nicht bereit gewesen war. Andererseits hatte Harry bei genau jenen Dingen Lust und Erregung verspürt. Die Erinnerung an einen laut stöhnenden Draco und den Geschmack einer erigierten Männlichkeit auf seiner Zunge lösten lustvolle Wellen in Harrys Körper aus. Auch wenn es ihm nicht behagte, aber Harry musste zugeben, dass er zumindest was das Körperliche anging, seinem Kontrahenten verfallen war. Er wollte es. Er wollte, dass Draco mit ihm schlief. Die schönen, schlanken und erfahrenen Hände von Draco sollten auf seinem Körper tanzen und das Feuer noch heißer schüren. Die vollen Lippen sollten ihn hungrig küssen, seinen Leib erforschen, als wäre er die Nahrung für einen Verhungernden. Hitze wallte in Harry auf und sein Blick, der immer noch von Malfoy erwidert wurde, wurde merklich lüsterner.
„Harry!" Ein leichtes Rütteln an seiner Schulter holte Harry aus seinen recht unanständigen Gedanken heraus.
„Ja?"
„Harry, Professor Snape ist da."
„Ähm… ja."
Zu dritt marschierten sie in das Klassenzimmer. Automatisch wollte Harry sich zu seinen Freunden setzen, doch Blaise, der es sich schon auf seinem Platz bequem gemacht hatte, erinnerte Harry rechtzeitig daran, dass er neben Draco sitzen musste.
Mit gemischten Gefühlen nahm Harry neben Draco Platz. Das Blut rauschte ihm unangenehm in den Venen. Überdeutlich nahm er den verlockenden Geruch von Draco wahr, spürte die Anwesenheit des Jungen noch intensiver als gewöhnlich. Alle Sinne streckten sich nach Malfoy aus. Die Worte von Professor Snape rauschten an ihm vorbei, er hörte, dass Snape sprach, doch außer ein paar Wortfetzen drang nichts davon in sein Bewusstsein. Was Harry bemerkte waren Dracos Finger, die zärtlich mit seinem Zauberstab spielten und Harry wusste, was diese Finger mit seinem „Zauberstab" anfangen könnten. Ebenfalls bemerkte Harry, wie Draco, während er die Zutaten für den zu brauenden Trank richtete, Millimeter für Millimeter näher an ihn heran rutschte. Jeder einzelne davon machte Harry nervöser.
„Potter, gibt mir mal die Borretschblätter." Nachdem Harry weiterhin nur stumm dasaß, langte Draco über ihn und Harry wimmerte auf.
„Mache ich dich nervös?"
Abermals reagierte Harry nicht. Ein wissendes Lächeln tauchte auf Dracos Gesicht auf und unruhig bemerkte Harry, wie Draco sich kurz in der Klasse umblickte.
Er musste sich wieder unter Kontrolle bringen, er konnte nicht zulassen, dass Malfoy seine Gefühlswelt so auf den Kopf stellte. Diese physische Leidenschaft musste er unbedingt abstellen. Verzweifelt versuchte er, sich auf den Unterricht zu konzentrieren.
In Ordnung, an der Tafel stand das Rezept für einen Stärkungstrank, in den unter anderem diese Borretschblätter, Holunderbeeren, Salbei und - eklig – Flubberwurmpüree, sowie gestampfte Knochen eines an Altersschwäche gestorbenen Trolls hinein mussten. Sorgfältig darauf bedacht, Draco zu ignorieren (was nicht leicht war, da Draco mittlerweile so nahe saß, dass er ihn fast berührte), sortierte Harry seine Zutaten, entzündete das Feuer und während selbiges noch aufloderte, füllte er seinen Kessel magisch mit Wasser.
Fast schien es Harry, dass Draco ihn in Frieden lassen und mit der Arbeit an seinem Zaubertrank weitermachen würde, jedoch wäre Draco nicht Draco, wenn er es getan hätte. Snape befand sich ein paar Reihen hinter ihnen und erklärte Pansy Parkinson gerade die Wirkungsweise von Trollknochen in einem Stärkungstrank, als Draco wie unbeabsichtigt seine Hand auf Harrys Knie platzierte. Erschrocken drehte Harry seinen Kopf herum.
„Was tust du da?", zischte er aufgebracht.
„Merkst du das nicht?", flüsterte Draco ebenso leise zurück.
„Du kannst doch nicht! Nicht hier im Unterricht!"
„Reg dich ab. Sie bekommen es nur mit, wenn du schreist oder zappelst und das tust du doch nicht, oder?" Die feingliedrige Hand schob sich ein Stück höher und lag nun auf Harrys Oberschenkel.
„Lass das!"
„Ich denke nicht, dass ich das tun werde." In allen Maßen amüsiert, streichelte Draco über den festen Schenkel und glitt jedes Mal ein Stück höher, bis seine Hand fast Harrys Schritt erreicht hatte. Harry, der versuchte, Dracos Liebkosung unbeachtet zu lassen, war gerade im Begriff, die Salbeiblätter mit seinem Messer zu zerkleinern, doch seine Hände zitterten so arg, dass er sie nur ruinierte. Dann plötzlich lag Dracos Hand auf seinem Schritt und traf dort auf eine Beule, für die Harry sich zutiefst schämte. Durch die Berührung bekam Harry solch einen Schreck, dass er sein Messer zu Boden fallen ließ.
„Warte, ich hebe es dir auf." Mit angehaltenem Atem saß Harry steif auf seiner Seite der Sitzbank und musste betrachten, wie Dracos hübscher Kopf unter dem Tisch verschwand und zwar so, dass es von oben aussah, als wollte ihn der Slytherin oral verwöhnen. Jetzt war Harry kurz vorm explodieren.
„Mr. Malfoy, was machen Sie da auf dem Fußboden?" Blitzschnell tauchte Dracos Kopf wieder auf.
„Ich habe Potters Messer aufgehoben, Sir."
„Wirklich?" Draco legte das Messer auf den Tisch. „Nun… das war sehr nett von Ihnen, das macht 5 Punkte für Slytherin für ein ausgezeichnetes Benehmen gegenüber Ihren Mitschülern."
Baff stierte Harry Snape an. Wie konnte ein Mann alleine so unfair sein? Der Hauslehrer der Slytherins wusste genau, dass Draco log. Seine abrupt aufgekeimte Wut schluckte Harry, dessen Gesicht seine Emotionen ohnehin kaum verbarg, mühselig runter. Klugerweise konzentrierte er sich lieber wieder auf den brodelnden Trank vor sich. Egal, was Harry über Snape in jenem Moment dachte, seine sinnlichen Gefühle waren abgekühlt. Die prickelnde Erotik, die Draco ausstrahlte, prallte an seinem unsichtbaren Schild des Zornes ab. Erst, als Draco sein Handgelenk packte, mit dem er das Püree in den Kessel schütten wollte und Draco: „Willst du uns töten?" fauchte, nahm er den blonden Jungen wieder bewusst wahr.
„Was?", fauchte Harry genauso unfreundlich zurück.
„Passt du denn nie auf? Wenn du vor dem Salbei das Flubberwurmpüree in den Trank mischt und er nicht mindestens 10 Minuten zieht, entstehen giftige Dämpfe."
Harry wusste nicht, was er davon halten sollte und tat das erste, was ihm in den Sinn kam – Angriff. „Das wäre dir doch Recht!"
„Wirklich?" Draco zog eine seiner geschwungenen Augenbrauen hoch. „Was weißt du schon, was mir Recht ist? Hm? … Gar nichts weißt du!"
„Ich weiß zumindest, wer dich töten soll!"
Die Überraschung stand Draco ins Gesicht geschrieben. „Woher? Wer?"
„Nicht hier", sagte Harry, der seinen Fehler bemerkt hatte, mit vorsichtigem Blick in die Klasse. „Lass uns später reden, falls Snape oder Dumbledore dich nicht vorher informieren."
„Nach dem Mittagessen?"
„Von mir aus und wo?"
„An der peitschenden Weide."
„Einverstanden."
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Der Gedanke daran, dass er einen riesigen Fehler gemacht hatte, lenkte Harry die restlichen Unterrichtsstunden ab. Er konnte sich weder bei Professor McGonagall konzentrieren, was beinahe verheerende Folgen für Ron gehabt hätte, bei dem Harry einen Verwandlungsspruch in einen Holzstuhl ausprobierte sollte, noch war er in Geschichte der Zauberei eingeschlafen, weil er viel zu durcheinander war. Wie hatte er sich so verplappern können? Harry wusste, dass weder Professor Dumbledore noch Professor Snape davon begeistert wären, wenn sie wüssten, was er im Begriff war, zu tun. Hätten sie gewollt, dass Draco von dieser Sache erfuhr, hätten sie es ihm schon längst gesagt und außerdem nahmen die beiden Professoren Rücksicht auf Dracos Gefühle.
Wie hatte er nur so dumm sein können?
„Hey, Harry, kommst du?" Ron stand vor seinem Bett und schaute Harry erwartungsvoll an.
„Geh ruhig vor, ich komme nach."
„Ist alles in Ordnung mit dir?" Besorgt, wie es nur ein bester Freund sein konnte, wurde er von Ron gemustert und dann setzte sich der Rothaarige zu ihm aufs Bett. Ohne seinen Freund anzusehen, antwortete Harry: „Klar, was soll schon sein?"
„Sag du es mir. In letzter Zeit erzählst du mir ja nichts mehr."
„Das ist nicht wahr, gerade heute Morgen…"
„Ja, mag sein, du hast mir und Hermine die Sache mit dem Traum erzählt, aber was in deinem Kopf vorgeht, was du denkst, was du fühlst, das verschweigst du uns. Ich weiß, ich bin unsensibel und bekomme oft wenig von meiner Umwelt mit, aber ich merke, dass es dir nicht gut geht. Was ist los mit dir, Harry? Rede mit mir!"
War er das jetzt? War das jetzt der richtige Augenblick, sich jemandem anzuvertrauen? Sich jemandem zu offenbaren? Harry, der Ron mittlerweile in die Augen sah und dort nur Offenheit erblickte, dachte ernsthaft darüber nach. Sein bester Freund war bereit, die Wahrheit zu hören, und er? War er bereit, die Wahrheit zu sagen? Harry fasste einen Entschluss.
„Es geht um Malfoy."
„Um Malfoy?", fragte Ron baff.
„Er hat mich in Zaubertränke provoziert." Harry seufzte.
„Macht er das nicht immer?" Ein intensiver Blick aus Harrys funkelnden grünen Augen genügte, um Ron zum Schweigen zu bringen.
„Ich habe ihm gesagt, dass ich weiß, wer ihn töten will."
„Oh! Aber hat Dumbledore…"
„Ja, Dumbledore hat gesagt, er soll es nicht erfahren."
„Verstehe."
„Malfoy möchte mich nach dem Essen treffen."
„Und wenn du nicht hingehst? Wenn du ihn einfach ignorierst? Was kann er denn tun? Im schlimmsten Fall kann er Gryffindor Punkte abziehen."
Harry schluckte. „So einfach ist das nicht."
„Warum?"
„Malfoy… Er hat tatsächlich etwas gegen mich in der Hand." Rons Augen weiteten sich und Harry errötete. Es war ihm sichtlich peinlich, egal was für einen Trumpf Malfoy im Ärmel hatte. Inständig betete Harry, Ron würde es vermeiden, auf dieses Thema näher einzugehen, doch seine Gebete wurden keinesfalls erhört.
„Was?"
„Ich kann es dir nicht sagen!" Es war doch nicht der richtige Augenblick, um alles zu beichten.
„Harry!", sagte Ron und klang dabei schrecklich wie Hermine.
„Nein, Ron! Es geht wirklich nicht." Jedes Wort, das Harry sagte, meinte er auch so. Noch war er nicht imstande, irgendjemandem etwas von seinem neuen Verhältnis zu Draco Malfoy zu sagen. Es tat ihm weh, zu sehen, wie Rons Gesicht in sich zusammenfiel und die Enttäuschung nur zu deutlich zeigte. Für Harry wog die Scham zurzeit noch schwerer, als die Freundschaft. Sein Geheimnis war ihm definitiv zu intim, als dass er es jetzt schon offenbaren konnte, falls er es jemals offenbaren konnte.
„Es tut mir leid", sagte Harry und wandte sich damit ab.
Fortsetzung folgt…
Ende, Schluss aus, für heute bin ich fertig. #smile# Bitte vergesst nicht auf diesen kleinen Balken links unten zu klicken und mir zu verraten, was ihr von dem Kapitel haltet. DANKE!
