Autor:
Amunet
Titel:
Und du liebst mich doch...
Story:
Im 6. Schuljahr von Harry beginnt zwischen ihm und Draco ein Machtkampf der mehr ist, als nur eine Schülerrivalität. Ein Machtspiel aus Lust, Leidenschaft und Liebe entbrennt. Doch als wäre das nicht genug taucht der Dunkle Lord wieder auf. Welche Pläne hat er und stimmen die Gerüchte, dass Malfoy jun. ein Todesesser geworden ist?
Paaring:
Harry X Draco; Ron X Blaise; Hermine X Viktor; Seamus X Dean
Warnung:
Yaoi (Liebe zwischen Jungs), Lemons (detaillierte Sexdarstellungen); ein bisschen Depri und vor allem ziemlich OOC
Disclaimer:
Nix gehört mir. Alle Rechte an HP gehören Joanne K. Rowling.
Betaleser:
Betaversion 2014 von der fabelhaften, wundervollen und extrem fleißige SmokeySky
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Ein riesiges Dankeschön geht an meine lieben Reviewer:
araglas16, CitySweeper, Schnuckiputz, Lara-Lynx, zizou, Hilda, angel azrael, Altron, Lolligie, Raphaela-San, duivel und blub
At Schnuckiputz: Doppelbett? An was denkst du da wieder, Angie-chan? grins
At Lara-Lynx: Nee Idee wie Harry sich vor dem Gespräch drücken kann? Hm… mal gucken, ob ich die gleiche Idee hatte oder ob Harry nicht doch gerne einen kleinen Plausch mit Draco gehalten hat. smile
At Lolligie: Dir fehlen Dracos Gefühle? Sorry, aber ich hab die FF so ausgelegt, dass sie komplett aus der Sicht von Harry geschildert wird. In späteren Kapiteln wird man allerdings schon noch mitbekommen, was unserem Slytherin Prinzen so im Kopf rumspukt.
At Raphaela-San: Melde dich mal wieder bei mir, mich würde interessieren, wie's dir, Miro und Sev so geht.
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Und du liebst mich doch...
Kapitel 12
Er sah Draco schon von weitem. Das helle Haar des Slytherins wirkte im trüben Licht des verregneten Tages wie ein leuchtender Magnet. Harry wunderte sich darüber, weshalb Draco, der etwas abseits der peitschenden Weide stand, sich keineswegs darum kümmerte, ob andere Schüler ihn sahen oder nicht. Gedanklich formulierte Harry schon, was er Draco diesbezüglich sagen wollte, als er Parkinson entdeckte. Das mopsgesichtige Mädchen redete intensiv und mit viel Gefuchtel auf Draco ein, welcher begonnen hatte, eine unsichtbare Linie auf und ab zu gehen und seinen Kopf zu schütteln.
Harry, der bisher noch unentdeckt war, suchte Schutz hinter einer Gebüschwand, die sich auf einer kleinen Anhöhe bis fast zu den beiden Slytherins erstreckte. Kurz atmete Harry durch, bemüht, die schlagartig aufgekeimten Gefühle zu unterdrücken. Was zur Hölle war so wichtig, dass Draco jetzt mit Parkinson reden musste? Draco war doch mit ihm, Harry, verabredet! Harry war sich bewusst, was diese Wut bedeutete – Eifersucht. Harry Potter war eifersüchtig auf Pansy Parkinson.
Von der Wut geleitet, blickte er hinter seinem Versteck hervor. Parkinson war mittlerweile dabei, das, was sie als weiblichen Charme bezeichnen würde, an Draco anzuwenden. Sie stand so dicht an Dracos Rücken, welcher inzwischen stillstand, dass ihre Brüste seinen Rücken berühren mussten. Eine ihrer Hände streichelte über Dracos Schultern und quälende Fragen tauchten dank dieser Szene in Harrys Kopf auf.
Hatte Draco etwas mit Parkinson? War die scheinbare Ablehnung, die Draco Parkinson ansonsten zeigte, lediglich Show, um die anderen Schüler zu täuschen? Doch wenn es nur Schein war, weshalb? Hatten die beiden bereits Sex miteinander? Aber wenn sie eine Beziehung hatten, was war dann mit ihm selbst? Wieso machte Draco sich an ihn heran, wenn er doch eigentlich auf Frauen stand? Konnte es sein, dass Draco sich nur über ihn lustig machte und es als eine Art Sport ansah, ihm seine Jungfräulichkeit zu rauben?
Fragen über Fragen rannen Harry binnen weniger Hundertstelsekunden durch seinen Kopf. Doch dann, plötzlich und zu seiner Erlösung, lachte Draco auf. Es war jenes bestimmte Lachen, welches Draco immer benutzte, wenn er jemanden verhöhnen wollte. Seinen hübschen Kopf hatte er in den Nacken gelegt und die Arme baumelten ihm schlaff an den Seiten herunter. Die ganze Gestik wirkte auf Harry so vertraut und das Gelächter, das für Parkinson bestimmt war, nahm Harry eine riesige Last vom Herzen.
Noch neugieriger geworden, was vor sich ging, schlich Harry noch weiter an die Beiden heran. Wenige Meter weiter konnte er auch endlich die ersten Wortfetzen hören, die je nach der Art und Weise, wie sie ausgesprochen waren, mehr oder weniger verständlich waren.
„Draco, das ist nicht fair von dir! Du weißt, was deine Mutter und meine Mutter… außerdem der Dunkle Lord…" Harry knirschte mit den Zähnen, weil er das wesentliche des Satzes nicht mitbekommen hatte.
„Parkinson, deine Mutter ist mir egal. Was meine Mutter angeht, misch dich einfach nicht in unsere Angelegenheiten ein."
„Aber Draco!"
„Vergiss es! Tja, und der Lord ist…" An dieser Stelle flatterten ein paar Vögel auf, die sich in einem der Büsche versteckt hatten und verschluckten mit ihren Flügelschlägen die interessanten Worte. Harry hätte fluchen können.
„Was ist mit Zabini? Soll ich Potter sagen, was dich und Zabini miteina…" Genau da passierte es! Harry, welcher einen weiteren Schritt nach vorne gemacht hatte, rutschte auf dem nassen, aufgeweichten Boden aus, verlor das Gleichgewicht und purzelte ziemlich unsanft die Anhöhe herunter, direkt vor Dracos Füße.
Es vergingen einige Sekunden, in denen absolute Stille herrschte.
Am liebsten wäre Harry im Erdboden versunken, auch wenn ihm die Ironie der ganzen Sache durchaus bewusst war, denn schließlich war er über und über mit Schlamm bedeckt. Er wollte nicht wissen, wie er aussah. Bestimmt gab er einen lustigen Anblick ab. Der Fakt, dass er beim Sturz auch noch seine Brille verloren hatte und er seine Gegenüber nur verschwommen erkennen konnte, änderte keineswegs den Umstand, dass er die spöttischen Mienen bereits in Gedanken vor sich sah.
„Potter, welch nette Überraschung!", quittierte Draco die sich bietende Szene, ohne jedoch auch nur einen Tick seiner üblichen Arroganz zu verlieren. Harry zog es vor, zu schweigen.
„Igitt, Potter, du siehst aus wie ein Schwein!", quiekte Parkinson und Harry fragte sich ernsthaft, was sie wohl denken würde, sollte sie jemals Dudley zu Gesicht bekommen. Angriff der genmanipulierten Riesenschweine?
„Ich…", setzte Harry an, doch sofort war ihm klar, dass ihm keine Ausrede für diese Lage einfiel und jeder Versuch würde noch peinlicher für ihn enden.
„Pansy, wolltest du nicht gerade gehen?" Dracos Stimme hatte den gleichen kalten, befehlenden Tonfall angenommen wie vor Tagen oder waren es schon Wochen (Harry wusste es nicht mehr), als er den Konflikt von Ron und Zabini geregelt hatte.
„Nein, ich…"
„Pansy!" Jetzt hätten selbst Crabbe und Goyle verstanden, dass sie unerwünscht waren. Parkinson gelang es nur mühselig, die Wut aus ihrem Gesicht über diese Abfuhr zu verbannen. Sie schnaubte zornig auf und marschierte mit wütenden Schritten in Richtung Schloss. Ihrer Gangart konnte man entnehmen, wie sauer sie gerade war und Harry betete für jeden Schüler, der ihr über den Weg lief.
„Potter, ich möchte ja nichts sagen, aber Parkinson hat Recht – du siehst aus wie ein Schwein." Harry saß noch immer ohne Brille auf dem nassen Boden, über und über mit Matsch, Moos und Blattwerk des Busches bedeckt.
„Haha, sehr witzig, Malfoy. Du würdest nach so einem Sturz auch nicht besser aussehen." Endlich hatte Harry seine Fassung wieder.
„Das bezweifle ich, ein Malfoy bringt sich unter keinen Umständen in so eine Position. Wir sollten besser von hier verschwinden und endlich in die Hütte gehen, bevor uns noch jemand außer Parkinson zusammen sieht."
„Okay. Moment, sagtest du Hütte?"
„Ja, was dachtest du denn? Der Weg unter der Weide hindurch führt doch zur heulenden Hütte, oder nicht?"
„Ja, schon, aber wer hat dir das gesagt?"
„Snape."
Harry murrte. Weshalb hatte Snape dieses Geheimnis weitererzählen müssen? Harry mochte nicht wissen, wem Snape alles davon erzählt hatte, hoffte aber inständig, dass es nur Draco gewesen war. Mühselig erhob er sich, versuchte, den Dreck von seinem Pullover zu klopfen, was angesichts der feuchten Erde unmöglich schien. Er seufzte und schaute sich um.
„Können wir?", wollte Draco ungeduldig wissen.
„Moment, meine Brille…"
„Accio Brille", und schon sauste der Gegenstand direkt in Dracos geöffnete Hand. Das hübsche Antlitz verziehend, reichte er Harry die verschlammte Brille, welcher sie wiederum mit einem kleinen „Ratzeputz" säuberte. „Los, mach schon, Potter, ich hab nicht den ganzen Tag Zeit." Ein weiteres Mal seufzte Harry auf, folgte dann aber widerstandslos Draco, der den Mechanismus am Fuße der peitschenden Weide schon ausgelöst und den Baum so zum Erstarren gebracht hatte.
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Schmerzende Erinnerungen drangen in Harry ein. Erinnerungen daran, wie er mit Sirius durch den dunklen Gang gelaufen war, wie er seinen Paten, das Licht in seiner schrecklichen Kindheit bei den Dursleys, hier in dieser Finsternis kennen gelernt hatte. Harry erinnerte sich an Sirius Angebot, später bei ihm wohnen zu dürfen. Ein Angebot, das niemals in Anspruch genommen werden könnte. Er vermisste seinen Paten und der Schlag, auf einmal mit der Vergangenheit konfrontiert zu werden, ließ in Harry Übelkeit aufsteigen.
Seit damals, seit dem Tag, als Krätze als Wurmschwanz entlarvt wurde und Sirius Black sich nicht als Mörder, sondern als Freund, Pate und Vaterersatz herausgestellt hatte, war Harry nicht mehr in dem Geheimgang unter der Weide gewesen und er war seit damals auch nicht mehr zur heulenden Hütte gegangen. Wenn Draco nicht gewesen wäre, dann wäre er wohl nie wieder nach Sirius' Tod hierher gekommen, wo er doch schon in den vergangen Ferien so verzweifelt versucht hatte, den Tod von Sirius zu verdrängen.
Er passte nicht mehr auf, wohin er ging und folgte instinktiv einfach Draco, der vor ihm her lief. Selbst im Dunkeln kämpfte Harry gegen die aufsteigenden Tränen an. Etwas, was er unbedingt vermeiden wollte, war, dass Draco ihn weinen sah. „Ganz ruhig, Harry, es war nicht deine Schuld", versuchte er sich gedanklich einzureden – vergebens. Auch als alle seine Freunde ihm gesagt hatten, dass Sirius' Tod nicht seine Schuld war und sein Verstand es fast akzeptiert hatte, sein Herz konnte er nicht betrügen. Tief im Herzen konnte Harry sich einfach seinen Leichtsinn nicht verzeihen. Hätte er nicht so töricht gehandelt, könnte Sirius noch am Leben sein, könnte vergnügt als Hund durch die Gegend streunen, könnte mürrisch und übellaunig in seinem Elternhaus sitzen und mit dem Porträt seiner Mutter streiten oder mit Snape, wenn er wieder mal Neuigkeiten für den Orden mitbrachte. Nein, Harry konnte sich unter keinen Umständen vergeben.
Rumms!
„Potter, pass doch auf!" Harry war in Draco gelaufen, der stehen geblieben war.
„Entschuldigung", murmelte Harry und versuchte, die aufgestiegenen Schuldgefühle niederzudrücken.
Draco begann, ihn zu mustern und verzog kritisch sein Gesicht.
„Ist es wegen Black?" Erstaunt schaute Harry auf. „Gibst du dir die Schuld?"
„Es IST meine Schuld."
„Du bist so eingebildet, Potter. Glaubst du wirklich, dass Black noch leben würde, wenn du nicht gewesen wärst?" Ohne eine Antwort abzuwarten, fuhr Draco fort. „Das Universum dreht sich nicht um dich. Black wäre früher oder später so oder so gestorben und soweit ich weiß, war es Tante Bella, die den Zauber sprach und nicht du."
„Was weißt du schon? Du warst nicht dabei!"
„Mag sein, Potter, aber ich weiß mehr, als dir lieb sein könnte."
„Du bluffst."
„Sicher?
Mit finsteren Mienen schwiegen sie sich an. Harry war ziemlich emotional aufgewühlt, doch die Trauer über Sirius war dank Malfoy wieder ein Stückchen in den Hintergrund gedrängt worden. Der Slytherin hatte es schon wieder fertig gebracht, ihn zu ärgern und sein ohnehin hitziges Temperament zum Vorschein gebracht. Am liebsten hätte Harry Draco angesprungen und ihn in eine Schlägerei verwickelt, irgendwie musste er ja seine Aggressionen loswerden, und Draco, der einer der Hauptfaktoren für jene war, schien ihm ideal. Draco hingegen machte ihm einen Strich durch die Rechnung, indem er sich umdrehte, die Leiter, welche hinter seinem Rücken verborgen war, ein paar Stufen hochstieg und die Luke zur Hütte öffnete.
„Komm, Potter!"
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In der Hütte sah es genauso aus, wie Harry es in Erinnerung hatte. Das alte Gemäuer wirkte lediglich noch verrotteter und Einsturz gefährdeter als vor drei Jahren. Obwohl die Zeit an der Hütte genagt hatte und in jedem Jahr eine größere Staubschicht hinterlassen hatte, konnte Harry noch die verschwommenen Fußabdrücke vom letzten Besuch erkennen. Im Dreck und Staub waren sie tief eingedrückt und würden dort auch noch Ewigkeiten bleiben, bis endlich jemand den Mumm hatte, die Hütte zu öffnen und den Mythos der am meisten verspukten Hütte von ganz England zerstören würde.
Harry war verwundert. Draco öffnete jede Tür, an der sie vorbei gingen (es waren bisher zwei), ohne auf die einzige geöffnete Tür zu achten. Es schien, als suche der Slytherin etwas, wohl wissend, dass er es nicht im offenen Raum finden würde. Kurz fragte sich Harry, woher Draco wissen könnte, was sich hinter der offenen Tür befand, doch er verwarf diesen Gedankengang sofort, als Draco nach der vierten Tür endlich zufrieden grinste.
„Potter, komm hier rein!" Ein Befehl, keine Bitte. Zögerlich kam Harry näher, er widerstand der Versuchung, in das Schlafzimmer zu blicken und stellte sich zu Malfoy in den Türrahmen. Erleichtert seufzte Harry auf, es war nur das Badezimmer. Das Bad war für eine Hütte entsprechend klein, aber es hatte alles, was es brauchte, eine Toilette, ein Waschbecken und – luxuriös - eine Badewanne.
„Los, rein mit dir!" Nur einen kleinen Schubs später war Harry im Raum, die Tür magisch von Draco verriegelt und Kerzen flammten entlang den Wänden auf. Im dämmrigen Licht entfaltete das Badezimmer trotz des Staubes eine sinnliche Atmosphäre. Harrys Nackenhaare richteten sich kribbelnd auf.
„Was soll das, Malfoy?", fauchte er, ihm war alles andere als nach Spielchen zumute.
„Nachdem du immer noch aussiehst, als hättest du dich im Schlamm gewälzt, dachte ich, wir könnten zwei Dinge miteinander verknüpfen. Zum einen kannst du baden und deine Kleider sauber zaubern und zum anderen können wir endlich über das Thema reden, weswegen wir eigentlich hier sind."
„Ich werde nicht…"
„… vor meinen Augen baden. Ja, ja. Stell dich nicht so an, Potter, immerhin gibt es an deinem Körper nicht viel, was ich nicht schon gesehen oder berührt hätte."
Harry konnte nicht verhindern, Draco die Genugtuung zu schenken, knallrot zu werden. Der Blonde mochte Recht haben und doch schämte Harry sich, weil er nie zuvor komplett nackt vor einem anderen Mann gestanden hatte. Selbst beim Umziehen im Gryffindorturm verbarg er sich so gut es ging. Aber Harry wusste, er würde dem Slytherin nicht widerstehen können, nicht widerstehen wollen. Sein Körper brannte, sobald er in Dracos Nähe war. Sein Puls raste heiß vor Verlangen, sobald Draco ihn mit Unsittlichkeiten lockte und vielleicht, aber nur vielleicht, sehnte sich seine reine Gryffindorseele danach, verdorben zu werden.
„Komm schon", köderte ihn Dracos samtige Stimme, „oder soll ich dir helfen?" Harry rührte sich nicht. Er konnte sich keinen Millimeter bewegen, stattdessen wartete er hastig atmend darauf, dass Draco seinen Worten Taten folgen ließ. In den wenigen Sekunden, die seit Dracos „Wunsch" vergangen waren, hatte Harry sich entschlossen, sich dieses Mal nicht zu wehren. Jedoch würde er auch nichts unternehmen, um Dracos Willen entgegen zu kommen. Harry wollte einfach nur stehen bleiben und sehen, wie weit der Blonde gehen würde. Davon abgesehen sollte er doch nur vor Draco baden, nicht mehr.
Spielerisch sanft glitten Dracos Hände zum Saum des Pullovers und rollten jenen quälend langsam über Harrys Kopf, um ihn dann achtlos auf den Boden fallen zu lassen. Draco gab einen bewunderten Laut von sich, offenbar gefiel ihm, was er sah, doch war es lange nicht genug. Er stellte sich dicht hinter Harry und seine Finger machten sich am Verschluss von Harrys Hose zu schaffen. Kaum dass die Hose geöffnet war, rutschte sie auch schon an den schmalen Hüften ihres Besitzers hinab. Nur noch in Unterhose und Schuhen gekleidet, fühlte sich Harry schutz- und hilflos ausgeliefert, aber im gleichen Atemzug war er nur einen Herzschlag davon entfernt, sich an Draco zu schmiegen und sich einfach fallen zu lassen. Zitternd vor Verlangen, denn eine heiße Woge hatte ihn schon jetzt überrollt, ließ er es zu, dass Draco ihm den letzten verbergenden Schutz entfernte, mit seinen erschreckend zärtlichen Händen über seinen Körper liebkoste und ihn dann auf die überraschend starken Arme nahm. Er wollte protestieren, wollte Draco sagen, dass er keine Frau war, dass er ein Mann und trotz aller Scham in der Lage war, selbst in die Badewanne zu steigen, aber er brachte kein Wort über seine Lippen, lediglich ein Seufzen entfleuchte ihm, während er den verführerischen Duft des Slytherins einatmete.
Draco sprach einen Zauber, den Harry noch nie gehört hatte, wedelte geschickt, ohne Harry fallen zu lassen, mit seinem Zauberstab und nur kurz später setzte er Harry in der nunmehr vollen, mit angenehm warmem Wasser gefüllten Wanne ab.
Harry konnte Draco nicht ins Gesicht sehen. Nackt, wie er geboren wurde, lag er vor Draco und zu seiner großen Schande konnte er nicht verhindern, dass sein Körper verräterisch auf die verwirrenden Gefühle in seinem Innersten reagierte. Sein Glied fing an, unter den begierigen Blicken Dracos noch stärker anzuschwellen und er begrüßte die Hände, welche keine Sekunde aufgehört hatten, ihn zu liebkosen, immer inbrünstiger. Er vergaß den eigentlichen Grund, weswegen sie hier waren, er vergaß, dass es etwas Wichtiges und Gefährliches gab, was Draco wissen musste und genoss die Zärtlichkeiten, die Draco ihm zuteil werden ließ.
Draco nahm etwas von der herbei gezauberten, nach Lavendel duftenden Seifenlauge in die Hände, verteilte sie auf seinen Handflächen und streichelte reinigend jede Stelle von Harrys willigem Körper. Er begann an Harrys Schultern, glitt forschend weiter zu Harrys Brust, reizte dort die Knospen, während Harry erschauderte. Harry wusste nicht mehr, was er tun sollte. Er fühlte sich wie Wachs und nichts erinnerte ihn noch an einen Draco, welcher ihn zu Intimitäten genötigt hatte. Was jetzt zwischen ihnen geschah, ging von beiden Seiten aus, auch wenn Harry, unerfahren wie er war, sich noch immer passiv verhielt.
„Harry, wolltest du mir nicht noch etwas erzählen?" Dracos Stimme klang belegt, so als ob er seine Erregung niederdrücken wollte. Die Worte drangen nicht sofort zu Harrys Bewusstsein durch, der Gryffindor war zu sehr von dem Rauschen seines Blutes und dem prickelnden Kribbeln seiner Haut, dort wo er von Draco berührt wurde, gefangen.
„Was?", fragte er schwach und wieder einmal lachte Draco jenes kehlige Lachen, das Harry so unter die Haut ging und ihn erregte.
„Du wolltest mir noch sagen, wer mich töten möchte." Normalerweise wäre Harry jetzt wieder der Ernst der Lage bewusst geworden, doch der Blonde war nun bei Harrys Glied angekommen und strich behutsam den harten Schaft auf und ab. Harry keuchte. Längst lag er nicht mehr ruhig im warmen Wasser, sondern wand sich, mit einer Hand am Rand festkrallend, in der Wanne.
„Ich… ich weiß nicht mehr." Es war noch nicht einmal gelogen. Im Augenblick konnte Harry sich an gar nichts erinnern. Weder hätte er sagen können, wie er hieß, noch, ob er überhaupt lebte und plötzlich waren die verführerischen Hände weg. Enttäuscht schnaubte er auf. Gerade wollte er die Augen öffnen, die er die ganze Zeit geschlossen gehalten hatte, und sehen, was mit Malfoy los war, als er spürte, wie jemand zu ihm ins Wasser kam. Erschrocken riss er die Augen weit auf und was er sah, trieb ihm die Röte ins Gesicht. Draco Malfoy, nackt wie ein junger Gott, stand bei ihm in der Wanne und legte sich jetzt vorsichtig zwischen seine Beine. Sofort spürte Harry einen elektrischen Schlag, als ihre steifen Glieder sich aneinander rieben und dieses Mal stöhnte er laut auf.
„Du bist schön, Potter", hauchte Draco in sein Ohr und bevor Harry registrierte, dass er gerade ein Kompliment von seinem Feind bekommen hatte, sprach dieser auch schon weiter „Warum versteckst du diesen Körper unter Lumpen? Soweit ich weiß, waren die Potters nicht arm."
„Meine Verwandten…", mehr antworte Harry nicht. Er wollte jetzt nicht reden und schon gar nicht über die Dursleys, alles, was er wollte, war Ekstase, war Erfüllung und Draco schien zu erahnen, was Harry wollte, denn seine Lippen suchten die des Gryffindors.
Dieser Kuss war anders als der gestrige. Nie zuvor hatte Harry etwas so zärtliches und sanftes erlebt. Dracos Zunge spielte mit der seinen und gleichzeitig rieb sich Dracos fordernde Hüfte an der seinen. Aber Harry lag nicht still unter dem anderen Jungen, im Gegenteil. Er presste seinen entflammten Körper an den von Draco und suchte unbewusst nach etwas, von dem er nicht die leistete Ahnung hatte, was es sein könnte.
„Bitte…" Ein Wort, gesprochen, ohne dass er wusste, wieso.
„Bitte was, Harry? Was willst du?"
"Ich weiß nicht..."
"Hm... meinst du vielleicht das?" Dracos Lippen küssten Harrys Hals, sein Becken rieb sich noch fester an Harrys.
„Mehr, oh bitte, mehr." Er wimmerte, sehnte sich, schrie förmlich nach Erlösung.
„Sag es noch einmal", forderte Draco und seine Stimme war nur noch ein heißes Schaudern.
„Bitte!"
Knurrend drückte Draco Harry nieder. Rieb sich hemmungslos am Gryffindor, der unter dieser Reibung laut stöhnte, sofern seine Lippen nicht von Dracos beschlagnahmt worden waren, denn Draco küsste Harry wild und leidenschaftlich, unterbrach die Küsse nur, um Luft zu schöpfen. Beide wollten das Gleiche, beide wollten endlich zu einem alles übertreffenden Höhepunkt gelangen und als Draco ein letztes Mal auf Harry bockte, erreichten sie den Augenblick höchster Lust fast gleichzeitig.
Fortsetzung folgt…
Und? Wie hat euch das Kapitel gefallen? Ich weiß nicht ob es geglückt ist oder nicht, meine Beta fand es gut und was denkt ihr? Kommis? smile
Falls sich jemand wundern sollte, warum Draco plötzlich nicht mehr so sehr dran interessiert war, wer ihn töten möchte, im nächsten Kapitel wird das geklärt.
Übrigens kann ich noch nicht sagen, wann es ungefähr das nächste Kapitel gibt, da ich (ich schäme mich auch ganz arg) noch nicht damit angefangen habe. Im Kopf hab ich es zwar schon komplett, aber nicht immer funktioniert es auch, es dann leserlich in die Tasten zu hauen, werde mir allerdings Mühe geben, euch nicht allzu sehr warten zu lassen. lächel
